DE4215570C2 - Verfahren zum Herstellen eines etherreichen Additives für Benzin sowie eine Anlage - Google Patents
Verfahren zum Herstellen eines etherreichen Additives für Benzin sowie eine AnlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines
etherreichen Additives für Benzin, zudem eine Anlage mit
einer Destillationseinrichtung vorgeschalteter
Oxidationszone für ein Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukt,
die mit der Destillationseinrichtung durch wenigstens eine
Leitung verbunden ist, zu dessen Durchführung. Insbesondere
soll die Herstellung von Tert.-amyl-methylether (TAME) als
Zusatzstoff erfaßt werden.
MTBE (Methyl-tert.-butyl-ether), TAME oder Mischungen davon
werden in großem Umfang als Treibstoffstreckmittel und
Oktanzahlverbesserer bei der Herstellung von unverbleitem
Benzin angewendet.
Im allgemeinen können akzeptable Oktanwerte nur durch
Erhöhung des Bleigehaltes des Benzins erhalten werden.
Jedoch ist bleifreies Benzin wünschenswert; Bleizusätze in
Benzinen führen bei Verbrennungskraftmaschinen zum Ausstoß
von Verunreinigungen und tragen damit zur Erhöhung der
Umweltverschmutzung bei.
Derzeit wird aus Verfahrens gründen MTBE häufiger als TAME
als Oktanzahlverbesserer gewählt.
Es wurden viele Verfahren zur Herstellung von MTBE (Methyl-
tert.-butyl-ether) und TAME (Methyl-tert.-amyl-ether)
entwickelt, die heute zum Stande der Technik gehören.
Typische etherbildende Verfahren sind den US-PS
5 001 292; 4 925 455; 4 827 045; 4 830 635 und 4 925 989 zu
entnehmen.
Größtenteils umfassen diese bekannten Verfahren zur
Herstellung von Ethern als Additive für Benzin die Reaktion
eines primären Alkohols, wie Methanol, mit einem Olefin mit
einer Doppelbindung an einem tertiären C-Atom, wie
Isobutylen und Isoamylen. Es ist aus dem Stand der Technik
bekannt, den Alkohol und das Olefin in Gegenwart eines
Katalysators umzusetzen. Geeignete bekannte Katalysatoren
umfassen Lewis-Säuren (Schwefelsäure) und organische Säuren
(Alkyl- und Arylsulfonsäuren). Besonders geeignete
Katalysatoren für diese Reaktionen sind Ionentauscherharze
in deren sauren Form.
Zum Erzeugen von MTBE und TAME können viele
Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukte verwendet werden.
Vorteilhaft ist, TAME aus den Strömen leichter
Kohlenwasserstoffe, die aus den Raffinerie-Verfahren nach
der flüssig-katalytischen Spaltung (FCC, fluid catalytic
cracking) stammen. Bei der Verarbeitung von FCC-
Kohlenwasserstoff-Strömen
wurde festgestellt, daß unter etherbildenden Bedingungen im
Verfahren angewendete Katalysatoren rasch vergiften, d. h.
schnell desaktiviert, werden.
Da die Katalysatormaterialien, die in bekannten Verfahren
angewendet werden, relativ teuer sind, führt das Problem
der Katalysatordesaktivierung nicht nur zu ineffizienten
Verfahren, sondern zu wesentlichen Erhöhungen der
Verfahrenskosten. Keine der vorgenannten Patentschriften
befaßt sich mit diesem Problem oder enthält Lösungen dazu.
Wünschenswert wäre ein Verfahren zur Umsetzung von
Kohlenwasserstoff-Strömen zu TAME, insbesondere von
leichten Naptha-Kohlenwasserstoff-Strömen aus den den FCC-
Raffinerie-Verfahren, welches die oben diskutierten
Probleme der Katalysatorvergiftung löst.
Als nächstliegenden Stand der Technik zeigt die EP-OS 9 434
976 das Auftrennen von FCC-Abströmen durch Destillation und
das Vermischen einer C₄- bis C₅-isoalkenreichen Fraktion
und deren Verethern. Nach DE-PS 28 54 250 werden die C₄-
bis C₅-Anteile im Abstrom einer Crack-Anlage fraktioniert
und verethert. In Kenntnis dieses Standes der Technik ist
der Gegenstand vorliegender Erfindung, ein Verfahren zum
Umsetzen von flüssigen leichten Kohlenwasserstoffströmen zu
TAME in einer effizienten und ökonomischen Weise, wobei vor
allem die Vergiftung der eingesetzten Katalysatoren in
etherbildenden Verfahren unterbunden wird.
Die Lösung dieser Aufgabe gibt der Hauptanspruch an; die
Unteransprüche zeigen vorteilhafte Ausführungsformen.
Bei dem Verfahren nach der Erfindung zum Herstellen eines
etherreichen Additives für Benzin wird ein Nitrile
enthaltendes flüssiges C₄-C₁₂-Kohlenwasserstoff-
Einsatzprodukt in einer ersten Stufe einer üblichen
Oxidation unterworfen, das flüssige C₄-C₁₂-
Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukt mit einem Alkohol aus der
Methanol, Ethanol, Propanol oder Mischungen davon
umfassenden Gruppe in einer Menge von 2,0 bis 4,0 Gew-% -
bezogen auf das totale Einsatzprodukt - gemischt, die
Mischung aus Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukt und Alkohol in
einer Destillationskolonne behandelt sowie ein an C₅-
reiches Kopfprodukt mit einem totalen Nitrilgehalt im
Bereich von bis zu 2 ppm erzeugt; dieses Kopfprodukt wird
mit einem üblichen Katalysator unter bekannten
etherbildenden Verfahrensbedingungen kontaktiert, um tert.-
Amyl-methylether (TAME) herzustellen.
Das flüssige Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukt aus FCC-
Prozeßanlagen wird mit dem Alkohl gemischt, um die Nitrile
während der Destillation zu entfernen und ein C₅-Alkohol-
Azeotrop-Einsatzprodukt zu bilden, bevor das Einsatzprodukt
den etherbildenden Verfahrensbedingungen in Gegenwart des
Katalysators ausgesetzt wird. Das gereinigte C₅-Alkohol-
Azeotrop-Einsatzprodukt, das der etherbildenden Zone
zugeführt wird, ist im wesentlichen frei von Nitrilen.
In Übereinstimmung mit vorliegender Erfindung wurde
gefunden, daß durch Vorbehandlung jenes leichten
Kohlenwasserstoff-Einsatzproduktes die Vergiftungsrate des
angewendeten Katalysators im etherbildenden Verfahren stark
reduziert, die Verfahrenseffizienz stark erhöht und
gleichzeitig die Verfahrenskosten gesenkt werden; dieses
Verfahren erlaubt die effiziente und ökonomische
Herstellung von TAME durch Verbesserung der Lebensdauer des
Katalysators, welcher für das Etherbildungsverfahren
gebraucht wird.
Die Konzentration des Nitrils im Destillationsturm liegt im
Bereich bis 14 ppm. Das Kopfprodukt weist einen totalen
Nitrilgehalt im Bereich von 0 bis 2 ppm auf.
Der saure, etherbildende Katalysator liegt in Form eines
Ionentauscherharzes vor.
Bei der erfindungsgemäßen Anlage ist zwischen der
Oxidationszone und der Destillationseinrichtung eine
Zuführung für primären Alkohol vorgesehen, die in die
Leitung zwischen Oxidationszone und
Destillationseinrichtung mündet.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese
zeigt in:
Fig. 1 ein schematisches Flußdiagramm, zu einem Verfah
ren nach dem Stande der Technik für die Herstel
lung von TAME aus leichten Kohlenwasserstoff-Ein
satzprodukten, die ihrerseits aus einem flüssig
katalytischen Spaltverfahren (FCC-Verfahren) re
sultieren;
Fig. 2 ein schematisches Flußdiagramm, zu einem Verfah
ren nach vorliegender Erfindung;
Fig. 3 ein Diagramm, welches den Verlust an Aktivität
des sauren Katalysators durch die Nitrile bei der
Etherbildung von leichten Kohlenwasserstoff-Ein
satzprodukten zu TAME zeigt und damit die Fort
schritte des erfindungsgemäßen Verfahrens ver
deutlicht.
Eine in Fig. 1 gezeigte Anlage 10 nach dem Stande der Technik umfaßt eine FCC-Produkti
onsanlage 12 und eine Etherbildungszone 14, um das leichte
Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukt in ein etherreiches Addi
tiv, insbesondere TAME, umzusetzen.
Das leichte Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukt wird von der
FCC-Produktionsanlage 12 über eine Leitung 16 zu einer Ein
heit 18 geliefert, in welcher Mercaptane im Kohlenwasser
stoff-Einsatzprodukt auf bekannte Weise oxidiert werden. Das
behandelte Produkt aus der Einheit 18 wird über eine
weitere Leitung 20 zu einer Destillationseinrichtung 22
geleitet, um ein Kopfprodukt, welches reich an C₅ ist,
herzustellen. Dieses wird über eine Verbindung 24 in die
etherbildende Zone 14 geleitet.
Der Sumpf der Destillationseinrichtung 22, der durch eine
Sumpf-Leitung 26 entnommen wird, ist reich an C₆ +
Kohlenwasserstoffen. Das etherreiche TAME-Produkt wird aus
der Etherbildungszone 14 über eine Ableitung 28 entfernt.
Ein typisches Produkt aus der FCC-Raffinierieanlage 12,
welches über Leitung 16 abgezogen wird, hat folgende
Zusammensetzung: Isobuten im Bereich von 2 bis 7 Gew.-%,
Isoamylene im Bereich von 5 bis 10 Gew.-%, Diolefine im
Bereich von 1 bis 2 Gew.-% und eine Stickstoffkonzentration
im Bereich von 22 bis 27 ppm, worin die Nitrile im Bereich
von 6 bis 10 ppm vorhanden sind. Das Einsatzprodukt,
welches die Einheit 18 über Leitung 20 verläßt, hat eine
Nitrilkonzentration im Bereich von 6 bis 10 ppm. Dieses
Einsatzprodukt, unter entsprechenden Bedingungen in der
Destillationseinrichtung 22 behandelt, führt zu einem
Kopfprodukt, das reich an C₅ ist und eine Nitril-
Konzentration im Bereich von 10 bis 14 ppm hat.
Das über die Verbindung 24 zugeführte Kopfprodukt wird mit
Alkohol, bevorzugt Methanol, gemischt und dann in die
Etherbildungszone 14 eingeführt, worin es Gegenstand einer
Verarbeitung unter den folgenden Verfahrensbedingungen ist:
Druck zwischen 10,34 und 20,68 bar, Temperatur zwischen 54°C und 60°C, ein Verhältnis Methanol zu Isoalken im Bereich von 1,00 bis 1,50 Molen/Mol und ein Verhältnis von H₂ zu Diolefinen im Bereich von 1,5 bis 3,2 Molen/Mol. Ein typischer Katalysa tor gemäß dem Stande der Technik in der etherbildenden Re aktion ist ein saures Ionentauscherharz, beispielsweise "AMBERLIST" von Rohm und Haas oder als Bayer Produkt K2631.
Druck zwischen 10,34 und 20,68 bar, Temperatur zwischen 54°C und 60°C, ein Verhältnis Methanol zu Isoalken im Bereich von 1,00 bis 1,50 Molen/Mol und ein Verhältnis von H₂ zu Diolefinen im Bereich von 1,5 bis 3,2 Molen/Mol. Ein typischer Katalysa tor gemäß dem Stande der Technik in der etherbildenden Re aktion ist ein saures Ionentauscherharz, beispielsweise "AMBERLIST" von Rohm und Haas oder als Bayer Produkt K2631.
Bei Durchführung des oben zu
Fig. 1 beschriebenen Verfahrens wird
der Katalysator in der Etherbildungs
zone mit der Zeit wesentlich desaktiviert. Als ein Er
gebnis wird die Effizienz des Verfahrens reduziert, und die
Kosten, um das Verfahren auszuführen, werden erhöht.
Das Verfahren nach vorliegender Erfindung nach Fig. 2
stellt eine erhebliche Verbesserung gegenüber den oben be
schriebenen Verfahren nach dem Stande der Technik dar.
In Fig. 2 sind die gleichen Positionszahlen verwendet wie
für entsprechende Anlageteile im Verfahren gemäß Fig. 1.
In Übereinstimmung mit vorliegender Erfindung ist eine
Einheit 30 in Strömungsrichtung nach der Einheit 18 und vor
der Destillationseinrichtung 22 vorgesehen, von welcher
über eine Leitung 32 Methanol, Ethanol, Propanol bzw. deren
Mischungen in Leitung 20 eingespeist werden. Der Alkohol
wird so mit dem Einsatzprodukt für die
Destillationseinrichtung 22 gemischt. Die Nitrile im
Einsatzprodukt, insbesondere Propionitrile, werden durch
die Gegenwart des Alkohols, in der Destillationseinrichtung
22 im wesentlichen über Leitung 26 abgeführt und das C₅-
Alkohol-Azeotrop und ein Teil des C₆-Alkohol-Azeotrops wird
über Leitung 24 zur Etherbildungszone 14 geführt.
Die Nitrilkonzentration in dem zur Etherbildungszone
geführten Speisestrom beträgt maximal 2 ppm. Die
verbleibenden Nitrile des Einsatzproduktes werden durch die
Sumpfleitung 26 bzw. den Sumpfstrom der
Destillationseinrichtung 22 entnommen.
Um im wesentlichen alle Propionitrile aus dem
Einsatzprodukt in der Destillationseinheit 22 zu entfernen,
muß die Menge des über Leitung 20 der
Destillationseinrichtung 22 zugeführten Alkohols mindestens
10 Gew.-% der Menge an C₅ im Speisestrom sein. Für typische
leichte
Kohlenwasserstoff-Ströme aus den FCC-Verfahrensanlagen
beträgt die Zugabe in das Einsatzprodukt für die
Destillationseinheit 22 hier 2 bis 4 Gew.-% Alkohol.
Die C₅ für die Speisung der Destillationseinrichtung 22
haben eine größere Affinität für den Alkohol, der in die
Zuführungsleitung eingeleitet wurde, als für die
Proprionitrile im Zuführungsgasstrom, und entsprechend ist
dann, wenn das Einsatzprodukt in Einheit 22 destilliert
wird, der C₅-Kopfstrom im wesentlichen frei von Nitrilen.
Die Destillationskolonne wird unter den folgenden
Bedingungen betrieben: Druck im Bereich von 0 bis 3,4475
bar, Temperatur im Bereich von 75°C bis 90°C und ein
Verhältnis von Isoamylenen zu Alkohol im Bereich von 1 bis
5, bevorzugt 0,4-0,6 bezogen auf das Gewicht. Der Kopfstrom - im
wesentlichen frei von Nitrilen - wird danach mit Alkohol,
wie oben mit Bezug auf den Stand der Technik beschrieben,
gemischt und ist zur Bildung eines TAME-Produktes
Gegenstand einer Etherbildung unter den folgenden
Bedingungen: Druck zwischen 10,34 und 20,68 bar; Temperatur
zwischen 54°C und 60°C; ein Methanol zu Isoalken-Verhältnis
im Bereich von 1,00-1,50 Molen/Mol und ein Verhältnis von
H₂ zu Diolefinen im Bereich von zwischen 1,5 bis 3,2
Molen/Mol.
Um den vergiftenden Effekt der Nitrile, wie Propionitril
und Acetonitril, auf den verwendeten Katalysator im ether
bildenden Verfahren zu zeigen, ist ein unbehandeltes FCC-
Einsatzprodukt, das reich an C₅ ist und eine Zusammen
setzung gemäß nachfolgender Tabelle 1 aufweist, Gegenstand
einer Etherbildung in Gegenwart eines AMBERLIST-Ionentau
scher-Katalysators gemäß dem Verfahren und den Bedingungen
nach folgender Tabelle II. Fig. 3 zeigt den Umsatz des
Einsatzproduktes zum etherangereicherten Produkt TAME über
die Zeit.
Um die Vorteile der Vorbehandlung gemäß vorliegender Erfin
dung zu zeigen, wird dasselbe Einsatzprodukt mit Methanol
in einer Menge von 10 Gew.-% - bezogen auf den C₅-Gehalt
des Einsatzproduktes - vorbehandelt, um ein gereinigtes
Einsatzprodukt der Konzentration, wie in Tabelle I be
schrieben, zu erhalten. Dieses gereinigte Einsatzprodukt
war danach Gegenstand der Etherbildung unter den gleichen
Verfahrensbedingungen wie in Tabelle II. Das Resultat des
Effektes dieses Einsatzproduktes auf den
Einsatzproduktumsatz zu TAME - und daraus das Verhalten
des für das etherbildende Verfahren angewendeten Katalysa
tors - ist Fig. 3 zu entnehmen.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß nach sechzig Tagen die
Wirksamkeit des für das etherbildende Verfahren verwendeten
Katalysators bezüglich des Umsatzes, wenn ein in Überein
stimmung mit vorliegender Erfindung behandeltes gereinigtes
Einsatzprodukt verwendet wird, im wesentlichen identisch
ist mit dem Umsatz, der mit einem ungebrauchten Katalysator
erhalten wird. Die Wirksamkeit bezüglich des Umsatzes des
Katalysators, wenn ein unbehandeltes Einsatzprodukt, das
nicht in Übereinstimmung mit vorliegender Erfindung
verarbeitet worden ist, sinkt mit der Zeit wesentlich.
| (Veretherungsbedingungen) | |
| Einspeisetemperatur | |
| (55,56°C) | |
| Verfahrensdruck | 12,07 bis 13,79 bar |
| Flüssigkeitsraumgeschwindigkeit (LHSV | 2 V/V/hr |
| Verhältnis MeOH/Isoalkene | 1,05 ml/ml |
Um die Wirkung der Zugabe von Alkohol zum Einsatzprodukt zu
zeigen und damit die Abtrennung der die Nitrile von der C₅-
C₆ Kopffraktion von einer Destillationseinheit zu zeigen,
wird ein Einsatzprodukt gemäß Tabelle III in einer De
stillationseinheit unter den Bedingungen nach Tabelle IV
behandelt.
| C₄ | ||
| 4,0 Gew.-% | ||
| C₅ | 25,0 Gew.-% | |
| Isoamylene | 6,1 Gew.-% | |
| C₆ | 21,0 Gew.-% | |
| C₆+ | 50,0 Gew.-% | |
| Total Stickstoff | 25,6 ppm | |
| Nitrile: @ | Acetonitril | 1,7 ppm |
| Propionitril | 5,4 ppm |
| (Destillationsbedingungen) | |
| Einspeisetemperatur|45°C | |
| Zuführboden (feeding plate) | 30 |
| Kondensator Wassertemp. | 0°C |
| Aufwärmer-Temperatur | 75°C |
| Zuführ-Strom | 8 l/h |
| Methanol-Menge | 3,00 Gew.-% bez. auf Zufuhr |
Die resultierende C₅-Kopffraktion aus dem Destillationsver
fahren wird bezüglich der Nitrilentfernung verglichen,
und das Einsatzprodukt, das mit Methanol behandelt wird,
zeigt eine Nettoreduktion in der Nitrilkonzentration von
mehr als 80%.
Wie aus dem Vorhergehenden gesehen werden kann, bietet das
erfindungsgemäße Verfahren eine effektive und ökonomische
Vorgehensweise für die Herstellung von etherreichen Additi
ven, wie TAME und MTBE, aus leichten Kohlenwasserstoff-Ein
satzprodukten.
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen eines etherreichen Additives
für Benzin, wobei
- a) ein Nitrile enthaltendes flüssiges C₄-C₁₂- Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukt in einer ersten Stufe einer üblichen Oxidation unterworfen wird,
- b) das flüssige C₄-C₁₂-Kohlenwasserstoff- Einsatzprodukt mit einem Alkohol aus der Methanol, Ethanol, Propanol oder Mischungen davon umfassenden Gruppe in einer Menge von 2,0 bis 4,0 Gew.-%, bezogen auf das totale Einsatzprodukt gemischt wird,
- c) die Mischung aus Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukt und Alkohol in einer Destillationskolonne behandelt wird,
- d) ein an C₅ reiches Kopfprodukt mit einem totalen Nitrilgehalt im Bereich von 0 bis 2 ppm erzeugt sowie
- e) dieses Kopfprodukt mit einem üblichen Katalysator unter bekannten etherbildenden Verfahrensbedingungen kontaktiert wird, um tert.- Amyl-methylether (TAME) herzustellen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Destillationskolonne unter folgenden Bedingungen
betrieben wird: Druck im Bereich von 0 bis 3,4475 bar,
Temperatur im Bereich von 75°C bis 90°C und ein
Verhältnis von Isoamylenen zu Alkohol im Bereich von 1
bis 5 bezogen auf das Gewicht.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Alkohol Methanol ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
Propionitril im Einsatzprodukt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, gekennzeichnet durch
eine Nitrilkonzentration in Stufe (d) bis 14 ppm.
6. Anlage mit einer Destillationseinrichtung
vorgeschalteten Oxidationszone für ein
Kohlenwasserstoff-Einsatzprodukt, die mit der
Destillationseinrichtung durch wenigstens eine Leitung
verbunden ist, zur Durchführung des Verfahrens nach
wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Oxidationszone (18)
und der Destillationseinrichtung (22) eine Zuführung
(32) für den primären Alkohol vorgesehen ist, die in
die Leitung (20) zwischen Oxidationszone (18) und
Destillationseinrichtung (22) mündet.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| EP92103849 | 1992-03-06 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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| DE4215570C2 true DE4215570C2 (de) | 1995-12-14 |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924215570 Expired - Fee Related DE4215570C2 (de) | 1992-03-06 | 1992-05-12 | Verfahren zum Herstellen eines etherreichen Additives für Benzin sowie eine Anlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4215570C2 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB2010323B (en) * | 1977-12-16 | 1982-05-06 | Gulf Canada Ltd | Preparation of gasoline containing tertiaryamyl methyl ether |
| US4969987A (en) * | 1989-11-29 | 1990-11-13 | Mobil Oil Corporation | Integrated process for production of gasoline and ether |
-
1992
- 1992-05-12 DE DE19924215570 patent/DE4215570C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4215570A1 (de) | 1993-09-09 |
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