DE4218533C2 - Schaltkondensator-Schaltkreis - Google Patents
Schaltkondensator-SchaltkreisInfo
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- DE4218533C2 DE4218533C2 DE19924218533 DE4218533A DE4218533C2 DE 4218533 C2 DE4218533 C2 DE 4218533C2 DE 19924218533 DE19924218533 DE 19924218533 DE 4218533 A DE4218533 A DE 4218533A DE 4218533 C2 DE4218533 C2 DE 4218533C2
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schaltkondensator-
Schaltkreis mit einem Eingang zur Aufnahme eines Eingangssignals,
einem Ausgang zur Abgabe eines Ausgangssignals und mit
einem chopperstabilisierten Verstärker mit einem ersten und einem
zweiten Eingang sowie wenigstens einem Ausgang. Derartige
Schaltkondensator-Schaltkreise werden als zeitdiskrete Filter in
Analog/Digital-Wandlern eingesetzt.
Schaltkondensator-Filter, bei denen zur Verringerung des Flimmerrauschens
und der tieffrequenten Interferenzen der Verstärker
im Integrator chopperstabilisiert ist, sind bekannt, beispielsweise
aus dem US-Patent 4 939 516 "Copper Stabilized Delta-Sigma
Analog-to-Digital Converter" sowie den Aufsätzen von Hsieh et
al, "A Low-Noise Chopper Stabilized Differential Switched-Capacitor
Filtering Technique" in I.E.E.E. J. Solid-State Circuits,
Volume SC-16, No. 6, Seiten 708-715 und Kansy "Response of a
Correlated Double Sampling Circuit to 1/f Noise" in I.E.E.E. J.
Solid-State Circuits, Volume SC-15, No. 3, Seiten 373-375. Bei
den vorbekannten Schaltkreisen ist die Chopper- bzw. Modulationsfrequenz
auf einen Wert unterhalb der Nyquist-Rate beschränkt,
typischerweise auf das eineinhalbfache der Abtastfrequenz.
Das Choppen oberhalb dieser Frequenz ist wirkungslos,
weil die Störgeräusche sonst in das Nyquist-Band zurücktreten,
sobald sie abgetastet werden. Es besteht die Gefahr von Störgeräuschen.
Aus der JP 58-130 608 ist ferner ein mit geschalteten Kondensatoren
aufgebauter Verstärker, der allerdings nicht chopperstabilisiert
ist, bekannt. Dieser Schaltkondensator-Verstärker arbeitet
stattdessen mit selbsttätiger Nullung (sogenannte "Auto-Zero"-
Technik), um Fehlspannungen vom Verstärker fernzuhalten.
Derartige "Auto-Zero"-Mechanismen arbeiten stets mit einer Frequenz,
die doppelt so hoch ist wie die Abtastrate am Ausgang.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das Flimmerrauschen
und die internen tieffrequenten Interferenzen bei einem Schaltkondensator-
Schaltkreis mit chopperstabilisiertem Verstärker zu
vermindern.
Bei der Lösung dieses technischen Problems wird ausgegangen von
einem Schaltkondensator-Schaltkreis der eingangs erwähnten Art;
erfindungsgemäß besteht die Lösung darin, daß zwischen den Ausgang
und den Eingang des Verstärkers mindestens ein Rückkopplungskondensator
geschaltet ist, daß mindestens ein Eingangskondensator
vorgesehen ist, dessen erster Anschluß selektiv
mit dem Eingangsanschluß und mit Signalmasse verbunden ist und
dessen zweiter Anschluß selektiv mit dem ersten Eingang des Verstärkers
und mit Signalmasse verbunden ist, daß dieser Eingangskondensator
abwechselnd auf das Potential des Signals am Eingangsanschluß
aufgeladen und an den ersten Eingang des Verstärkers
gekoppelt wird, um so seine Ladung während eines jeden
Chopperzustandes des Verstärkers an den Rückkopplungskondensator
zu übertragen, und daß der Ausgang des Verstärkers mit einer
Frequenz abgetastet wird, die kleiner oder ungefähr gleich der
Zerhackungsfrequenz des Verstärkers ist.
Beim vorbekannten Stand der Technik beträgt die Chopperfrequenz
immer die Hälfte der Abtastrate, da die modulierten tieffrequenten
Störsignale in jedem Fall vor ihrer Filterung abgetastet
werden. Mit der vorliegenden Erfindung wird nun vorgeschlagen,
daß der Verstärker mit einer Zerhackungs- bzw. Chopperfrequenz
arbeitet, die gleich oder höher als die Abtastrate am Ausgang
ist. Insbesondere bezüglich tieffrequenter Störsignale wird dadurch
eine signifikante Verbesserung des Rauschabstands erreicht.
Die tieffrequenten Störsignalanteile werden gerade zu
höheren Frequenzen hin moduliert, bei denen die Übertragungsfunktion
des Filters eine größere Dämpfung aufweist. Aus diesem
Grunde werden Störungen wirkungsvoll ausgefiltert, bevor sie zurückgeführt
werden. Bei dem erfindungsgemäßen Schaltkondensator-
Schaltkreis wird der Verstärkereingang bzw. -ausgang mit der
Chopperfrequenz kommutiert. Wenn also nachfolgend von "erstem
und zweitem Chopperzustand" gesprochen wird, so sind damit die
zwei Betriebskonfigurationen des Operationsverstärkers, zwischen
denen kommutiert wird, gemeint.
Bevorzugt wird eine Ausführung des erfindungsgemäßen Schaltkondensator-
Schaltkreises mit zwei Rückkopplungskondensatoren und
zwei Eingangskondensatoren.
Der erfindungsgemäße Schaltkondensator-Schaltkreis ist insbesondere
für die Verwendung in einem analogen Filter mit einer Anzahl
von hintereinandergeschalteten zeitdiskreten Integratorstufen
oder in einem Analog/Digital-Modulator mit hintereinandergeschalteten
Integratoren geeignet.
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nach
stehend anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1A ein Schaltschema eines erfindungsge
mäßen Integrators mit geschalteten
Kondensatoren;
Fig. 1B ein Schaltschema des gechoppten Ver
stärkers von Fig. 1A;
Fig. 1C ein Zeitdiagramm für den Schaltkonden
sator-Integrator von Fig. 1A;
Fig. 2A bis 2D Schaltschemata des Schaltkondensator-
Integrators von Fig. 1A für jede der
vier unterschiedlichen Subphasen des
Betriebs des Integrators über genau
eine Abtastperiode;
Fig. 3A das Kurvenbild der Eingangs-Übertra
gungsfunktion des Schaltkondensator-
Integrators von Fig. 1A;
Fig. 3B das Kurvenbild der Störgeräuschs-
Übertragungsfunktion des Schaltkonden
sator-Integrators von Fig. 1A;
Fig. 4A ein Schaltschema eines vollständig
differentiellen Schaltkondensator-
Integrators gemäß der vorliegenden
Erfindung;
Fig. 4B ein Schaltschema des gechoppten Ver
stärkers von Fig. 4A;
Fig. 4C ein Schaltschema einer anderen Ausfüh
rung eines vollständig differentiel
len Schaltkondensator-Integrators
gemäß der vorliegenden Erfindung;
Fig. 5 ein Kurvenbild der Eingangs-Übertra
gungsfunktion des Schaltkondensator-
Integrators von Fig. 4A;
Fig. 6 ein Blockdiagramm eines Delta-Sigma-
Wandlers mit einem erfindungsgemäßen
Schaltkondensator-Integrator;
Fig. 7 ein Blockschaltbild für eine Anwen
dung der Erfindung, umfassend einen
Delta-Sigma-Wandler mit einem erfin
dungsgemäßen Schaltkondensator-Inte
grator;
Fig. 8 ein Blockschaltbild des Delta-Sigma-
Wandlers von Fig. 7;
Fig. 9A, 9B vereinfachte Diagramme des Delta-
Sigma-Wandlers von Fig. 8;
Fig. 10 ein Zeitdiagramm der in den Fig.
9A und 9B enthaltenen Schalter;
Fig. 11A ein Schaltschema des gechoppten Ver
stärkers von Fig. 9A; und
Fig. 11B ein Zeitdiagramm für den gechoppten
Verstärker von Fig. 11A.
Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit und Klarheit sind
dort, wo es zweckmäßig erscheint, in den Abbildungen Bezugs
zeichen wiederholt verwendet, um übereinstimmende Merkmale zu
kennzeichnen. Die in den Abbildungen enthaltenen Signalver
läufe sind nicht unbedingt maßstabsgetreu dargestellt, um
Zeitverhältnisse deutlicher herauszustellen.
Ein erfindungsgemäß ausgebildeter Schaltkondensator-Integra
tor mit Chopper-Stabilisierung, die mit der Abtastrate ausge
führt wird, umfaßt einen gechoppten Differenzverstärker mit
ersten und zweiten Rückkopplungskondensatoren, ersten und
zweiten Eingangskondensatoren und vier Schaltern rund um je
den Eingangskondensator zur Aufnahme von positiven und nega
tiven Differenz-Eingangssignalen (VINP und VINM) und zur Er
zeugung von positiven und negativen gefilterten Ausgangssig
nalen. Die positiven und negativen Eingangssignale werden je
weils zu jedem Eingangskondensator über separate Schalter ge
leitet. Zwei Schalter sind an der gegenüberliegenden Seite
eines jeden der ersten und zweiten Eingangskondensatoren vor
gesehen, wobei ein Schalter mit Masse verbunden und der ande
re Schalter mit einem ersten und zweiten Eingang des Verstär
kers und des einen Anschlusses des ersten und zweiten Rück
kopplungskondensators verbunden ist. Die anderen Anschlüsse
der ersten und zweiten Rückkopplungskondensatoren sind mit
den ersten und zweiten Ausgängen des Verstärkers verbunden.
Die Ausgänge des Verstärkers werden abgetastet, um die posi
tiven und negativen Ausgangssignale des Integrators zu bil
den.
Im Betrieb wird der Verstärker gepulst (chopped) im Anspre
chen auf ein Rechtecksignal FCHOP mit einer Frequenz, die dem
Abtastsignal FSAMPLE entspricht. Das Signal FCHOP hat somit
eine erste und eine zweite Phase.
Während der ersten Phase befindet sich der Verstärker in
einem ersten Pulszustand, bei dem der erste Eingang des Ver
stärkers ein positiver Eingang ist, der zweite Eingang ein
negativer Eingang, der erste Ausgang ein negativer Ausgang
und der zweite Ausgang ein positiver Ausgang. Während dieser
ersten Phase werden die Schalter rund um die Eingangskonden
satoren zweimal geschaltet und bilden somit zwei Subphasen.
Während der ersten Subphase bzw. Unterphase werden die Schal
ter in eine solche Position gesetzt, daß sie den ersten Ein
gangskondensator zu VINP aufladen, während der erste Rückkopp
lungskondensator von dem ersten Eingangskondensator isoliert
ist, und den zweiten Eingangskondensator zu VINM aufladen,
während der zweite Rückkopplungskondensator von dem zweiten
Eingangskondensator isoliert ist. Während der zweiten Sub
phase werden die Schalter in eine solche Position gebracht,
daß sie die Ladung relativ zu VINM von dem ersten Eingangskon
densator auf den ersten Rückkopplungskondensator übertragen,
und die Ladung relativ zu VINP von dem zweiten Eingangskonden
sator zu dem zweiten Rückkopplungskondensator übertragen.
Auf diese Weise werden während der ersten Subphase die Ein
gangskondensatoren auf die Eingangssignale aufgeladen, und
die Rückkopplungskondensatoren werden von den Eingangskonden
satoren elektrisch getrennt. Während der zweiten Subphase
übertragen die Eingangskondensatoren ihre Ladung in bezug auf
das entgegengesetzte Eingangssignal auf die Rückkopplungskon
densatoren. Also wird während dieser ersten Phase das Störsignal
von dem Verstärker abgetastet und an den ersten und zwei
ten Rückkopplungskondensatoren zusammen mit den Eingangssig
nalen gespeichert.
Während der zweiten Phase des Signals FCHOP befindet sich der
Verstärker in einem zweiten Pulszustand, bei dem die Ein
gangs- und Ausgangspolaritäten des Verstärkers so geschaltet
werden, daß der erste Eingang des Verstärkers ein negativer
Eingang, der zweite Eingang ein positiver Eingang, der erste
Ausgang ein positiver Ausgang und der zweite Ausgang ein
negativer Ausgang ist. Die ersten und zweiten Subphasen der
zweiten Phase (hier auch als dritte und vierte Subphasen
bezeichnet) sind die gleichen im Hinblick auf die Schalter
rund um die Eingangskondensatoren wie die ersten und zweiten
Subphasen der ersten Phase des Signals FCHOP.
Während der zweiten Phase des Signals FCHOP werden die Ein
gangssignale zu den Rückkopplungskondensatoren addiert, je
doch wird das während der Phase 1 gespeicherte, tieffrequente
Verstärker-Störsignal wegsubtrahiert durch das während der
Phase 2 gespeicherte Störsignal. Auf diese Weise wird das
Flimmerrauschen und tieffrequente Interferenzen durch diese
doppelte Abtastintegration subtrahiert, im Gegensatz zur
Modulation der tieffrequenten Interferenzen und Flimmerstörun
gen außerhalb des interessierenden Bandes, wie dies bei ande
ren herkömmlichen Schaltkreisen geschieht. Der Ausgang des
Verstärkers wird als Vervollständigung der zweiten Phase des
Signals FCHOP abgetastet.
Da bei der bevorzugten Ausführung vorliegender Erfindung die
Abtastfrequenz für das Ausgangssignal und die Pulsfrequenz
einander gleich sind, wird das Flimmerrauschen und die tief
frequenten Interferenzen ebenso herabgesetzt, wenn die Puls-
oder Chopper-Frequenz im wesentlichen gleich einem N-fachen
der Abtastfrequenz für das Ausgangssignal ist, wobei N eine
positive ganze Zahl ist. Ist beispielsweise N=2, dann würde
FCHOP zweimal FSAMPLE sein, und die Frequenz für jede Ein
gangsabtastung (das heißt also, die Frequenz für jede der
vier Subphasen) würde das Vierfache von FSAMPLE sein.
Fig. 1A enthält ein Schaltschema eines Einend-Integrators
mit geschalteten Kondensatoren gemäß der Erfindung. Wie aus
Fig. 1A ersichtlich, umfaßt dieser Schaltkondensator-Integra
tor 10 einen chopperstabilisierten Differenz-Operationsver
stärker 12, einen Rückkopplungs-Kondensator 14, der zwischen
einen Ausgang 16 des Verstärkers 12 und einen ersten Ein
gang 18 des Verstärkers 12 geschaltet ist, mit einem zweiten
Eingang 20, der an Signalmasse angeschlossen ist. Der Verstär
ker 12 hat Signaleingänge FCHOP und dessen logisches Komple
ment auf entsprechenden Leitungen 22 und 23, welche von
einer nicht in den Zeichnungen dargestellten Schaltung er
zeugt werden.
Der Ausgang des Verstärkers 12 auf Leitung 16 wird abgetastet
durch das von Schalter 24 gezeigte Signal FSAMPLE, um das
Ausgangssignal VOUT am Anschluß 26 zu bilden. Der Schaltkon
densator-Integrator 10 empfängt ein Eingangssignal VIN an
einem Eingangsanschluß 28, der über einen ersten Schalter 30
an einen Knotenpunkt 32 angeschlossen ist. Der Knotenpunkt 32
ist über einen Schalter 34 an Signalmasse angeschlossen. Der
Knotenpunkt 32 ist mit einem Eingang eines Eingangskonden
sators 36 verbunden, während dessen anderer Anschluß mit
einem anderen Knotenpunkt 38 verbunden ist. Der Knoten
punkt 38 ist über einen Schalter 40 mit Signalmasse verbun
den. Der Knotenpunkt 38 ist an den Eingang 18 des Verstär
kers 12 über einen anderen Schalter 42 verbunden. Die Schal
ter 30 und 40 werden durch Zeitsignale ΦA gesteuert, und die
Schalter 34 und 38 werden durch Zeitsignale ΦB gesteuert.
In Fig. 1B ist ein Schaltschema des Zerhackungsverstär
kers 12 von Fig. 1A dargestellt. Wie aus Fig. 1B ersicht
lich, ist der Eingang 18 mit dem negativen Eingang eines
Operationsverstärkers 42 über einen Schalter 43, der durch
FCHOP gesteuert ist, verbunden, und mit dem positiven Eingang
des Operationsverstärkers 42 über eine Schalter 43′, der
durch gesteuert ist. Der Eingang 20 ist an den negati
ven Eingang eines Operationsverstärkers 42 über einen Schal
ter 44, der durch gesteuert ist, gekoppelt und mit dem
positiven Eingang des Operationsverstärkers 42 über einen
Schalter 44, der durch FCHOP gesteuert ist, verbunden. Der
Ausgang des Operationsverstärkers 42 ist an den Ausgang 16
des gechoppten Verstärkers 12 über einen nicht invertierenden
Verstärker 45 und einen von FCHOP gesteuerten Schalter 47
gekoppelt und ebenso über einen invertierenden Verstärker 26
und einen von gesteuerten Schalter 47′.
Im Betrieb hat der Chopperverstärker 12 nun einen ersten
Chopperzustand und einen zweiten Chopperzustand. Während des
ersten Chopperzustands, wenn also das Signal FCHOP hoch und
niedrig ist, sind die Schalter 43, 44 und 47 geschlos
sen, während die Schalter 43′, 44′ und 47′ offen sind. In
diesem ersten Chopperzustand ist der Eingang 18 an den negati
ven Eingang des Operationsverstärkers 42 angeschlossen, wobei
der Eingang 20 an den positiven Eingang des Operationsverstär
kers 42 angeschlossen ist und der Ausgang des Operationsver
stärkers 42 mit dem Ausgang 16 verbunden ist. Während des
zweiten Chopperzustandes, wenn also FCHOP niedrig und
hoch ist, sind die Schalter 43, 44 und 47 offen, während die
Schalter 43′, 44′ und 47′ geschlossen sind. In diesem zweiten
Chopperzustand ist der Eingang 18 an den positiven Eingang
des Operationsverstärkers 42 gekoppelt, der Eingang 20 ist
mit dem negativen Eingang des Operationsverstärkers 42 verbun
den und der Ausgang des Operationsverstärkers 42 ist inver
tiert und mit dem Ausgang 16 verbunden.
Fig. 1C enthält ein Zeitdiagramm für den in Fig. 1A darge
stellten Schaltkreis. Wie aus Fig. 1C ersichtlich, sind für
jede Abtastung des Ausgangs (in Fig. 1C mit FSAMPLE bezeich
net) zwei Phasen der Signale FCHOP und vorhanden und
vier Subphasen der Signale ΦA und ΦB. Fig. 2A enthält ein
Diagramm von Fig. 1A während der ersten Betriebs-Subphase;
Fig. 2B enthält ein schematisches Diagramm von Fig. 1A
während der zweiten Subphase; Fig. 2C enthält ein schemati
sches Diagramm während der dritten Subphase; Fig. 2D enthält
ein schematisches Diagramm während der vierten Subphase.
Unter Bezugnahme auf Fig. 1B und die Fig. 2A, 2B, 2C und
2D wird nun die Arbeitsweise des in Fig. 1A dargestellten
Verstärkers beschrieben. Während der Subphase 1 (gezeigt in
Fig. 2A) hat der Verstärker 12 ein negatives Eingangssignal
an seinem Eingang 18 und ein positives Eingangssignal an
seinem Eingang 20 und ein positives Ausgangssignal an dem
Ausgang 16, und sind die Schalter 30 und 40 geschlossen,
während die Schalter 34 und 42 offen sind. Während dieser
ersten Subphase wird das Eingangssignal VIN am Eingangskonden
sator 36 abgetastet, während der Rückkopplungskondensator 14
die Spannung von der Subphase 4 des vorangegangenen Zyklus
speichert. Während der Subphase 2 (gezeigt in Fig. 2B) ver
bleiben die Eingangsanschlüsse 18 und 20 und der Ausgangsan
schluß 16 des Verstärkers 12 in ungeänderter Polarität, und
sind die Schalter 34 und 42 geschlossen, während die Schal
ter 30 und 40 offen sind. Während dieser Subphase wird ein
abgetastetes Eingangssignal am Kondensator 36 zu dem Rückkopp
lungskondensator 14 durchgelassen. Ebenfalls während dieser
Subphase wird das Verstärkerrauschen, wie durch Vn in Fig.
2B bezeichnet, abgetastet und von dem Rückkopplungskonden
sator 14 subtrahiert.
Während der Subphase 3 (gezeigt in Fig. 2C) wird der Ein
gang 18 des Verstärkers 12 ein positiver Eingang, der Ein
gang 20 wird ein negativer Eingang, und der Ausgang 16 wird
ein negativer Ausgang, da die Signale FCHOP und ihre
Polarität ändern. Ebenso befinden sich zu dieser Zeit die
Schalter 30, 34, 38 und 40 in der gleichen Position, in der
sie während der Subphase 1 waren. Auf diese Weise wird wäh
rend dieser dritten Subphase das Eingangssignal VIN am Ein
gangskondensator 36 abgetastet, während die Spannung am Rück
kopplungskondensator 14 ungeändert bleibt.
Während der Subphase 4 (gezeigt in Fig. 2C) bleiben die
Eingänge 18 und 20 und der Ausgang 16 des Verstärkers 12
ungeändert genauso wie in der dritten Subphase, und werden
die Schalter 30, 34, 40 und 42 in die gleiche Position wie in
Subphase 2 umgeschaltet. Während dieser vierten Subphase wird
der abgetastete Eingang des Eingangskondensators 36 zu dem
Rückkopplungskondensator 14 hinzuaddiert (übertragen). Ebenso
wird der invertierte Wert des Rauschens von dem Verstärker 12
abgetastet und von dem Rückkopplungskondensator 14 subtra
hiert. Auf diese Weise werden tieffrequente Interferenzen und
Flimmerrauschen des Verstärkers 12 aus dem Ausgangssignal am
Ausgangsanschluß 26 entfernt.
Bevorzugt wird der Ausgang des Schaltkondensator-Integra
tors 10 während der ersten Subphase durch das Schließen des
Schalters 24 abgetastet. Wie später noch aufgezeigt wird,
kann der Abtastvorgang allerdings auch während der vierten
Subphase erfolgen, da der Ausgang des Integrators 24 während
der vierten und der ersten Subphase des nächsten Zyklus genau
der gleiche ist.
Da es zwei Subphasen für jede Phase der zerhackten Impulse
FCHOP und gibt, ist der Schaltkondensator-Integrator 10
von Fig. 1A ein zweifach getasteter Integrator. Da die Zer
hackimpulse FCHOP und die gleiche Frequenz wie das
Abtastsignal FSAMPLE haben, wird also dann das Eingangssignal
VIN mit doppelter Frequenz wie das Ausgangsabtastsignal
FSAMPLE abgetastet.
Fig. 3A ist ein Kurvendiagramm der eingangsbezogenen Übertra
gungsfunktion des Verstärkers von Fig. 1A; und Fig. 3B ist
ein Kurvendiagramm der auf das Eingangsrauschen bezogenen
Übertragungsfunktion des Verstärkers von Fig. 1A. Diese
beiden Kurven können erhalten werden durch Summierung der
Spannungen, die zu dem Rückkopplungskondensator 14 für jede
der vier Subphasen addiert werden, und Addieren zu der Span
nung, die bei der vierten Subphase des vorhergehenden Zyklus
vorhanden ist, und anschließende Transformation der resultie
renden Ausgangsspannung. So ist also die Spannung am Ende der
Abtastung n gleich der Spannung am Ende der Abtastung n-1
plus die Spannung vom Ende der ersten Subphase (welche bei n-
3/4 erscheint) plus die Spannung am Ende der zweiten Subphase
(welche bei n-1/2 erscheint) plus die Spannung am Ende der
dritten Subphase (welche bei n-1/4 erscheint) plus die inkre
mentale Spannung am Ende der vierten Subphase (welche bei n
erscheint). Für Subphase 1 gilt:
VOUT (n - 3/4) = VOUT (n - 1) (1)
Für die Subphase 2 gilt:
Für die Subphase 3 gilt:
VOUT (n - 1/4) = VOUT (n - 1/2) (3)
Für die Subphase 4 gilt:
wobei Vn das abgetastete Verstärkerrauschen ist.
Nimmt man nun die Z-Transformation von Gleichung (4), so
ergibt dies
Damit ergibt sich die Eingangs-Übertragungsfunktion zu
und die Störgeräusch-Übertragungsfunktion zu
Der Term in den Übertragungsfunktionen des Eingangs
und des Rauschens ist der bekannte zeitdiskrete Integrator.
Die Zähler dieser Übertragungsfunktionen ist das, was deren
eingangsbezogene Antworten bestimmen. Deren stationäre Ant
wort ist in den Fig. 3A bzw. 3B dargestellt. Dabei ist zu
beachten, daß die Übertragungsfunktion für das Rauschen eine
Nullstelle bei DC hat.
Fig. 4A enthält ein Schaltschema einer vollständig differen
tiellen Version des Schaltkondensator-Integrators gemäß Fig.
1A. Diese vollständig differentielle Version, die einen voll
ständig differentiellen Chopperverstärker 48 verwendet,
stellt die bevorzugte Ausführung der vorliegenden Erfindung
dar. Der in Fig. 4A dargestellte Schaltkreis arbeitet nach
den gleichen Prinzipien wie in bezug auf den Schaltkreis von
Fig. 1 vorstehend beschrieben, und die Zeitsteuerung der
Schalter von Fig. 4A ist die gleiche Zeitsteuerung, wie in
Fig. 1C gezeigt.
Im einzelnen gilt für die Subphase 1:
VOUT (n - 3/4) = VOUT (n - 1) (9)
Für die Subphase 2:
Für die Subphase 3:
VOUT (n - 1/4) = VOUT (n - 1/2) (11)
Für die Subphase 4:
Nimmt man die Z-Transformation von Gleichung (12), so erhält
man
Die Eingangs-Übertragungsfunktion ergibt sich dann zu
Die Störgeräuschs-Übertragungsfunktion ist die gleiche wie
Gleichung (7). Fig. 5 ist ein Kurvendiagramm der auf den
Eingang bezogenen Übertragungsfunktion des in Fig. 4A
dargestellten Schaltkreises. Die Kurve von Fig. 3B ist an
wendbar auf den Schaltkreis, der in Fig. 4A dargestellt ist.
Fig. 4B ist ein Schaltschema des gechoppten Verstärkers 48
von Fig. 4A. Wie in Fig. 4B gezeigt, hat ein Operationsver
stärker 49 negative und positive Eingänge, die in gleicher
Weise wie beim gechoppten Verstärker von Fig. 1B geschaltet
sind. Die positiven und negativen Ausgänge des Verstärkers 59
werden mittels Schalter 50 und 51 geschaltet, die durch das
Signal FCHOP gesteuert werden, und ferner durch Schalter 50′
und 51′, die durch das Signal FCHOP gesteuert sind.
Fig. 4C ist eine alternative Ausführungsform des vollständig
differentiell arbeitenden Schaltkondensator-Integrators gemäß
vorliegender Erfindung. In der Ausführungsform gemäß Fig. 4C
werden jeder der ersten Anschlüsse des Eingangskondensators,
CI, abwechselnd mit einem Eingangssignal (VINP bzw. VINM) und
Signalmasse verbunden, anstatt abwechselnd mit dem einen Ein
gangssignal und dem anderen Eingangssignal, wie in Fig. 4A
dargestellt.
Fig. 6 zeigt ein Blockschaltbild eines Delta-Sigma-Wand
lers 52, der einen Schaltkondensator-Integrator gemäß vorlie
gender Erfindung umfaßt. Wie aus Fig. 6 ersichtlich, ist das
Eingangssignal VIN mit dem positiven Eingang eines Summier
schaltkreises 53 verbunden. Der Ausgang des Summierschalt
kreises ist mit dem Eingang des Schaltkondensator-Integra
tors 10 verbunden. Der Ausgang des Schaltkondensator-Integra
tors 10 ist an einen Eingang eines Blocks 54 von herkömmli
chen Schaltkondensator-Integratoren angeschlossen, um den
übrigen Teil des analogen Schleifenfilters zu bilden. Der
Ausgang des Blocks 54 von herkömmlichen Schaltkondensator-
Integratoren ist mit dem Eingang eines Quantisierers 55 ver
bunden, dessen Ausgangssignal das digitale Ausgangssignal
DOUT bildet. Das Signal DOUT wird auf den Eingang eines D/A-
Wandlers 56 gegeben, dessen Ausgang mit dem negativen Eingang
des Summierschaltkreises 50 verbunden ist.
Im Betrieb wird das Eingangssignal VIN zu einem analogen
Signal verknüpft, welches von dem D/A-Wandler 56 in dem
Summierschaltkreis 53 erzeugt worden ist, und diese Summe
wird auf den Eingang des Schaltkondensator-Integrators 10
gegeben. Nur der erste Integrator 10 ist doppelt abgetastet,
da die nachfolgenden Integratoren keine signifikanten tief
frequenten Störgeräusche beisteuern. Wie zuvor beschrieben,
bewirkt dieser Schaltkondensator-Integrator 10 eine effektive
Verminderung tieffrequenter Interferenzstörungen des Verstär
kers 12, und da der doppelt abgetastete Integrator 10 mit der
Modulator-Abtastrate gechoppt ist, werden die Tonerzeugungs-
Mechanismen, die auftreten, wenn der Integrator mit einein
halbfacher Abtastrate gechoppt wird, eleminiert.
Der Ausgang des Schaltkondensator-Integrators 10 wird an
schließend mittels des Blocks 54 aus herkömmlichen Schaltkon
densator-Integratoren gefiltert, und der Ausgang dieses
Schaltkondensatorblocks 54 wird in dem Quantisierer 55 quanti
siert, um das Ausgangssignal DOUT zu erhalten. Der Ausgang des
Quantisierers 55 wird in dem D/A-Wandler 56 in ein analoges
Signal umgewandelt. Das Ausgangssignal DOUT wird in herkömm
licher Weise mit dem Eingang eines digitalen Dezimierungs
filters gekoppelt, welches den seriellen Oversample-Bitstrom
von DOUT in ein konventionelles digitales Signal umwandelt,
und welches gleichzeitig eine Filterung von DOUT bewirkt.
Fig. 7 enthält ein Blockdiagramm eines von der vorliegenden
Erfindung benutzten Instrumentierungs-Verstärkers. Wie aus
Fig. 7 ersichtlich ist, werden zwei Differenz-Eingangssig
nale AINP und AINM mit den positiven Eingängen zweier chopper
stabilisierter Differenzverstärker 60 bzw. 62 verbunden. Die
negativen Eingänge der Verstärker 60 und 62 werden über einen
Widerstand 64 zusammengeschaltet, und der Ausgang des Verstär
kers 60 wird mit seinem negativen Eingang über einen Rückkopp
lungs-Widerstand 66 verkoppelt. Der Ausgang des Operationsver
stärkers 62 wird mit seinem negativen Eingang über einen
Rückkopplungs-Widerstand 68 verbunden. Der Ausgang des Ver
stärkers 60 wird mit dem Eingang AIN+ eines doppelt abgetaste
ten Differenz-Delta-Sigma-Wandlers 70 verbunden.
Der Verstärker 62 ist mit dem Eingang AIN- des Delta-Sigma-
Wandlers 70 verbunden. Die Verstärker 60 und 62 werden mit
der Abtastfrequenz des Delta-Sigma-Wandlers gechoppt. Die
chopperstabilisierten Verstärker 60 und 62 modulieren das
Flackerrauschen und die tieffrequenten Interferenzen zu unge
radzahligen Oberschwingungen der Chopperfrequenz, welche die
gleiche ist wie die Abtastfrequenz, und der Schaltkondensa
tor-Integrator der ersten Filterstufe des Delta-Sigma-Wand
lers 70 unterdrückt diese modulierten Störgeräusche und Inter
ferenzen, da die auf den Eingang bezogene Übertragungsfunk
tion des Schaltkondensator-Integrators Nullstellen bei unge
radzahligen Oberschwingungen der Abtastfrequenz hat, wie aus
Fig. 3A ersichtlich. Die Verstärker 60 und 62 stellen gleich
zeitig einen hochimpedanten Eingang für die Eingangssignale
AINP und AINM dar.
Da bei der bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 7 die
erste Stufe des Delta-Sigma-Wandlers chopperstabilisiert ist,
kann die vorliegende Erfindung auch auf Fig. 7 appliziert
werden, wenn keine der Stufen des Delta-Sigma-Wandlers 70
chopperstabilisiert ist. Das bedeutet, daß die modulierten
Störgeräusche in dem Delta-Sigma-Wandler 70 unterdrückt wer
den, wenn die Abtastfrequenz des Delta-Sigma-Wandlers 70
gleich der Zerhackfrequenz der chopperstabilisierten Diffe
renzverstärker 60 und 62 ist (oder gleich der Zerhackfrequenz
dividiert durch eine ganze positive Zahl), und die Abtastfre
quenz des Delta-Sigma-Wandlers 70 am Eingang doppelt so hoch
ist wie die Chopperfrequenz der chopperstabilisierten Diffe
renzverstärker 60 und 62.
Fig. 8 zeigt ein Blockdiagramm des Delta-Sigma-Wandlers 70
von Fig. 7. Wie aus Fig. 8 ersichtlich, ist das Eingangssig
nal AIN mit dem positiven Eingang eines Mehrschaltkreises bzw.
Addierers 78 verbunden. Das Eingangssignal AIN in Fig. 8
repräsentiert dabei die Differenz-Eingangssignale AIN+ und
AIN- von Fig. 7. Der Ausgang des Addierers 78 ist mit dem
Eingang einer ersten Integratorstufe 80 verbunden, deren
Ausgang mit dem positiven Eingang eines zweiten Addierers 82
verbunden ist. Der Ausgang des Addierers 82 ist mit dem Ein
gang eines zweiten Integrators 84 verbunden, dessen Ausgang
mit dem Eingang eines dritten Integrators 86 verbunden ist.
Der Ausgang des Integrators 86 ist mit dem Eingang eines
Rückkopplungselements 88 (dargestellt als B) verbunden. Der
Ausgang des Rückkopplungselements 88 ist mit dem negativen
Eingang des Addierers 82 verbunden. Der Ausgang des Integra
tors 80 ist mit dem Eingang eines Vorwärtskopplungsele
ments 90 (dargestellt als A1) verbunden. Der Ausgang des
Integrators 84 ist mit dem Eingang eines zweiten Vorwärtskopp
lungselements 92 (dargestellt als A2) verbunden.
Der Ausgang des Integrators 86 ist mit dem Eingang eines
dritten Vorwärtskopplungselements 94 (dargestellt als A3)
verbunden. Die Ausgänge von den drei Vorwärtskopplungsele
menten 90, 91 und 92 werden bei einem Addierer 96 zusammen
addiert, und die Ausgänge des Addierers 96 werden mit dem
positiven Eingang eines Quantisierers bzw. Vergleichers 98
verbunden. Der negative Eingang bei dem Vergleicher 98 ist
mit Signalmasse verbunden dargestellt, da dieses Blockdia
gramm die bevorzugte Ausführungsform darstellen soll. Der
Ausgang des Vergleichers 98 bildet das Ausgangssignal DOUT.
Der Ausgang des Vergleichers 98 wird auch dazu benutzt, um
einen Schalter 100 zu steuern, welcher zwischen einer positi
ven Referenzspannung VREF+ und einer negativen Referenzspan
nung VREF- auswählt, die mit dem negativen Eingang des Addie
rers 78 zu verbinden sind.
Der Delta-Sigma-Modulator 70 von Fig. 8 ist ein Modulator
dritter Ordnung, welcher gemäß den in Fachkreisen bekannten
Prinzipien eines Delta-Sigma-Modulators arbeitet.
Die Fig. 9A und 9B enthalten vereinfachte Diagramme des
Delta-Sigma-Modulators 70, der in Fig. 8 dargestellt ist.
Wie aus Fig. 9A ersichtlich, werden die Eingangssignale AIN+
und AIN- über Kreuz verkoppelt, und zwar vor den ersten Kon
densatorelementen in der in Fig. 4A gezeigten Art. Diese
werden durch die im Block 102 dargestellten Schalter über
Kreuz verkoppelt. Die Operationsverstärker 104, 106 und 108
in den Fig. 9A und 9B bilden die aktiven Elemente der
Integratoren 80, 84 und 86 von Fig. 8. Das Rückkopplungsele
ment 88 von Fig. 8 ist ein differentielles Rückkopplungsele
ment in Fig. 9B, dargestellt als Elemente 88′ und 88′′. In
gleicher Weise sind die Vorwärtskopplungselemente 90, 92 und
94 als Elemente 90′ und 90′′, 92′ und 92′′ und 94′ und 94′′
in Fig. 9B dargestellt.
Fig. 10 enthält ein Zeitdiagramm der Schalter der Fig. 9A
und 9B. Die Pfeile geben die Schaltsequenz an den Phasengren
zen der Signale S1-S4 und SA-SD an. Das Signal FCHOP ist das
Choppersignal, das benutzt wird, um die Eingänge und Ausgänge
der Operationsverstärker 104 und der Instrumentationsverstär
ker 60 und 62 zu choppen bzw. zu schalten. Es sei hervorgeho
ben, daß der Integrator 80 ein zeitdiskret arbeitender Inte
grator ist, in welchem die Operationsverstärker 104 mit der
Abtastfrequenz gechoppt werden. Diese Möglichkeit, mit der
Abtastrate in einem zeitdiskreten Schaltkreis zu choppen,
rührt von den Zeitsignalen S1-S4 her, welche das Eingangssig
nal mit einer Rate abtasten, welche doppelt so hoch ist wie
die Abtastrate des Modulators. Dieser Schaltkreis zieht dann
Vorteile aus der Unterdrückung von Funkelrauschen und tieffre
quenten Störgeräuschen eines chopperstabilisierten Verstär
kers, allerdings ohne Töne bzw. Klangfärbungen einzuführen
bzw. es erforderlich zu machen, daß dem zeitdiskreten Integra
tor ein zeitkontinuierlicher Integrator vorausgeht.
Fig. 11A enthält ein schematisches Diagramm der bevorzugten
Ausführungsform des gechoppten Verstärkers 104 von Fig. 9A.
Wie aus Fig. 11A ersichtlich, werden die Differenz-Eingangs
signale INP und INM an dem Eingang des Verstärkers 104 durch
Zeitsignale CH3 und CH4 geschaltet. Die Differenzausgänge des
Verstärkers 104 werden ebenfalls geschaltet, und zwar durch
Zeitsignale CH1 und CH2. Der Verstärker selbst hat ein aus
dem Stand der Technik bekanntes Design, wobei B1-B6 Bias-
Spannungen sind und B1CM eine Bias-Vorspannung ist, welche
von einem herkömmlichen Verstärker (nicht dargestellt) abgege
ben wird, welcher VOUTP und VOUTN als Eingangssignale emp
fängt. B1CM hält den herkömmlichen Ausgang des Verstärkers
ungefähr auf der Mitte zwischen VDD und VSS. Fig. 11B ver
deutlicht die zeitlichen Verhältnisse von CH1-CH4 in Relation
zu FCHOP, das ebenfalls in Fig. 10 gezeigt ist.
Claims (4)
1. Schaltkondensator-Schaltkreis mit
- - einem Eingang zur Aufnahme eines Eingangssignals;
- - einem Ausgang zur Abgabe eines Ausgangssignals;
- - einem chopperstabilisierten Verstärker mit einem ersten und
einem zweiten Eingang sowie mit wenigstens einem Ausgang;
dadurch gekennzeichnet, daß - - zwischen den Ausgang (16) und den Eingang (18) des Verstärkers (12) mindestens ein Rückkopplungskondensator (14) geschaltet ist;
- - mindestens ein Eingangskondensator (36) vorgesehen ist, dessen erster Anschluß selektiv mit dem Eingangsanschluß (28) und mit Signalmasse verbunden ist, und dessen zweiter Anschluß selektiv mit dem ersten Eingang (18) des Verstärkers (12) und mit Signalmasse verbunden ist;
- - dieser Eingangskondensator (36) abwechselnd auf das Potential des Signals am Eingangsanschluß aufgeladen und an den ersten Eingang (18) des Verstärkers (12) gekoppelt wird, um so seine Ladung während eines jeden Chopperzustandes des Verstärkers (12) an den Rückkopplungskondensator (14) zu übertragen; und
- - der Ausgang (16) des Verstärkers (12) mit einer Frequenz abgetastet wird, die kleiner oder ungefähr gleich der Zerhackungsfrequenz des Verstärkers (12) ist.
2. Schaltkondensator-Schaltkreis nach Anspruch 1, gekennzeichnet
durch
- - einen ersten und einen zweiten Eingangsanschluß zum Empfangen eines ersten bzw. zweiten Eingangssignals;
- - einen ersten und einen zweiten Ausgangsanschluß zur Abgabe eines ersten bzw. zweiten Ausgangssignals,
- - einen zweiten Ausgang des chopperstabilisierten Verstärkers (48, 49);
- - einen ersten Rückkopplungskondensator (CF), der zwischen den ersten Ausgang des Verstärkers (48, 49) und den ersten Eingang des Verstärkers (48, 49) geschaltet ist, und einen zweiten Rückkopplungskondensator (CF), der zwischen den zweiten Ausgang des Verstärkers (48, 49) und den zweiten Eingang des Verstärkers (48, 49) geschaltet ist;
- - einen ersten Eingangskondensator (CI) mit einem ersten Anschluß, der selektiv an den ersten Eingangsanschluß und den zweiten Eingangsanschluß gekoppelt ist, wobei dieser erste Eingangskondensator einen zweiten Anschluß hat, der selektiv an den ersten Eingang des Verstärkers (48, 49) und an Signalmasse gekoppelt ist, wobei dieser erste Kondensator (CI) abwechselnd auf das Potential des Signals am ersten Eingangsanschluß aufgeladen und an den ersten Eingang des Verstärkers (48, 49) sowie an den zweiten Eingangsanschluß angekoppelt wird, um so seine Ladung auf den ersten Rückkopplungskondensator (CF) während eines jeden Chopperzustandes des Verstärkers (48, 49) zu übertragen;
- - einen zweiten Eingangskondensator (CI) mit einem ersten Anschluß, der selektiv an den ersten Eingangsanschluß und an den zweiten Eingangsanschluß gekoppelt ist, wobei dieser zweite Eingangskondensator einen zweiten Anschluß hat, der selektiv an den zweiten Eingang des Verstärkers (48, 49) und an Signalmasse angeschlossen ist, wobei dieser zweite Kondensator (CI) abwechselnd auf das Potential des Signals am zweiten Eingangsanschluß aufgeladen und an dem zweiten Eingang des Verstärkers (48, 49) sowie an den ersten Eingangsanschluß angeschlossen wird, um so seine Ladung auf den zweiten Rückkopplungskondensator (CF) während eines jeden Chopperzustandes des Verstärkers zu übertragen; und
- - wobei der erste und der zweite Ausgang des Verstärkers (48, 49) mit einer Frequenz abgetastet werden, die kleiner oder ungefähr gleich der Zerhackungsfrequenz des Verstärkers ist.
3. Verwendung eines Schaltkondensator-Schaltkreises nach Anspruch
1 in einem analogen Filter mit einer Anzahl von hintereinandergeschalteten
zeitdiskreten Integratorstufen, von denen
wenigstens eine chopperstabilisiert ist.
4. Verwendung eines Schaltkondensator-Schaltkreises nach Anspruch
1 in einem Analog/Digital-Modulator mit einer Anzahl von
hintereinandergeschalteten zeitdiskreten Integratoren, von denen
wenigstens einer chopperstabilisiert ist.
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