DE4219528A1 - Elastomerer Übergangs-Paßring zum Abdichten einer Muffenrohrverbindung - Google Patents
Elastomerer Übergangs-Paßring zum Abdichten einer MuffenrohrverbindungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elastomeren Übergangs-Paß
ring zum Abdichten einer Muffenrohrverbindung zwischen
Rohren untereinander oder Rohren und Fertigbauteilen
(Einsteigschächte, Reinigungsrohre usw.), die insbesonde
re aus unterschiedlichem Material (wie zum Beispiel aus
Steinzeug, Beton, Kunststoff, Gußeisen, Faserzement o. ä.)
hergestellt sind, wobei der Übergangs-Paßring unabhän
gig vom Rohr zur eigenständigen Dichtung geformt und in
dem zwischen dem Spitzende des einen Rohres und der Muffe
oder dem in der Muffe nachträglich angebrachten Dicht
element des anderen Rohres bzw. Fertigbauteiles befind
lichen Muffenspalt angeordnet ist.
Elastomere Dichtungskörper in der Art von eigenständig
geformten Paßringen werden u. a. auch zum dichten Verbin
den von Rohren verwendet, die aus unterschiedlichem Ma
terial (Steinzeug, Beton, Kunststoff, Gußeisen, Faser
zement, Kunstharz o. ä.) bestehen. Soweit diese Rohre
- in der Regel durch unterschiedliche Normung entstande
ne - Differenzen ihrer Innendurchmesser aufweisen, wer
den diese Durchmesserdifferenzen mittels der bekannten,
tangential gleichmäßig geformten Paßringe durch zentri
sches Aneinanderfügen der beiden Rohre am Rohrstoß
rundum auf den Rohrumfang radial-hälftig verteilt (s.
DE-PS 851 287; DE-OS 38 15 654.7). Die sich dadurch
auch an der Rohrsohle ergebende Stufenbildung führt da
zu, daß es - vor allem bei Entwässerungskanälen mit ge
ringem Gefälle - zu Abflußbehinderungen in der Rohrlei
tung kommt mit der Folge des Entstehens von unerwünschten
Ablagerungen, Faulprozessen, Gasen und der Bildung von
die Rohrwandungen und Dichtungen korrosiv angreifenden
Stoffen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Paßring
zu schaffen, der sich auch zum Abdichten der Muffenver
bindung von Rohren eignet, die insbesondere aus ver
schiedenem Material bestehen, ohne daß die bei solchen
Rohren vorkommenden Differenzen ihrer Innendurchmesser
zu Abflußbehinderungen in der Rohrleitung führen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die zwischen zwei Rohren oder einem Rohr und einem Fer
tigbauteil bestehende und in der Regel durch unterschied
liche Normwerte der Rohrinnendurchmesser verschiedener
Rohr- bzw. Fertigbauteilarten entstandene Durchmesser
differenz vom eigenständig geformten Übergangs-Paßring
in der Weise zum Ausgleich gebracht ist, daß die Rohr
verbindung von Rohr zu Rohr bzw. von Fertigbauteil zu
Rohr (oder umgekehrt) eine durchgehende Sohle (= Soh
lengleichheit) aufweist und die Durchmesserdifferenz
in den Rohrscheitel verlegt ist, wozu bereits der noch
nicht an ein Spitzende oder eine Muffe anmontierte
Übergangs-Paßring eine unterschiedliche radiale Wand
dicke besitzt dergestalt, daß die unverformte radiale
Wanddicke des Übergangs-Paßringes im späteren Sohlen
bereich und im späteren Scheitelbereich der Muffenrohr
verbindung entsprechend den dort bei der Realisierung
der Sohlengleichheit zu erwartenden unterschiedlichen
Muffenspaltweiten verschieden stark und an beiden Sei
ten zumindest annähernd gleich stark bemessen ist. Weist
ein Rohr oder Fertigbauteil, deren Spitzende zu montie
ren ist, einen radialen Innendurchmesser auf, der klei
ner ist als derjenige des die Muffe besitzenden Rohres
oder Fertigbauteiles, wird die Wanddicke im künftigen
Sohlenbereich des Übergangs-Paßringes zum Erzielen der
Sohlengleichheit entsprechend kleiner (dünner) bemessen
als im künftigen Scheitelbereich. Bei miteinander zu
verbindenden Rohren und Fertigbauteilen mit einer umge
kehrten radialen Innendurchmesser-Relation ist die Wand
dicke des Übergangs-Paßringes im Sohlen- und Scheitelbe
reich genau umgekehrt unterschiedlich stark zu bemessen.
Hierbei ist darauf zu achten, daß die Wanddicke des bei
der Montage des Spitzendes zur Verpressung kommenden
Dichtabschnittes des Übergangs-Paßringes prozentual
rundum einen Mindestwert (von zum Beispiel 20%), der
für eine sichere Abdichtung der Muffenrohrverbindung
erforderlich ist, nicht unterschreitet. Da die radialen
Innendurchmesser der verschiedenen Rohrarten in der Re
gel genormt und deren Innendurchmesser-Differenzen da
her im voraus bekannt sind, bereitet es keine Schwie
rigkeiten, die für die zu verwendenden Übergangs-Paß
ringe jeweils in deren Sohlen- und Scheitelbereich un
terschiedlich-richtigen radialen Wanddicken im voraus
zu bestimmen und die für die Fertigung dieser Ringe er
forderlichen Produktionswerkzeuge (zum Beispiel Vulka
nisationsformen) herzustellen.
Wie solche Durchmesserdifferenzen entstehen, zeigt die
nachstehende Tabelle am Beispiel von PVC-Kanalrohren
(DIN 19 534) und Betonschächten (DIN 4034):
Bei der Verbindung von Gußrohren, von denen es mehrere
Arten gibt (SML, mit und ohne Zementmörtelauskleidung),
mit Betonschächten, mit PVC-, Steinzeug-oder Betonrohren
ergeben sich z. T. wieder andere Differenzen der Innen
durchmesser zwischen den verschiedenen Rohrarten bzw.
Fertigbauteilen, die sich jedoch durch Vergleich der
betreffenden Normen im voraus leicht feststellen lassen.
Gleiches gilt für die Kombination von anderen Rohrarten
oder Fertigbauteilen.
Um zu gewährleisten, daß der Übergangs-Paßring mit sei
nen unterschiedlichen radialen Wanddicken am Spitzende
oder in der Muffe lage- und damit funktionsrichtig vor
montiert wird, ist nach einer vorteilhaften Weiterbil
dung der Erfindung vorgesehen, daß bereits der unmon
tierte Übergangs-Paßring eine Markierung, zum Beispiel
einen Scheitelpunkt, trägt, mit der die richtige Einbau
lage des Übergangs-Paßringes in der späteren Muffenrohr
verbindung bezeichnet ist.
Bei aus verschiedenem Material bestehenden Rohrarten bzw.
Fertigbauteilen, die relativ selten als Teil einer Rohr
leitung miteinander verbunden werden, läßt sich nach
einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung die Be
schaffung relativ teuerer Vulkanisationsformen durch
die Verwendung von serienmäßig rundum wanddickengleichen
Paßringen dadurch einsparen, daß die unterschiedliche
radiale Wanddicke des Übergangs-Paßringes durch eine am
vorgesehenen stärkeren Teil seiner Wanddicke angeordnete
Auf- oder Einlage und/oder am vorgesehenen schwächeren
Teil seiner Wanddicke durch abtragen (zum Beispiel durch
abschleifen) hergestellt ist.
Anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungs
beispiele wird die Erfindung näher erklärt. Es zeigen
Fig. 1 einen Übergangs-Paßring in axialer Ansicht,
Fig. 2 den gleichen Übergangs-Paßring im senkrechten
axialen Querschnitt und
Fig. 3 einen Übergangs-Paßring in seiner Endmontagelage
in einer Muffenrohrverbindung im senkrechten axialen
Querschnitt.
In Fig. 1 besitzt der Übergangs-Paßring 1 an seinem
künftigen Scheitelbereich 2 (in der Zeichnung oben)
eine um die zu erwartende Differenz 3 der Innendurch
messer der miteinander zu verbindenden Rohre größere
Wanddicke 4 als an seinem künftigen Sohlenbereich 5.
Ein so bemessener Übergangs-Paßring 1 ist zum Abdichten
einer Muffenrohrverbindung bestimmt, bei der das Spitz
ende einen entsprechend kleineren Innendurchmesser auf
weist als das Rohr oder Fertigbauteil, an dem sich die
Muffe befindet. Der Scheitelbereich 2 des Übergangs-Paßringes
1 ist zwecks seiner richtigen Vormontage mit
einem, zum Beispiel aus weißer Farbe bestehenden, Schei
telpunkt 6 gekennzeichnet.
Der in Fig. 2 im senkrechten axialen Querschnitt darge
stellte Übergangs-Paßring 1 aus Fig. 1 besteht aus dem
bei der Montage des Spitzendes zur abdichtenden Verpres
sung kommenden Dichtabschnitt 7 und aus dem Vorzentrier
abschnitt 8. Am vorderen Anfang des Vorzentrierabschnit
tes 8 ist ein nach radial innen gerichteter Halteflansch
9 angebracht, der zur Verhinderung seiner radialen Auf
weitung bei der Montage des Spitzendes mit einer Verstär
kung in Form einer Stahleinlage 10 versehen ist.
Die in Fig. 3 dargestellte Muffenrohrverbindung setzt
sich aus folgenden Teilen zusammen: Aus der Muffe 11
eines Betonschachtes als Fertigbauteil 12, aus dem Spitz
ende 13 eines PVC-Kanalrohres und aus dem Übergangs-Paß
ring 1. Das Spitzende 13 weist einen um die Differenz 3
kleineren radialen Innendurchmesser auf als der Fertig
bauteil 12. Aufgrund der unterschiedlichen Wanddicke 4,
welche der vorgefertigte Übergangs-Paßring 1 an seinem
Sohlenbereich 5 und an seinem Scheitelbereich 2 besitzt,
ergibt sich an der Sohle 14 der Muffenrohrverbindung
die aus hydraulischen Gründen erwünschte Sohlengleich
heit 15. Der Ausgleich der Differenz 3 der beiden radia
len Innendurchmesser erfolgt im für die Hydraulik der
Rohrleitung unschädlichen Scheitelbereich 2.
Bezugszeichenliste
1 Übergangs-Paßring
2 Scheitelbereich
3 Differenz der Innendurchmesser
4 Wanddicke des Übergangs-Paßringes
5 Sohlenbereich
6 Scheitelpunkt
7 Dichtabschnitt
8 Vorzentrierabschnitt
9 Halteflansch
10 Stahleinlage
11 Muffe
12 Fertigbauteil
13 Spitzende
14 Sohle
15 Sohlengleichheit
2 Scheitelbereich
3 Differenz der Innendurchmesser
4 Wanddicke des Übergangs-Paßringes
5 Sohlenbereich
6 Scheitelpunkt
7 Dichtabschnitt
8 Vorzentrierabschnitt
9 Halteflansch
10 Stahleinlage
11 Muffe
12 Fertigbauteil
13 Spitzende
14 Sohle
15 Sohlengleichheit
Claims (3)
1. Elastomerer Übergangs-Paßring zum Abdichten einer
Muffenrohrverbindung zwischen Rohren untereinander oder
Rohren und Fertigbauteilen (Einsteigschächte, Reinigungs
rohre usw.), die insbesondere aus unterschiedlichem Ma
terial (wie zum Beispiel aus Steinzeug, Beton, Kunst
stoff, Gußeisen, Faserzement o. ä.) hergestellt sind,
wobei der Übergangs-Paßring unabhängig vom Rohr zur
eigenständigen Dichtung geformt und in dem zwischen dem
Spitzende des einen Rohres und der Muffe oder dem in der
Muffe nachträglich angebrachten Dichtelement des anderen
Rohres bzw. Fertigbauteiles befindlichen Muffenspalt an
geordnet ist, dadurch gekennzeich
net, daß die zwischen zwei Rohren oder einem Rohr
und einem Fertigbauteil (12) bestehende und in der Regel
durch unterschiedliche Normwerte der Rohrinnendurchmes
ser verschiedener Rohr- bzw. Fertigbauteilarten entstan
dene Durchmesserdifferenz (3) vom eigenständig geformten
Übergangs-Paßring (1) in der Weise zum Ausgleich gebracht
ist, daß die Rohrverbindung von Rohr zu Rohr bzw. von
Fertigbauteil (12) zu Rohr (oder umgekehrt) eine durch
gehende Sohle (14) (= Sohlengleichheit 15) aufweist und
die Durchmesserdifferenz (3) in den Rohrscheitel verlegt
ist, wozu bereits der noch nicht an ein Spitzende (13)
oder eine Muffe (11) anmontierte Übergangs-Paßring (1)
eine unterschiedliche radiale Wanddicke (4) besitzt der
gestalt, daß die unverformte radiale Wanddicke (4) des
Übergangs-Paßringes (1) im späteren Sohlenbereich (5)
und im späteren Scheitelbereich (2) der Muffenrohrverbin
dung entsprechend den dort bei der Realisierung der
Sohlengleichheit (15) zu erwartenden unterschiedlichen
Muffenspaltweiten verschieden stark und an beiden Seiten
zumindest annähernd gleich stark bemessen ist.
2. Elastomerer Übergangs-Paßring zum Abdichten einer
Muffenrohrverbindung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß bereits der unmontier
te Übergangs-Paßring (1) eine Markierung, zum Beispiel
einen Scheitelpunkt (6), trägt, mit der die richtige
Einbaulage des Übergangs-Paßringes (1) in der späteren
Muffenrohrverbindung bezeichnet ist.
3. Elastomerer Übergangs-Paßring zum Abdichten einer
Muffenrohrverbindung nach Anspruch 1 und/oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß die unter
schiedliche radiale Wanddicke (4) des Übergangs-Paßrin
ges (1) durch eine am vorgesehenen stärkeren Teil sei
ner Wanddicke (4) angeordnete Auf- oder Einlage und/oder
am vorgesehenen schwächeren Teil seiner Wanddicke (4)
durch abtragen (zum Beispiel durch abschleifen) herge
stellt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924219528 DE4219528C2 (de) | 1992-06-15 | 1992-06-15 | Elastomerer Dichtring für eine Muffenrohrverbindung oder eine Verbindung zwischen entsprechenden Fertigbauteilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924219528 DE4219528C2 (de) | 1992-06-15 | 1992-06-15 | Elastomerer Dichtring für eine Muffenrohrverbindung oder eine Verbindung zwischen entsprechenden Fertigbauteilen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4219528A1 true DE4219528A1 (de) | 1993-12-16 |
| DE4219528C2 DE4219528C2 (de) | 1996-03-28 |
Family
ID=6461037
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924219528 Expired - Fee Related DE4219528C2 (de) | 1992-06-15 | 1992-06-15 | Elastomerer Dichtring für eine Muffenrohrverbindung oder eine Verbindung zwischen entsprechenden Fertigbauteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4219528C2 (de) |
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1992
- 1992-06-15 DE DE19924219528 patent/DE4219528C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4219528C2 (de) | 1996-03-28 |
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