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Filmspleißvorrichtung. Filmspleißvorrichtungen werden zum Reparieren
oder Spleißen von Filmen im Projektionsraum verwendet, wenn das Abre?ßen des Films
die Projektion der Bilder unterbricht. Hierbei muß eine solche Spleißvorrichtung
für die Verwendung bei Filmen verschiedenen Alters verwendbar sein, d. h. sowohl
bei solchen Filmen, die praktisch neu und noch nicht eingeschrumpft sind, wie ;auch
bei Filmen, die infolge ihres Alters bis zum Maximum eingeschrumpft sind. Es gibt
zur Zeit kein Filmmaterial, welches infolge der Hitze nicht mit der Zeit mehr oder
weniger zusammenschrumpfen würde. In der Querrichtung spielt das Einschrumpfen beim
Spleißen keine wesentliche Rolle, dagegen sehr in der Längsrichtung. Der größte
Grad der Einschrumpfung oder des Schwindens beträgt praktisch etwa 15 bis 2o mm
für i m Filmlänge, und da auf dieser Länge etwa 25o Filmlochungen vorhanden sind,
so kommt für den Abstand zwischen je zwei benachbarten Filmlochungen bei älteren
Filmen ein Schwinden von 0,o6 bis 0,o8 mm in Betracht. Es sind nun dem Erfindungsgegenstand
ähnliche Vorrichtungen bekannt, bei welchen ebenfalls eine Grundplatte mit im Rechteck
angeordneten Aufsteckstiften und eine Preßplatte mit Bohrungen vorgesehen ist. Die
ang@espleißten öffnungen bzw. die Stifte sind jedoch um etwa io Zwischenöffnungen
entfernt. Der Schwindungsbetrag wird hier somit (0,o6 bis 0,o8) X 1o = o,6 bis o,8
mm betragen. Es ist nun von dem Erfinder festgestellt worden, »daß eine Differenz
von 0,4 bis o,5 mm zwischen den angespleißten Öffnungen bereits unzulässig ist.
Das Wesen der Erfindung besteht nun darin., daß die Abstände der Mittelpunkte der
Stifte sowohl in der Längs- wie in der Querrichtung des Films den mittleren Werten
der entsprechenden Abstände der Filmlochungen in ungebrauchtem, d. h. nicht eingeschrumpftem,
und gebrauchtem, d. h. eingeschrumpftem Zustande entsprechen. Der Abstand zwischen
den Mittelpunkten der Lochungen eines ungebrauchten neuen Frans ist z. B. in der
Querrichtung 27,75 mm, während der Abstand zwischen diesen Mittelpunkten in der
Längsrichtung bei einer Öffnung und der drittfolgenden Öffnung, mit anderen Worden
bei zwei Öffnungen, zwischen welchen zwei Zwischenöffnungen vorhanden sind, iq.,o2
mm ist. Gleichviel beträgt der Abstand der Aufsteckstifte gemäß Erfindung in der
Längsrichtung des Films 13,93 mm und in der Querrichtung 27,53 mm. Es ist somit
ersichtlich, daß beim Aufstecken des ungebrauchten Films auf die Vorrichtung die
aufzunehmende Differenz zwischen den Öffnungen und den Aufsteckstiften für drei
Lochungsabstände gleich ist 14,02 minus 13,93 mm, dividiert durch 3 für jede
Lochung, d. i. 0,o3 mm in der Längsrichtung des Films.
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Betrachten wir nunmehr einen alten oder eingeschrumpften Film, so
bleiben sich die Längs- und Querabstände der Aufsteckstifte gleich, während der
Abstand der Fimlochungen in der Querrichtung nunmehr 25,o75 mm und der Abstand zwischen
erster und vierter Öffnung 13,83 mm beträgt. Somit beträgt die Differenz zwischen
den Mittelpunkten der Aufsteckstifte in der Längsrichtung und den Mittelpunkten
der Lochungen in. der Längsrichtung 1393 minus i3,83 = 0,i mm für drei Abstände
zwischen den benachbarten Lochungen oder 0,03 mm in der Längsrichtung des
Films. In der Querrichtung ist die Differenz zwischen den Mittelpunkten der Lochungen
und denjenigen der Stifte gleich. 27,75 minus 27,53 mm oder 0,22 mm beim
neuen Film.
Beim alten Film ist die Differenz in der Querrichtung
gleich 27,53 mm minus 27,31 mm = 0,22 mm. Hiernach wird der zulässige Dehnungs-
und Spannungsgrad des Films sowohl bei neuen wie bei alten Filmen ausgeglichen und
verbleibt innerhalb der zulässigen Grenzen.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt,
und zwar zeigen Abb. i eine schaubildliche Ansicht der Vorrichtung vor dem Spleißen,
Abb. 2 eine Aufsicht mit den beiden Filmenden beim Spleißen in Gebrauchslage, Abb.
3 einen Querschnitt nach der Linie 3-3 der Abb.2.
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Die aus Metall bestehende Grundplatte a ist mit den Ansätzen a1 ausgerüstet,
um die Vorrichtung auf einem Werktisch zu befestigen. Der Abschnitt d der Vorrichtung
besteht zum Teil aus einem gehärteten Stahlblock d1, welcher an der Grundplatte
der Schraube d2 befestigt ist. Der Abschnitt C besteht aus einer Weißmetallegierung,
da man festgestellt hat, daß das zur Verbindung von Filmenden dienende Verkittungsmittel,
z. B. Aceton, am wenigsten an diesem Metall haftet. Das Stiftpaar e, ei befindet
sich an dem einen Ende des Abschnitts c, während das Stiftpaar f . f 1
an
dem gegenüberliegenden Ende des Abschnitts sitzt. Die Safte der beiden Stiftpaare
e,1 bzw. e1,11 sind so weit voneinander entfernt angebracht, daß sich zwischen ihnen
höchstens zwei Zwischenlochungen befinden. Die Klemmstange zum Halten des Films
während des Abschabens der Emulsion ist mit g bezeichnet und ist diese Klemmstange
mit einem Vorsprung g1 versehen, der mit einem unter Federwirkung stehenden Kolben
g'2 in Eingriff kommt, der an der Grundplatte angebracht ist. Der achsiale Schub
dieses Kolbens dient dazu, um entweder die Klemmstange in der angehobenen Steaung,
wie es in der Abb. i in gestrichelten Linien dargestellt ist, zu halten, oder um
die Klemmstange in der umgeklappten Lage zu verriegeln, wie es in ausgezogenen Linien
veranschaulicht ist.
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Der drehbar gelagerte Halter für die Preßstange h ist mit der Preßstange
L gelenkig verbunden, so daß die Preßstange eine freie schwingende Bewegung ausführen
kann, um sich der Filmoberfläche und dem Abschnitt c anzuschmiegen. In der Preßstange
L sind zur Aufnahme der Führungsstifte e, e1 und f, f1 Löcher il vorgesehen. Der
mit einer Ausnehmung versehene oder als Klammer ausgebildete angelenkte Arm J übt
einen Druck auf den Halter h aus. In diesem Halter befindet sich ein unter Federwirkung
stehender Kolben k, wie es in der Abb. 3 dargestellt ist. Die Anschlagleiste m,
die sich gegen die Stifte/,/' legt, dient zur Führung des Schabemessers n,
um die Emulsion vom Film zu entfernen.
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Die Emulsion kann auf einem rechteckigen Filmende in leichter Weise
durch Abschaben entfernt werden, während sich dieses Ende auf dem gehärteten Teil
d1 des Abschnittes d befindet und vollkommen flachliegend festgehalten wird. Das
Auflegen der beiden Filmlängen o und p geht ebenfalls leicht infolgedessen vor sich,
daß nur ein Stiftpaar für jedes Filmende vorgesehen ist. Die beiden Filmlängen o
und p werden in eine genau geradlinige Lage zueinander gebracht und fest auf die
Unterlage gedrückt, da sich die Stifte in die Löcher il der Preßstange i hineinlegen.
Durch die Teile h, j und k kann in einfacher Weise ein gewisser Druck auf die Verbindungsstelle
ausgeübt werden, wobei die Gelenkverbindung dar Stange i mit dem Halter
h
eine genaue Einstellung der Stange i zum Film und zum Abschnitt c der Grundplatte
ohne Rücksicht auf die Bewegungen und die Stellung des Halters k gewährleistet.
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Durch die Verwendung einer W eißmetalllegierung in dem Abschnitt c
wird nicht nur ein Anhaften der Teile durch das Verkittüngsmittel vermieden, sondern
es ist auch eine schnelle und einwandfreie Reinigung des Abschnittes c möglich,
um diesen vollkommen glatt zu halten. Die Auswechselbarkeit des Abschnittes c und
des Blockes d ist von Wert bei einer Abnutzung der Teile nach längerem Gebrauch
der Vorrichtung.