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Schuhwerk und Verfahren zu dessen Herstellung. Zusatz zum Patent 308872.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der in dem Hauptpatent 3o8872 beschriebenen
Befestigung der Laufsohle und der Absatzflecke, und zwar dahingehend, daß der Schraubenkopf
in bekannter Weise als zugespitzter Bolzen ausgebildet ist, auf welche die Laufsohle
bzw. die Laufflecke des Absatzes aufgebracht, und zwar zweckmäßig aufgepreßt werden.
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Gemäß der Erfindung ist der zugespitzte Bolzen an seiner Ansatzstelle
mit einem Bund versehen, der verschiedenartigen Zwecken dienen soll. Einmal soll
damit eine Begrenzung beim Einschrauben der Bolzen in die Hohlniete gegeben sein.
Ferner soll die Auflage der Bolzen auf den Hohlnieten dadurch verbessert werden,
und schließlich soll das Gewinde der Hohlniete vor dem Eindringen von Wasser und
Schmutz sowie überhaupt gegen Beschädigungen geschützt werden.
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Die Herstellung von Schuhwerk unter Benutzung der erwähnten Bolzen
gestaltet sich gemäß der Erfindung folgendermaßen: Oberleder und Brandsohle werden,
wie im Hauptpatent angegeben, mit den Befestigungsmuttern versehen, und es wird
nunmehr zwischen Brandsohle und Oberleder an der Auflagefläche eine Dichtungsmasse,
z. B. Atlaskitt, eingebracht. Dann wird eine Kappe darüberges:ülpt und Brandsohle
und Oberleder zusammengepreßt, so daß die Dichtungsmasse voll zur Wirkung kommt.
Alsdann werden
die zugespitzten Bolzen eingeschraubt und nunmehr
Boden und Laufsohle bzw. Laufflecke unter Verwendung der gleichen Kappe auf die
Bolzen aufgepreßt. Erforderlichenfalls können dabei zwischen Boden und Laufsohle
noch besondere Zwischensohlen, beispielsweise . solche aus Filz, eingeschaltet werden.
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Die erwähnte Kappe ist innen mit einem Holzfutter versehen, in welches
die Spitzen der Bolzen, nachdem sie durch die Pressurig den Boden und die Sohle
durchdrungen haben, sich eindrücken. Durch diese Kappe und den Preßvorgang wird
eine überaus innige Verbindung der Bolzen mit dem Boden bzw. den Sohlen erzielt,
und durch das- Holzfutter wird vermieden, daß die Spitzen der 'Befestigungsbolzen
sich abbiegen. Sie brauchen lediglich zum Schluß abgefeilt zu werden.
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Sollen die Sohlen bzw. Flecke abgenommen werden, so findet dazu ein
besonderer Schlüssel Anwendung, der mit einem die Befestigungsbolzen umfasenden
Schlitz versehen ist.
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Das Verfahren ist besonders darauf zugeschnitten, daß Nichtfachleute
ihr Schuhwerk selbst wieder instand setzen können, zumal irgendeine Anwendung besonderer
Handgriffe, wie sie sonst im Schuhmachergewerbe üblich sind, im vorliegenden Falle
wegfällt. Nachdem einmal die Hohlniete in dem Schuhwerk angebracht sind, läßt sich
die Erneuerung der Sohlen ih einfachster Weise immer wieder durchführen.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand an einem Ausführungsbeispiel
erläutert. Es zeigen darin Abb. i einen Schnitt durch die Befestigung, und zwar
durch Boden und Brandsohle, Abb. z einen Schnitt durch die gleichen Teile mit hinzugefügter
Laufsohle, Abb.3 eine Ansicht eines Befestigungsbolzens, ` Abb. q. einen Schuh mit
der Preßkappe und Abb. Seinen zum Lösen der Sohlen dienenden Schlüssel.
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Soweit einzelne Teile mit solchen übereinstimmen, die im Ausführungsbeispiel
des Hauptpatentes enthalten sind, haben sie entsprechend die gleichen Bezugszeichen
erhalten.
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Demgemäß ist a die als Hohlniet ausgebildete Mutter mit Innengewinde
und den Lappen b sowie dem bundförmigen Rand c. Diese Muttern sitzen in der Brandsohle
d und dem Befestigungsrand des Oberleders e. Zwischen dem Rand c und dem Oberleder
e befinden sich Unterlagscheiben f. Auf dem Boden g ruht die Laufsohle h.
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In das Innengewinde der Muttern sind Befestigungsbolzen eingeschraubt,
die gemäß der Erfindung aus einem Gewindezapfen o, einem daran anschließenden Bund
p und einem vierkantigen zugespitzten Ansatz q bestehen, der etwas über die Laufsohle
lt hervorragt.
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Zur Herstellung der Verbindung dient weiter noch die aus Abb. q ersichtliche
Kappe, die aus einer metallischen Hülle r und einem der Sohlenform angepaßten Holzfutter
s besteht. Die Hülle r ist dabei seitlich so hoch geführt und so gestaltet, daß
die Kappe an dem äußeren Rand der Sohle ihre Führung erhält. Zum Abnehmen der Kappe
dient ein Handgriff t. Auf die untere Fläche dieser Kappe wird zum Zusammenpressen
von Brandsohle und Oberleder bzw. zum Aufpressen des Bodens und der Laufsohle in
der oben beschriebenen Weise ein entsprechender Druck ausgeübt, der sich vermöge
des Futters gleichmäßig über die ganze Sohle verteilt.
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Soll die Sohle zwecks Erneuerung abgelöst werden, so wird der aus
Abb.5 ersichtliche Schlüssel ta, dessen Kante v zugesehärft und mit einem
Schlitz w versehen ist, so zwischen Laufsohle urid Boden eingeführt, daß der Schlitz
den Schaft q jedes der Bolzen umfaßt und somit die Sohle allmählich abgedrückt werden
kann.