DE42203C - Leierkasten mit seitlich angeordnetem, besonderen Musikkasten - Google Patents
Leierkasten mit seitlich angeordnetem, besonderen MusikkastenInfo
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-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10F—AUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
- G10F5/00—Details or accessories
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
• KLASSE 81: Musikalische Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom !.December 1886 ab.
Um das Auswechseln der Notenblätter zu erleichtern und die Anwendung- beliebig langer
Notenblätter zu ermöglichen, ist bei der vorliegenden Erfindung der Stimmenkasten an die
Seite des die Bälge und den Antrieb enthaltenden Theiles des Instruments verlegt und die
Führungsvorrichtung für das Notenblatt so angeordnet, dafs man die Blätter einfach über
den Stimmenkasten hängen kann. Diese Anordnung gestattet auch gleichzeitig, dafs man
nach Entfernen oder Oeffnen -seitlicher oder
in anderer Weise angeordneter Klappen sofort zu den Stimmcancellen und der Klaviatur gelangen
und demgemäfs leicht Reparaturen vornehmen· kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein derartiger Leierkästen in zwei verschiedenen Ausführungen
dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Leierkasten mit seitlicher Klappe in Seitenansicht;
Fig. 2 eine Vorderansicht bei abgenommenem seitlichen Deckel;
Fig. 3 eine obere Ansicht des Klappbügels nebst Zubehör.
In Fig. 4 und 5 ist eine Abänderung in der Construction des Leierkastens in oberer Ansicht
und im Verticalschnitt dargestellt.
Der die Stimmcancellen und die Klaviatur enthaltende Kasten A ist freitragend an einer
Seite des die Windbälge und das Getriebe aufnehmenden Hauptkastens B des Instruments
angeordnet, Fig. 1 und 4, derart, dafs das z. B. aus einzelnen, gelenkig mit einander verbundenen
Gliedern bestehende Notenblatt N frei über den vorspringenden Musikkasten A gehängt
werden kann, Fig. 2 und 5. Die Weiterbeförderung des Notenblattes N erfolgt vermittelst
der beiden mit Kautschuk überzogenen Walzen D und F, welche entweder ungefähr
so lang sind, wie der Kasten A breit ist, Fig. 1 und 3, oder nur einen Theil dieser Breite einnehmen,
Fig. 4. Von diesen ist die untere D im Kasten A gelagert und wird durch ein geeignetes
Getriebe, z.B. die Zahnräder f g, das Schneckenrad e und die Schraube ohne Ende d,
von der Kurbel C, Fig. 1, in Umdrehung gesetzt.
Die obere Walze F ist hingegen in einem
Bügel I, Fig. 3 und 4, gelagert, welcher mittelst Scharniers K mit dem Kasten B verbunden
ist und durch einen am Deckel b oder am Kasten A sitzenden Haken /, Fig. 1, Vorreiber
P, Fig. 4, Riegel oder dergleichen in seiner Lage festgehalten werden kann. Das
Notenblatt N wird durch eine gleichfalls im Bügel, /, Fig. 3 und 5, angeordnete geneigte
Schiene h auf die Klaviaturhebel α gedrückt. Diese Schiene ist in dem Bügel / verstellbar,
Fig. ι bis 3, und kann mittelst Schrauben i
in ihrer Lage festgestellt werden; sie gestattet also eine Regulirung des Druckes, mit welchem
die Hebel α nach abwärts geprefst werden.
In Fig. 4 und 5 ist die Schiene mittelst zweier Lappen hl und Schrauben i1 mit dem
Bügel / verbunden, und erfolgt hier die Regulirung durch Unterlagen von Pappe, Kork
oder dergleichen.
Der den Kasten A seitlich verschliefsende Deckel b, Fig. 1 und 2, wird zweckmä'fsig
scharnierartig mit dem Kasten A verbunden, kann indessen auch mittelst Schrauben befestigt
werden.
In Fig. 4 und 5 ist die vordere Wand des Kastens A fest mit demselben verbunden,
während die Wand R, welche die gitterförmige Führungsplatte 0, Fig. 4, für den Klaviaturhebel
α enthält, bei ρ drehbar mit dem Kasten A verbunden, also als Klappe ausgebildet
ist.
Desgleichen stellt die Wand S eine um q drehbare Klappe dar. Diese Klappe S kann
mittelst des seitlichen Hebels s, Fig. 5, dessen im Innern des Kastens A liegender Schenkel r
durch eine Oese t der Klappe S geht, oder auch mittelst einer anderen geeigneten Vorrichtung
geöffnet und in mehr oder weniger geöffneter Lage festgestellt werden, Fig. 5. Je
weiter diese Klappe geöffnet wird, desto lauter wird das Instrument ertönen. Entfernt man
nach Oeffnen der Klappen R und S auch noch die untere Wandung T des Kastens A
durch Lösen der Schrauben u, Fig. 5, so liegen Zungen ^, Cancellen und Klaviaturhebel
völlig frei, so dafs also das Oeffnen des ganzen Kastens und Herausheben des Spielapparates
behufs Reparatur ganz ausgeschlossen ist. Während des Spieles kann die Klappe R mittelst
Vorreiber v, Fig. 4, oder anderer Sicherungsmittel geschlossen gehalten werden.
Soll ein Notenblatt auf den Musikkasten gebracht werden, so löst man den Haken I,
Fig. i, -oder Vorreiber Z1, Fig. 4, klappt den
Bügel / hoch und hängt das Blatt auf den Kasten A. Hierauf klappt man den Bügel /
herab, sichert ihn in seiner Lage, und das Instrument ist spielfertig. Während des Abspielens
des Blattes hängt dasselbe nun an beiden Seiten des Musikkastens A frei herab und die
bei X entnommenen Glieder oder Theile legen sich bei Y nach dem Abspielen selbsttätig
wieder zusammen. Das Notenblatt wird also ganz freiliegend geführt und die Gröfse des
Instruments ist von der Länge des Blattes völlig unabhängig.
Um bei diesem Abspielen zu verhindern, dafs zwei Glieder sich gleichzeitig unter den
Bügel I schieben, wodurch die Klaviatur beschädigt werden könnte und das Spiel eine
Störung erleiden würde, sind an der Fläche R des Kastens A hakenförmige Greifer w wx angeordnet,
Fig. 4 und 5, über welche das Notenblatt hinweggeleitet wird. Kommt nun eine Falte vor diese Greifer, so wird dieselbe
bei w zurückgehalten, Fig. 5.
An Stelle der Walzen zum Antrieb des Notenblattes kann man auch Stiftenräder, Zahnräder,
endlose Schrauben oder dergleichen verwenden, wobei eventuell auch die in dem Bügel / gelagerte Walze fortfallen kann.
Claims (3)
1. Ein Leierkasten für bandförmige oder endlose gelochte Notenblätter und Antrieb derselben
mittelst Walzen etc., bei welchem die Blätter frei über einem seitlich am
Hauptkasten des Instruments angeordneten, die Klaviatur und die Cancellen enthaltenden
Musikkasten A gehängt werden, während ein herabklappbarer, eventuell eine
bewegliche lose Walze enthaltender Bügel / die Führung des Blattes sichert.
2. An dem zu 1. genannten Leierkasten:
a) die stellbare Leiste h am Bügel /, mittelst welcher das Notenblatt regulirbar
gegen die Spielhebel gedrückt wird;
b) die stellbare Klappe S zur Regulirung der Tonstärke; ·
c) die Klappe R und der lösbare Bo- ! den T, welche eine leichte Zugänglichkeit
zum Innern des seitlichen Müsikkastens A ermöglichen.
3. Die Greifer w wl, welche verhindern, dafs
das Notenblatt doppelt unter den Bügel / geräth.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42203C true DE42203C (de) |
Family
ID=317621
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42203D Expired - Lifetime DE42203C (de) | Leierkasten mit seitlich angeordnetem, besonderen Musikkasten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42203C (de) |
-
0
- DE DENDAT42203D patent/DE42203C/de not_active Expired - Lifetime
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