DE4221459A1 - Hydraulische Servolenkung mit Belastungsschutzeinrichtung - Google Patents
Hydraulische Servolenkung mit BelastungsschutzeinrichtungInfo
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- F15B—SYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F15B15/00—Fluid-actuated devices for displacing a member from one position to another; Gearing associated therewith
- F15B15/08—Characterised by the construction of the motor unit
- F15B15/14—Characterised by the construction of the motor unit of the straight-cylinder type
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische, insbesondere
eine elektrohydraulische Servolenkung nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1, die mit einer
Belastungsschutzeinrichtung versehen ist.
Gattungsgemäße Servolenkungen sind bereits für
Kugelumlauflenkungen beschrieben worden. Beispielsweise
schlägt die DE-OS 39 29 572 vor, eine hohle Schaltstange
zwischen den Arbeitskammern des Hydraulikzylinders
auszubilden, an deren Enden sich Kugelventile befinden und
die Öffnungen aufweisen, die im Endanschlag des Kolbens
eine Verbindung zwischen der druckbelasteten Arbeitskammer
und der anderen Arbeitskammer herstellen. Diese, bei
kurzen Kolbenhüben und großen Kolbenflächen ohne allzu
großen Aufwand mögliche Lösung, läßt sich nicht sinnvoll
auf Kolben mit kleinen Wirkflächen und langen Hubwegen
übertragen, wie sie üblicherweise bei Zahnstangenlenkungen
vorliegt. Zudem sind die hier notwendigen Ventile
arbeitsaufwendig in der Produktion und im Betrieb
störungsanfällig.
Eine andere Lösung schlägt die US-PS 43 28 068 vor. Hier
ist ein Bypass zwischen den beiden Arbeitskammern des
Hydraulikzylinders über eine außerhalb des Zylinders ver
laufende Leitung vorgesehen, die über Kugelventile mit den
Arbeitskammern des Zylinders verbunden sind. Die Kugeln
der Ventile sind mit Federn vorgespannt und ragen in die
Arbeitskammern hinein. Die Ventile öffnen nur, wenn die
zugehörige Arbeitskammer druckbeaufschlagt ist, oder der
Kolben die Kugel überfährt. Dies geschieht in den
Endanschlägen des Kolbens und bewirkt, daß das Druckmittel
in die nicht druckbeaufschlagte Kammer überströmen kann
und der Kolben somit nicht weiter bewegt wird. Auch dieser
Vorschlag hat den Nachteil, Ventile zu benötigen, aber
auch die außerhalb des Zylinders verlaufende
Rohrverbindung ist wegen ihrer exponierten Lage als
störungsanfällig einzustufen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine hydraulische
Servolenkung mit Belastungsschutzeinrichtung
vorzuschlagen, die einfach aufgebaut, kostengünstig
herzustellen und betriebssicher ist, und somit die Pumpe
der hydraulischen Servolenkung in den Endanschlägen der
Lenkung vor energieverzehrenden und
lebensdauerverkürzenden Überlastungen schützt, was
besonders bei elektrohydraulischen Servolenkungen
erwünscht ist.
Erfindungsgemäß wird in Anspruch 1 vorgeschlagen, eine
Verbindung von der druckbelasteten Arbeitskammer direkt zu
dem Druckanschluß der anderen Arbeitskammer zu schaffen,
was die Anzahl der zu verwendeten Bauteile, insbesondere
der Ventile, und den Herstellungsaufwand reduziert. Diese
Verbindung kann z. B. über Rohre oder Schläuche erfolgen,
die außerhalb des Hydraulikzylinders zum Druckanschluß
führen. In vorteilhafter Weise aber läßt sich diese
Verbindung nach Anspruch 2 über Öffnungen realisieren, die
vom Druckanschluß zur zugehörigen Arbeitskammer führen und
nur dann eine Verbindung zur anderen Arbeitskammer bilden,
wenn der Arbeitskolben sich im Endanschlag befindet und
somit die Verbindung freigibt.
Eine vorteilhafte Ausführungsform sieht dazu nach Anspruch
3 vor, Bohrungen anzubringen, die vom Druckanschluß zum
Hydraulikzylinder führen und dort so münden, daß die
Dichtung des Arbeitskolbens sie erst kurz vor Erreichen
des Endanschlags überfährt und somit den Weg zur anderen,
der druckbeaufschlagten Arbeitskammer freigibt.
Dabei können eine oder mehrere quer zur Achse des
Hydraulikzylinder verlaufende Bohrungen vorgesehen sein,
eine bevorzugte Ausführungsform sieht eine senkrecht und
eine parallel zur Hydraulikachse verlaufende, miteinander
verbundene Bohrungen vor. Der Kolben überfährt dann nur
die radial ausgeführte Bohrung.
Eine weitere geeignete Maßnahme besteht darin, nach
Anspruch 4 in der Innenwandung des Hydraulikzylinders eine
oder mehrere Vertiefungen anzubringen, die ebenfalls nur
in der Endstellung des Kolbens einen Weg von der
druckbeaufschlagten Arbeitskammer zum Druckanschluß der
anderen Arbeitskammer freigeben. Dabei ist vorzusehen, die
Vertiefungen möglichst sanft, also ohne scharfe Kanten, in
die Zylinderwandung einzubringen um einem schnellen
Verschleiß der Kolbendichtung vorzubeugen.
Eine besonders einfach herzustellende Ausführungsform
sieht nach Anspruch 5 vor, als Vertiefungen eine oder
mehrere axial verlaufende Nuten anzubringen, deren
Querschnitt sowohl eckig als auch rund sein kann, und die
im Übergangsbereich zum Zylinder abgeflacht oder
abgerundet ausgeführt sein können. Die benötigte Länge der
Nuten hängt dabei von der Breite des Kolbens ab.
Eine besonders gleichmäßige Belastung der Kolbendichtung
ergibt sich, wenn man die Nut bzw. die Nuten nach Anspruch
6 an ihrem zur Mittelstellung des Kolbens weisenden Ende
in eine umlaufende Ringnut münden läßt.
Verlängert man diese Ringnut nach Anspruch 7 in Richtung
der Endstellung des Kolbens mindestens soweit, daß ein
Überströmen der Kolbendichtung ermöglicht ist, kann auf
die Ausführung der axial verlaufenden Nuten verzichtet
werden. Zur Herstellung der umlaufenden Nut ist dann nur
noch ein Arbeitsgang notwendig.
Als besonders zweckmäßig hat sich erwiesen, nach Anspruch
8 eine einzige, U-förmige Nut vorzusehen, deren
Durchlaßfläche weniger als 1 mm2 groß ist und deren
axiale Ausdehnung von der Mitte des Duckanschlusses aus
gemessen, nicht mehr als 10 mm beträgt.
Auch bei den anderen vorgeschlagenen Ausführungsformen
erweist sich einen wirksamen Querschnitt der Öffnungen von
1 mm2 oder weniger, nach Anspruch 9, als besonders
geeignet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der in den
beiliegenden Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch den Hydraulik
zylinder einer ersten Ausführungsform der
Erfindung,
Fig. 2 einen Querschnitt durch Fig. 1 entlang der
Linie A-A,
Fig. 3 eine Ausschnittsvergrößerung des in Fig. 2
markierten Bereichs,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch den Hydraulik
zylinder einer zweiten Ausführungsform im
Bereich des Druckanschlusses,
Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Hydraulik
zylinder einer dritten Ausführungsform im
Bereich des Druckanschlusses.
In Fig. 1 ist der Hydraulikzylinder 2 einer hydraulischen
Servolenkanlage abgebildet, in dem ein Arbeitskolben 1 der
mit Kolbenstangen 3a, 3b verbunden ist, über die
Kolbendichtung 14, dichtend geführt wird. Die
Kolbenstangen sind in bekannter Weise mit dem Lenkgestänge
des Fahrzeugs verbunden. Im Bereich des linken und des
rechten Endanschlags des Arbeitskolbens 1 sind am
Hydraukzylinder zwei Druckanschlüsse 6, 7 angebracht, die
in bekannter Weise über ein nicht dargestelltes Lenkventil
mit der Druck- bzw. der Saugseite der Hydraulikpumpe
verbunden sind und somit zum Zu- bzw. zum Abfluß des
Druckmediums in bzw. aus dem Hydraulikzylinder 2 dienen.
Die Arbeitskammern 4, 5 sind durch den Arbeitskolben 1
getrennt, ihre Größe hängt von der jeweiligen Stellung des
Arbeitskolbens 1 im Hydraulikzylinder 2 ab. In der Innen
wandung des Hydraulikzylinders 2 sind endseitig U-förmige
Nuten 8, 9 angebracht, die sich von den Mitten des je
weiligen Druckanschlusses 6, 7 gemessen, jeweils 10 mm in
Richtung der Mittenstellung des Arbeitskolbens 1 er
strecken. Erreicht der Arbeitskolben 1 seine linke bzw.
rechte Endstellung, so überfährt die Kolbendichtung 14
einen Teil der entsprechenden Nut 8 bzw. 9, wodurch eine
Verbindung von der druckbelasteten Arbeitskammer 5 bzw. 4
zum Druckanschluß 6 bzw. 7 der anderen Arbeitskammer 4
bzw. 5 hergestellt wird, über die das Druckmittel ab
fließen kann. Dies bedeutet, daß die Hydraulikpumpe im
Endanschlag des Arbeitskolbens 1 nicht gegen einen hohen
Druck pumpen muß, sondern lediglich das Druckmittel
umwälzt, was einen wesentlich geringeren Energieverbrauch
sowie eine geringere Aufheizung der Pumpe zur Folge hat,
und somit deren Lebensdauer erhöht.
Die in diesem Ausführungsbeispiel gewählte Form und die
Maße der Nuten sind in Fig. 1, Fig. 2 und vergrößert in
Fig. 3 abgebildet. Für die Tiefe der Nut ist an ihrer
tiefsten Stelle 1 mm vorgesehen, die Breite beträgt
1 mm der Radius der Rundungen des "U" beträgt
0,25 mm, der Übergang zur Innenwand des Hydraulikzylinders
ist gratfrei ausgeführt, die Rundung am Ende der Nut weist
einen Radius von 0,5 mm auf.
Fig. 4 zeigt eine Weiterbildung der beschriebenen
Ausführungsform, bei der eine oder mehrere axiale Nuten 9
in eine umlaufende Ringnut 12 münden, in der sich die
Kolbendichtung 14 im Endanschlag des Arbeitskolbens 1 ohne
einen ihren Verschleiß beschleunigenden ungleichmäßigen
Kontakt mit der Innenwandung des Hydraulikzylinders 2
befindet.
Fig. 5 zeigt eine dritte Ausführungsform der Erfindung,
bei der das Druckmittel in Kolbenendstellung über
Bohrungen 10, 11 abfließen kann, die wie hier dargestellt
aus einer zur Achse des Hydraulikzylinders 2 senkrechten
Bohrung 10 und einer dazu parallelen Bohrung 11 besteht.
Bezugszeichenliste
1 Arbeitskolben
2 Hydraulikzylinder
3 Kolbenstange
4 Arbeitskammer
5 Arbeitskammer
6 Druckanschluß
7 Druckanschluß
8 Nut
9 Nut
10 Bohrung
11 Bohrung
12 Ringnut
13
14 Kolbendichtung
2 Hydraulikzylinder
3 Kolbenstange
4 Arbeitskammer
5 Arbeitskammer
6 Druckanschluß
7 Druckanschluß
8 Nut
9 Nut
10 Bohrung
11 Bohrung
12 Ringnut
13
14 Kolbendichtung
Claims (9)
1. Hydraulische Servolenkung, bei der ein Arbeitskolben
(1) in einem Hydraulikzylinder (2) geführt ist, der
mit einer Belastungsschutzeinrichtung versehen ist,
welche in der Endstellung des Arbeitskolbens (1) für
das den Arbeitskolben (1) antreibende Druckmittel
einen Weg von dem druckbaufschlagten Arbeitsraum (4
bzw. 5) zu einem Raum geringeren Drucks freigibt,
dadurch gekennzeichnet, daß dieser Weg
zum Druckanschluß (7) bzw. (6) der anderen
Arbeitskammer (5) bzw. (4) führt.
2. Hydraulische Servolenkung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Weg durch eine
Öffnung gebildet ist, die in der Endstellung des
Arbeitskolbens (2) die druckbeaufschlagte
Arbeitskammer (4) bzw. (5) mit dem Druckanschluß (7)
bzw. (6) der anderen Kammer (5) bzw. (4) verbindet.
3. Hydraulische Servolenkung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Öffnung aus
mindestens einer Bohrung (10,11) gebildet wird, die
in der Wand des Hydraulikzylinders (2) angebracht ist.
4. Hydraulische Servolenkung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Öffnung
mindestens eine in der Innenwandung des
Hydraulikzylinders angebrachte Vertiefung ist.
5. Hydraulische Servolenkung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß als Vertiefungen
axial verlaufende Nuten (8,9) vorgesehen sind.
6. Hydraulische Servolenkung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Nuten (8,9) an
ihren zur Mittelstellung des Kolbens liegenden Enden
in eine umlaufende Ringnut (12) münden.
7. Hydraulische Servolenkung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vertiefung eine
umlauf ende sich über den gesamten Umfang erstreckende
Ausnehmung ist, deren Breite größer als die der
Kolbendichtung (14) ist.
8. Hydraulische Servolenkung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine einzige
U-förmige Nut (8, 9) vorgesehen ist, deren
Durchlaßfläche weniger als 1 mm2 und deren Länge
nicht mehr als 10 mm beträgt.
9. Hydraulische Servolenkung nach einem der Ansprüche 3
bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
gesamte wirksame Öffnungsquerschnitt der Vertiefungen
bzw. Bohrungen nicht mehr als 1 mm2 beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924221459 DE4221459A1 (de) | 1992-06-30 | 1992-06-30 | Hydraulische Servolenkung mit Belastungsschutzeinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924221459 DE4221459A1 (de) | 1992-06-30 | 1992-06-30 | Hydraulische Servolenkung mit Belastungsschutzeinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4221459A1 true DE4221459A1 (de) | 1994-01-05 |
Family
ID=6462160
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924221459 Withdrawn DE4221459A1 (de) | 1992-06-30 | 1992-06-30 | Hydraulische Servolenkung mit Belastungsschutzeinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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