DE4221987A1 - Annäherungsschalter - Google Patents
AnnäherungsschalterInfo
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Description
Die vorliegende Anmeldung betrifft Annäherungsschalter.
Annäherungsschalter bestehen aus einem Gehäuse und in diesem
untergebrachten elektrischen Bausteinen (Sensor).
Da Annäherungsschalter oft in thermisch und mechanisch bela
stenden Vorrichtungen, wie Schweißautomaten, Druckwerkzeugen
etc., eingesetzt werden, kommt dem Schutz des elektronischen
Teils durch entsprechende Auslegung besondere Bedeutung zu.
Bekannt ist z. B. eine Abdeckung des Gehäuses durch Polyte
trafluorethylen (DE 39 11 598 C2), um ein Anhaften von
Schweißperlen am Schalterkopf zu unterbinden. Eine derartige
Lösung hat jedoch den gravierenden Nachteil, daß solche
Annäherungsschalter dort nicht eingesetzt werden können, wo
der geschweißte Gegenstand anschließend lackiert werden muß
(Automobilbau), da schon Spuren von Polytetrafluorethylen
(PTFA) zu Lackfehlern führen. Außerdem ist die mechanische
Festigkeit von PTFA gering und solche Schalter können unter
abrasiven Bedingungen (Drehbänke) nicht befriedigend einge
setzt werden.
Die vorliegende Erfindung hat sich daher die Aufgabe
gestellt, einen Annäherungsschalter zu schaffen, der gegen
Schweißperlen und Funkenflug unempfindlich ist und der eine
höhere mechanische Festigkeit aufweist und der somit auch
bei nicht bündigem Einbau leicht ausgewechselt werden kann,
da Gewinde oder Gehäuseoberflächen sich nicht mit erstarrten
Schweißspritzern zusetzen können. Insbesondere soll ein der
artiger Annäherungsschalter im Automobilbau einsetzbar sein.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt bei einem elektronischen
Annäherungsschalter dadurch, daß erfindungsgemäß dessen
Kopfbereich von einer Kappe aus Keramikmaterial umgeben ist.
Das Keramikmaterial ist wesentlich widerstandsfähiger gegen
abrasive Belastungen, ebenso führen auf diese gelangende
Schweißperlen nicht zu deren Anhaften auf der Oberfläche.
Die Kappe kann auf eine metallische Hülle aufgebracht (ver
klebt oder versintert) sein, sie kann auch den oberen tra
genden Teil, d. h. den Sensor aufnehmenden Schalterkopf
selbst darstellen.
In besonders eleganter Weise weist die Kappe die Befesti
gungselemente zum Anbringen des Annäherungsschalters in der
dafür vorgesehenen Halterung auf, wie insbesondere Gewinde,
die sich überraschenderweise sehr gut in das Keramikmaterial
einformen lassen. Die Befestigungselemente können z. B. auch
als Bohrungen in quaderförmigen oder zylindrischen Quer
schnitten in den Keramikteil eingeformt sein.
In einer Weiterentwicklung der Erfindung besteht das Kera
mikmaterial aus bekannten kalt (etwa 100°C) sinterfähigen
Massen, die sich ohne weiteres auch nach Montage der Elek
tronik als Schalter auf diesen aufbringen lassen.
Insbesondere kann erfindungsgemäß auch der gesamte tragende
Teil des Annäherungsschalters materialeinheitlich aus Kera
mik bestehen, wobei sich an die Kappe, die bei nicht bündi
gem Einbau (zum Teil) die Tragekonstruktion überragt, nach
unten der Mantel in Keramik fortsetzt und aus diesem ledig
lich nach unten die Anschlußleitungen herausragen.
Die Verwendung kalt sinterfähiger Massen erlaubt es erstmals
auch, den Schalter derart auszubilden, daß die Elektronik
bauteile in die Keramikmasse vor dem Sintern eingebettet
werden und dieser somit einen Vollkörper darstellt. Ein sol
cher Annäherungsschalter läßt sich vorteilhaft in thermisch
und mechanisch hochbelasteter Umgebung einsetzen.
Dem Keramikmaterial kann ohne nachteilige Eigenschaft für
dessen Festigkeit Metallpulver beigemischt werden, um Feh
lerströme abzuleiten, oder Ferritpulver beigemischt werden,
um diesem ferromagnetische Eigenschaften zu verleihen.
Insbesondere kann dabei auch der im Schalterkopf befindli
che, von einer Spule umgebene Eisenkern durch einen mit Fer
ritpulver angereicherten, mittig angeordneten Keramikzapfen
gebildet werden, auf den dann die Spule aufgebracht wird.
Die erfindungsgemäß beschriebene Technik und die Verwendung
kalt sinterfähiger Keramikmassen erlaubt ferner die Herstel
lung leiterloser Annäherungsschalter, wobei im Fuß des
Schalters ebenfalls eine Spule angeordnet ist, von der das
vom Schalterkopf ausgehende Signal am unteren Ende des
Schalters berührungslos (induktiv) abgegriffen werden kann,
so daß der Elektronikteil des Schalters vollkommen gegen
äußere Einflüsse geschützt ist und z. B. auch bei Lichtbogen
schweißanlagen auf Rundtischen eingesetzt werden kann.
Zur Steigerung der Festigkeit kann der Keramikmantel des
Schalters mit einer Armierung aus Metall, insbesondere einem
Lochblech oder einem Gitter oder aber auch aus Kunststoff
oder aus Fasermaterial, wie Glasfasern, versehen sein.
Die Anbringung der oben erwähnten Befestigungselemente
(Gewinde) in den Keramikmantel kann in einfacher Weise durch
Sintern des Materials in einer entsprechenden Form vorgenom
men werden, deren Innenmantel z. B. die Gewindenegativform
aufweist. Die keramische kaltsinterfähige Masse ist überra
schend gut fließfähig, so daß fehlerfreie Gewinde auf dem
Schaltermantel erzeugt werden können.
Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die vorliegende
Erfindung näher veranschaulicht.
In der Figur ist das Gehäuse eines Annäherungsschalters dar
gestellt. Mindestens das Kopfteil 1 besteht aus Keramik und
weist eine materialgleiche (dünnere) Kopfplatte 2 auf. In
der Darstellung ist gezeigt, daß auch das ganze Gehäuse,
ebenso wie der Boden 3, aus Keramikmaterial bestehen kann,
wobei dieser nach der Montage der Elektronikbausteine (nicht
dargestellt) z. B. eingeklebt sein kann. Der freie Innen
raum 4 kann ebenso vollständig die Elektronikteile umgebend
mit Keramikmasse ausgefüllt sein. Der Mantel 5 weist als
Beispiel für ein Befestigungselement ein eingeformtes
Gewinde 6 auf. Anstelle eines normalen Eisenkerns kann auch
an die Kopfplatte 2 (Wandstärke0,5 mm) ein Zapfen 7
angeschlossen sein, der mit Ferritpulver in ausreichender
Menge angereichert und von einer Spule 8 umgeben ist.
Ebenso können der Mantel 5 und die Kopfplatte 2 eine feld
richtende Einbringung aus Ferritpulver enthalten.
Weiterhin kann eine Armierung 9 vorgesehen sein, die z. B.
aus einem Drahtgitter besteht. Ebenso wie kopfseitig kann
auch fußseitig ein Zapfen 7 mit Spule 8 vorgesehen sein, um
ein Signal auch berührungslos (induktiv) abgreifen zu kön
nen, wobei vorteilhafterweise keine Drähte durch die Boden
platte 3 geführt werden müssen.
Bezugszeichenliste
1 Kopfteil
2 Kopfplatte
3 Boden
4 Innenraum
5 Mantel
6 Gewinde
7 Zapfen
8 Spule
9 Armierung
2 Kopfplatte
3 Boden
4 Innenraum
5 Mantel
6 Gewinde
7 Zapfen
8 Spule
9 Armierung
Claims (9)
1. Elektronischer Annäherungsschalter, bestehend aus einem
Gehäuse und in diesem untergebrachtem Sensor, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schalter mindestens im Kopfbe
reich von einer Keramikkappe umgeben ist.
2. Annäherungsschalter nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in den Mantel des Keramikteils Befesti
gungselemente, wie vorzugsweise Gewinde, eingeformt
sind.
3. Annäherungsschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Keramikmaterial kalt sinterfä
hig ist.
4. Annäherungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß er eine vollständige Hülle
materialeinheitlich aus Keramik aufweist.
5. Annäherungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß er ein Vollkörper aus Kera
mikmaterial ist, in den die Elektronikbauteile einge
bettet sind.
6. Annäherungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß dem Keramikmaterial Ferrit
pulver beigegeben ist.
7. Annäherungsschalter nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß er einen mit Ferritpulver angereicherten
Kern aufweist, der von einer Spule umgeben ist.
8. Annäherungsschalter nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß er fußseitig ebenfalls eine Spule auf
weist, über die das Schaltsignal induktiv abgreifbar
ist.
9. Annäherungsschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das Keramikmaterial mit
einer Armierung aus Metall oder Fasern versehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924221987 DE4221987A1 (de) | 1992-07-04 | 1992-07-04 | Annäherungsschalter |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924221987 DE4221987A1 (de) | 1992-07-04 | 1992-07-04 | Annäherungsschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4221987A1 true DE4221987A1 (de) | 1994-01-05 |
Family
ID=6462476
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924221987 Withdrawn DE4221987A1 (de) | 1992-07-04 | 1992-07-04 | Annäherungsschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4221987A1 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2726362A1 (fr) * | 1994-10-28 | 1996-05-03 | Barber Colman Co | Detecteur de position destine en particulier a mesurer la position d'un arbre supporte par des paliers magnetiques actifs |
| DE202009011951U1 (de) | 2009-09-03 | 2011-01-20 | Pepperl + Fuchs Gmbh | Aufnahmegehäuse für eine Spule oder ein Spulensystem eines Sensors, wie induktiver oder kapazitiver Näherungsschalter |
| US8378234B2 (en) | 2009-08-18 | 2013-02-19 | Bartec Gmbh | Housing for an electrical device |
| WO2013107622A1 (de) | 2012-01-20 | 2013-07-25 | Oechsler Aktiengesellschaft | Kapazitiver annäherungsschalter |
-
1992
- 1992-07-04 DE DE19924221987 patent/DE4221987A1/de not_active Withdrawn
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2726362A1 (fr) * | 1994-10-28 | 1996-05-03 | Barber Colman Co | Detecteur de position destine en particulier a mesurer la position d'un arbre supporte par des paliers magnetiques actifs |
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| RU2483502C2 (ru) * | 2009-08-18 | 2013-05-27 | БАРТЕК ГмбХ | Корпус для электрического оборудования |
| EP2288245A3 (de) * | 2009-08-18 | 2014-08-13 | Bartec GmbH | Gehäuse für eine elektrische Einrichtung |
| DE202009011951U1 (de) | 2009-09-03 | 2011-01-20 | Pepperl + Fuchs Gmbh | Aufnahmegehäuse für eine Spule oder ein Spulensystem eines Sensors, wie induktiver oder kapazitiver Näherungsschalter |
| WO2011026626A2 (de) | 2009-09-03 | 2011-03-10 | Pepperl + Fuchs Gmbh | Aufnahmegehäuse für eine spule oder ein spulensystem eines sensor, wie induktiver oder kapazitiver näherungsschalter |
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| DE102012001073A1 (de) * | 2012-01-20 | 2013-07-25 | Oechsler Aktiengesellschaft | Kapazitiver Annäherungsschalter |
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