DE4222667C1 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Wärmebehandlung von
schlauchförmigem, elastisch dehnbarem Material, insbesondere
zum Trocknen und/oder Glätten von Strümpfen, Strumpfhosen und
dgl., bei welchem das Material auf mindestens zwei benachbarten
Schenkeln eines langgestreckten Bügels aufgespannt wird und sodann
zur Trocknung und/oder Glättung mit Wärme beaufschlagt wird.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zur Wärmebehand
lung von schlauchförmigen, elastisch dehnbarem Material,
insbesondere zum Trocknen und/oder Glätten von Strümpfen,
Strumpfhosen oder dgl., mit mindestens einer langgestreckten
Form, die als Bügel ausgebildet ist, welcher mindestens zwei benachbarte Schenkel aufweist,
auf welchen das Material aufspannbar ist, und mit einer Heiz
einrichtung zur Beheizung des Materials.
Eine Vorrichtung gemäß der eingangs genannten Art ist aus der
DE 35 42 210 A1 bekannt.
Bei der bekannten Vorrichtung werden Strümpfe, Strumpfhosen
oder dgl. aus elastischem Material auf flache, langgestreckte
Bügel aufgezogen und durchlaufen nach einem Färbeprozeß eine
Trockenstation, in welcher die aufgespannten Bekleidungsstücke
einer Wärmebehandlung unterzogen werden, um eine Trocknung und
gleichzeitig eine Glättung des Materials zu erreichen.
Als nachteilig bei der vorbekannten Anordnung hat sich erwiesen,
daß insbesondere dann, wenn besonders feine Materialien, wie
etwa Damenstrümpfe, Damenstrumpfhosen und dgl. auf einer
langgestreckten Form aufgespannt werden und einer Wärmebehandlung
unterzogen werden, an den Auflagestellen des Materials auf den
benachbarten Schenkeln der Form Streifen auftreten, da sich
das Gewebe an den Auflagestellen offenbar nicht vollständig
entspannen kann. Das heißt, daß das Material an den Auflagestellen
nicht so gleichmäßig geglättet ist wie an den übrigen Bereichen.
Darüber hinaus können sogar Verfärbungen an den Auflagestellen
der langgestreckten Schenkel auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und
eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung von schlauchförmigen,
elastisch dehnbarem Material zu schaffen, wodurch die Nachteile
des Standes der Technik vermieden werden, insbesondere das
Auftreten von Streifen an den Auflagestellen des Materials auf
der Form verhindert wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einem
Verfahren der eingangs genannten Art die Schenkel während der
Wärmebeaufschlagung um ihre Längsachse rotierend bewegt werden.
Infolge der Bewegung der Schenkel um ihre Längsachse wird das
Material auf der Form ständig bewegt, so daß die Wärme gleichmä
ßig auf sämtliche Bereiche des Materials einwirkt. Infolgedessen
kann eine gleichmäßige Trocknung erreicht werden. Es ergibt
sich ferner eine gleichmäßige Entspannung und Glättung des
Gewebes, was insbesondere bei Damenstrümpfen, Strumpfhosen und
dgl. eine erheblich verbesserte Qualität der Fertigware bedeutet.
Grundsätzlich ist es möglich, das Verfahren auch zur Wärmebehand
lung von endlosem, schlauchförmigen Material einzusetzen, soweit
dies erwünscht ist. Bei derartigem schlauchförmigen Material wäre
es also beispielsweise denkbar, daß das schlauchförmige Material
auf einer Mehrzahl von benachbarten Längsstreben, beispielsweise
auf drei oder vier benachbarten, parallelen Längsstreben auf ge
spannt ist, welche kontinuierlich rotierend bewegt werden.
Besondere Vorteile weist das Verfahren jedoch insbesondere bei
der Wärmebehandlung von Damenstrümpfen, Damenstrumpfhosen,
Söckchen und dgl. auf, da besonders bei derartigem Material
die zuvor erwähnten Streifen wegen des besonders dünnen und
empfindlichen Kunststoffgewebes auftreten können.
Soweit kein endloses, schlauchförmiges Material verwendet wird,
sondern schlauchförmiges Material mit mindestens einem ge
schlossenen Ende, also insbesondere Strümpfe, Söckchen, Strumpf
hosen und dgl., so wird in einer Weiterbildung der Erfindung
die Richtung der Rotationsbewegung zweckmäßigerweise alternierend
umgekehrt.
Auf diese Weise ist es möglich, sogar Strumpfhosen, welche mit
ihren benachbarten Beinen jeweils auf einer langgestreckten
Form aufgespannt sind, in einfacher Weise zu behandeln, ohne
daß das Gewebe zu stark gekräuselt wird oder das starke Falten
im Übergangsbereich zwischen den beiden Beinen, d. h. im Bereich
des Zwickels auftreten.
In einer vorteilhaften Weiterbildung des Verfahrens ist die
Amplitude der Rotationsbewegung mindestens halb so groß wie
der Umfang eines Schenkels.
Ist das Material auf zwei benachbarten Schenkeln aufgespannt,
d. h. auf einer im wesentlichen U-förmig ausgebildeten Form,
so beträgt der Umschlingungswinkel des Gewebes an den Auflage
stellen auf den beiden Schenkeln jeweils etwa 180°. Wird nun
die Amplitude der Rotationsbewegung gemäß den Vorschlägen der
Erfindung mindestens halb so groß wie der Umfang eines Schenkels
gewählt, so ist sichergestellt, daß das Material an sämtlichen
Stellen regelmäßig aus dem Auflagebereich der Schenkel heraus
bewegt wird und sich somit ohne weiteres entspannen kann, und
daß sich ferner auf diese Weise auch eine gleichmäßige Tempera
turverteilung an sämtlichen Stellen des Materials einstellt.
Die Aufgabe der Erfindung wird ferner dadurch gelöst, daß bei
einer Vorrichtung der eingangs genannten Art die benachbarten
Schenkel um ihre Längsachse drehbar gelagert sind und mit einer
Antriebseinrichtung verbunden sind, über welche die Schenkel
um ihre Längsachse rotierend antreibbar sind.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird ein Auftreten von
Streifen an den Auflagestellen des Materials sicher vermieden.
Eine drehbare Lagerung der Schenkel um ihre Längsachse kann
z. B. dadurch erreicht werden, daß auf jeden Schenkel ein Rohr
aufgesteckt wird, welches mittels einer Spielpassung auf den
starren Schenkel aufliegt. Soweit eine geräuscharme und reibungs
arme Lagerung erwünscht ist, kann das Rohr zusätzlich beispiels
weise mit Hilfe von Gleitlagern oder Rollenlagern auf dem
Schenkel gelagert werden.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist eine Einrichtung
vorgesehen, welche mit der Antriebseinrichtung verbunden ist,
so daß die Rotationsrichtung alternierend umkehrbar ist.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß insbesondere Strümpfe,
Strumpfhosen, Söckchen und dgl. im wesentlichen ohne Faltenbil
dung und ohne örtlich erhöhte Spannungen verarbeitet werden
können.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zusätzlich
eine Stelleinrichtung zur Verstellung der Amplitude und/oder
der Frequenz der alternierenden Rotationsbewegung vorgesehen.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß eine optimale Abstimmung
der Rotationsbewegung auf die Form und Art, sowie auf die
Eigenschaften des zu verarbeitenden Materials ermöglicht wird.
Da der Umschlingungswinkel bei Verwendung einer Form mit zwei
benachbarten Schenkeln etwa 180° beträgt, kann beispielsweise
die Amplitude derart eingestellt werden, daß das Material an
sämtlichen Kontaktstellen mit den Schenkeln während jeder Hin-
und Herbewegung mindestens einmal vollständig vom Schenkel
abgehoben wird. In manchen Fällen reicht jedoch auch schon eine
geringere Amplitude aus, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.
Darüber hinaus kann zusätzlich die Frequenz der alternierenden
Rotationsbewegung derart eingestellt werden, daß eine möglichst
langsame Hin- und Herbewegung ausreicht, um die gewünschte
Wirkung zu erzielen.
Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist jede
langgestreckte Form als ein im wesentlichen U-förmig gebogener
Bügel ausgebildet, dessen beide Schenkel über ein gekrümmtes
Endstück miteinander verbunden sind.
Eine derartige Form hat sich als besonders vorteilhaft zur
Bearbeitung von Strümpfen, Strumpfhosen, Söckchen und dgl.
erwiesen. Dabei können die beiden Schenkel parallel zueinander
angeordnet sein oder auch eine gewisse Neigung zueinander
aufweisen.
Zweckmäßigerweise entspricht dabei der Außendurchmesser der
Schenkel etwa dem Außendurchmesser der gekrümmten Endstücke.
Auf diese Weise ist ein gleichmäßiger Übergang gewährleistet,
so daß das Material ohne Behinderung auf die im wesentlichen
U-förmigen Bügel aufgezogen werden kann.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Schenkel
über einen Kettentrieb, einen Riementrieb und/oder ein Reibradge
triebe angetrieben.
Mit derartigen Antrieben läßt sich eine einfache und zuverlässige
Übertragung einer Bewegung von der Antriebseinheit auf die
Schenkel erreichen. Je nach den örtlichen Platzverhältnissen
und den Temperaturbedingungen können dabei Kettentriebe,
Riementriebe oder Reibradgetriebe besonders vorteilhaft sein.
Dabei sind auch Kombinationen der einzelnen Antriebsarten
miteinander möglich.
In zusätzlicher Weiterbildung der Erfindung sind auf einem
Drehteller eine Mehrzahl von jeweils zwei nebeneinander angeord
neten, im wesentlichen U-förmigen Bügeln vorgesehen, welchen
eine Mehrzahl von Wärmebehandlungsstationen zugeordnet ist,
gegenüber welchen die Bügel taktweise bewegbar sind, wobei die
Antriebseinrichtung zum gemeinsamen Antrieb der Schenkel der
Bügel ausgebildet ist.
Auf einem Drehteller läßt sich eine derartige Anordnung zum
Formen und Glätten von Strümpfen, Söckchen, Strumpfhosen und
dgl. besonders platzsparend anordnen. Auf einem Drehteller können
nicht nur die einzelnen Wärmebehandlungsstationen angeordnet
sein, sondern darüber hinaus auch Aufzieh-, Kontroll- und
Abziehstationen, soweit dies erforderlich ist. Die Bügel sind
taktweise gegenüber den Wärmebehandlungsstationen bewegbar,
indem der Drehteller verdreht wird. Die Schenkel der Bügel können
von einer einzigen gemeinsamen Antriebseinrichtung angetrieben
sein, so daß sich eine einfache Konstruktion ergibt.
Bei einer zusätzlichen Weiterbildung der Erfindung ist die
Antriebseinrichtung zwischen einer Antriebsstellung, in welcher
die Schenkel der Bügel angetrieben sind, und einer Ruhestellung
verstellbar, in welcher kein Antrieb der Schenkel erfolgt, um
eine Verdrehung des Drehtellers zu ermöglichen.
Auf diese Weise kann die Antriebseinrichtung an die Schenkel
angekoppelt werden, um diese in Rotation zu versetzen oder von
den Schenkeln abgekoppelt werden, so daß der Drehteller verdreht
werden kann, um das auf den Bügeln aufgespannte Material zur
nächsten Station zu transportieren.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf
die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in
einer ersten Ausführung und
Fig. 2 einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung
von oben in einer gegenüber Fig. 1 leicht abgewandel
ten Ausführung.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist in Fig. 1 insgesamt mit
der Ziffer 10 bezeichnet.
An zwei parallel nebeneinander angeordneten Halterungen 22,
welche in nicht dargestellter Weise an einem Maschinengestell
befestigt sein können, ist je ein im wesentlichen U-förmiger
Bügel 12 mit seinen beiden oberen Enden 20 befestigt. Jeder
Bügel 12 weist zwei zueinander parallele Schenkel 14 auf, welche
an ihrem unteren Ende jeweils über ein halbkreisförmig gekrümmtes
Endstück 16 aus einem gebogenen Rohr verbunden sind.
Auf jedem Schenkel 14 ist ein Rohrstück 18, welches sich nahezu
über die gesamte Länge des Schenkels erstreckt, mittels Gleit
lagern, z. B. mit PTFE-Ringen drehbar gelagert. Der Außendurch
messer der Rohre 18 ist auf den Außendurchmesser der gekrümmten
Endstücke 16 und der oberen Enden 20 abgestimmt, so daß sich
insgesamt jeweils ein Bügel 12 mit einer glatten Oberfläche
und einem einheitlichen Durchmesser ergibt.
Da zwei derartige Bügel 12 nebeneinander parallel angeordnet
sind, ist diese Anordnung zum Aufspannen einer Strumpfhose 24
geeignet, wie dies durch die gestrichelten Linien angedeutet
ist.
Am oberen Ende der Rohre 18 ist zum Antrieb der Rohre um ihre
Längsachse ein Kettentrieb vorgesehen, welcher insgesamt mit
der Ziffer 26 bezeichnet ist. Auf der Abtriebswelle einer
Antriebseinrichtung 34 ist ein Antriebsritzel 28 vorgesehen.
Eine Kette 32 ist über das Antriebsritzel 28 und über jeweils
ein Ritzel 30 auf einem Rohr 18 geführt, so daß über den
Kettentrieb 26 sämtliche vier Rohre 18 um ihre Längsachse
rotierend angetrieben werden können.
Die Antriebseinrichtung 34 umfaßt ferner eine Einrichtung,
mittels derer die Drehrichtung des Antriebsritzels 28 alter
nierend umkehrbar ist. Zusätzlich ist eine Stelleinrichtung
vorgesehen, mittels derer die Amplitude und die Frequenz der
alternierenden Oszillationsbewegung verstellbar ist.
Unterhalb des Kettentriebes 26 ist eine Heizeinrichtung 36
angeordnet, welche sich nach unten hin erstreckt und über die
gekrümmten Enden 16 der Bügel 12 nach unten hin vorsteht. Die
Heizeinrichtung 36, welche nur schematisch angedeutet ist, weist
Infrarot-Heizelemente auf, welche ggf. zusätzlich durch ein
Gebläse unterstützt sein können. Die Heizeinrichtung 36 ist
zweckmäßigerweise als geschlossene Heizkammer ausgebildet, wozu
beispielsweise ein Reflektor an der den Heizelementen gegenüber
liegenden Seite angeordnet sein kann.
Eine Wärmebehandlung von Strümpfen, Strumpfhosen und dgl.
geschieht nun auf folgende Weise:
Zunächst wird das Material, beispielsweise eine Strumpfhose
24 von Hand oder mittels einer geeigneten Aufziehvorrichtung
auf die beiden benachbarten Bügel 12 aufgespannt. Anschließend
werden die Rohre 18 in einer alternierende, um ihre Längsachse
rotierende Rotationsbewegung versetzt, wozu die Antriebsein
richtung 34 eingeschaltet wird und Amplitude und Frequenz der
Bewegung in Abhängigkeit von dem Material und der Wärmebehand
lungstemperatur, welche bei Damenstrumpfhosen etwa im Bereich
zwischen 105 und 125°C liegt, voreingestellt werden.
Dabei wird die Amplitude der Rotationsbewegung vorzugsweise
so gewählt, daß die Amplitude etwa dem halben Umfang eines
jeweiligen Rohres 18 entspricht. Eine wesentlich größere
Amplitude ist nicht erwünscht, da dies im Übergangsbereich
zwischen den Beinen der Strumpfhose zu stärkerer Faltenbildung
führen könnte.
Bei eingeschalteter Antriebseinheit 34 kann nun die Heizeinrich
tung 36 eingeschaltet werden, wodurch die Strumpfhose in
Sekundenschnelle erwärmt wird und die notwendige Entspannung
und Glättung des Gewebes erreicht wird. Dabei wird das Auftreten
von Streifen im Auflagebereich der Strumpfhose 24 auf den
Schenkeln 14 sicher vermieden.
Eine leicht abgewandelte Ausführung der Vorrichtung ist in Fig. 2
dargestellt.
Die insgesamt mit der Ziffer 40 bezeichnete Vorrichtung ist
Teil einer Formmaschine zum Formen von Strümpfen, Söckchen,
Strumpfhosen und dgl., deren einzelne Stationen auf einem
Drehteller 68 angeordnet sind. Der Drehteller 68 dient zum
Transport der auf Bügelpaaren aufgespannten Strumpfhosen zwischen
den einzelnen Stationen. In Fig. 2 sind nur drei Heizstationen
dargestellt, welche nebeneinander randseitig am Drehteller 68
angeordnet sind und jeweils zwei benachbarte U-förmige Bügel
42, 42′, 42′′ umfassen. Die übrigen Stationen der Formmaschine,
also z. B. eine Aufzieh- und Kontrollstation sowie eine Abzieh
station gehören nicht zur Erfindung und sind der Übersicht
lichkeit halber nicht dargestellt.
Zur Beheizung der Bügel sind Heizeinrichtungen vorgesehen,
welche durch die Ziffern 66, 66′, 66′′ angedeutet sind.
Die U-förmigen Bügel 42, 42′, 42′′ sind entsprechend Fig. 1
aufgebaut und weisen Rohrstücke auf, welche sich im wesentlichen
über die gesamte Länge der Schenkel 44, 44′, 44′′ erstrecken
und an ihrem unteren Ende jeweils in der zuvor beschriebenen
Weise über gekrümmte Endstücke miteinander verbunden sind. Jedem
Bügel 42, 42′, 42′′ ist eine Heizeinrichtung 66, 66′, 66′′
zugeordnet, welche vorzugsweise innerhalb einer geschlossenen
Heizkammer angeordnet ist (nicht dargestellt).
Der wesentliche Unterschied zu der Anordnung gemäß Fig. 1 besteht
im Antrieb der Schenkel, welcher nicht über einen Kettentrieb,
sondern über Riementriebe in Verbindung mit einem Reibradgetriebe
erfolgt.
Die Bügel sind gemeinsam mit dem Drehteller 68 bewegbar, so
daß diese bei einer taktweisen Verdrehung des Drehtellers von
Station zu Station weiter befördert werden. Die Antriebsein
richtung für die Bügel ist dagegen feststehend ausgebildet und
an einem im Zentrum des Drehtellers 68 vorgesehenen Vertikal
träger 70 mittels eines horizontalen Trägers 72 befestigt. An
dem horizontalen Träger 72 ist ein erster Hubzylinder 74
vorgesehen, welcher mit einer Fürung kombiniert ist, und über
welchen ein Längsträger 80 nach außen in Richtung zum Rand des
Drehtellers gesteuert ausfahrbar ist. Am äußeren Ende des
Längsträgers 80 ist ein Reibrad 62′ drehbar gelagert.
Am Längsträger 80 ist ferner ein Querträger 78 festgelegt,
welcher sich beidseits vom Längsträger 80 aus nach außen in
Richtung zum Rand des Drehtellers 68 erstreckt. An jedem Ende
des Querträgers ist jeweils ein Reibrad 62 bzw. 62′′ angeordnet.
Der Querträger 78 ist durch einen zweiten Hubzylinder 76, welcher
mit einer Führung kombiniert ist, unterbrochen. Mittels des
Hubzylinders 76 sind beide Enden des Querträgers 78 vom Längs
träger 80 aus nach außen hin in Richtung auf den Rand des
Drehtellers in nicht näher dargestellter Weise gesteuert
ausfahrbar, wie durch den Pfeil 84 angedeutet ist. Insgesamt
wird durch den Längsträger 80 und den Querträger 78 ein gleich
schenkliges Dreieck gebildet, an dessen Ecken jeweils ein Reibrad
62, 62′, 62′′ angeordnet ist. Während das mittlere Reibrad 62′,
welches am äußeren Ende des Längsträgers 80 angeordnet ist,
durch Verschieben des Längsträgers 80 in Richtung des Pfeiles
82 nach außen hin in Radialrichtung gemäß dem Pfeil 82 zu den
beiden mittleren Bügeln 42′ hin verfahrbar ist, sind die beiden
anderen Reibräder 62 und 62′′ gleichfalls nach außen hin in
Richtung auf die beiden ersten Bügel 42 bzw. auf die beiden
übrigen Bügel 42′′ hin verfahrbar, also in einer zum Pfeil 82
senkrechten Richtung.
Die drei Reibräder 62, 62′, 62′′ sind durch einen Riementrieb
56 angetrieben. Hierzu ist an einem Ende des Querträgers 78
eine Antriebseinheit 64 vorgesehen, über welche das Reibrad
62′ unmittelbar angetrieben wird. Der Antrieb der beiden übrigen
Reibräder 62′ 62′′ erfolgt über einen über die Reibräder 62,
62′, 62′′ geführten Riemen 57.
Die beiden Schenkel 44 bzw. 44′ bzw. 44′′ eines jeden Bügels
sind über jeweils einen Riementrieb 58 bzw. 58′ bzw. 58′′
verbunden. Zusätzlich sind die beiden nebeneinanderliegenden
Schenkel jeweils zweier benachbarter Bügel durch einen weiteren
Riementrieb 60, 60′, 60′′ verbunden. Dieser mittlere, jeweils
zwei benachbarte Bügel verbindende Riementrieb 60 bzw. 60′ bzw.
60′′ ist jeweils durch das Reibrad 62 bzw. 62′ bzw. 62′′
antreibbar.
Mittels der Antriebseinheit 64 können also über den Riementrieb
56 und über dessen Reibräder 62, 62′, 62′′ die mittleren
Riementriebe 60, 60′, 60′′ und über die zusätzlichen, jeweils
zwei Schenkel eines Bügels verbindenden Riementriebe 58, 58′,
58′′ jeder einzelne Schenkel der insgesamt sechs Bügel gleich
zeitig angetrieben werden.
Die Antriebseinheit 64 umfaßt wiederum eine Einrichtung zur
Umkehr der Drehrichtung und eine Stelleinrichtung zur Verstellung
der Amplitude und der Frequenz der Rotationsbewegung der
Schenkel.
Soll der Drehteller 68 im nächsten Arbeitstakt transportiert
werden, so wird zuvor der Riementrieb 56 ausgehend von der in
Fig. 2 gezeigten Arbeitsstellung in eine Ruhestellung verfahren,
wozu die Reibräder 62, 62′, 62′′ mit Hilfe der Hubzylinder 74′
76 nach innen hin verfahren werden, so daß die Bügel freigegeben
sind und der Drehteller verdreht werden kann.
Die übrige Arbeitsweise der Vorrichtung entspricht vollständig
der zuvor anhand von Fig. 1 beschriebenen Ausführung.
Es versteht sich, daß neben den zuvor beschriebenen Antriebsein
richtungen zur Erzeugung der Rotationsbewegung der Schenkel
auch beliebige andere Antriebseinrichtungen verwendet werden
können.
Claims (12)
1. Verfahren zur Wärmebehandlung von schlauchförmigem,
elastisch dehnbarem Material, insbesondere zum Trocknen
und/oder Glätten von Strümpfen, Strumpfhosen und dgl.,
bei welchem das Material (24) auf mindestens zwei benach
barten Schenkeln (14, 44, 44′, 44′′) eines langgestreck
ten Bügels (12, 42, 42′, 42′′) aufgespannt wird, und sodann
zur Trocknung und/oder Glättung mit Wärme beaufschlagt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (14, 44,
44′, 44′′) während der Wärmebeaufschlagung um ihre Längs
achse rotierend bewegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Richtung der Rotationsbewegung alternierend umgekehrt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Amplitude der Rotationsbewegung mindestens halb so
groß ist wie der Umfang eines Schenkels.
4. Vorrichtung zur Wärmebehandlung von schlauchförmigem,
elastisch dehnbarem Material, insbesondere zum Trocknen
und/oder Glätten von Strümpfen, Strumpfhosen und dgl.,
mit mindestens einer langgestreckten Form, die als Bügel (12, 42, 42′,
42′′) ausgebildet ist, welcher mindestens zwei benachbarte Schenkel (14,
44, 44′, 44′′) aufweist, auf welchen das Material (24)
aufspannbar ist, und mit einer Heizeinrichtung (36, 66,
66′, 66′′) zur Beheizung des Materials, dadurch gekenn
zeichnet, daß die benachbarten Schenkel (14, 44, 44′, 44′′)
um ihre Längsachse drehbar gelagert sind und mit einer
Antriebseinrichtung (26, 34; 56, 64) verbunden sind, über
welche die Schenkel um ihre Längsachse rotierend antreibbar
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebseinrichtung (34, 64) eine Einrichtung umfaßt,
über welche die Rotationsrichtung alternierend umkehrbar
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung (34, 64) eine Stelleinrichtung
zur Verstellung der Amplitude und/oder der Frequenz der
alternierenden Rotationsbewegung umfaßt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die langgestreckte
Form ein im wesentlichen U-förmig gebogener Bügel (12,
42, 42′, 42′′) ist, dessen beide Schenkel (14, 44, 44′,
44′′) über ein gekrümmtes Endstück (16) miteinander
verbunden sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Außendurchmesser der Schenkel (14, 44, 44′, 44′′) etwa
dem Außendurchmesser der gekrümmten Endstücke (16) ent
spricht.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß auf jedem Schenkel (14,
44, 44′, 44′′) ein Rohr (18) drehbeweglich gelagert ist,
insbesondere mittels eines Gleit- oder Rollenlagers.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis
9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel (14′ 44′ 44′,
44′′) über einen Kettentrieb (26), einen Riementrieb (56,
56′, 56′′; 58, 58′, 58′′; 60, 60′, 60′′) und/oder ein
Reibradgetriebe (62, 62′, 62′′) angetrieben sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis
8, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Drehteller (68)
eine Mehrzahl von jeweils zwei nebeneinander angeordneten,
im wesentlichen U-förmigen Bügeln (42, 42′, 42′′) vorgesehen
ist, denen eine Mehrzahl von Wärmebehandlungsstationen
(66, 66′, 66′′) zugeordnet ist, gegenüber welchen die Bügel
taktweise bewegbar sind und daß die Antriebseinrichtung
(56, 64) zum gemeinsamen Antrieb der Schenkel der Bügel
ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach einem der
Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsein
richtung (56, 64) zwischen einer Antriebsstellung, in
welcher die Schenkel (44, 44′, 44′′) der Bügel angetrieben
sind, und einer Ruhestellung verstellbar ist, in welcher
kein Antrieb der Schenkel (44, 44′, 44′′) erfolgt, um eine
Verdrehung des Drehtellers (68) zu ermöglichen.
Priority Applications (3)
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| DE4222667A DE4222667C1 (de) | 1992-07-10 | 1992-07-10 | |
| EP93110650A EP0582091A1 (de) | 1992-07-10 | 1993-07-03 | Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von schlauchförmigem, elastisch dehnbarem Material |
| CA002100220A CA2100220A1 (en) | 1992-07-10 | 1993-07-09 | Method and apparatus for heat-treating tubular, elastically expandable material |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4222667A DE4222667C1 (de) | 1992-07-10 | 1992-07-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE4222667C1 true DE4222667C1 (de) | 1993-09-09 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE4222667A Expired - Fee Related DE4222667C1 (de) | 1992-07-10 | 1992-07-10 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0887453A1 (de) * | 1997-06-23 | 1998-12-30 | Matec S.p.A. | Vorrichtung und Verfahren zum Positionieren von Textilartikeln |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3542210A1 (de) * | 1985-11-29 | 1987-06-04 | Kunert Werke | Vorrichtung zum behandeln, insbesondere formen und faerben von gestrickten oder gewirkten beinbekleidungsstuecken, wie struempfen, strumpfhosen, socken etc. aus hochelastischem material |
-
1992
- 1992-07-10 DE DE4222667A patent/DE4222667C1/de not_active Expired - Fee Related
-
1993
- 1993-07-03 EP EP93110650A patent/EP0582091A1/de not_active Withdrawn
- 1993-07-09 CA CA002100220A patent/CA2100220A1/en not_active Abandoned
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3542210A1 (de) * | 1985-11-29 | 1987-06-04 | Kunert Werke | Vorrichtung zum behandeln, insbesondere formen und faerben von gestrickten oder gewirkten beinbekleidungsstuecken, wie struempfen, strumpfhosen, socken etc. aus hochelastischem material |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0887453A1 (de) * | 1997-06-23 | 1998-12-30 | Matec S.p.A. | Vorrichtung und Verfahren zum Positionieren von Textilartikeln |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CA2100220A1 (en) | 1994-01-11 |
| EP0582091A1 (de) | 1994-02-09 |
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