DE4224691C2 - Aufnahmevorrichtung für Spritzrohre - Google Patents
Aufnahmevorrichtung für SpritzrohreInfo
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Classifications
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Auf
nahme von horizontalen oder annähernd horizontalen Spritz
rohren in einem Großbehälter, beispielsweise einem Gas
wäscher, bestehend aus mindestens einem Tragbalken, auf
dem die Spritzrohre abgestützt und befestigt sind.
In turmartigen Wäschern von Abluft- und Abgasreinigungs
anlagen sind zumindest im oberen Bereich Spritzrohre
horizontal oder annähernd horizontal angeordnet, über
die eine Reinigungsflüssigkeit möglichst gleichmäßig
verteilt über dem Querschnitt des Wäschers abgegeben
und im Gegenstrom - die Abluft oder das Abgas strömt
von unten nach oben - nach unten fließt. Insbesondere
dann, wenn der Querschnitt des Wäschers eine gewisse
Größe überschreitet, - Wäscher für Rauchgasreinigungsan
lagen können einen Durchmesser von 10 m und mehr aufwei
sen - ist es erforderlich, die sich über den gesamten
Querschnitt erstreckenden Spritzrohre abzustützen. Zur
Abstützung dieser Spritzrohre wird in dem Waschbehälter
mindestens ein quer zu den Spritzrohren verlaufender
Tragbalken vorgesehen. Zwischen dem Tragbalken und den
Spritzrohren befinden sich dann besondere, meist sattel
artig ausgebildete Zwischenstücke, über deren Länge bzw.
Höhe die Spritzrohre in einem vorgegebenen Niveau ausge
richtet werden. Zu lange Zwischenstücke werden auf die
erforderliche Länge abgeschnitten, zu kurze Zwischen
stücke werden durch mindestens ein Unterlegteil auf die
erforderliche Länge bzw. Höhe gebracht. Diese unter
schiedlich langen Zwischenstücke gleichen auch den von
der Einlaßstelle der Spritzrohre aus abnehmenden Durch
messer desselben aus. Die über die Zwischenstücke genau
ausgerichteten und abgestützen Spritzrohre werden dann
mittels Spannbändern oder dgl. auf dem Tragbalken ge
sichert, wobei zusätzlich auch die Längenausdehnung der
Spritzrohre durch die Temperatur des Abgas- bzw. Abluft
stromes berücksichtigt werden muß.
Eine derartige Aufnahmevorrichtung von horizontalen oder
annähernd horizontal verlaufenden Spritzrohren hat den
Nachteil, daß sie in ihrer Handhabung äußerst Zeitaufwen
dig ist und dennoch nicht ausschließt, daß Spannungen in
den Spritzrohren auftreten können, die dann, wenn die
Spritzrohre aus Kunststoff bzw. glasfaserverstärktem
Kunststoff bestehen, zu Rissen führen. Eine seitliche
Ausrichtung der Spritzrohre ist mit der bekannten Vor
richtung nur bedingt möglich.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zur Aufnahme von horizontal oder annähernd
horizontalen Spritzrohren in einem Großbehälter, bei
spielsweise einem Gaswäscher zu schaffen, die innerhalb
kürzester Zeit ein spannungsfreies Ausrichten, Abstützen
und Befestigen der Spritzrohre ermöglicht und die zusätz
lich auch durch die Temperatur des Gases auftretenden
Längenänderungen der Spritzrohre aufnehmen kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei
einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Gattung vor
geschlagen, daß der Tragbalken einen in seiner Längsrich
tung einstell- und feststellbaren Schlitten aufnimmt, daß
in dem Schlitten eine in Längsrichtung des Spritzrohres
verschiebbare Tragplatte geführt ist, daß die Tragplatte
und das Spritzrohr gegeneinander gerichtete und ineinan
derragende Stutzen bzw. Hohlstutzen tragen und daß der
Hohlstutzen durch eine in denselben einfüllbare, aushärt
bare Gießmasse mit dem Stutzen verbunden ist.
Durch eine derartig ausgebildete Vorrichtung kann das je
weilige Spritzrohr immer genau an der richtigen Stelle und
in der vorgegebenen Höhe abgestützt und befestigt werden.
Durch die Abstützung und die Befestigung treten keinerlei
Spannungen mehr in den Spritzrohren auf.
Weitere Merkmale einer Vorrichtung gemäß der Erfindung
sind in den Ansprüchen 2-6 offenbart.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher er
läutert. Dabei zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Vorrichtung gemäß der
Erfindung und
Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung der Fig. 1.
In den Fig. 1 und 2 der Zeichnung ist ein Tragbalken 1
ausschnittsweise dargestellt, der beispielsweise den Quer
schnitt eines Doppel-T-Trägers aufweist, aus Kunststoff
gefertigt ist und sich zusammen mit mindestens einem wei
teren, mit Abstand parallel dazu angeordneten Tragbalken 1
in horizontaler Lage quer durch einen an sich bekannten,
nicht gezeichneten, turmartigen Gaswäscher, beispielsweise
mit kreisförmigem Querschnitt, erstreckt.
Im Bereich seines oberen Flansches 2 nimmt der Tragbalken 1
für jedes abzustützende Spritzrohr 10 einen Schlitten 3
auf, der im dargestellten Ausführungsbeispiel aus Streben 4
und 5 besteht, von denen die Streben 4 in Längsrichtung und
die Streben 5 in Querrichtung des Tragbalkens 1 bzw. des
Flansches 2 verlaufen. Die Streben 4 weisen L-förmigen
Querschnitt auf und liegen mit ihrem horizontalen Schenkel
an der Unterseite des Flansches 2 an (Fig. 2), während die
Streben 5 auf der Oberseite des Flansches 2 aufliegen. Die
Streben 4 sind über Schrauben 6 gelenkig mit den Streben 5
verbunden und ermöglichen es im ungespannten Zustand, daß
der Schlitten 3 auf dem Flansch 2 in Längsrichtung des
Tragbalkens 1 zur Ausrichtung verschoben und eingestellt
und in der eingestellten Lage festgespannt werden kann.
Oberhalb der Streben 5 befindet sich jeweils eine in Rich
tung der Streben 5 und damit quer zum Flansch 2 bzw. Trag
balken 1 verlaufende Führungsleiste 7. Zwischen den beiden
Führungsleisten 7 und dem Flansch 2 des Tragbalkens 1 ist
eine Tragplatte 8 angeordnet, deren Dicke im Bereich der
Führungsleisten 7 so bemessen ist, daß die Tragplatte 8
auch bei festgespanntem Schlitten 3 stets senkrecht zur
Zeichnungsebene (Fig. 1) verschiebbar ist. Die Tragplat
te 8 ist in vorteilhafter Weise aus Kunststoff gefertigt.
Auf der oberen bzw. freien Fläche der Tragplatte 8 befin
det sich ein in diesem Ausführungsbeispiel rohrartig aus
gebildeter Stutzen 9, ebenfalls aus Kunststoff, der durch
Kittung oder Klebung fest mit der Tragplatte 8 verbunden
ist.
Mit Abstand oberhalb des Tragbalkens 1 bzw. des Schlit
tens 3 und auch oberhalb des rohrartigen Stutzens 9 be
findet sich ein bereits erwähntes Spritzrohr 10, welches
entweder horizontal oder annähernd horizontal im turmar
tigen Gaswäscher verläuft und aus Kunststoff, beispiels
weise glasfaserverstärktem Kunststoff, gebildet ist. In
dieses Spritzrohr 10 sind eine Vielzahl von an sich be
kannten, nicht dargestellten Spritzdüsen eingesetzt. Be
darfsweise können die Spritzöffnungen auch direkt durch
Bohrungen gebildet sein, die in das Spritzrohr eingear
beitet sind.
An der Unterseite des Spritzrohres 10 befindet sich im
Bereich jedes Tragbalkens 1 ebenfalls ein aus einem Rohr
gefertigter Stutzen 11 aus Kunststoff, der mit dem
Spritzrohr 10 durch Kittung oder Klebung verbunden ist.
In vorteilhafter Weise ist der Stutzen 11 mit einer be
reits ausgehärteten Gießmasse aus einem Kunstharz ausge
füllt, wobei hier ein äußerst preiswertes Kunstharz ver
wendet werden kann. Die Länge des Stutzens 11 ist so aus
gebildet, daß derselbe um einen vorgegebenen Betrag in den
auf der Tragplatte 8 befestigten Stutzen 9 ragt.
Sobald nun das Spritzrohr 10 seine vorgegebene, spannungs
freie Lage eingenommen hat - bedarfsweise können vorüber
gehend zwischen dem Tragbalken 1 und dem Spritzrohr 10
Stützelemente angeordnet werden - wird in den Innenraum
des auf der Tragplatte 8 befestigten Stutzens 9 eine aus
härtbare Gießmasse 12, beispielsweise aus Kunstharz, ein
gefüllt, die in einer vorgegebenen, möglichst kurzen Zeit
aushärtet. Sobald diese Gießmasse 12 ausgehärtet ist, ist
das Spritzrohr 10 fest mit der Tragplatte 8 und damit
spannungsfrei mit dem Tragbalken 1 verbunden. Aufgrund
der Unterschiede im Durchmesser der Stutzen 9 und 11 müs
sen dieselben nicht sehr genau aufeinander ausgerichtet
sein, wobei insbesondere der am Spritzrohr 10 befestigte
Stutzen 11 auch eine Schräglage einnehmen kann. Längenän
derungen des Spritzrohres 10 werden über die immer ver
schiebbare Tragplatte 8 problemlos aufgenommen.
In Abänderung des erläuterten Ausführungsbeispieles können
die Stutzen 9, 11 auch aus Metall, beispielsweise Stahl, be
stehen. Um dann eine Befestigung der Stutzen 9, 11 auf der
Tragplatte 8 und dem Spritzrohr 10 zu ermöglichen, sollten
dann die Tragplatte 8 und das Spritzrohr 10 auch aus Stahl
bestehen. Dann kann der Anschluß in einfacher Weise durch
Schweißung erfolgen. Die die Verbindung des Stutzens 9 mit
dem Stutzen 11 herstellende Gießmasse kann auch aus einem
anderen bindemittelhaltigen, aushärtenden Werkstoff be
stehen. Die Werkstoffe werden jedoch immer so gewählt, daß
die Vorrichtung einschließlich Tragbalken 1 und Spritz
rohr 10 nicht von dem zu reinigenden bzw. zu waschenden
Gas angegriffen werden.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Aufnahme von horizontalen oder an
nähernd horizontalen Spritzrohren in einem Großbe
hälter, insbesondere einem Gaswäscher, bestehend
aus mindestens einem Tragbalken, auf dem die Spritz
rohre abgestützt und befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Tragbalken (1) einen in seiner Längsrichtung
einstell- und feststellbaren Schlitten (3) aufnimmt,
daß in dem Schlitten (3) eine in Längsrichtung des
Spritzrohres (10) verschiebbare Tragplatte (8) geführt
ist, daß die Tragplatte (8) und das Spritzrohr (10)
gegeneinander gerichtete und ineinanderragende Stut
zen (11) bzw. Hohlstutzen (9) tragen und daß der
Hohlstutzen (9) durch eine in denselben einfüllbare,
aushärtbare Gießmasse mit dem Stutzen (11) verbunden
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitten (3) durch Klemmung mit dem Trag
balken (1) verbindbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Stutzen (9, 11) aus Rohrstücken gebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rohrstücke einen kreisförmigen Querschnitt
aufweisen.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragplatte (8), das Spritzrohr (10), der Stut
zen (11) und der Hohlstutzen (9) aus Kunststoff gebil
det und der Stutzen (11) und der Hohlstutzen (9) mit
der Tragplatte (8) bzw. dem Spritzrohr (10) durch Kle
bung oder Kittung verbunden sind.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Gießmasse aus einem Kunstharz gebildet ist.
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1992
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