DE4224909C2 - Treibstangenbeschlag für Türen, Fenster oder dgl. mit elektrischer Sperrvorrichtung - Google Patents
Treibstangenbeschlag für Türen, Fenster oder dgl. mit elektrischer SperrvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Treibstangenbeschlag für Türen, Fenster
oder dergleichen,
mit einem in einem Getriebekasten untergebrachten
Betätigungsmechanismus zum Betätigen mindestens einer mit
Riegelelementen versehenen Treibstange und mit
einer elektrischen Sperrvorrichtung mit mindestens einem
Blockierorgan, das mittels eines Elektroantriebs rechtwin
kelig zur Verschieberichtung der Treibstange
verlagerbar ist und mit der Treibstange in deren
Verriegelungsstellung zusammenwirkt, um ihre Entriegelung
mittels des Betätigungsmechanismus zu verhindern.
Beschläge der angegebenen Art sind bekannt und entsprechen
besonderen Anforderungen hinsichtlich Sicherheit.
Diese im wesentlichen aus einem Treibstangengetriebe und einer
elektrischen Sperrvorrichtung bestehenden Beschläge gestat
ten ein elektrisches oder elektronisches verriegeln der
Flügel. Insbesondere kann man mittels einer geeigneten Be
tätigungseinheit und durch elektrische Steuereinrichtungen
das Verriegeln oder Entriegeln einer Gruppe von Türen, Fen
stern oder dergleichen sicherstellen. Selbstverständlich
bestehen außer dieser Flügelbedienung noch andere Gründe für den Ein
satz derartiger Beschläge.
Aus FR-A-2621348 ist eine elektrische
Sperrvorrichtung für Beschläge be
kannt, die als getrennte Einheit vorliegt und in dem Ge
triebekasten des Betätigungsmechanismus des Kantengetriebes
aufgenommen ist. Sie kann auch an irgendeiner Stelle auf
der Stulpschiene angebracht sein, die sich beidseitig des
Getriebekastens erstreckt und an deren Rückseite eine
Treibstange verschiebbar ist, die mit Verriegelungselemen
ten ausgestattet ist. Diese elektrische Sperreinrichtung
weist ein Blockierorgan auf, das senk
recht zu der Längsachse der Treibstange oder Treibstangen
verschiebbar ist, und dessen vorderes Ende in Schließstel
lung mit der Treibstange oder auch mit einem Verbindungs
element zusammenwirkt, das durch den Betätigungsmechanismus
betätigt wird. Dabei greift das Blockierorgan
beim Zusammenwir
ken mit einer Treibstange mit seinem vorderen kufenförmigen
Ende in einen Schlitz der Treibstange
ein. Von dieser Stellung ausge
hend muß für das Entriegeln der Tür, des
Fensters oder dergleichen zuerst die
elektrische Sperrvorrichtung
betätigt werden, bevor irgendeine Einwirkung auf
den Betätigungsmechanismus
zum Entriegeln der Treibstange erfolgen kann.
Wenn eine derartige Einwirkung schon vor dem Freigeben der Sperr
einrichtung ausgeführt wird, hat die auf das Blockierorgan
durch die Treibstangen ausgeübte Klemmwirkung ein Blockie
ren desselben und ein Verhindern des Rückzugs durch das An
triebsmittel zur Folge. Der als Antriebsmittel dienende Motor belastet folg
lich die Stromversorgung in hohem
Maße. Daraus resultiert ein Abschalten des Antriebs
durch ein in Rahmen dieser Anwendung notwendiges Sicher
heitssystem. Um trotzdem das Öffnen der Tür, des Fensters
oder dergleichen zu erreichen, ist es nötig, zuerst die
Einwirkung auf den Drücker oder Betätigungsgriff
für das Entriegeln
der Treibstange zu beenden und dann erneut den Freigabevorgang der
elektrischen Sperrvorrichtung entweder durch z. B. eine er
neute Eingabe eines Codes an einer Tastatur, oder
von einer Zentraleinheit ausgehend, einzuleiten.
Diese Wiederholung der Vorgänge ist weder vom Stand
punkt der Bedienfreundlichkeit noch von dem der Sicherheit aus wünschenswert,
da sie der Sicherheit nicht förderlich ist.
Diese Nachteile sind auch bei einer Hilfssperrvorrichtung
vorhanden, die in EP-A-0173987 beschrieben ist, wobei diese
Vorrichtung aus einem Elektromagneten mit einem Blockier
zapfen besteht, der mit einem Betätigungsorgan zusammen
wirkt, das ein Verriegelungselement des Getriebekastens be
tätigt. Das Zusammenwirken des Blockierzapfens mit dem Be
tätigungsorgan, z. B. einer Treibstange, wird mittels einer
Vorpannfeder aufrechterhalten. Ferner kann dieser Blockier
zapfen nur durch Erregung des Elektromagneten in eine inak
tive Stellung, d. h. in die Blockierstellung des Betäti
gungselementes geführt werden, was eine erhebliche Ein
schränkung bedeutet. Wenn der Strom unterbrochen wird, wird
systematisch ein Verriegeln der Tür, des Fensters oder der
gleichen erzielt. Außerdem führt bei entgegengesetzter Wir
kung der Feder ein Stromunterbrechen zum Entriegeln, was
wiederum vermieden werden sollte.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die vorgenannten
Nachteile zu beseitigen und insbesondere bei Blockierung
die Wiederholung des Betätigens der Entriegelungsvorgänge
zu vermeiden, die normalerweise im Rahmen der elektrischen
Sperrvorrichtung mit Elektroantrieb unvermeidbar ist.
Hierzu sieht die Erfindung einen Treibstangenbeschlag
der angegebenen Art vor, der
dadurch gekennzeichnet ist, daß zwischen dem Bloc
kierorgan und dem Elektroantrieb elastische Energiespei
chermittel angeordnet sind, um die für das Verlagern des
Blockierorgans aus seiner Sperrstellung in die Freigabe
stellung oder umgekehrt nötige Energie zu speichern und da
durch diese Verlagerung zeitversetzt zur Inbetriebnahme des
Elektroantriebs zu ermöglichen.
Die grundlegenden, erfindungsgemäßen Vorteile bestehen im
wesentlichen darin, daß der Betrieb des Elektroantriebs un
abhängig davon ist, ob das Blockierorgan durch eine Treib
stange festgeklemmt ist oder nicht, da
der Elektroantrieb nach dem Einschalten seine Arbeit, die
im Übertragen einer vorgegebenen Anzahl von Drehungen an
eine Getriebewelle besteht, vollständig ausführen kann.
Diese Arbeit wird entweder direkt in Verschiebungsarbeit
des Blockierorgans umgesetzt, wenn dieses nicht festgeklemmt
gehalten wird, oder in den Federmitteln als Energie
gespeichert, die diese Energie sofort in Form von
Verschiebungsarbeit an das Blockierorgan abgeben, sobald
dieses wieder frei bewegbar ist.
Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der nachfolgenden
Beschreibung und der beigefügten Zeichnungen einer
beispielhaften, nichtbeschränkten Ausführungsform
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Tür, die mit einem
erfindungsgemäßen Beschlag ausgestattet ist;
Fig. 2 eine schematische Ansicht des Konzeptionsprinzips
der elektrischen Sperrvorrichtung;
Fig. 3 teilweise die elektrische Sperrvorrichtung bei nor
malen Blockierbedingungen der Treibstange oder Treibstan
gen; und
Fig. 4 eine analoge Ansicht zu Fig. 3, wobei das Blo
ckierorgan in der Blockierstellung der Treibstange oder
Treibstangen festgeklemmt ist, während der Elektroantrieb für
die Entriegelung eingeschaltet wurde.
Wie in Fig. 1 dargestellt, betrifft die Erfindung insbe
sondere einen Beschlag 1 für Türen, Fenster und derglei
chen, wobei der Beschlag im wesentlichen aus einem Treibstangen
getriebe 2 sowie einer oder mehreren Sperrvorrichtungen 3
besteht.
Das Treibstangengetriebe 2 zeichnet sich durch einen Getriebeka
sten aus, in dessen Innenraum 4 ein Betätigungsmechanismus
(nicht dargestellt) untergebracht ist, auf welchen ein Be
nutzer mittels eines Betätigungsdorns oder Druckknopfes
und/oder mit einem Schlüssel einwirken kann. Dieser
Betätigungsmechanismus wirkt
auf Verriegelungsorgane, insbesondere auf min
destens eine Treibstange 5, 6, die sich oberhalb
und/oder unterhalb des zentralen Getriebekastens 4 er
streckt und an der Innenseite einer Stulpschiene 7 ver
schiebbar ist. Die Treibstange oder Treibstangen 5, 6, ha
ben zum Ziel, auf die Riegelelemente 8, wie Kippriegel,
Walzen, Rollen oder dergleichen einzuwirken, die mit einem
Schließblech 9 zusammenwirken, welches entsprechend auf dem
Festrahmen 10 der Tür, des Fensters oder dergleichen ange
ordnet ist.
Was die elektrische Sperrvorrichtung 3 betrifft, wie insbe
sondere in Fig. 2 dargestellt wird, kann diese eine Stel
lung unmittelbar oberhalb oder unterhalb des Getriebeka
stens 4 einnehmen, aber sie kann auch
auf irgendeinem Niveau der Treibstange oder Treibstangen 5,
6, eingesetzt werden.
Es ist anzumerken, daß der Beschlag 1 mit mehreren elektri
schen Sperrvorrichtungen 3 versehen sein kann.
Eine derartige elektrische Sperrvorrichtung 3 kann einen
eigenen Getriebekasten 11 aufweisen, der den gesamten Me
chanismus und insbesondere ein Blockierorgan 12 aufnimmt,
das mittels eines Elektroantriebes 13 senkrecht zu der
Ebene 14 der Treibstange oder Treibstangen 5, 6, verschieb
bar ist.
Das Blockierorgan 12 weist einen Blockierzapfen 15 auf, der
bei Betätigung des Elektroantriebes 13 und falls die Treib
stange oder Treibstangen 5, 6, in die Riegelstellung gebracht sind,
mindestens in eine Öffnung 16 eintreten kann, die in die
Treibstange 5, 6 eingearbeitet ist. Ferner kann in der Stulpschiene
7 eine weitere Öffnung 17 vorgesehen sein, die in axia
ler Verlängerung des Blockierzapfens 15 angeordnet ist und
in die der Zapfen in Riegelstellung eingreift. Ein derarti
ges Zusammenwirken zwischen der Stulpschiene 7 und dem
Blockierorgan 12 erfüllt den Zweck, die mechanische Abstützung
des Blockierorgans speziell bei Krafteinwirkung auf die
Treibstange 5, 6 vor ihrem Entriegeln
durch die elektrische Sperrvorrichtung 3, zu verbessern.
Eine derartige Bewegung, die z. B. durch einen Benutzer vor
der Freigabe der Blockierung durchgeführt wird, führt
außerdem zum Festklemmen des Blockierorgans 12. Bei einem
solchen Verschiebungsversuch der Treibstange 5, 6, wird auf
den Blockierzapfen 15 eine Schubkraft ausgeübt, die der
Zugkraft entgegenwirkt, die auf das Blockierorgan 12
durch den Elektroantrieb 13 einwirkt.
Um zu vermeiden, daß der Elektroantrieb 13 nach dem
Einschalten seinen Arbeitsablauf nur teilweise oder gar
nicht ausführt, was den Benutzer zum erneuten Auslösen des
Entriegelungsvorgangs der elektrischen Sperrvorrichtung,
nachdem er die verfrühte Betätigung der Treibstange 5,
6, beendet hat, veranlassen würde,
sind gemäß der Erfindung elastische Mittel 18 zum Energie
speichern vorgesehen, die sich zwischen dem Blockierorgan
12 und dem Elektroantrieb 13 befinden.
Die Mittel 18 haben zur Aufgabe, die Energie zu speichern,
die durch die Arbeit des Elektroantriebs 13 erzeugt wurde,
falls die Arbeit nicht direkt auf das Blockierorgan 12 auf
gebracht werden kann, entweder weil der Rückzug des Bloc
kierorgans relativ zur Treibstange 5, 6 unmöglich ist, oder
infolge einer verfrühten Blockierbetätigung der Treibstange
oder Treibstangen 5, 6, während die Öffnung 6 sich noch
nicht gegenüber dem Blockierzapfen 15 befindet. In solchen
Stellungen kann der Blockierzapfen 15 sich nicht zurückzie
hen bzw. in die Treibstange 5, 6 eingreifen, obwohl der
Elektroantrieb 13 eingeschaltet ist. Folglich kann diese
gespeicherte Energie durch die Mittel 18 sofort in Form von
Verschiebungsenergie des Blockierorgans 12 wieder abgegeben
werden, sobald dieses für seine zur Ebene 14 der Treib
stange oder Treibstangen 5, 6 senkrechte Verschiebung wie
der frei ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform bestehen die Mittel 18
im wesentlichen aus mindestens zwei Federn 19, 20,
deren eine Druck- und deren andere Zugarbeit verrichtet,
wobei beide das Blockierorgan 12 mit einer gegen die Dre
hung festgelegten, verschiebbaren Mutter 21 verbinden, die
auf einer Gewindewelle gelagert ist, die durch den Elektro
antrieb 13 antreibbar ist. Die Federn 19, 20 können spiral
federartig oder Schraubenfedern sein, wobei sie bei der
zweiten Ausführungsart parallel oder koaxial zueinander an
geordnet sein können, wobei ihre Enden 23, 24, bzw. 25, 26
an der verschiebbaren Mutter 21 und am Blockierorgan 12 be
festigt sind.
Die Wirkungsweise des erfindungsgemäßen Beschlages und ins
besondere der elektrischen Sperrvorrichtung 3 ist wie
folgt:
- - wenn sich die Treibstange 5, 6, in ihrer Riegelstellung befindet, wird der Elektroantrieb 13 eingeschaltet, um einen Arbeitsschub durchzuführen, der aus dem zunehmenden Einschieben des Blockierzapfens 15 in die Öffnung 16 einer Treib stange 5, 6 und ggf. in die gegenüber dem Blockierzapfen 15 in der Stulpschiene 7 eingearbeiteten Öffnung 17 besteht, wie in Fig. 3 dargestellt.
Wenn von dieser Stellung ausgehend der Benutzer versucht,
die Treibstangen 5, 6 in die Entriegelungsstellung zurück
zuführen, übt er eine Klemmkraft auf den Blockierzapfen 15
aus und legt diesen in den Öffnungen 16, 17 fest. Das Betä
tigen des Elektroantriebs 13, in diesen Zustand, führt zur
Verschiebung der verschiebbaren Mutter 21 auf der Gewinde
welle 22 in Richtung des Pfeils 27. Am Ende des Hubes des
Elektroantriebs 13 (siehe Fig. 4) hat die verschiebbare
Mutter 21 schließlich einen Weg 28 durchlaufen, der der
Verschiebung entspricht, die dem Blockierorgan 12 hätte er
teilt werden sollen, welches jedoch in den Öffnungen 16, 17
festgelegt ist. Während dieser Phase werden die Zug
arbeit verrichtenden Feder oder Federn 19 in dem Maße bela
stet, als sie im wesentlichen entsprechend dem Weg 28, der
von der verschiebbaren Mutter 21 durchlaufen wurde, gedehnt
werden.
Wenn schließlich die verfrühte Einwirkung auf die
Treibstangen 5, 6 bezüglich ihrer Entriegelung beendet
wird, entfällt die Festlegung des Blockierzapfens 15 und
folglich erfolgt ein Freisetzen der gespeicherten Energie
durch die Mittel 18 in Form des Zurückziehens des Blockier
organs 12 unter der Zugwirkung der Feder oder Federn 19,
20.
Wenn die elektrische Sperrvorrichtung 3 betätigt wird, wenn
die Treibstangen 5, 6 noch nicht ihre Riegelstellung einge
nommen haben, resultiert daraus unter dem Einfluß der Dre
hung, die durch den Elektroantrieb 13 auf die Achse 22
übertragen wird, ein Verschieben der verschiebbaren Mutter
21 in Richtung des Pfeils 29 (siehe Fig. 2). Hieraus er
gibt sich ein Andrücken des Blockierzapfens gegen die Innen
fläche der Treibstange 5, 6, und dann das Komprimieren der
Feder oder Federn 20 unter Speichern der En
ergie, die später für das Verschieben des Blockierorgans 12
zum Einführen des Blockierzapfens 15 in die Öffnungen 16, 17
einer Treibstange 5, 6 und des Kopfstücks 7 notwendig ist.
Es hat sich allgemein als unerwünscht erwiesen,
die elektrische Sperrvorrichtung 3 einschalten zu können,
bevor sich die Treibstangen 5, 6 in Riegelstellung befinden.
Daher ist gemäß der Erfindung weiter vorgesehen, die elek
trische Sperrvorrichtung 3 mit Detektormitteln 30 aus
zustatten, um festzustellen, ob die Treibstange oder Treib
stangen 5, 6 wirklich in Riegelstellung ist bzw. sind, be
vor der Elektroantrieb 13 in Betrieb gesetzt wird. Zum Bei
spiel können die Detektormittel 30 durch eine federbela
stete Kugel 31 gebildet werden, die gegen die Innenfläche
einer Treibstange 5, 6, anliegt. Diese weist ferner eine
Öffnung 33 auf, in die die federbelastete Kugel in geringem
Maße einrückbar ist, wenn die Treibstange 5, 6 in Riegel
stellung ist. Die Verschiebung der Kugel 32 in der Öffnung
33 wird ferner durch geeignete Mittel in ein elektrisches
Signal umgewandelt, das mittels einer elektrischen
Schaltung detektiert wird, welche nach Empfang des
elektrischen Signals die Betätigung des Elektroantriebs zu
läßt.
Der erfindungsgemäße Be
schlag,
ist bedienungsfreundlicher als die bisher bekannten Beschläge. Eine un
geeignete Betätigung, die auf den Beschlag während der
Freigabe der elektrischen Sperrvorrichtung
ausgeübt wird, hat nicht zur Folge, daß der Benutzer den
Freigabevorgang erneut einleiten muß, da die Freigabe durch
einfaches Beenden der zuvor ausgeführten Fehlbetätigung
bewirkt wird.
Claims (8)
1. Treibstangenbeschlag für Türen, Fenster oder dgl.,
mit einem in einem
Getriebekasten (4) untergebrachten Betätigungsmechanismus
zum Betätigen mindestens einer mit Riegelelementen (8) ver
sehenen Treibstange (6), und mit einer elektri
schen Sperrvorrichtung (3) mit mindestens einem Blockieror
gan (12), das mittels eines Elektroantriebs (13) rechtwin
kelig zur Verschieberichtung der Treibstange
(5, 6) verlagerbar ist und mit der Treibstange (5,
6) in deren Verriegelungsstellung zusammenwirkt, um ihre
Entriegelung mittels des Betätigungsmechanismus zu verhin
dern, dadurch gekennzeichnet, daß zwi
schen dem Blockierorgan (12) und dem Elektroantrieb (13)
elastische Engergiespeichermittel (18) angeordnet sind, um
die für das Verlagern des Blockierorgans (17) aus seiner
Sperrstellung in die Freigabestellung oder umgekehrt nötige
Energie zu speichern und dadurch diese Verlagerung zeitver
setzt zur Inbetriebnahme des Elektroantriebs zu ermögli
chen.
2. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die elastischen Energiespeichermit
tel (18) aus mindestens zwei Federn gebildet sind, deren
eine Druck- und deren andere Zugarbeit verrichtet, wobei
beide das Blockierorgan (12) mit einer gegen Drehung fest
gelegten, verschiebbaren Mutter (21) verbinden, die auf
einer Gewindewelle gelagert ist, die durch den Elektroan
trieb antreibbar ist.
3. Beschlag nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Federn (19, 20) spiralfederar
tig sind.
4. Beschlag nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Federn (19, 20) Schraubenfedern
sind und parallel oder koaxial zueinander angeordnet sind,
wobei ihre Enden (23, 24) bzw. (25, 26) an der verschiebba
ren Mutter (21) und am Blockierorgan (12) befestigt sind.
5. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß er Detektiermittel (30) aufweist,
die feststellen, ob die Treibstange oder Treibstangen (5,
6) in Verriegelungsstellung ist bzw. sind, bevor der Elek
troantrieb (31) in Betrieb gesetzt wird.
6. Beschlag nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Detektiermittel (30) durch eine
federbelastete Kugel (31) gebildet werden, die gegen die
Innenfläche (32) einer Treibstange (5, 6) anliegt, welche
eine Öffnung (33) enthält, in die die federbelastete Kugel
(31) in geringem Maße einrückbar ist, wenn die Treibstange
(5, 6) in Riegelstellung ist.
7. Beschlag nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Detektiermittel (30)
ferner eine elektronische Schaltung aufweisen, die das
elektrische Signal detektiert, welches der durch geeignete
Mittel umgewandelten Verschiebung der Kugelfeder (31) in
die Öffnung (33) entspricht, um nach Empfang dieses elek
trischen Signals die Betätigung des Elektroantriebs (13) zu
gestatten.
8. Beschlag nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß die elektrische Sperrvorrichtung
(3) einen eigenen Getriebekasten (11) aufweist, der an
einer Stelle angeordnet werden kann, die entweder direkt
oberhalb oder unterhalb des Getriebekastens (4) des Betätigungsmechanis
mus oder auf irgendeiner Höhe der
Treibstange oder Treibstangen (5, 6) liegt.
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