DE4225376C2 - Naßentschlacker - Google Patents
NaßentschlackerInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23J—REMOVAL OR TREATMENT OF COMBUSTION PRODUCTS OR COMBUSTION RESIDUES; FLUES
- F23J1/00—Removing ash, clinker, or slag from combustion chambers
- F23J1/02—Apparatus for removing ash, clinker, or slag from ash-pits, e.g. by employing trucks or conveyors, by employing suction devices
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Description
Die Erfindung betrifft einen Naßentschlacker für die Brennkammer eines kohlebefeuerten
Dampfkessels.
Derartige Naßentschlacker, wie z. B. in der Broschüre "Entaschungsanlagen", 3000 8/83 SD
der Firma EVT Energie- und Verfahrenstechnik GmbH, Stuttgart, Seite 7-10, haben sich
über viele Jahre bewährt. Es ist jedoch bei der Verfeuerung von Braunkohle bekannt, daß
bei bestimmter Aschezusammensetzung von Zeit zu Zeit Explosionen auftreten können,
wenn große Mengen Asche in den Wassertrog des Entschlackers fallen.
Um diese Probleme zu vermeiden, wurde eine Entaschungseinrichtung (DE-AS 20 02 674)
vorgeschlagen, bei der das Obertrum der Kratzerkette über einen, unterhalb des Ascheaus
lasses angeordneten, feststehenden Stütztisch geführt ist, wobei der Stütztisch mehrere
Spalten aufweist.
Nachteilig ist bei dieser bekannten Entaschungseinrichtung, daß sie mit einem innen ge
führten Kratzband versehen ist und daß staubförmige Asche durch die Spalten des Stützti
sches ungehindert in den Wassertrog gelangen kann.
Aus der DD-PS 2 05 230 ist ein Trockenentschlacker mit nachgeschaltetem Wasserbad be
kannt. Bei dieser Anordnung fällt die Asche zuerst auf Roststäbe und dann in den trockenen
Trog, wo sie dann durch Stegkette in das Löschwasser befördert wird.
Die DE 37 31 140 A1 beschreibt einen Naßentschlacker mit einem innenrückgeführten
Kratzband, d. h. das Kratzband verläuft im wesentlichen im Löschwasser, wobei größere
Schlackebrocken wegen der Beengtheit an der Abwurfstelle von Ober- und Untertrum nicht
ausgetragen werden können. Beide Entaschungsvorrichtungen weisen einen Rost zur Zer
kleinerung der Schlackebrocken auf, was zur Verstopfung der Aschetrichter führen kann.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Naßentschlacker zu bilden, der die
Kühlung von problematischer Asche ohne Auftreten von Explosionen im Löschwasser ge
währleistet.
Diese Aufgabe wird durch die Gesamtheit der Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 - 6 angegeben.
Durch die erfindungsgemaßen Maßnahmen werden die anfallenden Schlackenmengen nicht
direkt in dem tiefen Löschwasser des Troges gekühlt, sondern erst in dem niedrigeren
Löschwasser unterhalb des Trichterschurren-Austritts durch Kühlwasser abgekühlt und dann
in dem tiefen Löschwasser zur weiteren Kühlung gefördert. Dadurch wird verhindert, daß ein
plötzlicher Wärmeaustausch zwischen größeren eingetauchten Schlackenmengen und dem
Löschwasser im tiefen Bereich stattfindet, der zu einer Explosion in dem Trog führen kann.
Durch die zwei hintereinander angeordneten, schwenkbar gelagerten, vorderen Querwände
wird die Luftdichtheit der Kammer gewährleistet, auch wenn größere Schlackebrocken aus
dem tieferen Löschwasserbad gefördert werden.
Für den Fall, daß der Naßentschlacker zu Wartungs-, Reparatur- oder Inspektionszwecken
weggefahren werden muß, kann dies nach Schließung des wassergekühlten Absperrschie
bers und Entfernung der lösbaren, seitlichen Abschlußplatten des Troges geschehen. Der
Dampfkessel kann ca. 2-4 Stunden, bei geschlossenem Absperrschieber, in Betrieb bleiben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgen
den näher beschrieben.
Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen Naßentschlacker.
Schlacke gelangt aus dem Trichter 2 des Dampfkessels 1 durch die Trichter-Schurre 3 in
das niedrige Löschwasserbad 24a des Troges 9. Die anfallende heiße Schlacke ist mit
Wasser aus der Kühlwasser-Sprühvorrichtung 17, die in der hinteren Querwand 13 ange
ordnet ist, gekühlt. Die gekühlte Schlacke ist durch die Kratzer 19 der Kratzerkette 7 über
dem Boden des Troges 9 aus dem niedrigen Löschwasserbad 24a hinunter bis in das
Löschwasser des tieferen Löschwasserbades 24b zur weiteren Kühlung und danach durch
den Entwässerungsteil 11 des Troges 9 zum Abwurfende 25 des Naßentschlackers 6 geför
dert.
Falls größere Schlackenbrocken in das tiefere Löschwasserbad 24b gelangen, ist der Wei
tertransport dadurch gewährleistet, daß die vorderen Querwände 12 schwenkbar gelagert
sind und große Schlackenbrocken passieren lassen. Die Luftdichtheit der Kammer 16 wird
dabei durch die zwei hintereinander angeordneten, schwenkbar gelagerten, vorderen Quer
wände 12 gewährleistet.
Zu Wartungs-, Reparatur- oder Inspektionszwecken ist der Absperrschieber 23 zu schlie
ßen, die seitliche lösbare Abschlußplatte 22 zu entfernen und den Entschlacker 6 seitlich,
d. h. quer zur Längsrichtung des Entschlackers, weg zu fahren.
Um die Belastungen aufzunehmen, die durch die anfallenden Schlackenmengen verursacht
werden, ist der Boden 10 des Troges 9 mit Unterstützungen 4 versehen.
Claims (6)
1. Naßentschlacker für die Brennkammer eines kohlebefeuerten Dampfkessels mit den
folgenden Merkmalen:
- - unterhalb des Aschetrichters ist ein mit Löschwasser gefüllter, abgedichteter, verfahrbarer Trog (9) angeordnet,
- - der Boden (10) des Troges (9) erstreckt sich vom Kratzerkette-Umkehrende (8) auf dem gleichen Niveau "A" bis hinter den Trichterschurren-Austritt (5),
- - der Boden (10) des Troges (9) fällt hinter dem Trichterschurren-Austritt (5) schräg in Förderrichtung nach unten auf ein tieferes Niveau "B" und erstreckt sich bis zum Beginn des ansteigenden Entwässerungsteiles (11) des Troges (9),
- - einen am Abwurfende (25) ansteigenden Entwässerungsteil (11),
- - einer endlosen Kratzerkette (7) zum Austragen der gelöschten Schlacke, wobei der Obertrum der Kratzerkette (7) oberhalb des wassergefüllten Bodens (10) und der Untertrum innerhalb der Rücklaufwanne (26) verläuft,
- - Einleitung der Asche aus dem Trichter (2) in das niedrigere Löschwasserbad (24a) zur ersteren Kühlung und Förderung der Asche durch die Kratzerkette (7) in das tiefere Löschwasserbad (24b) zur weiteren Kühlung.
2. Naßentschlacker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in Längsrichtung
des Troges (9) die Querwände (12) bzw. (13), die vor bzw. nach der Trichter-Schurre
(3) angeordnet sind, deren unteren Enden in den Wasserspiegel des Troges hinein
ragen und deren oberen Enden mit den zwischen den Seitenwänden (14) des Tro
ges (9) angeordneten Abschlußblech (15) eine luftdichte Kammer (16) bilden, durch
die die Trichter-Schurre (3) dringt und mit ihr gleitend abgedichtet ist.
3. Naßentschlacker nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die hintere
Querwand (13) mit einer oder mehreren in Förderrichtung des Naßentschlackers (6)
gerichteten Kühlwasser-Sprühvorrichtungen (17) versehen ist.
4. Naßentschlacker nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die vorderen
Querwände (12) am oberen Ende schwenkbar gelagert sind.
5. Naßentschlacker nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Seiten
wand (14) des Troges (9) mit einer Abschlußplatte (22) versehen ist, die sich minde
stens über die Breite der Trichter-Schurre (3) erstreckt und mit dem Trog (9) lösbar
verbunden ist.
6. Naßentschlacker nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Trich
ter-Schurre (3) ein wassergekühlter Absperrschieber (23) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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| DE19924225376 DE4225376C2 (de) | 1992-07-31 | 1992-07-31 | Naßentschlacker |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924225376 DE4225376C2 (de) | 1992-07-31 | 1992-07-31 | Naßentschlacker |
Publications (2)
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|---|---|
| DE4225376A1 DE4225376A1 (de) | 1994-02-03 |
| DE4225376C2 true DE4225376C2 (de) | 1995-03-16 |
Family
ID=6464590
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924225376 Revoked DE4225376C2 (de) | 1992-07-31 | 1992-07-31 | Naßentschlacker |
Country Status (1)
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