DE4227246C2 - Gepolsterte Rückenlehne für einen Stuhl - Google Patents
Gepolsterte Rückenlehne für einen StuhlInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine gepolsterte Rückenlehne für
einen Stuhl gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die Rückenlehne eines Stuhls dient zur Abstützung der Wir
belsäule eines Benutzers. Um Druckstellen zu vermeiden, sind
die Rückenlehnen meist gepolstert. Wie beispielsweise aus
der DE 27 33 322 A1 bekannt ist, kann zur Erhöhung der
Bequemlichkeit die Rückenlehne im Anstellwinkel zur Sitzflä
che variiert werden. Ebenso zeigt der bekannte Stuhl gemäß
der DE 27 33 322 A1 eine Aufpolsterung an der Rückenlehne,
die an die Krümmung der Wirbelsäule angepaßt ist. All diese
Maßnahmen reichen jedoch nicht aus, die Wirbelsäule eines
Benutzers bei längeren Sitzdauern zu entlasten. So ist
beispielsweise gemäß einem Vorschlag der DE 89 15 853 U1 ein
ergonomisch geformtes Lordosen-Stützelement vorzusehen, das
durch Verschieben nach oben oder unten an die für den Benutzer
physiologisch richtige Position gebracht wird. Damit ist
es möglich, die Höhenposition des Lordosen-Stützelements an
die individuelle Lage der Lordose des Benutzers anzupassen.
Das Lordosen-Stützelement ist nach vorne gewölbt profiliert
und erstreckt sich durchgehend über beinahe die gesamte
Breite der Rückenlehne. Es drückt von hinten gegen die
Polsterung, die lediglich in ihrem oberen Bereich an der
Tragplatte befestigt ist. Infolge der Verdrängungswirkung
des Lordosen-Stützelements weicht die Polsterung nach vorne
aus und paßt ihre Kontur dem Verlauf der Wirbelsäule des
Benutzers weitgehend an.
Obwohl mit einer derartigen Konfiguration eine ergonomisch
günstige Abstützung der Lordose erreicht wird, weist sie
noch eine Reihe von Nachteilen auf.
So verändert sich das Aussehen der Rückenlehne in Abhängig
keit der Höhenposition des Lordosen-Stützelements dadurch,
daß der Ort der maximalen Vorwölbung auf der Vorder- und
damit Sichtseite der Polsterung variabel ist. Insbesondere
bei hoch eingestelltem Lordosen-Stützelement ist es schwie
rig, ein harmonisches Aussehen zu erzielen. Hierunter leidet
auch der Gesamteindruck des Stuhls, der insbesondere bei
Stühlen der gehobenen Kategorie ein wichtiges Kaufkriterium
darstellt.
Außerdem muß der Höhenverstellmechanismus für das Lordosen-
Stützelement stabil ausgeführt werden, da bei der Verschie
bung des Lordosen-Stützelements große Kräfte aufgewendet
werden müssen. Diese rühren insbesondere von der Reibung
zwischen dem Lordosen-Stützelement und dem zu verdrängenden
Polster her. Der vorgesehene Hebelmechanismus macht insbe
sondere die Gestaltung einer filigranen Rückenlehnenkonzep
tion beinahe unmöglich.
Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrun
de, eine Rückenlehne der eingangs genannten Art so weiterzu
bilden, daß die geschilderten Nachteile nicht mehr auftre
ten. Insbesondere soll erreicht werden, daß das Erschei
nungsbild der Rückenlehne, d. h. die Außenkontur der Polste
rung unabhängig von der Höhenposition des Lordosen-Stützele
ments ist. Gleichzeitig soll der erforderliche Kraftaufwand
für die Verschiebung des Lordosen-Stützelements so weit
reduziert werden, daß der Höhenverstellmechanismus klein und
unauffällig gestaltet werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine gepolsterte Rückenlehne,
welche die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
Vorteilhafte Ausgestaltungsformen der Erfindung sind durch
die Merkmale der Unteransprüche angegeben.
Die Erfindung basiert auf der Idee, eine optimale Unterstüt
zung der Lordose durch eine lokale Verhärtung bzw. Verringe
rung der elastischen Nachgiebigkeit der Polsterung zu erzie
len. Dies bedeutet eine Abkehr von dem bisher angewandten
Prinzip, die Kontur der Polsterung der Wirbelsäulenkontur
anzupassen.
Die Verhärtung bzw. Verringerung der elastischen Nachgiebig
keit der Polsterung wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
daß an der Rückseite der Polsterung eine Vielzahl vertikal
verlaufender rillenförmiger Ausnehmungen angebracht sind, in
die Versteifungslamellen eingreifen. Die Versteifungslamel
len werden von einer horizontal verlaufenden Traverse aufge
nommen, die zwischen der Polsterung und der die Polsterung
aufnehmenden Tragplatte höhenverschieblich geführt ist. Die
Lamellen gleiten während des Verschiebevorgangs in den
rillenförmigen Ausnehmungen der Polsterung, ohne Teile der
Polsterung zu verdrängen. Damit wird erreicht, daß das
äußere Erscheinungsbild der Polsterung konstant beibehalten
wird und unabhängig von der Position des Lordosen-Stützele
ments ist. Der gewünschte Unterstützungseffekt wird dadurch
erreicht, daß an der vorgewählten Position die Polsterung
weniger nachgiebig ist als in den übrigen Bereichen.
Auch ist der erforderliche Kraftaufwand zur Verschiebung des
Lordosen-Stützelements relativ gering, da die Lamellen in
den rillenförmigen Ausnehmungen der Polsterung gleitend
verschoben werden können, ohne die Polsterung selbst ver
drängen zu müssen. Dadurch gelingt es, den Höhenverstellme
chanismus von der Dimensionierung her so auszulegen, daß er
beispielsweise vollständig in dem Tragarm integriert werden
kann, der die Rückenlehne mit der Sitzfläche verbindet.
Die erfindungsgemäße Rückenlehne kann nicht nur in Form
einer von der Sitzfläche separat angeordneten Rückenlehne
realisiert werden, sondern kann auch als integraler Bestand
teil eines Sessels mit durchgehender gepolsterter Sitzschale
verwirklicht werden. Ebenso ist die Anwendung bei solchen
Stühlen möglich, deren Mechanik eine variable Winkelstellung
zwischen der Sitzfläche und der Rückenlehne zuläßt.
Gemäß einer weiteren Variante der Erfindung können auch
mehrere Lordosen-Stützelemente vorgesehen sein, wobei das
eine Lordosen-Stützelement auf die konkave Seite der Lordose
im Lendenwirbelbereich einwirkt und ein zweites Lordosen-
Stützelement auf die konkave Seite der Lordose im Halswir
belbereich unterstützend wirkt. Erfindungsgemäß wird nach
dieser Ausführungsform der Vorteil erzielt, daß die Wirbel
säule eines Benutzers in zwei Bereichen abgestützt wird.
Zusätzlich ist die Krümmung der Rückenlehne besser an die
individuelle Krümmung der Wirbelsäule eines Benutzers anpaß
bar. Muskuläre Verspannungen werden so auch bei längerem
Sitzen vermieden. Die beiden Lordosen-Stützelemente können
erfindungsgemäß nach einer Ausführungsform gemeinsam in
einer Rückenlehne und unabhängig voneinander höhenverstell
bar ausgebildet sein. Ebenso ist nur ein einziges Lordosen-
Stützelement vorsehbar, das entweder auf die Lordose im
Lendenwirbelbereich oder die Lordose im Halswirbelbereich
einwirkt.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Stuhls mit einer
Rückenlehne nach der Erfindung in Schnittdar
stellung,
Fig. 2 eine vergrößerte Teilansicht der Rückenlehne
aus Fig. 1 ,
Fig. 3 eine Rückansicht der Rückenlehne nach der
Erfindung,
Fig. 4 eine Vorderansicht der Rückenlehne nach der
Erfindung mit einem teilweise aufgebrochenen
Bereich,
Fig. 5 einen Schnitt längs der Schnittlinie B-B in
Fig. 4,
Fig. 6 eine Schnittdarstellung der Rückenlehne nach
der Erfindung in einer Ausführungsvariante und
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht des Lordosen
Stützelements nach der Erfindung.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht eines Stuhls 1 mit einer
Rückenlehne 6 nach der Erfindung. Die Rückenlehne 6 ist im
Schnitt dargestellt. Der Stuhl 1 weist weiter eine Sitzflä
che 2 und einen Tragbügel 5 auf, die über ein Untergestell 3
mit Rollen verbunden sind.
Die Rückenlehne 6 ist in der in Fig. 1 gezeigten Ausfüh
rungsform so bemessen, daß besonders der Lendenbereich und
der darüber liegende Bereich der Wirbelsäule abgestützt
werden. In einer anderen Ausführungsform kann sich die Höhe
der Rückenlehne 6 bis zu dem Kopfbereich eines Benutzers
erstrecken. In eine Polsterung 7 der Rückenlehne 6, die
weitgehend vollständig an einer Tragplatte 8 anliegt, greift
ein höhenverschiebbares und arretierbares Lordosen-Stützele
ment 10 ein.
Das Lordosen-Stützelement 10 besteht im wesentlichen aus
einer Vielzahl von Lamellen 20, die parallel und im Abstand
voneinander an einer horizontal verlaufenden Traverse 11
angeordnet sind. In der Ausführungsform gemäß Fig. 7 besit
zen die Lamellen 20 die Form eines Kreissegments, beispiels
weise die Form eines Halbkreises. In einer weiteren bevor
zugten Ausführungsform besitzen die Lamellen 20 die Form von
Ellipsensegmenten, beispielsweise von Halbellipsen. Auch ist
es möglich, daß ein Teil der Lamellen die Form eines Kreis
segments besitzt und die übrigen Lamellen die Form von
Ellipsensegmenten aufweisen, wie nachstehend noch näher
beschrieben wird.
In der einfachsten Ausgestaltung sind sämtliche Lamellen 20
des Lordosen-Stützelements 10 gleich ausgebildet, so daß
sich die Grundform eines Zylindersegments ergibt.
Zur verbesserten Anpassung an die Körperform des Benutzers
ragen die Lamellen 20 an den Endbereichen des Lordosen-
Stützelements 10 weiter nach vorne als diejenigen Lamellen
20 im Mittenbereich. Hierdurch stellt sich eine konkave
Kontur des Lordosen-Stützelements 10 ein, wie sie durch die
Verbindungslinie 19 in Fig. 6 angedeutet ist. Sie ist damit
der ebenfalls konkav verlaufenden Kontur der Polsterung 7
angepaßt und ermöglicht somit eine optimale Abstützung des
Rückens über die gesamte Breite.
Bei einer derartigen Ausgestaltungsform des Lordosen-Stütz
elements 10 besitzen sämtliche Lamellen 20 die gleiche Höhe,
sind jedoch untereinander nicht kongruent. So sind bei
spielsweise die großen, im Endbereich des Lordosen-Stützele
ments 10 angeordneten Lamellen 20 halbkreisförmig gestaltet,
diejenigen im Mittenbereich haben die Form von Ellipsenseg
menten.
Bei der in der Fig. 7 dargestellten Ausführungsvariante
weisen sämtliche Lamellen 20 eine kongruente Form auf,
unterscheiden sich jedoch hinsichtlich ihrer Größe. Hier
durch erhält das Lordosen-Stützelement 10 die Grundform
eines Hyperboloid-Abschnitts.
Als Material für das Lordosen-Stützelement 10 eignen sich
prinzipiell alle metallischen und nichtmetallischen Werk
stoffe, insbesondere auch Kunststoffe, die eine ausreichende
mechanische Stabilität aufweisen. Bevorzugt ist das Lordo
sen-Stützelement 10 einstückig ausgeführt, so daß sich das
zeitaufwendige Anbringen der einzelnen Lamellen 20 sowie von
gegebenenfalls vorzusehenden, nachstehend näher beschriebe
nen Gleitstegen 12 an der Traverse 11 erübrigt.
Die Lamellen 20 greifen praktisch vollständig in rillenför
mige Ausnehmungen 9 ein, die an der Rückseite der Polsterung
angebracht sind. Die Länge dieser Ausnehmungen 9 ist so
bemessen, daß sie die Verschiebung des Lordosen-Stützele
ments 10 innerhalb des vorgesehenen Höhenverstellbereichs
zulassen. Die Tiefe der rillenförmigen Ausnehmungen 9 ist so
dimensioniert, daß im unbelasteten Zustand die Lamellen 20
gerade bis zum Rillengrund reichen. Wie beispielsweise aus
der Fig. 6 ersichtlich ist, kann die Tiefe der einzelnen
rillenförmigen Ausnehmungen 9 vom Außenbereich zum Mittenbe
reich hin abnehmen, sofern ein Lordosen-Stützelement 10 in
konkaver Ausführungsform verwendet wird.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der Abstand
zweier benachbarter Lamellen 20 21 mm bei einer Lamellen
dicke von 6 mm. Damit verbleibt ein Steg in der Breite von
15 mm zwischen zwei benachbarten rillenförmigen Ausnehmungen
9, die eine ausreichende Festigkeit der Polsterung 7 in den
Bereichen gewährleistet, die nicht vom Lordosen-Stützelement
10 unterstützt werden.
Es versteht sich von selbst, daß für ein eventuell vorhande
nes zweites Lordosen-Stützelement für die Lordose im Hals
wirbelbereich eine von den dargestellten Ausführungsformen
abweichende Gestaltung gewählt werden kann. Bevorzugt ist
dieses Lordosen-Stützelement unabhängig vom Lordosen-Stütz
element für den Lendenwirbelbereich höhenverstell- und
arretierbar.
Die Höhenverstellung erfolgt nach der in Fig. 1 gezeigten
Ausführungsform mittels eines Federblechs 14, das über ein
Gelenk 16 mit dem Stützelement verbunden ist. Das Gelenk 16
wird, wie nachstehend noch näher beschrieben, in einem
Führungskanal 29 geführt. An dem dem Gelenk 16 gegenüberlie
genden Ende des Federblechs 14 ist ein Einstellgriff 13
ausgebildet, der über einen Längsschlitz 18 in dem Tragbügel 5
angreift. Zur Höhenverstellung des Lordosen-Stützelements 10
aus der Position a wird der Einstellgriff 13 aus der Posi
tion a in die Position b nach oben verschoben. Dabei ver
schiebt sich das Federblech 14 innerhalb des Tragbügels 5
zusammen mit dem Lordosen-Stützelement 10 von A nach B und
der Benutzer kann die gewünschte Position einstellen. Zur
Arretierung weist der Einstellgriff 13 beispielsweise einen
verzahnten Block 17 auf, der mit Verzahnungselementen 15
bzw. Rastelementen in Eingriff kommt, die an der Innenseite
des Tragbügels 5 ausgebildet sind. Durch eine Überwölbung
bzw. Vorspannung des Federelements 14 wird die Verzahnung
des Blocks 17 an die Verzahnungselemente 15 gepreßt und das
Lordosen-Stützelement 10 so in der Höhe arretiert. In ande
ren Ausführungsformen können anstelle des Federblechs 14
eine Kette, ein Seil, Zahnstangenelemente, eine flexible
Welle usw. vorgesehen sein, die sich bis unter die Sitzflä
che 2 erstrecken und z. B. eine Kurbel oder einen Drehknopf
aufweisen.
Fig. 3 zeigt eine Rückansicht der Rückenlehne 6, in der das
Lordosen-Stützelement 10 in den Positionen A und B strich
punktiert dargestellt ist. Das Lordosen-Stützelement 10
erstreckt sich im wesentlichen horizontal zum Tragbügel 5,
in dem der Einstellgriff 13 angeordnet ist.
Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht der Rückenlehne mit einem
Ausbruch, der die Halterung und Führung des Lordosen-Stütz
elements 10 andeuten soll. Der Tragbügel 5 besteht im Quer
schnitt, wie in Fig. 5 nach der Schnittlinie B-B aus Fig.
4 gezeigt, aus einem U-Profil mit äußeren Wandungen 26 und
inneren Wandungen 27. Die Wandungen 26, 27 dienen, symme
trisch zu der Mittelachse 28 angeordnet, zur Versteifung des
Tragbügels 5. Gleichzeitig dienen die Wandungen 27 zum
Aufspannen eines Mittelkanals 25, der einen gleichfalls
U-förmigen Schubarm 32 aufnimmt. Mittels Schrauben 23, die
in einem Seitenkanal 24 zwischen den Wandungen 26, 27 ange
ordnet sind, ist die Tragplatte 8 an dem Tragbügel 5 befe
stigt.
Das Lordosen-Stützelement 10 ist über eine Lagerbuchse 31
mit dem Schubarm 32 verbunden. In der Lagerbuchse 31 ist ein
Gelenkzapfen 30 eingesteckt, der sich in der Breite über die
Wandungen 27 an dem Tragarm 5 hinaus erstreckt. Innerhalb
der Wandungen 27 sind Führungskanäle 29 vorgesehen, die die
freien Enden des Gelenkzapfens 30 aufnehmen und führen. Wird
der Einstellgriff 13 unter Überwindung der Verzahnung 15
nach oben bewegt, überträgt sich die Kraft auf den Schubarm
32 und über die Lagerbuchse 31 auf den Gelenkzapfen 30 und
somit auf das Lordosen-Stützelement 10. Um die Verdreh- bzw.
Verkippsicherheit des Lordosen-Stützelements 10 in bezug auf
die Symmetrieachse 28 zu erhöhen, können an der Traverse 11
des Lordosen-Stützelements 10 hier nicht dargestellte Stege
vorgesehen werden, die an den äußeren Wandabschnitten 26 des
Tragbügels 5 gleitend anliegen und somit als weitere Führungs
elemente dienen.
In Fig. 6 ist eine Ausführungsvariante der Rückenlehne
dargestellt, die sich durch eine besonders hohe mechanische
Stabilität auszeichnet und gleichzeitig eine optimale Füh
rung des Lordosen-Stützelements 10 erlaubt. Die Tragplatte 8
ist im Bereich des Lordosen-Stützelements 10 zweischalig
ausgeführt. Die der Polsterung 7 zugewandte Seite der Trag
platte 8 weist eine Vertiefung 21 auf. Sie erstreckt sich
zumindest längs des gesamten Höhenverstellweges des Lordo
sen-Stützelements 10, die Breite ist in Übereinstimmung mit
der Breite des Lordosen-Stützelements 10 gewählt. Das Lordo
sen-Stützelement 10 weist Gleitstege 12 auf, die gegen die
Tragplatte 8 im Bereich der Vertiefung 21 gerichtet sind und
dort anliegen. Die Gleitstege 12 stützen die Traverse 11 und
damit das Lordosen-Stützelement 10 gegenüber der Tragplatte
8 ab und gewährleisten eine leichte Verschieblichkeit in
Höhenrichtung. Zur weiteren Verbesserung der Höhenverschieb
barkeit können die Gleitflächen mit einer reibungsmindernden
Beschichtung versehen sein. Zur seitlichen Führung des
Lordosen-Stützelements 10 dienen die Flanken 22 der Vertie
fung 21, an denen zumindest im unteren Bereich die außenlie
genden Gleitstege 12 geführt werden.
Claims (17)
1. Gepolsterte Rückenlehne für einen Stuhl mit einer Trag
platte, die die Polsterung trägt, und einem höhenver
stellbaren arretierbaren Lordosen-Stützelement, dadurch
gekennzeichnet, daß das Lordosen-Stützelement (10) aus
einer Vielzahl von Lamellen (20) besteht, die parallel
und im Abstand an einer horizontal verlaufenden Traverse
(11) angeordnet sind und in vertikal verlaufende, ril
lenförmige Ausnehmungen (9) der Polsterung (7) eingrei
fen.
2. Rückenlehne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lamellen (20) die Form eines Kreissegments aufwei
sen.
3. Rückenlehne nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Lamellen (20) die Form eines Ellipsensegments auf
weisen.
4. Rückenlehne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Lamellen (20)
vom Endbereich des Lordosen-Stützelements (10) zum
Mittenbereich hin abnimmt.
5. Rückenlehne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Lordosen-Stützelement (10)
mit einem Höhenverstellmechanismus verbunden ist,
der in einem Tragbügel (5), welcher die Rückenlehne (6)
mit einer Sitzfläche (2) verbindet, längsverschiebbar
angeordnet und der Krümmung des Tragbügels (5) angepaßt
ist.
6. Rückenlehne nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Höhenverstellmechanismus ein Federblech (14) ist.
7. Rückenlehne nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
das Federblech (14) mit einem Einstellgriff (13) verbun
den ist, der in einem Längsschlitz (18) des Tragbügels
(5) geführt wird, der den Verstellweg begrenzt.
8. Rückenlehne nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
der Längsschlitz (18) auf der der Sitzfläche (2) abge
wandten Seite des Tragbügels (5) ausgebildet ist.
9. Rückenlehne nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Höhenverstellmechanismus vor
zugsweise durch eine Verzahnung bzw. Rastelemente (15)
arretierbar ist.
10. Rückenlehne nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Höhenverstellmechanismus eine Kette, ein Seil, eine
flexible Zahnstange, eine flexible Welle oder eine
Schraubenfeder mit einer Erstreckung bis zu den Ein
stellgriffen im Bereich der Sitzfläche (2) ist.
11. Rückenlehne nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Tragbügel (5) ein U-Profil
aufweist, und daß das Lordosen-Stützelement (10) an
einem Schubarm (32) befestigt ist, der zur Höhenverstel
lung in dem U-Profil längs verschiebbar gelagert ist.
12. Rückenlehne nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schubarm (32) an seinem vorderen Ende einen quer
liegenden Gelenkzapfen (30) aufweist, dessen freie Enden
in Führungselementen geführt werden, die in den Wandun
gen (27) des U-Profils des Tragbügel (5) ausgebildet
sind.
13. Rückenlehne nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungselemente Führungskanäle (29) sind.
14. Rückenlehne nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die Traverse (11) Gleitstege (12)
aufweist, die gegen die Tragplatte (8) gerichtet sind
und dort anliegen.
15. Rückenlehne nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß die Tragplatte (8) zumindest im Verstellbereich des
Lordosen-Stützelementes (10) zweischalig ausgeführt ist
und die den Gleitstegen (12) des Lordosen-Stützelements
(10) zugewandte Seite eine Vertiefung (21) aufweist, die
die Gleitstege (12) aufnimmt und zumindest teilweise
seitlich führt.
16. Rückenlehne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Lordosen-Stützelemente
(10) übereinander angeordnet vorgesehen sind, wobei das
erste Lordosen-Stützelement (10) auf die konkave Seite
der Lordose im Halswirbelbereich und das zweite Lordo
sen-Stützelement (10) auf die konkave Seite der Lordose
im Lendenwirbelbereich einwirkt.
17. Rückenlehne nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
daß das erste Lordosen-Stützelement (10) in den Abmes
sungen kleiner ist als das zweite Lordosen-Stützelement
(10).
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1992
- 1992-08-18 DE DE4227246A patent/DE4227246C2/de not_active Expired - Fee Related
Also Published As
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| DE4227246A1 (de) | 1993-02-25 |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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