DE4228454C2 - Vorrichtung zum Beblasen einer textilen Warenbahn - Google Patents
Vorrichtung zum Beblasen einer textilen WarenbahnInfo
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- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C3/00—Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
- D06C3/02—Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics by endless chain or like apparatus
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F26B—DRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
- F26B13/00—Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
- F26B13/10—Arrangements for feeding, heating or supporting materials; Controlling movement, tension or position of materials
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beblasen einer ausge
breiteten, fortlaufend transportierten textilen Warenbahn mit Hilfe
eines erhitzten, beschleunigt auf die Warenbahn aus einseitig oder
beidseitig der Warenbahnfläche angeordneten, auf die Warenbahn ge
richteten Ausblaslöchern strömenden Behandlungsgases, insbesondere
in einem Spannrahmen oder einer Hotflue der Textilindustrie.
Zum Trocknen und/oder Fixieren textiler Warenbahnen werden Konvek
tions-Trocken- und/oder -Fixiermaschinen eingesetzt. Üblich sind
beispielsweise ein Düsenspannrahmen (Plantrockner) oder eine Hot
flue (Schleifentrockner), in welchen erhitzte Luft aus Loch- oder
Schlitzdüsen auf die zu behandelnde, kontinuierlich - flach (Spann
rahmen) oder in Schleifen (Hotflue) - transportierte Warenbahn ge
blasen wird. Eine solche Maschine besteht meist aus mehreren un
mittelbar hintereinander geschalteten Feldern, durch die die zu be
handelnde Warenbahn - über Rollen, auf Siebbändern und/oder einge
nadelt bzw. eingespannt an den Längskanten durch Ketten geführt
bzw. in Schleifen über Walzen laufend - kontinuierlich hindurchzufüh
ren ist (vgl. DE 38 35 000 A1 bzw. DE-PS 6 31 625)
Im Spannrahmen besitzt jedes in Transportrichtung der Warenbahn
beispielsweise etwa 3 m lange Feld herkömmlich wenigstens zwei Um
luftventilatoren und im allgemeinen je Ventilator einen der Waren
bahnoberseite und je einen der Warenbahnunterseite zugewendeten
Blas- oder Düsenkasten (im allgemeinen mit sich quer zur Warenbahn-
Transportrichtung erstreckenden Düsenfingern) mit als Ausblaslöcher
ausgebildeten, sogenannten Schlitz- oder Lochdüsen. Die Blaskästen
werden den Umluftventilatoren zugeordnet. Diese saugen die ausge
blasene Luft - nach Arbeitsleistung an der textilen Warenbahn -
über Wärmetauscher, Direktheizung oder dergleichen im Kreislauf zu
rück. In der Hotflue werden die Austrittsschlitze der Blaskästen in
die Schleifen gerichtet.
Obwohl mit einer solchen bekannten Maschine eine ausgebreitet ge
führte Warenbahn von nur wenigen Zehntel mm Stärke zu behandeln
ist, wird für die Heiz- und Luftbeschleunigungssysteme - namentlich
bei einem Spannrahmen - ein so großer Raum benötigt, daß die Höhe
dieser Maschine, gemessen senkrecht zu einer horizontal geführten
Warenbahn, im allgemeinen größenordnungsmäßig 2 m beträgt.
In der DE-PS 5 96 657 wird eine Vorrichtung zum Trocknen laufender
Stoffbahnen beschrieben, bei welcher die Bahnen im horizontalen
Zick-Zack durch den Trockenraum geführt werden. Um die bekannte
Vorrichtung ohne Ventilator betreiben zu können, werden Zuleitung
und Ableitung der Trockenluft injektorartig ausgebildet und Saugan
schlüsse am Trockenraum vorgesehen, derart, daß durch die Luftzu
leitung ein Teil der eingeblasenen Luft rücksaugbar und durch die
Luftableitung Kühlluft durch den unteren Teil des Trockenraums
führbar ist. Ein an der Austrittsstelle aus der Trockenvorrichtung
vorgesehener Injektor mag zwar einen Ventilator ersetzen können,
die relativ große Gesamthöhe der Maschine wird dadurch aber gegen
über dem Stand der Technik mit Ventilatoren kaum vermindert.
In der modernen Injektortechnik erzeugen Injektordüsen - ausgehend
von einer kleinen über eine Leitung zugeführten Preßluft- bzw.
Druckluftmenge (jedes andere Gas als Luft kann eingesetzt werden) -
große Volumenströme. Durch das Einströmen eines bestimmten Preß
luftvolumens in eine Injektordüse wird - bedingt durch deren kon
struktive geometrische Form - ein Vielfaches an Umgebungsluft (aus
der Umgebung der Düse) angesaugt und beschleunigt ausgestoßen. Die
Verstärkungsfaktoren variieren bei im Handel erhältlichen Injektor
düsen in der Größenordnung zwischen 1 : 10 und 1 : 25. Entsprechend re
lativ klein kann der Querschnitt der jeweiligen Preßluftzuleitung
sein. Injektordüsen, die im Handel auch als Coanda-, Venturi-, Ejek
tor- oder Transvektordüsen bezeichnet werden, sind daher geeignete
Gasbeschleunigungsmittel.
Zum Behandeln der Warenbahn wird meist erhitzte Luft benötigt.
Demgemäß liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Druckluft
zum Betrieb der Injektordüsen sowie die von den Injektordüsen an
zusaugende erhitzte Luft mit Hilfe eines Aggregats, aber den bei
den Eingängen der Injektordüsen getrennt zuleitbar, zu erzeugen und
die Abmessungen der Behandlungsvorrichtung zu vermindern sowie
deren Betrieb energetisch günstiger zu gestalten.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß jedes Ausblasloch
als Injektordüse ausgebildet ist und daß zum Erhitzen des Behand
lungsgases die Abwärme und zum Betrieb der Injektordüsen die Preß
luft einer Gasturbine vorgesehen sind. Vorzugsweise wird zum An
trieb der Injektordüsen gespannter Dampf eingesetzt.
Wenn in einem Spannrahmen die auf die Gesamtheit der Ausblaslöcher
geschalteten Umluftventilatoren oder -Injektoren durch die ein
zelnen Injektordüsen ersetzt werden, entfallen zugleich die sonst
erforderlichen voluminösen Luftführungskanäle, da die Druckluft
versorgung der Injektordüsen über relativ dünne Leitungen an einen
außerhalb der Maschine verbleibenden Druckluftkompressor ange
schlossen werden kann. Ein solcher Kompressor kann bevorzugt alle
Düsenfelder der Maschine oder gar mehrerer Maschinen, z. B. über ein
Hauptrohr mit Abzweigleitungen zu jedem Feld, zugleich versorgen.
Ganz ähnliche Vorteile ergeben sich bei einer Hotflue, wo der Weg
fall der Gesamt-Umluftantriebe auch eine erhebliche Raum- und Ko
stenersparnis zur Folge hat.
Wenn nach einer Erkenntnis des Erfinders in einer gattungsgemäßen
Vorrichtung jedes einzelne Ausblasloch selbst als Injektordüse aus
gebildet wird, findet die Beschleunigung der Masse des Arbeitsgases
nicht irgendwo in der Maschine, sondern im wesentlichen in den als
Injektordüsen ausgebildeten Ausblaslöchern selbst statt. Diese vie
len einzelnen Injektordüsen können über je eine relativ dünne, vor
zugsweise flexible, Leitung mit der außerhalb der Maschine oder
zentral an den Maschinen vorgesehenen Druckluftquelle gekoppelt
werden. Einschließlich Leitungssystem kann auf diese Weise die Höhe
der Maschine, gemessen in Richtung senkrecht zur Warenbahnfläche,
auf Werte herabgesetzt werden, die in der Größenordnung der Höhe
der herkömmlichen Blaskastenanordnung selbst liegen.
Anhand der schematischen Zeichnung von Ausführungsbeispielen werden
für die Anwendung bei einem Spannrahmen Einzelheiten der Erfindung
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch ein einer Stoffbahn zugewandtes
Düsenfeld eines Spannrahmens, bei dem jede einzelne Düse
als Injektordüse ausgebildet ist; und
Fig. 2 einen Antrieb zur Druckluft- und Wärmeversorgung der In
jektordüsen nach Fig. 1.
Fig. 1 zeigt einen Teil eines Spannrahmenquerschnitts senkrecht zur Ebe
ne einer zu behandelnden textilen Warenbahn 1, die an den Längsrändern
in Kluppen oder - wie gezeichnet - in Nadeln 2 gehalten wird. Die an
Ketten 3 befestigten Nadeln 2 werden in der senkrecht zur Zeichnungs
ebene verlaufenden Transportrichtung vorwärts bewegt. Oberhalb der Wa
renbahn 1 befindet sich ein oberer Blaskasten 4 mit einer Vielzahl von
als Injektordüsen 7 ausgebildeten Ausblaslöchern 5. Unterhalb der Waren
bahn 1 kann sich ein (nicht gezeichneter) unterer Blaskasten, ebenfalls
mit vielen als Injektordüsen ausgebildeten Ausblaslöchern, befinden.
Aus den Injektordüsen 7 strömt die Luft 12 in Richtung der Pfeile und
trifft im wesentlichen senkrecht auf die Warenbahn 1 auf, von dieser wird
die Luft, wenn die Warenbahn 1 im wesentlichen luftundurchlässig ist, als
Rückströmluft 13 nach oben sowie gegebenenfalls nach unten reflektiert.
Die Rückströmluft 13, das ist im wesentlichen die Luft, die an der Waren
bahn 1 Arbeit geleistet hat, kann von den Injektordüsen 7, durch einen
Umluftkreis 30, z. B. über einen Wärmetauscher 15, in Strömungsrichtung 8
angesaugt werden.
Die Injektordüsen 7 nach Fig. 1 können mit Druckluft aus einem beliebi
gen Reservoir bzw. aus einer Druckluftquelle versorgt werden. Zum Hei
zen der Umluft kann ein irgendwie gearteter Wärmetauscher 15, aber auch
ein direkter Lufterhitzer, z. B. Gasbrenner, eingesetzt werden. Es wird je
doch bevorzugt, wenn die Injektordüsen 7 der jeweiligen Vorrichtung aus
einer Gasturbine 25 (Fig. 2) sowohl mit Preßluft als auch mit Wärme ver
sorgt werden.
Gemäß Fig. 1 wird insbesondere vorgesehen, alle Injektordüsen 7 über ei
ne gemeinsame Preßluftleitung 26 zu versorgen. Diese Preßluftleitung 26
kann nach Fig. 2 bevorzugt ausgehen von der insgesamt mit 25 bezeich
neten Gasturbine, deren Abwärme Q längs einer Wärmetransportleitung 27
und deren erzeugte Preßluft L längs der Preßluftleitung 26 zu den ein
zelnen Injektordüsen 7 zu leiten ist. Die Gasturbine 25 besitzt einen
Lufteinlaß 28 und eine Welle 29. Die Wellenleistung kann zusätzlich zur
Preßlufterzeugung herangezogen werden.
Da jedes
einzelne Ausblasloch 5 der Blaskästen selbst als Injektordüse 7 ausgebil
det ist, brauchen solche Injektordüsen, da sie in großer Zahl vorgese
hen sind,
pro Stück nur eine relativ geringe Leistung.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Beblasen einer ausgebreiteten, fortlaufend
transportierten textilen Warenbahn (1) mit Hilfe eines erhitzten, be
schleunigt auf die Warenbahn aus einseitig oder beidseitig der Wa
renbahnfläche angeordneten, auf die Warenbahn gerichteten Ausblas
löchern (5) strömenden Behandlungsgases, insbesondere in einem
Spannrahmen oder einer Hotflue der Textilindustrie,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Ausblasloch (5) als Injektordüse (7) ausgebildet ist und
daß zum Erhitzen des Behandlungsgases die Abwärme und zum Betrieb
der Injektordüsen (7) die Preßluft einer Gasturbine (25) vorgesehen
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zum Betrieb der Injektordüsen (7) gespannter Dampf vorgesehen
ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4228454A DE4228454C2 (de) | 1992-08-26 | 1992-08-26 | Vorrichtung zum Beblasen einer textilen Warenbahn |
| US08/387,800 US5619808A (en) | 1992-08-26 | 1993-08-18 | Apparatus for blowing air at a length of textile fabric |
| PCT/DE1993/000747 WO1994004740A1 (de) | 1992-08-26 | 1993-08-18 | Vorrichtung zum beblasen einer textilen stoffbahn |
| KR1019950700675A KR100272749B1 (ko) | 1992-08-26 | 1993-08-18 | 직물 피륙용 송풍장치 |
| JP6505773A JPH08500427A (ja) | 1992-08-26 | 1993-08-18 | 繊維ウェブに処理ガスを吹付けるための装置 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4228454A DE4228454C2 (de) | 1992-08-26 | 1992-08-26 | Vorrichtung zum Beblasen einer textilen Warenbahn |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4228454A1 DE4228454A1 (de) | 1994-03-03 |
| DE4228454C2 true DE4228454C2 (de) | 1999-01-14 |
Family
ID=6466525
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4228454A Expired - Fee Related DE4228454C2 (de) | 1992-08-26 | 1992-08-26 | Vorrichtung zum Beblasen einer textilen Warenbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4228454C2 (de) |
Families Citing this family (7)
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| DE102010001234A1 (de) | 2010-01-26 | 2011-07-28 | Dürr Systems GmbH, 74321 | Anlage zum Trocknen von Karossen mit Gasturbine |
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| DE631625C (de) * | 1936-07-11 | Albert Schnellpressen | Vorrichtung zum Schraegaufblasen von Luft o. dgl. auf Papier- oder sonstige Bahnen und Bogen mittels Blasduesen | |
| DE3835000A1 (de) * | 1988-10-14 | 1990-04-19 | Platsch Hans G | Trocknerelement |
-
1992
- 1992-08-26 DE DE4228454A patent/DE4228454C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
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| DE4228454A1 (de) | 1994-03-03 |
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Legal Events
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