DE422962C - Rechenschieber fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen - Google Patents

Rechenschieber fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen

Info

Publication number
DE422962C
DE422962C DEW65509D DEW0065509D DE422962C DE 422962 C DE422962 C DE 422962C DE W65509 D DEW65509 D DE W65509D DE W0065509 D DEW0065509 D DE W0065509D DE 422962 C DE422962 C DE 422962C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
log
scales
cutting
slide rule
scale
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW65509D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WALTER WIERICH
Original Assignee
WALTER WIERICH
Publication date
Priority to DEW65509D priority Critical patent/DE422962C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE422962C publication Critical patent/DE422962C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06GANALOGUE COMPUTERS
    • G06G1/00Hand-manipulated computing devices
    • G06G1/02Devices in which computing is effected by adding, subtracting, or comparing lengths of parallel or concentric graduated scales
    • G06G1/10Devices in which computing is effected by adding, subtracting, or comparing lengths of parallel or concentric graduated scales characterised by the graduation
    • G06G1/12Devices in which computing is effected by adding, subtracting, or comparing lengths of parallel or concentric graduated scales characterised by the graduation logarithmic graduations, e.g. for multiplication

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Mathematical Physics (AREA)
  • Computer Hardware Design (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Shaping By String And By Release Of Stress In Plastics And The Like (AREA)

Description

  • Rechenschieber für spanabhebende Werkzeugmaschinen. Gegenstand der Erfindung bildet ein Rechenschieber für s panahliehende Werkzeugniaschinen, insbesondere solche itiit drehender Arbeitsbewegung (Drehbänke, Bohrwerke), welcher es ermöglicht, bei ge-,=ebener Dimension und Härte des Arbeitsstückes, gegebener Schnittiefe, gegebenen Kraft- und Geschwindigkeitsverhältnissen einer spanabhebenden Werkzeugmaschine denjenigen Vorschub und diejenige Umdrehungszahl einzustellen. «-elche einerseits die für den verwendeten Werkzeugstahl zulässige Schnittgeschwindigkeit berücksichtigt, anderseits den für die betreitende Maschine -egebenen Kraft- und Ges chwindigkeitsverhältnissen Rechnung trägt.
  • Einen solchen Rechenschieber hat schon T a v1 o r konstruiert. Derselbe ist als Drehbankrechenschieber in Abb. i der Zeichnung veranschaulicht. Er besteht aus einem Rahnien mit drei festen Skalen 0, 1I, t% sowie aus fünf mit Skalen versehenen Zungen B, C, :l, F und G. Der mittlere feste Teil 111 enthält die Skala der Vorschübe s der Bank. Die oberen, auf den Teilen O, B und C befindlichen Skalen stellen die Beziehungen dar zwischen den verfügbaren Schnittkräften der Maschine und den auftretenden Schnittdrücken des abzuhebenden Spanes; die unteren, auf den Teilen .1, F, G und U befindlichen Skalen stellen die Beziehungen dar zwischen den auftretenden Umfangsgeschwindigkeiten der 'Maschine und den zulässigen Schnittgeschwindigkeiten des- betreitenden Werkzeugstahles für den abzuhebenden Span.
  • Der Obere Teil ist weiterhin kurz »Kraftteil«. der untere Teil kurz i>Gescliwindigkeitsteil« benannt. Zunge C enthalt Skalen der Umdrehungszahlen 1i und der Drehdurchniesser D. "Zunge h Skalen für die Anzahl der gleichzeitig arbeitenden Stahle sowie für die Werkstoffhärten H, Teil 0 die Skala der Schnittiefen t. Auf Zunge <d sind dargestellt (lie Skalen cler Umdrehungszahlen zt und die Skalen der Drehdurchmesser D, auf Zunge F Skalen der Werkstoffhärten H, auf Zunge G Skalen der Schnittiefen t sowie llarkierungsstriche für trockene und nasse Bearbeitung, auf Teil U eine Skala der-Lebensdatier des Werkzeugstahles in Stunden und illinuten his zum Wiederanschliff. Sämtliche Skalen sind als Logarithmen der betreffenden Funktionsgleichnungen, welche noch erklärt werten, aufgetragen.
  • Anwendungsbeispiel: Es sei eine Drehbank angenommen mit Stufenscbeibenantrieb. Die Bank habe fünf Stufen, zweifaches Rädervorgelege. Hieraus ergeben sich folgende Umdrehungszahlen:
    ohne Vorgelege
    250; 2i0; 16O; 130; 100;
    mit Räderv orgelege I
    70' 53; 40: 33; 25;
    mit Rädervorgelege 11
    19; 15; 12; 9; 7r
    Vorschübe lang
    0,21
    , 0,3; 0,4; 0,5, 0,%; 1,0; 1,5;
    Vorschübe plan
    0,1..1.; 0,21; 0,28; 0,35; 0,49; (),70; 1,O5.
    G e g e b e n : Lebensdauer 1,5 Std.;
    Schnittiefe 5 nini; Drehclurclimesser Zoo min;
    Werkstoffhärteklasse 16; Anzahl Stähle t;
    Bearbeitung: trocken.
    G e s u c h t : Vorschub und Umdrehungs-
    zahl.
    L ö s u n g : 'Man setzt im oberen Teil An-
    zahl, der Stähle - i unter Sclitiittiefe 5 nini,
    ferner Durchmesser 200 unter Härteklasse 16.
    1m unteren Teil setze man den liarkie-
    riuigsstrich für trockene Bcarbcitting über
    'Lebensdauer 1,5 Stunden, den Markierung#s-
    strich auf der Zunge F über Schnitt-' tiefe 5 nini, ferner Durchmesser Zoo über Härteklasse t(-. T a i-1 o r gibt als Regel all, (lall die günstigste honil)niation von LT'nc@rehungszahl und Vorschub sich dort befindet, wo die »u«-Bezeiclinungen auf den Schiebern C und A am nächsten zusammenliegen. Dieses würde bei ie - r3o Tier Fall sein. Da n aber außerhalb der verfügbaren Vorschubreihe liegt, kommen nur die Umdrehungszahlen r9 his 70 in Frage. Lrin nun herauszufinden, welche Kombination am ist, muß man für jede Umdrehungszahl das Produkt n - s - zc, bilden, worin «, den Vorschubweg in einer Minute bedeutet: man inuß also jedes n mit d e m s multiplizieren, ivelches ihm am nächsten liegt. Deckt sich das ir nicht mit einem s, so ist stets das nächstkleinere s zu wählen, also z. B. ; o - 0,2 und 'licht ; o - 0,3: da der @f örschub 0,3 bei 11 - ; o die Leistungsfähigkeit der Bank übersteigen würde. 'Man sieht nun, daß rr - 1o sehr nahe ans-o,5 liegt, so daß man diese Kombination anwenden kann, welche auch das größte Produkt .to - o,5 - 2o mm Vorschubweg pro Minute liefert. Damit ist die Atifgal)egelöst.
  • Der Taylorsche Rechenschieber hat nun verschiedene Mängel, und zwar: r. Es sind fünf Zungen in einem Rahmen erforderlich, welche den Rechenschieber sehr verteuern. 2. Es muß für jede 'Maschine, z. B. für jede vorhandene Drehbank, ein besonderer Schieber extra angefertigt -werden, wodurch der Preis natürlich fast unerschwinglich wird. Man kann zwar für verschiedene Bänke verschiedene Einsätze der C-, 31- und A-Skalen verwenden, wie aus der Abb. r ersichtlich ist, jedoch müssen diese Einsätze auch -wieder besonders angefertigt werden; auch ist das jedesmalige Auswechseln zeitraubend und bedingt ein sehr sorgfältiges Zusammenpassen, welches wohl auf die Dauer kaum gewährleistet -werden kann.
  • 3. Für Stahl und Gußeisen sind je besoudere Rechenschieber erforderlich, da diese Werkstoffe verschiedene physikalische Eigenschaften haben, -welche die Schnittgeschwin-#ligkeit und den Schnittdruck beeinflussen.
  • 4. Es ist nicht möglich, mit dem Rechenschieber die Arbeitszeit zu bestimmen, hierzu ist -wieder ein besonderer Rechenschieber erforderlich.
  • 5. Es ist nicht möglich, mit dem Rechenschieber eindeutig die günstigsten Verhältnisse zwischen Vorschub und U mdrehtingszalil zti liestininien, derselbe 1ä131 vielmehr mehrere Lösungen zu, -wobei die günstigste durch Probieren herausgefunden werden muß. Diesen Übelständen wird durch den neuen Rechenschieber abgeholfen, welcher in den Abb. 2 bis 8 veranschaulicht und nachfolgend beschrieben ist. Abb. 2 zeigt den Rechenschieber in der Ansicht, Abb. 3 iin Schnitt.
  • Derselbe besteht aus einem Rahmen mit drei festen Skalen O, 1l!, L' sowie aus zwei mit Skalen versehenen Zungen B un(l A, deren Rückseite in Abb. d. und 5 veranschaulicht ist. Der mittlere feste Tei121 enthält wieder die l-orschübe s der Bank, und zwar sowohl die Lang- als auch die Planvorschübe. Die oberen, auf den Teilen O, B befindlichen Skalen stellen wieder den »Kraftteil«, die unteren auf den Teilen A und U befindlichen Skalen den >Geschwindigkeitsteil« dar. Zunge B enthält Skalen für die verfügbaren Arbeitsleistungen E der Maschine und Skalen der Drehdurchmesser D, Teil O die Skalen der Schnittiefen t. Auf Zunge A sind dargestellt Skalen der Umdrehungszahlen r'. und . Drehdurchmesser D, außerdem zwischen Zunge--1 und Mittelstück lII eine gewöhnliche Rechenschieberskala. Auf Teil U sind dargestellt die Skalen derWerkstoffhärten H.
  • Der neue Schieber ist mit einem Läufer nach Abb. 6 versehen, welcher ebenfalls Skalen trägt. Der obere Teil des Läufers trägt die Skalen der Werkstoffhärten H, der untere Teil trägt die Skalen der Schnittiefen t.
  • Hierdurch ist es möglich geworden, die Anzahl der Schieber von 4 auf 2 zu reduzieren, so daß die Anbring ing der oben bezeichneten Skalen auf dem Läufer ein wesentlicher Teil der Erfindung ist. Die fünfte Zunge ist durch Fortfall der Skala für trockene oder nasse Bearbeitung sowie durch Fortfall der Lebensdauerskala in Wegfall gekommen. Die Abstände der 'Markierungsstriche für trockene und nasse Bearbeitung kann man ja so wählen, daß sie sich mit den Härteklassennummern decken. so daß man z. B. bei einer Arbeit mit Wasserkühlung die betreffende Werkstoffhä rteklasse um zwei oder drei Teilstriche tiefer annehmen kann.
  • Die Skala der Lebensdauer ist iiberfliissig, wenn man eine bestimmte allgemein gebräuchliche Schnittdauer zugrunde legt. Dic Skala der Anzahl Stähle ist ebenfalls überflüssig, wenn man bei zwei Stühlen den doppelten Durchmesser, bei drei Stählen den dreifachen Durchmesser usw. einstellt.
  • Um nun den Schiel-er für jede Drehbank verwendbar zu machen, ist folgender Weg eingeschlagen.
  • Die Vorschubskala auf (lein festen Mittelstück .11 enthält Vorschübe von o,o5 bis 5 min sowie nach beiden Seiten eine Verlängerun zur Errechnung des Vorschubweges, -vorüber später noch Erklärung folgt. Unter dieser Vorschubskala, welche in bekannter Weise auf Celluloid aufgetragen ist. befindet sich eile Ausschnitt 3, welcher mit einem Material ausgefüllt ist, auf welchem man nachträglich eine unverwaschbare Schrift anbringen kann. :11s ein solches Material käme z. B. in Frage: Celluloid, sogenanntes C>lhautnapier, welches öl- und wasserfest ist, sich ,Hier (loch heschreiben und bedrucken läßt. Weiterhin käme in Frage dünnes Blech, auf «-elches man eine Beschriftung ätzen oder gravieren kann. Auf dieses -Material kann man nunmehr von Hand oder maschinell die zu einer bestimmten Bank gehörigen Vorschübe durch einfaches Übertragen von der vorgedruckten Skala auftragen.
  • Dieselbe Einrichtung ist bei der Zunge A getroffen, welche den Ausschnitt F enthält. Hier werden die der Bank zugehörigen Umdrehungszahlen von der c orge@lruckten Skala auf das betreffende Material übertragen.
  • Bei der Zunge B überträgt man in derselben Weise im oberen Teil des Ausschnittes Z die verfügbaren Leistungen bzw. ihre zugeordneten Umdrehungszahlen n der Bank. Der untere Teil des Ausschnittes Z hat noch eine weitere Skala, welche noch erklärt wird.
  • Es ist nunmehr möglich geworden, den Schieber in -lassen herzustellen, .ganz universal für jede Drehbank einer weitbegrenzten Größenreihe. Die Herrichtung für eine bestimmte Bank erfolgt nach Bestellung und Lieferung der erforderlichen Unterlagen vom Lieferanten mit geringem Zeit- und Kostenaufwand. Es ist zweckmäßiger, für jede Bank oder Bankgruppe einen fertigen Rechenschieber zum sofortigen Gebrauch liegen zu haben, als sich einen solchen erst aus verschiedenen Teilen zusammenstellen zu müssen.
  • Der obere feste Teil 0 enthält Schnitttiefenskalen für Gußeisen und Stahl. Der untere feste Teil U enthält Härteklassenskalen für Gußeisen und Stahl. Der Läufer hat ebenfalls oben und unten Skalen für beide Werkstoffe. Dreht man die Zungen B und A herum, wie Abb. 4 und 5 zeigen, dann ist der Rechenschieber für Gußeisen sofort gebrauchsfällig, da die Zungen B und :1 auf (leg Rückseite die entsprechenden Skalen für Gußeisen enthalten. Bei dem Taylorschen Rechenschieber ist dieses nicht möglich, cla man zwei oder drei nebeneinan derlie-Onde Zungen wegen der schwierigen Führungsverhältnisse nicht herumdrehen kann.
  • Für Stahl und Gußeisen genügt also ein Rechenschieber.
  • Nachfolgend sei die Theorie des vorliegenden Rechenschiebers entwickelt.
  • Die Theorie kann leicht durch niatheina- i tische Erlä uterungen der zugrunde lieg:_iicleil Rechenaufgabe und ihrer Lösung dargestellt «-erden.
  • i. A u f g a b e. Es rühre ein bestimmtes Beispiel genommen werden, nämlich (las zylindrische Abdrehen eines \@-erkstückes vor, gegebenem Durchnicsser 1) und der Werkstoffhärte H- bei bestimmt angenommener Schnittiefe t mit Hilfe eines einzigen Drehstahles. Die Aufgabe ist, dasjenige Wertepaar des Schnittvorschubes s und der UmdrehungSzahl it zu ermitteln, hei dem erstens die durch den Antrieb der Maschine gegebene mechanische Leistung der -Maschine voll ausgenutzt, zweitens al;er auch die voll der Beanspruchung abhängige Lebensdauer des Werkzeuges, des Drehstahles, voll erschöpft wird.
  • Betrachtet man erst einmal die Maschinenleistung, so kann man ohne weiteres voraussagen, daß - bei gegebenem D, H und t - die aufzuwendende Leistung steigen wird, wenn s oder n oder beide zunehmen, und daß hei Zugrundelegung einer bestimmten Höchstleistung als Grenze eine Steigerung von s durch eine gewisse Verringerung von st ausgeglichen werden kann und umgekehrt. Diese Abhä ngigkeit kann man ausdrücken durch die Funktionsgleichung F1 (s, n) - 1, (i) wobei X eine Funktion von h, H und t sein wird.
  • Betrachtet man nunmehr die Lebensdauer des Werkzeuges, so kann man auch hier voraussagen, daß unter sonst gleichen Verhältnissen die Lebensdauer durch Steigerung von s oder i1 im gleichen Sinne, nämlich im Simie einer Verkürzung, beeinflußt werden wird, und daß auch hier in gleicher Weise eine Steigerung von s durch eine Verringerung von it wettgemacht werden kann und unigekehrt. Diese neue Abhängigkeit kann man ausdrücken durch die Funktionsgleichung F1 (s, x) - F, (@) wobei I' wiederum eine Funktion von h, F1 und t sein -wird.
  • Das gesuchte Wertepaar von s und i1. ist nun offenbar dasjenige, welches beide Gleichungen (i) und (2) erfüllt, und (lies ist dann die Lösung der Aufgabe.
  • a. L ö s ti n g. a) Zur Auswertung der Gleichung (i), welche die Leistung (1,2r Maschine ausdrückt, gehe inan von der Größe K des Schnittdruckes aus. Ist F_1 die gegebene Leistung der -Maschine für eine liestiiiinite Antriebsweise durch Riemen und ein be- i stininites Rienienscheibenpaar des \'eirgcleges und ein bestimmtes IZiGlerl>@i:ir cles \'orgele;;es, so kann im Höchstfalle, d. h. hei voller Ausnutzung der Leistung gelten Der Schnittdruck K 'ist zweifellos abhängig von dein Schnittvorschub (der Spanstärke) s. der Schnittiefe (Spanbreite) t und (ler Werkstoffhärte II in dem Sinne, daß jede dieser drei Variablen bei ihrer Steigerung den Schnittdruck h steigert. Diese Abhängigkeit kann, wie wissenschaftliche Versuche zur Geniige ergeben hallen, durch die Funktionsgle ichung h = f, (S) - f_ (t) - f3 (H) (4) ausgedrückt werden, wobei unter f1, f." f3 zu:i:ichst ganz beliebige Funktionen verstanden sein sollen, von denen nichts weiter vorausgesetzt wird, als daß sie die betreitende Variable allein enthalten und daß jede in clem betrachteten Gattuilgsbereich zunimmt, wenn ihr Argument zunimmt. Die Vereinigung der Gleichungen (3) und (.4) ergibt %vollei zur -Abkürzung Cl für die eine Konstante darstellende rechte Seite von Gleichung (5) gesetzt worden ist. Durch Umformung folgt unmittelbar womit die Auswertung der Ausgangsgleichung (i) erledigt ist.
  • Die Gleichung (6) gilt für dasjenige Bereich von ri bzw. bei einer gegebenen 11aschine für diejenige Reihe bestimmter Werte der Umdrehungszahl ri, für die auch die stante C1 gilt, d. h. soweit die Gleichung (,, 3) zutrifft, also die Leistung der Maschine gleich E, ist. Für andere bestimmte Antriebsweisen. als für Gleichung (3) vorausgesetzt, z. B.
  • . leim Übergehen von einem Vorgelege auf ein anderes. können möglicherweise andere Werte der Maschinenleistung, etwa E.,. E3. E.,. in Betracht kommen. An der Endgleichung .:6) würde sich dadurch nichts weiter ändern. als claß an die Stelle der Konstanten C, entsprechende andere Konstanten C., C s. C ,, treten würden. Mit anderen Worten: F;ir eine gewisse Reihe von n gilt Gleichung (6) mit der Konstanten C" für eine zweite Reihe der u-Gleichung (6) mit der neuen ieoilstanten C_ usf. für die übrigen Reihen von ii. b) Zur Auswertung der Gleichung (2), welche den Einfluß der Lebensdauer des Werkzeug: ausdrückt, ist von folgenden Überlegungen auszugehen: Die Lebensdauer T des Werkzeuges ist offenbar reziprok der Geschwindigkeit seiner Abnutzung. Der Grad der Abnutzung wird hauptsächlich durch das Maß der geleisteten Schneidarbeix, die Geschwindigkeit der Abnutzung- also durch die Größe der Schneidarlleit pro Zeiteinheit bestimmt werden, d. i. der Wert des Produktes Schnittgeschwindigkeit v mal Schnittdruck K. Unter Berücksichtigtuig der Gleichung (4) für K wird auf Grund obiger tlberlegungen ein Gesetz für die Lebensdauer T nahegelegt von folgender Forin worin C' eine Konstante und f,, f.,, f,; beliebige Funktionen von ähnlichem Charakter wie f,, f_, t, in Gleichung (4.) sein sollen. Dieses -Gesetz ist in der Tat durch Versuche erhärtet worden. Setzt inan letzt in Gleichung (7) den Wert ein. so erhält man wohei zur Abkürzung gesetzt worden ist.
  • Damit ist auch die Auswertung vier Glej= chtlllg (2) erledigt. E: können nun t:eürbic Zahlrnbeispiele mittels aluebraischer Auflösung der Gleichung (6) und (ä) gelöst werden. sobald numerische Werte der Funktionen f" f." f., usw. nach Angaben der Fachliteratur oder nach eigens dazu angestellten Versuchen festgestellt worden sind.
  • 3. l'hertragüngauf (1enRecheiic 1i i e 1) e r. Zu diesem Zwecke «-erden die Gleichungen (6) und (ä) logarithmiert: log /', (s) .f.. log n _- log CI - log D - log f (t) - log f 3 (1I) (9) log %a (s) -a- log I: log l' -- 10 @ h _. log (1) log `@c (H) oder anders geschrieben:
    logF, (S,11) - S1log [I), f=(t), r ,(H), Konstante] (9a)
    log F., (s, 1t) = 13 log (D, f, (i), i'6 (H), Konstante]. (1oa)
    Es möge nun für die weitere Be-
    handlun'-, weil solches auch bei dem
    --orhes,-`@riebenen 12echen.chieber zutrifft,
    der spezielle Fall atigenomnien werden.
    da13 für f1 und f, bestimmte Arten von
    Funktionen, nämlich reine Potenzfunktionen
    f t (s) = a - s" und f', (s) = b - s', (11)
    eingesetzt «-erden. Tedenfalls haben die 1)i-#-
    lierigen wi.:en@cha@tlichen Utiter.uchungen
    keinen Grund zu
    gegen die
    Gleichung i,ri) ergehen. _1u: ihnen folgt
    beim Logarithmieren
    log f 1(s) _ ,t log s r log (r )
    log f 4 (s) _ log s '-, log ti) 1"
    Wenn man Jetzt dieWerte für f, (s) und f., (s) aus Gleichung (r2) in Gleichung (et) und (io) einsetzt. die konstanten Additionsglieder log a und log h auf die rechten Seiten bringt und mit den Gliedern log C, und log C vereinigt und schließlich Gleichung (q) mit dem Faktor f3 und Gleichung (io) mit dem Faktor rc multipliziert. erhält man das Gleichungenpaar:
    a - N # log s -j- log ir = Z - _7, log [D, f2 (t)# f, (H), Konstante] (13)
    u -,3 . log s -@- u log n = a - 37.. log (D, f 5 (t), f, (H), Konstante]. (14)
    Diese t'#leichungen sind Ausdrücke von der Form log @@ -@- log Z - lo-.r.
  • Ein derartiger Funktionsausdruck kann, wie jeder Praktiker weiß, bequem auf einem Rechenschieber als »Tabelle« der Wertepaare y und z eingesetzt «-erden, wenn log y und log z auf zwei gegeneinander beweglichen Schieberteilen als Längen skalenartig in entgegengesetzter Richtung aufgetragen «-erden und der (evtl. variable) Abstand der Anfangspunkte beider Skale=n gleich log x eingestellt wird. Dann sind immer übereinanderstehende Punkte der Skalen für y und s einander zuggeordnete Werte von y und w gemäß der Beziehung log y + log N - log x.
  • Dieses 'Mittel ist bei der Konstruktion des Rechenschiebers der Erfindung verwertet worden. Es ist nämlich (vgl. Abb. z) auf dein -Mittelteil 1i1 des feststehenden Rahmens eine mit s bezeichnete lo-arithinische Skala von links nach rechts aufgetragen. die die Funktion « # ß # log s der Gleichung (i3) und (I4) darstellt, und es sind auf den zwei beweglichen Schiebern B und A bzw. die logarithmischen Skalen ,3 - log rt und a- - log rt von rechts nach links aufgetragen. die entsprechend in den Gleichungen (r3) und (i4) vorkommen. Verschiebt inan nun die be«-enlichen Schieber B und .-I (vgl. Abb. ;) um solche Stücke, daß damit den rechten Seiten von Gleichungen (i3) und (i.4) bzw. (oa) und (ioa) Genüge geleistet wird, :o -ibt die gegenseitige Stellung (leg Skalen s auf 31 und iz auf B die »Tabelle« der l#'unktion F, (s, n) in Gleichung (9a) lind die ge`rn#ritige Stellung der Skalen s auf .'l und rt auf .1
    die :,Tabelle« der Funktion I#'., (s. n) in
    Gleichung (ioa) wieder. Da. ge:uchteWerte-
    paar von s und u, das beide Funktionen F,
    und F_ erfüllt. ist offenbar dasjenige. wobei
    `Leiche Grßen werte von ii in 13 und A
    übereinander-tehen; (las ist in Abb. 7 hei
    n - roo der Fall, und ihm würde ein s von
    nahezu o.2 zugeordnet sein.
    Weitere und nähere Angaben hierzu werden
    unten bei der Vorrechnung eines praktischen
    Betspieles gemacht werden. Dem möge aber
    noch als Ergänzung dieses theoretischen
    Teiles vorausgeschickt werden die Erläute-
    rung der Skala it' auf B.
    Wenn man von jedem Punkt n auf B in
    derselben Richtung wie die Skala s auf 31
    läuft. also von links nach recht: ein Längen-
    stück gleich log n -I- log iom airträgt, wobei m
    eine beliebige zweckmäßig gewählte, ganz-
    Z, 21
    Potenz von io sein kann, erhält man
    jeweils den zugeordneten Punkt n'. Die log n
    und log io müssen dabei aber in der gleichen
    Längeneinheit gemessen sein, wie sie der
    logarithmischen Skala s auf -11 zugrunde
    liegt. Unter diesen Voraussetzungen ist dann
    offenbar bei jeder beliebigen Stellung von B
    gegen 31 der Abstand von dem linken An-
    fangspunkt der Skala s bis zum Ort des
    einem be#tininiten s zugeordneten Punkte. W
    gleich logg s = log r1 loh I(-im -_ log Ior (wo-
    bei das letzte Glied eine Korrektur für die
    evtl. Hinau'verlehung des Anfangspunktes
    (leg Skala s. d. h. ihrer Verlängerung o(lerl%er-
    kürzun-, :ein :oll) oder gleich log s - 7t - Io'r.
    Dieser Logarithmus s - ia - iotl kann dann
    aber offenbar auf der Skala s als Vorschub-
    xveg je Minute altgelesen und damit der Wert
    des Produktes s- it zugleich mit der Einstel-
    lung (1e# SchiehersB unmittelbar fe:tgetellt
    werden. 7u-leich ist sofort zu ülfersellen,
    welche Kombination voll s und n - «-e1111 in
    dieser Beziehung die Maschine eine Auswahl
    von mehreren, dein tlieore ticken mehr oder
    weniger henachharte n @Vcrteil ztit;iht - auf
    den Größtwert s # 1i führt; diese ist näniiicli
    offenbar derjenige, dessen f:" ani «-eitesten
    nach rechts liegt, weil er (he griihte lrith-
    mische Länge log 's - 1i - roll ergibt.
    Der heschriehene Rechenschieber für Ma-
    schinen mit drehender Arlfeitshe«-e;Ttin-- kann
    unmittelbar auch für solche finit geracIliniger
    Arlfeitslfewegting (Hobelmaschinen. Stoß-
    niaschinen tis«-.) verwendet werden. In
    diesem Falle tritt die Schnitt- oder Trans-
    portgesch«-indigkeit v an die Stelle der Um-
    fangsgeschwindigkeit Es sind also
    dann einfach die Variable lt und Ihre Skalen
    zu ersetzen durch die Varial,le -v und ent-
    sprechende Skalen, und zugleich ist .
    zu setzen, cl. l1. für die Variable P iiiltller der
    Festwert einzustellen. Ini übrigen bleibt
    clie Herrichtung und Handltahun@; des
    Rechenschiebers völlig die gleiche. wie he-
    schriehen.
    3nwen(1uilgsl) eisllie1.
    . ES Sei claaelhe Beispiel gewählt Wie Vorhin
    heim Rechenschieller von T a v 1 o r. Zur Ver-
    anschaulichung diene Abh. ; , Blatt ; und S.
    Man stellt zuerst den Läufer mit dein
    olleren Markierungsstrich t auf
    t - 5 min der Schnittiefenskala für
    .Stahl auf dein olleren Rahnlentell 0- Dann
    stellt man den Schielfer B finit Durchmesser
    Zoo min unter Härteklasse 16 der Skala für
    Stahl auf dein Läufer.
    jetzt steht der SchiellerB richti;. 'Null-
    mehr nimmt man wieder den Läufer und Stellt
    ihn mit Schnittiefe 5 min der unteren Skala
    für Stahl auf Härteklasse 16 der Skala für
    Stahl auf dem unteren Rahmenteil L-. So-
    dann stellt malt den Schielfer .-I mit Durch-
    niesser Zoo nim auf den unteren 1larkierungs-
    .trichPdes Läufers. Xtin steilt auch der Scliie-
    llcr .-I richti-, und Inas kann den I-äufer zur
    Seite rückeil. uni die Skaleil 1fes<er übersehen
    zu ]:;innen. Mail wird tillcleil. dalli die Skalen
    `eti111so zllei11nndei' stehen wie 112t 'lein
    Tarl()rsclien herhcnschiehcr, nur kann Innft
    jetzt sofort üher,ehen claß die Umdrehungs-
    zahl 4.o und der Vorschub o,5 die günstigste
    Kombination darstellen, ila .Io atn «-eitesten
    nach rechts Stellt und infolgedessen auf der
    \"orschullskala s (1;e -r;ilite Strecke s - n. d. i.
    der @-orsclliiilw"l-. je Minute anzeigt, der sich
    hiernach zu o.; - 40 - 2o n1111 ergibt. Stellt
    117a11 I111n@t@t-11:, \\2e I11 Ai`li. 8 @escllelictl, IIltt
    vier normalen Rechenschieherskala zwischen
    ?I und .1 die Proportion
    ein, dann kann nian für jede beliebige Drehlange L sofort die Artleitszeit Z ablesen.

Claims (1)

  1. PATE 2NT- AA SPRÜ CH E: i. Ptzchenscliieller für spanahliehende Werkzeugmaschinen, insbesondere solche Inlt drehender Arbeitsbewegung (Dreh- I):iiil:e, Bohrwerke usw.). zur Ermittlung der vorteilhaftesten Konillination des Schnittvorschubes (s) und der Drehzahl (n).aus dein Drelidurchillesser (I)), der Schnittiefe lt. und der Werkstoffhärte (111 ])ei ge`ehenen Höchstleistungen der 1laschine und --egehener Lebensdauer des Scllneieiwerkzeuge#, dadurch gekeililzeich- ili't, dah 1I11 gnn7eI1 7-wel 1I1 einem festen Ralinienteil bewegliche Zungen zur gegen- scitigeil Elll,tellilllg (ier beiden maß-e1)ell- den Funktionen log F1 (s, i1) - i log [ D, f (f1. f 3 (H), Konstante) und log I#` (., n) - @=ioQ (I@, f;, (t), f@ (H), honstante@ und eiil L:infer finit logarithmischen Skaleli vor;esehen sind. welch letztere unal,li:iligige Variable jener Funktionen darstellen. 2. Rechenschicller nach Anspruch r, gekennzeichnet, daß clie für die Skalen Vor-eseIleileil Überflächen illit Flächen<tücke:i. z«-eckniäßi" von beson- derer Herrichtung oder aus besonderem Werkstt;r. aus-gestattet sind. auf denen die Ile i einer bestimmten llascliine zu verwirklichcn,leii Einzelwerte von Varia- Wen narilträlich auf-ezeichnet -,-erden l;ütnien.
DEW65509D Rechenschieber fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen Expired DE422962C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW65509D DE422962C (de) Rechenschieber fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEW65509D DE422962C (de) Rechenschieber fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE422962C true DE422962C (de) 1926-07-10

Family

ID=7607387

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEW65509D Expired DE422962C (de) Rechenschieber fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE422962C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE880991C (de) * 1938-02-07 1953-06-25 Kienzle Apparate Gmbh Rechengeraet fuer spanabhebende Bearbeitung

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE880991C (de) * 1938-02-07 1953-06-25 Kienzle Apparate Gmbh Rechengeraet fuer spanabhebende Bearbeitung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4244787A1 (de) Einrichtung zum Verstellen einer Schneidmesserleiste für einen Schneidzylinder einer Rotationsdruckmaschine
DE422962C (de) Rechenschieber fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen
DE2553597A1 (de) Vorrichtung zum messen der dicke von blaettern
DE453698C (de) Walzenlager mit hydraulischer Anpressvorrichtung
DE349744C (de) Mehrteilige Farbuebertragungswalze
DE399105C (de) Klebstoffauftragvorrichtung
AT149496B (de) Rechenvorrichtung zur gleichzeitigen Einstellung bzw. Ablesung von vier Unbekannten.
DE208318C (de)
DE679831C (de) Walze zum Auf- und Abwickeln von Bahnen lichtempfindlichen Materials, insbesondere Papier und Filmen, in einem lichtdichten Behaelter
DE602509C (de) Verfahren und Einrichtung zum Messen der Viskositaet von Schmieroelen und anderen Fluessigkeiten
DE698008C (de) Numerierwerk fuer Buchdruckmaschinen
DE377153C (de) Vorrichtung zum unmittelbaren Ablesen der fuer wirtschaftliches Arbeiten von Werkzeug-maschinen jeweilig erforderlichen Riemenlage und Vorgelege- und Wechselraederhebelstellung
DE468038C (de) Bankbestimmungstafel fuer spanabhebende Werkzeugmaschinen
AT87531B (de) Vorrichtung zur Übertragung von Buchungen mittels des Durchdruckverfahrens.
DE676151C (de) Kopierfraesmaschine zum allseitigen Bearbeiten von profilierten, im Verhaeltnis zur Laenge schmalen und dazu unrunden Werkstuecken
AT113415B (de) Druckvorrichtung an Tabelliermaschinen, Rechenmaschinen u. dgl.
DE731931C (de) Vorrichtung zum Schaeften duenner Furniere o. dgl.
AT58094B (de) Vorrichtung zur Wertbestimmung der zur Ausführung einer Arbeit aufgewendeten Zeit.
AT99231B (de) Vorrichtung zum Verschließen von Zeitungen, Zeitschriften, Briefen ohne Kuvert und Aktenstücken.
DE370990C (de) Mess- und Zaehlvorrichtung fuer Perforationen, Zaehnungen, Schraffuren u. dgl.
DE819488C (de) Mechanische, z. B. durch einen Elektromotor oder von Hand angetriebene Presse, insbesondere Exzenter- oder Handspindelpresse
AT81095B (de) Rechenapparat. Rechenapparat.
DE957485C (de) Vorrichtung fuer Schreibmaschinen zum zeilenrichtigen Einspannen von sich ueberdeckenden Buchfuehrungsformularen
AT60664B (de) Tiefdruckmaschine.
AT40210B (de) Vorrichtung zur Ausgabe von Rabattmarken an Kontrollkassen.