DE4242671C2 - Gleichstromantrieb für Hubwerke und Kranlaufwerke - Google Patents
Gleichstromantrieb für Hubwerke und KranlaufwerkeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66C—CRANES; LOAD-ENGAGING ELEMENTS OR DEVICES FOR CRANES, CAPSTANS, WINCHES, OR TACKLES
- B66C13/00—Other constructional features or details
- B66C13/18—Control systems or devices
- B66C13/22—Control systems or devices for electric drives
- B66C13/30—Circuits for braking, traversing, or slewing motors
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- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
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Description
Die Erfindung betrifft einen Gleichstromantrieb der gattungsgemäßen
Art.
Für solche Gleichstromantriebe wird in großem Umfang der robuste
und langlebige Asynchronmotor mit Kurzschlußläufer eingesetzt, vgl.
die DE 24 36 491 B2. Zur Bremsung benötigt man jedoch eine zusätzliche
Bremseinrichtung für die Verzögerung. Ein Spannungszwischenkreisumrichter
oder ein Sanftanlaufgerät mit Phasenanschnittsteuerung ist für
einen Asynchronmotor sehr aufwendig infolge der dreiphasigen Erregung.
Die Kosten sind insbesondere bei kleinen Antriebsleistungen unverhältnismäßig
hoch. Die Phasenanschnittsteuerung führt infolge der verringerten
Drehzahl zu einer unzulässigen Erwärmung des Motors. Weitere
Gleichstromantriebe sind in "f+h - fördern und heben" 33 (1993) Nr.
11, S. 823-828 beschrieben. Es sind dort zusätzlich zu der Drehrichtungsumschaltung
mechanische Bremsen erforderlich.
Die DE 36 41 654 C2 beschreibt ein Schneckengetriebe zum Antrieb
von Fenstern, Aufzügen und dergleichen. Für einen Laufwerkantrieb ist
das beschriebene Schneckengetriebe nicht ohne weiteres einsetzbar,
weil neben einer Arbeitsschnecke eine Sicherheitsschnecke vorgesehen
ist. Eine solche Anordnung ist in einem Laufwerk nicht akzeptabel.
Aufgabe der Erfindung ist eine solche Ausbildung des Fahrantriebs,
daß die Bremsung mit einfachen, an den Laufwerkbetrieb angepaßten
mechanischen Komponenten erfolgen kann.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung unterscheidet sich insofern vom Stand der Technik,
als allein die Bremswirkung des Getriebes für die Abbremsung des
Fahrantriebs ausgenutzt wird. Dieses gibt eine sichere Abbremsung. Die
Rutschkupplung dient zur Ausschaltung von Belastungsrückwirkungen oder
Überlastungszuständen.
Die Getriebeanordnung kann als Schneckengetriebe ausgebildet sein.
Ein anderes geeignetes Getriebe ist ein Gleitkeilgetriebe. Zur Reduzierung
des Gesamtwirkungsgrades kann man auch mehrere Einzelgetriebe
miteinander kombinieren.
Eine Drehzahlanpassung zwischen dem Gleichstrommotor und dem
Schneckengetriebe wird dadurch sichergestellt, daß zwischen dem
Gleichstrommotor und der Eingangswelle des Schneckengetriebes ein Vorgelegegetriebe
zur Reduktion der Schneckeneintriebsdrehzahl angeordnet
ist.
Eine Steuerung des Gleichstrommotors wird dadurch ermöglicht, daß
ein Stellglied zur stufenlosen Einstellung der Drehzahl des Gleichstrommotors
vorgesehen ist. Man benötigt in diesem Fall nur ein elektronisches
Schaltelement für die Steuerung des Gleichstroms.
Da bei einem Gleichstrommotor der Ankerstrom direkt proportional
zum Drehmoment ist, ist dadurch eine besonders wirkungsvolle Steuerung
möglich, daß das Stellglied durch eine Stromüberwachung eine Drehmomentüberwachung
durchführt, die entweder als Drehmomentbegrenzung oder
als Überlastabschaltung arbeitet.
Eine zusätzliche Steuerung wird dadurch ermöglicht, daß das
Stellglied auch als Drehzahlbegrenzer für den Gleichstrommotor wirksam
ist.
Ein Ausführungsbeispiel wird unter Bezugnahme auf die anliegende
Zeichnung erläutert, in der darstellen:
Fig. 1 eine Fahrkatze in der Ansicht und
Fig. 2 in der Draufsicht.
Eine Fahrkatze 11 eines Kranlaufwerks läuft mit Rädern 12 und 13
auf nicht dargestellten Schienen. An der Fahrkatze 11 ist eine Traverse
14 eines Hallenkrans oder dergleichen befestigt. Die gegenüberliegende
Fahrkatze ist nicht dargestellt.
Die Erfindung betrifft den Antrieb der Fahrkatze 11 durch einen
Gleichstrommotor 1, der über eine Rutschkupplung 4 und ein Vorgelegegetriebe
2 zur Reduktion der Drehzahl eine Schnecke eines Schneckengetriebes
3 antreibt. Man kann auch ein anderes Getriebe mit reduziertem
Wirkungsgrad oder eine Getriebekombination vorsehen. Das Schneckenrad
des Schneckengetriebes 3 treibt das Rad 12 an. Zusätzlich kann man
eine Haltebremse 5 vorsehen.
Der Gleichstrommotor 1 kann permanenterregt sein. Die Abtriebsdrehzahl
eines solchen Gleichstrommotors ist so niedrig, daß man auf
das Vorlegegetriebe verzichten kann. Bei Einsatz eines Universalmotors
mit hoher Drehzahl wird dieselbe durch das Vorgelegegetriebe 2 auf die
zulässige Eintriebsdrehzahl des Schneckengetriebes reduziert. Dieses
Vorgelegegetriebe 2 kann als Riemengetriebe ausgebildet sein.
Das Schneckengetriebe hat einen verminderten Wirkungsgrad, so daß
es als Bremse wirksam ist. Der Wirkungsgrad des Schneckengetriebes
wird entsprechend der gewünschten Bremszeit bemessen.
Dynamische Belastungen durch den Kran und/oder die Last, die auf
die Abtriebsseite des Schneckengetriebes einwirken, wirken auf das Getriebe
zurück und können infolge der hohen kinetischen Energie des
schnelldrehenden Rotors des Gleichstrommotors zu einer Überlastung des
Getriebes führen. Solche Überlastungen können durch die Rutschkupplung
4 ausgeschaltet werden, die dem Vorgelegegetriebe zugeordnet oder in
dasselbe integriert ist.
Eine stufenlose, ruckfreie Beschleunigung des Antriebssystems
erzielt man durch ein dem Gleichstrommotor vorgeschaltetes Stellglied
in Form einer Phasenanschnittsteuerung oder einer Pulsweitenmodulation.
Da das Drehmoment eines Gleichstrommotors direkt proportional dem
Ankerstrom ist, kann diese Eigenschaft für eine lastpendeldämpfende
Regelung ausgenutzt werden.
Claims (6)
1. Gleichstromantrieb für Hubwerke und Kranlaufwerke mit einer
Bremseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gleichstrommotor
eine Rutschkupplung und folgend eine Getriebeanordnung mit reduziertem
Wirkungsgrad nachgeschaltet ist.
2. Gleichstromantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Getriebeanordnung als Schneckengetriebe ausgebildet ist.
3. Gleichstromantrieb nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem Gleichstrommotor und der Eingangswelle des
Schneckengetriebes ein Vorgelegegetriebe zur Reduktion der Schneckeneintriebsdrehzahl
angeordnet ist.
4. Gleichstromantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß daß ein Stellglied zur stufenlosen Einstellung der
Drehzahl des Gleichstrommotors vorgesehen ist.
5. Gleichstromantrieb nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellglied durch eine Stromüberwachung eine Drehmomentüberwachung
durchführt, die entweder als Drehmomentbegrenzung oder als Überlastabschaltung
arbeitet.
6. Gleichstromantrieb nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stellglied auch als Drehzahlbegrenzer für den
Gleichstrommotor wirksam ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924242671 DE4242671C2 (de) | 1992-12-17 | 1992-12-17 | Gleichstromantrieb für Hubwerke und Kranlaufwerke |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924242671 DE4242671C2 (de) | 1992-12-17 | 1992-12-17 | Gleichstromantrieb für Hubwerke und Kranlaufwerke |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4242671A1 DE4242671A1 (de) | 1994-06-23 |
| DE4242671C2 true DE4242671C2 (de) | 1996-11-21 |
Family
ID=6475574
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19924242671 Revoked DE4242671C2 (de) | 1992-12-17 | 1992-12-17 | Gleichstromantrieb für Hubwerke und Kranlaufwerke |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4242671C2 (de) |
Families Citing this family (3)
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-
1992
- 1992-12-17 DE DE19924242671 patent/DE4242671C2/de not_active Revoked
Also Published As
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| DE4242671A1 (de) | 1994-06-23 |
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