DE4242835C2 - Strahlenblende für ein Röntgendiagnostikgerät - Google Patents
Strahlenblende für ein RöntgendiagnostikgerätInfo
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Description
Aus der DE 88 04 468 U1 ist ein Auf
fahrschutz für eine Einblendvorrichtung eines von einem
Röntgenstrahler des Röntgendiagnostikgerätes emittierten
Strahlenbündels bekannt. Die Gehäusekappe ist im Abstand zu
einem Gehäuse der Einblendvorrichtung verstellbar gehalten
und umgibt dieses an den Seiten und an einer Stirnseite.
Kommt die Gehäusekappe beim räumlichen Verstellen des Rönt
genstrahlers in Kontakt mit einem Gegenstand, so werden
durch das Verstellen der Gehäusekappe Schaltmittel betä
tigt, die über eine Steuervorrichtung die weitere Verstell
barkeit des Röntgenstrahlers in Richtung zu dem Gegenstand
verhindern. Im Inneren des Gehäuses der Einblendvorrichtung
sind Einblendlamellen vorgesehen, um das Nutzstrahlenbündel
des Röntgenstrahlers einzublenden.
Aus der US 5,086,444 ist eine Primärstrahlen
blende eines medizinischen Strahlenanwendungsgerätes be
kannt, die zur Einblendung eines von einer Strahlenquelle
ausgesandten Nutzstrahlenbündels auf einen gewünschten Be
reich dient. Hierzu weist die Primärstrahlenblende eine
fokusnahe und eine fokusferne Irisblende, eine Festblende
und eine Schlitzblende auf, die über Steuerscheiben ver
stellbar sind. Die Primärstrahlenblende ist als kompakte
Einheit ausgeführt.
Sollen einzelne Teile der Primärstrahlenblende ausgetauscht
werden, so ist die gesamte Primärstrahlenblende zu zerle
gen, das auszutauschende Teil zu ersetzen und anschließend
ist die Primärstrahlenblende wieder zusammenzufügen. Dieser
hohe Montageaufwand ist ebenfalls zu treiben, wenn bei
spielsweise eine Rechteckblende gegen eine andere Rechteck
blende mit unterschiedlichem Einblendformat ausgetauscht
werden soll.
Weist eine Strahlenblende auch Filter auf, so ist es wün
schenswert, wenn diese Filter auf einfache Weise und ohne
hohen Montageaufwand austauschbar sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Strahlenblende eines
Röntgendiagnostikgerätes der eingangs genannten Art so
auszubilden, daß diese einen kompakten Aufbau aufweist und
Teile der Strahlenblende ohne großen Montageaufwand ausge
tauscht werden können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Patentanspruches 1 gelöst.
Dadurch, daß die Strahlenblende einen Rahmen zur Aufnahme
der jeweils als Modul ausgebildeten Filter- und Blendenan
ordnung aufweist, ist der Austausch der Module ohne großen
Montageaufwand auf einfache Weise möglich. Da die Gehäuse
kappe den Rahmen als Gehäuse seitlich und an einer ersten
Stirnseite unmittelbar umschließt, ergibt sich gegenüber
dem Stand der Technik, bei dem ein den Rahmen umschließen
des zusätzliches Gehäuse vorgesehen ist, das von der Gehäu
sekappe umgeben wird, ein kompakterer Aufbau dadurch, daß
die Gehäusekappe selbst das Gehäuse des Rahmens bildet.
Es ist vorteilhaft, wenn jede Filter- und Blendenanordnung
als separates Modul ausgebildet ist, da somit jede Filter- und
Blendenanordnung der Strahlenblende auf einfache Weise
austauschbar ist.
Es ist vorteilhaft, wenn an dem die erste Stirnseite umge
benden Teil der Gehäusekappe Mittel zum auswechselbaren
Lagern eines Abstandshalters vorgesehen sind, da somit auf
einfache Weise Abstandshalter unterschiedlicher Länge an
der Gehäusekappe angebracht werden können.
Die Strahlenblende kann auf einfache Weise an einem Strah
lensender befestigt werden, wenn an der, der ersten Stirn
seite des Rahmens gegenüberliegenden zweiten Stirnseite ein
Flansch vorgesehen ist, über den die Strahlenblende mittels
einer Schraubverbindung an dem Strahlensender befestigt
werden kann.
Die Module können besonders schnell und einfach ausge
tauscht werden, wenn diese durch eine Rast- oder Schraub
verbindung am Rahmen gehalten sind.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungs
beispieles anhand der Zeichnung.
Die in der Figur in Seitenansicht gezeigte Strahlenblen
de 1 besitzt einen ringförmigen Flansch 2, über den die
Strahlenblende 1 an dem Gehäuse 3 einer nicht näher gezeig
ten Strahlenquelle, beispielsweise einen Röntgenstrahler 4,
ankoppelbar ist. Die Ankopplung kann hierbei über ein
Bajonett, vorzugsweise über eine Schraubverbindung 5 mit
Kegelschrauben, erfolgen. Am Flansch 2 ist in Strahlenrich
tung ein Rahmen angeordnet, der Stützsäulen 13 aufweist.
Die im Ausführungsbeispiel gezeigte Strahlenblende 1 be
sitzt einen Keilfilter 6, einen Vorfilter 7 und eine Recht
eckblende 8, die im Strahlenbündel 9 des Röntgenstrahlers 4
angeordnet sind. Gemäß der Erfindung ist der Keilfilter 6,
der Vorfilter 7 und die Rechteckblende 8 als Modul 10, 11
12 ausgebildet, die von den Stützsäulen 13 gelagert wer
den. Im Ausführungsbeispiel werden die Module 10, 11, 12
von in den Stützsäulen 13 vorgesehenen Nuten 14, 15, 16
aufgenommen, in denen sie durch eine Schraub- oder eine
Rastverbindung 17 und in bezug zum Strahlenbündel positio
niert werden.
An der, dem Strahlenbündel 9 abgewandten Seite der Stütz
säulen 13 sind Elektronikplatten 18, 19 angeordnet, die
über Rastverbindungen 17 gehalten sind und die zur Steue
rung der zur Verstellung der Filter 6, 7 und Blenden 8 im
Strahlenbündel 9 in den Modulen 10, 11, 12 vorgesehenen,
aber nicht explizit gezeigten elektromechanischen Antriebe
dienen. Die Elektronikplatten 18, 19 sind über flexible
Leiterbahnen 20 miteinander verbunden, so daß keine geson
derten Steckverbindungen, die Ursache für Fehlfunktionen
sein können, vorzusehen sind.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Strahlenblen
de 1 können die einzelnen Module 10, 11, 12 sowie die Elek
tronikplatten 18, 19 auf einfache Weise ausgetauscht wer
den, wenn die Rastverbindungen 17 als federnde Laschen aus
geführt sind. Der Austausch ist somit wenig zeitaufwendig,
so daß die Montagekosten reduziert sind. Zudem können die
Module 10, 11, 12 auf einfache Weise durch Module ersetzt
werden, die andere Filter oder Blenden aufweisen. An der,
dem Röntgenstrahler 4 abgewandten Seite der Säulen 13 ist
im Ausführungsbeispiel eine Meßkammer 21 vorgesehen, die
über eine Schraubverbindung, vorzugsweise aber über eine
Rastverbindung 17, an den Stützsäulen 13 gehalten ist.
Der von den Stützsäulen 13 gebildete Rahmen wird erfin
dungsgemäß und im Unterschied zum Stand der Technik unmit
telbar von einer Gehäusekappe 22 seitlich und an der, dem
Röntgenstrahler 4 abgewandten ersten Stirnseite 23 umgeben.
Die Gehäusekappe 22 ist in bezug zum Flansch 2 und zum Rah
men der Strahlenblende 1 über elastische Elemente 24 ver
stellbar gelagert. Die elastischen Elemente 24 sind bei
spielsweise als Schraubenfedern ausgeführt und stützen
sich am Flansch 2 und an einem, an der Gehäusekappe 22
vorgesehenen Ring 25 ab. In der gezeigten Position findet
der Ring 25 ein Widerlager an einem Stützring 26, der am
Flansch 2 vorgesehen ist.
Trifft die Gehäusekappe 22 beim räumlichen Verstellen der
Strahlenblende 1 auf einen Gegenstand, so wird diese hier
durch relativ zum Rahmen der Strahlenblende 1 verstellt,
wobei am Flansch 2 vorgesehene Schaltmittel 27 über den
Ring 25 betätigt werden. Die Schaltmittel 27 wirken auf
eine Steuereinrichtung, die zur räumlichen Verstellung von
Komponenten, beispielsweise des Röntgenstrahlers 4, der
Strahlenblende 1 und eines Strahlenempfängers des Röntgen
diagnostikgerätes vorgesehen ist, so daß die weitere Ver
stellung der Strahlenblende 1 in Richtung auf den Gegen
stand unterbunden wird.
Die Gehäusekappe 22 in Verbindung mit den Schaltmitteln 27
dient somit als Auffahrschutz.
Um das Innere der Gehäusekappe 22 vor eindringendem Staub
und Schmutz zu schützen, ist an deren, dem Röntgenstrahler
4 zugewandten Ende ein Faltenbalg 28 vorgesehen, der sich
an der Gehäusekappe 22 und an dem Gehäuse 3 des Röntgen
strahlers 4 abstützt.
An der ersten Stirnseite 23 der Gehäusekappe 22 sind Hal
terungsmittel 29 für einen Abstandshalter 30 vorgesehen.
Besonders einfach kann der Abstandshalter 30 gegen einen
Abstandshalter mit unterschiedlicher Länge ausgetauscht
werden, wenn die Halterungsmittel 29 als Bajonettverbindung
ausgeführt sind. Ein Abstandshalter kann beispielsweise
eine Länge von 300 mm und ein anderer Abstandshalter eine
Länge von 380 mm haben.
Claims (5)
1. Strahlenblende (1) für ein Röntgendiagnostikgerät, mit
einer Filter- und Blendenanordnung und mit einer verstell
baren Gehäusekappe (22),
wobei die Strahlenblende (1) einen Rahmen zur Aufnahme der jeweils als Modul (10, 11, 12) ausgebildeten Filter- und Blendenanordnung aufweist,
wobei die Module (10, 11, 12) durch eine Rast- oder Schraubverbindung (17) am Rahmen gehalten sind,
wobei die Gehäusekappe (22) den Rahmen als Gehäuse seitlich und an einer ersten Stirnseite (23) unmittelbar umschließt und
wobei über die Gehäusekappe (22) Schaltmittel (27) zum Be grenzen der Verstellbarkeit von Komponenten des Röntgen diagnostikgerätes betätigbar sind.
wobei die Strahlenblende (1) einen Rahmen zur Aufnahme der jeweils als Modul (10, 11, 12) ausgebildeten Filter- und Blendenanordnung aufweist,
wobei die Module (10, 11, 12) durch eine Rast- oder Schraubverbindung (17) am Rahmen gehalten sind,
wobei die Gehäusekappe (22) den Rahmen als Gehäuse seitlich und an einer ersten Stirnseite (23) unmittelbar umschließt und
wobei über die Gehäusekappe (22) Schaltmittel (27) zum Be grenzen der Verstellbarkeit von Komponenten des Röntgen diagnostikgerätes betätigbar sind.
2. Strahlenblende (1) nach Anspruch 1,
wobei jede Filter- und Blendenanordnung als separates Modul
(10, 11, 12) ausgebildet ist.
3. Strahlenblende (1) nach Anspruch 1 oder 2,
wobei an dem, die erste Stirnseite (23) umgebenden Teil der
Gehäusekappe (22) Halterungsmittel (29) zum auswechselbaren
Lagern eines Abstandshalters (30) vorgesehen sind.
4. Strahlenblende (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
wobei an der, der ersten Stirnseite (23) des Rahmens gegen
überliegenden zweiten Stirnseite ein Flansch (2) vorgesehen
ist, über den die Strahlenblende (1) mittels einer Schraub
verbindung (5) an einem Strahlensender (4) befestigt werden
kann.
5. Strahlenblende (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei die Module (10, 11, 12) von Nuten (14, 15, 16) aufgenommen
werden, in denen sie durch eine Schraub- oder eine Rastver
bindung in bezug zum Strahlenbündel positioniert werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19924242835 DE4242835C2 (de) | 1992-12-17 | 1992-12-17 | Strahlenblende für ein Röntgendiagnostikgerät |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19924242835 DE4242835C2 (de) | 1992-12-17 | 1992-12-17 | Strahlenblende für ein Röntgendiagnostikgerät |
Publications (2)
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| DE4242835A1 DE4242835A1 (de) | 1994-07-07 |
| DE4242835C2 true DE4242835C2 (de) | 1995-10-05 |
Family
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1992
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