DE4244155C2 - Hub- und Arretiereinrichtung für das Dach und die obere Ladebühne an gedeckten Doppelstockautotransportgüterwagen - Google Patents

Hub- und Arretiereinrichtung für das Dach und die obere Ladebühne an gedeckten Doppelstockautotransportgüterwagen

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Description

Die Erfindung betrifft eine Hub- und Arretiereinrichtung für das Dach und die obere Ladebühne an gedeckten Doppelstockautotransportgüterwagen, die zur Anpassung an unterschiedliche Fahrzeugumgrenzungen und Transportanforderungen höhenverstellbare Fahrzeugdächer und Ladebühnen besitzen.
Nach der gattungsgemäßen DE 40 20 020 A1 sind gedeckte Doppelstockgüterwagen zum Transport von Personenkraftwagen bekannt, bei denen die obere Ladebühne und das Dach bewegungsabhängig miteinander gekuppelt sind, so daß bei Betätigung der Hubeinrichtung für die obere Ladebühne das Dach richtungskonform mitgenommen wird. Als Antrieb für die Hubeinrichtung sind an den Säulen synchron beschickbare Hydraulikzylinder angeordnet. Nachteilig ist hierbei, daß das Höhenverhältnis zwischen Dach und oberer Ladebühne nicht variierbar ist und damit die Gebrauchseigenschaften dieser Fahrzeuge erheblich eingeschränkt werden.
Es sind des weiteren Doppelstockautotransportwagen bekannt, bei denen die obere Ladebühne z. B. über Seilzüge oder Spindeln höhenverstellbar ist und das Dach über einen zentralen von der Bühnenhubeinrichtung getrennten Antrieb z. B. Pneumatikzylinder angehoben wird (DE 41 07 476 A1). Hierbei besteht der Nachteil, daß für den Dach- und Bühnenantrieb ein hoher Aufwand bei der Herstellung und Unterhaltung notwendig ist, da getrennte und unterschiedliche Hubeinrichtungen und Antriebe in mehrfacher Anordnung notwendig sind.
Nach US 1894 534 ist ein Doppelstockautotransportwagen bekannt, bei dem die Bühne über die Fahrzeuglänge in durch Spindeln verstellbare Teilstücke aufgegliedert ist. Das über die geraden seitlichen Wandteile und Stirnwände überstehende Dach ruht auf an den Wagenenden angeordneten Stützen, die nachteiligerweise durch Handhebel verstellbar und in ihrer oberen Stellung arretierbar sind, wobei das Dach eine Lage in angekippter Stellung einnimmt.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Dach- und Bühnenantrieb sowie eine -lagerung für gedeckte Doppelstockautotransportgüterwagen zu schaffen, wobei die jeweilige Stellung von Dach und oberer Ladebühne frei wählbar ist, der Aufwand bei der Herstellung und Unterhaltung gering gehalten, die Funktionssicherheit und Leichtgängigkeit vergrößert und die Bedienung vereinfacht wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in jeder Tragsäule für das Fahrzeugdach kombinierte Dach- und Ladebühnenspindelgetriebe vorhanden sind, für die ein gemeinsamer oder für ein Tragsäulenpaar gemeinsamer umschaltbarer Antrieb vorgesehen ist, daß für die vertikale Dach- und Ladebühnenführung zwischen Fahrzeugdach und Tragsäulen sowie zwischen oberer Ladebühne und Tragsäulen Führungselemente seitlich außerhalb der Tragsäulen angeordnet sind, die auf der an einem Fahrzeugende befindlichen Festlagerseite aus das Fahrzeugdach und die obere Ladebühne in Längs- und Querrichtung stabilisierenden Rollenführungen bestehen und auf der Loslagerseite aus das Fahrzeugdach und die obere Ladebühne in Querrichtung stabilisierenden Rollenführungen bestehen. Nach weiteren Merkmalen der Erfindung ist das kombinierte Dach- und Ladebühnenspindelgetriebe als ineinander geschobene Hohlspindel und Spindel ausgeführt. Die Tragsäulen besitzen in ihrem oberen Bereich einen U-förmigen Ausschnitt, der an seinem oberen Ende mit einem Querjoch mit Spindelmutter zur Spindellagerung abgeschlossen ist. Für die vertikale Lagerung der oberen Ladebühne sind im Sinne der Entlastung von Hohlspindel und Spindel seitlich über den Spindelmuttern in Längsrichtung Rollen und Kardanteile angeordnet. Die Hohlspindel und die Spindel tragen eine Spindelmutter mit Kunststoff Gewindeeinsatz. An der Loslagerseite zwischen der Spindelmutter und dem Kardanteil sind Hängelaschen angeordnet. Weiterhin sind an den unteren Enden der Hohlspindeln und der Spindeln Kettenräder angeordnet, die mit einer Antriebseinheit eine zusammengehörende und abgekapselte Baugruppe bilden. Entsprechend den Höhenendstellungen des auf die verschiedenen Fahrzeugumgrenzungen einstellbaren Fahrzeugdaches sind zwischen den Tragsäulen und dem Fahrzeugdach umsteckbare Auflagerelemente vorgesehen, die an der Festlagerseite des Fahrzeugdaches Vertikalauflagen und schräg flächige Horizontalbegrenzungen aufweisen und mit Gleichlaufkorrekturanschlägen korrespondieren. Den jeweiligen Höhenendstellungen des Fahrzeugdaches sind über Schaltkontakte fest programmierte Höhenstellungen der oberen Ladebühne zugeordnet. Die Gleichlaufkorrekturanschläge sind in der extremen Hoch- und Tiefstellung des Fahrzeugdaches und der oberen Ladebühne an den Tragsäulen angeordnet. Des weiteren sind an den Tragsäulen numerierte Sichtmarkierungen und an der Ladebühne ein Zeiger miteinander korrespondierend angeordnet.
Die Erfindung soll nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1: einen gedeckten Doppelstockautotransportgüterwagen,
Fig. 2: eine Einzelheit X der Fig. 1,
Fig. 3: eine Einzelheit Y der Fig. 1,
Fig. 4: einen Schnitt nach der Linie A-A der Fig. 3,
Fig. 5: einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. 2,
Fig. 6: eine weitere Ausführung der Bühnenaufhängung,
Fig. 7: eine Ansicht der Antriebseinrichtung für das Heben und Senken des Fahrzeugdaches und der oberen Ladebühne,
Fig. 8: eine weitere Ausführung einer Antriebseinrichtung als Ansicht von oben,
Fig. 9: eine weitere Ausführung der in Fig. 2 dargestellten Spindelmutter 11,
Fig. 10: eine Anzeigeeinrichtung für die Höhenstellung der oberen Ladebühne.
Die Fig. 1 zeigt einen gedeckten Doppelstockautotransportgüterwagen mit der Hub- und Arretiereinrichtung. Das anhebbare Fahrzeugdach 1 und die obere Ladebühne 2 werden über vier Tragsäulen 3, 4, 5 und 6 getragen, die auf dem Untergestell 7 ruhen. In jeder Tragsäule 3, 4, 5, 6 ist ein Dach- und Ladebühnenspindelgetriebe 8 untergebracht mit welchem wahlweise das Fahrzeugdach 1 oder die obere Ladebühne 2 vertikal bewegt werden kann. Dazu besteht das Dach- und Ladebühnenspindelgetriebe 8 aus einer Hohlspindel 9 und einer in diese hinein geschobenen Spindel 10. Die Hohlspindel 9 trägt dabei, wie in Fig. 2 zu sehen, über Spindelmuttern 11 und Vertikalauflagen 12 die obere Ladebühne 2. Ebenfalls über Spindelmuttern 11 und Vertikalauflagen 12 trägt die Spindel 10 das Fahrzeugdach 1. Zur Stabilisierung der Spindelhalterung und Begrenzung der Hubhöhe des Fahrzeugdaches 1 besitzen die Tragsäulen 3, 4, 5, 6 in ihrem oberen Bereich einen U-förmigen Ausschnitt 13, der an seinem oberen Ende mit einem Querjoch 14, das die Spindel 10 mit der Spindelmutter 11 hält, abschließt. Für die Halterung der Hohlspindel 9 an ihrem oberen Ende ist ein ebensolches Querjoch 14 im Bereich der höchsten Stellung der oberen Ladebühne 2 an den Tragsäulen 3, 4, 5, 6 angeordnet. Zwischen dem Fahrzeugdach 1 und den Tragsäulen 3, 4, 5, 6 sowie zwischen der oberen Ladebühne 2 und den Tragsäulen 3, 4, 5, 6 sind, wie die Fig. 2, 3, 4 und 5 zeigen, seitlich außerhalb der Tragsäulen 3, 4, 5, 6 Führungselemente 15 mit Führungsrollen 16 angeordnet. Sie laufen in speziell längs der Tragsäulen 3, 4, 5, 6 vorgesehenen Rollenführungen 17. Somit wird während des Anhebens oder Absenkens des Fahrzeugdaches 1 oder der oberen Ladebühne 2 ein stabiler, gleichmäßiger und leichtgängiger Bewegungsablauf gesichert. Insbesondere gewährleisten die Rollenführungen 17 auf der Festlagerseite 18 eine Längs- und Querstabilisierung und die Rollenführungen 17 auf der Loslagerseite 19 eine Querstabilisierung des Fahrzeugdaches 1 und der oberen Ladebühne 2. Zur Entlastung der Hohlspindel 9 und der Spindeln 10 . sind des weiteren auf der Festlagerseite 18 seitlich über den Spindelmuttern 11 Rollen 20 und Kardanteile 21 vorgesehen. Für die Wahl der jeweiligen Höhenendstellung des Fahrzeugdaches 1 sind zwischen dem Fahrzeugdach 1 und den Tragsäulen 3, 4, 5, 6 umsteckbare Auflagerelemente 22 angeordnet, die an der Festlagerseite 18 des Güterwagens Vertikalauflagen 23 und schrägflächige Horizontalbbegrenzungen 24 aufweisen und mit Gleichlaufkorrekturanschlägen 25 korrespondieren. Fig. 6 zeigt die Aufhängung der Ladebühne 2 über Hängelaschen 26 zwischen Kardanteil 21 und Spindelmutter 11. Die sich bei ungleichmäßiger Vertikalbewegung der Ladebühne 2 ergebende Horizontalverschiebung der Ladebühne 2 gegenüber den Tragsäulen 3, 4 auf der Loslagerseite 19 gleicht sich hierdurch aus. Das Anheben und Absenken erfolgt für Fahrzeugdach 1 und obere Ladebühne 2 mittels eines gemeinsamen Antriebes, beispielsweise eines Elektromotors 27, der über ein Getriebe 28 jeweils die Hohlspindeln 9 oder die Spindeln 10 eines Tragsäulenpaares 3, 4 oder 5, 6 antreibt. In der Fig. 7 ist der Umschaltmechanismus dargestellt, mittels welchem wahlweise das Fahrzeugdach 1 oder die obere Ladebühne 2 betätigt werden kann. An den unteren Enden der Hohlspindeln 9 und der Spindeln 10 sind dazu Kettenräder 29 vorgesehen, die über eine Kette 30 vom Elektromotor 27 angetrieben werden. Wahlweise befindet sich das Kettenrad 29 der Hohlspindel 9 oder der Spindel 10 im Eingriff. Eine weitere Ausführung des Umschaltmechanismus ist in der Fig. 8 als Ansicht von oben dargestellt. Hierbei sind zwei Spindeln 10 nebeneinander angeordnet, wobei eine von beiden für das Heben und Senken des Fahrzeugdaches 1 und die zweite für die Betätigung der oberen Ladebühne 2 vorgesehen ist. Über ein Getriebe 28 ist auch hier die wahlweise Betätigung der Spindeln 10 möglich. Fig. 9 zeigt eine weitere Ausführung der Spindelmutter 11 mit einem hochgleitfähigen Kunststoff Gewindeeinsatz 31, der von einem Metallring ummantelt und gesichert wird. Eine unter der Spindelmutter 11 angeordnete Metallmutter 32 übernimmt eine zusätzliche Sicherungsfunktion. Gemäß Fig. 10 sind an den Tragsäulen 3, 4 oder 5, 6 Sichtmarkierungen 33 angeordnet, die in Abhängigkeit von der Stellung des Fahrzeugdaches 1 eine exakte Höheneinstellung der oberen Ladebühne 2 ermöglicht. Dies ist mittels eines an der Ladebühne 2 angeordneten Zeigers 34 ablesbar.
Mit der Hub- und Arretierungseinrichtung sind gedeckte Doppelstockautotransportgüterwagen mit einfachem Bedienaufwand entsprechend den jeweiligen Transportanforderungen umrüstbar. Die jeweils benötigte Höhenstellung von Fahrzeugdach und oberer Ladebühne und deren Stellung zueinander ist frei einstellbar und gewährleistet somit hohe Gebrauchseigenschaften des Fahrzeuges. Die technische Umsetzung des Hebens und Senkens des Fahrzeugdaches und der oberen Ladebühne sichert eine hohe Funktionssicherheit und Leichtgängigkeit.

Claims (10)

1. Hub- und Arretiereinrichtung für das Dach und die obere Ladebühne an gedeckten Doppelstockautotransportgüterwagen, die zur Anpassung an unterschiedliche Fahrzeugumgrenzungen und Transportanforderungen höhenverstellbare Fahrzeugdächer und Ladebühnen besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Tragsäule (3, 4, 5, 6) für das Fahrzeugdach (1) kombinierte Dach- und Ladebühnenspindelgetriebe (8) vorhanden sind, für die ein gemeinsamer oder für ein Tragsäulenpaar (3, 4 oder 5, 6) gemeinsamer umschaltbarer Antrieb vorgesehen ist, daß für die vertikale Dach- und Ladebühnenführung zwischen Fahrzeugdach (1) und Tragsäulen (3, 4, 5, 6) sowie zwischen oberer Ladebühne (2) und Tragsäulen (3, 4, 5, 6) Führungselemente (15) seitlich außerhalb der Tragsäulen (3, 4, 5, 6) angeordnet sind, die auf der an einem Fahrzeugende befindlichen Festlagerseite (18) aus das Fahrzeugdach (1) und die obere Ladebühne (2) in Längs- und Querrichtung stabilisierenden Rollenführungen (17) bestehen und auf der Loslagerseite (19) aus das Fahrzeugdach (1) und die obere Ladebühne (2) in Querrichtung stabilisierenden Rollenführungen (17) bestehen.
2. Hub- und Arretiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das kombinierte Dach- und Ladebühnenspindelgetriebe (8) als ineinandergeschobene Hohlspindel (9) und Spindel (10) ausgeführt ist und die Tragsäulen (3, 4, 5, 6) in ihrem oberen Bereich einen U-förmigen Ausschnitt (13) besitzen, der an seinem oberen Ende mit einem Querjoch (14) mit Spindelmutter (11) zur Spindellagerung abgeschlossen ist.
3. Hub- und Arretiereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß für die vertikale Lagerung der oberen Ladebühne (2) im Sinne der Entlastung von Hohlspindel (9) und Spindel (10) seitlich über den Spindelmuttern (11) in Längsrichtung Rollen (20) und Kardanteile (21) angeordnet sind.
4. Hub- und Arretiereinrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlspindel (9) und die Spindel (10) eine Spindelmutter (11) mit Kunststoff- Gewindeeinsatz (31) tragen.
5. Hub- und Arretiereinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Loslagerseite (19) zwischen der Spindelmutter (11) und dem Kardanteil (21) Hängelaschen (26) angeordnet sind.
6. Hub- und Arretiereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den unteren Enden der Hohlspindeln (9) und der Spindeln (10) Kettenräder (29) angeordnet sind, die mit einer Antriebseinheit (27, 28) eine zusammengehörende und abgekapselte Baugruppe bilden.
7. Hub- und Arretiereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß entsprechend den Höhenendstellungen des auf die verschiedenen Fahrzeugumgrenzungen einstellbaren Fahrzeugdaches (1) zwischen den Tragsäulen (3, 4, 5, 6) und dem Fahrzeugdach (1) umsteckbare Auflagerelemente (22) vorgesehen sind, die an der Festlagerseite (18) des Fahrzeugdaches (1) Vertikalauflagen (23) und schrägflächige Horizontalbegrenzungen (24) aufweisen und mit Gleichlaufkorrekturanschlägen (25) korrespondieren.
8. Hub- und Arretiereinrichtung nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß den jeweiligen Höhenendstellungen des Fahrzeugdaches (1) über Schaltkontakte fest programmierte Höhenstellungen der oberen Ladebühne (2) zugeordnet sind.
9. Hub- und Arretiereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichlaufkorrekturanschläge (25) in der extremen Hoch- und Tiefstellung des Fahrzeugdaches (1) und der oberen Ladebühne (2) an den Tragsäulen (3, 4, 5, 6) angeordnet sind.
10. Hub- und Arretiereinrichtung nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den Tragsäulen (3, 4, 5, 6) numerierte Sichtmarkierungen (33) und an der Ladebühne (2) ein Zeiger (34) miteinander korrespondierend angeordnet sind.
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