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Ausgleichsgetriebe.. Die gemäß Patent 2639;r zum Spannungsausgleich
bei Mehrscheibenantrieben mit Umschlingung durch das gleiche Seil ('Kette') benutzten
Ausgleichsgetriebe sind als größte ihrer Art ganz besonderen Beanspruchungen unterworfen,
da durch sie Kräfte übertragen werden müssen. die bei den sonstigen Anwendungsgebieten
solcher Getriebe nicht im entferntesten in Betracht kommen. Es hat sich demgemäß
auch gezeigt, daß die infolge der Keilform der Zähne auftretenden Kräfte, die auf
Aufhebung des Zahneingriffs hinwirken, besonders sorgfältig aufgefangen werden müssen.
Bisher ist dies in der Weise gemacht worden, daß man, wie üblich, anstatt eines
einzigen Planetenrades mehrere solcher verwendet hat, die auf dem Umfang gleichmäßig
verteilt waren.
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plan rechnete zwar nicht- damit (vgl. Zeitschrift des Vereins deutscher
Ingenieure i 9 i 9, S. 9o3 ), daß diese zwei oder drei Planetenräder von Anfang
an gleichmäßig tragen und sich so in die übertragung des Drehmomentes teilen würden,
glaubte aber doch, däß- diese geeignet wären, dem Schiefstellen (-Taumeln) und Ecken
der Sonnenräder vorzubeugen. Es hat sich im Betriebe aber herausgestellt, daß trotz
sorgfältigen Einpassens dieser Planetenräder doch Störungserscheinungen auftraten,
die sogar zum Abbrechen einzelner Zähne führten; es beruht dies auf der Tatsache,
daß ein Ausgleichsgetriebe mit mehreren in dieselben Sonnenräder eingreifenden Planetenrädern
kinematisch überbestimmt ist - entsprechend der schon erwähnten statischen Unbestimmtheit
-, d. h. also einen übergeschlossenen Mechanismus darstellt, die bekanntlich alle
mehr oder weniger an solchen Zwängungserscheinungen leiden.
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Gemäß der Erfindung wird für große zu übertragende Kräfte eine reinliche
Scheidung zwischen den Aufgaben der Übertragung des Drehmomentes und der Abstützung
der das Taumeln der Sonnenräder bewirkenden Zahnrückdrücke geschaffen,- indem neben
. dem allein zur Kraftübertragung verwendeten Planetenraue besondere, im Planetenradträger
gelagerte Laufscheiben benutzt werden, die sich gegen entsprechende Laufkränze an
den Sonnenrädern abstützen, so daß bei der Verdrehung
der Sonnenräder
gegeneinander ein Abwälzen eintritt, wobei die Zentrierung der Sonnenräder und des
Planetenradträgers untereinander aufrechterhalten bleibt. Es entfallen damit vor
allen Dingen die Zwangserscheinungen, die sich bei der Verwendung mehrerer Planetenräder
bisher ergeben haben, die trotzdem von vornherein so bemessen werden mußten, daß
jedes einzelne die Umfangskraft zu übertragen in der Lage war.
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In der zugehörigen Zeichnung ist in Abb. i im Querschnitt, in Abb.2
in Ansicht eine Ausführungsform des Gedankens für ein Kegelradausgleichsgetriebe
gegeben, während Abb.3 und Abb.4 in entsprechenden Darstellungen die Abwandlung
auf ein Ausgleichsgetriebe mit Stirnrädern entsprechend der Patentschrift
341307 erkennen lassen.
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Um die Welle a läuft die Antriebsriemenscheibe b, in der das Planetenrad
c gelagert ist, das einerseits mit dem Sonnenrad d, anderseits mit dem Sonnenrad
e in Eingriff steht. An Stelle der sonst üblichen weiteren Planetenräder sind nun
die Laufscheiben f, f so angeordnet, daß sie auf den durch Verlängerung der
Fußkegel der Kegelräder d und e
gebildeten Bahnen g sich abwälzen können.
Da immer einer der Körper b, d oder e auf der Welle a festgekeilt werden kann, so
ist zunächst durch die drei Laufscheiben f eine Abstützung und Zentrierung gegeneinander
bedingt, die ein Taumeln ausschließt, so daß die durch die Keilwirkung der Zähne
des Planetenrades d bedingten Kräfte abgestützt werden. Dabei erscheint die auf
der Seite des Planetenrades c angeordnete Scheibe/ gegebenenfalls überflüssig.
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Bei der in Abb. 3 und 4 dargestellten Ausführungsform handelt es sich
um ein aus Stirnrädern aufgebautes Planetenradgetriebe, und zwar ein ungleichseitiges.
In der Riemenscheibe, b ist der als Planetenrad dienende Doppeltriebling e gelagert,
der einerseits in das als Innenzahnrad ausgebildete Sonnenradd', anderseits in das
als außen verzahntes Stirnrad ausgebildete Sonnenrad e' eingreift. Die Abstützung
des Doppeltrieblings c' gegenüber dem Planetenradträger b erfolgt dabei durch schalenartige
Lager h, h, die auf der einen Seite nach innen, auf der anderen Seite nach
außen gedreht sind und ihre Zentrierung gegen eine im Planetenradträger b vorgesehene
runde Öffnung i finden, deren Durchmesser entsprechend größer ist als der der Planetenräder
c', so daß eine exakte Abstützung des Laufzapfens k möglich ist, anderseits jedoch
der freie Zahneingriff des Planetenrades nicht behindert wird. Auf der Gegenseite
sind in derselben Weise durch die Kappen h, h getragen die Laufscheiben f,
f auf dem Zapfen k
angeordnet, die auf der einen Seite mit der Bahn g am Stirnrad
e', anderseits mit der Bahn g an dem Innenzahnrad d' in Eingriff stehen. Damit wird
gleichzeitig die fliegende Anordnung der Räder e' und f vermieden wie auch die Beanspruchung
des Lagerbolzens auf Verdrehung, Da das durch den Eingriff zwischen den Zahnräderne',
c' und d' bedingte Übersetzungsverhältnis etwas von dem abweicht, das durch die
Berührung der Laufrollen f, f mit den Bahnen g, g gegeben ist, so würde bei der
am nächsten liegenden Verbindung dieser beiden Rollen f, f im Sinne des Doppeltrieblings
c'# ein Ausgleich der Umfangsgeschwindigkeiten durch teilweises Gleiten eintreten
müssen. Dies kann in einfachster Weise aber durch die Sonderung der beiden Scheiben
vermieden werden.