DE426261C - Schutzschalter fuer Induktionsmotoren - Google Patents
Schutzschalter fuer InduktionsmotorenInfo
- Publication number
- DE426261C DE426261C DES62888D DES0062888D DE426261C DE 426261 C DE426261 C DE 426261C DE S62888 D DES62888 D DE S62888D DE S0062888 D DES0062888 D DE S0062888D DE 426261 C DE426261 C DE 426261C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- relay
- circuit breaker
- thermostat
- overload
- switch
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000006698 induction Effects 0.000 title claims description 4
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 11
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims description 7
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims description 5
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 claims description 2
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 claims 1
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 4
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 4
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 3
- 230000004913 activation Effects 0.000 description 1
- 230000009189 diving Effects 0.000 description 1
- 238000007654 immersion Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H73/00—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism
- H01H73/36—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism having electromagnetic release and no other automatic release
- H01H73/42—Protective overload circuit-breaking switches in which excess current opens the contacts by automatic release of mechanical energy stored by previous operation of a hand reset mechanism having electromagnetic release and no other automatic release reset by rotatable knob or wheel
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Protection Of Generators And Motors (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 10. SEPTEMBER 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 426261 -KLASSE 21 c GRUPPE 59
Firma Siemens-Schuckertwerke G. m. b. H. in Berlin-Siemensstadt*).
Schutzschalter für Induktionsmotoren. Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Mai 1923 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Schutzschalter für Induktionsmotoren, der den
Motor selbsttätig abschalten soll, erstens, wenn der Motor bei normaler Spannung
längere Zeit überlastet wird, zweitens, wenn
die Spannung stark zurückgeht, drittens, wenn der Strom beim Anlassen die normale
Anlaufstromstärke übersteigt, beispielsweise wegen eines Kurzschlusses in der Wicklung.
*.) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Gottlieb Speiser in Nürnberg.
Schutzschalter, die diese Forderungen erfüllen; sind bekannt. Bei einem solchen
Schalter steht das Aüslösewerk unter dem
Einfluß· wenigstens eines Uberiastungsrelais,
dessen Wirkung durch eiiien Thermostaten1
verzögert wird, und wenigstens eines Spannungsrückgangsrelais. Das Auslosewerk
ist außerdem noch der Einwirkung eines Anlaufrelais unterworfen, das die öffnung
des Schalters bei Überschreitung der normalen Anlaufstromstärke um einen bestimmten
Betrag bewirkt. Als Überlastungsrelais wird ein vom Motorstrom oder einem
Teil dieses Stromes geheizter Thermostat verwendet, als Spannungsrückgangsrelais ein
Elektromagnet. Das Überlastungsrelais wirkt mittelbar auf das Auslösewerk ein, durch Abschaltung
des Spannungsrückgangsrelais oder durch Kurzschließung seiner mit Vorwiderstand versehenen Wicklung.
Die Besonderheit des neuen Schalters besteht in der Hauptsache darin, daß ein elektromagnetisches
Überlastungsrelais verwendet wird, das beim Ansprechen einen von konstanter Spannung erregten, auf das Auslösewerk
des Schalters wirkenden Thermostaten einschaltet. Dieser Thermostat wird am besten in einen von der Spannung des
Motors erregten Stromkreis gelegt und für die an sich bekannte mittelbare Einwirkung
axif das Auslösewerk des Schalters, nämlich durch Vermittlung des Spannungsrückgangsrelais,
eingerichtet. Diese Anordnung bietet gegenüber dem bekannten Hitzdrahtrelais besonders den Vorteil, daß die Wirkung des
Überlastungsrelais und der Verzögerungseinrichtung sich weniger stark mit der Gebrauchsdauer
des Schalters ändert.
Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des neuen Schutzschalters
für Drehstrom in schematischer Weise dargestellt.
R, S, T sind die drei Leitungen des Drehstromnetzes, U, V, W die drei Klemmen des
Drehstrommotors. In die drei gesicherten Zuleitungen i, 2,3 des Motors sind drei einpolige
Selbstausschalter A1, A2, A3 mit Auslösemagneten
B1, B2, Bs und in Reihe mit
ihnen die Überlastungsrelais C1, C2, C3 eingeschaltet.
Bei den Schaltern A1 und A3 ist
die Wicklung 4 des Auslösemagneten B1 bzw. B3, der als Anlaufrelais dient, mit den
Schalterkontakten 5, 6 in Reihe geschaltet; bei dem Schalter A2 ist der Auslösemagnet B2
mit einer Spannungswicklung 7 versehen und als Spannungsrückgangsrelais ausgebildet.
Die Überlastungsrelais C1, C2, C3 und die
Anlaufrelais B1, B3 sind mit Tauchkernen 8
ausgestattet; die Tauchkerne ruhen bei Stromlosigkeit der Relaiswicklungen auf Anschlägen
9 und werden angehoben, wenn die Stromstärken in den Wicklungen bestimmte, durch Verstellung der Anschläge 9 einstellbare
Werte überschreiten. Das Spannungsrückgangsrelais B2 hat einen die Wicklung 7 R*
tragenden festen Kern 10 und einen bei 11 gelenkig gelagerten Anker 12, der unter der
Einwirkung einer Abreißfeder 13 steht.
Der verwendete Selbstausschalter ist von der bekannten Bauart, die eine Öffnung des
Schalters durch den Auslösemagneten bei Schließstellung des Schaltergriffes und auch
die Öffnung mittels des Schaltergriffes ermöglicht. Auf einer Grundplatte 14, die für
die drei Schalter A1, A2, A3 gemeinsam sein
kann, sind die Metallstücke 5 und 15 befestigt, die den Strom zum eigentlichen
Schalter leiten. Das Metallstück 5 dient zugleich als Schalterkontakt. Der zweite
Schalterkontakt 6 sitzt am Ende einer Feder 16, die an dem Metallstück 15 befestigt ist.
Auf diese Feder wirkt die Achse 17 eines Gelenkes, das einen bei 18 drehbar gelagerten
Lenker 19 mit einer Schubstange 20 verbindet. Diese Schubstange trägt an ihrem
freien Ende eine lose Rolle 21 auf einer Achse 22, die auf einer zur Grundplatte 14
etwa senkrecht stehenden Bahn 23 gerade geführt ist. Auf die Schubstange wirkt ein
unrunder Schaltnocken 24 mit einer Nase 25. Die Schaltnocken der drei Schalter sitzen auf
einer gemeinsamen Achse 26 mit einem Handgriff 27.
Die Auslösemagnete B1, B2, B3 sind so angeordnet,
daß die Rollen an den Schubstangen der Schalter in den Stoßbereichen der Tauchkerne bzw. des Ankers der Auslösemagnete
liegen.
In den Stoßbereichen der Tauchkerne der Überlastungsrelais C1, C2, C3 sind Schalter
D1, D2, D3 so angeordnet, daß die an
einem Isolierstück 28 befestigten Kontaktfedern 29, 30 miteinander in Berührung gebracht
werden, wenn der Tauchkern 8 angehoben wird. Diese Schalter liegen parallel zueinander
in einem von der Spannung erregten Stromzweig, der bei 31 von der Zuleitung 2
abgezweigt ist, außer den Schaltern die Heizwicklung 32 eines Thermostaten E und ihren
Vorwiderstand 33 enthält und bei 34 an die Zuleitung 3 angeschlossen ist.
Der Ausdehnungskörper des Thermostaten besteht aus einem Messingrohr 35, das mit
Schneiden zwischen einem festen Widerlager und einem bei 37 gelenkig gelagerten,
durch eine Feder 38 gegen das Messingrohr gezogenen beweglichen Widerlager 39 eingespannt
ist. Das bewegliche Widerlager bildet zusammen mit einem festen Kontakt einen Schalter im Stromzweig der Wicklung
7 des Spannungsrückgangsrelais B2, der durch die Leitung 41, 31 mit der Zuleitung 2,
4202(51
durch die Leitung 37, 34 mit der Zuleitung 3 verbunden ist.
Um die Wirkungsweise des Schutzschalters zu erläutern, sei angenommen: Die Überlastungsrelais
C1, C2, C3 seien so eingestellt,
daß sie bei 30 Prozent Überlastung des Motors ihre Tauchkerne anheben und die Schalter D1, D2, D3 schließen. Der Thermostat
E sei so eingestellt, daß von der Ein-
ίο schaltung der Heizwicklung 32 zehn Minuten
vergehen, bis das Messingrohr 35 durch seine Ausdehnung den Schalter 39, 40 öffnet. Die
Anlaufrelais B1, Bs seien so eingestellt, daß
sie bei 2oprozentiger Überschreitung des normalen Anlaufstromes ansprechen. Das Spannungsrückgangsrelais B2 sei so eingestellt,
daß es bei einem Rückgang der Spannung um 30 Prozent anspricht.
Die Zeichnung zeigt die Schalter A1, A2, A3
in geschlossenem Zustand. Sind die Schalter eben geschlossen worden, um den Motor anzulassen,
so ergibt sich, falls in der Wicklung des Motors nicht etwa ein Kurzschluß besteht,
folgendes Spiel: Die Überlastungsrelais C1, C2, C3 sprechen an, schließen die Schalter D1,
D2, D3 und schalten dadurch die Heizwicklung
des Thermostaten ein. Die Überlastungsrelais sprechen an, weil der Anlaufstrom den
Vollaststrom um mehr als 30 Prozent überschreitet. Diese Einschaltung des Thermostaten
bleibt aber wirkungslos, weil die Zeit des Anlaufes nicht ausreicht, das Messingrohr des
Thermostaten bis zur Öffnung des Schalters 39, 40 und somit zur Abschaltung des Spannungsrückgangsrelais
B2 auszudehnen.
Wird beim Anlauf die normale Anlaufstromstärke um mehr als 20 Prozent überschritten,
so wird wenigstens eines der Anlaufrelais B1, B3 ansprechen. Der Tauch-
kern 8 stößt dabei die Rolle 21 nach oben; der Kniehebel, den die Schubstange 20 der Schaltnocken
24 bei der gezeichneten Schließstellung der Teile miteinander bilden, wird im Gelenkpunkt
aufgelöst. Die Schalter feder 16 federt zurück und stößt vermittels der Schubstange
20 und Rolle 21 gegen die Nase 25 am Schaltnocken 24, dreht dadurch die Achse 26 im
Uhrzeigersinn und bewirkt so auch die öffnung der Schalter A2 und A3.
Wird der Motor längere Zeit stark überlastet, beispielsweise zehn Minuten lang um
mehr als 30 Prozent, so wird durch den Thermostaten E das Spannungsrückgangsrelais B2
abgeschaltet. Sein Anker 12 wird durch die Feder 13 abgerissen. Der Schlag seines freien
Endes gegen die Rolle 21 des Schalters A<,
löst dann wieder alle drei Schalter in der eben beschriebenen Weise aus.
Die Wirkung des beschriebenen Schutzschalters kann weiter verfeinert werden, wenn
man die Überlastungsrelais C1, C2, C3 verschieden
empfindlich einstellt und in die Zweige der Schalter D1, D2, D3 verschiedene
Widerstände legt, derart, daß die für die Öffnung des Schalters 39, 40 erforderlichen
Erhitzungszeiten des Thermostaten je nach dem Grade der Überlastung verschieden, und
zwar bei größerer Überlastung kleiner werden.
Claims (3)
1. Schutzschalter für Induktionsmotoren, auf dessen Auslösewerk ein Überlastungsrelais
mit durch einen Thermostaten verzögerter Wirkung und ein Spannungsrückgangsrelais einwirken und
dessen Auslösewerk auch noch der Einwirkung eines Anlaufrelais (z. B. B1)
unterworfen ist, das die öffnung des Schalters bei Überschreitung der normalen
Anlauf Stromstärke um einen bestimmten Betrag bewirkt, gekennzeichnet
durch ein elektromagnetisches Überlastungsrelais (z. B. C1) zur Einschaltung
eines Thermostaten (E), dessen Heizkörper (Wicklung 32) in einem Spannungsstromzweig
liegt und der in an sich bekannter Weise durch Vermittlung des Spannungsrückgangsrelais (B2) auf das
Auslösewerk des Schutzschalters einwirken kann.
2. Schutzschalter nach Anspruch 1 für einen Drehstrommotor mit mehreren
Überlastungsrelais, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlastungsrelais für verschiedene
Empfindlichkeiten eingestellt sind und Widerstände verschiedener Größe in den Heizstromzweig des Thermostaten
einschalten.
3. Schutzschalter nach Anspruch 1 für einen Drehstrommotor, gekennzeichnet
durch drei einpolige, mechanisch gekuppelte Selbstausschalter (A1, A2, As)
mit Auslösemagneten, von denen zwei (B1, B3) als Anlaufrelais eingestellt, der
dritte (B2) als Spannungsrückgangsrelais ausgebildet ist und durch drei Überlastungsrelais
(C1, C2, C3) mit Schaltern
(D1, D2, D3), die parallel zueinander im
Heizstromzweig (31, 33, 32, 37, 34) des Thermostaten (E) liegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES62888D DE426261C (de) | 1923-05-09 | 1923-05-09 | Schutzschalter fuer Induktionsmotoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES62888D DE426261C (de) | 1923-05-09 | 1923-05-09 | Schutzschalter fuer Induktionsmotoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE426261C true DE426261C (de) | 1926-09-10 |
Family
ID=7495957
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES62888D Expired DE426261C (de) | 1923-05-09 | 1923-05-09 | Schutzschalter fuer Induktionsmotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE426261C (de) |
-
1923
- 1923-05-09 DE DES62888D patent/DE426261C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE616717C (de) | Einrichtung an elektromagnetischen Friktionskupplungen zur selbsttaetigen Ausschaltung bei UEberlastung mit jederzeit unbehinderter Wiedereinschaltbarkeit | |
| DE426261C (de) | Schutzschalter fuer Induktionsmotoren | |
| DE656372C (de) | Mehrpoliges UEberstromrelais | |
| DE630915C (de) | Einphaseninduktionsmotor mit durch elektromagnetische Schalter gesteuerter Hilfsphase | |
| DE447623C (de) | UEberstromausloesevorrichtung | |
| DE394656C (de) | Elektromagnetischer UEberstromschalter | |
| DE547997C (de) | Selbsttaetige Kurzschlusspruef- und Wiedereinschaltvorrichtung fuer elektrische Leitungen | |
| DE453674C (de) | Schutzschalter fuer Induktionsmotoren | |
| DE632431C (de) | UEberstromschnellschalter | |
| DE453692C (de) | Schutzschalter fuer Induktionsmotoren | |
| DE511452C (de) | Selbsttaetiger Schalter fuer Gleichstrom | |
| DE417451C (de) | Sicherheitsanlassschalter fuer Drehstrommotoren | |
| DE445655C (de) | Waermeschutzvorrichtung fuer elektrische Maschinen und Apparate mit elektromagnetischem Ausloeser | |
| DE603005C (de) | Elektrische Schalteinrichtung, insbesondere fuer Hilfsmotoren im Bahnbetrieb | |
| DE521379C (de) | Anordnung zum Schutz einer Vorrichtung zur wiederholten Einschaltung selbsttaetiger Schalter | |
| AT137963B (de) | Verfahren und Schaltung zum Konstanthalten eines elektrischen Stromes. | |
| DE588225C (de) | Selbstschalter mit UEberstromausloesung und einer selbsttaetigen, im Falle Weiterbestehens des Fehlers nur einmal in Wirksamkeit tretenden Wiedereinschaltvorrichtung | |
| DE201752C (de) | ||
| DE949505C (de) | Elektrischer Selbstschalter mit Fehlerstromausloesung | |
| DE190084C (de) | ||
| DE402105C (de) | Elektromagnetischer UEberstromschalter | |
| DE581976C (de) | Anlassvorrichtung | |
| DE581788C (de) | Elektrischer spannungsabhaengiger UEberstromschalter fuer Gleichstrom, bei dem ein Ausloeser auf ein Klinkwerk einwirkt | |
| DE459313C (de) | Sicherheitsschaltung | |
| DE553932C (de) | UEberstromschalter mit einem Maximalausloeser und mit einem in diesen eingebetteten Schmelzlotausloeser, der in einem am unteren Ende geschlossenen Rohr das Lotmetall und den Loetstreifen enthaelt |