DE426536C - Verfahren und Einrichtung zum Compoundieren von Leitern fuer Unterseekabel - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Compoundieren von Leitern fuer UnterseekabelInfo
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Description
- Verfahren und Einrichtung zum Compoundieren von Leitern für Unterseekabel. Die insbesondere für Unterseekabel in Betracht kommenden unterteilten Leiter mit Guttaperclia- oder Balataisolation müssen vor dein Umpressen mit dem Isolationsmaterial einem sogenannten Compoundierverfahren unterzogen werden, um die zwischen den Litzenteilen und, im Falle eines gleichförmig helasteten Leiters, auch zwischen den Windungen des Belastungsmaterials befindliche Luft durch eine in der Wärine flüssige Masse züi verdrängen. Dies ist notwendig, weil sonst heini Umpressen des Leiters mit der Guttapercha in dein überzuge Luftblasen entstehen würden, die bei kleinerem Umfange in mühe-#-oller Nachseherarbeit von Hand beseitigt #\er(len müßten und bei stärkerem Auftreten den Leiter völlig unbrauchbar machen wür-I den. Auch würde bei Kabelinstandsetzungsarbeiten auf See die in dem Leiter eingeschlossene Luft die Herstellung einer guten IsolationsschicUt an der Reparaturstelle erschweren, da dieselbe durcl-i den auf dem liegengebliebenen Kabelstücl,- lastenden Wasserdruck die ],ei der Aufbringung noch weiche Isolierin#t-#;#e so Iange durchbrechen würde, bis der eingeschlossene Luftdruck sich mit dem atmosphärischen ausgeglichen hat. Es sind bereits verschiedene Verfahren zur Ausführung der Compoundierung bekannt, von denen je nach Eignung für die besondere Leiterform und aus wirtschaftlichen Erwä-,aungen heraus jeweils dem einen oder anderen der Vorzug gegeben wird. Eins dieser bet' el kannten Verfahren besteht darin, daß die Zwischenräume der Litze bereits bei deren Herstellung mit Compound ausgefüllt wer-]en, indem beispielsweise bei der Verseilung der Leiterteile der mittlere Draht der Litze kurz vor dem Verseilnippel durch die flüssige Compoundiermasse gezogen wird und über el dern mit dieser Masse bedeckten Leiter die äußeren Leiterteile verseilt werden. Dieses Verfahren ist aber nicht anwendbar, wenn es sieh tim gleichförmig belastete Leiter handelt, die zwecks künstlicher Erhöhung ihrer Selbstinduktivität nach der Aufbringung des Belastungsniaterials mit diesem zusammen geglüht werden- müssen, weil bei dem Glübprozeß die etwa in der Litze vorhandene Conipoundiermasse zerstört werden -würde. Ungeeignet ist das erwähnte Verfahren ferner -auch dann, wenn es sich um einen Leiter handelt, bei dem der zentrale Mitteldraht von einer Anzahl nahe aneinander anschließender sek-torförnliger Außenleiterteile umgeben ist, weil hierbei die Compoundmasse infolge der relativ geringen Zwischenräume zwischen den Litzenteilen nach außen gepreßt und durch ungleichmäßige Verteilung auf der Leiteroberfläche und die Verschmutzung der Maschine zu Störungen Anlaß geben würde. - Man hat deshalb für diejenigen Fälle, in denen das beschriebene Compoundierverfahren nicht anwendbar ist, zwei andere Verfahren vorgeschlagen. Nach dem ersteren wird der Leiter durch den in einem evakuierten. Behälter untergebrachten flüssigen Compound hindurchgezogen und alsdann an die Außenluft oder der größeren Sicherheit halber in einen gleichfalls mit flüssigem Cornpound gefüllten Behälter gebracht, in dem die Masse durch Anwendung hohen Druckes in die Zwischenräume der Litze gepreßt wird. Bei dem zweiten Verfahren wird der Leiter in einen luftdichten Behälter gebracht, aus welchem zunächst die Luft durch eine Luftpumpe abgesogen wird. Darauf läßt man den Compound in den Behälter einströmen, bis die Litze vollkommen von der Compoundrnasse eingeschlossen ist, unterbricht dann den Zufluß der Masse und preßt Luft in den Behälter hinein, so daß die Masse in die Zwischenräume des Leiters gepreßt wird und sie vollständig ausfüllt.
- Die beiden letzteren Verfahren eignen sich auch zum Compoundieren von bereits mit dem Belastungsmaterial bewickelten und geglühten, gleichförmig belasteten Signalleitern sowie firr Leiter mit zentralem Runddraht und darüber verseilten, dichL aneinanderliegenden sektorförmigen Leiterteilen.
- Die Erfindung betrifft ein neues, gleichfalls für jede Leiterform geeignetes, äußerst wirksames Compoundierverfahren, das vor den beschriebenen den Vorzug großer Einfachheit und Zeitersparnis hat, und beruht auf der Erkenntnis, daß das Vakuumverfahren entbehrlich ist, wenn der Compound unter genügendem Druck auf die Litze einwirkt und gleichzeitig durch Hindurchlaufenlassen der Litze durch den Druckbehälter ein sicheres Entweichen der Luft aus der Litze an der Eintrittsstelle in den Behälter ermöglicht ,vird. Nach der Erfindung erfolgt die Compoundierung in der Weise, daß die vom Haspel ablaufende Litze durch die in einem Behälter unter hohem Druck stehende flüssige Conipotindmasse gezogen wird und vorzugsweise in demselben Arbeitsgange (evtl. nach Durchlaufung des üblichen mit Klebecornpound gefüllten Behälters) in die Guttaperchaüberzugmaschine gelangt. In der Zeichnung ist die erfindungsgenläße Zinrichtung veranschaulicht. Die Litzea läuft durch einen heizbaren Behälter b. in welchem sich flüssiger, unter direktem hohen Druck stehender Compoundc befindet. Bei dem Eintritt der Litze a in den Behälter b wird die in der Litze a enthaltene Luft durch den unter direktem Druck stehenden Compound c vor der Einführung d bei e zum Entweichen gebracht, und an ihre Stelle tritt der nachdrän,gende Compound, der während des Durchlaufens des Behälters die Zwigchenräume zwischen den Litzenteilen restlos anfüllt.
- Nach der weiteren Erfindung erfolgt die Abdichtung des Behälters an der Ein- und Austrittsstelle der Litze durch eine Labyrintlidichtung, die hohen Flüssigkeitsdrucken standhält und gleichwohl ein Entweichen der Luft an der Eintrittsstelle der Litze gestattet.
- Abb.:2 zeigt die erfindungsgemäße Dichtung. f ist eine in die Stirnwand des Behälters b eingesetzte Hülse. g sind tellerförmig ausgearbeitete, mit Bohrung versehene Scheiben, die in die Hülse f eingefügt und, durch eine durchbohrte Verschraubung h zusammengehalten, ein Rohr mit Ringnuten darstellen. Beim Durchlaufen der Litze a bilden die Ringnuten die Labyrintlidichtung, indem sie, mit Compound gefüllt, bei genügender Anzahl den Druck des Cornpounds nach außen hin allmählich vollkommen aufheben. Die Bohrung der tellerförtnig ausgearbeiteten Scheiben g ist so bemessen, daß die durchlaufende Litze die Ringe selbst an keinem Punkt berührt, ohne dabei die Abdichtung irgendwie zu beeinträchtigen.
Claims (2)
- PATENT-ANspRüci-iF: i. Verfahren zum Compoundieren von Leitern für Unterseekabel, dadurch gekennzeichnet, daß der Leiter durch die in einem Behälter unter hohem Druckstehende flüssige Compoundmasse gezogen -%vird und vorzugsweise in demselben Arbeitsgang, gegebenenfalls nach Durchlaufung des üblichen Behälters mit Klebecompotind, mit der IsolationsschIcht aus Guttapercha, Balata oder ähnlichem Material überzogen wird.
- 2. Druckkessel für die Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an der Ein- und Austrittsstelle für den Leiter je eine Labvrinthdichtung angebracht ist, deren Ringnuten aus einer Anzahl von durchbohrten Tellerscheiben gebildet werden, die in einer Hülse zusammengehalten werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN23404D DE426536C (de) | 1924-07-23 | 1924-07-23 | Verfahren und Einrichtung zum Compoundieren von Leitern fuer Unterseekabel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN23404D DE426536C (de) | 1924-07-23 | 1924-07-23 | Verfahren und Einrichtung zum Compoundieren von Leitern fuer Unterseekabel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE426536C true DE426536C (de) | 1926-03-12 |
Family
ID=7342582
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN23404D Expired DE426536C (de) | 1924-07-23 | 1924-07-23 | Verfahren und Einrichtung zum Compoundieren von Leitern fuer Unterseekabel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE426536C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1028190B (de) * | 1954-01-13 | 1958-04-17 | Pirelli | Verfahren zum Bespuelen und UEberziehen des Leiters einer Kabelseele, insbesondere zum Ausfuellen der Zwischenraeume zwischen den Einzeldraehten eines vorerhitzten Leiters |
| DE1086313B (de) * | 1956-11-02 | 1960-08-04 | Bendix Aviat Corp | Verfahren und Vorrichtung zum Impraegnieren bzw. Auskleiden eines flexiblen Abschirmmantels fuer Kabel |
| DE1091906B (de) * | 1953-05-05 | 1960-10-27 | British Ropes Ltd | Verfahren zum Impraegnieren von Seilen |
-
1924
- 1924-07-23 DE DEN23404D patent/DE426536C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1091906B (de) * | 1953-05-05 | 1960-10-27 | British Ropes Ltd | Verfahren zum Impraegnieren von Seilen |
| DE1028190B (de) * | 1954-01-13 | 1958-04-17 | Pirelli | Verfahren zum Bespuelen und UEberziehen des Leiters einer Kabelseele, insbesondere zum Ausfuellen der Zwischenraeume zwischen den Einzeldraehten eines vorerhitzten Leiters |
| DE1086313B (de) * | 1956-11-02 | 1960-08-04 | Bendix Aviat Corp | Verfahren und Vorrichtung zum Impraegnieren bzw. Auskleiden eines flexiblen Abschirmmantels fuer Kabel |
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