DE4300565A1 - Vorrichtung zum grubenlosen Beschicken bzw. Stapeln von plattenförmigen Werkstücken - Google Patents
Vorrichtung zum grubenlosen Beschicken bzw. Stapeln von plattenförmigen WerkstückenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum
grubenlosen Beschicken bzw. Stapeln von plattenförmigen
Werkstücken.
Unter dem Begriff "Beschicken" wird auf dem vorliegenden
Fachgebiet das aufeinanderfolgende Entnehmen des jeweils
obersten plattenförmigen Werkstückes von einem Stapel von
im wesentlichen ausgerichtet, übereinander angeordneten
plattenförmigen Werkstücken, d. h. das stückweise Abbauen
dieses Plattenstapels und damit das Vereinzeln der
plattenförmigen Werkstücke des Plattenstapels zur
Weiterverarbeitung, verstanden. Vereinzelt wird für den
Begriff "Beschicken" auch der Begriff "Abstapeln"
verwendet.
Unter dem Begriff "Stapeln wiederum wird auf dem
vorliegenden Fachgebiet ein ausgerichtetes
Aufeinanderlegen einzeln angelieferter, plattenförmiger
Werkstücke zur Bildung eines derartigen Plattenstapels
verstanden.
Vorrichtungen der hier zur Diskussion stehenden Art können
wahlweise zum "Beschicken" (Abstapeln) oder zum "Stapeln"
eingesetzt werden. In Fertigungsstraßen werden daher in
aller Regel zwei Vorrichtungen eingesetzt, wovon die eine
Vorrichtung die jeweilige Bearbeitungsstation "beschickt"
und die andere Vorrichtung die bearbeiteten Werkstücke
"stapelt".
Bekannte Vorrichtungen zum grubenlosen Beschicken bzw.
Stapeln von plattenförmigen Werkstücken der hier zur
Diskussion stehenden Art sind ausgestattet:
- - mit einer Hebebühne, von der beim Beschicken die Werkstücke entnommen, bzw. auf die die Werkstücke beim Stapeln abgegeben werden,
- - mit einem Förderelemente aufweisenden Förderer, auf den die Werkstücke beim Beschicken einzeln aufgegeben, bzw. von dem die Werkstücke beim Stapeln einzeln entnommen werden,
- - einer über der Hebebühne und dem Förderer angeordneten Übergabeeinrichtung, mit der die Werkstücke in im wesentlichen horizontaler Richtung von der Hebebühne in eine Stellung über dem Förderer oder umgekehrt verlagerbar sind,
- - sowie einer Hubeinrichtung, über die die Werkstücke in vertikaler Richtung von dem Förderer in den Arbeitsbereich der Übergabeeinrichtung oder umgekehrt verbringbar sind.
Vorrichtungen dieser Gattung sind beispielsweise aus dem
Prospekt "Stapelautomaten" der Firma Nestle & Fischer GmbH
& Co. KG., dem Prospekt "Grubenlose Beschickstation TBH
21" der Anmelderin bzw. aus der DE-22 40 993 bekannt.
Allen gattungsgemäßen Vorrichtungen der bekannten Art ist
gemeinsam, daß für die Hubeinrichtung und die
Übergabeeinrichtung jeweils eigene Antriebe vorgesehen
sind. Da der Bewegungsablauf der Hubeinrichtung und der
Übergabeeinrichtung aufeinander abgestimmt sein muß, sind
bei den bekannten Vorrichtungen relativ aufwendige
Steuereinrichtungen vorgesehen, die über Endschalter,
Sensoren o. dgl. die Bewegungsablaufe durch Einwirken auf
die beiden Antriebe koordinieren.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein vollkommen
neuartiges Maschinenkonzept zu schaffen, das bei einfachem
und störunanfälligen Aufbau ohne aufwendige
Steuerungseinrichtungen zur Koordinierung der
Bewegungsabläufe auskommt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß
die Hubeinrichtung mit der Übergabeeinrichtung derart
zwangsgekoppelt ist, daß beide Einrichtungen eine
synchrone Arbeitsbewegung ausführen.
Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, die
Hubeinrichtung und die Übergabeeinrichtung hinsichtlich
ihrer Arbeitsbewegung derart zwangszukoppeln, daß
aufwendige Steuereinrichtungen zur Koordinierung der
Bewegungsabläufe nicht mehr erforderlich sind.
Die Zwangskopplung der Hubeinrichtung der
Übergabeeinrichtung zur Erzielung einer synchronen
Arbeitsbewegung kann dabei auf verschiedenste Weise
realisiert werden.
Bei einer bevorzugten und technisch besonders einfach
aufgebauten Vorrichtung der gattungsgemäßen Art wird die
Zwangskopplung erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die
Hubeinrichtung und die Übergabeeinrichtung mit
Antriebsmitteln ausgestattet sind, die einen gemeinsamen
Antrieb aufweisen. Aufgrund dieser Ausgestaltung ist für
beide Einrichtungen nur mehr ein einziger Antrieb
erforderlich, wodurch zwangsläufig aufwendige
Steuereinrichtungen zur Koordinierung der Bewegungsabläufe
entfallen können.
Grundsätzlich kann die Übergabeeinrichtung in jeder
beliebigen Weise gestaltet sein. Vorteilhaft ist es
jedoch, die Übergabeeinrichtung als im wesentlichen in
einer horizontalen Ebene zwischen einer Stellung über der
Hebebühne und einer Stellung über dem Förderer hin- und
herverfahrbare Saughebereinrichtung auszubilden. Derartige
Übergabeeinrichtungen sind zwar für sich allein
grundsätzlich bekannt, stellen jedoch im Zusammenwirken
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung eine besonders
geeignete Ausführungsform einer Übergabeeinrichtung dar.
Grundsätzlich kann auch die Hubeinrichtung in jeder
beliebigen Weise ausgestaltet sein. Im Zusammenwirken mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung eignet sich jedoch
insbesondere eine Hubeinrichtung, welche eine im
wesentlichen horizontal ausgerichtete Tragaufnahme
aufweist, die an einem Hubschlitten befestigt ist, welcher
an einer Geradführung in vertikaler Richtung auf- und
abverfahrbar ist.
Für die Gestaltung der Übergabeeinrichtung und der
Hubeinrichtung in der oben beschriebenen vorteilhaften Art
ist es zweckmäßig, die Antriebsmittel des gemeinsamen
Antriebes für die Hubeinrichtung als
Kurbelschleifenantrieb für die Tragaufnahme auszugestalten
und die Antriebsmittel für die Saughebereinrichtung als
Kettenantrieb auszugestalten, über den die
Saughebereinrichtung hin- und herverfahrbar ist. Die
Zwangskopplung wird bei dieser bevorzugten
Antriebsvariante dadurch hergestellt, daß der Kettentrieb
mit dem Hubschlitten der Tragaufnahme verbunden ist.
Grundsätzlich kann die Tragaufnahme in jeder beliebigen
Weise ausgestaltet sein. Vorteilhaft ist es, wenn die
Tragaufnahme als Gabelanordnung ausgebildet ist, deren
Zinken zwischen die Förderelemente des Förderers
einsenkbar sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Tragaufnahme als
Abschnitt des Förderers ausgebildet. Sofern die
Förderelemente des Förderers als Förderwalzen ausgebildet
sind, ist es vorteilhaft, auch die Förderelemente des
Abschnittes des Förderers als Förderwalzen auszubilden.
Auf diese Weise sind die Förderelemente sowohl des
Förderers als auch der Hubeinrichtung in gleicher Weise
ausgestaltet, so daß sich in der abgesenkten Lage der
Hubeinrichtung ein durchgängiger Rollenbahnförderer
ausbildet.
Vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, die
Förderwalzen des Abschnittes des Förderers und damit der
Tragaufnahme der Hubeinrichtung fliegend zu lagern.
Für besondere Anwendungsfälle kann es zweckmäßig sein, die
Förderwalzen des Abschnittes des Förderers mit einem
eigenen Antrieb auszustatten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die
Saughebereinrichtung eine Saugtraverse auf, die an einem
Fahrwagen befestigt ist, der an einer horizontalen
Fahrwagenführung in einer horizontalen Ebene hin- und
herverfahrbar ist. Eine derartige Anordnung besteht aus
bewährten Elementen und eignet sich deshalb besonders im
Zusammenhang mit einer Vorrichtung nach der vorliegenden
Erfindung.
Zweckmäßig ist es, zwischen der Hebebühne und dem Förderer
ein Trennelement anzuordnen. Dieses Trennelement kann im
Bereich seiner Oberkante eine Abstreif-Anschlagleiste
aufweisen, die in einem-bestimmten Abstand unterhalb der
Saughebereinrichtung angeordnet ist. Eine derartige
Abstreif-Anschlagleiste stellt sicher, daß im Falle eines
sogenannten "Klebeeffektes" zwischen dem von der
Saughebereinrichtung erfaßten plattenförmigen Werkstück
und dem nachfolgenden Werkstück, das nachfolgende
Werkstück beim Übergabevorgang abgestreift wird und damit
sichergestellt ist, daß ausschließlich das durch die
Saughebereinrichtung erfaßte Werkstück in den Bereich der
Hubeinrichtung verbracht werden kann. Die
Abstreif-Anschlagleiste hat selbstverständlich
ausschließlich Bedeutung beim Einsatz der
erfindungsgemäßen Vorrichtung als "Beschickvorrichtung".
Um die erfindungsgemäße Vorrichtung auf unterschiedliche
Plattenstärken einstellen zu können, ist es vorteilhaft,
die horizontale Fahrwagenführung zur Einstellung des
Abstandes zwischen der Abstreif- und Anschlagleiste und
der Saughebereinrichtung in Grenzen anhebbar und absenkbar
auszubilden.
Im folgenden ist zur weiteren Erläuterung und zum besseren
Verständnis ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Vorrichtung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren
näher beschrieben und erläutert.
Fig. 1 zeigt schematisch eine Vorderansicht der
erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 zeigt schematisch in einer perspektivischen
Ansicht ein Gestell der erfindungsgemäßen
Vorrichtung mit den Antriebsmitteln für eine
Hebebühne, eine Übergabeeinrichtung und eine
Hubeinrichtung,
Fig. 3 zeigt ein Funktionsschema der Antriebsmittel für
die Übergabeeinrichtung und die Hubeinrichtung
des Ausführungsbeispieles nach den Fig. 1 und 2,
Fig. 4 zeigt ein Funktionsschema für die Antriebsmittel
der Hebebühne des Ausführungsbeispieles nach den
Fig. 1 und 2,
Fig. 5 bis 10 zeigen in der Fig. 1 entsprechenden Ansichten die
Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung in
sechs verschiedenen Arbeitsstellungen.
Wie Fig. 1 zeigt, umfaßt die erfindungsgemäße Vorrichtung
zum grubenlosen Beschicken bzw. Stapeln von
plattenförmigen Werkstücken eine Hebebühne 1, einen im
vorliegenden Ausführungsbeispiel als Querförderer
ausgebildeten Förderer 2, eine über der Hebebühne 1 und
dem Förderer 2 angeordnete Übergabeeinrichtung 3 sowie
eine mit dem Förderer 2 sowie der Übergabeeinrichtung 3
zusammenwirkende Hubeinrichtung 4.
Die Hebebühne 1, die Übergabeeinrichtung 3 sowie die
Hubeinrichtung 4 sind in einem gemeinsamen Rahmen 5
angeordnet, wie er in Fig. 2 besonders gut zu ersehen ist.
Der Rahmen 5 umfaßt einen Bodenrahmen 6, einen
Deckenrahmen 7 sowie diese miteinander verbindende
vertikale Rahmenteile 8 herkömmlicher Bauart.
Die Hebebühne 1 umfaßt eine Hubblattform 9, welche von
einem Hubschlitten 10 auskragt, der in einer vertikalen
Führung an den in den Fig. 1 und 2 rechts dargestellten
Rahmenteilen 8 auf- und abverfahrbar ist. Diese
Verfahrbewegung wird über Antriebsmittel 11 bewirkt, die
in Fig. 4 dargestellt sind und auf die später noch kurz
eingegangen werden wird.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist die Hubplattform 9
ebenfalls als Rahmenkonstruktion gestaltet, die mit einer
Vielzahl von Tragwalzen zwischen den Längsträgern 12
ausgestattet ist. Diese Tragwalzen, von denen eine
Tragwalze 13 in Fig. 1 dargestellt ist, bilden in ihrer
Gesamtheit die eigentliche Tragplattform. In Fig. 2 sind
die Tragwalzen 13 der Übersichtlichkeit halber nicht
dargestellt.
Der Förderer 2, welcher im vorliegenden
Ausführungsbeispiel als sogenannter Querförderer
ausgebildet ist, besteht aus einer Vielzahl von
Förderbändern 14, die in Abständen fluchtend
hintereinander angeordnet sind und auf diese Weise eine
Förderebene bilden, mit der die plattenförmigen
Werkstücke - wie später noch beschrieben werden wird - in
Richtung des Pfeiles 15 ein- oder ausgefördert werden. Die
Förderbänder 14 besitzen einen gemeinsamen Antrieb, der in
Fig. 1 mit dem Bezugszeichen 48 versehen ist.
Unter den Förderbändern 14 des Förderers 2 ist am
Bodenrahmen 6 ein Antriebsmotor 16 gelagert, der über ein
Getriebe 17 auf eine Kurbel 18 einwirkt. Diese Kurbel 18
besitzt an ihrem freien Ende eine Gleitrolle 19, auf der
eine Führungsschiene 20 aufruht, die sich horizontal
erstreckt und Teil eines Hubschlittens 21 ist, der in
Führungen an den in Fig. 1 und 2 links dargestellten
Rahmenteilen 8 auf- und abverfahrbar ist.
Der Antriebsmotor 16 mit dem Getriebe 17 der Kurbel 18,
der Gleitrolle 19 und der Führungsstange 20 bilden einen
Kurbelschleifenantrieb 22, der das Antriebsmittel für die
Hubeinrichtung 4 bildet.
Im Bereich des oberen Endes des Hubschlittens 21 ist an
diesem eine Tragaufnahme 23 befestigt, die von dem
Hubschlitten 21 - wie die Fig. 1 und 2 zeigen - nach links
frei auskragt und im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus
einer Anzahl von Förderwalzen 24 besteht, die fluchtend
nebeneinander angeordnet sind, so daß ihre Oberseite eine
Tragfläche für die plattenförmigen Werkstücke bildet, wie
dies später noch im einzelnen beschrieben werden wird.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Förderwalzen
24 der Tragaufnahme 23 derart nebeneinander angeordnet,
daß sie mit den Zwischenräumen der Förderbänder 14 des
Förderers 2 fluchten. Mit anderen Worten: im abgesenkten
Zustand liegen die Förderwalzen 24 der Tragaufnahme 23 der
Hubeinrichtung 4 genau zwischen den Förderbändern 14 des
Förderers 2. Die Länge der Kurbel 18 des
Kurbelschleifenantriebes 22 und die Höhe des Hubschlittens
21 ist dabei derart bemessen, daß in der unteren
Totstellung des Kurbelschleifenantriebes 22 die
Förderwalzen 24 der Tragaufnahme 23 der Hubeinrichtung 4
mit ihrer Oberseite genau mit der Oberseite der
Förderbänder 14 des Förderers 2 fluchten. Die Tragaufnahme
23 der Hubeinrichtung 4 bildet somit im abgesenkten
Zustand einen Abschnitt des Förderers 2.
Selbstverständlich kann anstelle des in Fig. 1
dargestellten Querförderers auch ein sogenannter
Längsförderer angeordnet werden, der aus einer Vielzahl
von Förderwalzen besteht, die den Förderwalzen 24 der
Tragaufnahme 23 der Hubeinrichtung 4 entsprechen. Diese
Förderwalzen müssen lediglich derart angeordnet sein, daß
sie die Förderwalzen 24 der Tragaufnahme 23 im abgesenkten
Zustand der Hubeinrichtung 4 zwischen sich aufnehmen.
Im Bereich des Deckenrahmens 7 des Rahmens 5 ist über dem
Förderer 2 bzw. der Hubeinrichtung 4 und der Hebebühne 1
die Übergabeeinrichtung 3 angeordnet. Die
Übergabeeinrichtung 3 umfaßt im vorliegenden
Ausführungsbeispiel eine Saugtraverse 25, die auf ihrer
Unterseite in an sich bekannter Weise eine Anzahl von
Saugnäpfen 26 trägt. Die Konstruktion der Saugtraverse 25
mit den Saugnäpfen 26 ist bekannt und bedarf daher keiner
weiteren Erläuterung.
Die Saugtraverse 26 der Übergabeeinrichtung 3 ist an einem
Fahrwagen 27 befestigt, der an einer horizontalen
Fahrwagenführung 28 in einer horizontalen Ebene hin- und
herverfahrbar ist. Die Fahrwagenführung 28 ist im
vorliegenden Ausführungsbeispiel in den Deckenrahmen 7 des
Rahmens 5 der Vorrichtung integriert.
Die horizontale Fahrwagenführung 28 ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel über eine spezielle, lediglich in
Fig. 1 angedeutete Einstellvorrichtung 29 in Grenzen
anhebbar bzw. absenkbar. Auf diese Weise kann der Abstand
der Saugnäpfe 26 gegenüber einer Abstreif-Anschlagleiste
30 der jeweiligen Stärke der plattenförmigen Werkstücke
eingestellt werden. Die Abstreif-Anschlagleiste 30 ist im
Bereich der Oberkante eines Trennelementes 31 angeordnet,
das zwischen der Hebebühne 1 und dem Förderer 2 im Bereich
der in den Fig. 1 und 2, links, dargestellten vertikalen
Rahmenteile 8 angeordnet ist.
Das Trennelement 31 kann als komplette Wand oder auch als
Gitter o. dgl. ausgebildet sein.
Die Verfahrbewegung des Fahrwagens 27 in der horizontalen
Ebene wird durch Antriebsmittel 32 bewirkt, die in Fig. 3
dargestellt sind und auf die später noch eingegangen wird.
Die Antriebsmittel für die Hebebühne 1 sind in Fig. 4 in
Form eines Funktionsschemas im einzelnen dargestellt. Sie
bestehen aus einem Antriebsmotor 33, der über ein Getriebe
und eine Welle 34 obere Zahnräder 35 antreibt.
Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist die Antriebswelle 34 im
Bereich des Deckenrahmens 7 in der Höhe der rechten
vertikalen Rahmenteile 8 angeordnet. Fluchtend mit den
Zahnrädern 35 sind in den vertikalen Rahmenteilen 8
Zahnräder 36 angeordnet. Über die Zahnräder 35 und 36
laufen jeweils endlose Ketten 37, an denen der
Hubschlitten und damit die Hubplattform 9 der Hebebühne 1
befestigt ist.
Wird nun der Antriebsmotor 33 in Betrieb gesetzt, so
verdreht er über das nicht dargestellte Getriebe die Welle
34 und damit die Zahnräder 35. Auf diese Weise wird über
die Ketten 37 der Hubschlitten 10 der Hebebühne 1
angehoben oder abgesenkt.
Die Antriebsmittel 32 für die Hubeinrichtung 4 und die
Übergabeeinrichtung 3 sind in Fig. 3 in Form eines
Funktionsschemas dargestellt.
Wie bereits beschrieben, treibt der Antriebsmotor 16 über
das Getriebe 17 die Kurbel 18 an. Über die am freien Ende
der Kurbel 18 sitzende Gleitrolle 19 wird die
Führungsstange 20 und damit der Hubschlitten 21 in einer
vertikalen Ebene auf- und abbewegt.
An dem Hubschlitten 21 ist eine endlose Kette 38
angekoppelt, die über Umlenkzahnräder 39, 40, 41 und 42
geführt ist. Das Umlenkzahnrad 42 sitzt auf einer Welle
43, die Kettenräder 44 und 45 trägt. Mit diesen
Kettenrädern 44 und 45 fluchten Kettenräder 46 und 47.
Über die Kettenräder 44 und 46 bzw. 45 und 47 sind endlose
Ketten 49 geführt, die mit dem Fahrwagen 27 der
Übergabeeinrichtung 3 und damit mit der Saugtraverse 25 in
Verbindung stehen. Durch die beschriebenen Antriebsmittel
ist die Hubeinrichtung 4 mit der Übergabeeinrichtung 3
erfindungsgemäß derart zwangsgekoppelt, daß beide
Einrichtungen eine synchrone Arbeitsbewegung ausführen.
Diese Arbeitsbewegung wird erfindungsgemäß von einem
einzigen Antrieb, nämlich dem Antriebsmotor 16 mit
Getriebe 17 bewerkstelligt.
Im folgenden wird nun die Arbeitsweise einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung unter Bezugnahme auf die
Fig. 5 bis 10 in sechs verschiedenen Arbeitsstellungen
näher beschrieben und erläutert.
Wie Fig. 5 zeigt, trägt die Hebebühne 1 bereits einen
Stapel S von plattenförmigen Werkstücken. Über die in Fig.
4 dargestellten Antriebsmittel 11 befindet sich die
Hubplattform 9 bereits in ihrer für die Entnahme des
oberen plattenförmigen Werkstückes vorgesehenen
Zwischenstellung. In dieser Stellung wird die Saugtraverse
25 geringfügig abgesenkt, bis die Saugnäpfe 26 das oberste
plattenförmige Werkstück des Plattenstapels S erfassen
können. Diese Arbeitsstellung ist in Fig. 6 dargestellt.
Die Saugtraverse 25 wird dann zusammen mit dem
plattenförmigen Werkstück geringfügig angehoben, wie dies
in Fig. 7 dargestellt ist. Im Anschluß daran erfährt die
Saugtraverse 25 von ihrer in Fig. 7 dargestellten rechten
Endstellung nach links, wie dies in Fig. 8 dargestellt
ist. Sollte aufgrund eines Klebeeffektes unter dem von den
Saugnäpfen 26 erfaßten oberen plattenförmigen Werkstück
noch ein zweites plattenförmiges Werkstück hängen, so wird
dieses bei der Fahrbewegung der Saugtraverse von rechts
nach links über die im Zusammenhang mit Fig. 1
beschriebene Abstreif-Anschlagleiste 30 am oberen Ende des
Trennelementes 31 abgestriffen und verbleibt damit auf dem
auf der Hubplattform 9 liegenden Stapel S.
Aufgrund der Zwangskopplung der Saugtraverse 25 der
Übergabeeinrichtung 3 mit der Hubeinrichtung 4 bewegt sich
in dieser Arbeitsphase - wie ein Vergleich der Fig. 7 und
8 zeigt - die Tragaufnahme 23 der Hubeinrichtung 4 bereits
in Richtung des Pfeiles 50 nach oben.
Hat der Fahrwagen 27 und damit die Saugtraverse 25 die in
Fig. 9 dargestellte Endstellung erreicht, befindet sich
die Saugtraverse 25 in ihrer Übernahmestellung, wie dies
in Fig. 9 dargestellt ist. In dieser Phase geben die
Saugnäpfe 26 das plattenförmige Werkstück frei und legen
es damit auf der Tragaufnahme 23 der Hubeinrichtung 4 ab.
Im weiteren Verlauf fährt dann der Fahrwagen 27 aus seiner
in Fig. 9 dargestellten linken Endstellung zur Übernahme
eines weiteren plattenförmigen Werkstückes zurück zum
Stapel S, wie dies in Fig. 10 dargestellt ist. Aufgrund
der Zwangskopplung der Übergabeeinrichtung 3 und der
Hubeinrichtung 4 fährt bei dieser Bewegung die
Tragaufnahme 23 mit dem übernommenen plattenförmigen
Werkstück nach unten in Richtung des nicht dargestellten
Förderers 2, wie dies durch den Pfeil 51 in Fig. 10
angedeutet ist.
Hat die Tragaufnahme 23 ihre untere Endstellung erreicht,
so erfassen die Förderbänder 14 des Förderers 2 (vgl.
Fig. 1) das auf der Tragaufnahme 23 ruhende plattenförmige
Werkstück und fördern dieses zur weiteren Verarbeitung aus
der Vorrichtung aus. In dieser Phase erfassen bereits die
Saugnäpfe 26 der Saugtraverse 25 das oberste Werkstück des
Plattenstapels S, wie dies bereits im Zusammenhang mit den
Fig. 5 und 6 beschrieben wurde, womit ein neuer
Arbeitszyklus eingeleitet wird.
Die oben im Zusammenhang mit den Fig. 5 bis 10
beschriebene Arbeitsweise betrifft das sogenannte
"Beschicken" mit plattenförmigen Werkstücken. Soll die
Vorrichtung dagegen zum "Stapeln" von plattenförmigen
Werkstücken eingesetzt werden, so läuft die beschriebene
Arbeitsweise in umgekehrter Reihenfolge ab.
Claims (14)
1. Vorrichtung zum grubenlosen Beschicken bzw. Stapeln
von plattenförmigen Werkstücken,
- - mit einer Hebebühne (1), von der beim Beschicken die Werkstücke entnommen, bzw. auf die die Werkstücke beim Stapeln abgegeben werden,
- - mit einem Förderelemente aufweisenden Förderer (2), auf den die Werkstücke beim Beschicken einzeln aufgegeben, bzw. von dem die Werkstücke beim Stapeln einzeln entnommen werden,
- - einer über der Hebebühne (1) und dem Förderer (2) angeordneten Übergabeeinrichtung (3), mit der die Werkstücke in im wesentlichen horizontaler Richtung von der Hebebühne in eine Stellung über dem Förderer oder umgekehrt verlagerbar sind,
- - sowie einer Hubeinrichtung (4), über die die Werkstücke in vertikaler Richtung von dem Förderer (2) in den Arbeitsbereich der Übergabeeinrichtung (3) oder umgekehrt verbringbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Hubeinrichtung (4) mit der Übergabeeinrichtung
(3) derart zwangsgekoppelt ist, daß beide
Einrichtungen eine synchrone Arbeitsbewegung ausführen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hubeinrichtung (4) und die Übergabeeinrichtung
(3) mit Antriebsmitteln (32) ausgestattet sind, die
einen gemeinsamen Antrieb (16, 17) aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Übergabeeinrichtung (3) als im
wesentlichen in einer horizontalen Ebene zwischen
einer Stellung über der Hebebühne (1) und einer
Stellung über dem Förderer (2) hin- und herverfahrbare
Saughebereinrichtung (25, 26, 27) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung (4) eine im
wesentlichen horizontal ausgerichtete Tragaufnahme
(23) aufweist, die an einem Hubschlitten (21)
befestigt ist, welcher an einer Geradführung in
vertikaler Richtung auf und ab verfahrbar ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmittel
für die Hubeinrichtung (4) einen
Kurbelschleifenantrieb (22) für die Tragaufnahme (23)
aufweisen und die Saughebereinrichtung (25, 26, 27)
über einen Kettentrieb hin- und herverfahrbar ist, der
mit dem Hubschlitten (21) der Tragaufnahme (23)
verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragaufnahme
(23) als Gabelanordnung ausgebildet ist, deren Zinken
zwischen die Förderelemente des Förderers (2)
einsenkbar sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragaufnahme
(23) als Abschnitt des Förderers (2) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Förderelemente des Förderers
(2) und des Abschnittes des Förderers als Förderwalzen
ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 und 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Förderwalzen (24) des
Abschnittes des Förderers (2) fliegend gelagert sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Saughebereinrichtung eine Saugtraverse (25)
aufweist, die an einem Fahrwagen (27) befestigt ist,
der an einer horizontalen Fahrwagenführung (28) in der
horizontalen Ebene hin- und herverfahrbar ist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen der Hebebühne (1) und dem
Förderer (2) ein Trennelement (31) angeordnet ist, das
im Bereich seiner Oberkante eine
Abstreif-Anschlagleiste (30) aufweist, die in einem
bestimmten Abstand unterhalb des Saughebereinrichtung
(25, 26, 27) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die horizontale Fahrwagenführung (28) zur
Einstellung des Abstandes zwischen der
Abstreif-Anschlagleiste (30) und der
Saughebereinrichtung (25, 26, 27) in Grenzen anhebbar
und absenkbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Förderwalzen (24) des Abschnittes des
Förderers (2) einen eigenen Antrieb aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934300565 DE4300565A1 (de) | 1993-01-12 | 1993-01-12 | Vorrichtung zum grubenlosen Beschicken bzw. Stapeln von plattenförmigen Werkstücken |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934300565 DE4300565A1 (de) | 1993-01-12 | 1993-01-12 | Vorrichtung zum grubenlosen Beschicken bzw. Stapeln von plattenförmigen Werkstücken |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4300565A1 true DE4300565A1 (de) | 1994-07-14 |
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-
1993
- 1993-01-12 DE DE19934300565 patent/DE4300565A1/de not_active Ceased
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