DE430077C - Verfahren zur Gewinnung von Kristallen aus Loesungen mittels Abkuehlung - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Kristallen aus Loesungen mittels Abkuehlung

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DE430077C
DE430077C DEG60705D DEG0060705D DE430077C DE 430077 C DE430077 C DE 430077C DE G60705 D DEG60705 D DE G60705D DE G0060705 D DEG0060705 D DE G0060705D DE 430077 C DE430077 C DE 430077C
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Linde GmbH
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Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D9/00Crystallisation
    • B01D9/0004Crystallisation cooling by heat exchange
    • B01D9/0013Crystallisation cooling by heat exchange by indirect heat exchange

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Kristallen aus Lösungen mittels Abkühlung.
  • Kühlt man Lösungen von testen Stoffen unter ihre Sättigungstemperatur ab, so scheiden sich diese Stoffe in fester Form aus und lagern sich an die Kühlflächen an. Dies ist in den meisten Fällen unerwünschr, weil die Kühlwirkung verschlechtert wird. Die Kühlung wird zumeist zum Zwecke der Trennung der festen Stoffe von der Flüssigkeit vorgenommen, und diese können nicht aus der Flüssigkeit geschopft oder sonstwie entnommen werden, solange sie an der Kühlfläche haften.
  • Man hat deshalb mit Schabern oder auch mit Bürsten versehene Vorrichtungen angeordnet. die die ausgeschiedenen Stoffe von den Kuhlflächen entfernen. Mit der Größe der Vorrichtungen wachsen jedoch die technischen Schwierigkeiten, genau arbeitende Schaber anzubringen, und je nach Art der Stoffe. z. B. für harte Salzkristalle, ist der Arbeitsaufwand erheblich, ferner nutzen sich sowohl Schaber und Bürsten als auch die Kühlflächen, die in manchen Fällen aus Blei oder Kupfer, also aus weichen Metallen bestehen, stark ab.
  • Versuche, diese Nachteile zu vEermeiden, haben zu der Erfindung geführt. das Verfahren und eine beispielsweise zu seiner Ausführung dienende Vorrichtung seien an Hand der Zeichnung erläutert.
  • Das Gefäß a enthält das von kalter Sole oder verdampfendem Kältemittel durc'hflossene Kühlsystem b von beliebiger Form aus wagerechten oder senkrechten Rohren oder Manteiflächen, ferner einen um seine senkrechte Achse umlaufenden Blechzylinder c und schmale Rührflügel d.
  • Das Gefäß a ist mit gekühlter Lösung so weit gefüllt, daß der Zylinder c über den Flüssigkeitsspiegel hinausragt. Der Rührer d reicht bis nahe an den Zylinder c; je nach der erforderlichen Bewegung kann dieser Rührer in gleicher oder entgegengesetzter Richtung wie der Zylinder umlaufen (Abb. r) oder aber festgehalten werden (Abb. 2).
  • Die frische Lösung wird in der Mitte der Flüssigkeitssäule bei e zugeführt; diese kreist infolge der Adhäsionswirkung der äußeren Flüssigkeitsschicht um die Vertikalachse, gleichzeitig aber wird durch die NNirkung des Rührers d eine zusätzliche Radialbewegung der l"lüssigkeitsteiichen hervorgerufen, mit dem Ergebnis, daß lie zugeleitete frische Lösung nicht unmittelbar an den Zylindern geworfen wird, sondern jedes Flüssigkeitsteilchen, einen langen Weg durch diese Flüssigkeitssäule hindurch bis zur Wand c zurücklegt, der sich aus Tangential. und Radialbewegung als spiralförmige Bahn ergibt. Der Temperaturunterschied zwischen der im Gefäß befindlichen gekühlten Lösung und der zugeführten frischen Lösung ist in der Mitte der Flüssigkeitssäule am größten. Auf dem Wege zur Wand c findet ein erheblicher Wärmeaustausch innerhalb der gemischten Flüssigkeit statt so daß der Temperaturunterschied zwischen Wand- und Flüssigkeitssäule verschwindend klein wird.
  • Dies hat zur Folge, daß die festen Stoffe sich nicht an der Wand c festsetzen, sondern innerhalb der Flüssigkeit ausgefällt werden.
  • Die Manteifläche c bleibt also immer rein. Die gekühlte Lösung wird zusammen mit den ausgeschiedenen Stoffen an dem trichterförmigen Boden abgeführt.
  • Durch die Drehung des Mantels c wird in dem Raum zwischen diesem und der Gefåßwand, also auch innerhalb der die Kühlrohre umgebenden Flüssigkeit, eine lebhafte, ringförmige Bewegung erzeugt, die die Kälteübertragung vom Kühlsystem an die Flüssigkeit und von dieser an den Mantel c sehr wirksam gestaltet, die frisch zugeführte Lösung kann aber nicht in diesen Mantelraum gelangen; dieser enthält stets ein und dieselbe Flüssigkeit, die, einmal auf tiefe Temperatur gebracht, keine festen Stoffe mehr ausscheidet.
  • Mantel und Kühlflächen bleiben also rein, und damit gestattet das Verfahren einen ununterbrochenen Betrieb bei gleichbleibender vorzüglicher Kühlwirkung.
  • Da der Mantel c keinen Flüssigkeitsdruck auszuhalten hat, sondern entlastet ist, kann er dünnwandig hergestellt werden, wodurch die Kälteübertragung weiter erhöht und die Herstellungskosten vemiüalert werden, insbesondere wenn für nicht neutrale Flüssigkeiten wertvolle Baustoffe verwendet werden müssen.

Claims (2)

  1. P A T E N T - A N S P R Ü C H E : I Verfahren zur Gewinnung von Kristallen aus Lösungen mittels Abkühlung, dadurch gekennzeichnet, sodaß man die Lösung in die innere Schicht einer von außen mit Hilfe einer Kühlfläche auf niedrige Temperatur gebrachten Flüssigkeitssäule einleitet und sodann durch diese hindurch auf einem möglichst langen Wege zur Kühlfläche führt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Lösung innerhalb eines um eine senkrechte Achse umlaufenden Blechzylinders in zu dessen Umlaufbewegung gleicher oder entgegengesetzter Richtung gerührt wird, wobei man die Außenfläche des Zylinders mit Hilfe einer mittels Kühlrohrsystems o. dgl. auf niederer Temp eratur gehaltenen Flüssigkeit kühlt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0417686A3 (en) * 1989-09-13 1991-07-24 Tmci Padovan S.P.A. Device for stabilizing wines prior to bottling

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EP0417686A3 (en) * 1989-09-13 1991-07-24 Tmci Padovan S.P.A. Device for stabilizing wines prior to bottling

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