DE4301012C2 - Speicherschaltung für einen Lenkkreislauf - Google Patents
Speicherschaltung für einen LenkkreislaufInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen hydraulischen
Kreislauf, der aus einem Lenkungs- und einem zweiten
Verbraucherkreislauf besteht. Beide Kreisläufe werden
von einer gemeinsamen Hydraulikpumpe versorgt, wobei der
Lenkungskreislauf absoluten Vorrang besitzt.
Derartige Kreisläufe kommen vorrangig in mobilen Anlagen
zur Anwendung.
Solche Kreisläufe mit den entsprechenden Einrichtungen
sind zum Beispiel aus den DE 27 23 490 A1 und DD 2 27 102 A1
bekannt.
In der Hauptsache bestehen diese Kreisläufe aus einer
gemeinsamen Konstantpumpe und einem gemeinsamen Strom
teilventil, einer hydrostatischen Lenkeinrichtung und
einem Lenkzylinder einerseits und einem Wegeventil und
einem Arbeitszylinder andererseits.
Das Stromteilventil ist fremdgesteuert ausgeführt und
erhält sein Steuersignal als sogenanntes Lastsignal aus
der hydrostatischen Lenkeinrichtung. Nach diesem Lastsi
gnal reguliert das Stromteilventil seine Durchflußquer
schnitte in der Art, daß der Lenkkreislauf vorrangig und
bedarfsgerecht und der Arbeitskreislauf mit dem über
schüssigen Drucköl versorgt wird.
Es hat sich nun gezeigt, daß derartige Kreisläufe bei
bestimmten Lenkvorgängen funktionelle Nachteile aufwei
sen.
So stellt sich beim Lenkausschlag in der belasteten Zy
linderleitung ein von den Fahrbahnverhältnissen und der
Geometrie des Fahrzeuges bestimmter Druck ein. Dabei
wird der Druck in der Zulaufleitung zur Lenkeinrichtung
durch den Zylinderleitungsdruck und der Regeldruckdiffe
renz des Stromteilventiles bestimmt.
Nach der Beendigung des Lenkvorganges geht das Steuer
ventil der Lenkeinrichtung wieder in seine Neutralstel
lung zurück. Daraus ergibt sich ein Lastsignal, das den
gesamten Ölstrom über das Stromteilventil zur Arbeitshy
draulik leitet. Der Druck in der Zulaufleitung zur Lenk
einrichtung geht dabei insbesondere durch kurzzeitigen
Abbau über das Stromteilventil auf das Niveau der Regel
druckdifferenz des Stromteilventiles zurück.
Bei einer anschließenden und schlagartigen Wiederholung
des Lenkvorganges in die gleiche Richtung öffnet das
Steuerventil der Lenkeinrichtung und verbindet wieder
die Zulaufleitung zur Lenkeinrichtung und die entspre
chende Zylinderleitung. Bedingt durch die Kapazität des
Leitungssystems und die Verzögerung in der Regelung des
Stromteilventils entspannt sich der Druck in der Zylin
derleitung in Richtung des Stromteilventiles, bevor sich
in der Zulaufleitung zur Lenkeinrichtung ein neuer Druck
aufbauen kann. Diese Entspannung wirkt auf die Dosier
pumpe der Lenkeinrichtung und verursacht am Lenkrad ei
nen spürbaren Schlag und eine kurzzeitige und unkontrol
lierte Richtungsänderung der gelenkten Räder.
Dieser funktionelle Nachteil wirkt bei elektrisch be
triebenen Fahrzeugen verstärkt, da hier die Druckölpumpe
nicht ständig läuft, sondern stets durch eine Lenkbewe
gung zugeschaltet wird.
Es besteht die Aufgabe, in der Neutralstellung der Lenk
einrichtung eine Druckdifferenz zwischen der Zulauflei
tung zur Lenkeinrichtung und der belasteten Zylinderlei
tung weitestgehend zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in der Zulauflei
tung zur Lenkeinrichtung stromabwärts nach der Druckent
nahmestelle ein nichtentsperrbares, in Stromaufwärts
richtung schließendes Rückschlagventil und ein stromab
wärts nachgeschalteter Druckspeicher angeordnet sind.
Mit dieser Lösung wird der funktionelle Nachteil des
Standes der Technik vermieden, ohne das ein zusätzlicher
Energieverlust, wie bei Speicherschaltkreisen üblich,
auftritt. Nunmehr werden auch bei der Neutralstellung
der Lenkeinrichtung die annähernd gleichen Druckverhält
nisse zwischen der belasteten Zylinderleitung und der
Zulaufleitung zur Lenkeinrichtung aufrechterhalten, da
der Druckspeicher in bekannter Weise in kürzester Zeit
einen kurzzeitig erforderlichen Ölstrommangel aus
gleicht. Das so erreichte gleiche Druckniveau wirkt sich
vorteilhaft auf das Lenkverhalten aus. Unkontrollierte
Bewegungen und Schlupf der Dosierpumpe beim Anlenken
werden weitestgehend vermieden- so daß ein direktes Len
ken, ähnlich einer mechanischen Lenkung möglich wird.
Weiterhin wird dadurch das Anlenkverhalten bei ausgefal
lener Pumpe im Notbetrieb verbessert, da die vorhandene
Kapazität der erfindungsgemäßen Speicherschaltung kurz
fristig eine Servounterstützung bewirkt.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbei
spiel näher erläutert werden.
Dazu zeigt die
Fig. 1 ein Schaltbild eines Kreislaufes für eine
Lenk- und eine Arbeitshydraulik.
Danach besteht der Kreislauf aus den Standardelementen
Tank 1, Pumpe 2 und Druckbegrenzungsventil 3. Eine
Druckleitung 4 der Pumpe 2 führt zu einem fremdgesteuer
ten Stromteilventil 5 mit einem einseitig federbelaste
ten Regelschieber. Innerhalb des Stromteilventiles 5
verzweigt sich die Druckleitung 4 in eine Zulaufleitung
6 für einen Lenkungskreislauf und eine Zulaufleitung 7
für einen Arbeitskreislauf. Zum Arbeitskreislauf gehört
ein Wegeventil 8 und ein Arbeitszylinder 9. Der Len
kungskreislauf setzt sich im wesentlichen aus einer hy
drostatischen Lenkeinrichtung 10 und einem Lenkzylinder
11 zusammen. In der Zulaufleitung 6 zur Lenkeinrichtung
10 befinden sich erfindungsgemäß ein nichtentsperrbares
Rückschlagventil 12 und stromabwärts nachfolgend ein
Druckspeicher 13.
Die Lenkeinrichtung 10 besteht bekanntermaßen aus einem,
von einem Lenkrad 14 ansteuerbaren Steuerventil 15 und
einer Dosierpumpe 16 und besitzt Versorgungsanschlüsse
17 für den Zulauf, 18 für den Rücklauf und 19 und 20 für
den Lenkzylinder 11, sowie einen Steueranschluß 21 für
das Lastsignal. Von diesem Steueranschluß 21 führt eine
Steuerleitung 22 zur federbelasteten Seite des Strom
teilventiles 5. In der Zulaufleitung 6 zur Lenkeinrich
tung 10, zwischen dem Stromteilventil 5 und dem nicht
entsperrbaren Rückschlagventil 12 befindet sich eine
Druckentnahmestelle 23 für eine zur nichtfederbelasteten
Seite des Stromteilventiles 5 führende Steuerleitung
24.
In der Neutralstellung der Lenkeinrichtung 10 ist auf
Grund der konstruktiven Ausführung der Durchfluß durch
die Lenkeinrichtung 10 geschlossen. Der Ölstrom liegt
mit dem vollen Anlagendruck am Verbraucheranschluß 17
an. Dieser Druck wird an der Druckentnahmestelle 23 ge
messen und über die Steuerleitung 24 als Drucksignal der
nichtfederbelasteten Seite des Stromteilventiles 5 zuge
führt. Auf Grund der Druckverhältnisse verschiebt sich
der Regelschieber des Stromteilventiles 5 entgegen sei
ner Regelfeder. Dadurch wird die Zulaufleitung 6 zur
Lenkeinrichtung 10 geschlossen und die Zulaufleitung 7
zum Arbeitszylinder 9 voll geöffnet.
Bei Auslenkung des Steuerventiles der Lenkeinrichtung 10
werden Öffnungsquerschnitte frei, die über die Dosier
pumpe 16 einen Durchfluß zu einem der Versorgungsan
schlüsse 19 oder 20 und damit zum Lenkzylinder 11 ge
währleisten. Der sich in Abhängigkeit von der Last am
Lenkzylinder 11 aufbauende Druck pflanzt sich entgegen
der Strömungsrichtung über die Lenkeinrichtung 10, den
Steueranschluß 21 und der Steuerleitung 22 fort und wird
der federbelasteten Seite des Stromteilventiles 5 als
Lastsignal zur Verfügung gestellt. Entsprechend den Ver
hältnissen zwischen dem Zulaufdruck einerseits und dem
Lastdruck und der Kraft der Regelfeder andererseits
nimmt der Regelschieber des Stromteilventiles 5 eine
Gleichgewichtsstellung ein, die den von der Pumpe 2 ge
förderten Ölstrom in einen Lenkungs- und einen Zweit
strom aufteilt.
Ist der Lenkvorgang abgeschlossen, geht das Steuerventil 15
der Lenkeinrichtung 10 automatisch wieder in Neutral
stellung, das Stromteilventil 5 nimmt eine seiner End
stellungen ein und der gesamte Ölstrom wird zum Arbeits
zylinder 9 geleitet. Dabei wird die Ölsäule zwischen dem
Steuerventil der Lenkeinrichtung 10 und dem Lenkzylinder
11 eingeschlossen und der hohe Druck in diesem Raum er
halten. Durch die Sperrfunktion des nichtentsperrbaren
Rückschlagventiles 12 wird einmal ein Ölverlust aus der
Zulaufleitung 6 über das Stromteilventil 5 verhindert
und durch die Versorgungsfunktion des Druckspeichers 13
zum anderen ein nicht zu verhindernder Leckverlust aus
geglichen.
Bei einer anschließenden und schlagartigen Wiederholung
der Lenkbewegung in die gleiche Richtung werden die be
lastete Lenkzylinderleitung und die Zulaufleitung zur
Lenkeinrichtung 10 wieder verbunden. Die dabei annähernd
gleichen Drücke beider Ölsäulen ermöglichen eine gefühl
volle Fortführung der Lenkbewegung.
Claims (1)
- Speicherschaltung für einen Lenkkreislauf, der mit einem Arbeitskreislauf verbunden ist, bestehend aus
- - einer gemeinsamen Pumpe, einem gemeinsamen und fremd gesteuerten, einseitig federbelasteten Stromteil ventil,
- - einem Wegeventil und einem Arbeitszylinder für den Arbeitskreislauf und
- - einer hydrostatischen Lenkeinrichtung mit einer ver stellbaren Drossel und einem Lenkzylinder für den Lenkkreislauf,
- - wobei die Lenkeinrichtung stromabwärts nach der verstellbaren Drossel eine Lastsignalentnahmestelle besitzt, die mit der federbelasteten Seite des Strom teilventiles verbunden ist und vor der verstellbaren Drossel eine Druckentnahmestelle besitzt, die mit der nichtfederbelasteten Seite des Stromteilventiles verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zulaufleitung (6) zur Lenkeinrichtung (10) stromabwärts nach der Druckentnahmestelle (23) ein nichtentsperrba res, in Stromaufwärtsrichtung schließendes Rückschlag ventil (12) und ein stromabwärts nachgeschalteter Druck speicher (13) angeordnet sind.
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