DE430160C - Verfahren und Vorrichtung zum Schwelen von Brennstoff - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schwelen von Brennstoff

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DE430160C
DE430160C DEC35982D DEC0035982D DE430160C DE 430160 C DE430160 C DE 430160C DE C35982 D DEC35982 D DE C35982D DE C0035982 D DEC0035982 D DE C0035982D DE 430160 C DE430160 C DE 430160C
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Germany
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shaft
fuel
oven
channel
furnace
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DEC35982D
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ERNST CHUR
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ERNST CHUR
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B49/00Destructive distillation of solid carbonaceous materials by direct heating with heat-carrying agents including the partial combustion of the solid material to be treated

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Schwelen von Brennstoff. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schwelen von Brennstoff, z. B. Braunkohle, Torf, Steinkohle, welches in stetigem Betrieb durchgeführt «,-erden kann und bei dem der Brennstoff stoßfrei und ohne Staubentwicklung bewegt und während der Erhitzung einer Pressung unterworfen wird, so daß sich ein fester Koks bzw. Halbkoks ergibt. Nach der Erfindung wird der Brennstoff von unten nach oben durch einen Schachtraum gedrückt, der in verschiedenen Höhenlagen verschieden stark beheizt wird. Bei der Bewegung des Brennstoffes ist von der Fördervorrichtung das Gewicht der gesamten Brennstoffsäule und die Reibung dieser Säule an den Schachtwänden zu überwinden. Infolgedessen wird auf die unter der Erhitzung weich gewordene Kohle ein erheblicher Druck ausgeübt. Es entsteht ein fester Halbkoks. Da keinerlei Stürzung dieses Halbkoks in Frage kommt, dieser vielmehr ruhig aufwärts bewegt und aus dein Schacht geschoben wird, bleibt er großstöckig und das Gas staubfrei. Zur Ausführung des Verfahrens wird ein Schwel= ofen benutzt, dessen Schacht unten mit einer Brennstoffzuführung und einer Preßvorrichtung, z. B. einer Schnecke, versehen ist. Oben kann der Schacht offen sein, so daß de, Halbkoks bei stetigem Betrieb ohne weiteres auf einen die obere Schachtöffnung umgebenden Entnahmeteller gelangt. Zur Schwelgasab--leitung dient ein achsial im Schachtraum angebrachter Kanal, der durch zahlreiche Zweigkanäle mit dem Schachtraum in Verbindung steht und unten an die Gasleitung angeschlossen ist. Das Schwelgas zieht somit dem Brennstoff entgegen, gibt an diesen Wärme ab und wird vor Überhitzung bewahrt. Auch den Brennstoffzuleitungskanal kann man reit einem Schwelgaskanal umgeben.
  • Zur Beheizung der Brennstoffsäule dienen mehrere übereinander angeordnete Gruppen auf- und absteigender Heizkanäle. Während die oberen Gruppen mit Heizgas und Verbrennungsluft beschickt werden. «erden durch die unteren Heizkanäle die Abgase der oberen geleitet. . Die untere Beheizung mit Abgasen dient vornehmlich zum Trocknen und Vorerhitzen des Brennstoffes. Die in dein unteren Teil sich entwickelnden Gase werden mit dem Wasserdampf durch eine besondere Leitung getrennt von den Schwelgasen des oberen Schachtteiles abgeführt. Der obere Schachtteil ist unbeheizt, in ihm kühlt sich der Halbkoks allmählich ab.
  • Zur Erleichterung des Gleitens der Brennstoffsäule im Schacht kann man gegebenenfalls den achsialen, mit Schwelgasabteilung versehenen Einbau des Schachtes an der Drehung der Schnecke teilnehmen lassen. Man kann auch, um den Betrieb der Schnecke zu erleichtern, diese während der Drehung abwechselnd heben und senken, beispielsweise mittels eines Exzenters.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Schwelvorrichtung in senkrechtem Schnitt dargestellt.
  • Der Schachtraum a, von beispielsweise kreisförmigem Querschnitt, enthält achsial den Einbau b mit Gasableitungskanal c, der durch viele kleine Kanäle d mit dem mittleren Teil des Schachtraumes in Verbindung steht. Der Schacht ist oben offen und von der Entnahmeschale e umgeben. Unten enthält der Schacht die Schnecke f, welche den durch den Kanal g zugeführten Brennstoff im Schachtraum aufwärts drückt. Die Ableitung der Schwelgase erfolgt durch den Kanal t und den den Brennstoffzuführungskanal g umgebenden Kanal h hindurch. Man kann aber auch unten eine achsiale Gasableitung anordnen, um das Gleiten des Brennstoffes nicht durch eine die Brennstoffsäule durchdringende Leitung zu behindern, und kann durch den Kanal h. gegebenenfalls zur Vorwärmung des Brennstoffes Abgase leiten.
  • Der obere Teil des Schachtraumes dient als Kühlzone und ist unbeheizt. .Im mittleren Teil sind übereinander drei an Gasleitungen i bzw. h bzw. na angeschlossene, mit Verbrennungsluftzuführungen versehene Gruppen auf- und absteigender Kanälen, o, p an- geordnet. Die Abgase jeder Heizkanalgruppe ziehen zur nächsttieferen Gruppe. Die gesamten Abgase der tiefsten Heizkänalgruppe p ziehen schließlich durch die Kanäle r des unteren Schachtteiles, in dein der Brennstoff lediglich vorerhitzt und getrocknet wird. Die hier entwickelten Gase und der Wasserdampf werden von den Schwelgasen getrennt durch die Leitung s abgeführt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verschwelen von Brennstoff (Braunkohle, Steinkohle, Torf usw.) in einem durchgehenden, von außen beheizten Schachtraum, durch den der Brennstoff von unten nach oben hindurchgedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff bei seiner Aufwärtsbewegung in immer heißere Zonen gelangt und die entwickelten Gase und Dämpfe unmittelbar aus diesen Zonen in eine zentrale Ableitung abgeführt werden, worauf der Brennstoff noch einen weiteren unbeheizten Schachtteil passiert, um oben frei ausgetragen zu werden.
  2. 2. Ofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das obere offene Schachtende in eine geräumige Entnahmeschale (e) mündet.
  3. 3. Ofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den Schachtraum, in den ein seitlicher Brennstoffzuführungskanal !b) mündet, eine im unteren Teil des Schachtes (a) angeordnete Schnecke (f) speist, die den Brennstoff im Schacht hochdrückt. q..
  4. Ofen nach Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, claß der obere Teil des Schachtes unbeheizt, der mittlere mit mehreren übereinander angeordneten, an Gasleitungen (i, k, in) angeschlossenen Gruppen auf und ab führender Kanäle (ia, o, p) und der untere mit einer Gruppe auf und ab führender Abgaskanäle (r) versehen ist.
  5. 5. Ofen nach den Ansprüchen 2 bis .I, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoffzuführungskanal (g) von einem die Destillationsgase abführenden Kanal (I1) umschlossen ist.
  6. 6. Ofen* nach den Ansprüchen 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern des Schachtes (a) achsial ein mit dem Schachtraum durch kleine Zweigkanäle (d) in Verbindung stehender Gasableitungskanal (c) mit unten liegender Gasabführung (t) angeordnet ist.
  7. 7. Ofen nach Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, daß die Abgase jeder Heizkanalgruppe (n, o, p, r) jeweils der nächstunteren Gruppe zugeführt werden. B. Ofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnecke (f) während des Umlaufs gehoben und gesenkt wird. cg. Ofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der mit spiralförmigen Erhöhungen versehene achsiale Einbau (b) sich gleichzeitig mit der Schnecke (Fördervorrichtung) dreht.
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