DE4307287C2 - Verfahren zum Umhüllung eines Stapels - Google Patents

Verfahren zum Umhüllung eines Stapels

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Umhüllen eines aus einer Mehrzahl von Gegenständen gebildeten Stapels mit stretchfähiger Folie, wobei ein Folien­ schlauch von einem Folienvorrat abgezogen, geöffnet und entsprechend der Höhe des zu umhüllenden Stapels abgetrennt und zu einer Haube verschlossen wird, die Haube von einer Haubenüberzieheinrichtung mit we­ nigstens vier in Horizontal- und Vertikalrichtung ver­ schiebbaren Reffingern übernommen wird, indem die Reffinger durch horizontales Einfahren in die vier Eck­ bereiche der Haube eingreifen, anschließend die Haube faltenbalgartig um die Reffinger herumgelegt, dann durch horizontales Ausfahren der Reffinger auf einen größeren Grundriß als den des Stapels horizontal aufge­ zogen und nachfolgend über den Stapel gezogen und aus ihrer aufgezogenen Stellung zur Anlage an den Sta­ pel freigegeben wird.
Ein solches Verfahren ist beispielsweise aus der EP 0 344 815 A1 bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren wird die aus einem Folienschlauch gebildete Folie zum Überziehen über den Gutstapel auf einen größeren Grundriß als den des Stapels aufgezogen und anschlie­ ßend unter Freigabe von den Reffingern über den Sta­ pel gezogen. Dabei legt sich die Folienhaube aufgrund ihrer Stretchfolieneigenschaften dann automatisch eng an den Stapel an.
Diese bekannten Verfahren arbeiten einwandfrei, wenn Gutstapel gebildet bzw. mit einer Folienhaube überzogen werden, welche über ihrer Höhe eine kon­ stante Querschnittsfläche aufweisen. Es hat sich jedoch herausgestellt, daß bei Gutstapeln mit über der Höhe unterschiedlicher Querschnittfläche, beispielsweise bei Kommissionspaletten mit nach unten wachsendem La­ dungsumfang, Probleme, insbesondere Überdehnungen der Folie auftreten können, was zu einer Schädigung der Folie und damit zu einer Verringerung der Transportfe­ stigkeit der Palettenladungen führen kann.
Aus der GB 1 333 125 ist es zum Überziehen von Sta­ peln mit über der Höhe seitlich zueinander versetzten Lagen mit gleicher Querschnittsfläche bekannt, den die Reffinger wagenden Rahmen und damit die Reffinger bei der Vertikalbewegung horizontal derart zu verfah­ ren, daß der Abstand der Reffinger gegenüber den Eck­ bereichen des Stapels jeweils etwa konstant ist. Durch eine solche horizontale Verschiebung des die Reffinger tragenden Rahmens lassen sich die vorgenannten Pro­ bleme bei einem beispielsweise aus der EP 0 344 815 A1 bekannten Verfahren jedoch nicht lösen.
Aus DE 90 06 384 U1 ist eine Vorrichtung zum Um­ hüllen eines Stapels mit stretchfähiger Folie bekannt, welche im die Reffinger tragenden Rahmen Abstands­ sensoren aufweist, welche den Überziehvorgang unter­ brechen, wenn sich die Reffinger bzw. der Rahmen bei der Vertikalbewegung zu nah dem Stapel annähern. Aus der DE 40 19 041 C1 ist ein Verfahren zum Umhüllen eines Stapels mit stretchfähiger Folie bekannt, bei wel­ chem zum mehrlagigen Ablegen des Haubenöffnungs­ randes im Bereich der Stapelunterseite oder an der Pa­ lette der Rahmen auf- und abgefahren wird und beim Auf- und Abfahren des Rahmens die Reffinger unter­ schiedlich weit auseinandergefahren werden. Beide vor­ genannten Schriften enthalten jedoch keinerlei Hinwei­ se zur Lösung der vorgeschilderten Probleme.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Lösung zu schaffen, mit der auch Gutstapel mit über der Höhe unterschiedlichem Ladungsumfang einwandfrei mit Fo­ lienhaube überzogen werden können, wobei Überdeh­ nungen der Folienhaube zuverlässig vermieden werden sollen.
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der ein­ gangs bezeichneten Art erfindungsgemäß dadurch ge­ löst, daß zum Umhüllen eines Stapels mit über der Höhe desselben sich sowohl vergrößernder als auch verkleinernder Querschnittsfläche die Reffin­ ger während ihrer vertikalen Relativbewegung gegen­ über dem Stapel in Anpassung an die Kontur des Sta­ pels horizontal verfahren werden, derart, daß sich die durch die Reffinger aufgespannte Haubenöffnung ver­ kleinert oder vergrößert und daß der Abstand der Ref­ finger gegenüber den Eckbereichen des Stapels jeweils etwa konstant ist. Dabei kann die Reffingerbewegung kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen.
Mit der erfindungsgemäßen Verfahrensführung ist es ohne aufwendige konstruktive Änderungen der erfor­ derlichen Vorrichtung allein aufgrund entsprechender Steuerung der Horizontalbewegung der Reffinger mög­ lich, die Position der Reffinger und damit der Folienhau­ be beim vertikalen Verfahren derselben und beim Über­ ziehen über den Stapel jeweils exakt an die Kontur des Gutstapels anzupassen, so daß die jeweils aktuell von den Reffingern freigegebenen Folienhaubenbereiche sich in etwa konstantem Abstand vom jeweiligen Um­ fang des Gutstapels befinden und somit ein nahezu gleichmäßiges Abstreifen und Freigeben der Haube von den Reffingern erfolgt. Dadurch werden Überdehnun­ gen der Folie und ggf. Beschädigungen auch bei derarti­ gen Gutstapelkonfigurationen zuverlässig vermieden.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist dabei vorgesehen, daß der Abstand der Reffinger gegenüber den Eckbereichen des Stapels kontinuierlich überwacht und durch horizontales Verfahren der Reffinger regu­ liert wird. Diese Verfahrensführung ist insbesondere dann vorgesehen, wenn in einer Vorrichtung häufig un­ terschiedliche Gutstapelkonfigurationen mit Folie über­ zogen werden sollen. Werden über einen längeren Zeit­ raum gleichbleibende Gutstapelkonfigurationen ver­ wendet, so ist eine derartige Überwachung nicht erfor­ derlich, vielmehr reicht es dann auch, wenn die entspre­ chende Kontur des Gutstapels in die Steuerung der Vorrichtung eingegeben wird und dann die Reffinger automatisch entsprechend der Kontur des Stapels ver­ fahren werden.
Hierzu ist in vorteilhafter Ausgestaltung vorgesehen, daß vor dem Umhüllen des Stapels die geometrischen Abmessungen desselben in eine Steuereinrichtung der Haubenüberzieheinrichtung eingegeben werden. Es ist selbstverständlich auch zusätzlich möglich, dann eben­ falls die Position der Reffinger jeweils zu überwachen und ggf. nachzuregulieren.
Zur Eingabe der Gutstapelabmessungen ist beson­ ders vorteilhaft vorgesehen, daß die Eingabe über eine Codierung erfolgt, die an wenigstens einem der Gegen­ stände des Stapels oder an einer palettenförmigen Un­ terlage des Stapels angebracht ist. Die jeweilige Codie­ rung kann dann beispielsweise von einem Scanner abge­ lesen und entsprechend in die Steuerung eingegeben werden.
Besonders vorteilhaft ist es, daß die Folienhaube wäh­ rend des Überziehens bei aufgrund der Kontur des Sta­ pels horizontal eingefahrener Stellung der Reffinger in Vertikalrichtung gestretcht wird und/oder daß die Fo­ lienhaube während des Überziehens bei aufgrund der Kontur des Stapels horizontal ausgefahrener Stellung der Reffinger in Vertikalrichtung entspannt wird. Diese zusätzlichen Ausgestaltungen sind von besonderem Vorteil, wenn die Unterschiede der Querschnittsflächen des Stapels über der Höhe ausgeprägt sind. Obwohl die Folienhaube über ihrer Höhe eine gleichbleibende Querschnittsfläche aufweist, die beispielsweise vorteil­ haft an eine mittlere Querschnittsflächengröße des Sta­ pels angepaßt ist, kann dann durch diese spezielle Ver­ fahrensführung gewährleistet werden, daß bei Stapelbe­ reichen mit kleinerer Querschnittsfläche, also bei ent­ sprechend horizontal eingefahrenen Reffingern, die in diesem Bereich zwangsläufig weniger horizontal ge­ dehnte Folie zusätzlich vertikal gedehnt wird, um eine bessere Anlage am Stapel zu erreichen. Andererseits wird zuverlässig gewährleistet, daß bei Stapelbereichen mit größerer Querschnittsfläche, also bei horizontal nach außen gefahrenen Reffingern, die Folienhaube beim Abziehen von den Reffingern nicht überdehnt wird bzw. reißt, da die größere horizontale Dehnung bzw. Stretchung der Haube durch die Entspannung in vertikaler Richtung kompensiert wird.
Grundsätzlich eignet sich diese vertikale Stretchung bzw. Entspannung der Folienhaube auch immer dann, wenn nacheinander in einer Vorrichtung (im Hinblick auf die Querschnittsfläche) unterschiedlich große Gut­ stapel mit über der Höhe jeweils gleichbleibender Quer­ schnittsfläche umhüllt werden, wobei aber jeweils Fo­ lienhauben mit gleicher Größe eingesetzt werden sol­ len. Werden also größere quaderförmige Gutstapel um­ hüllt, wird die Folienhaube in Vertikalrichtung ent­ spannt; werden kleinere Gutstapel mit einer von der Größe her identischen Folienhaube umhüllt, wird die Folienhaube entsprechend zusätzlich in vertikaler Rich­ tung gedehnt bzw. gestretcht.
Es ist ganz besonders vorteilhaft, wenn die Dehnun­ gen der Folienhaube in horizontaler und/oder vertikaler Richtung gemessen und mit einem vorgegebenen Soll­ wert verglichen werden und anschließend die Dehnung der Folienhaube in Vertikalrichtung nachreguliert wird. Es ist dann möglich, in optimaler Weise die Folienhaube ohne Gefahr von Überdehnungen fest an der Gutstapel­ kontur zur Anlage zu bringen. Dabei hängen die vorge­ gebenen Sollwerte für die ein zustellende Dehnung bzw. Stretchung selbstverständlich von den materialabhängi­ gen Eigenschaften und Abmessungen der verwendeten Folie ab.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 in vereinfachter Seitenansicht eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 2 bis 6 jeweils in vereinfachter Seitenansicht eine Vorrichtung nach Fig. 1 in verschiedenen Verfahrens­ stadien,
Fig. 7 einen Gutstapel mit mehreren unterschiedli­ chen Grundflächenbereichen und
Fig. 8 bis 10 jeweils in vereinfachter Darstellung die Reffinger der Vorrichtung mit zugeordneten Antriebs­ rollen in unterschiedlicher Wirkposition.
In den Figuren sind durchgängig dieselben Bezugszei­ chen für gleiche Teile verwandt. Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist zunächst in detaillierterer Form in Fig. 1 dargestellt.
Innerhalb eines Vorrichtungsgestells 1 ist auf einer Fahrbahn 2 ein von dieser angeförderter Gutstapel 3 angeordnet.
Dieser Gutstapel 3 besteht beispielsweise aus einer Vielzahl von übereinandergestapelten Säcken oder dgl., wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel sich über der Höhe des Gutstapels 3 die Grundfläche des Gutsta­ pels von oben nach unten ändert. Dabei ruht auf einer Palette 3a zunächst ein unterer Gutstapelbereich 3b, dessen Grundfläche in etwa der Grundfläche der Palette 3a entspricht. Auf diesem Gutstapelbereich 3b ist ein Gutstapelbereich 3c angeordnet, der eine kleinere Grundfläche aufweist. Der Übergangsbereich ist durch den Pfeil 3d angedeutet.
Im Gestell 1 ist eine Rolle 4 gelagert, auf der ein Kunststoffschlauch 5 aus stretchfähigem Material mit Seitenfalten aufgewickelt ist. Unter stretchfähigem Ma­ terial wird ein solches verstanden, das nach Auseinan­ derziehen bzw. Recken in seinen vor der Reckung ein­ genommenen Zustand zurückkehrt. Der mit eingefalte­ ten Seitenrändern auf der Rolle 4 befindliche Schlauch 5 wird über Umlenkrollen 6 und Antriebsrollen 7 einer Einfädeleinrichtung zugeführt, die aus dem Bereich der gefalteten Schlauchränder vertikal beweglich angeord­ neten Leitelementen 8 besteht, unterhalb welcher eine Trenneinrichtung 9 sowie eine Schweißeinrichtung 10 angeordnet sind.
Unterhalb der Leitelemente 8 sind auf beiden Seiten des Gestells zwei dachförmig angeordnete Doppelför­ derbänder 11 angeordnet, wobei die oberen Aufnahme­ enden unmittelbar unterhalb der Leitelemente 8 in de­ ren abgesenkter Stellung befindlich sind.
Jedem Doppelförderband 11 ist ein Schwenkhebel 18 zugeordnet, dabei liegt jeder Schwenkhebel 18 in Draufsicht gesehen etwas einwärts des zugeordneten Doppelförderbandes 11.
Im Gestell 1 und in der Nähe der vier Ecken desselben sind endlos umlaufende Ketten gelagert (in der Zeich­ nung nicht dargestellt) an denen parallel zur Fahrbahn­ richtung je ein Schlitten 12 jeweils mit zwei vertikalen Reffingern 13 mit Kopf 14 befestigt ist. Jeder Reffinger 13 ist sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Rich­ tung verstellbar, eine entsprechende Antriebseinrich­ tung ist in Fig. 1 allgemein dargestellt und mit 15 be­ zeichnet. Am oberen Ende jedes Reffingers 13 ist die­ sem außen eine Antriebsrolle 16 zugeordnet, die in Fig. 1 in nicht näher dargestellter Weise in Richtung zum Reffinger 13 in die beispielsweise in Fig. 2 wieder­ gegebene Wirkstellung horizontal bewegbar ist.
Ein erfindungsgemäßer Verfahrensablauf mit der vorbeschriebenen Vorrichtung ist der folgende:
Der flachliegende Stretchfolienschlauch 5 wird durch die Antriebsrollen 7 über die Leitelemente 8 eingefädelt, die sich beim Anfahren der Vorrichtung in abgesenkter Stellung befinden. Am unteren Ende der Leitelemente wird jeder eingefaltete Rand des Schlauches zwischen ein Doppelförderband 11 geleitet, wodurch das Öffnen des Schlauches besorgt wird. Nachdem das untere Ende des Schlauches ein Stück aus den Doppelförderbändern herausgelaufen ist, werden der Antrieb der Antriebsrol­ len 7 sowie die Doppelförderbänder 11 gestoppt und die Reffinger 13 werden in das untere Schlauchende einge­ fahren. Nach dem Einfahren werden die Reffinger ange­ halten, so daß sich der Schlauch an seinen vier Ecken um die Reffinger 13 liegt (Fig. 2).
Daraufhin werden die Antriebsrollen 16 an die Reffin­ ger herangefahren und in Betrieb gesetzt, und zwar zu­ sammen mit den Antriebsrollen 7 und den Doppelför­ derbändern 11, bis die der Höhe des Stapels 3 entspre­ chende Länge Schlauch um die Reffinger 13 faltenbal­ gartig gelegt worden sind. Anschließend werden die An­ triebsrollen 7, die Doppelförderbänder 11 und die An­ triebsrollen 16 wieder gestoppt und die Antriebsrollen 16 radial nach außen verfahren (Fig. 3). Die Trenn- und Schweißeinrichtungen 9 und 10 werden betätigt. Nach der Beendigung des Trenn- und Schweißvorganges werden die Doppelförderbänder 11 wieder betätigt und gleichzeitig die Schwenkhebel 18 abwärts geschwenkt, wodurch die gefalteten Schlauchränder aus den Aufnah­ meenden der Doppelförderbänder herausgedrückt bzw. gezogen werden.
Sobald der Schlauch von den Doppelförderbändern 11 freigegeben ist, werden die Reffinger in die in Fig. 1 wiedergegebene Aufspreizstellung bewegt, wobei diese Aufspreizstellung bzw. die Position der Reffinger 13 er­ findungsgemäß in Abhängigkeit von der Grundfläche des Gutstapels 3 geregelt bzw. eingestellt wird.
Dabei ist die Anordnung der Reffinger 13 zunächst so, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist, d. h. die Reffinger 13 werden so weit radial nach außen verfahren, daß sie problemlos über die Grundfläche des Stapelbereiches 3c bewegt werden können, während dies für die größere Grundfläche 3b nicht möglich ist. Diese Position der Reffinger 13 ist in Fig. 1 ebenfalls dargestellt und mit 13b bezeichnet.
Unmittelbar nach der Einnahme der in Fig. 1 wieder­ gegebenen Stellung der Reffinger 13 und damit der mit 17 bezeichneten Folienhaube wird der Gutstapel 3 über die Fahrbahn 2 hinaus angehoben und die nicht darge­ stellten Ketten werden angetrieben, derart, daß die Schlitten 12 sich mit den damit gekoppelten Reffingern 13 und dem auf diesen in Reckstellung in Wellen befind­ lichen Schlauch 5 der Haube 17 längs des Stapels ab­ wärts bewegt werden. Dabei legt sich das obere ver­ schlossene Ende der durch das Verschweißen gebilde­ ten Haube 17 auf die Oberfläche des Stapels 3 auf, so daß beim weiteren Überziehen der gewellten Haube 17 sich Welle nach Welle aufzieht und entsprechend ihrer Freigabe aus der aufgespreizten Stellung an die Seiten­ flächen des Stapels 3 anlegt (siehe Fig. 4).
Gelangen nun die Spreizfinger 13 in den Übergangs­ bereich 3d des Gutstapels 3 und somit in den Bereich 3b des Gutstapels mit größerer Grundfläche, so werden die Reffinger 13 in Anpassung an die Kontur des Stapels 3 horizontal nach außen verfahren; diese Position ist in Fig. 5 dargestellt und der Übersichtlichkeit halber eben­ falls in Fig. 1, wobei diese Position der Reffinger dort mit 13a angedeutet ist. Dabei werden die Reffinger 13 bevorzugt soweit nach außen verfahren, daß sich der Abstand der Reffinger gegenüber den Eckbereichen des Stapels im wesentlichen nicht ändert, d. h. es findet eine Anpassung der Reffingerposition an die Kontur des Gutstapels statt. In dieser Position der Reffinger 13 (Po­ sition 13a) wird dann der restliche Stapel 3 in bekannter Weise mit der Haube 17 überzogen.
Selbstverständlich können auch andere Gutstapel­ konfigurationen auf die geschilderte Weise exakt ver­ packt werden. So könnte der Gutstapel 3 auch mehrere Bereiche unterschiedlicher Grundfläche aufweisen oder es könnte eine etwa konische Anordnung vorgesehen sein, wobei dann entsprechend die Reffinger während der Vertikalbewegung kontinuierlich jeweils an die Kontur des Gutstapels angepaßt werden.
Zusätzlich kann vorgesehen sein, daß jeweils die Posi­ tion bzw. der Abstand der Reffinger 13 vom Stapel 3 überwacht und dann ggf. reguliert wird. Es ist dann eine geeignete Meßeinrichtung zur Abstandsmessung erfor­ derlich, was im einzelnen nicht dargestellt ist.
Werden über einen größeren Zeitraum Gutstapel gleichbleibender Kontur verwendet, so reicht es auch, wenn einmal die geometrischen Daten des Gutstapels in die Steuerung der Haubenüberzieheinrichtung (Reffin­ ger 13) eingegeben werden.
Die Reffinger werden dann entsprechend von der Steuerung automatisch bei der Vertikalbewegung auch in Anpassung an die Kontur des Gutstapels horizontal verfahren.
Zur Eingabe dieser geometrischen Gutstapeldaten kann der Gutstapel mit einer geeigneten Codierung ver­ sehen sein, die beispielsweise mit einem Scanner abgele­ sen und die Steuereinrichtung eingegeben werden kann. Bei entsprechender Programmierung der Steuerung können dann selbstverständlich auch ohne zusätzliche Überwachungseinrichtungen und ohne Umrüstungen nacheinander Gutstapel mit unterschiedlichen geome­ trischen Abmessungen eingehüllt werden.
In Fig. 7 ist zur Verdeutlichung ein weiterer Gutsta­ pel 3' dargestellt, der über seiner Höhe mehrere Berei­ che unterschiedlicher Grundfläche aufweist, die im ein­ zelnen von unten nach oben mit 3a', 3b', 3c', 3d', 3e' und 3f' bezeichnet sind. Erfindungsgemäß werden dann die Reffinger 13 in Anpassung an diese Kontur horizontal nach innen bzw. nach außen verfahren. Dies ist durch die mit 13 bezeichnete gestrichelte Linie in Fig. 7 ange­ deutet, die über der Höhe die jeweilige Position der Reffinger 13 andeutet.
Für derartige Gutstapel (Fig. 7), die über der Höhe deutlich unterschiedliche Grundflächengrößen aufwei­ sen, ist zusätzlich vorteilhaft vorgesehen, daß die Folien­ haube 17 je nach der horizontalen Stellung der Reffin­ ger 13 in Vertikalrichtung gedehnt oder entspannt wird, wobei dies im einzelnen schematisch in den Fig. 8 bis 10 dargestellt ist.
Dazu werden die Antriebsrollen 16 entsprechend an die Folienhaube 17 herangefahren, derart, daß eine ver­ tikale Relativbewegung der Folienhaube 17 gegenüber den Reffingern 13 möglich ist.
Je nach Größe und Dimensionierung der Folienhaube 17 wird im Bereich 3f' des Gutstapels 3' entsprechend Fig. 9 die auf den Reffinger in Falten gelegt befindliche Folienhaube 17 durch Drehbewegung der Antriebsrol­ len 16 zusätzlich vertikal relativ zur Vertikalbewegung der Reffinger 13 nach unten bewegt bzw. in gegensätzli­ cher Richtung, was entweder zu einer Vertikalstret­ chung der Folienhaube 17 oder zu einer vertikalen Ent­ spannung derselben führt. Im Bereich 3e' des Gutstapels 3', d. h. also in einem Bereich mit einer größeren Grund­ fläche, wird durch die horizontale Bewegung der Reffin­ ger 13 nach außen eine größere horizontale Dehnung der Folienhaube 17 bewirkt, so daß in diesem Falle ge­ mäß Fig. 10 die Antriebsrollen 16 in Richtung der dorti­ gen Pfeile (Fig. 10) gedreht werden, d. h. die Folienhau­ be 17 wird in vertikaler Richtung entspannt und läßt sich leichter von den Reffingern 13 abziehen. Dadurch wird zuverlässig vermieden, daß bei größerer horizontaler Dehnung bedingt durch die größere Grundfläche des Stapels es zu Überdehnungen bzw. zu einem Reißen der Folienhaube 17 kommt.
Je nach Größe der Folienhaube erfolgt dann im Be­ reich 3d' des Gutstapels 3 in Übereinstimmung mit dem Bereich 3f' wiederum eine vertikale Dehnung oder Ent­ lastung.
Im Bereich 3c' des Gutstapels 3', d. h. also in einem Bereich mit deutlich geringerer Grundfläche wird die Folienhaube 17 durch das horizontale Einfahren der Reffinger 13 in horizontaler Richtung nur gering ge­ dehnt. Um trotzdem in diesem Bereich eine einwand­ freie Anlage der Folienhaube 17 am Gutstapel 3 zu gewährleisten, wird die Folie gemäß Fig. 8 durch ent­ sprechenden Antrieb der Antriebsrollen 16 in vertikaler Richtung gedehnt bzw. gestretcht.
Anschließend erfolgt im Bereich 3b' in Abhängigkeit von der Folienhaubengröße wie in den Bereichen 3d' und 3f' wiederum eine vertikale Dehnung bzw. Entspan­ nung oder die Antriebsrollen 16 sind außer Wirkstel­ lung, so daß die Relativbewegung der Folienhaube 17 gegenüber den Reffingern 13 in vertikaler Richtung durch die Antriebsrollen 16 mit beeinflußt wird.
Im Bereich 3a' wird dann in entsprechender Weise wie beim Bereich 3e' wiederum gemäß Fig. 10 eine Ent­ spannung der Folienhaube in vertikaler Richtung durch entsprechende Drehbewegung der Antriebsrollen 16 bewirkt.

Claims (8)

1. Verfahren zum Umhüllen eines aus einer Mehr­ zahl von Gegenständen gebildeten Stapels mit stretchfähiger Folie, wobei ein Folienschlauch von einem Folienvorrat abgezogen, geöffnet und ent­ sprechend der Höhe des zu umhüllenden Stapels abgetrennt und zu einer Haube verschlossen wird, die Haube von einer Haubenüberzieheinrichtung mit wenigstens vier in Horizontal- und Vertikal­ richtung verschiebbaren Reffingern übernommen wird, indem die Reffinger durch horizontales Ein­ fahren in die vier Eckbereiche der Haube eingrei­ fen, anschließend die Haube faltenbalgartig um die Reffinger herumgelegt, dann durch horizontales Ausfahren der Reffinger auf einen größeren Grundriß als den des Stapels horizontal aufgezo­ gen und nachfolgend über den Stapel gezogen und aus ihrer aufgezogenen Stellung zur Anlage an den Stapel freigegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß zum Umhüllen eines Stapels mit über der Höhe desselben sich sowohl vergrößernder als auch verkleinernder Querschnittsfläche die Reffinger während ihrer vertikalen Relativbewe­ gung gegenüber dem Stapel in Anpassung an die Kontur des Stapels horizontal verfahren werden, derart, daß sich die durch die Reffinger aufgespann­ te Haubenöffnung verkleinert oder vergrößert und daß der Abstand der Reffinger gegenüber den Eck­ bereichen des Stapels jeweils etwa konstant ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Abstand der Reffinger gegenüber den Eckbereichen des Stapels kontinuierlich über­ wacht und durch horizontales Verfahren der Ref­ finger reguliert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß vor dem Umhüllen des Stapels die geometrischen Abmessungen desselben in eine Steuereinrichtung der Haubenüberzieheinrichtung eingegeben werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Eingabe über eine Codierung er­ folgt, die an wenigstens einem der Gegenstände des Stapels oder an einer palettenförmigen Unterlage des Stapels angebracht ist.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der fol­ genden, dadurch gekennzeichnet, daß die Folien­ haube während des Überziehens bei aufgrund der Kontur des Stapels horizontal eingefahrener Stel­ lung der Reffinger in Vertikalrichtung gestretcht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der fol­ genden, dadurch gekennzeichnet, daß die Folien­ haube während des Überziehens bei aufgrund der Kontur des Stapels horizontal ausgefahrener Stel­ lung der Reffinger in Vertikalrichtung entspannt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch ge­ kennzeichnet, daß bei gleichbleibender Horizontal­ stellung der Reffinger die Folienhaube abwech­ selnd in Vertikalrichtung gedehnt und entspannt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 5 oder einem der fol­ genden, dadurch gekennzeichnet, daß die Dehnun­ gen der Folienhaube in horizontaler und/oder ver­ tikaler Richtung gemessen und mit einem vorgege­ benen Sollwert verglichen werden und anschlie­ ßend die Dehnung der Folienhaube in Vertikalrich­ tung nachreguliert wird.
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