DE430907C - Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Schleudergussformen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Schleudergussformen

Info

Publication number
DE430907C
DE430907C DED47198D DED0047198D DE430907C DE 430907 C DE430907 C DE 430907C DE D47198 D DED47198 D DE D47198D DE D0047198 D DED0047198 D DE D0047198D DE 430907 C DE430907 C DE 430907C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
vapor
steam
mold
casting molds
centrifugal casting
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED47198D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date
Priority to DED47198D priority Critical patent/DE430907C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE430907C publication Critical patent/DE430907C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D13/00Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
    • B22D13/10Accessories for centrifugal casting apparatus, e.g. moulds, linings therefor, means for feeding molten metal, cleansing moulds, removing castings
    • B22D13/101Moulds
    • B22D13/105Cooling for moulds or cores

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Kühlen von Schleudergußformen. Die Erfindung bezieht -sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Kühlen von Schleudergußformen, um die Geschwindigkeit, mit der die Form Hitze aus dem geschmolzenen Metall aufnimmt, zu regeln.
  • Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß als Dampf ein Metalldampf, zweckmäßig Quecksilberdampf, verwandt wird. Quecksilber hat sich als besonders geeignet erwiesen, weil sein Druck 15 Atm. nicht übersteigt, wenn seine Temperatur wie die von Wasserdampf bei etwa 15o Atm. ist. Der Wärmeaustausch mit benachbarten Gegenständen vollzieht sich außerordentlich schnell. Das Kühlmittel ist sehr sparsam im Gebrauch, wenn es in einem geschlossenen System, das einen oder mehrere Apparate umfaßt, benutzt wird. In den verschiedenen Teilen des Systems können den verschiedenen Dampfmengen sehr verschiedene Temperaturen gegeben werden, fast gleichzeitig mit entsprechenden Druckänderungen, was bei Verwendung flüssiger Kühlmittel, wie heißem Wasser oder einer beliebigen anderen heißen oder kalten Flüssigkeit, nicht möglich ist.
  • Die Zeichnung veranschaulicht eine Anlage zur Ausführung des Verfahrens.
  • Abb. i zeigt mehr oder weniger schematisch das Dampfkreislaufsystem mit drei Schleudergußformen, Abb. 2 zeigt eine Gußform in senkrechtem Längsschnitt bei größerem Maßstäbe.
  • In der Abb. i sind die drei drehbaren Gießformen mit A, B und C, ihre äußeren Gehäuse mit 5a, 5b, 5c, die Bod4mstücke mit 8a, 8b, 8c und die Anschlußleitungsstücke mit ioa, lob, ioc bezeichnet.
  • Wie aus Abb. 2 zu ersehen, sind an jeder Gießform Lagerungsteile 3 vorgesehen; sie besteht aus einem äußeren Gehäuse 5, einer metallenen Form q., einer Stirnplatte 6, einem Rippen- oder Sternsockel 7, einem kegelförmigen Gehäuse oder Bodenstück 8 mit einem Anschlußflansch 9. Alle diese Teile drehen sich als eine Einheit auf einer feststehenden Leitung io, deren Anschlußflansch ii mit dem Flansch 9 des Bodenstückes 8 eine Abdichtung zur Herbeiführung eines dampfdichten Abschlusses bildet. Die Teile 8, 5, 4 und 6 sind bei 12, 13 und 14 zusammengeschweißt, Der Sternsocke17 besitzt eine mittlere Durchbrechung für den Durchtritt eines Zapfens 18 der Platte 6, der die. Form gehörig zentriert trägt. Die Ausnehmungen 17 im Sternsockel 7 stellen die Verbindung zwischen der ringförmigen Dampfkammer 15 und dem Dampfraum 16 her, der in die Leitung io ausrnündet.
  • Die Anschlußleitungsstücke foa, iob, ior stehen mit einem gemeinsamen Rohr i9 in Verbindung, welches vom Quecksilberkessel 2o nach einem Kondensator 21 führt. Die Flüssigkeitshöhenstände im Kessel und im Kondensator sind mit 22 und 23 bezeichnet. Eine Leitung 24. für von einem Dampfdome zuzuleitende heiße Dämpfe geht durch den Kessel. Kondensator und Kessel sind ferner durch eine Leitung 24.' mit einer Pumpe 27 und Leitungen 25 und 26 verbunden. Der Kondensator 21 wirkt sehr bald als Dampfgenerator. Sein Wassereinlaß ist mit z8 und der Dampfauslaß mit 29 bezeichnet.
  • Zweigleitungen 30a, 30b, 30- führen zu einem Sammelrohr 3f, welches zum Hilfskondensator 32 geht. Dieser besitzt ebenfalls einen Wassereinlaß 3o und einen Dampfauslaßkanal 34. und ist durch eine Leitung 35 mit Pmnpe 36 und Leitung 37 an den Kessel 2o angeschlossen. In jedem der Leitungsstücke foa, iob, ioc und 30a, 30b, X' ist ein gesondert zu bedienendes Ventil 38 eingeschaltet.
  • Die Wirkungsweise der Anlage ist wie folgt: Es sei angenommen, daß die Anlage sich in kaltem Zustande befindet, die Ventile in den Leitungen ioa, lob, ioc offen und die Ventile in den Leitungen 30a, 30b, 30e geschlossen sind, bis die Kammer 15 und sämtliche Gießforinmäntel mit Metall- bzw. Quecksilberdampf von geeignetem Druck gefüllt sind, so daß die Temperatur jeder Form d bis zu der vorgeschriebenen ansteigt, Bevor dieser Zustand eintritt, bleiben die Pumpen 27 und 36 natürlich untätig.
  • Während das erste Gußstück gegossen und im Apparat A geformt wird, ist das Ventil in der Leitung ioa geschlossen. Es sei dann angenommen, daß das nächste Gußstück im Apparat B geformt werden soll, so werden ein oder mehrere der vier Ventile der Rohrleitungen ioa, lob, 1o'', 30a, 30b, 30c geöffnet, nämlich entsprechend der Temperatur des Apparates B und der Notwendigkeit, diese Temperatur aufrechtzuerhalten oder zu ändern. Natürlich sind die Ventileinstellungen derartig vorzunehmen, daß nicht nur das in' der betreffenden Gießform herzustellende Gußstück zunächst geformt, alsdann zwecks leichten Herausziehens aus der Form genügend fest wird und dann unter einer Temperatur verbleibt, die das Herausziehen ohne Eintritt von Härtung gestattet, sondern daß auch die von einer Gußform abgegebenen Wärineeinlieiten dein jeweiligen Erfordernis entsprechend nach einer anderen Form oder mehreren Formen überführt werden, die nacheinander in beliebiger gewünschter Reihenfolge in Wirksamkeit treten sollen. Alles dieses muß erfolgen, ohne die Temperatur irgendeiner Form zu stören, die zu einem gewissen Zeitpunkt auf einer gewissen Temperatur oder annähernd auf einer solchen, wie etwa zwecks Herauszieliens des Gußstückes aus der Form, zu halten ist. Entsprechend den jeweiligen Erfordernissen und den verschieden vorzunehmenden Einstellungen der sechsVentile38 können überschüssigeWärrneeinheiten von dem einen oder anderen Apparat nach dein Sammelrohr 1g oder nach dem einen oder anderen der beiden anderen Apparate oder nach beiden Apparaten gleichmäßig oder ungleichmäßig abgeleitet werden, wahrend der eine oder der andere dieser Apparate oder auch beide vollständig oder teilweise durch das Sammelrohr i9 gespeist werden oder von demselben abgesperrt sind. Mit anderen Worten, selbst dieses dargestellte Svstem ist einer Anzahl von Einstellungen zugängig, bei welchen einem-oder beiden oder sämtlichen Apparaten im System so schnell oder so langsam, wie gewünscht, ein Über-oder ein Unterdruck oder eine Temperaturveränderung erteilt oder darin der frühere Druck oder die frühere Temperatur beibehalten werden kann.
  • Nachdem mehrere Gußstücke in einem oder mehreren Apparaten hergestellt sind, beginnen sich überschüssige Wärmeeinheiten mit hoher Geschwindigkeit anzusammeln, fall.. in der wirtschaftlich vorteilhaftesten, schnellen Betriebsweise gegossen wird. Wenn diese Ansammlung von Wärmeeinheiten stattfindet, so beschleunigt sich die Wasserströmung durch die Kondensatoren 21 und 32 in gehörigem Maße, und die erzeugten Wärmeeinheiten in Dampf können nach einer beliebigen Verbrauchsstelle geleitet werden.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum regelbaren Kühlen von Schleudergußformen, dadurch gekennzeichnet, daß als Dämpf ein ',Ietalldampf Verwendung findet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Dampf Quecksilberdampf verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des Dampfes nach der Einführung des geschmolzenen Metalls in die Form vor dem Herausziehen des Gußstückes aus der Form geändert wird, wobei der Dampf unter niedrigerem Druck als überhitzter Wasserdampf gleicher Temperatur gehalten werden kann. .1..
  4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch mehrere drehbare Gießformen (5a, 5b, 5e'), deren jede eine Kammer zur Ansammlung von Metalldampf besitzt, und ein mit den Formkammern verbundenes Rohrsystem, welches Ventile enthllt, um Speisung der Kammern mit Metalldampf nach Belieben regeln zu können.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch .4, dadurch gekennzeichnet, daß ein gemeinsamer Einlaß und Auslaß für den Metalldampf an jeder Kammer vorgesehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 4. und 5, dadurch gekennzeichnet, daß in das Rohrsystem ein Dampferzeuger eingebaut ist, so dar3 Wasserdampf zur Verrichtung von Arbeit erzeugt werden kann.
DED47198D Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Schleudergussformen Expired DE430907C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED47198D DE430907C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Schleudergussformen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED47198D DE430907C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Schleudergussformen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE430907C true DE430907C (de) 1926-06-24

Family

ID=7050267

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED47198D Expired DE430907C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen von Schleudergussformen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE430907C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1258358B (de) Vorrichtung zur Gewinnung von Suesswasser aus Seewasser durch die Waerme und Kaelte eines Kuehlmittelkreislaufes
DD262063A5 (de) Verfahren und vorrichtung zum erhitzen von aus kuehlwasser gebildetem dampf
DE3136860A1 (de) Abkuehlwaermetauscher
DE408360C (de) Vorrichtung zum Entgasen von Fluessigkeit durch Erwaermen
EP2426322A1 (de) Fluid-Kreislauf für eine Kraftwerksanlage und Verfahren zum chemischen Reinigen eines Fluid-Kreislaufs
DE849040C (de) Gasturbinenanlage
DE286429C (de)
DE437373C (de) Einrichtung zur Verhinderung schaedlicher Waermespannungen in den Blechen von Dampfkesseln
DE917070C (de) Verfahren zum Anfahren und Belasten von Dampf- und Gasturbinen
DE1108362B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Kuehlung von Spaltgasen
DE629556C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Kuehlung von Brennkraftmaschinen, insbesondere Verpuffungsbrennkraftturbinen
DE902975C (de) Waermeaustauscher, insbesondere fuer die Speiwewasservorwaermung im Hochdruckdampfbetrieb
DE341457C (de) Verfahren zur Nutzbarmachung der durch die adiabatische Kompression erzeugten Waermehoeherer Temperatur bei Kompressionskaeltemaschinen
AT110004B (de) Verfahren zur Regelung der Wärmeabsorptionsfähigkeit von Gußformen bei Zentrifugalguß.
DE429378C (de) Abhitzeanlage mit Koksloescheinrichtung
DE936450C (de) Verfahren zur Gewinnung von Arbeit aus stroemenden Gasen und Daempfen und Einrichtung dafuer
DE435821C (de) Einrichtung zur Gewinnung der Kuehlmittelwaerme von Brennkraftmaschinen
AT135403B (de) Verfahren und Einrichtung für Warmwasserheizung mit in Zeitabständen stoßweise einsetzendem Wasserumlauf.
DE933150C (de) Einrichtung zur Voraufwaermung von Speisewasser eines Speisewasser-Rauchgas-Vorwaermers
CH163103A (de) Elektrisch beheizte Kesselanlage.
DE540110C (de) Verfahren zur Regenerierung von Schmieroel mit Hilfe der Auspuffgase von Brennkraftmaschinen
DE575834C (de) Dampfkraftanlage mit Zwischenueberhitzung
DE537000C (de) Dampfkesselanlage mit Speiseraumspeicher zur Ausfuehrung des Verfahrens
DE476664C (de) Anordnung bei Mehrdruckkesselanlagen, um beim Inbetriebsetzen den oder die Nieder-druckkessel durch den sich schneller entwickelnden Hochdruckdampf aufzuheizen
DE602635C (de) Kombinierte Hoch- und Mitteldruck-Heisswasser-Dampfheizungsanlage