DE4309706A1 - Manschette aus gummi-elastischem Werkstoff - Google Patents

Manschette aus gummi-elastischem Werkstoff

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Manschette aus gummi-elastischem Werkstoff zum dichten Andocken einer ersten an eine zweite Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
In der pharmazeutischen Industrie ist häufig die Übergabe pulver- oder staubförmiger Stoffe aus einem Behälter in einen anderen Behälter erforderlich, wo­ bei sich der eine Behälter in einem bakterien- und keimfreien Raum befindet, während der andere Behäl­ ter sich in der normalen Umgebungsatmosphäre auf­ hält.
Hierbei ist es erforderlich, daß die pulver- oder staubförmigen Stoffe nicht nur staubfrei von der ersten in die zweite Einrichtung übergeben werden, sondern es ist weiterhin erforderlich, daß während der Übergabe keine Keime in die aufnehmende Ein­ richtung eintreten können.
Aus der DE 38 16 507 C1 ist eine Vorrichtung zum dichten Andocken einer ersten Einrichtung an eine zweite Einrichtung bekanntgeworden, wobei der obere Abschnitt einer gummi-elastischen Manschette als sich konisch erweiternder Trichter ausgebildet ist, der elastisch nachgiebiger ist als der eigentliche Kragen, mit dem die Manschette an die aufnehmende Einrichtung angeschlossen wird. Die aufnehmende Ein­ richtung, die die Manschette trägt, wird dabei dicht unter die abgebende Einrichtung geführt, wobei sich der erweiternde Trichter sich aufbiegend unter die erste Einrichtung legt.
Durch die zwangsläufig für eine dichte Anlage er­ forderliche Bewegung des oberen Randes des Trichters bewegt sich die Fläche des Trichters an der Unter­ seite der ersten Einrichtung, und hier kommt es zu einer Auflockerung der sich an der Außenseite der ersten Einrichtung befindlichen Keime, die dann durch den Trichter der Manschette in die zweite auf­ nehmende Einrichtung gelangen können.
In pharmazeutischen Betrieben, in denen höchste Sauberkeit, wenn nicht sogar Sterilität gefordert wird, ist daher die bekannte Einrichtung nicht in zufriedenstellender Weise einsetzbar.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Man­ schette aus gummi-elastischem Werkstoff zum Andocken zu schaffen, bei der einerseits eine dichte Anlage des oberen Abschnitts der Manschette an der abgeben­ den Vorrichtung gewährleistet wird, andererseits aber eine Bewegung der Manschette an der Unterseite der abgebenden Vorrichtung nicht auftritt, so daß dadurch keine Keimeintragung in die aufnehmende Ein­ richtung erfolgen kann.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des Hauptanspruches gelöst.
Mit anderen Worten ausgedrückt, wird eine Manschette vorgeschlagen, die wie im Stand der Technik aus einem unteren und einem oberen Abschnitt besteht, wobei aber der obere Abschnitt relativ fest ausge­ bildet ist, d. h. die Wandungen des oberen Abschnit­ tes können keine radial gerichteten Bewegungen aus­ führen, und wobei der Übergang zwischen dem unteren und dem oberen Abschnitt so gestaltet ist, daß hier eine die Nachgiebigkeit der Manschette bewirkende Ausgestaltung liegt, d. h. beim Andocken kann sich der obere Abschnitt der Manschette etwas in den un­ teren Abschnitt der Manschette hineinbewegen, so daß dadurch der erforderliche Anpreßdruck des obe­ ren Randes der Manschette an die Unterseite der ersten Einrichtung erreicht wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteran­ sprüchen erläutert.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nach­ folgend anhand der Zeichnung erläutert. Die Zeich­ nung zeigt dabei in
Fig. 1 eine halbseitig geschnittene Seiten­ ansicht der Manschette und in
Fig. 2 teilweise geschnitten, teilweise in Ansicht die Andockung der zweiten Einrichtung an die erste Einrich­ tung.
In der Zeichnung ist mit 1 eine erste Einrichtung bezeichnet, die an ihrer Bodenseite eine Auslaß­ öffnung aufweist, die durch einen Deckel 12 ver­ schlossen werden kann.
Mit 2 ist eine zweite Einrichtung verzeichnet, die sich nach oben hin trichterförmig so erweitert, daß die Aufnahmeöffnung größer ist als die Auslaßöffnung der ersten Einrichtung 1, so daß dadurch ein dichtes Umschließen der Auslaßöffnung der ersten Einrichtung 1 möglich ist.
Beide Einrichtungen 1 und 2 bestehen üblicherweise aus Metall, wobei die weiterhin zu der ersten Ein­ richtung 1 und der zweiten Einrichtung 2 gehörenden Bauteile aus Übersichtlichkeitsgründen in der Zeich­ nung nicht dargestellt sind.
An den oberen Rand der zweiten Einrichtung 2, der vor­ zugsweise eine nach außen gerichtete Wulst 11 aufweist, schließt der untere Abschnitt 3 einer aus gummi-elastischem Werkstoff bestehenden Manschette A an, wobei der untere Abschnitt 3 der Manschette A auf der Innenseite eine Aufnahmerille 10 für die Wulst 11 aufweist.
Der untere Abschnitt 3 geht dann in einen oberen Ab­ schnitt 4 der Manschette A über, und zwar unter Zwischenschaltung einer Stufe 6, die radial nach innen gerichtet ist. Am Knickpunkt zwischen der radial nach innen gerichteten Stufe 6 und dem unteren Ende des oberen Abschnittes 4 ist eine Sollbiegelinie 9 vorgesehen, so daß bei einem Druck des oberen Abschnittes 4 nach unten hin, sich hier die Manschette verformt und sich einbiegt, so daß dann der obere Abschnitt 4 nach unten wandern kann, wie dies deutlich in Fig. 2 der Zeichnung darge­ stellt ist.
Das obere Ende des oberen Abschnittes 4 ist als oberer Rand 7 verdickt ausgebildet und schließt mit einer planen Fläche ab, die sich an die Unterseite der ersten Einrichtung rund um die Auslaßöffnung der ersten Einrichtung legen kann.
Unabhängig, ob nun die erste Einrichtung 1 sich nach unten auf die zweite Einrichtung 2 senkt, oder die zweite Einrichtung 2 nach oben an die Unterseite der ersten Einrichtung 1 geführt wird, sobald der obere Rand 7 der Manschette Druck bekommt, weicht der obere Abschnitt 4 der Manschette A nach unten hin aus, indem er sich im Bereich der Sollbiegelinie 9 verformt, so daß dadurch der erforderliche Anlage­ druck des oberen Abschnittes 4 an der Unterseite der ersten Einrichtung 1 erzeugt wird.
Hierbei tritt keinerlei Bewegung quer zur Auslaß­ öffnung ein, so daß ein Abschaben von außen an der Auslaßöffnung haftenden Keimen mit Sicherheit ver­ mieden wird. Durch entsprechende Drehung des Deckels 12 kann nunmehr die obere Einrichtung 1 ihr Füllgut in die zweite Einrichtung 2 abgeben.

Claims (3)

1. Manschette aus gummi-elastischem Werkstoff zum dichten Andocken einer mit einer Auslaß­ öffnung ausgebildeten ersten Einrichtung (1) an eine Einlaßöffnung einer zweiten Einrich­ tung (2), die mit ihrem unteren Abschnitt (3) die Einlaßöffnung der zweiten Einrichtung (2) umfaßt und mit ihrem an den unteren Abschnitt (3) einstückig anschließenden oberen Abschnitt (4) an die Auslaßöffnung der ersten Einrichtung (1) dicht anschließbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Abschnitt (3) über eine sich radial nach innen erstreckende Stufe (6) an den oberen Abschnitt (4) der Manschette A anschließt, der obere Abschnitt (4) sich mit seiner Innenseite (8) axial nach oben erstreckt und der obere Rand (7) des oberen Abschnittes (4) nach außen hin verstärkt ist.
2. Manschette nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zwischen dem oberen Abschnitt (4) und dem unteren Abschnitt (3) eine Soll­ biegelinie (9) vorgesehen ist.
3. Manschette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Rand des unteren Abschnittes (3) auf der Innenseite eine Aufnahmerille (10) für eine am oberen Ende der zweiten Einrichtung (2) vorgesehene Wulst (11) ausgenommen ist.
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DE19624189A1 (de) * 1996-06-18 1998-01-08 Zunhammer Sebastian Dipl Ing F Umfüll-Vorrichtung
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