DE4310C - Neuerungen an Thürschlössern - Google Patents

Neuerungen an Thürschlössern

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DE4310C
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Germany
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bolt
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DENDAT4310D
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English (en)
Original Assignee
A. GLEDITZSCH in Berlin
Publication of DE4310C publication Critical patent/DE4310C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05BLOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
    • E05B55/00Locks in which a sliding latch is used also as a locking bolt

Landscapes

  • Lock And Its Accessories (AREA)

Description

1878.
Klasse 68.
ALBERT GLEDITZSCH in BERLIN. Neuerungen an Thürschlössern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom i. August 1878 ab.
Das vorliegende Thürschlofs besitzt folgende Eigentümlichkeiten:
Zunächst sind Falle und Schlofsriegel zu einem Riegel mit eigenthiimlich geformtem Kopf vereinigt, der die Functionen der Falle und des Schlofsriegels übernimmt und für den nur eine einzige Aussparung in dem Schliefsblech erforderlich ist, so dafs an der betreffenden Stelle des Thürpfostens nur ein Loch eingeschnitten zu werden braucht. Der an gewöhnlichen Schlössern befindliche Nachtriegel wird dadurch ersetzt, dafs man mittelst einer der Zuhaltungen den Riegel sperren kann, so dafs man im Stande ist, nicht nur das Oeffnen mit dem Schlüssel, sondern auch das mit dem Drücker bei eingezogenem Riegel unmöglich zu machen. Die beiden Zuhaltungen, welche sich geradlinig und in entgegengesetzter Richtung verschieben, sind so geformt, dafs ein Oeffnen des Schlosses aufser mit dem Schlüssel unmöglich ist. Im übrigen sind die Mechanismen derart combinirt, dafs eine Abnutzung derselben auf ein Minimum reducirt und ein Zerbrechen einzelner Theile beim gewöhnlichen Gebrauch nicht möglich ist. Auf beiliegender Zeichnung ist das Schlofs in verschiedenen Stellungen nebst den erforderlichen Details dargestellt.
Fig. ι zeigt das Schlofs mit abgenommener Deckplatte; Fig. 2 zeigt dasselbe mit eingezogener Falle.
Der Riegel A, dessen Form aus Fig. 8 deutlich zu sehen ist, führt sich einentheils in dem Stülp a, anderentheils mittelst des Einschnitts b an dem länglichen Stift c, Fig. 8. Der die Falle ersetzende Theil d ist auf den Schlofsriegel aufgelegt, wie Fig. 6a zeigt.
Die Bewegung des Riegels mit der Falle durch den Drücker erfolgt mittelst der Nufs B, in welche der viereckige Zapfen des Drückers pafst. Die Nufs B besitzt einen Hebelansatz/, der mittelst Zugstange g, Hebel h und Zugstange i den Riegel A mit seiner Falle d in Bewegung setzt, wobei der Stift i1 hinter den Vorsprung k des Riegels A, Fig. 8, fafst. Die Angriffsfläche des Hebelansatzes/ ist abgerundet und ruht in einer gleichgestalteten Aushöhlung der hakenförmigen Stange g, wodurch die Reibung an der betreffenden Stelle auf ein Minimum reducirt wird. Der Hebel h ist auf dem Zapfen hl gelagert und mit einer Hülse versehen, in welche die Spiralfeder / fafst, die sich mit ihrem anderen Ende/1 gegen den Stift P stützt und den Hebel immer in seine Ruhelage, Fig. 8, zurückzuziehen sucht.
Die Fig. 3 und 4 zeigen die Stellung der Zuhaltungen und des Riegels, wenn letzterer durch den Schlüssel bewegt wird. Die beiden Zuhaltungen, welche in Fig. 10 und 11 besonders dargestellt sind, bewegen sich geradlinig und zwar die obere C nach abwärts (nach dem Schlüsselloch hin), die untere D nach aufwärts; letztere ist drehbar mit dem Hebel m verbunden und hat, wie später beschrieben wird, noch den Zweck, den Riegel A ganz zu sperren; oberhalb führt sie sich an dem festen Stifte c und besitzt eine Kulisse P, in welche der Stift ii der Zugstange i fafst, so dafs letztere an der Auf- und Abwärtsbewegung der Zuhaltung theilnehmen mufs. Die obere Zuhaltung C ist mit einem eigenthümlich geformten Curvenkanal η versehen, in welchem der Theil nl des Schlüsselbartes, Fig. 12, sich bewegt und der excentrisch ist zu dem Mittelpunkt des Schlüssels, so dafs in der Stellung Fig. 3 die Zuhaltung in eine tiefere Lage gelangt, und der Stift ο des Riegels zwischen den Lappen 1 und 2 der oberen Zuhaltung C und 3 und 4 der unteren Zuhaltung durchschlüpfen kann, während nach beendigter Umdrehung des Schlüssels (der mit seinem Barte in dem Einschnitte p des Riegels wirkt und so diesen vor- oder zurückschiebt) beide Zuhaltungen wieder in ihre Anfangslage kommen, Fig. 4, und der Riegel A mittelst des Stiftes 0 gesperrt ist. Bei der Verschiebung des Riegels A wird die Stange i nicht mitgenommen, denn dieselbe wird durch die untere Zuhaltung' gehoben (s. auch Fig. 6), so dafs der Ansatz k frei wird. Die obere Zuhaltung C wird durch die Feder q immer nach oben geprefst, während die Feder r, welche in derselben Weise wie q in einer auf dem Drehzapfen ί befindlichen Hülse des Hebels m befestigt ist, sich gegen den Stift r' legt und in Gemeinschaft mit der Feder q und mittelst des Hebels in die untere Zuhaltung D nach unten zieht. Es mag noch bemerkt werden, dafs die Feder r auch, wie Fig. 2 zeigt, dazu dient, den Riegel wieder vorzuschieben, wenn er durch den Drücker eingezogen war.
Um endlich die Art und Weise zu zeigen, wie der Nachtriegel bei diesem Schlofs ersetzt
wird, dienen die Fig. 5 und 6. Die Sperrung des Riegels erfolgt mittelst der unteren Zuhaltung D vom Hebel m aus und zwar dadurch, dafs der letztere durch den Hebel t der Nufs F, Fig. 6, gehoben wird. Die Drehpunkte sind so gewählt, dafs der Hebel t in der Lage, Fig. 6, durch Reibung in Ruhe verbleibt und nicht zurückschnappt. Die Zuhaltung D nimmt dann ihre höchste Lage ein und ruht der Stift ο des Riegels A einmal in dem Einschnitte 5, Fig. s, wenn der Riegel gegen die Bewegung durch den Drücker B, und in dem Einschnitte 6, Fig. 6, wenn er gegen das Oeffnen durch den Schlüssel gesperrt werden soll. Es bleibt wieder zu bemerken, dafs der Stift il, Fig. 5, durch die Kulisse gehoben und der Riegel A nicht bewegt wird, wenn man den Drücker B bewegt, sondern sich nur einfach in der Kulisse verschiebt.
Die beiden tiefen Einschnitte 7 und 8 der oberen Zuhaltung C haben den Zweck, ein Verschieben des Riegels durch einen Nachschlüssel etc. unmöglich zu machen, denn wenn es auch gelingen sollte, mit dem in das Schlofs eingeführten Instrument die Zuhaltung zu bewegen, so sperrt letztere allein oder in Gemeinschaft mit der unteren Zuhaltung doch immer den Riegel A mittelst seines Stiftes o.
Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch das Schlofs nach α l·, Fig. 4; Fig. 9 zeigt das Schlofs mit Deckplatte; dieselbe wird mittelst der beiden Schrauben u befestigt.
Es bleibt zu bemerken, dafs man anstatt zwei Zuhaltungen auch deren mehrere combiniren kann, von denen immer gewisse sich entgegengesetzt bewegen.
Ferner ist noch zu erwähnen, dafs das Schlofs nicht für einfache, sondern auch für Flügelthüren und für jeden passenden Zweck angewendet werden kann; dafs ferner alle diejenigen Modi-' ficationen angebracht werden können, welche für einen bestimmten Zweck für nöthig erachtet werden.

Claims (4)

Patent-Ansprüche: Das vorbeschriebene und durch Zeichnung erläuterte Schlofs in seiner ganzen Zusammensetzung, insbesondere:
1. Die Anwendung von zwei oder mehreren Zuhaltungen, von denen mindestens eine in entgegengesetzter Richtung in Bezug auf die andere bewegt wird, wie beschrieben.
2. Die Uebertragung der Bewegung des Drückers auf den Riegel, und zwar die Combination von Nufs B mit Hebel/, Stange g, Hebel h, Stange i mit Ansatz i\ der gegen den Ansatz k des Riegels wirkt, wie beschrieben
3. Die Einrichtung einer Zuhaltung, welche die Function des Nachtriegels ersetzt, und zwar die Combination der Nufs F mit Hebel t, Hebel m und Zuhaltung D mit den Einschnitten s und 6, in welche sich der Stift 0 des Riegels A legt, wodurch letzterer gesperrt wird.
4. Die Combination der Zuhaltung D mit Kulisse zur Ausrückung des Stiftes i' der Stange i, zum Zweck wie beschrieben.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT4310D Neuerungen an Thürschlössern Active DE4310C (de)

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