DE4311355C2 - Schneckengetriebe - Google Patents
SchneckengetriebeInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Die Erfindung betrifft ein Schneckengetriebe mit einer Si
cherheitskupplung zur Begrenzung des übertragbaren Drehmomen
tes in der einen Drehrichtung (Vorlauf) des Schneckenrades,
wobei die Sicherheitskupplung auf der die Schnecke tragenden
Welle (Schneckenwelle) sitzt und auch in der entgegenge
setzten Drehrichtung (Rücklauf) des Schneckenrades die Über
tragung eines Drehmomentes zuläßt.
Eine derartige Ausführungsform läßt sich der DE 34 12 338 C2
entnehmen. Hier ist die Schnecke einteilig mit der sie tra
genden Welle ausgebildet. Antriebsseitig ist auf der Schnec
kenwelle eine Rutschkupplung vorgesehen, die eine mit wenig
stens einer Ausnehmung versehene Mutter aufweist, die über
eine Feder mit einem Druckring für das kraftübertragende Teil
der Rutschkupplung im Eingriff steht. In Richtung auf die
Mutter ist ein federbeaufschlagter, von außen lösbarer Arre
tierstift zum Eingriff mit der Ausnehmung vorgesehen. Auf dem
der Rutschkupplung abgewandten Ende der Schneckenwelle ist
eine elektromagnetisch lüftbare Federdruckbremse nach außen
abgedichtet angeordnet. Die Federvorspannung ist über die
genannte Mutter einstellbar.
Aus der US 3,339,426 ist es bekannt, bei einem Schneckenge
triebe in der einen Drehrichtung die Übertragung eines höhe
ren Drehmomentes zuzulassen als in der anderen Drehrichtung.
Dies wird erreicht durch Betätigung eines Schalters, mit dem
der Antriebsmotor ggf. ausgeschaltet wird.
Durch offenkundige Vorbenutzung bekannt ist ein Schneckenge
triebe, bei dem die Sicherheitskupplung auf der die Abtriebs
welle bildenden Schneckenradwelle angeordnet ist. Die Kupp
lung besteht aus zwei Reibflächen, die zwischen dem Schnec
kenrad und beidseitig angeordneten Wellenringen liegen. Letz
tere sind über Paßfedern mit der Antriebswelle verbunden und
lassen sich mit dem Schneckenrad durch eine Tellerfeder ver
spannen. Die Vorspannung der Tellerfeder und somit das über
tragbare Drehmoment werden durch eine Wellenmutter einge
stellt. Bei Überschreiten des übertragbaren Drehmomentes
rutscht das Schneckenrad auf den Reibflächen durch; die Ab
triebswelle steht still.
Bei dieser vorbekannten Ausführungsform ist in der entgegen
gesetzten Drehrichtung die Übertragung eines höheren Drehmo
mentes gefordert. Für die Erfüllung dieser Forderung ist zwi
schen Schneckenrad und Abtriebswelle ein Freilauf eingebaut,
der eine Sperre zwischen Schneckenrad und Abtriebswelle bil
det. In dieser entgegengesetzten Drehrichtung wird ein höhe
res Moment übertragen, während in der zuerst genannten Dreh
richtung der Freilauf freiläuft, so daß hier nur das einge
stellte Moment der Kupplung übertragen wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das eingangs be
schriebene Schneckengetriebe konstruktiv und wirkungsmäßig zu
verbessern.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch folgende Merkma
le gelöst:
- a) Die Sicherheitskupplung läßt im Rücklauf die Übertragung eines höheren Drehmomentes zu;
- b) die Sicherheitskupplung überträgt das in die Schneckenwelle eingeleitete Drehmoment auf die frei dreh bar und axial verschiebbar auf der Schneckenwelle ange ordnete Schnecke;
- c) die Sicherheitskupplung umfaßt eine mit der Schnecke in Drehverbindung stehende, gegenüber der Schneckenwelle frei drehbare Reibscheibe, die zwischen zwei über eine federelastische Kraft gegeneinander verspannbaren, mit der Schneckenwelle in Drehverbindung stehenden, Mitneh merscheiben angeordnet ist;
- d) die Schnecke stützt sich im Vorlauf mit ihrer einen Stirnseite direkt oder indirekt an einem Widerlager und im Rücklauf mit ihrer gegenüberliegenden Stirnseite an einem die federelastische Kraft erhöhenden Bauteil der Sicherheitskupplung ab.
Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteran
sprüche. Die Erfindung wird in Verbindung mit weiteren Vorteilen
und anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Gegenüber der eingangs beschriebenen vorbekannten Konstruktion
weist das erfindungsgemäße Schneckengetriebe im wesentlichen
folgende Vorteile auf:
Die unterschiedlichen, im Vor- und Rücklauf zu übertragenden Drehmomente werden durch die aus der Schneckenverzahnung re sultierende Axialkraft ermöglicht. Die Kupplung braucht nur ein geringeres Drehmoment zu übertragen, so daß die Federvor spannung der Tellerfeder kleiner gewählt werden kann. Es er gibt sich ein geschlossenes Kräftesystem ohne zusätzliche La gerbelastung. Auf den störanfälligen Freilauf kann vollständig verzichtet werden. Ein kurzfristiges Überschreiten der Nenn last verkraftet die erfindungsgemäße Sicherheitskupplung pro blemlos.
Die unterschiedlichen, im Vor- und Rücklauf zu übertragenden Drehmomente werden durch die aus der Schneckenverzahnung re sultierende Axialkraft ermöglicht. Die Kupplung braucht nur ein geringeres Drehmoment zu übertragen, so daß die Federvor spannung der Tellerfeder kleiner gewählt werden kann. Es er gibt sich ein geschlossenes Kräftesystem ohne zusätzliche La gerbelastung. Auf den störanfälligen Freilauf kann vollständig verzichtet werden. Ein kurzfristiges Überschreiten der Nenn last verkraftet die erfindungsgemäße Sicherheitskupplung pro blemlos.
In der Zeichnung ist eine als Beispiel dienende Ausführungs
form der Erfindung im Längsschnitt dargestellt.
Das im Ausschnitt dargestellte Schneckengetriebe weist eine
mit einem Ritzel 1 bestückte Schneckenwelle 2 auf, auf der
frei drehbar und axial verschiebbar eine Schnecke 3 sitzt, die
über eine ebenfalls gegenüber der Schneckenwelle frei drehbare
Paßfeder 4 in Drehverbindung steht mit einer Reibscheibe 5.
Diese Reibscheibe 5 sitzt mit ihrer Nabe 5a ebenfalls frei
drehbar auf der Schneckenwelle 2 und ist zwischen zwei Mitneh
merscheiben 6, 7 angeordnet.
Die der Schnecke 3 benachbarte (erste) Mitnehmerscheibe 6 ist
als Kupplungsgehäuse 8 ausgebildet, das mit einer Nabe 8a die
Nabe 5a der Reibscheibe 5 übergreift und in axialer Richtung
gegenüber der Schnecke 3 etwas überragt und über Zylinderstif
te 9 in Drehverbindung steht mit der der Schnecke 3 abgewand
ten (zweiten) Mitnehmerscheibe 7. Letztere steht über eine
Paßfeder 10 in Drehverbindung mit der Schneckenwelle 2, ist
dieser gegenüber axial verschiebbar und stützt sich auf ihrer
der Reibscheibe 5 abgewandten Seite in axialer Richtung an
einem Sicherungsring 11 der Schneckenwelle 2 ab.
Die zweite Mitnehmerscheibe 7 wird auf ihrer der Reibscheibe 5
abgewandten Seite von Tellerfedern 12 beaufschlagt, die auf
einen Nabenabschnitt der zweiten Mitnehmerscheibe 7 aufgescho
ben, radial außen von dem Kupplungsgehäuse 8 übergriffen und
in axialer Richtung beaufschlagbar sind durch eine auf das
Kupplungsgehäuse 8 aufschraubbare Gehäusemutter 13. Diese Ge
häusemutter 13 ermöglicht eine Justierung der Federvorspannung
von außen.
Die Teile 5 bis 13 bilden eine Sicherheitskupplung.
Auf der der Sicherheitskupplung abgewandten Seite stützt sich
die Schnecke 3 stirnseitig an einem Lagergehäuse 14 eines Axi
allagers 15 ab. Ferner zeigt die Figur das mit der Schnecke 3
im Eingriff stehende Schneckenrad 16, für das mit Pfeilen Vor-
und Rücklauf angegeben sind.
Das Drehmoment wird über das Ritzel 1 in die Schneckenwelle 2
eingeleitet und über die Paßfeder 10 auf die zweite Mitnehmer
scheibe 7 übertragen, die über die Zylinderstifte 9 form
schlüssig mit dem Kupplungsgehäuse 8 verbunden ist. Durch An
ziehen der Gehäusemutter 13 üben die Tellerfedern 12 eine
axiale Druckkraft auf die zweite Mitnehmerscheibe 7 und damit
auf die Reibscheibe 5 aus. Die Größe dieser Anpreßkraft ist
mit Hilfe der Gehäusemutter 13 einstellbar. Diese Anpreßkraft
ermöglicht die Weiterleitung des Drehmomentes auf die Reib
scheibe 5 und somit über die Paßfeder 4 auf die Schnecke 3.
Übersteigt das Moment an der Schnecke 3 das über die Gehäuse
mutter 13 eingestellte Drehmoment, rutscht die Reibscheibe 5
zwischen den beiden Mitnehmerscheiben 6, 7 durch; die Sicher
heitskupplung ist in diesem Fall angesprungen.
Im Vorlauf stützt sich die Schnecke 3 aufgrund der aus der
Schneckenverzahnung wirkenden Kräfte über das Lagergehäuse 14
am Axiallager 15 ab. Hierdurch ist eine reibungsarme Relativ
bewegung zwischen Schnecke 3 und Schneckenwelle 2 gewährlei
stet.
Wird die Drehrichtung des Systems geändert (Rücklauf), legt
sich die Schnecke 3 stirnseitig an der Nabe 8a des Kupplungs
gehäuses 8 an. Die zweite Mitnehmerscheibe 7 wird axial gegen
den Sicherungsring 11 gedrückt. Die auf die Reibscheibe 5 wir
kende Anpreßkraft wird nun durch die aus der Schneckenverzah
nung wirkenden Kräfte erhöht, die proportional dem zu übertra
genden Drehmoment sind. Die Anpreßkraft wird somit um so grö
ßer, je höher das zu übertragende Drehmoment ist.
Durch die Wahl des Reibradius kann in Verbindung mit den Reib
partnern in der Sicherheitskupplung das übertragbare Drehmo
ment verändert werden. Dabei kann der Reibradius auch so groß
gewählt werden, daß die Sicherheitskupplung im Rücklauf gar
nicht durchrutscht.
Aufgrund der geschlossenen Bauweise der Sicherheitskupplung
ist für diese eine Ölkühlung in einfacher Weise möglich.
Claims (9)
1. Schneckengetriebe mit einer Sicherheitskupplung (5-13)
zur Begrenzung des übertragbaren Drehmomentes in der ei
nen Drehrichtung (Vorlauf) des Schneckenrades (16), wobei
die Sicherheitskupplung (5-13) auf der die Schnecke (3)
tragenden Welle (Schneckenwelle 2) sitzt und auch in der
entgegengesetzten Drehrichtung (Rücklauf) des Schnecken
rades (16) die Übertragung eines Drehmomentes zuläßt,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- a) Die Sicherheitskupplung (5-13) läßt im Rücklauf die Übertragung eines höheren Drehmomentes zu;
- b) die Sicherheitskupplung (5-13) überträgt das in die Schneckenwelle (2) eingeleitete Drehmoment auf die frei drehbar und axial verschiebbar auf der Schneckenwelle (2) angeordnete Schnecke (3);
- c) die Sicherheitskupplung (5-13) umfaßt eine mit der Schnecke (3) in Drehverbindung stehende, gegenüber der Schneckenwelle (2) frei drehbare Reibscheibe (5), die zwischen zwei über eine federelastische Kraft gegeneinander verspannbaren, mit der Schnec kenwelle (2) in Drehverbindung stehenden, Mitneh merscheiben (6, 7) angeordnet ist;
- d) die Schnecke (3) stützt sich im Vorlauf mit ihrer einen Stirnseite direkt oder indirekt an einem Wi derlager (15) und im Rücklauf mit ihrer gegenüber liegenden Stirnseite an einem die federelastische Kraft erhöhenden Bauteil der Sicherheitskupplung (5- 13) ab.
2. Schneckengetriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die federelastische Kraft einstellbar ist und
zwar vorzugsweise von außen.
3. Schneckengetriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zum Aufbringen der federelastischen Kraft
Tellerfedern (12) vorgesehen sind.
4. Schneckengetriebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß die Beaufschlagung der Tellerfedern (12) über
eine Gehäusemutter (13) erfolgt, die auf ein Kupplungs
gehäuse (8) aufschraubbar ist.
5. Schneckengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß das Kupplungsgehäuse (8) die eine Mitnehmer
scheibe (6) bildet.
6. Schneckengetriebe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich
net, daß das Kupplungsgehäuse (8) die Reibscheibe (5),
die zweite Mitnehmerscheibe (7) sowie die Tellerfedern
(12) umschließt.
7. Schneckengetriebe nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich die Schnecke (3) im Rücklauf
stirnseitig an dem Kupplungsgehäuse (8) abstützt.
8. Schneckengetriebe nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kupplungsgehäuse (8) über Form
schlußmittel wie z. B. Zylinderstifte (9) in Drehverbin
dung steht mit der anderen Mitnehmerscheibe (7).
9. Schneckengetriebe nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß sich die von der
Schnecke (3) abgewandte Mitnehmerscheibe (7) an einem
Sicherungsring (11) der Schneckenwelle (2) axial ab
stützt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934311355 DE4311355C2 (de) | 1993-04-06 | 1993-04-06 | Schneckengetriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4311355A1 DE4311355A1 (de) | 1994-10-20 |
| DE4311355C2 true DE4311355C2 (de) | 1995-01-26 |
Family
ID=6484914
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934311355 Expired - Fee Related DE4311355C2 (de) | 1993-04-06 | 1993-04-06 | Schneckengetriebe |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4311355C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19615007A1 (de) * | 1996-04-16 | 1997-10-23 | Mekra Lang Gmbh & Co Kg | Getriebe-Einheit |
| DE19615002A1 (de) * | 1996-04-16 | 1997-10-23 | Mekra Lang Gmbh & Co Kg | Getriebe-Einheit |
| DE29817476U1 (de) * | 1998-09-30 | 2000-02-17 | Gesellschaft für Antriebstechnik Dr.-Ing. Günther Hammann GmbH & Co., 40549 Düsseldorf | Getriebe für richtungsumkehrbare Drehantriebselemente |
| CN105605156A (zh) * | 2016-03-22 | 2016-05-25 | 湖南工业大学 | 具有过载保护的蜗杆传动机构 |
Family Cites Families (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE1231517B (de) * | 1964-04-25 | 1966-12-29 | Siebeck Metallwerk G M B H | Motorischer Stellantrieb fuer Ventile od. dgl. mit Schneckengetriebe |
| DE3412338C2 (de) * | 1983-09-21 | 1986-07-31 | Rhein-Getriebe Gmbh, 4005 Meerbusch | Schneckengetriebe |
-
1993
- 1993-04-06 DE DE19934311355 patent/DE4311355C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US6007446A (en) * | 1996-04-16 | 1999-12-28 | Mekra Lang Gmbh & Co. Kg | Drive unit |
| US6283863B1 (en) | 1996-04-16 | 2001-09-04 | Mekra Lang Gmbh & Co. Kg | Drive unit |
| DE29817476U1 (de) * | 1998-09-30 | 2000-02-17 | Gesellschaft für Antriebstechnik Dr.-Ing. Günther Hammann GmbH & Co., 40549 Düsseldorf | Getriebe für richtungsumkehrbare Drehantriebselemente |
| CN105605156A (zh) * | 2016-03-22 | 2016-05-25 | 湖南工业大学 | 具有过载保护的蜗杆传动机构 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4311355A1 (de) | 1994-10-20 |
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