DE4315528C2 - Einrichtung zur Formatanpassung einer Bogenübergabetrommel - Google Patents

Einrichtung zur Formatanpassung einer Bogenübergabetrommel

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DE4315528C2 DE19934315528 DE4315528A DE4315528C2 DE 4315528 C2 DE4315528 C2 DE 4315528C2 DE 19934315528 DE19934315528 DE 19934315528 DE 4315528 A DE4315528 A DE 4315528A DE 4315528 C2 DE4315528 C2 DE 4315528C2
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Formatanpassung einer Bogenübergabetrommel, bestehend aus radial und in Umlaufrichtung der Bogenübergabetrommel in Führungen verschiebbaren Bogenauflageelementen, und bestehend aus die Bogenvorder- und -hinterkante haltenden Greifervorrichtungen, die in Umlaufrichtung der Bogenübergabetrommel in der Mantelfläche verstellbar sind, wobei die Bogenauflageelemente und die Greifervorrichtungen für die zu transportierenden Bogen gleichzeitig verstellbar sind. DOLLAR A Die erfindungsgemäße Einrichtung zeichnet sich dadurch aus, daß die Bogenauflageelemente (21) auf Führungsstangen (13, 14) und Stangen (19, 20) angeordnet sind, wobei die Führungsstangen (13, 14) seitlich der Bogenübergabetrommel in kreisbahnförmigen Führungsbahnen (15, 16) laufen, wobei die zwischen den erstgenannten Führungsstangen (13, 14) liegenden Stangen (19, 20) radial beweglich sind, und wobei alle benachbarten Führungsstangen (13, 14) und Stangen (19, 20) miteinander starr gekoppelt sind.

Description

Die Erfindung ist bei Rotationsbogendruckmaschinen anwendbar, wo zum Fördern der Bogen Bogenübergabetrommeln vorgesehen sind, deren Greiferposition und deren Bogenauflagefläche bei einem Auftragswechsel auf ein neues Bogenformat eingestellt werden sollen.
In DE 35 35 621 C2 ist eine Bogenübergabetrommel mit einer derartigen Einrichtung beschrieben. Die Bogenübergabetrommel dient zum Transport zweier Bogen, welche an ihrer Vorderkante in Greifern und an ihrer Hinterkante mit Hilfe von Sauggreifern auf der Mantelfläche der Bogenübergabetrommel gehalten werden. Die Bogenauflagefläche wird von Mantelflächensegmenten gebildet, die zusammen mit den Sauggreifern auf einer gemeinsamen Aufnahme angeordnet sind. Zur Einstellung auf ein neues Format ist die Aufnahme flexibel gestaltet und in einen Führungskanal einschiebbar, der einen in Trommel-Umlaufrichtung außen liegenden sowie einen weiter innen liegenden Abschnitt aufweist. Durch teilweises Einschieben der Aufnahme in den innen liegenden Abschnitt läßt sich die Auflagefläche für den Bogen entsprechend dem zu druckenden Format stufenlos in Umlaufrichtung der Bogenübergabetrommel verkleinern. Nachteilig bei dieser Lösung ist, daß zum Einstellen auf ein neues Format die Mantelflächenelemente einen relativ großen Drehwinkelbereich überschreiten müssen, und daß die Mantelsegmente auf ihrem Weg in den innen liegenden Abschnitt einen Verbindungskanal passieren, der einen engen Radius aufweist und der eine Umkehr der Bewegungsrichtung zwischen der Bewegung der außen liegenden und der innen liegenden Mantelflächensegmente bewirkt. Dadurch verlängert sich ein Umstellvorgang und die damit verbundene Stillstandszeit einer Druckmaschine. Die Führung der Mantelflächensegmente von außen nach innen ist durch die Umlenkung der Bewegungsrichtung im Inneren der Bogenübergabetrommel nur konstruktiv aufwendig zu realisieren. Die Einstellung auf ein neues Bogenformat kann manuell vorgenommen werden oder automatisiert vorgenommen werden, wozu Positionsmeßeinrichtungen und fernbedienbare motorische Antriebssysteme vorgesehen sein können. (DE 83 19 431 U1, DE 31 36 349 A1).
In einer Variante dieser Einrichtung sind als Bogenauflagenelemente Sporenrädchen vorgesehen, die auf Führungsstangen sitzen. Vor dem Verschieben der Mantelsegmente in den inneren Abschnitt können die Führungsstangen bzw. Sporenrädchen entnommen werden, um ein ungehindertes Verschieben zu gewährleisten. Die manuelle Entnahme der Sporenrädchen ist zeitaufwendig, wodurch sich die Umstellzeit auf ein anderes Bogenformat verlängert.
Es sind weitere Einrichtungen zur Formatanpassung bekannt, die zwei in Umlaufrichtung ineinandergreifende Bogenauflagesegmente enthalten, welche gegeneinander um eine gemeinsame Achse verdrehbar sind. (JP 4-153039 AA, JP 4-1588041 AA, DE 42 23 190 A1)
Nachteilig bei diesen Lösungen ist, daß die die Bogenauflagefläche bildenden Bogenauflagesegmente quer zur Umlaufrichtung der Bogenübergabetrommel Schlitze beziehungsweise Kanten aufweisen, die dann, wenn die Bogen mit einer bedruckten Seite auf der Mantelfläche der Bogenübergabetrommel aufliegen die Druckqualität beeinträchtigen können.
In EP 0 165 477 A2 ist ein Aufzug für eine Bogenübergabetrommel beschrieben, der eine Mantelfläche verkörpert, auf der die bedruckte Seite der Bogen unbeschadet transportiert werden kann. In einer Variante dieser Lösung weist eine Speichertrommel zur Umstellung auf ein neues Bogenformat im Bereich der hinteren Bogenkanten einen in Umlaufrichtung verstellbaren Saugkasten auf. Ungünstig ist, daß der Verstellbereich zwischen einem maximalen und einem minimalen Bogenformat konstruktionsbedingt gering ausfällt.
Der in DE 91 15 526 U1 beschriebene Zylinder für eine Druckmaschine weist eine in ringzonenförmige oder matrixförmige Teilelemente zergliederte Mantelfläche auf, bei der jedes Teilelement für sich ferngesteuert in seinem radialen Abstand einziehbar ist. Das Einziehen der Teilelemente kann mit mechanischen, elektrodynamischen, pneumatischen oder hydraulischen Antriebsmitteln erfolgen, die ausschließlich eine Radialbewegung der Teilelemente gestatten.
Diese Lösung hat den Nachteil, daß eine Vielzahl von Stellelementen benötigt werden, die material- und kostenaufwendig sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zur Formatanpassung einer Bogenübergabetrommel zu entwickeln, die mit geringem Aufwand eine schnelle Umstellung auf ein neues Bogenformat ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Dabei sind die Bogenauflageelemente einer Bogenübergabetrommel auf gekoppelten Führungsstangen angeordnet, von denen jede zweite in einer kreisbahnförmigen Führungsbahn läuft, wobei die jeweils zwischen diesen liegenden Führungsstangen radial beweglich sind.
In einer besonderen Ausführungsform sind die Koppelelemente zwischen den Führungsstangen speziell ausgebildet und mit Stiften versehen, die im Zusammenwirken mit Riegeln, die ebenfalls mit Stiften versehen sein können, ein definiertes Einfahren jeder zweiten Führungsstange bewirken. Bei dieser Ausführungsform werden die radial beweglichen Führungsstangen nicht gleichzeitig eingezogen, sondern ausgehend von einer Seite eine nach der anderen radial nach innen bewegt, so daß bezogen auf die Bogenfläche bei jedem Format die gleiche Anzahl von Stützstellen vorhanden sind.
Die Erfindung soll anhand einer Zeichnung noch näher erläutert werden, es zeigen:
Fig. 1 ein Schema einer erfindungsgemäßen Bogenübergabetrommel,
Fig. 2 eine Einstellung für ein maximales Format,
Fig. 3 eine Momentaufnahme bei der Einstellung auf ein kleiners Format und
Fig. 4 eine Momentaufnahme bei der Einstellung auf ein größeres Format.
Das Schema nach Fig. 1 zeigt in der oberen Hälfte eine Bogenübergabetrommel in einer Einstellung auf ein maximales Format und in der unteren Hälfte in einer Einstellung auf ein minimales Format. Die Bogenübergabetrommel enthält beidseitig auf einem angedrehten Zapfen 1 Führungsscheiben 2. Die Führungsscheiben 2 sind durch Traversen 3, 4 starr miteinander verbunden. Auf den Traversen 3, 4 sind mit Hilfe von Distanzstücken 5, 6 Vierkantführungen 7, 8 angeschraubt. Auf den Vierkantführungen 7, 8 sind Sauger 9, 10 axial verschiebbar angeordnet. Die Sauger 9, 10 dienen zum Festhalten der Bogenhinterkanten, während zum Halten der Bogenvorderkanten Greifer 11, 12 vorgesehen sind. Die Vierkantführungen 7, 8 bzw. die Sauger 9, 10 sind jeweils mit einer ersten Führungsstange 13, 14 einer Reihe von Führungsstangen 13, 14 gekoppelt, die beidseitig der Bogenübergabetrommel in Führungsbahnen 15, 16 der Führungsscheiben 2 laufen. Die Führungsstangen 13, 14 sind paarweise über Laschen 17, 18 mit Stangen 19, 20 gekoppelt, welche radial nach innen ausknicken können, wie es in der unteren Hälfte von Fig. 1 dargestellt ist. Auf den Führungsstangen 13, 14 und den Stangen 19, 20 sitzen axial verstellbare Bogenauflagerollen 21. Die Anpassung vom maximalen Format auf das minimale Format erfolgt mit Hilfe von Stellscheiben 22, 23, die mit Hilfe eines nicht dargestellten Antriebselementes auf dem Zapfen 1 verdreht werden können. Mit der Verdrehung der Stellscheiben 22, 23 werden die Traversen 3, 4 und die mit ihnen gekoppelten Elemente in Umfangsrichtung verschoben.
In den Fig. 2 bis 4 ist eine Klappmechanik zwischen den Führungsstangen 13, 14 und den Stangen 19, 20 vorgesehen, die bei Einstellung auf ein neues Bogenformat keine Stützweitenänderung der Bogenauflagerollen 21 verursacht.
Die Fig. 2 zeigt eine Detailansicht für die Lage der Bogenauflageelemente 21 für ein maximales Format. Die Laschen 17.1 und 17.2 sind hakenförmig ausgebildet, während die Laschen 17.3 und 17.4 bogenförmig ausgebildet sind. Die Laschen 17.1 und 17.2 sind auf den Führungsstangen 13.1 und 13.2 gelagert, die seitlich in der Führungsbahn 15 laufen. Die Laschen 17.3 und 17.4 sind auf den Führungsstangen 13.2 sowie 13.3 gelagert, wobei die Stangen 19.1 und 19.2 in den Laschen 17.3 und 17.4 gelagert sind. Die jeweils anderen Enden der Laschen 17.1 und 17.2 sind auf Stiften 24, 25 gelagert, die auf den Laschen 17.3 und 17.4 befestigt sind. Die Laschen 17.3 und 17.4 tragen jeweils einen kurvenförmigen Absatz 26, 27 gegen den jeweils ein Stift 28 eines radial nach außen gefederten Riegels 29.1 anliegt. Die Riegel 29.1, 29.2 sind jeweils auf den Führungsstangen 13 gelagert, die in der Führungsbahn 15 laufen. Die Riegel 29.1, 29.2 haben jeweils eine Nut 30.1 und 30.2 als Verriegelung der Stangen 19.2, 19.3, so daß nur eine der Stangen 19.2 und 19.3 bewegt werden kann. Auf den Laschen 17.3 und 17.4 sitzen weitere Stifte 31.1 und 31.2. Die Stifte 31.1 und 29.1 betätigen bei der Formatvergrößerung den Riegel 29.1 und entriegeln damit die Stange 19.2.
Die Anordnung der Laschen 17 bzw. 18, der Riegel 29 und der Stifte 24, 25, 28, 31 wiederholt sich je Bogenauflagefläche entsprechend der Zahl der Führungsstangen 13, 14.
In Fig. 3 ist der Bewegungsablauf für die Einstellung auf ein kleineres Format dargestellt. Bei Bewegung der Führungsstange 13.1 in Richtung des Pfeiles 32 werden die Laschen 17.1 und 17.3 um die Achse des Stiftes 24 gedreht, wobei die Stange 19.1 radial nach innen bewegt wird. Durch das Drehen der Laschen 17.3 kommt der Stift 28 in Kontakt mit dem kurvenförmigen Absatz 26. Eine weitere Drehung der Lasche 17.3 schwenkt den Riegel 29.1 um die Achse der Führungsstange 13.3 nach unten, so daß die Führungsstange 13.2 über den Riegel 29.1 gleiten kann und die Stange 19.1 radial nach innen bewegt wird. In der Endstellung wird der Riegel 29.1 mittels einer nicht dargestellten Feder nach oben bewegt, so daß die Führungsstange 13.2 in einer Aussparung des Riegels 29.1 verriegelt wird.
Der Ablauf für das Nachinnenbewegen der Führungsstangen 19 wiederholt sich schrittweise für jede weitere Stange 19.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Formatvergrößerung wird die Führungsstange 13.2 in Richtung des Pfeiles 33 bewegt, so daß sich die Laschen 17.1 und 17.3 auf den Führungsstangen 13.1 und 13.2 drehen. Während dieser Drehung legt sich der Stift 31.1 auf die Oberkante des Riegels 29.1 auf. Bei einer weiteren Verstellung des Formates drückt der Stift 31.1 den Riegel 29.1 gegen die Federkraft nach unten und die Stange 19.1 gelangt in die am Ende des Riegels 29.1 angeordnete Aussparung. Die Stange 19.1 nimmt eine derartige Position ein, daß sich die Bogenauflagerollen 29 in der Bogenauflageebene befinden. Die Riegel 29 sichern die Lage der Führungsstangen 13 und der Stangen 19 in Umfangsrichtung.
Bezugszeichenliste
1
Zapfen
2
Führungsscheiben
3
,
4
Traversen
5
,
6
Distanzstücke
7
,
8
Vierkantführungen
9
,
10
Sauger
11
,
12
Greifer
13
,
14
Führungsstangen
15
,
16
Führungsbahnen
17
,
18
Laschen
19
,
20
Stangen
21
Bogenauflagerollen
22
,
23
Stellscheiben
24
,
25
Stifte
26
,
27
kurvenförmiger Absatz
28
Stift
29
Riegel
30
Nut
31
Stifte
32
,
33
Pfeil

Claims (2)

1. Einrichtung zur Formatanpassung einer Bogenübergabetrommel,
bestehend aus radial und in Umlaufrichtung der Bogenübergabetrommel in Führungen verschiebbaren Bogenauflageelementen, und bestehend aus die Bogenvorder- und hinterkante haltenden Greifervorrichtungen, die in Umlaufrichtung der Bogenübergabetrommel in der Mantelfläche verstellbar sind,
wobei die Bogenauflageelemente und die Greifervorrichtungen für die zu transportierenden Bogen gleichzeitig verstellbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Bogenauflageelemente (21) auf Führungsstangen (13, 14) und Stangen (19, 20) angeordnet sind, wobei die Führungsstangen (13, 14) seitlich der Bogenübergabetrommel in kreisbahnförmigen Führungsbahnen (15, 16) laufen,
wobei die zwischen den erstgenannten Führungsstangen (13, 14) liegenden Stangen (19, 20) radial beweglich sind, und
wobei alle benachbarten Führungsstangen (13, 14) und Stangen (19, 20) miteinander starr gekoppelt sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Führungs­ stangen (13, 14) Riegel (29) gelagert sind, die jeweils mit zwei in einer Richtung liegenden benachbarten Führungsstangen (13, 14) und Stangen (19, 20) zu­ sammenwirken, wobei in den Riegeln (29) und in den Koppelele­ menten (17, 18) zwischen den Führungsstangen (13, 14) und Stangen (19, 20) Stifte (24, 25, 28, 31) vorge­ sehen sind.
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