DE4317A - Apparat zum selbsttätigen Löschen des Feuers der Dampfkessel bei zu hoher Dampfspannung resp. zu niedrigem Wasserstande - Google Patents
Apparat zum selbsttätigen Löschen des Feuers der Dampfkessel bei zu hoher Dampfspannung resp. zu niedrigem WasserstandeInfo
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Description
1878.
Klasse IS.
DANNENBERG & SCHAPER und A. GRAUL in MAGDEBURG
. WÖRLITZ (Anhalt).
Apparat zum selbstthätigen Löschen des Feuers der Dampfkessel bei zu hoher Dampfspannung
bezw. zu niedrigem Wasserstande.
Zusatz-Patent zu No. 220 vom 16. August 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 22. August 1878 ab.
Längste Dauer: 15. August 1892.
Den in der Patentschrift No. 220 beschriebenen Apparat zum Löschen des Feuers unter
Dampfkesseln bei zu hohem Dampfdruck haben die Erfinder in etwas modificirter Form mit
einer Vorrichtung combinirt, welche das Feuer unter Dampfkesseln selbstthätig auslöscht, wenn
der Wasserstand durch Nachlässigkeit des Kesselheizers unter den vorgeschriebenen niedrigsten
Standpunkt herabgesunken ist.
An Stelle des Dampf- bezw. Wasserhahnes ist ein Ventil angeordnet, welches beim Oeffnen
weniger Reibung verursacht. Die Stange A dieses Ventils steht mit der Rolle R in keiner
festen Verbindung, sondern es ist in die Welle B ein Stahlstift i eingebohrt, welcher bei der Drehung
der Welle B auf einen der Knaggen k k der Ventilstange schlägt und Dampf oder Wasser
unter oder über den Rost des Dampfkessels führt. Hebt sich das Sicherheitsventil, so wird
die Arretirung der Rolle R ausgelöst; dieselbe dreht sich mit ihrer festen Axe B vermöge des
Gewichtes P, und der Stift i in der Axe öffnet das Ventil.
Auf der Axe B ist nun eine zweite Rolle R1
angebracht, welche sich lose auf der Axe dreht. Am Umfang der Rolle R1 wirkt ebenfalls ein
Gewicht P1 auf Drehung. In die Nabe der Rolle R1 ist ein Stift Z1 eingebohrt, welcher bei
Drehung der Rolle R1 auf einen der Knaggen k k
der Ventilstange A drückt und das Ventil öffnet. An der Rolle R1 ist ein Zahn befestigt, welcher
für gewöhnlich durch den Ansatz m des Stückes C festgehalten wird und so die Drehung der Rolle./?)
verhindert.
Das Stück C hat entsprechende Führung gegen seitliche Verschiebung und bildet den Anker
eines Elektromagneten U. Sobald der elektrische Strom geschlossen wird, wird der
Anker C angezogen, die Sperrung der Rolle Rx
hört auf und letztere dreht sich vermöge des Gewichtes P1 ; der Stift z, in der Nabe der
Rolle drückt auf den Knaggen k der Ventilstange, läfst Dampf oder Wasser unter bezw.
über den Rost und löscht das Feuer aus.
Der elektrische Strom zur Bildung des Elektromagneten wird von irgend einer elektrischen
Batterie entnommen und wird die Schliefsung des Stromes durch folgende Anordnung bewirkt:
Im Wasserstandsglase M läfst man einen kleinen Korkpfropfen schwimmen, welcher einen kleinen
Magneten trägt. Mit dem Fallen und Steigen des Wasserstandes im Kessel und im Glase
steigt und fällt dieser Magnet. Neben dem Wasserstandsglase wird eine Magnetnadel (Deklinationsnadel
oder Inklinationsnadel) aufgestellt. Sobald der im Wasserstandsglase schwimmende
Magnet sich der aufsen aufgestellten Magnetnadel nähert, wird letztere von ihrer stabilen
Stellung abgelenkt. Befindet sich der schwimmende Magnet z. B. in der Lage D1 , so wird
die äufsere Magnetnadel eventuell nicht nur aus der Lage JVS im Grundrifs nach der
Lage JV1 S1 , sondern auch, wie im Aufrifs angedeutet,
aus der horizontalen in die Stellung JV11 S11 abgelenkt.
An der Magnetnadel JV S sind zwei Stifte ο ο
eingenietet. Der eine dieser Stifte berührt in der gezeichneten Stellung JV11 S11 der Nadel ein
Metallplättchen s im Gehäuse, welches letztere aus nicht leitender Masse hergestellt ist. Der
eine Leitungsdraht der Batterie wird mit der Drehaxe der Nadel in Verbindung gebracht,
während der andere mit dem Metallplättchen s in Verbindung steht. Sobald die Stellung JV11 S11
eintritt, ist also der elektrische Strom geschlossen und tritt die oben beschriebene Wirkung
ein.
Der ganze Apparat läfst sich sehr genau und für jede beliebige Wasserstandshöhe justiren.
Selbstverständlich kann mit diesem Apparat eine Signalvorrichtung verbunden werden.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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