DE4318908C1 - Schweißvorrichtung zum widerstandselektrischen Anschweißen von Kleinteilen mit integrierter Zuführung der Kleinteile - Google Patents
Schweißvorrichtung zum widerstandselektrischen Anschweißen von Kleinteilen mit integrierter Zuführung der KleinteileInfo
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- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K11/00—Resistance welding; Severing by resistance heating
- B23K11/36—Auxiliary equipment
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Resistance Welding (AREA)
Description
Die Erfindung geht aus von einer Schweißvorrichtung zum wider
standselektrischen Anschweißen von aus Stahl bestehenden Klein
teilen wie Schrauben, Muttern oder Verstärkungsscheiben an
größere, ebenfalls aus Stahl bestehende Werkstücke, nach dem
Oberbegriff von Anspruch 1, wie sie beispielsweise aus der EP
395 421 A1 als bekannt hervorgeht. Eine ganz ähnliche Vorrichtung
zeigt auch die EP 434 350 A2.
Beim automatisierten widerstandselektrischen Anschweißen von
Kleinteilen an Werkstücke werden die Kleinteile häufig an das in
einer Schweißvorrichtung lagedefiniert aufgenommene Werkstück
eingebracht und notfalls am Werkstück durch vorrichtungsseitige
Halterungen gegen erschütterungs- oder schwerkraftbedingtes Lösen
oder Herausfallen gesichert. Für dieses Einlegen ist dabei eine
gesonderte Arbeitsstation - eine Einlegestation - erforderlich;
erst in einer weiteren, sich taktmäßig anschließenden Arbeitssta
tion werden die Kleinteile durch jeweils einen sich auf das Werk
stück absenkenden Schweißzylinder angeschweißt. Die eingangs ge
nannten Druckschriften zeigen Zuführeinrichtungen, die mit der
Schweißvorrichtung integriert sind, wodurch nicht nur die Ein
legestation sondern auch der dafür vorgesehenen Arbeitstakt ent
fallen kann. Allerdings sind diese Kleinteile-Zuführungen relativ
kompliziert und voluminös und dadurch in ihren Einsatzmöglich
keiten beschränkt.
Aufgabe der Erfindung ist es, die gattungsgemäß zugrundegelegte
Schweißvorrichtung mit integrierter Kleinteile-Zuführung zu ver
einfachen und baulich weniger platzaufwendig zu gestalten.
Diese Aufgabe wird bei Zugrundelegung der gattungsgemäßen
Schweißvorrichtung erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale von Anspruch 1 gelöst. Durch die Parallelanordnung von
Schußkanalende und Schweißzylinder und durch eine Beschränkung
der Übergabebewegung auf parallel zum Schweißzylinder ausgerich
tete Axialhübe und quer zu ihm liegende Schwenkbewegungen kann die
integrierte Kleinteil-Zuführung einfach und klein gestaltet wer
den, wodurch sie universell einsetzbar wird.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung können den Unteran
sprüchen entnommen werden; im übrigen ist die Erfindung anhand
eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nach
folgend noch erläutert; dabei zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht auf eine Schweißvorrichtung mit integrierter
Kleinteil-Zuführung und
Fig. 2 einen vergrößerten Querschnitt durch die Elektrodenspitze.
Die in Fig. 1 dargestellte Schweißvorrichtung dient zum wider
standselektrischen Anschweißen von Kleinteilen aus Stahl, bei
spielsweise Schrauben 1, an größere, ebenfalls aus Stahl beste
hende Werkstücke. Die anzuschweißende Schraube besteht aus einem
Schaft 2 und einem Kopf 3, der mit seiner Anschweißseite 4 an das
Werkstück 7 angeschweißt werden soll; an der Anschweißseite sind
häufig Anschweißwarzen an die Kleinteile angeformt, was jedoch
hier nicht dargestellt ist. Beispiele anderer Anschweiß-Kleintei
le wären Muttern oder Verstärkungsscheiben.
Die Schweißvorrichtung umfaßt einen von einer Halterung 8 gehal
terten Schweißzylinder 5, der einen hydraulisch beaufschlagbaren,
jedoch ebenfalls nicht dargestellten Kolben aufweist, durch den
die Schweißelektrode 6 auf das Werkstück 7 absenkbar ist. In der
Halterung 8 ist ferner eine Kleinteil-Zuführung vorgesehen, die
dem Schweißzylinder räumlich feststehend zugeordnet ist. Die
Kleinteile-Zuführung ist in Form eines Schußkanals 9 zum pneuma
tischen Zuschießen der Kleinteile ausgebildet, mit dem diese la
gedefiniert einzeln zum Schweißzylinder zugefördert werden kön
nen. Die Schweißelektrode 6 ist an ihrer Spitze zur formschlüs
sigen Aufnahme der anzuschweißenden Schraube mit einer der werk
stückabgewandten Kontur der Schraube, d. h. dem Schaft entspre
chenden Aussparung 18 und mit darin integrierten Gummiring 19 zum
selbsttätigen vorübergehenden Festhalten der darin aufgenommenen
Schraube gegen erschütterungs- oder schwerkraftbedingtes Lösen
oder Herausfallen versehen. Durch eine Umsetzeinrichtung können
die zugeführten Schrauben von dem Zuführkanal 9 bzw. dessen End
abschnitt 10 anschweißgerecht in die Elektrodenspitze eingesetzt
werden. Die Umsetzeinrichtung enthält einen zwischen zwei bestimm
ten Positionen hin und her beweglichen Greifer 11 mit begrenzter
Haltekraft, der in der einen Endstellung in Gegenüberstellung zum
offenen Endabschnitt des Schußkanales angeordnet ist, ein zuge
schossenes Kleinteil abbremst und es festhält.
Um die Umsetzbewegung baulich einfach und bei geringem Platzbe
darf realisieren zu können, ist der Endabschnitt 10 des Schuß
kanals 9 zum pneumatischen Zuschießen der Schrauben 1 parallel
neben dem Schweißzylinder 5 in fester räumlicher Zuordnung zu ihm
angeordnet. Der beim dargestellten Ausführungsbeispiel durch ei
nen Elektromagneten 12 gebildete Greifer 11 der Umsetzeinrichtung
ist derart ausgebildet, daß er eine zugeschossene Schraube 1 auf
dessen Anschweißseite 4 festhält. Der Greifer ist relativ zum
Schweißzylinder 5 und zum Schußkanal 10 parallel zur Schweißzy
linderachse 20 verschiebbar und/oder quer zu ihr verschwenkbar
geführt und mit einem entsprechenden Bewegungsantrieb versehen.
Und zwar ragt beim dargestellten Ausführungsbeispiel der Greifer
von dem Führungszapfen 13 an dessen unteren Ende radial ab, wobei
der Führungszapfen ebenfalls in der Halterung 8, und zwar drehbar
und axial verschiebbar mittig zwischen dem Schweißzylinder und
dem Endabschnitt 10 des Zuschießkanales gelagert ist. Durch einen
vorzugsweise pneumatisch beaufschlagbaren Betätigungszylinder 14
kann der Führungszapfen 13 axial verschoben werden. In die Man
telfläche des Führungszapfens ist eine Führungsnut 15 mit einem
geradlinigen, axial verlaufenden Abschnitt 16 und einem unmittel
bar anschließenden, schraubengangartig gewendelten Abschnitt 17
eingearbeitet, in die ein nicht dargestellter ortsfester Zapfen
radial eingreift. Dadurch ist - beim Durchfahren des geradlinigen
Abschnittes 16 - die zugeschossene und vom Greifer 11 erfaßte
Schraube zunächst axial aus dem Schußkanal-Ende 10 herausziehbar.
Beim weiteren axialen Verschieben des Führungszapfens nach unten
wird der gewendelte Abschnitt 17 der Führungsnut wirksam, so daß
der Greifer eine schraubende Schwenkbewegung ausführt. Die
Schwenkbewegung schließt sich zeitlich und örtlich an den Axial
hub - Abschnitt 16 - des Greifers an und die Schwenkbewegung ist
von einer Fortsetzung der Axialbewegung über ein Steilgewinde im
Abschnitt 17 abgeleitet. Dadurch wird die im Greifer gehaltene
Schraube quer bis zur Koinzidenz mit der Schweißelektrode 6 umge
setzt. Durch einen der Zapfenlänge der Schraube entsprechenden
Hub der Schweißelektrode 6 ist die Schraube in die Aussparung 18
der Elektrodenspitze axial einsteckbar. Wegen der schraubenden,
d. h. unter Zurücklegung eines Axialhubes durchgeführten Schwenk-
bzw. Umsetzbewegung des Greifers darf der Endabschnitt 10 des
Schußkanales mit seinem offenen Ende höchstens auf einer etwa
gleichen Axialposition, wie die Spitze der Schweißelektrode 6 in
ihrer zurückgezogenen Position liegen oder muß gegenüber dieser
Position zurückversetzt sein.
In einer alternativen Ausgestaltungsform kann der relative Axial
hub des Greifers gegenüber dem Schußkanal-Ende auch dadurch rea
lisiert sein, daß der Schußkanal gegenüber dem in axialer Hin
sicht feststehenden Greifer zurückziehbar gehaltert und mit einem
entsprechenden Bewegungsantrieb versehen ist, was jedoch aufwen
diger als das zeichnerisch dargestellte Ausführungsbeispiel wäre.
Nachdem die Schweißelektrode ohnehin axialbeweglich gelagert und
mit einem entsprechenden Antrieb versehen ist, erfolgt zumindest
die axiale Einführbewegung der Schraube 1 in die Elektrodenspitze
durch eine relative Verschiebebewegung der Elektrode 6 zum Grei
fer.
Die Mittel zum vorübergehenden mechanischen Festhalten der Schrau
be 1 in der Aussparung 18 der Elektrodenspitze 6 sind beim darge
stellten Ausführungsbeispiel - siehe insbes. Fig. 2 - durch
einen innenseitig eingelassenen Weichgummiring 19 gebildet. An
dere Möglichkeiten zum mechanischen Festhalten der Schraube in
der Aussparung 18 sind durch federbelastete Rastkugeln oder durch
Federkrallen gegeben. Das vorübergehende Festhalten der Klein
teile in der Aussparung der Elektrodenspitze kann auch magnetisch
durch einen in der Aussparung eingelassenen Permanentmagnet er
folgen.
Claims (8)
1. Schweißvorrichtung zum widerstandselektrischen Anschweißen
von aus Stahl bestehenden, vorzugsweise auf deren Anschweißseite
mit Anschweißwarzen versehenen Kleinteilen wie Schrauben, Mut
tern oder Verstärkungsscheiben an größere, ebenfalls aus
Stahl bestehende Werkstücke,
- - mit einem Schweißzylinder, der mit einer durch einen hydrau lisch beaufschlagbaren Kolben auf das Werkstück absenkbaren Schweißelektrode versehen ist,
- - ferner mit einer der Schweißvorrichtung zugeordneten, die Kleinteile lagedefiniert einzeln zufördernden Kleinteil-Zu führung in Form eines Schußkanals zum pneumatischen Zuschie ßen der Kleinteile zur Schweißvorrichtung,
- - ferner mit einer die zugeführten Kleinteile anschweißgerecht einsetzenden Umsetzeinrichtung, die einen zwischen zwei be stimmten Positionen hin und her beweglichen Greifer mit be grenzter Haltekraft umfaßt, der in der einen Endstellung in Gegenüberstellung zum offenen Ende des Schußkanales angeord net ist, ein zugeschossenes Kleinteil abbremst und es fest hält,
gekennzeichnet durch die Gemeinsamkeit fol
gender Merkmalen:
- - die Schweißelektrode (6) ist an ihrer Spitze zur formschlüs sigen Aufnahme des anzuschweißenden Kleinteiles (1) mit einer der werkstückabgewandten Kontur des Kleinteiles (1) entspre chenden Aussparung (18) und mit darin integrierten Mitteln (19) zum selbsttätigen vorübergehenden Festhalten des darin aufgenommenen Kleinteiles (1) gegen erschütterungs- oder schwerkraftbedingtes Lösen oder Herausfallen versehen,
- - das letzte Teilstück (10) des Schußkanals (9) zum pneumati schen Zuschießen der Kleinteile (1) ist parallel neben dem Schweißzylinder (5) in fester räumlicher Zuordnung zu ihm angeordnet,
- - der vorzugsweise durch einen Elektromagneten (12) gebildete Greifer (11) der Umsetzeinrichtung ist derart ausgebildet, daß er ein zugeschossenes Kleinteil (1) auf dessen An schweißseite (4) festhält,
- - der Greifer (11) ist relativ zum Schweißzylinder (5) und zum Schußkanal (10) parallel zur Schweißzylinderachse (20) ver schiebbar und/oder quer zur Schweißzylinderachse (20) ver schwenkbar geführt und mit entsprechenden Bewegungsantrieben versehen, derart, daß das zugeschossene und vom Greifer (11) erfaßte Kleinteil (1) axial aus dem Schußkanal-Ende (10) herausziehbar, quer bis zur Koinzidenz mit der Schweißelek trode (6) umsetzbar und in die Aussparung (18) der Elektro denspitze axial einsteckbar ist.
2. Schweißvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwenkbewegung sich zeitlich und örtlich an den Axialhub
(Abschnitt 16) des Greifers (11) zum entnehmen des Kleinteiles
(1) aus dem Schußkanal (10) anschließt und daß ferner die
Schwenkbewegung von einer Fortsetzung der Axialbewegung über ein
Steilgewinde (Abschnitt 17) abgeleitet ist.
3. Schweißvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der relative Axialhub des Greifers gegenüber dem Schußkanal-
Ende dadurch realisiert ist, daß der Schußkanal gegenüber dem in
axialer Hinsicht feststehenden Greifer zurückziehbar gehaltert
und mit einem entsprechenden Bewegungsantrieb versehen ist.
4. Schweißvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß zumindest die axiale Einführbewegung des Kleinteiles (1) in
die Elektrodenspitze (6) durch eine relative Verschiebebewegung
der Elektrode (6) zum Greifer (11) erfolgt.
5. Schweißvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schußkanal (10) mit seinem offenen Ende höchstens auf
einer etwa gleichen Axialposition, wie die Spitze der Schweiß
elektrode (6) in ihrer zurückgezogenen Position liegt oder ge
genüber dieser Position zurückversetzt ist.
6. Schweißvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum vorübergehenden mechanischen Festhalten des
Kleinteiles (1) in der Aussparung (18) der Elektrodenspitze (6)
durch federbelastete Rastkugeln, durch Federkrallen oder durch
einen innenseitig eingelassenen Weichgummiring (19) gebildet
sind.
7. Schweißvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum vorübergehenden magnetischen Festhalten des
Kleinteiles in der Aussparung der Elektrodenspitze durch einen in
der Aussparung eingelassenen Permanentmagnet gebildet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934318908 DE4318908C1 (de) | 1993-06-07 | 1993-06-07 | Schweißvorrichtung zum widerstandselektrischen Anschweißen von Kleinteilen mit integrierter Zuführung der Kleinteile |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934318908 DE4318908C1 (de) | 1993-06-07 | 1993-06-07 | Schweißvorrichtung zum widerstandselektrischen Anschweißen von Kleinteilen mit integrierter Zuführung der Kleinteile |
Publications (1)
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|---|---|
| DE4318908C1 true DE4318908C1 (de) | 1994-08-18 |
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|---|---|---|---|
| DE19934318908 Expired - Fee Related DE4318908C1 (de) | 1993-06-07 | 1993-06-07 | Schweißvorrichtung zum widerstandselektrischen Anschweißen von Kleinteilen mit integrierter Zuführung der Kleinteile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4318908C1 (de) |
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- 1993-06-07 DE DE19934318908 patent/DE4318908C1/de not_active Expired - Fee Related
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