DE4319599C1 - Hörgerät - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Hörgerät mit einer in einem Ge
häuse angeordneten Verstärkereinheit, wobei wenigstens ei
ne starre Leiterplatte eine Induktionsspule (Hörspule)
trägt.
Bei einem am Kopf tragbaren Kleinhörgerät dieser Art (in
dem Ohr tragbares Hörgerät/IdO-Hörgerät oder hinter dem
Ohr zu tragendes Hörgerät/HdO-Hörgerät oder Hörbrille) ist
es aus dem deutschen Gebrauchsmuster 72 46 215 bekannt, im
Hörgerätegehäuse einen Verstärker anzuordnen, der aus zwei
auf annähernd parallel zueinander liegenden Ebenen gefal
teten Leiterplatten besteht, die durch einen Steg elek
trisch leitend miteinander verbunden sind und die elek
trische Bauelemente sowie elektrisch-mechanische Bedien
elemente tragen. An der Unterseite des Schaltungsaufbaus
der unteren Leiterplatte ist eine Induktionsspule (Hör
spule) angeordnet, die ihrer Größe wegen diagonal über die
Leiterplatte verläuft. Die Induktionsspule ist in einem
stirnseitig die Leiterplatte überragenden Steg der Ver
stärkerbaueinheit gehaltert und mit dem Verstärkerschalt
kreis verdrahtet bzw. verlötet. Um die Spule gegenüber den
Leiterbahnen und Verzinnungen der Leiterplatte zu isolie
ren, ist auf der die Induktionsspule tragenden Seite der
Leiterplatte zusätzlich eine elektrisch isolierende
Schicht aufgebracht. Ein Wahlschalter des Hörgerätes dient
dazu, anstelle des Mikrofons des Hörgerätes die Induktions
spule (Hörspule) an den Eingang des Verstärkers zu schal
ten. So läßt sich mittels eines elektromagnetischen Feldes
ein Lautsprechersignal, z. B. eines Telefons, das nicht zum
Hörgerät gehört, an den Verstärker induktiv an koppeln.
Bei den am Kopf zu tragenden Hörgeräten mit den immer
kleiner werdenden Abmessungen ihrer Einbauräume ist es
schwierig, die zur Verstärkung des Schalls bzw. zur Si
gnalverarbeitung erforderlichen Bauelemente unterzubrin
gen. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Hörgerät der eingangs genannten Art mit einer kompakten
Verstärkerbaueinheit zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Patentanspruches 1 gelöst. Danach wird die relativ viel
Platz beanspruchende Induktionsspule besser in die Ver
stärkereinheit integriert, ohne daß der Aufbau und die
Herstellung des Verstärkers aufwendiger werden. Auch die
Servicefreundlichkeit bleibt erhalten, da die Induktions
spule auswechselbar an der Leiterplatte anbringbar ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Patentansprüchen 2 bis 5 angegeben. Danach ist eine An
ordnung der Induktionsspule eingesetzt oder versenkt in
der Leiterplatte oder in einem Ausschnitt bzw. an einem
Randausschnitt der Leiterplatte möglich, die einen direk
ten näheren Kontakt der Spule mit Leitungsanschlüssen,
Leiterbahnen oder Verzinnungen der Leiterplattenoberfläche
vermeidet. Damit kann eine zusätzliche, elektrisch isolie
rende Schicht an der Leiterplatte im Bereich der Spule
entfallen. Durch den Einsatz der Induktionsspule in die
Leiterplatte besteht auch die Möglichkeit einer einfache
ren Kontaktierung der Spule gegen die elektrischen Leiter
bahnen der Leiterplatte bzw. zum Verstärkerschaltkreis.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden
nachfolgend anhand der in den Figuren dargestellten Aus
führungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer, geschnittener Darstellung ein
aus zwei Schalen bestehendes Gehäuse für ein HdO-Hörge
rät, mit einer darin angeordneten Verstärkerbaueinheit,
die zwei starre Leiterplatten aufweist, die durch eine
flexible Zone elektrisch leitend miteinander verbunden
sind und wobei in eine Leiterplatte die Induktionsspule
erfindungsgemäß integriert ist,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine nicht gefaltete Leiter
platten-Verstärkerbaueinheit mit in einen ausgesparten
Randabschnitt der einen starren Leiterplatte eingesetzter
Induktionsspule,
Fig. 3 eine Ansicht in Pfeilrichtung A gemäß Fig. 2 auf
die Anordnung der Induktionsspule an der Leiterplatte,
Fig. 4 einen Schnitt I-I gemäß Fig. 2,
Fig. 5 die Induktionsspule gemäß Fig. 3 in Draufsicht
und
Fig. 6 eine weitere Anordnung der Induktionsspule in
einer Leiterplatte.
Das in Fig. 1 dargestellte Hörgerät 1 weist ein Gehäuse
auf, das aus zwei Gehäuseschalen 2, 3 besteht. Im unteren
Bereich des Gehäuses befindet sich bei dem als Ausführungs
beispiel schematisch gezeichneten HdO-Hörgerät ein Raum 4
zur Aufnahme einer Stromquelle/Batterie 5, der über ein
ausschwenkbares Gehäuseteil 6 (Batterielade) zugänglich
ist. Mit 7 ist als Betätigungselement z. B. ein Lautstärke
regler angedeutet. In dem Gehäuse 2, 3 befindet sich fer
ner eine Verstärkereinheit, bestehend aus zwei starren
Leiterplatten 8, 9, die durch eine flexible Zone 10 mit
einander verbunden sind. Die Leiterplatten 8, 9 sind in an
sich bekannter Weise mit Bauteilen, wie Widerständen 12,
Kondensatoren 13, Chips 14, Bedien- oder Stellelementen 15,
bestückt. Nach der Erfindung und gemäß dem gezeichneten
Ausführungsbeispiel ist ferner in eine Aussparung 11 der
Leiterplatte 8 eine Induktionsspule (Hörspule) 16 einge
setzt und über Anschlüsse 17, 18 mit dem Verstärkerschalt
kreis kontaktiert. An der Leiterplatte 9 ist ferner ein
Schallwandler 19 (Mikrofon und/oder Hörer) angeordnet. Die
nicht gezeichneten elektrischen Leiterbahnen der Leiter
platten 8, 9 sind über flexible Leiterbahnabschnitte 20
der flexiblen Zone 10 elektrisch leitend zum Verstärker
schaltkreis verbunden.
Zur Stromversorgung des Verstärkerschaltkreises und seiner
elektrischen Bauelemente sind die Leiterplatten über Feder
kontakte 21, 22 an die Stromquelle 5 anschließbar. Zur
Dämpfung und Abstützung der Leiterplatten-Verstärkerein
heit im Hörgerätegehäuse 2, 3 ist ein dämpfend wirkendes
Dämmaterial 23, z. B. ein Gummimaterial oder Kunststoffma
terial mit hohem Dämpfungswert, vorgesehen. Insbesondere
soll das Dämmaterial 23 den mit den Wandlern 19 bestückten
Verstärker weichelastisch im Gehäuse abstützen, wobei die
Abstützung ganzflächig, abschnittsweise, linien- oder
punktförmig ausgebildet sein kann.
Gemäß Fig. 2 besteht der aufgeklappte Verstärker aus den
starren Leiterplatten 8, 9, die unter Zwischenlage einer
dritten Leiterplatte 24 über flexible Zonen 25, 26 mitein
ander verbunden sind. An einen ausgesparten Randabschnitt
34 der Leiterplatte 8 ist die Induktionsspule 16 ange
bracht. Dabei können beispielsweise Endstücke 27 der Spule
16 gegen die Leiterplatte befestigt werden. Andererseits
sind auch Steckverbindungen od. dgl. möglich. Gleichzeitig
kann über die Endstücke 27 auch die elektrische Kontaktie
rung der Spulenwicklung an den Verstärkerschaltkreis er
folgen. Neben dem Lautstärkeregler 7 und den Batteriefe
derkontakten 21, 22 ist an der Leiterplatte 9 ein soge
nannter MTO-Schalter 28 angeordnet, der zum Einschalten
des Hörgerätes (Mikrofonbetrieb), zum Umschalten auf Tele
fonbetrieb/Induktionsspule 16 und zum Abschalten des Hör
gerätes (O-Stellung) dient. Ferner sind die Leiterplatten
mit nicht gezeichneten elektrischen und/oder elektro-me
chanischen Verstärkerbauteilen bestückt. Nach dem Ausfüh
rungsbeispiel sind der Leiterplatte 9 noch eine Program
mierbuchse 30 und ein Situationsumschalter 29 zugeordnet.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine platzsparende Anordnung
der Induktionsspule 16 in einer Aussparung 11 der Leiter
platte 8. Die in Fig. 5 nochmals, jedoch um 90° gedreht
gezeichnete Induktionsspule bildet mit ihrem Spulenkörper
die Endstücke 27, die z. B. gegen die Leiterplatte befe
stigbar sind.
Gemäß Fig. 6 weist eine Leiterplatte 31 auf der die elek
trischen, nicht gezeichneten Leiterbahnen tragenden Seite
eine flexible Beschichtung 32 auf. In der starren Leiter
platte 31 ist ein von der Beschichtung 32 überzogener
Durchbruch 33 vorgesehen, in den die Induktionsspule 16
einsetzbar ist. Beispielsweise sind die Endstücke 27 des
Spulenkörpers über Klebstellen 35 gegen die Leiterplatte
befestigt.
Claims (5)
1. Hörgerät mit einer in einem Gehäuse (2, 3) angeordneten
Verstärkereinheit, wobei wenigstens eine starre Leiterplat
te (8) eine Induktionsspule (Hörspule) trägt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Induktionsspule (16) versenkt in der Leiterplatte
(8) angeordnet ist.
2. Hörgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiterplatte (8) eine Aussparung (11) aufweist, in
die die Induktionsspule (16) einsetzbar ist.
3. Hörgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Leiterplatte (31) ein Durchbruch (33) vorge
sehen und darin die Induktionsspule (16) angeordnet ist.
4. Hörgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiterplatte (31) auf der die elektrischen Leiter
bahnen tragenden Seite eine flexible Beschichtung (32)
aufweist, daß die starre Leiterplatte (31) auf einem Ab
schnitt unter der flexiblen Beschichtung (32) ausgespart
ist und daß in dieser Aussparung (33) die Induktionsspule
(16) angeordnet ist.
5. Hörgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Induktionsspule (16) an einem ausgesparten Randab
schnitt (34) der Leiterplatte (8) oder an einem Übergang
der starren Leiterplatte zu einem flexiblen Leiterplatten
abschnitt angebracht ist.
Priority Applications (3)
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