DE431976C - Anordnung zur Ausnutzung des Gleichstromstosses in Mikrophonstromkreisen beim Eintreffen mechanischer Schwingungen oder Impulse - Google Patents

Anordnung zur Ausnutzung des Gleichstromstosses in Mikrophonstromkreisen beim Eintreffen mechanischer Schwingungen oder Impulse

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DE431976C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/72Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using ultrasonic, sonic or infrasonic waves

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Description

  • Anordnung zur Ausnutzung des Gleichstromstoßes in Wikrophonstromkreisen beim Eintreffen mechanischer Schwingungen oder Impulse. Wenn ein Mikrophon von relativ starken mechanischen oder akustischen Impulsen (Schwingungen) getroffen wird, so zeigt ein im Mikrophonstromkreis liegendes Gleichstrommeßinstrumenteinen starken oder jedenfalls merklichen Ausschlag an. Das hat seinen Grund bekanntlich darin, daß der Kontakt zwischen den Kohlepartikeln heftig geändert wird und hierdurch ein Stromstoß auftritt. Der Normalwiderstand des Mikrophons kehrt relativ langsam; wahrscheinlich asymptotisch ansteigend (oder abfallend), wieder zurück. Diese Erscheinung macht sich die Erfindung zunutze zur Lösung der Aufgabe, mit Hilfe von Mikrophonen aufgenommene Schall- oder sonstige Impulse oder Schwingungen in einer sehr einfachen «'eise, vorzugsweise unter Benutzung normaler Meßinstrum,ente oder von Gleichstromrelais, durch Ausnutzung der beschriebenen stoßförmigen Gleichstromänderung objektiv anzuzeigen.
  • Die Erfindung besteht allgemein darin, daß ein Teil des Mikrophongleichstromkreises aus einem Paar von Leitern besteht, deren Gleichstromwiderstand gleich, deren Wechselstromwiderstand aber verschieden ist. jeder der beiden Leiter eines Paares kann hierbei aus einer geeigneten Kombination von Leitern (z. B. Selbstinduktion und Kapazität in Parallelschaltung) bestehen. Auch können mehrere solcher Paare vorhanden sein und zusammenwirken. Die mechanische Ausnutzung der Schaltungen gemäß der Erfindung geschieht dadurch, daß entweder die beiden Leiter eines Paares selbst eine Differentialwirkung auf ein mechanisches System (Instrument, Relais o. dgl.) hervorrufen, oder, daß ein infolge der Differentialwirkung der Leiterpaare nur von Stromstößen, nicht aber von normalem Gleichstrom durchflossener. Leiterzweig die mechanische, objektiv wahrnehmbare Wirkung erzeugt.
  • In den Abb. i bis 3 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, und zwar zeigen Abb. i und 2 je eine Differentialrelaisschaltung, Abb.3 eine Brückenschaltung gemäß der Erfindung.
  • In den Abb. i, 2 und 3 bezeichnet i ein Mikrophon und 2 die Mikrophonbatterie. Der Mikrophonstromkreis der Abb. i verzweigt sich in den Punkten a und b in zwei Zweige, von denen jeder über eine Konnexialspule eines einfachen Gleichstromrelais mit dem Anker 7 ,geführt ist. In den einen Zweig ist eine Selbstinduktion 5, in den anderen Zweig ein Widerstand 6 von dem gleichen Gleichstromwiderstand wie die Drosselspule eingeschaltet. Die Spulen 3 und 4. des Gleiclistrom;-relais sind so gewickelt, daß gleiche Ströme in ihnen nach außen hin keine elektromagnetische Wirkung hervorrufen. Der normale Mikrophongleichstrom wird also niemals eine Anziehung des Ankers 7 bewirken. Geht hingegen ein Stromstoß oder eine plötzliche Stromänderung durch den Mikrophonstromkreis, so wird diese durch die Drosselspule 5 von der Wicklung ¢ ferngehalten, während der Widerstand 6 ihren Durchgang durch die Spule 3 ohne weiteres ermöglicht. In diesem Falle wird also der Anker 7 des Relais betätigt» In der Abb. 2 ist ebenfalls ein Differentialrelais in den Mikrophonstromkreis eingeschaltet, welches zwei Kerne und zwei darauf befindliche Spulen 3 und 4 und außerdem zwei um den Punkt i i drehbar gelagerte Anker 9 und i o besitzt. Zu der einen Spule ist ein Kondensator 8 parallel geschaltet, und die beiden Spulen 3 und 4 liegen in Serie. Auch hier geht der normale Gleichstrom durch beide Spulen 3 und 4 in: ,gleicher Stärke hindurch, so daß die Anker 9 und i o im Gleichgewicht bleiben, so daß keiner derselben einer stärkeren Anziehung unterliegt. Kommt jedoch eine plötzliche Stromänderung zustande, so passiert dieselbe zwar die Spule 3, statt der Spule 4 aber den parallel geschalteten Kondensator 8, und der Anker 9 wird infolgedessen angezogen.
  • In der Abb. 3 besteht die Differentialschaltung in einer an sich bekannten Brückenanordnung mit zwei Drosselspulen 14, 15 und zwei Widerständen 12, 13, von denen der Widerstand 12 und die Spule 14 sowie der Widerstand 13 und die Spule 15 in ihrem Gleichstromwiderstand gegeneinander abgeglichen sind. Durch das Instrument oder Relais 16 fließt infolgedessen beim Ruhezustand des Mikrophons kein Strom. Erfolgt jedoch eine p:ötzliche Gleichstromänderung, so geht der Stromstoß nicht durch die Zweige 14 und 15, sondern nur durch die Zweige 12 und 13 und passiert infolgedessen das Instrument oder Relais 16 und betätigt es.
  • Die Anwendungsgebiete für derartige Einrichtungen nach der Erfindung sind außerordcat?ich zahlreich, insbesondere können sie mitVorteil angewendet werden zur Tiefenlotung mit Schall, zur Richtungsbestimmung mit Hilfe der Messung der Zeitdifferenz an zwei Empfängern, zum Anruf von Gleichstromstationen mittels mechanischer Impulse von ferne her, zur . Bestimmung von Abschußort und Einschlagsort von Geschossen u. dgl. Der Vorteil der Anordnung ist gegenüber den bisher vorgeschlagenen, mit komplizierten Vibrationsrelais u. dgl. arbeitenden Einrichtungen die eine überaus große Vereinfachung und Erhöhung der Betriebssicherheit bietende Möglichkeit der Verwendung normaler Gleichstromrelais oder Meßinstrumente.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Ausnutzung des Gleichstromstoßes in Mikrophonstromkreisen beim Eintreffen mechanischer Schwingungen oder Impulse, dadurch gekennr zeichnet, daß im Gleichstromkreis ein oder mehrere zusammenwirkende Paare von Leitern oder Leiterkombinationen angeordnet sind. deren Gleichstromwiderstand gleich und deren Impedanz verschieden ist, und die gemeinsam unmittelbar oder mittelbar auf eine Anzeigevorrichtung (z. B. Bewegungseinrichtung) wirken.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Brückenschaltung in dem Mikrophonstromkreis, deren zusammenigehörige Paare aus je einem Widerstand und einer Selbstinduktionsspule bestehen, deren Gleichstromwiderstände gegeneinander abgeglichen sind, wobei das durch den Gleichstromstoß zu betreibende Gerät in der einen Diagonale, Batterie und Mikrophon in der anderen Diagonale liegen.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch ein Differentialrelais mit zwei Wicklungen in dem Gleichstromkreis des Mikrophons, deren einer Wicklung ein Kondensator parallel oder eine Selbstinduktionsspule vorgeschaltet ist.
DES69683D 1925-04-19 1925-04-19 Anordnung zur Ausnutzung des Gleichstromstosses in Mikrophonstromkreisen beim Eintreffen mechanischer Schwingungen oder Impulse Expired DE431976C (de)

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