DE4319906C2 - Werkzeugmaschine mit einer Arbeitsraumabdeckung - Google Patents
Werkzeugmaschine mit einer ArbeitsraumabdeckungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine mit einem fest
stehenden Werkstücktisch zur Aufnahme eines zu bearbeitenden
Werkstückes, einem zumindest in Längsrichtung des Werkstück
tisches verfahrbaren Ständer, einem an dem Ständer vorgesehenen
Spindelstock zur Aufnahme eines Werkzeuges, sowie mit beidseits
mit dem Ständer verbundenen hinteren Abdeckungen, welche einen
vorderen Arbeitsraum nach hinten abschließen, wobei sich die
wirksamen Längen der hinteren Abdeckungen beim Verfahren des
Ständers in der Längsrichtung verlängern bzw. entsprechend ver
kürzen, ferner der Arbeitsraum durch Außenwände zur Seite und
nach vorne abgeschlossen ist und die hinteren Abdeckungen mit
dem Ständer in der Längsrichtung mitfahrbar ausgebildet sind.
Eine derartige Werkzeugmaschine ist aus der DD 150 171 bekannt.
Darüberhinaus sind voll gekapselte Werkzeugmaschinen bekannt,
bei denen der gesamte Ständer einschließlich der Führungen,
Motoren usw. in einem Innenraum eingeschlossen sind. Dadurch
wird zwar verhindert, daß bei der Bearbeitung des Werkstückes
herumfliegende Metallspäne sowie spritzendes Bohrwasser aus
dem Innenraum austreten können, so daß für das Bedienungspersonal
weder eine Verletzungsgefahr noch eine starke Schmutzbelastung
bestehen. Die Führungen, Motoren und anderen empfindlichen
Komponenten, die sich in dem Innenraum befinden, sind jedoch
einer permanenten Schmutzbelastung ausgesetzt, was nicht nur
bei ggf. erforderlichen Reparaturen und Wartungsarbeiten störend
ist, sondern was auch zu einer Beschädigung der Werkzeugmaschine
führen kann. Wenn sich nämlich z. B. Metallspäne in den Führungen
ablagern, so kann es beim Verfahren beispielsweise des Ständers
auf diesen Führungen dazu kommen, daß die Führungen oder die
zugeordneten Laufteile am Ständer beschädigt werden.
Darüberhinaus ist von Nachteil, daß nicht nur der eigentliche
Arbeitsraum der Werkzeugmaschine gekapselt ist, sondern daß
ein erheblich größerer Innenraum umschlossen ist, was dazu führt,
daß die bekannten Werkzeugmaschinen einen erheblich größeren
Platzbedarf haben, als es bei dem jeweiligen Arbeitsraum
eigentlich erforderlich wäre.
Bei einer aus der DE-41 17 699 A1 bekannten Werkzeugmaschine
sind beidseits des Ständers längenveränderliche hintere Abdeckun
gen angeordnet, welche die Form von faltenbalgartigen Wänden
haben, die sich in X-Richtung von festen Außenwänden bis zu
dem Ständer erstrecken. Wenn der Ständer in X-Richtung verfahren
wird, verkürzt sich durch Zusammenfalten der einzelnen Wand
elemente die wirksame Länge der Abdeckungen auf der Fahrtrich
tungsseite des Ständers während sie sich auf der anderen Seite
entsprechend durch Ausklappen der Wandelemente verlängert.
Am Ständer sind ferner feste innere Seitenwände vorgesehen,
die zu den Außenwänden parallel verlaufen und speziell ausgestal
tet sind, um die sich faltenden hinteren Abdeckungen aufnehmen
zu können. Darüberhinaus ist vorgesehen, daß der Ständer in
Y-Richtung zwischen den festen Seitenwänden verfahren werden
kann. Zur vollständigen Abdeckung des Arbeitsraumes sind weitere
faltenbalgartigen Abdeckungen vorgesehen, um auch nach oben
und unten einen entsprechenden Spritzschutz bereitzustellen.
Auf diese Weise wird zwar dafür gesorgt, daß der so abgeschlosse
ne Innenraum im wesentlichen dem Arbeitsraum der bekannten
Werkzeugmaschine entspricht, die zur Führung der zusammenfalt
baren Abdeckungen erforderliche Mechanik ist jedoch nicht nur
kompliziert, sondern darüberhinaus störanfällig und kosten
intensiv.
Bei der eingangs erwähnten Werkzeugmaschine werden diese
faltenbalgartigen Abdeckungen dadurch vermieden, daß beidseits
des Ständers starre, mitfahrenden Wandelemente vorgesehen sind,
die sich in x-Richtung erstrecken. An der festen Arbeitsraum
abdeckung sind ebenfalls seitlich vorstehende, zusätzliche
Abdeckungen vorgesehen, die der Länge der starren, mitfahrenden
Wandelemente entsprechen. Die Länge sowohl der mitfahrenden
Wandelemente als auch der überstehenden Wandteile entspricht
jeweils etwa dem maximalen Verfahrweg des Ständers in x-Richtung,
so daß die bekannte Werkzeugmaschine zu beiden Seiten jeweils
auskragende Teile aufweist, deren Länge dem Verfahrweg ent
spricht. Die gesamte Breite der bekannten Werkzeugmaschine ist
also um den doppelten Verfahrweg breiter als die eigentliche
Arbeitsraumabdeckung, was als Nachteil empfunden wird.
Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, eine Werkzeugmaschine der eingangs
genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß auf konstruktiv
einfache Weise eine schmal bauende Werkzeugmaschine mit zuver
lässiger Arbeitsraumabdeckung geschaffen wird.
Bei der eingangs genannten Werkzeugmaschine wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die hinteren Abdeckungen
hinter dem Ständer miteinander verbunden sind und die Außenwände
zumindest eine Tür umfassen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird auf diese Weise
vollkommen gelöst. Weil die hinteren Abdeckungen insgesamt mit
dem Ständer in X-Richtung mitfahren, müssen sie nicht zuammen
faltbar ausgelegt sein. Damit ist auch kein Faltmechanismus
mehr erforderlich, der klemmen könnte oder für den zur Vermeidung
der Klemmprobleme mechanisch aufwendig gestaltete Führungen
und Betätigungsvorrichtungen vorzusehen wären. Die hinteren
Abdeckungen bilden vielmehr eine Art "mitfahrende Wand".
Zusammen mit dem Ständer bilden diese hinteren Abdeckungen jetzt
erfindungsgemäß einen geschlossenen Kreis, was insbesondere
für den Antrieb der hinteren Abdeckungen von Vorteil ist. Je
nach Bewegungsrichtung des Ständers werden die hinteren Abdeckun
gen jetzt nämlich durch die Bewegung des Ständers nicht nur
geschoben, sondern auch gezogen, wobei die Verbindung der
Abdeckungen miteinander ein Verklemmen oder ähnliche mechanische
Probleme noch weiter ausschließt. Ferner ist hier von Vorteil,
daß der gesamte Platzbedarf der neuen Werkzeugmaschine sehr
gering ist, denn die Abdeckungen stehen seitlich über die
Werkzeugmaschine nur so weit über, wie es erforderlich ist,
sie nach hinten umzulenken. Insbesondere wenn die hinteren
Abdeckungen eine Art Vorhang aus Lamellen darstellen, ist der
erforderliche seitliche Platzbedarf sehr gering. Hinzu kommt
noch, daß der damit jetzt hinter der Werkzeugmaschine frei
werdende Platz als Stauraum für Wechselmagazine o. ä. verwendet
werden kann.
Dabei ist es bevorzugt, wenn die hinteren Abdeckungen hinter
dem Ständer auf Zug miteinander verbunden sind.
Hier ist von Vorteil, daß insbesondere bei für sich gesehen
nicht starren Lamellenvorhängen immer dafür gesorgt wird, daß
die Abdeckungen starr gehalten werden. Auch dies trägt zu einem
einfachen konstruktiven Aufbau der neuen Werkzeugmaschine bei.
Weiterhin ist es bevorzugt, wenn zwischen den hinteren Ab
deckungen und dem Ständer innere Seitenteile vorgesehen sind,
zwischen denen der Ständer quer zu der Längsrichtung verfahrbar
ist, und die in Längsrichtung mitfahrbar ausgebildet sind.
Hier ist von Vorteil, daß die Abdeckungen in Y-Richtung ortsfest
verbleiben können, während der Ständer die erforderliche Y-
Bewegung durchführen kann. Die mitfahrenden inneren Seitenwände
sorgen dafür, daß auch im seitlichen Bereich des Ständers bei
dessen Verfahren in Y-Richtung keine Schmutzpartikel aus dem
Arbeitsraum nach hinten austreten können.
Dabei ist es insgesamt bevorzugt, wenn eine obere Abdeckung
vorgesehen ist, die den Arbeitsraum nach oben abschließt.
Bei dieser Maßnahme ist von Vorteil, daß nunmehr sämtliche
Vorteile erreicht werden, die sie auch bei den eingangs erwähnten
voll gekapselten Werkzeugmaschinen vorhanden sind, ohne daß
die bei der gattungsbildenden Werkzeugmaschine vorherrschenden
mechanischen Probleme auftreten können.
Dabei ist es dann bevorzugt, wenn die hinteren Abdeckungen
zumindest in einer oberen Traverse geführt sind, die sich
zumindest teilweise über den gesamten Verfahrweg der jeweiligen
Abdeckung erstreckt.
Hier ist von Vorteil, daß die hinteren Abdeckungen hängend
ausgeführt werden können, so daß sich keine Stabilitätsprobleme
bezüglich der inneren Festigkeit und Stabilität der hinteren
Abdeckungen ergeben. Die hinteren Abdeckungen sind damit
tatsächlich so etwas wie ein "hängender Lamellenvorhang", der
ohne Veränderung seiner Länge durch den Ständer hin- und
hergeschoben wird. Bezüglich der Führung in einer Traverse ist
dabei weiter von Vorteil, daß der "Lamellenvorhang" nach der
Art einer Gardine eingehängt und wieder ausgefädelt werden kann.
Auch dies trägt zu einer einfachen Konstruktion der neuen
Werkzeugmaschine bei.
Dabei ist es dann auch bevorzugt, wenn die hinteren Abdeckungen
zumindest in einer unteren Traverse geführt werden, die sich
zumindest teilweise über den gesamten Verfahrweg der jeweiligen
Abdeckung erstreckt.
Hier ist dann von Vorteil, daß auch im unteren Bereich der
hinteren Abdeckungen, nämlich dort, wo sie auf dem Werkstücktisch
aufstehen, ein dichter Abschluß des Arbeitsraumes möglich wird.
Die hinteren Abdeckungen sind so zwischen einer oberen und einer
unteren Traverse eingehängt, daß auch stärker gegen die hinteren
Abdeckungen spritzendes Bohrwasser die Abdeckungen nicht
auslenken und unter ihnen hindurch aus dem Arbeitsraum austreten
kann. Obwohl es durchaus möglich ist, daß die hinteren Ab
deckungen lamellenartig zusammengefaltet werden können, wird
durch die Traversen dafür gesorgt, daß die Abdeckungen quasi
als steife Wand hinter dem Arbeitsraum hin- und hergeschoben
werden, so daß die mit dem Zusammenfalten beim Stand der Technik
bekannten Nachteile vermieden werden.
Dabei ist es dann insbesondere bevorzugt, wenn die obere
Abdeckung den Ständer zumindest teilweise überdeckt und mit
der oberen Traverse verbunden ist.
Hier ist von Vorteil, daß die den Ständer zumindest teilweise
übergreifende obere Abdeckung jetzt eine starre Abdeckung sein
kann und nicht mit dem Ständer mitfahren muß, wie dies bei der
gattungsbildenden Werkzeugmaschine der Fall ist. Dies ist wegen
der oberen Traverse möglich, die sich in diesem Falle auch
oberhalb des Ständers erstreckt.
Ferner ist es hier bevorzugt, wenn sich der Ständer mit seinem
in den Arbeitsraum hineinragenden Bereich zwischen der oberen
und der unteren Traverse erstreckt.
Hier ist von Vorteil, daß auf diese Weise auch oberhalb und
unterhalb des Ständers kein Schmutz aus dem Arbeitsraum austreten
kann, wie dies die beiden Seitenteile bereits für Bereiche neben
dem Ständer gewährleisten. Auf diese konstruktiv einfache Weise
wird also ein vollständig gekapselter Arbeitsraum geschaffen,
ohne daß zusammenfaltbare Abdeckungen erforderlich wären. Die
Verkleinerung des gekapselten Innenraumes auf nahezu nur noch
den Arbeitsraum wird im wesentlichen durch die mitfahrende
hintere Abdeckung bewerkstelligt, welche es wegen ihrer oberen
Traverse gestattet, daß die obere Abdeckung starr bleiben kann.
Das Umlenken der hinteren Abdeckungen außerhalb des Arbeitsraumes
hinter dem Ständer sorgt zudem dafür, daß nicht nur ein geringer
seitlicher Platzbedarf der neuen Werkzeugmaschine vorhanden
ist, sondern auch, daß hinter der neuen Werkzeugmaschine
zusätzlicher Stauraum geschaffen wird. Dieser Stauraum ist
übrigens dadurch zugänglich, daß die vorzugsweise unter Zug
stehende Verbindung der beiden hinteren Abdeckungen hinter dem
Ständer z. B. in Form von zwei Zugseilen erfolgen kann, zwischen
die hindurch das Bedienungspersonal auf den Stauraum zugreifen
kann.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf die neue Werkzeug
maschine in einer stark vereinfachten Darstellung
und ohne obere Abdeckung; und
Fig. 2, einen Schnitt längs der Linie II-II aus Fig. 1 in
einer ebenfalls stark schematisierten und verein
fachten Darstellung.
In Fig. 1 ist mit 10 eine Werkzeugmaschine bezeichnet, die in
einer Draufsicht dargestellt ist. Die Werkzeugmaschine 10 ist
stark schematisiert dargestellt, wobei insbesondere die Größen
relationen nicht maßstabsgetreu sind. Ferner wurde auf Detaildar
stellungen von Führungen, Antriebsmotoren etc. verzichtet, um
die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Teile besser
darstellen zu können.
Die Werkzeugmaschine 10 umfaßt einen bei 11 angedeuteten
Werkstücktisch zur Aufnahme eines zu bearbeitenden Werkstückes,
das in Fig. 1 nicht dargestellt ist. Ferner ist ein Ständer
12 gezeigt, welcher in Längsrichtung 13 des Werkstücktisches
11 sowie in Querrichtung 14 des Werkstücktisches 11 verfahrbar
ist. Die Längsrichtung 13 und die Querrichtung 14 entsprechen
üblicherweise der X-Richtung bzw. der Y-Richtung bei einer
Werkzeugmaschine 10.
An dem verfahrbaren Ständer 12 ist ein Spindelkopf 15 zu sehen,
welcher das zur Bearbeitung des Werkstückes vorgesehene Werkzeug
trägt. Dieser Spindelkopf 15 ist senkrecht zur Ebene des
Werkstücktisches 11 verfahrbar. Diese Richtung wird allgemein
als Z-Richtung bezeichnet.
Durch Verfahren in X-, Y- und Z-Richtung kann der Ständer 12
bzw. der Spindelkopf 15 einen bei 16 angedeuteten Arbeitsraum
durchfahren und dort beliebig angeordnete Werkstücke mit den
jeweiligen Werkzeugen bearbeiten.
Beidseits des fahrenden Ständers 12 sind eine hintere linke
Abdeckung 17 bzw. eine hintere rechte Abdeckung 18 angeordnet,
welche insgesamt einen Vorhang aus Lamellen 19 umfassen. Dieser
Vorhang 19 weist beidseits des Ständers 12 eine konstante Länge
auf und trennt den Arbeitsraum 16 von einem Stauraum 20.
In Fig. 1 sind links und rechts neben dem Ständer 12 ein linkes
Seitenteil 21 bzw. ein rechtes Seitenteil 22 gezeigt. Die beiden
Seitenteile 21, 22 sind einerseits mit dem Ständer 12 und
andererseits mit den hinteren Abdeckungen 17, 18 verbunden.
Die hinteren Abdeckungen 17, 18 erstrecken sich beidseits des
Ständers 12 von den Seitenteilen 21 bzw. 22 ausgehend hinter
dem Arbeitsraum 16, werden außerhalb des Arbeitsraumes 16
halbkreisförmig hinter die Werkzeugmaschine 10 umgelenkt und
erstrecken sich jeweils bis zu Befestigungsstellen 23 bzw. 24.
Zwischen den Befestigungsstellen 23 und 24 ist eine unter Zug
stehende Verbindung 25 vorgesehen, welche z. B. ein oberes und
ein unteres Zugseil umfassen kann. Durch die Verbindung 25 wird
somit ein Kreis geschlossen, der aus dem fahrenden Ständer 12,
den Seitenteilen 21, 22 sowie den hinteren Abdeckungen 17 und
18 besteht.
Wird jetzt der Ständer 12 in X-Richtung 13 verfahren, so bewegt
sich die soeben beschriebene "mitlaufende Wand" sozusagen im
Kreis, wie dies durch Pfeile 26a und 26b angedeutet wurde.
Es sei noch bemerkt, daß Bedienungspersonal im Bereich der
Verbindung 25 Zugriff auf den Stauraum 20 hat, der hinter dem
Ständer 12 angeordnet ist.
Ferner ist in Fig. 1 gezeigt, daß der Arbeitsraum 16 weiter
durch Außenwände 27 abgeschlossen ist, in denen zumindest eine
Tür 28 zum Bestücken des Werkstücktisches 11 mit zu bearbeitenden
Werkstücken vorgesehen ist.
Mit 29 und 30 ist in Fig. 1 die jeweilige wirksame Länge der
hinteren Abdeckungen 17 bzw. 18 im Arbeitsraum 16 angedeutet.
Wenn sich der Ständer 12 in Fig. 1 nach links bewegt, wird somit
die wirksame Länge 29 verkürzt, während gleichzeitig die wirksame
Länge 30 verlängert wird. Der Antrieb des mitlaufenden Vorhanges
19 erfolgt über die Bewegung des Ständers 12, welche über die
Seitenteile 21 und 22 als Zug bzw. Druck auf die Abdeckungen
17 und 18 übertragen wird. Dabei sorgt die unter Zug stehende
Verbindung 25 dafür, daß der Vorhang immer straff gespannt ist,
obwohl er in sich nicht steif sein muß, was die Umlenkung nach
hinten vereinfacht und weniger seitlichen Platz erfordert.
Es sei noch bemerkt, daß die Außenwände 27 zwei feste Seitenwände
31 und 32 sowie zwei ebenfalls feste Vorderwände 33 und 34
umfassen, welche eine gesamte Kapselung des Arbeitsraumes 16
bewirken.
In der Schnittdarstellung längs der Linie II-II aus Fig. 1,
wie sie in Fig. 2 schematisch gezeigt ist, ist zunächst bei
35 schematisch ein von dem Spindelkopf 15 getragenes Werkzeug
gezeigt. Ferner ist eine obere Abdeckung 36 zu sehen, welche
sich hier von der Tür 28 so weit in Fig. 2 nach links erstreckt,
daß sie den Ständer 12 zumindest teilweise überdeckt. Durch
den Werkstücktisch 11 und die obere Abdeckung 36 wird somit
ein vollständig gekapselter Arbeitsraum 16 bereitgestellt.
In der Schnittdarstellung aus Fig. 2 sind ebenfalls schematisch
eine obere Traverse 37 sowie eine untere Traverse 38 angedeutet,
in denen hier die hintere linke Abdeckung 17 über eine obere
Aufhängung 41 sowie eine untere Aufhängung 42 geführt ist. In
dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die obere Traverse 37
Teil der oberen Abdeckung 36, während die untere Traverse 38
Teil des Werkstücktisches 11 ist. Dies ist jedoch nur eine
beispielhafte Darstellung, die Traversen 37, 38 können auch
gesondert von Werkstücktisch 11 sowie oberer Abdeckung 36
angeordnet sein. Die Traversen 37, 38 weisen jeweils eine Art
T-Nut auf, welche in X-Richtung 13 verläuft. Auch dies ist jedoch
nur beispielhaft, es können auch andere Führungen für die
Aufhängungen 41, 42 vorgesehen sein. In dem gezeigten Beispiel
sind die Aufhängungen 41, 42 einfache Rollen oder Wagen, zwischen
denen die Lamellen der Abdeckung 17 eingespannt sind. Auf diese
Weise ist sichergestellt, daß der lamellenartige Vorhang 19
auch dann nicht nach außen nachgibt, wenn ein starker Bohrwasser
strahl auf die Abdeckung 17 auftrifft.
Weiter ist in Fig. 2 zu erkennen, daß sich der Ständer 12 mit
seinem in den Arbeitsraum hineinragenden Bereich 43 zwischen
der oberen Traverse 37 und der unteren Traverse 38 erstreckt,
so daß oberhalb und unterhalb des Ständers 12 keine Schmutzpar
tikel aus dem Arbeitsraum 16 in den Stauraum 20 austreten können.
In Fig. 2 ist ebenfalls das linke Seitenteil 21 gezeigt, an
dem der Ständer 12 mit seiner linken glatten Außenwand 44
anliegt. Durch dieses Anliegen wird sichergestellt, daß auch
seitlich neben dem Ständer 12 keine Schmutzpartikel aus dem
Arbeitsraum 16 austreten, obwohl der Ständer 12 in Y-Richtung
14 zwischen den Seitenteilen 21 und 22 verfahrbar ist.
Es sei noch bemerkt, daß sich die obere und die untere Traverse
37, 38 im wesentlichen über den gesamten Verfahrbereich der
hinteren Abdeckungen 17, 18 erstrecken, also längs der Pfeile
26a und 26b hinter die Werkzeugmaschine 10 geführt sind und
dort zumindest bis zu den Befestigungsstellen 23 bzw. 24 laufen.
Auf diese Weise wird eine Art Karussell gebildet, in dem eine
Art mitlaufende Wand im Kreisverkehr verschoben wird.
Claims (8)
1. Werkzeugmaschine mit einem feststehenden Werkstücktisch
(11) zur Aufnahme eines zu bearbeitenden Werkstückes, einem
zumindest in Längsrichtung (13, X) des Werkstücktisches
(11) verfahrbaren Ständer (12), einem an dem Ständer (12)
vorgesehenen Spindelkopf (15) zur Aufnahme eines Werkzeuges
(35), sowie mit beidseits mit dem Ständer (12) verbundenen
hinteren Abdeckungen (17, 18), welche einen vorderen
Arbeitsraum (16) nach hinten abschließen, wobei sich die
wirksamen Längen (29, 30) der hinteren Abdeckungen (17,
18) beim Verfahren des Ständers (12) in der Längsrichtung
(13) verlängern bzw. entsprechend verkürzen, der Arbeitsraum
(16) ferner durch Außenwände (27) zur Seite und nach vorne
abgeschlossen ist und die hinteren Abdeckungen (17, 18)
mit dem Ständer (12) in der Längsrichtung (13, X) mitfahrbar
ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die hinteren
Abdeckungen (17, 18) hinter dem Ständer (12) miteinander
verbunden sind und die Außenwände (27) zumindest eine Tür
(28) umfassen.
2. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die hinteren Abdeckungen (17, 18) hinter dem Ständer
(12) auf Zug miteinander verbunden sind.
3. Werkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen den hinteren Abdeckungen (17, 18)
und dem Ständer (12) innere Seitenteile (21, 22) vorgesehen
sind, zwischen denen der Ständer (12) quer zu der Längs
richtung (13) verfahrbar ist, und die in Längsrichtung
(13, X) mitfahrbar ausgebildet sind.
4. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß eine obere Abdeckung (36) vorgesehen
ist, die den Arbeitsraum (16) nach oben abschließt.
5. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die hinteren Abdeckungen (17, 18)
zumindest in einer oberen Traverse (37) geführt sind, die
sich zumindest teilweise über den gesamten Fahrweg der
jeweiligen Abdeckung (17, 18) erstreckt.
6. Werkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die hinteren Abdeckungen (17, 18)
zumindest in einer unteren Traverse (38) geführt sind,
die sich zumindest teilweise über den gesamten Verfahrweg
der jeweiligen Abdeckung (17, 18) erstreckt.
7. Werkzeugmaschine nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die obere Abdeckung
(36) den Ständer (12) zumindest teilweise überdeckt und
mit der oberen Traverse (37) verbunden ist.
8. Werkzeugmaschine nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ständer (12) sich mit seinem in den
Arbeitsraum (16) hineinragenden Bereich zwischen der oberen
und der unteren Traverse (37, 38) erstreckt.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934319906 DE4319906C2 (de) | 1993-06-16 | 1993-06-16 | Werkzeugmaschine mit einer Arbeitsraumabdeckung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934319906 DE4319906C2 (de) | 1993-06-16 | 1993-06-16 | Werkzeugmaschine mit einer Arbeitsraumabdeckung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4319906A1 DE4319906A1 (de) | 1994-12-22 |
| DE4319906C2 true DE4319906C2 (de) | 1998-05-28 |
Family
ID=6490436
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934319906 Expired - Fee Related DE4319906C2 (de) | 1993-06-16 | 1993-06-16 | Werkzeugmaschine mit einer Arbeitsraumabdeckung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4319906C2 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10026510A1 (de) * | 2000-05-27 | 2001-11-29 | Heller Geb Gmbh Maschf | Werkzeugmaschine |
| DE10304842A1 (de) * | 2003-02-06 | 2004-08-19 | Hennig Holding Gmbh | Werkzeugmaschine |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DD150171A1 (de) * | 1980-04-24 | 1981-08-19 | Peter Haase | Arbeitsraumabschirmung fuer werkzeugmaschinen,insbesondere fuer bearbeitungszentren |
| DE4117699A1 (de) * | 1991-05-30 | 1992-12-03 | Stama Maschinenfabrik Gmbh | Werkzeugmaschine mit feststehendem arbeitstisch und vertikaler arbeitsspindel |
-
1993
- 1993-06-16 DE DE19934319906 patent/DE4319906C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DD150171A1 (de) * | 1980-04-24 | 1981-08-19 | Peter Haase | Arbeitsraumabschirmung fuer werkzeugmaschinen,insbesondere fuer bearbeitungszentren |
| DE4117699A1 (de) * | 1991-05-30 | 1992-12-03 | Stama Maschinenfabrik Gmbh | Werkzeugmaschine mit feststehendem arbeitstisch und vertikaler arbeitsspindel |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4319906A1 (de) | 1994-12-22 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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