DE432077C - Verfahren zur Herstellung endloser Baender aus Daermen, insbesondere fuer Musikstreichgeraete - Google Patents

Verfahren zur Herstellung endloser Baender aus Daermen, insbesondere fuer Musikstreichgeraete

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DE432077C
DE432077C DEB121135D DEB0121135D DE432077C DE 432077 C DE432077 C DE 432077C DE B121135 D DEB121135 D DE B121135D DE B0121135 D DEB0121135 D DE B0121135D DE 432077 C DE432077 C DE 432077C
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D3/00Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
    • G10D3/16Bows; Guides for bows; Plectra or similar playing means

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  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
  • Sheet Holders (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung endloser Bänder aus Därmen, insbesondere für lIusikstreichgeräte.
  • Zusatz zum Patent 431853. In der Patentschrift 431853 ist ein Verfahren zur Herstellung endloser Bänder aus Därmen beschrieben, nach welchem gereinigte Schafdärme in aufgeweichtem Zustand um die giatte Mantelfläche einer zylindrischen Scheibe in Schichten übereinandergewickelt und darauf getrocknet werden.
  • Die Erfindung betrifft weitere Möglichkeiten zur Ausführung und Verbesserung dieses Verfahrens und zur Erzielung anderer Verwendungsarten der nach dem Verfahren hergestellten Bänder und Gegenstände. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß mehrere Lagen von Darmschichten parallel nebeneinander und kreuzweise zueinander aufgebracht werden, und daB den noch weichen Schichten Chemikalien, Fasern, Fäden und Drähte beigesetzt und die Lagen vor dem und während des Auftrocknens unter Preßdruck gesetzt werden.
  • Auf der Zeichnung sind einige Vorrichtungen zur Ausführung des Verfahrens dargestellt. Die Schafdärme, welche neben anderen Därmen zur Ausführung der Erfindung hauptsächlich in Betracht kommen, besitzen eine Breite von nur ungefähr i cm, und zwar müssen sie auf diese Breite erst gestreckt werden. Um auch breitere Bänder herstellen zu können, werden gemäß der Erfindung zwei oder mehr Darmlagen a, a1, a2 ... parallel nebeneinander um die Scheibe b gelegt, wie die Abb. i zeigt. Die einzelnen Bahnen verbinden sich an den Rändern beim Auftrocknen ebensogut wie die Schichten aufeinander. Durch einen geringen Preßdruck, welchem die Lagen ausgesetzt werden, wird eine sichere und feste Verbindung der Schichten auf- und nebeneinander erzielt. Dabei ist es nicht mehr notwendig, die einzelnen Därme der Breite nach auszustrecken, sondern die Därme kör. nen in dem natürlichen Zustand, bei dem sie nur i bis a mm breit sind, wie Fäden nebeneinandergelegt werden. Anstatt nur Längsbahnen nebeneinander zu bilden, kann man zugleich auch kreuzweise Lagen anordnen, wie die Abb. a zeigt. Die Querbahnen c, cl, c2 ... werden. dabeir nicht in zugeschnitjenen Stücken angewendet, sondern der Darm wird in Schlangenwindungen dicht -`" nebeneinander quergelegt. Die so gebildete Darmbahn wird vor dem und während des Auftrocknens gepreßt. Man wendet zweckmäßig zwei Scheiben d, dl an, und die Bahn wird zwischen, den Scheiben auf einer glatten Unterlage e, e1 geführt und einem geringen Preßdruck, z. B. durch Walzen. f, f1, ausgesetzt, wie die Abb.3 zeigt. Zur Erzielung scharfer Ränder wird die Bahn an den Seitenrändern durch Führungen g begrenzt. Aus der fertigen Bahn können Streifen oder Stücke geschnitten werden, die dann eine scharfe Schnittkante aufweisen. Durch Zusatz von Kolophonium und Chemikalien zu den noch aufgeweichten Darmschichten werden die Bahnen wasserfest und polierfähig gemacht. Man kann zwischen die Lagen auch Schnüre, Fäden, Fasern und Drähte einflechten, die in die getrocknete Bahn fest eingewebt sind und die Festigkeit erhöhen. Insbesondere empfiehlt es sich, die Ränder in dieser Weise zu behandeln.
  • Die Anwendung der nach dem Verfahren hergestellten Erzeugnisse ist eine sehr vielseitige. Als Treibriemen für höchste Umdrehungszahlen, von 3o Tausend und mehr, ist das 'Band infolge seiner außerordentlichen. Dünne und Festigkeit sowie seines leichten Gewichtes ein ausgezeichnetes Antriebsmittel.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE- i. Verfahren zur Herstellung endloser Bänder und Bandstücke, Riemen und Bahnen aus Därmen, insbesondere für Musikstreichgeräte, durch Aufwickeln, übereinanderschichten und Auftrocknen aufgeweichter Därme auf die glatte Oberfläche einer zylindrischen Scheibe nach Patent 43I853 dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Lagen (a, a1 ... ) von Darmschichten parallel nebeneinander und auch kreuzweise übereinander (c, cl ... ) auf die Scheibe gebracht und dadurch breite Bänder, Riemen und Flachstücke oder Bahnen gebildet werden. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß Fäden, Schnüre, Fasern und Drähte zwischen die Darmschichten eingelegt und eingetrocknet werden. 3. Verfahren nach Anspruch I und z, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Scheiben (d, dl) in entsprechendem Abstand voneinander angewendet werden, und daß die Darmlagen auf und zwischen den. Scheiben durch seitliche Führungen (g) zur Erzielung scharfer Ränder begrenzt werden. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnen vor dem und während des Auftrocknens unter Preßdruck (f, 1l) gehalten werden. 5. Verfahren zur Herstellung von Bändern aus Därmen nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß den Darmbahnen vor dem und während des Auftrocknens und Pressens andere Stoffe, wie Kolophonium, Fette und Chemikalien, sowie Fasern von Geweben und Metall beigesetzt werden, um die Zugfestigkeit und Dauerhaftigkeit der Bänder zu erhöhen und die Bahnen wasserfest und polierfähig zu machen.
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