DE432220C - Schutzvorrichtung gegen Roentgenstrahlenverbrennungen - Google Patents
Schutzvorrichtung gegen RoentgenstrahlenverbrennungenInfo
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- G21K—HANDLING OF PARTICLES OR IONISING RADIATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; IRRADIATION DEVICES; GAMMA RAY OR X-RAY MICROSCOPES
- G21K1/00—Arrangements for handling particles or ionising radiation, e.g. focusing or moderating
- G21K1/10—Scattering devices; Absorbing devices; Ionising radiation filters
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A61—MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
- A61B—DIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
- A61B6/00—Apparatus or devices for radiation diagnosis; Apparatus or devices for radiation diagnosis combined with radiation therapy equipment
- A61B6/10—Safety means specially adapted therefor
- A61B6/107—Protection against radiation, e.g. shielding
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Description
- Schutzvorrichtung gegen Röntgenstrahlenverbrennungen. Die bisher bekannt gewordenen Schutzvorrichtungen gegen Röntgenverbrennungen beschränken sich auf den sogenannten Filteralarm, d. h. sie treten in Wirksamkeit, wenn sich kein Filter vor dem Strahlenfenster des Bestrahlungsgerätes befindet. Derartige Filteralarmv orrichtungen treten aber auch dann in Tätigkeit, wenn sich nur ein ganz schwaches Filter im Strahlengang befindet, ohne Rücksicht darauf, ob durch Verwendung hoher Sparinungen zum Betrieb der Röntgenröhre das Strahlengemisch eine besondere Durchdringungsfähigkeit aufweist. Es können dabei Verbrennungen eintreten, sofern mit zu hohen Betriebsspannungen gearbeitet und ein zu schwaches Filter vorgeschaltet wird. Eine Schutzvorrichtung kann erst dann als vollkommen gelten, wenn sie in Abhängigkeit zur verwendeten Filterstärke und zur Betriebsspannung der Röntgenröhre gebracht wird bzw. wenn sie für jede bestimmte und in Anwendung gebrachte Filterstärke nur eine ganz bestimmte Röhrenspannung zuläßt. Diesen Forderungen entspricht die nachstehend beschriebene Vorrichtung gemäß der Erfindung.
- Ein Filtermagazin M, das zwecks Entnahme eines Filters innerhalb eines Gehäuses G mittels Hebels oder Kurbel K (Abb. i ) gehoben oder gesenkt wird, steht durch eine geeignete Zugvorrichtung (Rollen L1 und L2 mit Seil S), unter Umständen auch unter Zwischenschaltung eines hubvergrößernden Getriebes, in mechanischer Verbindung mit einer parallel zur Röntgenröhre geschalteten Schutzfunkenstrecke, deren Pole P1 und P2 sind. Ordnet man in den einzelnen Fächern des Magazins M die Filter nach ihrer gesteigerten Absorptionsfähigkeit an, d. h. das schwächste Filter im unteren Fach, das stärkste Filter bzw. das Filter mit der höchsten Absorptionsziffer im obersten Fach und alle übrigen nach gleichem Grundsatz dazwischenliegend, so entspricht infolge der vorgesehenen Kopplung zwischen Magazin und Schutzfunkenstrecke jeder Entnahmestellung des Magazins 111 ein ganz bestimmter Abstand A der beiden zur Röntgenröhre R bzw. dem Hochspannungstransformator T parallel geschalteten Elektroden P1 und P2 der Schutzfunkenstrecke. Damit die Einstellung während der Benutzung des jeweils entnommenen Filters gewahrt bleibt, ist für das Filtermagazin ein besonderer Verschlußhebel V vorgesehen, der durch den Druckknopf D in seine Verschlußlage gebracht und dabei gleichzeitig das in einem Magazinfach vor dem Entnahmeschlitz C (Abb. 2) befindliche Filter ausstößt. Abb. 2 läßt die äußere Form des Filtergestells erkennen. Die AufundAbbewegung des im Innern des Gestells angeordneten Filtermagazins wird im dargestellten Ausführungsbeispiel mit Hilfe einer Kurbel K bewerkstelligt, die als Skalenscheibe ausgebildet ist, und somit an der Marke 0 erkennen läßt, welche Filterart und -stärke sich in der Entnahmestellung befindet. Eine RasterscheibeN (Abb. i), welche mit der Kurbelwelle verbunden ist, sorgt dafür, daß ein Magazinfach jeweils in die richtige Stellung vor den in einer Seitenwand des Gehäuses angebrachten Entnahmeschlitz C gelangt. In Abb. i ist die übertragung der Kurbelbewegung auf das Magazin M mit Hilfe einer Schnurrolle B dargestellt. Es läßt sich aber auch ebenso eine Übertragung mittels Zahnstange und Trieb anwenden.
- Ist das gewünschte Filter mittels der Kurbelscheibe K eingestellt, so bewirkt man durch Drücken auf den Druckknopf D den Verschluß des Magazins. Das Filter F wird um einige Zentimeter herausgestoßen und läßt sich durch die dann etwas hervorstehende Filterfahne leicht herausziehen. Abb. 3 zeigt diesen Ausstoßvorgang noch besonders. Der winklige Ansatz W des Verschlußhebels TT dringt durch eine Aussparung in der hinteren Wand eines jeden Magazinfaches vor, indem er das Filter dabei vor sich her schiebt. Die Verschlußbewegung durch den Druckknopf D und den Hebel ,V ist in Abb. 4 und 5 in der Entriegel- und Verriegelstellung noch besonclers dargestellt. Durch Drücken des Druckknopfes D wird der einarmige Hebel Z gehoben, und dieser überträgt seine Bewegung auf den Riegelhebel E, dessen hakenförmiger Fortsatz hierdurch unter überwindung der Blattfeder H aus dem Riegelschlitz U des V erschlußhebels V entfernt wird. Die weitere Bewegung des Druckknopfes D überträgt die Verbindungsstange Q auf den Ansatz J des Verschlußhebels h, wobei dann der winkelförmige Fortsatz W des Verschlußhebels h in die rückseitige Aussparung eines Magazinfaches eingelegt und somit jede weitere Auf- oder Abbe-,vegung des Magazins verhindert wird. Diese Verschlußstellung veranschaulicht besonders Abb. 5.
- Wird das Filter am Bestrahlungsgerät nicht mehr benötigt, so wird es in das Magazinfach zurückgesteckt; seine Kante stößt dabei gegen den Winkelhaken W des Verschlußhebels V und drückt diesen um eine gewisse Winkelstellung nach hinten. Dabei fällt der winkelförmige Fortsatz des Riegelhebels E in die Riegelspalte U des Verschlußhebels V und die Feder H bringt den Verschlußhebel wieder selbsttätig in die Entriegellage, wie sie in Abb.4 dargestellt ist. Hinsichtlich der Einqtellung der Magazinfächer bzw. der damit +erbundenen Schutzfunkenstrecke und der yerriegelung der Magazinstellung bei entnommenem Filter herrscht also eine äußerste Zwangläufigkeit. In der durch die Magazinstellung bzw. benutzte Filterstärke bestimmten Entfernung A ist die Schutzfunkenstrecke stets eingestellt, und es ist nicht möglich, die Röntgenröhre mit einer höheren Spannung, als sie dieser Funkenstrecke entspricht, zu betreiben, weil dann sofort die Funkenstrecke ansprechen und der Stromdurchfluß durch die Röntgenröhre aufhören würde. Damit ist aber auch vermieden, den Röntgenstrahlen eine höhere Durchdringungsfähigkeit zu geben, als es für die gewählte Filterstrecke noch zulässig ist. Röntgenverbrennungen durch zu schwache in Anwendung gekommene Filter werden also durch den Einbau einer derartigen Schutzvorrichtung vermieden.
- Die vorliegende Schutzvorrichtung kann mit einer der bekannten Filteralarmvorrichtungen verbunden werden, indem man beispielsweise die in dem Magazin enthaltenen Filter mit einer Kontaktvorrichtung für den Glühkathoden- oder Signalstromkreis ausstattet. Auch der bekannte S-Haken zur Verbindung des als Öse ausgebildeten Endes der Hochspannungsleitung mit einer Zuleitungsöse am Elektrodenhals der Röntgenröhre kann mittels Seidenschnur an dem fahnenförmigen Ansatz des Filters befestigt werfen, so daß zur Inbetriebsetzung der Röntgenröhre das entnommene Filter unbedingt vor das Fenster des Bestrahlungsgerätes gebracht werden muß.
Claims (7)
- PATENT-ANsPRÜCHE: , i. Schutzvorrichtung gegen Röntgenstrahlenverbrennungen, gekennzeichnet durch eine derartige zwangläufige Kupplung zwischen einer verstellbaren, parallel zur Röntgenröhre geschalteten Schutzfunkenstrecke und einem verstellbaren Magazin für die verschiedenen in dem Bestrahlungsgerät zur Anwendung gelangenden Strahlenfilter, daß jeder Entnahmestellung des Magazins für ein einzelnes Filter ein bestimmter Abstand der Schutzfunkenstreckenpole zugeordnet ist.
- 2. Schutzvorrichtung gegen Röntgenstrahlenverbrennungen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Magazin eine Verriegelungseinrichtung angeordnet ist, welche nach Entnahme eines Filters jede weitere Bewegung des Magazins verhindert.
- 3. Schutzvorrichtung gegen Röntgenstrahlenverbrennungen nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelung unabhängig von der Einstellbewegung des Magazins, zweckmäßig durch die Betätigung eines Druckknopfes, erfolgt.
- 4. Schutzvorrichtung gegen Röntgenstrahlenverbrennungen nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verriegelungseinrichtung derart ausgestaltet ist, daß sie bei `ihrer Betätigung eine Ausstoßbewegung für das gewünschte Filter einleitet.
- 5. Schutzvorrichtung gegen Röntgenstrahlenverbrennungen nach Anspruch i bis 4, gekennzeichnet durch eine Entriegelungseinrichtung, welche durch das wieder in das Magazinfach zurückgegebene Filter betätigt wird.
- 6. Schutzvorrichtung gegen Röntgenstrahlenverbrennungen nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die mechanischeVerbindung zwischen Schutzfunkenstrecke und Magazin eine hubvergrößernde Vorrichtung eingeschaltet ist.
- 7. Schutzvorrichtung gegen Röntgenstrahlenverbrennungen nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an den einzelnen in den Magazinfächern enthaltenen Filtern an sich bekannte Filteralarmvorrichtungen angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK95690D DE432220C (de) | Schutzvorrichtung gegen Roentgenstrahlenverbrennungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK95690D DE432220C (de) | Schutzvorrichtung gegen Roentgenstrahlenverbrennungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE432220C true DE432220C (de) | 1926-08-03 |
Family
ID=7238178
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK95690D Expired DE432220C (de) | Schutzvorrichtung gegen Roentgenstrahlenverbrennungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE432220C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765356C (de) * | 1937-01-14 | 1953-05-04 | Electricitaetsgesellschaft San | Einrichtung zur Einstellung und Kenntlichmachung der Durchstrahlungsbedingungen bei einer Roentgeneinrichtung |
| DE974009C (de) * | 1952-11-19 | 1960-08-18 | Philips Nv | Vorrichtung zur Anwendung bei Roentgengeraeten, die den Patienten vor ungewuenschten Roentgenstrahlen schuetzt |
| US3156824A (en) * | 1960-12-01 | 1964-11-10 | Howdon Videx Products Corp | X-ray collimator having visible light centering arrangement and an adjustable filter for X-rays |
-
0
- DE DEK95690D patent/DE432220C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE765356C (de) * | 1937-01-14 | 1953-05-04 | Electricitaetsgesellschaft San | Einrichtung zur Einstellung und Kenntlichmachung der Durchstrahlungsbedingungen bei einer Roentgeneinrichtung |
| DE974009C (de) * | 1952-11-19 | 1960-08-18 | Philips Nv | Vorrichtung zur Anwendung bei Roentgengeraeten, die den Patienten vor ungewuenschten Roentgenstrahlen schuetzt |
| US3156824A (en) * | 1960-12-01 | 1964-11-10 | Howdon Videx Products Corp | X-ray collimator having visible light centering arrangement and an adjustable filter for X-rays |
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