DE4326748C2 - Nabenlichtmaschine für Fahrräder - Google Patents
Nabenlichtmaschine für FahrräderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Nabenlichtmaschine für Fahrräder.
Zur mechanisch-elektrischen Energieumwandlung für den Betrieb
elektrischer Funktionseinheiten am Fahrrad sind verschiedene
Ausführungsformen von sogenannten Nabenlichtmaschinen bekannt.
Eine derartige Nabenlichtmaschine für Fahrräder ist z. B. in der
DE 93 00 311 U1 beschrieben.
Sie umfaßt eine Radnabe, die von zwei Nabendeckeln drehbar
gelagert ist, eine elektrische Baugruppe mit Polrad, Wicklung
und Feldverteiler, eine mechanische Baugruppe mit einem
dreistufigen Zahnradumlaufgetriebe und einem Abtrieb, der über
ein Zahnrad des Zahnradumlaufgetriebes auf ein Polrad wirkt,
einen innenverzahnten Zahnkranz mit konstantem Wälzkreisdurchmesser,
eine erste und eine zweite Zahnrad-Radscheiben-
Kombination, die zueinander identisch ausgebildet sind und die
eine Zahnradachse mit einem Zahnrad und einen außenverzahnten
Zahnkranz tragen, wobei alle Zahnräder der zwei Zahnrad-
Radscheiben-Kombinationen mit dem innenverzahnten Zahnkranz in
Eingriff stehen, die außenverzahnten Zahnkränze jeweils einen
kleineren Durchmesser als der innenverzahnte Zahnkranz haben,
das Zahnrad der ersten Zahnrad-Radscheiben-Kombination mit dem
außenverzahnten Zahnkranz der zweiten Zahnrad-Radscheiben-
Kombination in Eingriff stehen, und das Zahnrad der zweiten
Zahnrad-Radscheiben-Kombination mit einem mit dem Polrad
verbundenen Zahnrad in Eingriff stehen.
Das Anschalten dieser Nabenlichtmaschine erfolgt durch Betätigen
eines Stellhebels, der eine federverspannte Kupplung mit dem
außenverzahnten Zahnkranz verbindet.
Eine handelsübliche, sonst im Fahrrad-Hinterrad
eingesetzte, Fahrrad-Radnabe wird beim Gegenstand dieser Druckschrift im Vorderrad eingespeicht
und enthält im Nabeninnern ein dreistufiges Zahnradumlaufgetriebe,
welches antriebseitig mit einem Rotor/Stator-
Induktionssystem zum Zweck des Rotorantriebs mechanisch gekoppelt
ist und zum Schutz vor Getriebeüberlastungen bei Drehgeschwindigkeitsänderungen
des Vorderrades antriebseitig über eine
druckfederbetätigte, von außerhalb über ein Gestänge schaltbare,
Rutschkupplung von der umlaufenden Radnabe im Innern angetrieben
wird. Die Radnabe und damit das gesamte Vorderrad wird
von einer die Radnabe zentrisch durchragenden Rad-Hohlachse auf
je einem Kugellager getragen, die beidseitig des Radnabeninnern,
etwa in der Speichenebene einer jeden Radseite, angeordnet sind
und im Nabenkörper mittels einer Distanzbuchse, die den gesamten
Nabenumfang innen bedeckt, voneinander distanziert werden. Die
in obiger Lösung Planetenträger und Sonnenräder genannten Umlaufgetriebeelemente
laufen mit Gleitlagern auf einer gehärteten
und geschliffenen Laufbuchse, die selbst auf die Rad-Hohlachse
verdrehfest aufgepreßt ist. Alle Planetenräder des Zahnradumlaufgetriebes
werden in jeder Getriebestufe von einem einzigen,
über die Getriebelänge hin sie umgreifenden innenverzahnten
Hohlzylinder angetrieben, der einseitig mit der Rutschkupplung
starr verbunden ist und in deren gekoppeltem Zustand synchron
mit der Radnabe umläuft, anderenfalls mit der drehfesten Rad-
Hohlachse in Ruhe steht. Der Hohlzylinder selbst ist deshalb an
der Rutschkupplungsseite mit einem Kugellager geeignet verbunden,
dessen innerer Ring zusammen mit dem Planetenträger der ersten
Getriebestufe auf der Rad-Hohlachse aufgepreßt ist. Der als
Magnetrotor ausgebildete, schon erwähnte Rotor des elektrischen
Induktionssystems trägt Permanentmagnete in einem Weicheisenmantel,
der die auf der Rad-Hohlachse feststehende Spulenanordnung
vollständig umschließt und zusammen mit den Permanentmagneten
umläuft. Der Weicheisenmantel wird dazu von einem weiteren,
unmittelbar auf der Rad-Hohlachse angeordneten Kugellager getragen,
auf dessen äußerem Ring dieser vermöge geeigneter Formgebung
in Schrumpfpassung aufsitzt. Die beiden Wicklungsenden der
Spulenanordnung sind mit der Rad-Hohlachse und damit elektrisch
leitend mit der metallischen Rahmenkonstruktion des Fahrrades
bzw. mit einem elektrisch isolierten Draht verbunden, der durch
eine Bohrung innerhalb der Rad-Hohlachse an einen Steckkontakt
nach außen geführt wird. Vorliegende bekannte Lösung setzt sich
zum Ziel, für die elektrische Energieerzeugung ein Rotor/Stator-
Induktionssystem zu verwenden, wie es von konventionellen Fahrrad-
Lichtmachinen (Dynamos) her bekannt ist und strebt demzufolge
eine - für diese angebliche übliche - 19fache Drehzahl des Rotors
gegenüber der eines 28-Zoll-Fahrradrades an, die das Zahnradumlaufgetriebe
zwischen Radnabe und Rotor vermitteln soll.
Die hier beschriebene Lösung ist mehrfach mangelbehaftet. So
sind die Rad-Hohlachse, die Distanzbuchse zwischen den die Radnabe
tragenden Kugellagern, die Laufbuchse für die auf ihr umlaufenden
Planetenträger auf der Rad-Hohlachse und der mit Innenverzahnung
versehene Hohlzylinder unter Aspekten ihrer Formgebung
und Passungsanforderung komplizierte Spezialanfertigungen. Das
den Rotor tragende Kugellager kann nicht einem herkömmlicherweise
am Fahrrad-Radreifen angetriebenen konventionellen Dynamo entstammen,
weil dessen den Rotor tragende Welle nicht den Durchmesser
der die Radnabe durchragenden Rad-Hohlachse erreicht und
deshalb speziell angepaßt werden muß. Darüber hinaus müssen die erwähnten
Preßpassungen zwischen Kugellagern und Rad-Hohlachse bzw.
dem Rotor-Weicheisenmantel oder dem Hohlzylinder während der
Montage im Radnabeninnern realisiert werden, wofür komplizierte
und zeitfordernde Wärmeanwendungen notwendig sind. Ferner ist
die Einbringung der Innenverzahnung im Hohlzylinder wohl der
technologisch aufwendigste Prozeß während der Teilefertigung,
zumal die Innenverzahnung, wie aus der einzigen Figur
ersichtlich, unmittelbar in die Wandung des Hohlzylinders
eingearbeitet und nicht als innenverzahnter Ring eingefügt
ist. Die konstruktive Gestaltung der den Trageteil des Hohlzylinders
gleitend übergreifenden Rutschkupplung bildet erneut einen
Hohlzylinder, deren weitere Konstruktionselemente während der
Montage allein zeitaufwendig
zu justieren sind. Offensichtlich wurde
dabei nicht bedacht, daß im Getriebe notwendiges Schmiermittel
nicht vom Kupplungsreibbelag ferngehalten werden kann und bekanntermaßen
sich dort undefinierbar auswirkt, besonders wenn
Wärmeeinflüsse durch den Generatorbetrieb und äußere Umgebungstemperatur
zu wirken beginnen. Ein konstruktiver
Mangel besteht weiterhin darin, daß die deshalb auch in der
Kritik erwähnten Konstruktionselemente Distanzbuchse, Weicheisenmantel,
Hohlzylinder des Zahnradumlaufgetriebes und Laufbuchse
der Planetenträger einschließlich der belastungsbedingt
vorzusehenden Materialstärke und der funktionsbedingt notwendigen
Abstände zwischen Distanzbuchse und Weicheisenmantel bzw.
Hohlzylinder das mögliche Getriebe-Übersetzungsverhältnis konzeptionell
unzulässig begrenzen, denn das Übersetzungsverhältnis
ist bei gegebener Anzahl von Getriebestufen im vorliegenden
Fall ausschließlich durch das Verhältnis der Wälzkreisdurchmesser
von Innenverzahnung zu Sonnenrad funktionell bestimmt. Bei
handelsüblichen Radnaben (Hinterrad-Radnaben) ist von einem Radnaben-
Innendurchmesser von etwa 34 mm auszugehen. Eine angestrebte
19fache Übersetzung, wie erwähnt, ist wegen des so stark in
Anspruch genommenen Radnaben-Innenraumes durch ungünstige Bauelemente
kaum erreichbar. Schwerwiegender wirkt sich aber aus,
daß konventionelle, am 28-Zoll-Fahrrad-Radreifen über Reibräder
angetriebene Dynamos sich nicht 19mal, sondern sich etwa 35mal
öfter drehen als das Fahrrad-Rad, wenn von Schlupfeinflüssen abgesehen
wird, weil das standardisierte Reibrad an einem solchen
Dynamo rund 19 mm Durchmesser hat. Aus den zuletzt genannten
Gründen erfüllt das in der bekannten Lösung benutzte Rotor/Stator-
Induktionssystem bei der dargestellten Antriebsweise
die an Fahrradgeneratoren schlechthin vom Gesetzgeber gestellten
technischen Anforderungen hinsichtlich Drehzahl-Spannungsverlauf
und elektrischer Leistung nicht in zufriedenstellender Weise.
Ziel der Erfindung ist eine Nabenlichtmaschine, die
eine effektivere mechanisch-elektrische Energieumwandlung zur
Verbesserung des funktionellen und verkehrssicheren Betriebes
eines Fahrrades leistet, deren Konstruktion insbesondere hinsichtlich
erreichbaren Drehzahl-Spannungsverlaufs des Rotor/
Stator-Induktionssystems unter den Bedingungen preislich vorteilhafter
Verwendung bereits existierender konventioneller
handelsüblicher Bauteile eines Dynamos und einer Fahrrad-
Hinterradnabe bestehende technische Vorschriften erfüllt und
deren Montage und praktischer Einsatz unkompliziert bzw. servicefreundlich
und wartungsarm ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, unter kostengünstiger
Verwendung von sowohl einer in der Bauform handelsüblichen konventionellen
Fahrrad-Hinterradnabe und Radachse als auch unter
Einsatz einer Wicklung mit Feldverteiler und Polrad eines herkömmlichen
Standard-Dynamos, eine die bekannten Lösungen von
Nabenlichtmaschinen verbessernde, von außerhalb mechanisch während
der Fahrt vom Fahrrad-Lenker aus unkompliziert und nachgebend
stoßfrei an- bzw. abschaltbare Nabenlichtmaschine zu
schaffen, die konstruktiv Voraussetzungen bietet, die Anforderungen
an ihre technischen Parameter zu erfüllen, im Innern keiner
Kupplungsjustage bedarf und deshalb unempfindlich gegen notwendigen
Schmierstoff ist.
Aus der DE-OS 24 29 298 ist eine weitere Nabenlichtmaschine
bekannt, bei der das Anschalten über ein Reibrad erfolgt, das
mittels eines drehbar gelagerten Schwenkarms gegen die innere
Wandung des Nabengehäuses drückbar ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung ist im Anspruch 2 beschrieben.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel
erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Nabenlichtmaschine.
Fig. 2 zeigt eine mögliche Ausführungsvariante, die
Nabenlichtmaschine vermittels einer Bremseinrichtung
mechanisch an- bzw. abzuschalten.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Fahrrad-Naben-Generatormaschine
aus Radnabe 1, Radachse 2, Nabendeckel 3, 4 und Kontermutter
5. Die Nabendeckel 3 und 4 sind drehfest mit der Radachse
2 verschraubt und tragen auf Kugellagern 6 die Radnabe 1.
Die Nabenlichtmaschine wird durch eine elektrische
und eine mechanische Baugruppe gebildet. Zu ersterer gehören
die Bauteile Wicklung 7 mit einer in der Radachse 2 eingefrästen
Nut 8 nach außen verlegten elektrisch isolierten
Leitung 9, Feldverteiler 10 und Polrad 11. Wicklung 7 und Feldverteiler
10 bilden zusammen eine konstruktive Einheit und sind,
ohne selbst ein Innengewinde zu haben, dank ihrer zentrisch
hinreichend engen runden Öffnung auf das Radachsgewinde durch
Schraubung aufgezwängt und vermittels zweier am rückwärtigen
Wicklungsträger einander gegenüber der Radachsdurchführung angeordneten
Arretieransätze 12 formschlüssig mit Nabendeckel 3
gegen eine sonst mögliche Verdrehung auf der Radachse 2 gesichert.
Das aus ferrokeramischem Material bestehende Polrad
11 ist zentrisch mit einer sich um die Radachse 2 drehenden
metallischen Hülse 13 verklebt. Die mechanische Baugruppe weist
drei gleichartige Radscheiben 14.1, 14.2 und 14.3,
die das Polrad 11 tragende Hülse 13,
ferner drei gleichartige außenverzahnte Zahnkränze 15.1, 15.2 und 15.3,
die je zusammen mit einer der Radscheiben 14.1 bis 14.3 materialmäßig
aus einem Stück gefertigt wurden und deshalb fest
mit diesen verbunden sind, auf. Die Hülse 13 fungiert gewissermaßen
am Ort einer vierten Radscheibe und ist, wie diese, mit
einem ebenso großen Zahnrad 15.4 in gleicher Weise verbunden.
Darüber hinaus gehören zur mechanischen Baugruppe paarig einander
radial gegenüberliegend angeordnete sechs einander
gleichartige Zahnräder 16.21 bis 16.42, die sich auf zugehörigen,
in die genannten Radscheiben 14.1 bis 14.3 per Preßpassung
gefügten Zahnradachsen 17.21 bis 17.42 drehen und zusammen
mit an den sie tragenden Radscheiben 14.1 bis 14.3 um
die Radachse 2 umlaufen. Jedes der Zahnräder 16.21 bis 16.42
steht einerseits mit einem ebenfalls in Preßpassung mit dem
Nabeninnern fest verbundenen innenverzahnten Zahnkranz 18, andererseits,
zur Radachse 2 hin, mit einem der außenverzahnten Zahnkränze 15.2, 15.3
bzw. dem Zahnrad 15.4 gleichzeitig im Eingriff, jedoch so, daß sie
jeweils mit einem an ein und derselben Radscheibe
14.1 bis 14.3 umlaufenden Zahnradpaar 16.21 bis 16.42
kämmen. Ebenfalls zur mechanischen Baugruppe gehörig sind
Zahnradkollisionen oder metallische Reibung verhindernde zwischen
den Getriebestufen vorgesehene dünne steife Kunststoffolienscheiben
19, die vermöge ihrer großen zentrischen Öffnung
während der Getriebemontage über die Radachse 2 und über
jedes der Zahnräder bzw. -kränze 15.1 bis 15.4 hinweg bis an die zugehörige
Radscheibe 14.1 bis 14.3 bzw. bis an das Polrad 11 geschoben
werden. Diese Kunststoffolienscheiben 19 haben außerdem die
Aufgabe, in die mechanische Baugruppe eingebrachtes geringviskoses
Getriebefett innerhalb des Bereiches der einzelnen Getriebestufen
zu halten. Zur mechanischen An- bzw. Abschaltung
der Fahrrad-Naben-Generatormaschine dienen ein Bremszahnrad
16.1, welches vermittels einer Hilfswelle 20 durch den Nabendeckel
4 hindurch drehfest mit einem aus Fig. 2 erkennbaren
Bremsrad 21 verbunden ist, welches entlang seines Umfanges
zwecks Erhöhung des Reibungsbeiwertes gegenüber Stahl mit einer
Gummischicht (30) belegt ist und wie aus Fig. 1 ersichtlich,
diverse Distanzscheiben 22 auf den Zahnradachsen 17.21 bis
17.42, auf der Hilfswelle 20 bzw. zwischen den Getriebestufen,
an deren Begrenzungen zum Nabendeckel 4 und zum Polrad 11 hin,
auf der Radachse 2 eingefügt sind. Hinter dem angedeuteten
Teil einer linken Vorderrad-Radgabel 23 und hinter einer ebenfalls
in ihrem Umriß angedeuteten an der Vorderrad-Radgabel 23
befestigten ebenen Montageplatte 24, zeigt Fig. 2 eine Ausführungsvariante
einer Bremseinrichtung zur mechanischen An-
bzw. Abschaltung der Nabenlichtmaschine.
Die Montageplatte 24 trägt auf der zum Nabendeckel 4 hingewandten
Seite in Schweißverbindung einen Stift 25 und eine
Bowdenzughalterung 26. Auf dem Stift 25 ist an seinem einen
Ende ein Bremshebel 27 drehbar gelagert, der an seinem andern
Ende durch einen am Fahrradlenker feststellbaren Bowdenzug 28
vom Bremsrad 21 abgehoben bzw. in dieser Position gehalten
wird, andernfalls von der Rückholfeder 29, die zwischen Bremshebel
27 und Montageplatte 24 mit Vorspannung eingehängt ist,
das Bremsrad 21 kraftschlüssig festbremsend, wieder aufgelegt
werden kann.
Funktionell arbeitet die Nabenlichtmaschine während
der Benutzung des Fahrrades so, daß im Anschaltfall das
Bremsrad 21 und mit ihm auch Bremszahnrad 16.1 festgebremst
ist, während sich die Radnabe 1 vorwärts, d. h. mit ihrem sich
oberhalb der Radachse 2 befindenden Teil in die Zeichenebene
der Fig. 1 hinein, bewegt. In der ersten Getriebestufe hält
Bremszahnrad 16.1 Zahnkranz 15.1 zusammen mit Radscheibe 14.1
fest, demzufolge in der zweiten Getriebestufe die Zahnräder
16.21 und 16.22, angetrieben vom innenverzahnten Zahnkranz 18,
sich selbst vorwärts drehen, die Radscheibe 14.2 am Zahnkranz
15.2 dagegen rückwärts dreht. Radscheibe 14.2 erreicht dabei
eine Drehzahl, welche um die mit dem Übersetzungsverhältnis,
gebildet aus Zähneanzahl des innenverzahnten Zahnkranzes 18
und derjenigen des Zahnkranzes 15.2, multiplizierten Drehzahl
der Radnabe 1 größer ist.
Durch sinngemäßes sequentielles Vorgehen und Superposition
der zugehörigen Bewegungsabläufe ist, ausgehend von der zweiten
Getriebestufe, schließlich das Übersetzungsverhältnis bis
einschließlich vierter Getriebestufe bzw. dasjenige zwischen
der Drehzahl des Polrades 11 und der der Radnabe 1, zu ermitteln.
Es ist zu beachten, daß die erste Getriebestufe nur eine
Schaltfunktion versieht und formal bei einem Übersetzungsverhältnis
der Größe Null auch die Drehzahl Null an die nächste
Getriebestufe übergibt.
Bei Nichtgebrauch der elektrischen Funktionseinheiten am Fahrrad
kann durch unkomplizierte Freigabe des Bremsrades 21 und
damit auch des Bremszahnrades 16.1, sich die Radscheibe 14.1
frei auf der Radachse 2 drehen.
Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich durch mehrere Vorteile
aus. Ein wesentlicher Vorteil der Nabenlichtmaschine
besteht darin, daß der Dynamo selbst und seine
elektrische Kontaktierung verderblichen Witterungseinflüssen
nicht mehr ausgesetzt sind, ein mit Wirkungseinbußen verbundener
Schlupf am Reifen nicht mehr auftritt und dadurch
dem Radfahrer nicht mehr so spürbar große Vortriebskräfte abverlangt
werden. Die vorgeschlagene Erfindung ermöglicht eine
wirtschaftliche Massenfertigung, weil in hohem Maße entweder
sich bereits in Massenproduktion befindliche handelsübliche
Bauteile vorgesehen sind oder, die mechanische Baugruppe betreffend,
möglichst viele einander gleichartige Teile konstruktiv
verwendet werden können. Das vierstufige Zahnradumlaufgetriebe
kommt mit nur einem innenverzahnten Zahnkranz
aus, ist unkompliziert, ohne Verwendung von Schrauben und Sicherungsringen
allein durch Zusammenstecken der Zahnräder montierbar,
dadurch servicefreundlich und wartungsarm. Die An- oder
Abschaltung des Zahnradumlaufgetriebes ist sowohl während der
Fahrt als auch im Stillstand vom Lenker aus bequem möglich und
erfolgt zahnradschonend stoßfrei.
Die Nabenlichtmaschine trägt damit im Vergleich
zu Erzeugnissen, die diesbezüglich den derzeitigen Stand der
Technik repräsentieren, in vorteilhafter Weise Wirtschaftlichkeit
und Sicherheit, insbesondere Verkehrssicherheit,
Rechnung.
Bezugszeichenliste
1 Radnabe
2 Radachse
3, 4 Nabendeckel
5 Kontermutter
6 Kugellager
7 Wicklung
8 Nut
9 elektrisch isolierte Leitung
10 Feldverteiler
11 Polrad
12 Arretieransätze
13 Hülse
14.1, 14.2, 14.3 Radscheiben
15.1, 15.2, 15.3 außenverzahnte Zahnkränze
15.4 Zahnrad
16.1 Bremszahnrad
16.21, 16.22, 16.31, 16.32, 16.41, 16.42 Zahnräder der Zahnrad-Radscheiben-Kombination
17.21, 17.22, 17.31, 17.32, 17.41, 17.42 Zahnradachsen
18 innenverzahnter Zahnkranz
19 steife Kunststoffolienscheibe
20 Hilfswelle
21 Bremsrad
22 Distanzscheiben
23 linke Vorderrad-Radgabel
24 Montageplatte
25 Stift
26 Bowdenzughalterung
27 Bremshebel
28 Bowdenzug
29 Rückholfeder
30 Gummischicht
2 Radachse
3, 4 Nabendeckel
5 Kontermutter
6 Kugellager
7 Wicklung
8 Nut
9 elektrisch isolierte Leitung
10 Feldverteiler
11 Polrad
12 Arretieransätze
13 Hülse
14.1, 14.2, 14.3 Radscheiben
15.1, 15.2, 15.3 außenverzahnte Zahnkränze
15.4 Zahnrad
16.1 Bremszahnrad
16.21, 16.22, 16.31, 16.32, 16.41, 16.42 Zahnräder der Zahnrad-Radscheiben-Kombination
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18 innenverzahnter Zahnkranz
19 steife Kunststoffolienscheibe
20 Hilfswelle
21 Bremsrad
22 Distanzscheiben
23 linke Vorderrad-Radgabel
24 Montageplatte
25 Stift
26 Bowdenzughalterung
27 Bremshebel
28 Bowdenzug
29 Rückholfeder
30 Gummischicht
Claims (2)
1. Nabenlichtmaschine für Fahrräder, mit
- - einer Radnabe (1), die von zwei Nabendeckeln (3, 4) drehbar gelagert ist,
- - einer elektrischen Baugruppe mit handelsüblichem Polrad (11), Wicklung (7) und Feldverteiler (10),
- - einer mechanischen Baugruppe mit einem vierstufigen Zahnradumlaufgetriebe und einem Abtrieb, der über eine mit einem Zahnrad (15.4) des Zahnradumlaufgetriebes verbundene zentrische Hülse (13) erfolgt, wobei die Hülse (13) mit dem Polrad (11) fest verbunden ist,
- - einem mit der Radnabe (1) durch Preßpassung verbundenen innenverzahnten Zahnkranz (18) mit konstantem Wälzkreisdurchmesser,
- - einer ersten, zweiten und dritten Zahnrad-Radscheiben- Kombination, die zueinander identisch ausgebildet sind und radialsymmetrisch jeweils zwei Zahnradachsen mit Zahnrädern (16.21, 16.22 bzw. 16.31, 16.32 bzw. 16.41, 16.42) und einen außenverzahnten Zahnkranz (15.1 bzw. 15.2 bzw. 15.3) tragen,
- wobei
- - alle sechs Zahnräder (16.21, 16.22, 16.31, 16.32, 16.41, 16.42) der drei Zahnrad-Radscheiben-Kombinationen mit dem innenverzahnten Zahnkranz (18) in Eingriff stehen,
- - die außenverzahnten Zahnkränze (15.1, 15.2, 15.3) jeweils einen kleineren Durchmesser als der innenverzahnte Zahnkranz (18) haben,
- - der außenverzahnte Zahnkranz (15.1) der ersten Zahnrad- Radscheiben-Kombination mit einem Bremszahnrad (16.1) in Eingriff steht, das mit einem Bremsrad (21) drehfest verbunden ist,
- - ein Bremshebel (27) zum Festbremsen des Bremsrades (21) vorgesehen ist,
- - die 2 Zahnräder (16.21, 16.222) der ersten Zahnrad- Radscheiben-Kombination mit dem außenverzahnten Zahnkranz (15.2) der zweiten Zahnrad-Radscheiben-Kombination in Eingriff stehen,
- - die 2 Zahnräder (16.31, 16.32) der zweiten Zahnrad- Radscheiben-Kombination mit dem außenverzahnten Zahnkranz (15.3) der dritten Zahnrad-Radscheiben-Kombination in Eingriff stehen, und
- - die 2 Zahnräder (16.41, 16.42) der dritten Zahnrad- Radscheiben-Kombination mit dem Zahnrad (15.4) der Hülse (13) in Eingriff stehen.
2. Nabenlichtmaschine nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bremsrad (21) an seinem Umfang
mit einer Gummischicht (30) ausgestattet ist und
im Anschaltfall der Nabenlichtmaschine von einem
auf ihr mit einstellbarer Federkraft aufliegenden, vom
Fahrradlenker aus über einen Bowdenzug (28) zu betätigenden
Bremshebel (27) stoßfrei, bei Getriebebelastungsänderungen
schlupfgewährend, zum Stillstand gebracht werden
kann.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934326748 DE4326748C2 (de) | 1993-08-05 | 1993-08-05 | Nabenlichtmaschine für Fahrräder |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934326748 DE4326748C2 (de) | 1993-08-05 | 1993-08-05 | Nabenlichtmaschine für Fahrräder |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4326748A1 DE4326748A1 (de) | 1995-02-09 |
| DE4326748C2 true DE4326748C2 (de) | 1997-01-30 |
Family
ID=6494807
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934326748 Expired - Fee Related DE4326748C2 (de) | 1993-08-05 | 1993-08-05 | Nabenlichtmaschine für Fahrräder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4326748C2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2429298A1 (de) * | 1974-06-19 | 1976-01-08 | Horst Beusse | Fahrradlichtmaschine |
| DE3241909A1 (de) * | 1982-11-12 | 1984-05-17 | Manfred Dipl.-Ing. Hübbers (FH), 4450 Lingen | Zweirad mit einem zum betrieb der beleuchtung einschaltbaren stromerzeuger |
| DE9110953U1 (de) * | 1991-09-04 | 1992-01-09 | Wangermann, Jochen R., Dr.-Ing., 2210 Itzehoe | Nabenlichtmaschine |
| DE9300311U1 (de) * | 1993-01-13 | 1993-05-13 | Wangermann, Jochen R., Dr.-Ing., 2210 Itzehoe | Nabenlichtmaschine |
-
1993
- 1993-08-05 DE DE19934326748 patent/DE4326748C2/de not_active Expired - Fee Related
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|---|---|
| DE4326748A1 (de) | 1995-02-09 |
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