DE4326748C2 - Nabenlichtmaschine für Fahrräder - Google Patents

Nabenlichtmaschine für Fahrräder

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Description

Die Erfindung betrifft eine Nabenlichtmaschine für Fahrräder.
Zur mechanisch-elektrischen Energieumwandlung für den Betrieb elektrischer Funktionseinheiten am Fahrrad sind verschiedene Ausführungsformen von sogenannten Nabenlichtmaschinen bekannt.
Eine derartige Nabenlichtmaschine für Fahrräder ist z. B. in der DE 93 00 311 U1 beschrieben.
Sie umfaßt eine Radnabe, die von zwei Nabendeckeln drehbar gelagert ist, eine elektrische Baugruppe mit Polrad, Wicklung und Feldverteiler, eine mechanische Baugruppe mit einem dreistufigen Zahnradumlaufgetriebe und einem Abtrieb, der über ein Zahnrad des Zahnradumlaufgetriebes auf ein Polrad wirkt, einen innenverzahnten Zahnkranz mit konstantem Wälzkreisdurchmesser, eine erste und eine zweite Zahnrad-Radscheiben- Kombination, die zueinander identisch ausgebildet sind und die eine Zahnradachse mit einem Zahnrad und einen außenverzahnten Zahnkranz tragen, wobei alle Zahnräder der zwei Zahnrad- Radscheiben-Kombinationen mit dem innenverzahnten Zahnkranz in Eingriff stehen, die außenverzahnten Zahnkränze jeweils einen kleineren Durchmesser als der innenverzahnte Zahnkranz haben, das Zahnrad der ersten Zahnrad-Radscheiben-Kombination mit dem außenverzahnten Zahnkranz der zweiten Zahnrad-Radscheiben- Kombination in Eingriff stehen, und das Zahnrad der zweiten Zahnrad-Radscheiben-Kombination mit einem mit dem Polrad verbundenen Zahnrad in Eingriff stehen.
Das Anschalten dieser Nabenlichtmaschine erfolgt durch Betätigen eines Stellhebels, der eine federverspannte Kupplung mit dem außenverzahnten Zahnkranz verbindet.
Eine handelsübliche, sonst im Fahrrad-Hinterrad eingesetzte, Fahrrad-Radnabe wird beim Gegenstand dieser Druckschrift im Vorderrad eingespeicht und enthält im Nabeninnern ein dreistufiges Zahnradumlaufgetriebe, welches antriebseitig mit einem Rotor/Stator- Induktionssystem zum Zweck des Rotorantriebs mechanisch gekoppelt ist und zum Schutz vor Getriebeüberlastungen bei Drehgeschwindigkeitsänderungen des Vorderrades antriebseitig über eine druckfederbetätigte, von außerhalb über ein Gestänge schaltbare, Rutschkupplung von der umlaufenden Radnabe im Innern angetrieben wird. Die Radnabe und damit das gesamte Vorderrad wird von einer die Radnabe zentrisch durchragenden Rad-Hohlachse auf je einem Kugellager getragen, die beidseitig des Radnabeninnern, etwa in der Speichenebene einer jeden Radseite, angeordnet sind und im Nabenkörper mittels einer Distanzbuchse, die den gesamten Nabenumfang innen bedeckt, voneinander distanziert werden. Die in obiger Lösung Planetenträger und Sonnenräder genannten Umlaufgetriebeelemente laufen mit Gleitlagern auf einer gehärteten und geschliffenen Laufbuchse, die selbst auf die Rad-Hohlachse verdrehfest aufgepreßt ist. Alle Planetenräder des Zahnradumlaufgetriebes werden in jeder Getriebestufe von einem einzigen, über die Getriebelänge hin sie umgreifenden innenverzahnten Hohlzylinder angetrieben, der einseitig mit der Rutschkupplung starr verbunden ist und in deren gekoppeltem Zustand synchron mit der Radnabe umläuft, anderenfalls mit der drehfesten Rad- Hohlachse in Ruhe steht. Der Hohlzylinder selbst ist deshalb an der Rutschkupplungsseite mit einem Kugellager geeignet verbunden, dessen innerer Ring zusammen mit dem Planetenträger der ersten Getriebestufe auf der Rad-Hohlachse aufgepreßt ist. Der als Magnetrotor ausgebildete, schon erwähnte Rotor des elektrischen Induktionssystems trägt Permanentmagnete in einem Weicheisenmantel, der die auf der Rad-Hohlachse feststehende Spulenanordnung vollständig umschließt und zusammen mit den Permanentmagneten umläuft. Der Weicheisenmantel wird dazu von einem weiteren, unmittelbar auf der Rad-Hohlachse angeordneten Kugellager getragen, auf dessen äußerem Ring dieser vermöge geeigneter Formgebung in Schrumpfpassung aufsitzt. Die beiden Wicklungsenden der Spulenanordnung sind mit der Rad-Hohlachse und damit elektrisch leitend mit der metallischen Rahmenkonstruktion des Fahrrades bzw. mit einem elektrisch isolierten Draht verbunden, der durch eine Bohrung innerhalb der Rad-Hohlachse an einen Steckkontakt nach außen geführt wird. Vorliegende bekannte Lösung setzt sich zum Ziel, für die elektrische Energieerzeugung ein Rotor/Stator- Induktionssystem zu verwenden, wie es von konventionellen Fahrrad- Lichtmachinen (Dynamos) her bekannt ist und strebt demzufolge eine - für diese angebliche übliche - 19fache Drehzahl des Rotors gegenüber der eines 28-Zoll-Fahrradrades an, die das Zahnradumlaufgetriebe zwischen Radnabe und Rotor vermitteln soll.
Die hier beschriebene Lösung ist mehrfach mangelbehaftet. So sind die Rad-Hohlachse, die Distanzbuchse zwischen den die Radnabe tragenden Kugellagern, die Laufbuchse für die auf ihr umlaufenden Planetenträger auf der Rad-Hohlachse und der mit Innenverzahnung versehene Hohlzylinder unter Aspekten ihrer Formgebung und Passungsanforderung komplizierte Spezialanfertigungen. Das den Rotor tragende Kugellager kann nicht einem herkömmlicherweise am Fahrrad-Radreifen angetriebenen konventionellen Dynamo entstammen, weil dessen den Rotor tragende Welle nicht den Durchmesser der die Radnabe durchragenden Rad-Hohlachse erreicht und deshalb speziell angepaßt werden muß. Darüber hinaus müssen die erwähnten Preßpassungen zwischen Kugellagern und Rad-Hohlachse bzw. dem Rotor-Weicheisenmantel oder dem Hohlzylinder während der Montage im Radnabeninnern realisiert werden, wofür komplizierte und zeitfordernde Wärmeanwendungen notwendig sind. Ferner ist die Einbringung der Innenverzahnung im Hohlzylinder wohl der technologisch aufwendigste Prozeß während der Teilefertigung, zumal die Innenverzahnung, wie aus der einzigen Figur ersichtlich, unmittelbar in die Wandung des Hohlzylinders eingearbeitet und nicht als innenverzahnter Ring eingefügt ist. Die konstruktive Gestaltung der den Trageteil des Hohlzylinders gleitend übergreifenden Rutschkupplung bildet erneut einen Hohlzylinder, deren weitere Konstruktionselemente während der Montage allein zeitaufwendig zu justieren sind. Offensichtlich wurde dabei nicht bedacht, daß im Getriebe notwendiges Schmiermittel nicht vom Kupplungsreibbelag ferngehalten werden kann und bekanntermaßen sich dort undefinierbar auswirkt, besonders wenn Wärmeeinflüsse durch den Generatorbetrieb und äußere Umgebungstemperatur zu wirken beginnen. Ein konstruktiver Mangel besteht weiterhin darin, daß die deshalb auch in der Kritik erwähnten Konstruktionselemente Distanzbuchse, Weicheisenmantel, Hohlzylinder des Zahnradumlaufgetriebes und Laufbuchse der Planetenträger einschließlich der belastungsbedingt vorzusehenden Materialstärke und der funktionsbedingt notwendigen Abstände zwischen Distanzbuchse und Weicheisenmantel bzw. Hohlzylinder das mögliche Getriebe-Übersetzungsverhältnis konzeptionell unzulässig begrenzen, denn das Übersetzungsverhältnis ist bei gegebener Anzahl von Getriebestufen im vorliegenden Fall ausschließlich durch das Verhältnis der Wälzkreisdurchmesser von Innenverzahnung zu Sonnenrad funktionell bestimmt. Bei handelsüblichen Radnaben (Hinterrad-Radnaben) ist von einem Radnaben- Innendurchmesser von etwa 34 mm auszugehen. Eine angestrebte 19fache Übersetzung, wie erwähnt, ist wegen des so stark in Anspruch genommenen Radnaben-Innenraumes durch ungünstige Bauelemente kaum erreichbar. Schwerwiegender wirkt sich aber aus, daß konventionelle, am 28-Zoll-Fahrrad-Radreifen über Reibräder angetriebene Dynamos sich nicht 19mal, sondern sich etwa 35mal öfter drehen als das Fahrrad-Rad, wenn von Schlupfeinflüssen abgesehen wird, weil das standardisierte Reibrad an einem solchen Dynamo rund 19 mm Durchmesser hat. Aus den zuletzt genannten Gründen erfüllt das in der bekannten Lösung benutzte Rotor/Stator- Induktionssystem bei der dargestellten Antriebsweise die an Fahrradgeneratoren schlechthin vom Gesetzgeber gestellten technischen Anforderungen hinsichtlich Drehzahl-Spannungsverlauf und elektrischer Leistung nicht in zufriedenstellender Weise.
Ziel der Erfindung ist eine Nabenlichtmaschine, die eine effektivere mechanisch-elektrische Energieumwandlung zur Verbesserung des funktionellen und verkehrssicheren Betriebes eines Fahrrades leistet, deren Konstruktion insbesondere hinsichtlich erreichbaren Drehzahl-Spannungsverlaufs des Rotor/ Stator-Induktionssystems unter den Bedingungen preislich vorteilhafter Verwendung bereits existierender konventioneller handelsüblicher Bauteile eines Dynamos und einer Fahrrad- Hinterradnabe bestehende technische Vorschriften erfüllt und deren Montage und praktischer Einsatz unkompliziert bzw. servicefreundlich und wartungsarm ist.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, unter kostengünstiger Verwendung von sowohl einer in der Bauform handelsüblichen konventionellen Fahrrad-Hinterradnabe und Radachse als auch unter Einsatz einer Wicklung mit Feldverteiler und Polrad eines herkömmlichen Standard-Dynamos, eine die bekannten Lösungen von Nabenlichtmaschinen verbessernde, von außerhalb mechanisch während der Fahrt vom Fahrrad-Lenker aus unkompliziert und nachgebend stoßfrei an- bzw. abschaltbare Nabenlichtmaschine zu schaffen, die konstruktiv Voraussetzungen bietet, die Anforderungen an ihre technischen Parameter zu erfüllen, im Innern keiner Kupplungsjustage bedarf und deshalb unempfindlich gegen notwendigen Schmierstoff ist.
Aus der DE-OS 24 29 298 ist eine weitere Nabenlichtmaschine bekannt, bei der das Anschalten über ein Reibrad erfolgt, das mittels eines drehbar gelagerten Schwenkarms gegen die innere Wandung des Nabengehäuses drückbar ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung ist im Anspruch 2 beschrieben.
Die Erfindung soll nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Nabenlichtmaschine.
Fig. 2 zeigt eine mögliche Ausführungsvariante, die Nabenlichtmaschine vermittels einer Bremseinrichtung mechanisch an- bzw. abzuschalten.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, besteht die Fahrrad-Naben-Generatormaschine aus Radnabe 1, Radachse 2, Nabendeckel 3, 4 und Kontermutter 5. Die Nabendeckel 3 und 4 sind drehfest mit der Radachse 2 verschraubt und tragen auf Kugellagern 6 die Radnabe 1. Die Nabenlichtmaschine wird durch eine elektrische und eine mechanische Baugruppe gebildet. Zu ersterer gehören die Bauteile Wicklung 7 mit einer in der Radachse 2 eingefrästen Nut 8 nach außen verlegten elektrisch isolierten Leitung 9, Feldverteiler 10 und Polrad 11. Wicklung 7 und Feldverteiler 10 bilden zusammen eine konstruktive Einheit und sind, ohne selbst ein Innengewinde zu haben, dank ihrer zentrisch hinreichend engen runden Öffnung auf das Radachsgewinde durch Schraubung aufgezwängt und vermittels zweier am rückwärtigen Wicklungsträger einander gegenüber der Radachsdurchführung angeordneten Arretieransätze 12 formschlüssig mit Nabendeckel 3 gegen eine sonst mögliche Verdrehung auf der Radachse 2 gesichert. Das aus ferrokeramischem Material bestehende Polrad 11 ist zentrisch mit einer sich um die Radachse 2 drehenden metallischen Hülse 13 verklebt. Die mechanische Baugruppe weist drei gleichartige Radscheiben 14.1, 14.2 und 14.3, die das Polrad 11 tragende Hülse 13, ferner drei gleichartige außenverzahnte Zahnkränze 15.1, 15.2 und 15.3, die je zusammen mit einer der Radscheiben 14.1 bis 14.3 materialmäßig aus einem Stück gefertigt wurden und deshalb fest mit diesen verbunden sind, auf. Die Hülse 13 fungiert gewissermaßen am Ort einer vierten Radscheibe und ist, wie diese, mit einem ebenso großen Zahnrad 15.4 in gleicher Weise verbunden. Darüber hinaus gehören zur mechanischen Baugruppe paarig einander radial gegenüberliegend angeordnete sechs einander gleichartige Zahnräder 16.21 bis 16.42, die sich auf zugehörigen, in die genannten Radscheiben 14.1 bis 14.3 per Preßpassung gefügten Zahnradachsen 17.21 bis 17.42 drehen und zusammen mit an den sie tragenden Radscheiben 14.1 bis 14.3 um die Radachse 2 umlaufen. Jedes der Zahnräder 16.21 bis 16.42 steht einerseits mit einem ebenfalls in Preßpassung mit dem Nabeninnern fest verbundenen innenverzahnten Zahnkranz 18, andererseits, zur Radachse 2 hin, mit einem der außenverzahnten Zahnkränze 15.2, 15.3 bzw. dem Zahnrad 15.4 gleichzeitig im Eingriff, jedoch so, daß sie jeweils mit einem an ein und derselben Radscheibe 14.1 bis 14.3 umlaufenden Zahnradpaar 16.21 bis 16.42 kämmen. Ebenfalls zur mechanischen Baugruppe gehörig sind Zahnradkollisionen oder metallische Reibung verhindernde zwischen den Getriebestufen vorgesehene dünne steife Kunststoffolienscheiben 19, die vermöge ihrer großen zentrischen Öffnung während der Getriebemontage über die Radachse 2 und über jedes der Zahnräder bzw. -kränze 15.1 bis 15.4 hinweg bis an die zugehörige Radscheibe 14.1 bis 14.3 bzw. bis an das Polrad 11 geschoben werden. Diese Kunststoffolienscheiben 19 haben außerdem die Aufgabe, in die mechanische Baugruppe eingebrachtes geringviskoses Getriebefett innerhalb des Bereiches der einzelnen Getriebestufen zu halten. Zur mechanischen An- bzw. Abschaltung der Fahrrad-Naben-Generatormaschine dienen ein Bremszahnrad 16.1, welches vermittels einer Hilfswelle 20 durch den Nabendeckel 4 hindurch drehfest mit einem aus Fig. 2 erkennbaren Bremsrad 21 verbunden ist, welches entlang seines Umfanges zwecks Erhöhung des Reibungsbeiwertes gegenüber Stahl mit einer Gummischicht (30) belegt ist und wie aus Fig. 1 ersichtlich, diverse Distanzscheiben 22 auf den Zahnradachsen 17.21 bis 17.42, auf der Hilfswelle 20 bzw. zwischen den Getriebestufen, an deren Begrenzungen zum Nabendeckel 4 und zum Polrad 11 hin, auf der Radachse 2 eingefügt sind. Hinter dem angedeuteten Teil einer linken Vorderrad-Radgabel 23 und hinter einer ebenfalls in ihrem Umriß angedeuteten an der Vorderrad-Radgabel 23 befestigten ebenen Montageplatte 24, zeigt Fig. 2 eine Ausführungsvariante einer Bremseinrichtung zur mechanischen An- bzw. Abschaltung der Nabenlichtmaschine.
Die Montageplatte 24 trägt auf der zum Nabendeckel 4 hingewandten Seite in Schweißverbindung einen Stift 25 und eine Bowdenzughalterung 26. Auf dem Stift 25 ist an seinem einen Ende ein Bremshebel 27 drehbar gelagert, der an seinem andern Ende durch einen am Fahrradlenker feststellbaren Bowdenzug 28 vom Bremsrad 21 abgehoben bzw. in dieser Position gehalten wird, andernfalls von der Rückholfeder 29, die zwischen Bremshebel 27 und Montageplatte 24 mit Vorspannung eingehängt ist, das Bremsrad 21 kraftschlüssig festbremsend, wieder aufgelegt werden kann.
Funktionell arbeitet die Nabenlichtmaschine während der Benutzung des Fahrrades so, daß im Anschaltfall das Bremsrad 21 und mit ihm auch Bremszahnrad 16.1 festgebremst ist, während sich die Radnabe 1 vorwärts, d. h. mit ihrem sich oberhalb der Radachse 2 befindenden Teil in die Zeichenebene der Fig. 1 hinein, bewegt. In der ersten Getriebestufe hält Bremszahnrad 16.1 Zahnkranz 15.1 zusammen mit Radscheibe 14.1 fest, demzufolge in der zweiten Getriebestufe die Zahnräder 16.21 und 16.22, angetrieben vom innenverzahnten Zahnkranz 18, sich selbst vorwärts drehen, die Radscheibe 14.2 am Zahnkranz 15.2 dagegen rückwärts dreht. Radscheibe 14.2 erreicht dabei eine Drehzahl, welche um die mit dem Übersetzungsverhältnis, gebildet aus Zähneanzahl des innenverzahnten Zahnkranzes 18 und derjenigen des Zahnkranzes 15.2, multiplizierten Drehzahl der Radnabe 1 größer ist.
Durch sinngemäßes sequentielles Vorgehen und Superposition der zugehörigen Bewegungsabläufe ist, ausgehend von der zweiten Getriebestufe, schließlich das Übersetzungsverhältnis bis einschließlich vierter Getriebestufe bzw. dasjenige zwischen der Drehzahl des Polrades 11 und der der Radnabe 1, zu ermitteln. Es ist zu beachten, daß die erste Getriebestufe nur eine Schaltfunktion versieht und formal bei einem Übersetzungsverhältnis der Größe Null auch die Drehzahl Null an die nächste Getriebestufe übergibt.
Bei Nichtgebrauch der elektrischen Funktionseinheiten am Fahrrad kann durch unkomplizierte Freigabe des Bremsrades 21 und damit auch des Bremszahnrades 16.1, sich die Radscheibe 14.1 frei auf der Radachse 2 drehen.
Die erfindungsgemäße Lösung zeichnet sich durch mehrere Vorteile aus. Ein wesentlicher Vorteil der Nabenlichtmaschine besteht darin, daß der Dynamo selbst und seine elektrische Kontaktierung verderblichen Witterungseinflüssen nicht mehr ausgesetzt sind, ein mit Wirkungseinbußen verbundener Schlupf am Reifen nicht mehr auftritt und dadurch dem Radfahrer nicht mehr so spürbar große Vortriebskräfte abverlangt werden. Die vorgeschlagene Erfindung ermöglicht eine wirtschaftliche Massenfertigung, weil in hohem Maße entweder sich bereits in Massenproduktion befindliche handelsübliche Bauteile vorgesehen sind oder, die mechanische Baugruppe betreffend, möglichst viele einander gleichartige Teile konstruktiv verwendet werden können. Das vierstufige Zahnradumlaufgetriebe kommt mit nur einem innenverzahnten Zahnkranz aus, ist unkompliziert, ohne Verwendung von Schrauben und Sicherungsringen allein durch Zusammenstecken der Zahnräder montierbar, dadurch servicefreundlich und wartungsarm. Die An- oder Abschaltung des Zahnradumlaufgetriebes ist sowohl während der Fahrt als auch im Stillstand vom Lenker aus bequem möglich und erfolgt zahnradschonend stoßfrei.
Die Nabenlichtmaschine trägt damit im Vergleich zu Erzeugnissen, die diesbezüglich den derzeitigen Stand der Technik repräsentieren, in vorteilhafter Weise Wirtschaftlichkeit und Sicherheit, insbesondere Verkehrssicherheit, Rechnung.
Bezugszeichenliste
 1 Radnabe
 2 Radachse
 3, 4 Nabendeckel
 5 Kontermutter
 6 Kugellager
 7 Wicklung
 8 Nut
 9 elektrisch isolierte Leitung
10 Feldverteiler
11 Polrad
12 Arretieransätze
13 Hülse
14.1, 14.2, 14.3 Radscheiben
15.1, 15.2, 15.3 außenverzahnte Zahnkränze
15.4 Zahnrad
16.1 Bremszahnrad
16.21, 16.22, 16.31, 16.32, 16.41, 16.42 Zahnräder der Zahnrad-Radscheiben-Kombination
17.21, 17.22, 17.31, 17.32, 17.41, 17.42 Zahnradachsen
18 innenverzahnter Zahnkranz
19 steife Kunststoffolienscheibe
20 Hilfswelle
21 Bremsrad
22 Distanzscheiben
23 linke Vorderrad-Radgabel
24 Montageplatte
25 Stift
26 Bowdenzughalterung
27 Bremshebel
28 Bowdenzug
29 Rückholfeder
30 Gummischicht

Claims (2)

1. Nabenlichtmaschine für Fahrräder, mit
  • - einer Radnabe (1), die von zwei Nabendeckeln (3, 4) drehbar gelagert ist,
  • - einer elektrischen Baugruppe mit handelsüblichem Polrad (11), Wicklung (7) und Feldverteiler (10),
  • - einer mechanischen Baugruppe mit einem vierstufigen Zahnradumlaufgetriebe und einem Abtrieb, der über eine mit einem Zahnrad (15.4) des Zahnradumlaufgetriebes verbundene zentrische Hülse (13) erfolgt, wobei die Hülse (13) mit dem Polrad (11) fest verbunden ist,
  • - einem mit der Radnabe (1) durch Preßpassung verbundenen innenverzahnten Zahnkranz (18) mit konstantem Wälzkreisdurchmesser,
  • - einer ersten, zweiten und dritten Zahnrad-Radscheiben- Kombination, die zueinander identisch ausgebildet sind und radialsymmetrisch jeweils zwei Zahnradachsen mit Zahnrädern (16.21, 16.22 bzw. 16.31, 16.32 bzw. 16.41, 16.42) und einen außenverzahnten Zahnkranz (15.1 bzw. 15.2 bzw. 15.3) tragen,
  • wobei
  • - alle sechs Zahnräder (16.21, 16.22, 16.31, 16.32, 16.41, 16.42) der drei Zahnrad-Radscheiben-Kombinationen mit dem innenverzahnten Zahnkranz (18) in Eingriff stehen,
  • - die außenverzahnten Zahnkränze (15.1, 15.2, 15.3) jeweils einen kleineren Durchmesser als der innenverzahnte Zahnkranz (18) haben,
  • - der außenverzahnte Zahnkranz (15.1) der ersten Zahnrad- Radscheiben-Kombination mit einem Bremszahnrad (16.1) in Eingriff steht, das mit einem Bremsrad (21) drehfest verbunden ist,
  • - ein Bremshebel (27) zum Festbremsen des Bremsrades (21) vorgesehen ist,
  • - die 2 Zahnräder (16.21, 16.222) der ersten Zahnrad- Radscheiben-Kombination mit dem außenverzahnten Zahnkranz (15.2) der zweiten Zahnrad-Radscheiben-Kombination in Eingriff stehen,
  • - die 2 Zahnräder (16.31, 16.32) der zweiten Zahnrad- Radscheiben-Kombination mit dem außenverzahnten Zahnkranz (15.3) der dritten Zahnrad-Radscheiben-Kombination in Eingriff stehen, und
  • - die 2 Zahnräder (16.41, 16.42) der dritten Zahnrad- Radscheiben-Kombination mit dem Zahnrad (15.4) der Hülse (13) in Eingriff stehen.
2. Nabenlichtmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsrad (21) an seinem Umfang mit einer Gummischicht (30) ausgestattet ist und im Anschaltfall der Nabenlichtmaschine von einem auf ihr mit einstellbarer Federkraft aufliegenden, vom Fahrradlenker aus über einen Bowdenzug (28) zu betätigenden Bremshebel (27) stoßfrei, bei Getriebebelastungsänderungen schlupfgewährend, zum Stillstand gebracht werden kann.
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