DE4327809C2 - Verfahren zum Adressieren von mit einer zentralen Steuereinheit verbundenen elektronischen Vorschaltgeräten - Google Patents
Verfahren zum Adressieren von mit einer zentralen Steuereinheit verbundenen elektronischen VorschaltgerätenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Adressieren von mit einer zentralen
Steuereinheit verbundenen Vorschaltgeräten gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruches.
Nach der EP 0 433 527 B1 ist ein Steuersystem für mehrere verteilt anzuordnende
Vorschaltgeräte bekannt, bei dem die Vorschaltgeräte über einen Bus mit einer
zentralen Steuereinheit verbunden sind. Damit die zentrale Steuereinheit einzelne
Vorschaltgeräte gezielt ansteuern kann, müssen die Vorschaltgeräte mit einer Adresse
belegt werden. Da die Vorschaltgeräte bei größeren Systemen in verschiedenen Räumen
montiert und nacheinander an das Bussystem angeschlossen werden, ist in der zentralen
Steuereinheit zunächst nicht bekannt, unter welcher Adresse die neu installieren
Vorschaltgeräte erreichbar sind. Aus diesem Grunde erhalten die Vorschaltgeräte
zunächst eine vorläufige Ursprungsadresse in Form einer Produktionsnummer. Die
Produktionsnummern eignen sich deshalb, weil sie einmalig sind und dementsprechend
viele Funktionen ausschließen. Die Produktionsnummern werden der zentralen
Steuereinheit mitgeteilt. Diese ruft dann die einzelnen Vorschaltgeräte nacheinander
unter ihrer Produktionsnummer auf und erteilt ihnen dann eine reguläre Betriebsadresse,
die an die Stelle der vorläufigen Ursprungsadresse tritt. Die regulären Betriebsadressen
können so gewählt werden, daß mit ihnen nicht nur das Ansteuern einzelner
Vorschaltgeräte möglich ist, sondern ganzer Gruppen von Vorschaltgeräten.
Nach der nachveröffentlichten DE 43 12 623 A1 ist ein Verfahren zum Adressieren von Vorschaltgeräten für
Lampen bekannt, wobei die Vorschaltgeräte über ein Bussystem mit einer zentralen
Steuereinheit verbunden sind. Die zentrale Steuereinheit stellt für jedes Vorschaltgerät
eine Adresse zur Verfügung. Zur Adressierung wird jedes Vorschaltgerät betätigt
und/oder manipuliert, und daraufhin wird in dieses Vorschaltgerät die von der
Zentralstation vorbestimmte Adresse eingespeichert. Dieser Vorgang wird für alle
Vorschaltgeräte nacheinander wiederholt, so daß auf diese Weise alle Vorschaltgeräte
eine Adresse erhalten.
Die Druckschrift enthält nun mehrere Vorschläge dafür, wie ein Vorschaltgerät betätigt
und/oder manipuliert werden kann. Einer dieser Vorschläge besteht darin, die von dem
betreffenden Vorschaltgerät zu steuernde Lampe zunächst in ihre Fassung einzusetzen,
dann zum Zwecke der Adressierung aus ihrer Fassung zu entfernen und danach wieder
in die Fassung einzusetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren einfacher und zeitsparender
auszubilden.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß die Auswahl eines mit einer bestimmten
Adresse zu belegenden Vorschaltgerätes oder einer Gruppe von Vorschaltgeräten durch
Einsetzen der dem (den) Vorschaltgerät(en) zugeordneten Lampe(n) in die dafür
vorgesehene Fassung erfolgt.
Unter "Einsetzen" soll hier das erstmalige Einsetzen der Lampe in die Fassung
verstanden werden. Durch den erfindungsgemäßen Vorschlag werden also gegenüber
dem bekannten Vorschlag zwei Verfahrensschritte eingespart, nämlich das Entfernen
der bereits eingesetzten Lampe in ihre Fassung sowie das Wiedereinsetzen der Lampe in
die Fassung.
In den Zeichnungen sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steuer-
Vorrichtung
Fig. 2 eine detailierte Darstellung eines Steuerempfängers der
erfindungsgemäßen Steuer-Vorrichtung.
Fig. 3 eine detailierte Darstellung eines Steuersenders der erfindungsgemäßen
Steuer-Vorrichtung
Fig. 4A ein Flußdiagramm zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens
während der Inbetriebnahmephase
Fig. 4B ein Flußdiagramm zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens
während der Betriebsphase
Fig. 5 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steuer-
Vorrichtung.
Zunächst soll ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steuer-Vorrichtung
anhand von Fig. 1 erläutert werden. Eine Reihe von Bedienelemeten 20-1 bis 20-4 ist
über Verbindungsleitungen 30-1 bis 30-4 mit einem Steuersender 10 verbunden. Es ist
jedoch auch möglich, die Bedienelemente, wie am Beispiel des Bedienelementes 20-4
gezeigt, drahtlos mit dem Steuersender 10 zu verbinden. Das Bedienelement 20-4 ist
dazu an einem Fernsteuersender 22-4 angeordnet, der ein Fernsteuersignal, z. B. ein
Infrarotsignal aussendet, das von der Sensoreinheit 21-4 empfangen wird. Über das
Verbindungskabel 30-4 wird das empfangene Signal der Sensoreinheit 21-4 schließlich
an den Steuersender 10 übertragen. Bei den Bedienelementen kann es sich z. B. um
einfache Schalter zum Ein- bzw. Ausschalten der zugeordneten Verbraucher-Gruppe
handeln. Es können jedoch auch mehrere Schalter-Elemente vorhanden sein um gezielt
mehrere Funktionen einer adressierten Verbraucher-Gruppe, z. B. verschiedene
Helligkeitsstufen eines Beleuchtungskörpers oder die Drehrichtung und die Drehzahl
eines Motors zu steuern. Ferner kann es sich bei dem Bedienelement um ein stufenlos
regelndes Element, z. B. einen Drehregler, handeln, um eine bestimmte Kenngröße der
Verbraucher, z. B. die Leuchtstärke eines Beleuchtungskörpers stufenlos zu steuern.
Der Steuersender 10 erzeugt in Abhängigkeit davon, welches der verschiedenen
Bedienelemente 20-1 bis 20-4 betätigt wurde, eine Gruppen-Adresse, deren Codierung
in eindeutiger Weise einem bestimmten Bedienelement zugeordnet ist. Falls mehrere
unterschiedliche Funktionen einer bestimmten Verbraucher-Gruppe angesteuert werden
sollen, erzeugt der Steuersender neben der Gruppen-Adresse auch eine Funktions-
Adresse, die einen bestimmten der mehreren Funktionszustände der Verbraucher-
Gruppe kennzeichnet.
Die Gruppen-Adresse und gegebenenfalls die Funktions-Adresse werden über eine
Steuerleitung 2 an Steuerempfänger 40-1 bis 40-3; 41-1 bis 41-4 und 42-1 bis 42-2
übertragen. Die Übertragung kann mittels eines bekannten
Datenübertragungsverfahrens, erfolgen. Die Steuerempfänger sind ferner mit einer
Versorgungsleitung 3 verbunden. Als Variante ist auch denkbar, daß die Steuerleitung 2
und die Versorgungsleitung 3 als gemeinsame Leitung ausgeführt sind, die sämtliche
Steuerempfänger mit dem Steuersender verbindet. Die Übertragung der Gruppen-
Adressen und Funktions-Adressen hat dann mittels eines bekannten
Modulationsverfahrens auf der Versorgungsleitung zu erfolgen, z. B. in der Weise, daß
die Frequenz des verwendeten Datenmodulationsverfahrens sich wesentlich von der
Netzfrequenz der Versorgungsleitung unterscheidet. Ferner ist es auch denkbar, anstatt
elektrischer Leitungen zur Ausbildung der Steuerleitung opische Übertragungsleitungen,
insbesondere Glasfaserleitungen einzusetzen. Die Steuerempfänger 40-1 bis 42-2
steuern die Leistungsaufnahme der angeschlossenen Verbraucher 50-1 bis 52-2 in
Abhängigkeit von der empfangenen Gruppen-Adresse und/oder Funktions-Adresse. Das
Steuerverfahren wird weiter unten stehend erläutert. Die Verbraucher 50-1 bis 50-3
bzw. 51-1 bis 51-4 bzw. 52-1 bis 52-2 sind verschiedenen Gruppen 50 bzw. 51 bzw. 52
zugeordnet. Die Anzahl der Verbraucher, die einer Gruppe zugeordnet ist, kann
variabel sein. Insbesondere kann eine Verbraucher-Gruppe auch aus lediglich einem
einzigen Verbraucher bestehen.
Anhand von Fig. 2 wird der einheitliche Aufbau der Steuerempfänger 40-1 bis 42-2
näher erläutert. Eine Steuereinheit 60 steht mit der Steuerleitung 2 in Verbindung.
Ferner verfügt der Steuerempfänger über einen Speicher 61 zum Speichern der
Gruppen-Adresse und gegebenenfalls auch der Funktions-Adresse. Zum Ansteuern des
Verbrauchers 50-1 verfügt der Steuerempfänger weiterhin über eine Ansteuerschaltung
62, die mit der Versorgungsleitung 3 mit den Versorgungsspannungsanschlüssen des
zugeordneten Verbrauchers 50-1 sowie mit der Steuereinheit 60 verbunden ist.
Weiterhin ist eine Anschluß-Prüfeinrichtung 63 vorhanden, die feststellt, ob an der
Ansteuerschaltung ein Verbraucher 50-1 angeschlossen ist und ein entsprechendes
Signal an die Steuereinheit 60 überträgt.
Bei der Ansteuerschaltung 62 kann es sich im einfachsten Fall um einen steuerbaren
Schalter, wie ein Relais oder ein Triac handeln. Zur stufenlosen oder abgestuften
Regelung der Leistungsaufnahme der angeschlossenen Verbraucher, z. B. der Variation
der Leuchtstärke eines Beleuchtungskörpers oder der Drehzahl eines Elektromotors ist
als Ansteuerschaltung jedoch eine Leistungsregelungsschaltung, z. B. ein Dimmer, zu
verwenden. Verfügt ein Verbraucher über mehrere unabhängig ansteuerbare
Versorgungsanschlüsse, so sind entsprechend mehrere Ansteuerschaltungen 62
vorzusehen.
Die Anschluß-Prüfeinrichtung 63 prüft, ob zu einem bestimmten Zeitpunkt der
Verbraucher 50-1 an der Ansteuerschaltung 62 angeschlossen ist. Dies kann z. B. durch
einen mechanischen Taster (Schalter) am üblichen Montageort des Verbrauchers, z. B.
am Montagesockel eines Beleuchtungskörpers erfolgen. Ebenfalls ist es möglich, auf
mechanische Weise zu prüfen, ob ein Anschlußstecker in eine dafür vorgesehene
Steckvorrichtung eingeschoben wurde, und somit eine Verbindung zwischen der
Ansteuerschaltung und dem Verbraucher geschaffen wurde. Es ist jedoch auch möglich,
durch elektrische Messungen, insbesondere Impedanzmessungen, festzustellen, ob an
den Anschlüssen der Ansteuerschaltung ein entsprechender Verbraucher angeschlossen
ist. Durch Messen der Impedanz des angeschlossenen Verbrauchers und gegebenenfalls
weiterer elektrischer Größen läßt sich auch ermitteln, welcher von mehreren möglichen
Verbrauchern an der Ansteuerschaltung angeschlossen ist.
Anhand von Fig. 3 soll der Aufbau des Steuersenders 10 detailierter erläutert werden.
An einer Steuereinheit 15 sind über mehrere Eingangsschaltungen 11-1 bis 11-5, die
eine Puffer- und Signal-Umsetzungsfunktion übernehmen die Bedienelemente 20-1 bis
20-4 bzw. das Sensorelement 21-5 angeschlossen. Ferner verfügt der Steuersender 10
über einen Speicher 12 zur Zwischenspeicherung von Bedienfunktionen, die mittels der
Bedienelemente 20-1 bis 20-5 bereits angewählt wurden, deren entsprechende Gruppen-
Adressen bzw. Funktions-Adressen jedoch noch nicht übertragen wurden. Ferner kann
in dem Speicher 12 die während der Inbetriebnahme des Steuersystems festgelegte
Gruppenzuordnung der Verbraucher zusätzlich gespeichert sein. Der Betriebszustand
der Steuer-Vorrichtung, die Funktionszustände der angeschlossenen Verbraucher und
weitere nützliche Daten können einer Bedienperson über die Anzeigevorrichtung 14
angezeigt werden. Ferner kann eine Eingabeeinrichtung 13, z. B. eine Tastatur,
vorhanden sein, mit welcher eine Bedienperson sämtliche mittels der Bedienelemente
20-1 bis 20-4 anwählbare Bedienfunktionen direkt ansteuern kann. Der Steuersender 10
kann daher z. B. in der Leitwarte eines Gebäudekomplexes angeordnet sein, und
sämtliche elektrischen Verbraucher des Gebäudes, insbesondere sämtliche
Beleuchtungseinrichtungen, sind von dieser Leitwarte aus zentral steuerbar.
Die Steuereinheit 15 generiert in Abhängigkeit von der Betätigung eines
Bedienelementes eine Gruppen-Adresse und/oder Funktions-Adresse, die wie
beschrieben in eindeutiger Weise dem betätigten Bedienelement bzw. der ausgewählten
Bedien-Funktion zugeordnet sein muß.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Inbetriebnahme der erfindungsgemäßen Steuer-
Vorrichtung wird anhand von Fig. 4A nachfolgend erläutert. Die Verbraucher sind hier
beliebige Lampen. Im Leuchtengehäuse einer Leuchte ist u. a. ein Steuerempfänger, ein
Lampenbetriebsgerät (z. B. ein EVG) und eine in einer Lampenfassung eingesetzte
Lampe angeordnet. Im ersten Verfahrensschritt werden zunächst die Lampen einer
ersten Leuchtengruppe (50-1 bis 50-3 in Fig. 1) in die zugehörigen Fassungen
eingesetzt, d. h. elektrisch mit den zugehörigen Steuerempfängern (40-1 bis 40-3 in
Fig. 1) verbunden. Nachfolgend wird dasjenige Bedienelement (z. B. 20-1 in Fig. 1)
betätigt, welchem in der späteren Betriebsphase die erste Leuchtengruppe zugeordnet
werden soll. Der Steuersender 10 sendet nachfolgend über die Steuerleitung 2 an
sämtliche Steuerempfänger 40-1 bis 42-2 eine Gruppen-Adresse, die dem gewählten
Bedienelement (z. B. 20-1) entspricht. Die empfangene Gruppen-Adresse wird von den
Steuerempfängern 40-1 bis 42-2 dann gespeichert, wenn während der
Inbetriebnahmephase vorher noch keine Gruppen-Adresse gespeichert wurde und eine
Lampe in der Lampenfassung der einem Steuerempfänger zugeordneten Leuchte
eingesetzt und damit elektrisch mit dem betreffenden Steuerempfänger verbunden ist.
Während dieses ersten Installationszyklus ist dies für die Steuerempfänger 40-1 bis 40-3
der Fall.
Nachfolgend wird dieser Vorgang für sämtliche Leuchtengruppen zyklich wiederholt.
Im nächsten Zyklus werden also die Leuchten 51-1 bis 51-4 mit den Steuerempfängern
41-1 bis 41-4 verbunden. Dasjenige Bedienelement, dem die zweite Leuchtengruppe
zugeordnet werden soll, wird betätigt, und der Steuersender 10 überträgt eine dem
entsprechenden Bedienelement (z. B. 20-2) entsprechende Gruppen-Adresse wiederum
an sämtliche Steuerempfänger 41-1 bis 42-2. Gespeichert wird die Gruppen-Adresse
jedoch nur von denjenigen Steuerempfängern, an welchen eine Leuchte installiert ist
(dies trifft für die Steuerempfänger 40-1 bis 40-3 und 41-1 bis 41-4 zu) und die zuvor
während der Inbetriebnahmephase noch keine Gruppen-Adresse gespeichert haben. Die
im ersten Installationszyklus in den Steuerempfängern 40-1 bis 40-3 gespeicherte
Gruppen-Adresse wird daher im zweiten Installationszyklus nicht überschrieben und die
Gruppen-Adresse wird im zweiten Installationszyklus lediglich von den
Steuerempfängern 41-1 bis 41-4 gespeichert.
Es schließen sich so viele Installationszyklen an, die benötigt werden, um sämtliche
Leuchten zu installieren, d. h. mit Steuerempfängern verbinden. Sodann ist die
Inbetriebnahmephase beendet.
Anhand von Fig. 4B wird nachfolgend das erfindungsgemäße Verfahren zum Betrieb
des Steuersystems nach erfolgter Inbetriebnahme erläutert. Zunächst wird im vom
Steuersender 10 erfaßt, ob ein Bedienelement betätigt wurde. Ist dies der Fall, wird die
zugehörige Gruppen-Adresse generiert und an sämtliche Steuerempfänger 40-1 bis 42-2
übertragen. Sodann überprüft ein jeder Steuerempfänger 40-1 bis 42-2, ob die
übertragene Gruppen-Adresse mit der gespeicherten Grupen-Adresse übereinstimmt. Ist
dies nicht der Fall, bleibt der Betriebszustand der angeschlossenen Leuchte unverändert.
Stimmt die empfangene Gruppen-Adresse jedoch mit der gespeicherten Gruppen-
Adresse überein, wird die an dem betreffenden Steuerempfänger angeschlossene
Leuchte je nach Stellung des Bedienelementes mit der Versorgungsspannung verbunden
oder von dieser getrennt.
Neben der Übertragung von Gruppen-Adressen ist es auch möglich, weitere
Steuersignale in Form von Funktions-Adressen zu übertragen, die vorbestimmten
Funktionszuständen der angeschlossenen Verbraucher, z. B. einer bestimmten
Leuchtstärke einer angeschlossenen Leuchte, entsprechen. Stimmt die übertragene
Gruppen-Adresse mit der gespeicherten Gruppen-Adresse eines Steuerempfängers
überein, so ordnet der betreffende Steuerempfänger der ebenfalls empfangenen
Funktions-Adresse einen bestimmten Funktionszustand des an ihn angeschlossenen
Verbrauchers zu und steuert den angeschlossenen Verbraucher in der Weise, daß der
Funktionszustand des angeschlossenen Verbrauchers in den durch die empfangene
Funktions-Adresse adressierten Zustand übergeht. Z. B. können verschiedene
Funktions-Adressen unterschiedliche Leuchtstärken eines Leuchtkörpers zugewiesen
sein und der Steuerempfänger steuert den angeschlossenen Beleuchtungskörper mit einer
bestimmten Ausgangsleistung an, die der vorgegebenen Leuchtstärke entspricht. In dem
Speicher 61 des Steuerempfängers können dabei bestimmten Funktions-Adressen in
Form einer Tabelle verschiedene Ausgangs-Leistungen der Ansteuerschaltung 62
zugewiesen sein.
Ferner kann der Steuerempfänger mittels seiner Anschluß-Prüfeinrichtung 63 während
der Betriebsphase fortwährend prüfen, ob der Verbraucher weiterhin angeschlossen ist,
bzw. ob dieser defekt ist. Sollte der Verbraucher nicht mehr angeschlossen sein bzw.
defekt sein, kann über die Steuereinheit 60 die Ansteuerschaltung 62 abgeschaltet
werden, um eine Überlastung derselben zu vermeiden. Es kann vorgesehen sein, daß
die in dem Speicher 61 gespeicherte Gruppen-Adresse gelöscht wird, wenn die
Verbindung zwischen dem Verbraucher und der Ansteuerschaltung 62 getrennt wird.
Ein solcher Löschvorgang ist notwendig, um die Installation gegebenenfalls mit neuer
Gruppenzuordnung erneut durchführen zu können. Nachteilig bei dieser
Vorgehensweise ist jedoch, daß der gesamte Installationsvorgang zur Inbetriebnahme
einer Verbrauchergruppe wiederholt werden muß, wenn ein bestimmter Verbraucher, z. B.
infolge eines Defekts ausgewechselt werden muß, oder wenn die Gruppenzuordnung
insgesamt geändert werden soll. Es ist daher vorteilhaft, spezielle Steuerbefehle in der
Weise vorzusehen, daß die Gruppenzuordnung der Steuerempfänger verändert werden
kann, ohne daß die Verbindung zwischen den Verbrauchern und den Steuerempfängern
getrennt werden muß.
In Fig. 5 ist ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steuer-
Vorrichtung gezeigt. Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem in
Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel dadurch, daß jedes Bedienelement 20-1
bis 20-4 über einen ihm zugeordneten dezentralen Steuersender 10-1 bis 10-4 mit der
Steuerleitung 2 verbunden ist. Die Steuersender 10-1 bis 10-4 arbeiten in der oben
hinsichtlich des zentralen Steuersenders 10 beschriebenen Weise und dienen jeweils zur
Erzeugung der Gruppen-Adresse und gegebenenfalls der Funktions-Adressen des an
ihnen angeschlossenen Bedienelementes. Der Vorteil dieser Anordnung liegt darin, daß
die Notwendigkeit einer separaten Verbindungsleitung 30-1 bis 30-4 zwischen jedem
Bedienelement 20-1 bis 20-3 bzw. dem Sensorelement 21-4 und dem zentralen
Steuersender 10 entfällt. Der dezentrale Steuersender kann in unmittelbarer
Nachbarschaft zum jeweiligen Bedienelement angeordnet sein. Ferner kann zusätzlich,
z. B. in einer Leitwarte, ein zentraler Steuersender 10 vorhanden sein, der über die Ein-
bzw. Ausgabevorrichtungen 13 und 14 wie anhand von Fig. 3 beschrieben zur zentralen
Steuerung und Überwachung der Steuer-Vorrichtung dienen kann.
Claims (1)
1. Verfahren zum Adressieren von mit einer zentralen Steuereinheit verbundenen
elektronischen Vorschaltgeräten oder Gruppen von Vorschaltgeräten für Lampen mit
folgenden Schritten:
- a) Auswahl jeweils eines mit einer bestimmen Adresse zu belegenden Vorschaltgerätes oder einer Gruppe von Vorschaltgeräten mit der Folge, daß das ausgewählte Vorschaltgerät oder die ausgewählte Gruppe von Vorschaltgeräten in den Zustand versetzt wird, eine Adresse zu speichern,
- b) Übertragung einer für das ausgewählte Vorschaltgeräte oder die Gruppe von Vorschaltgeräten bestimmten Adresse an alle Vorschaltgeräte oder Gruppen von Vorschaltgeräten,
- c) Speichern der übertragenen Adresse durch das ausgewählte Vorschaltgerät oder die ausgewählte Gruppe von Vorschaltgeräten,
- d) Wiederholen der Schritte a) bis c) bis alle Vorschaltgeräte oder Gruppen von Vorschaltgeräten die für sie bestimmte Adresse gespeichert haben,
- a) die Auswahl eines mit einer bestimmten Adresse zu belegenden Vorschaltgerätes oder einer Gruppe von Vorschaltgeräten erfolgt durch Einsetzen der dem (den) Vorschaltgerät(en) zugeordneten Lampe(n) in die dafür vorgesehene Fassung.
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