DE4328663C1 - Einrichtung zur Abfrage von Bedienelementen - Google Patents
Einrichtung zur Abfrage von BedienelementenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Zur Steuerung von elektronischen Geräten, insbesondere
nachrichtentechnischen Geräten, wie beispielsweise
Autoradios, werden häufig Mikroprozessoren verwendet.
Diese fragen die Stellung mehrerer Bedienelemente ab und
steuern in dem Gerät vorgesehene Stellglieder
entsprechend. Aus der EP-A1-0 533 098 ist ein derartiges
Gerät in Form eines Autoradios bekannt. Die Eingaben in
das Autoradio werden dabei in automatische und manuelle
unterteilt. Die Bedienelemente für manuelle Eingaben
werden in kurzen Zeitabständen durch einen Mikroprozessor
abgefragt, automatische Eingaben lösen einen Interrupt im
Programm dieses Mikroprozessors aus.
Von Nachteil bei einer derartigen Abfrage ist, daß der
Mikroprozessor die Bedienelemente sehr häufig auf eine
Aktivierung hin überprüfen muß, um eine Verarbeitung der
Eingaben in Echtzeit zu gewährleisten (Polling). Dafür
wird, auch wenn kein Bedienelement betätigt wurde, viel
Prozessorleistung benötigt. Ein weiterer Nachteil liegt
in der großen Anzahl von Verbindungsleitungen zwischen
den Bedienelementen und dem Mikroprozessor, die einen
erheblichen Verdrahtungsaufwand zur Folge haben.
Aus der DE-A1-39 37 140 ist eine Schaltungsanordnung zur
Abfrage des Bedienungszustandes von Funktionstasten
bekannt. Bei Betätigung einer Funktionstaste werden die
in Zeilen und Spalten angeordneten Abfrageleitungen
leitend verbunden. Zusätzlich besteht über eine Diode
eine Verbindung zwischen je einer Spaltenleitung und
einer Zeilenleitung. Während der Abfrage durch einen
Mikroprozessor wird über die Abfrageleitungen
nacheinander während einer bestimmten Zeitdauer ein
Signal ausgegeben und die übrigen Abfrageleitungen
während dieser Zeitdauer abgefragt.
Von Nachteil ist hierbei, daß immer noch eine große
Anzahl Verbindungsleitungen zwischen Mikroprozessor und
Funktionstasten vorhanden ist. Ein weiterer Nachteil
liegt in der zeitaufwendigen Überprüfung der
Abfrageleitungen, ob ein Signal vorliegt.
Beim Gegenstand der EP-B1-0 123 715 ist eine Einrichtung
zur Tastenabfrage von Funktionstasten bekannt; Bei dieser
Einrichtung wird ein für die betätigte Taste
charakteristischer Spannungsabfall an einem
stromgespeisten Widerstandsnetzwerk hervorgerufen. Dieser
Spannungsabfall wird durch einen Analog-Digital-Umsetzer
in ein digitales Signal umgesetzt und durch eine
Auswerteeinrichtung ausgewertet. Hierbei wird erst bei
Betätigung einer Taste die Spannungsversorgungsquelle mit
dem Gerät verbunden.
Von Nachteil ist hierbei, daß die Abfrage der Tasten
nicht interruptgesteuert erfolgen kann, sondern ein
Polling der Tasten durchgeführt werden muß, so lange eine
Funktion des Geräts aktiv ist. Dies beruht darauf, daß
die Amplitude des Eingangssignals für den
Analog-Digital-Umsetzer zu gering sein kann, um einen
Interrupt auszulösen. Ein weiterer Nachteil besteht in
der begrenzten Anzahl von Funktionstasten, die unter
Berücksichtigung von Temperaturdriften und
Bauteiltoleranzen an einen Analog-Digital-Umsetzer
aufgrund dessen Auflösung angeschlossen werden können.
Weiterhin können durch das häufige Ein- und Ausschalten
der Spannungsversorgung hochfrequente Störungen
entstehen.
Aus der DE-C2-36 24 716 ist ein Auto-Rundfunkgerät mit
abnehmbarem Bedienteil bekannt. Das abnehmbare Bedienteil
nimmt dabei einen wesentlichen Teil der Frontseite des
Auto-Rundfunkgeräts ein und weist eine Vielzahl
Bedienelemente auf. Dadurch ist es erforderlich,
Kontaktstellen an Bedien- und Hauptteil vorzusehen, um
die Eingaben vom Bedienteil zum Hauptteil weiterleiten zu
können. Da an diesen Kontaktstellen mechanische Abnutzung
und Korrosion auftreten kann, ist es wünschenswert, wenn
möglichst wenig Kontaktstellen benötigt werden.
Aus der US 4,555,693 ist eine Tastatur für einen Computer
mit einer Vielzahl von Tasten bekannt. Bei Betätigung
einer Taste werden die in Zeilen und Spalten angeordneten
Abfrageleitungen mit einer Strom- oder Spannungsquelle
verbunden. Darüber hinaus ist jede Zeilenleitung, ebenso
wie jede Spaltenleitung, über einen charakteristischen
Widerstand mit einem Analog-Digital-Umsetzer verbunden.
Dadurch kann aufgrund der digitalen Ausgabedaten der
Analog-Digital-Umsetzer das Betätigen einer Taste von
einem Mikroprozessor erkannt werden.
Hierbei ist von Nachteil, daß die Ausgabedaten der
Analog-Digital-Umsetzer in kurzen und regelmäßigen
Zeitabständen abgefragt werden (Polling), was viel
Prozessorleistung benötigt. Es erfolgt keine
interruptgesteuerte Tastaturabfrage. Zudem werden zwei
Analog-Digital-Umsetzer benötigt, um die Signale der
Zeilen- und Spaltenleitung umzusetzen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, sowohl
die Anzahl der Verbindungsleitungen zwischen
Bedienelementen und zugehöriger Steuereinheit, als auch
die Anzahl der Tastaturabfragen durch die Steuereinheit
und die Anzahl der benötigten Baugruppen zu minimieren.
Diese Aufgabe wird bei der erfindungsgemäßen Einrichtung
durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichneten Merkmale
gelöst.
Die erfindungsgemäße Einrichtung weist den Vorteil auf,
daß eine Abfrage der Bedienelemente erst dann
durchgeführt wird, wenn ein Bedienelement betätigt wurde.
Weiterhin von Vorteil ist, daß die Bedienelemente,
insbesondere Tasten, analoge Signale zur Auswertung
übertragen, wodurch nur eine minimale Anzahl
Verbindungsleitungen zwischen Bedienelementen und
Steuereinheit einschließlich Analog-Digital-Umsetzer
benötigt wird. Durch diese Vorteile werden zudem
Störungen, die durch häufige Tastaturabfragen entstehen
(Polling) verringert. Weiterhin von Vorteil ist die
besonders einfache Erzeugung eines Steuersignals durch
eine Signalformung. Ein weiterer Vorteil besteht darin,
daß mehrere Gruppen Bedienelemente mit nachfolgendem
Signalformer zur Erhöhung der Anzahl Bedienelemente
parallel geschaltet werden können. Dabei wird nur ein
Analog-Digital-Umsetzer benötigt, um die analogen
Eingangssignale mehrerer Gruppen Bedienelemente für die
Steuereinheit umzusetzen. Dadurch kann eine erhebliche
Kostenersparnis erzielt werden.
Die erfindungsgemäße Einrichtung nach Anspruch 2 weist
den Vorteil auf, daß der Verdrahtungsaufwand wesentlich
verringert werden kann und auch die elektrischen
Verbindungen zwischen Bedien- und Hauptteil durch eine
entsprechende Aufteilung der Baugruppen vereinfacht
werden. Außerdem nimmt durch die Verringerung der
Leitungsanzahl die Störanfälligkeit ab.
Die erfindungsgemäße Einrichtung nach Anspruch 3 weist
den Vorteil auf, daß ein Mikroprozessor mit
Interrupteingang und Analog-Digital-Umsetzer eine
besonders einfache und kostengünstige Möglichkeit
darstellt, die Bedienelemente interruptgesteuert
abzufragen.
Die erfindungsgemäße Einrichtung nach Anspruch 4 weist
den Vorteil auf, daß der Signalformer durch einen
Komparator, einen Schmitt-Trigger oder einen Transistor
sehr einfach realisiert werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand in der Zeichnung
dargestellter Ausführungsbeispiele näher beschrieben und
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße
Steuerung der Tastaturabfrage bei einer großen
Anzahl Tasten und
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für eine
interruptgesteuerte Tastaturabfrage.
Fig. 2 zeigt eine Serienschaltung aus mehreren
Widerständen R, die einen Spannungsteiler bilden. Durch
Bedienelemente S, z. B. Tasten eines
Autoradio-Bedienteils, kann eine für jedes Bedienelement
S charakteristische Spannung des Spannungsteilers
ausgewählt werden, die an einen Analog-Digital-Umsetzer
AD weitergeleitet wird. Das Ausgangssignal des
Analog-Digital-Umsetzers AD wird an eine Steuereinheit ST
weitergeleitet, die das betätigte Bedienelement S erkennt
und eine dem erkannten Bedienelement S entsprechende
Funktion durchführt.
Außerdem wird die durch das betätigte Bedienelement S
ausgewählte charakteristische Spannung des
Spannungsteilers einer Signalformung CP zugeleitet. Die
Signalformung CP formt das Ausgangssignal der
Bedienelemente S derart, daß ein von der Steuereinheit ST
benötigtes Eingangssignal vorliegt.
Eine derartige Signalformung kann beispielsweise durch
einen Komparator, der einen Vergleich mit einem
Bezugspegel durchführt und bei Vorliegen einer
entsprechenden Eingangsamplitude ein binäres Signal
ausgibt, oder durch einen Schmitt-Trigger erfolgen, der
bei einem Eingangssignal mit einer Mindestamplitude ein
Ausgangssignal mit einer bestimmten Amplitude ausgibt.
Der Bezugspegel bzw. die Mindestamplitude ist dabei so zu
wählen, daß auch bei der niedrigsten Spannung des
Spannungsteilers noch ein Ausgangssignal von der
Signalformung CP ausgegeben wird. Besonders einfach und
kostensparend kann die Signalformung CP durch einen
Transistor realisiert werden, dessen Basisanschluß das
Eingangssignal des Analog-Digital-Umsetzers AD zugeführt
wird und der den Interrupt-Eingang 1 der Steuereinheit ST
mit dem erforderlichen Interruptsignal versorgt.
Das Ausgangssignal der Signalformung CP wird einem
Interrupt-Eingang I der Steuereinheit ST zugeleitet.
Sobald ein Eingangssignal an diesem Eingang I anliegt,
wird die Steuereinheit ST dazu veranlaßt, das
Ausgangssignal des Analog-Digital-Umsetzers AD
auszuwerten. Dadurch kann vermieden werden, daß die
Steuereinheit ST regelmäßig überprüfen muß, ob ein Signal
vom Analog-Digital-Umsetzer AD ausgegeben wird (Polling).
In der Fig. 2 sind lediglich drei Bedienelemente S, die
drei charakteristische Ausgangsspannungen aufweisen, über
eine Leitung mit dem Analog-Digital-Umsetzer AD
verbunden. Um diese drei Ausgangsspannungen in digitale
Signale umzusetzen, die von der Steuereinheit ST weiter
verarbeitet werden können, ist ein
Analog-Digital-Umsetzer AD für mindestens zwei Bit Breite
der Ausgabedaten erforderlich. Sollen mehrere
Bedienelemente S über eine Leitung mit dem
Analog-Digital-Umsetzer AD verbunden werden, ist eine
entsprechende Breite der Ausgabedaten zu wählen. Außerdem
ist die maximale Eingangsspannung +U des
Analog-Digital-Umsetzers AD so zu wählen, daß sie mit
dessen Aussteuerungsgrenze übereinstimmt.
Die Fig. 1 zeigt eine Realisierungsmöglichkeit für die
Abfragesteuerung sehr vieler Bedienelemente S. Sind so
viele Bedienelemente S vorhanden, daß ein
Analog-Digital-Umsetzer AD mit der erforderlichen Breite
der Ausgabedaten nicht zur Verfügung steht oder zu teuer
wäre, besteht die Möglichkeit, die Bedienelemente S in
mehrere Gruppen zu unterteilen.
Fig. 1 zeigt zwei Bedienelementegruppen, die mit einem
Spannungsteiler verbunden sind. Alternativ ist auch die
Verwendung zweier Spannungsteiler möglich, wobei die
charakteristischen Spannungen für die Bedienelemente S
unterschiedlicher Gruppen unterschiedlich sein können.
Dies wird dadurch erreicht, daß die Widerstände R der
Spannungsteiler unterschiedliche Werte haben. Dadurch
können gleichzeitige Betätigungen von Bedienelementen S
erkannt werden. Das Ausgangssignal jeder Gruppe
Bedienelemente S wird dabei über einen Widerstand Rx dem
Eingang des Analog-Digital-Umsetzers AD zugeleitet, der
es umsetzt und an die Steuereinheit ST zur Auswertung
weiterleitet. Zusätzlich wird das Ausgangssignal jeder
Gruppe Bedienelemente S je einem Signalformer CP1 bzw.
CP2 zugeleitet. Jedes Ausgangssignal eines Signalformers
CP1 oder CP2 wird wiederum jeweils einem
Interrupt-Eingang 11 oder 12 der Steuereinheit ST
zugeleitet, woran diese erkennen kann, aus welcher Gruppe
ein Bedienelement S oder ob in mehreren Gruppen ein
Bedienelement S betätigt wurde. Die Verwendung der
Widerstände Rx ist erforderlich, da ansonsten die
Eingänge der beiden Signalformer CP1 und CP2
kurzgeschlossen wären. Daraus ergibt sich die
Dimensionierung der Widerstände Rx. Es muß gewährleistet
sein, daß an einem der beiden Signalformer die maximal
mögliche Spannung +U anliegt, ohne daß der andere
Signalformer ein Signal ausgibt. Weiterhin ist es
vorteilhaft, beide Widerstände Rx gleich zu
dimensionieren, um den Auflösungsbereich des
Analog-Digital-Umsetzers AD voll auszunutzen.
Der Analog-Digital-Umsetzer AD kann alternativ auch über
in Durchlaßrichtung gepolte Dioden von den zwei oder
mehreren Bedienelementegruppen angesteuert werden. Diese
Dioden verhindern durch ihre Sperrwirkung in umgekehrter
Richtung, daß das Signal einer ersten
Bedienelementegruppe den nicht zugehörigen Signalformern
der anderen Bedienelementegruppen zugeführt wird.
Als Eingänge 11 und 12 werden vorzugsweise
Interrupt-Eingänge verwendet, bei denen ein Signal eine
Unterbrechung des von der Steuereinheit ST bis dahin
abgearbeiteten Programmablaufs und eine Abarbeitung einer
Interrupt-Routine zur Folge hat. Werden Ein-/Ausgabe
Anschlüsse verwendet, müssen diese zwar weiterhin in
kurzen Zeitabständen abgefragt werden, die Anzahl der
abzufragenden Ein-/Ausgabe Anschlüsse kann jedoch
wesentlich reduziert werden.
Die beschriebene Einrichtung zur Abfrage von
Bedienelementen S kann selbstverständlich überall dort
eingesetzt werden, wo analoge Spannungen, welche eine
unmittelbare Interruptsteuerung nicht ermöglichen, zur
Informationsübertragung genutzt werden.
Claims (4)
1. Einrichtung zur Abfrage von Bedienelementen (S),
welche zu Bedienelementegruppen zusammengefaßt sind,
wobei durch Betätigung eines Bedienelements (S) an
einem Widerstandsnetzwerk (R) jeweils ein für das
betätigte Bedienelement (S) einer
Bedienelementegruppe charakteristisches Signal in Form eines
Spannungsabfalls hervorgerufen wird, welcher durch
einen Analog-Digital-Umsetzer (AD) quantifiziert und
durch eine Steuereinheit (ST) ausgewertet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß das durch
die Bedienelemente (S) jeder Bedienelementegruppe
hervorgerufene Signal an einen Signalformer (CP1, CP2) angelegt wird,
daß die Signale der Bedienelementegruppen dem
Analog-Digital-Umsetzers (AD) über jeweils einen
Widerstand (Rx), eine Diode oder einen
Spannungsteiler zugeleitet werden und daß die
Ausgangssignale der Signalformer (CP1, CP2) jeweils
einem Eingang (11, 12) der Steuereinheit (ST)
zugeleitet werden.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
Widerstandsnetzwerke (R) und Bedienelemente (S) in
einem Bedienteil und Steuereinheit (ST),
Analog-Digital-Umsetzer (AD) und Signalformer (CP)
in einem Hauptteil des elektrischen Geräts
angeordnet sind, wodurch eine minimale Anzahl von
Verbindungsleitungen zwischen Bedien- und Hauptteil
erforderlich ist.
3. Einrichtung Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Steuereinheit (ST) ein Mikroprozessor mit
mindestens einem Interrupt-Eingang (I) und
mindestens einem integrierten
Analog-Digital-Umsetzer (AD) vorgesehen ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Signalformer (CP) Komparatoren, Transistoren
oder Schmitt-Trigger eingesetzt werden.
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