DE4330147C2 - Dachrinnenanordnung - Google Patents

Dachrinnenanordnung

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Dachrinne entspre­ chend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Übliche Dachrinnen werden aus halbschalenartigen, aus Metall oder Kunststoff bestehenden Rinnenelementen zusammengesetzt und über besondere Elemente an einer Dachberandung befestigt. Die Verbindung der einzelnen Rinnenelemente untereinander erfolgt werkstoffabhängig entweder durch Löt- oder Schweißverbindungen oder auch über reine Steckverbindungen unter Vorsehung von Dich­ tungselementen. Wesentlich für die bauseitige Verlegung dieser Dachrinnen ist, daß diese unter Wahrung eines in Richtung auf einen Ablauf hin gerichtetes Gefälle verlegt werden müssen. Ein unzureichendes oder unangemessenes Gefälle zieht die Bildung von Ablagerungen und Verstopfun­ gen nach sich, als deren Folge wiederum es zu Stauwirkun­ gen innerhalb der Dachrinne und zu einem Überlaufen von Niederschlagswasser kommen kann. Die Funktionstauglich­ keit einer solchen Rinne hängt unter anderem entscheidend auch von der Einhaltung eines ausreichenden Gefälles ab.
Aus der DE 42 41 260 A1 ist eine Dachkonstruktion bekannt, die aus einer Anordnung von auf Stützträgern aufliegenden, aus einem Geopolymer- Werkstoff bestehenden Dachplatten zusammengesetzt ist, welch letztere stirnseitig und längsseitig dichtend aneinandergesetzt sind. Entlang des unteren Endes der Dachdeckung erstreckt sich eine, aus kastenartigen Elementen zusammengesetzte Dachrinne, die unmittelbar an die Dachplatten angesetzt ist. Das einzelne Rinnenelement besteht aus einem, den Rinnenquerschnitt beinhaltenden Kernteil aus einem geschlossenzellig geschäumten Geo­ polymer-Werkstoff, der seitlich und unterseitig mit Schichten aus ungeschäumtem kompaktem Geopolymerwerk­ stoff überzogen ist. Die einzelnen Rinnenelemente sind stirnseitig werkstoffhomogen, daß heißt unter Verwendung eines ungeschäumten Geopolymerwerkstoffs verklebt. Eine gleiche, daß heißt werkstoffhomogene Verklebung erfolgt auch mit den zugekehrten Enden der Dachplatten. Es kann somit das Gesamtsystem der Dachabdeckung, bestehend aus Dachplatten und Dachrinne als werkstofflich homogenes Gebilde angesehen werden. Wesentlich ist auch, daß das Rinnensystemprofil der Dachrinnenelemente ein in Rich­ tung auf eine Fallrohrleitung hin integriertes Gefälle aufweist, welches die bauseitige Montage einer solchen Dachrinne erheblich vereinfacht, da die Dachrinnenele­ mente stirnseitig lediglich aneinanderzusetzen sind, ohne daß - wie bei den eingangs erwähnten Dachrinnen montagemäßig ein Gefälle erst eingestellt werden muß. Ein aus diesen bekannten Rinnenelementen ausgebauter Rinnenzug weist somit von einem Ende desselben aus ein durchgängiges Gefälle bis auf eine Fallrohrleitung hin auf.
Die Gruppe der Geopolymer-Werkstoffe sind als besonders vorteilhafte, im Bauwesen einsetzbare Werkstoffe anzuse­ hen, welche in zahlreichen Modifikationen, zum Beispiel geschäumt oder auch ungeschäumt einsetzbar sind und insbesondere im ungeschäumten Zustand im wesentlichen die Eigenschaften keramischer Werkstoffe aufweisen, wobei jedoch der für die letztgenannte Werkstoffgruppe charakteristische anlagen- und energieintensive Brenn­ prozeß entfällt. Geopolymer-Werkstoffe härten in einer Form bei Temperaturen unter 100°C aus.
Bekannt sind diese Geopolymer-Werkstoffe beispielsweise aus der DE 32 29 339 C2, der DE 33 03 409 C2 oder aus "Ceramic Matrix for Composites" (Ceram. Eng. Sci. Proc., Seiten 835 bis 841). Diese bestehen in der Aus­ gangsmischung aus einem Feststoffgemisch aus Oxiden mit Gehalten von amorphem SiO2 und Aluminiumoxid in Verbin­ dung mit einer wasserhaltigen, amorphen, dispers-pulver­ förmigen Kieselsäure sowie Füllstoffen wie z. B. Schwer­ spat, Zirkonsand, Glimmer, Abfällen aus Bauxidschmelze, Basaltmehl, Quarz, Feldspat, Granitbruch usw. sowie einer wäßrigen kalialkalischen Kaliumsilikatlösung. Die aus diesen Komponenten bestehende Masse kann in eine Form eingebracht werden und in dieser aushärten. Unter Einsatz eines Schäumungsmittels kann das auf diese Weise hergestellte Bauteil auch als Schaumstoffteil ausgebil­ det sein.
Aus dem DE-GM 70 06 154 ist ein global eine kastenförmi­ ge, oberseitig ein Rinnenprofil beinhaltende Grundge­ stalt eines Dachrinnenelements bekannt, welches zwecks Bildung eines Rinnenzuges mit anderen Dachrinnenelemen­ ten zusammensetzbar ist, wobei die Rinnenprofile der einzelnen Dachrinnenelemente derartig ausgebildet sind, daß sie ein, in Richtung auf einen Ablauf hin integrier­ tes Gefälle aufweisen. Das einzelne Dachrinnenelement besteht aus einem Kernbauteil aus einem Schaumkunst­ stoff, hier einem Polyurethanschaum, wobei dieses Bau­ teil allseitig von einem Mantel aus Blech, insbesondere einem kunststoffbeschichteten Blech oder aus Polyvinyl­ chlorid (PVC) umgeben ist. Der Mantel ist in jedem Fall aus einem hochbelastbaren Werkstoff ausgebildet, ver­ leiht dem Rinnenelement eine verhältnismäßig hohe Fe­ stigkeit und ermöglicht auf diese Weise die Überbrückung größerer Stützweiten.
Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Dachrinnenanord­ nung der eingangs bezeichneten Gattung bei einfacher Montagemöglichkeit mit Hinblick auf eine Verbesserung der Entwässerungsleistung und einen störungsfreien Betrieb hin auszugestalten.
Gelöst ist diese Aufgabe bei einer solchen Dachrinnenan­ ordnung durch die Merkmale des Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1.
Die Dachrinnenanordnung besteht aus einzelnen, die Dachrinnenelemente bildenden Formteilen, die ober­ seitig das Rinnenprofil beinhalten, wobei dieses Profil derart ausgebildet ist, daß sich in Richtung auf die Abläufe des Rinnenzuges hin jeweils Gefälle ergeben. Erfindungsgemäß kann ein Gefälleabschnitt ausgehend von einem höchsten Punkt bis zu einem Ablauf hin durch ein einstückiges Dachrinnenelement gebildet werden. Alterna­ tiv hierzu kann der einzelne Gefälleabschnitt auch aus einzelnen Dachrinnenelementen zusammengesetzt sein, die zu einem zusammenhängenden Gefälleabschnitt zusammenge­ setzt sind. Der Rinnenzug kann sich um eine Kante einer Dachberandung herum erstrecken, wobei einem einzelnen Rinnenzug auch mehrere Abläufe zugeordnet sein können. Anwendung finden kann das erfindungsgemäße Prinzip auch bei sogenannten innenliegenden Dachrinnen, die sich zwischen den Dächern von Industriehallen erstrecken, so daß eine Vielzahl einzelner Dachrinnenzüge zwecks Reali­ sierung eines flächenhaft wirkenden Entwässerungssystems zusammengefaßt werden müssen. Ein wesentlicher Vorteil dieser Dachrinnenanordnung besteht darin, daß die ein­ zelnen Dachrinnenelemente lediglich stirnseitig anein­ andergesetzt werden müssen und im übrigen genau horizon­ tal verlegt und an einer Dachkonstruktion befestigt werden können, und zwar ohne daß durch die besondere Art der Befestigung eine notwendige Gefällestrecke einge­ stellt werden muß. Dies bringt erhebliche montagemäßige Vereinfachungen mit sich. Das einzelne Dachrinnenele­ ment weist eine global kastenförmige Grundgestalt auf, in deren Oberseite das Rinnenprofil eingeformt ist. Im übrigen kann die genaue gestaltliche Festlegung des Dachrinnenelementes nach architektonischen Gesichtspunk­ ten vorgenommen werden, so daß ein hohes Maß an gestal­ terischer Freiheit besteht, das Dachrinnenelement und damit die gesamte Dachrinnenanordnung auf die übrigen Gebäudeteile hin abzustimmen. Eine Ausführungsform eines Dachrinnenelementes besteht in einem Formteil, dessen Oberseite ein sich von der einen Stirnseite bis zur anderen Stirnseite hin erstreckendes kontinuierliches Rinnenprofil mit einem in dieser Richtung integrierten Gefälle beinhaltet. Nachdem der Sohlenbereich des Rin­ nenprofils an einem stirnseitigen Ende unmittelbar in der Oberseite beginnt, kann über ein solches Dachrinnen­ element ein Abschlußpunkt eines Gefälleabschnitts defi­ niert werden, nämlich der Teil desselben, der den höch­ sten Punkt der Gefällestrecke aufweist. Durch stirnsei­ tiges Zusammenfügen zweier derartiger Rinnenelemente derart, daß sich die Gefällestrecken ausgehend von der Stoßstelle beidseitig in entgegengesetzten Richtungen erstrecken, sind solche Dachrinnenelemente jedoch auch dazu verwendbar, eine Trennebene zwischen zwei unter­ schiedlichen Abströmungsrichtungen zu definieren. Es kann auf diese Weise ein längerer Rinnenzug in einzelne Abflußabschnitte unterteilt werden, so daß sich global nach Maßgabe der jeweiligen Gefälle eine beschleunigte Entwässerung ergibt. Die Trennebene kann jedoch auch in ein einzelnes Dachrinnenelement integriert sein und befindet sich in diesem Fall vorzugsweise in einer Mittelebene desselben.
Die Merkmale der Ansprüche 2 und 3 sind auf die werkstoff­ liche Ausbildung des einzelnen Dachrinnenelements gerich­ tet. Dieses kann hiernach wenigstens teilweise aus einem organischen oder auch anorganischen Schaumwerkstoff bestehen, wobei es sich um einen geschlossenporig ge­ schäumten Werkstoff handelt. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß einerseits aufgrund der geringen Dichte verhält­ nismäßig lange, einheitlich handhabbare Dachrinnenelemen­ te zur Verfügung stehen, wodurch wiederum der Montagevor­ gang beschleunigt werden kann. Entsprechend der Art des eingesetzten Schaumwerkstoffs besteht ferner die Möglich­ keit, die stirnseitige Verbindung dieser einzelnen Dachrinnenelemente auf einen Klebe- oder Schweißvorgang zurückzuführen, so daß sich eine werkstofflich weitest­ gehend homogene Dachrinnenanordnung ergibt. Besonders vorteilhaft besteht jedoch das einzelne Dachrinnenelement aus einem geschäumten oder auch ungeschäumten Geopoly­ mer-Werkstoff, so daß durch stirnseitige Verklebung eine werkstofflich völlig homogene Dachrinne entsteht. Im Fall notwendiger Längenanpassungen kann dieser Werkstoff durch Sägen in einfachster Weise auf das benötigte Längenmaß zugeschnitten werden, wobei ferner durch Anbringung von Bohrungen Anschlußpunkte für Ablauflei­ tungen, insbesondere Fallrohre realisierbar sind.
Die Merkmale der Ansprüche 4 bis 6 sind auf weitere Modifizierungen der werkstofflichen Seite hin ausgerich­ tet. Wesentlich ist hiernach, daß die Unterseite sowie die Seitenflächen mit einem anorganischen, ungeschäumten Werkstoff beschichtet sind, wobei zusätzlich auch die Innenseite des Rinnenprofils mit einer Beschichtung überzogen sein kann. Der Zweck dieser Beschichtungen besteht einerseits in der Realisierung eines Brandschut­ zes, so daß die Struktur des Dachrinnenelements als unbrennbar angesehen werden kann - über die Beschichtung kann ferner ein Schutz gegenüber Umgebungseinflüssen erreicht werden, z. B. ein erhöhtes Maß an Flüssigkeits­ abdichtung, UV-Beständigkeit usw. Ferner kann durch eine Beschichtung der Oberfläche des Rinnenprofils in diesem Bereich eine besonders glatte Oberfläche eingestellt werden, womit zusätzlich der Bildung von Ablagerungen, Verschmutzungen usw. entgegengewirkt wird, so daß eine rasche Entwässerung auch bei schmutzbefrachteten Nieder­ schlägen sichergestellt ist. Vorzugsweise besteht die Beschichtung aus einem ungeschäumten Geopolymer-Werk­ stoff, so daß bei Ausbildung des Kernbereichs aus einem geschäumten Geopolymer die zumindest werkstoffliche Homogenität gewahrt ist und trotzdem sich eine geringe Dichte des gesamten Bauteils ergibt.
Die Merkmale der Ansprüche 8 und 9 sind auf zwei Varian­ ten der Verbindung zweier einander benachbarter Dachrin­ nenelemente gerichtet. Im Falle eines geradlinigen Rinnenzuges werden sich die Stirnseiten im Regelfall senkrecht zu den Längsachsen der einzelnen Dachrinnen­ elemente erstrecken, so daß eine stumpfseitige Verkle­ bung erfolgt. Um einen Rinnenzug jedoch in abgewinkelter Form zu ermöglichen, können die Stirnseiten sich jedoch auch unter einem Winkel zu den Längsachsen der einzelnen Dachrinnenelemente erstrecken.
Gemäß den Merkmalen der Ansprüche 10 und 11 wird eine Trennebene, welche Strömungsabschnitte unterschiedlicher Gefälleorientierungen markiert, in die Stoßstelle zweier Dachrinnenelemente in einem Winkelbereich verlegt. Diese Maßnahme dient einem beschleunigten Entwässerungsvorgang insoweit, als eine Strömung um abgewinkelte Bereiche herum bekanntlich mit erheblichen Verlusten verbunden ist, so daß durch diese Maßnahme ein Rinnenzug ange­ strebt wird, der lediglich durch geradlinige Gefälleab­ schnitte gekennzeichnet ist. Die Realisierung dieser Trennstelle kann durch Aneinanderfügen zweier Dachrin­ nenelemente erfolgen, deren Sohlenprofil an einem Ende im Bereich der Oberseite beginnt, wobei die im Winkelbe­ reich zu verklebenden Stirnseiten mit einer entsprechen­ den Schräge zugeschnitten werden. Es ist alternativ auch möglich, insbesondere bei Winkelelementen ein einheitli­ ches Dachrinnenelement bereitzustellen, welches zwei, beiderseits einer Trennebene angeordnete Gefälleab­ schnitte unterschiedlicher Orientierungen aufweist, wobei die stirnseitige weitere Verknüpfung dieses Dach­ rinnenelements in oben beschriebener Weise erfolgt.
Die Merkmale der Ansprüche 12 und 13 sind auf unter­ schiedliche Bemessungsmöglichkeiten des Gefälles im Rahmen eines Rinnenzuges gerichtet. Insbesondere bei ungleichförmiger Bemessung dieses Gefälles, und zwar derart, daß im Bereich des höchsten Punktes ein stärke­ res Gefälle herrscht als an den, dem Ablauf benachbarten Bereichen, kann zur Beschleunigung der Entwässerung beigetragen werden.
Ein Beitrag zur Beschleunigung des Entwässerungsvorgangs ist auch durch die Merkmale des Anspruchs 14 gegeben, und zwar bezogen auf die gesamte Dachrinnenanordnung, welche strömungstechnisch mit den Fallrohren stets als Einheit zu sehen ist, da aufgrund der raschen Vollfül­ lung der Fallrohre der durch diese entwickelte Sog den Entwässerungsvorgang zusätzlich beschleunigt.
Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Querschnittsdarstellung einer ersten Ausfüh­ rungsform eines Dachrinnenelements entsprechend einer Ebene I-I der Fig. 2;
Fig. 2 eine Längsschnittdarstellung des Dachrinnenele­ ments entsprechend einer Ebene II-II der Fig. 1;
Fig. 3 eine Querschnittsdarstellung einer anderen Aus­ führungsform eines Dachrinnenelements;
Fig. 4 eine Längsschnittdarstellung von zwei, stirnseitig aneinander gesetzter Dachrinnenelementen;
Fig. 5 eine Draufsicht auf eine, um eine Ecke herumge­ führte Anordnung von Dachrinnenelementen.
Das Dachrinnenelement gemäß den Fig. 1 und 2 weist eine kastenartige, im Querschnitt ungefähr quadratische Grundgestalt auf, in deren Oberseite 2 ein Rinnenprofil 1 eingeformt ist. Das Rinnenprofil 1 weist eine, sich in Richtung auf den Sohlenbereich 3 hin verjüngende Gestalt auf, wobei dieser Sohlenbereich 3 - von einem stirnsei­ tigen Ende des Dachrinnenelements bis zu seinem anderen Ende hin ein integriertes Gefälle aufweist, welches quantitativ etwa in dem Bereich von 0,5‰ bis 5‰ liegen kann. Der das Rinnenprofil 1 beinhaltende Kernbereich 4 des Rinnenbausteins besteht aus einem Polyurethan-Schaum und es ist dieser Kernbereich global als kastenartiger Grundkörper ausgestaltet. Die Innenseite dieses Kernbe­ reiches 4, d. h. die Oberfläche des Rinnenprofils 1 ist mit einer flüssigkeitsdichten Beschichtung 5 überzogen. Praktisch kann diese Beschichtung 5 aus einem organi­ schen Werkstoff, insbesondere Kunststoff bestehen, der über eine hinreichende Frost- und UV-Beständigkeit verfügt. Es kann diese Beschichtung 5 jedoch auch aus einem anorganischen Werkstoff bestehen, beispielsweise einem ungeschäumten Geopolymer.
Die Seitenflächen 6, 7 sowie die Unterseite 8 des Kern­ bereiches 4 tragen jeweils Beschichtungen 9, 10, 11 aus einem anorganischen Schaumwerkstoff, hier einem Geopoly­ merschaum, der in geeigneter Weise mit dem Kernbereich verklebt ist. Die Beschichtungen 9 bis 11 weisen eine gleichförmige Schichtdicke auf und bilden einen Brand­ schutz für die Seitenflächen 6, 7 sowie die Unterseite des Kernbereiches 4. Eine weitere Wirkung dieser Be­ schichtungen 9 bis 11 liegt in einem gewissen mecha­ nischen Schutz des Kernbereiches, nachdem die Eigen­ schaften des Geopolymerwerkstoffs weitgehend mit kera­ mischen Werkstoffen vergleichbar sind, und zwar nicht nur mit Hinblick auf ihre Unbrennbarkeit, sondern auch mit Hinblick auf ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber abrasiven und thermischen Beanspruchungen.
In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel endet die Beschichtung 5 in der Ebene der dort gezeigten Oberseite 2. Sie kann jedoch gleichermaßen bis an die einander gegenüberliegenden Berandungen 12, 13 des Rinnenbaustei­ ns in gleichmäßiger Schichtdicke fortgeführt sein, so daß der Kernbereich 4 allseitig gegenüber seiner Umge­ bung abgeschirmt ist.
Ein kompletter Rinnenzug kann aus derartigen Rinnenbau­ steinen durch stirnseitiges Verkleben zusammengestellt werden. Diese Zusammenstellung ist dadurch gekennzeich­ net, daß sich ausgehend von dem jeweiligen Rinnenende ein in Richtung der Pfeile 14, somit auf den Anschluß­ punkt 15 eines Fallrohres 16 hin gerichtetes kontinuier­ liches Gefälle ergibt. Das Gefälle der einzelnen Rinnen­ abschnitte kann unterschiedlich bemessen sein und zwar derart, daß dieses im Bereich der Enden des Rinnenzuges größer ausfällt als an den, zu dem Anschlußpunkt 15 näher gelegenen Bereichen. Dies kann durch entsprechende Zusammenstellung von Dachrinnenelementen erreicht werden. Es ist jedoch auch möglich, das Gefälle eines einzelnen Dachrinnenelementes ausgehend von seiner, dem Ende des Rinnenzuges zugekehrten Seite bis zu der, dieser gegen­ überliegenden Seite hin unterschiedlich zu gestalten, und zwar derart, daß das Gefälle in dieser Richtung abnimmt. Das, das Ende des jeweiligen Rinnenzuges bil­ dende Dachrinnenelement kann an seinem Endbereich zylin­ drisch ausgebildet sein.
Wie Fig. 2 erkennen läßt, wird der Anschlußpunkt 15 durch einen korbartigen, rotationssymmetrischen Einlauf­ körper 17 gebildet, der einen - im Axialschnitt gesehen - hyperbolischen Einlauf 18 überdeckt, so daß sich - in Durchflußrichtung gesehen - eine dementsprechende Quer­ schnittsverjüngung ergibt. Der Einlauf 18 kann als metallischer Körper ausgebildet sein, der in eine ent­ sprechende Ausnehmung des Kernbereichs 4 dichtend einge­ setzt ist und zumindest im Bereich seiner oberen Beran­ dung von der Beschichtung 5 überlagert ist. Es ist das Fallrohr 16 über eine Muffe 19 an diesen Einlauf ange­ schlossen.
Aus Gründen der erleichterten Zugänglichkeit der Muffe 19 ist an der Stelle des Einlaufs 18 eine beispielsweise rotationssymmetrische Ausnehmung 20 in die Beschichtung 11 eingeformt, in welche ein, auf den Einlauf 18 eine Stützwirkung ausübender, die Ausnehmung 20 lediglich teilweise ausfüllender Einsatzkörper 21 eingesetzt ist. Es kann dieser Einsatzkörper 21 wiederum aus einem Geopolymerwerkstoff bestehen und umfangsseitig mit der Beschichtung 11 stoffhomogen verklebt sein. Er ist unterseitig mit einer Ausnehmung ausgebildet, über welche die Zugänglichkeit der Muffe 19 zu Reparatur- und Inspektionszwecken sichergestellt ist.
Derartige Dachrinnenelemente können in üblicher Weise an den Außenseiten von Dachflächen angeordnet sein, wobei Niederschlagswasser von einer Seite in das Rinnenprofil gelangt und über dessen integriertes Gefälle in Richtung auf ein Fallrohr hin abgeleitet wird. Bauseitig ist aufgrund eben dieses integrierten Gefälles lediglich eine waagerechte Verlegung und Verklebung der Dachrin­ nenelemente erforderlich. Die Befestigung an einer Dachkonstruktion kann in grundsätzlich beliebiger Weise, vorzugsweise durch Verklebung, an entsprechend vorberei­ teten Gegenflächen erfolgen.
Es können derartige Dachrinnenelemente jedoch gleicher­ maßen auch als sogenannte innenliegende Rinnen zwischen den Dächern beispielsweise von Industriehallen einge­ setzt werden, so daß anfallendes Niederschlagswasser von beiden Seiten her in das Rinnenprofil eintritt.
Die Dachrinnenelemente gemäß den Fig. 1 und 2 sind jeweils aus einem Verbundwerkstoff hergestellt, dessen organischer Kernbereich 4 außenseitig wenigstens teil­ weise anorganische Beschichtungen trägt.
Fig. 3 zeigt ein Dachrinnenelement, das stofflich völlig homogen ausgebildet ist und das wiederum ein Rinnenpro­ fil 1 aufweist, in dessen Sohlenbereich 3 ein Gefälle integriert ist. Es kann dieses Dachrinnenelement bei­ spielsweise vollständig aus einem Geopolymerwerkstoff bestehen, so daß sich durch stirnseitige Verklebung dieser Bausteine ein stofflich völlig homogener Rinnen­ zug herstellen läßt. Grundsätzlich kommt jedoch auch eine Ausbildung aus einem organischen Werkstoff in Betracht.
Dieses Dachrinnenelement kann in gleicher Weise wie diejenigen gemäß den Fig. 1 und 2 eingesetzt werden, d. h. sowohl bei Rinnen herkömmlicher Wohngebäude, jedoch auch im Rahmen innenliegender Rinnen.
Um eine möglichst rasche Abführung auftretenden Nieder­ schlagswassers zu erreichen, ist ein erfindungsgemäßer Rinnenzug mit wenigstens zwei Abläufen versehen und im übrigen derartig ausgebildet, daß Niederschlagswasser beispielsweise ausgehend von einem mittigen Bereich beidseitig in Richtung auf jeweils ein Fallrohr hin abströmt. Gemäß Fig. 4 werden für diesen Zweck Dachrin­ nenelemente vorgeschlagen, deren Sohlenbereich 21, 21′ an jeweils einem stirnseitigen Ende derselben, hier der Stoßstelle 22 zwischen den Dachrinnenelementen bis auf das Niveau deren Oberseiten 23, 23′ angehoben ist. Beidseitig schließen sich an die gezeigten Dachrinnen­ elemente weitere Bausteine an, deren Gefälle in Richtung auf den in Fig. 4 nicht gezeigten Anschlußpunkt eines Fallrohres hin fortgeführt ist. Man erkennt, daß auftref­ fendes Niederschlagswasser bezüglich der Stoßstelle 22 beidseitig in Richtung der Pfeile 24, 24′ abströmt, womit in einfacher Weise - entlang eines Rinnenzuges gesehen - die Abflußleistung zweier Fallrohre nutzbar ist, so daß sich eine dementsprechend beschleunigte Abströmung von Niederschlagswasser ergibt. Insbesondere bei umfangreichen Dachentwässerungssystemen können auf diese Weise einzelne Rinnenzüge in eine Vielzahl von Abschnitten unterteilt sein, die jeweils durch aufeinan­ derfolgende, zueinander gegenläufige Gefälleabschnitte von der in Fig. 4 gezeigten Art gekennzeichnet sind, so daß unter Nutzung dieser Gefälleabschnitte sowie einer entsprechenden Vielzahl von Fallrohren eine erhöhte Entwässerungsleistung erzielbar ist.
Ein einzelnes Dachrinnenelement von der in Fig. 4 ge­ zeigten Art kann mit einem gleichartigen Baustein entge­ gengerichteten Gefälles dahingehend genutzt werden, daß durch stirnseitiges Zusammenfügen dieser Bausteine über eine Stoßstelle 22 eine Trennstelle gebildet wird, von der Gefälleabschnitte unterschiedlicher Orientierung - hier rechts- und linkseitig ausgehen. Es kann ein sol­ ches Dachrinnenelement jedoch auch unmittelbar als einseitiges Abschlußteil eines Rinnenzuges benutzt werden, durch welchen der Anfangsabschnitt einer Gefäll­ strecke definiert wird.
Werkseitig können einzelne Bausteine der in Fig. 4 gezeigten Art hergestellt werden, welche bauseitig entweder als Abschlußelement eines Rinnenzuges oder durch stirnseitiges Zusammenfügen im Sinne der Anordnung gemäß Fig. 4 als Trennstelle zwischen zwei Abflußrich­ tungen benutzt werden. Es kann jedoch grundsätzlich auch ein einheitlicher Rinnenbaustein von der in Fig. 4 gezeigten Art benutzt werden, dessen Wesensmerkmal symmetrisch bezüglich einer Mittelebene 25 abfallende, somit zueinander gegenläufig orientierte Gefälleabschnit­ te sind, wobei ein solcher Baustein entsprechend seiner vorgesehenen Verwendung entweder als Ganzes benutzt wird, um eine Trennstelle im obigen Sinne zu bilden oder durch einen Trennschnitt in der Mittelebene 25 nach Maßgabe zweier selbständiger Dachrinnenelemente benutzt wird, die als Abschlußelemente jeweils eines Rinnenzuges dienen.
Gefälletrennstellen im Sinne der Ausführungsform gemäß Fig. 4 können im Verlauf geradliniger Rinnenzüge an beliebiger Stelle vorgesehen sein. Häufig müssen Dach­ rinnen jedoch um Ecken einer Dachberandung herum verlegt werden, so daß sich im Eckenbereich zwei geradlinige Rinnenzüge unter einem Winkel von beispielsweise 90° schneiden. Die Ausbildung der erfindungsgemäßen Rinnen­ bausteine aus einem Geopolymerschaumwerkstoff eröffnet in diesem Zusammenhang besonders günstige Möglichkeiten der Verlegung, und zwar ohne daß werkseitig für diesen Zweck besonders angepaßte Bauelemente bereitgestellt werden müßten. Es läßt sich nämlich dieser Werkstoff beispielsweise durch Sägen in einfachster Weise bearbei­ ten, so daß die zur Realisierung eines rechtwinkligen Anschlusses benötigten schrägen Grenzflächen rasch bauseitig herstellbar sind und zwecks Bildung eines geschlossenen Rinnenzuges stoffhomogen, d. h. unter Verwendung eines ungeschäumten Geopolymerwerkstoffs, verklebt werden können.
Fig. 5 zeigt ein solches Ausführungsbeispiel einer winklig verlegten Dachrinnenausführung, deren beide geradlinige Elemente in einer, sich unter einem Winkel von 45° zu den jeweiligen Längsachsen erstreckenden Schnittebene zusammengefügt sind. Besonders vorteilhaft ist es, in diese Schnittebene gleichzeitig eine Gefälle­ trennstelle 26 im Sinne der Ausführungsform gemäß Fig. 4 zu legen, so daß auftreffendes Niederschlagswasser beidseitig dieser Gefälletrennstelle 26 in Richtung der Pfeile 27, 28 abströmt. Die Abströmung erfolgt jeweils in Richtung auf den Einlauf 29 eines Fallrohres hin, von denen jedoch lediglich einer gezeigt ist. Vorteilhaft ist diese Ausführungsform insbesondere aus strömungs­ mechanischen Gründen, da ansonsten eine Strömung um einen Eckpunkt herum mit Verlusten verbunden ist, so daß auf diese Weise zwei geradlinige Rinnenzüge gegeben sind und ein schnellstmögliches Abströmen von Niederschlags­ wasser sichergestellt ist. Weitere Vorteile ergeben sich daraus, daß ansonsten im Falle einer behinderten Abströ­ mung es insbesondere im Winter im Eckenbereich zu ver­ schmutzungsbedingten Ablagerungen und zu einem Überlau­ fen von Niederschlagswasser mit Eiszapfenbildung kommen kann. Diesen Effekten wird durch ein geradliniges Ab­ strömen unter Zugrundelegung definierter, bis zu einem Einlauf 29 sich erstreckender Gefälleverhältnisse entge­ gengewirkt.
Eine Ausführungsform gemäß Fig. 5 ist bei Wohnhausdä­ chern einsetzbar, deren Wesensmerkmal in einem einseiti­ gen seitlichen Übertreten von Niederschlagswasser be­ steht. Sie ist gleichermaßen auch bei den oben bereits genannten innenliegenden Rinnen einsetzbar.
Ein aus erfindungsgemäßen Rinnenbausteinen aufgebautes Rinnensystem ist ferner mit Vorteil bei flächenmäßig ausgedehnten Entwässerungssystemen einsetzbar, deren einzelne Einläufe flächenhaft verteilt auf einer Dach­ fläche angeordnet sind und deren Einlaufquerschnitte in Verbindung mit horizontal verlaufenden Sammelleitungen dahingehend bemessen sind, daß die Entwässerungsleistung bei allen Einläufen im wesentlichen gleich ausfällt, wobei die Fallrohrleitungen ergänzend dahingehend ausge­ legt sind, daß frühzeitig eine Vollfüllung deren Quer­ schnitt erreicht wird, so daß durch die auf diese Weise sehr rasch entwickelte Saugleistung die Entwässerung zusätzlich beschleunigt wird.

Claims (14)

1. Dachrinnenanordnung, bestehend aus einzelnen, zur Bildung wenigstens eines, sich linienhaft erstrecken­ den Rinnenzuges zusammengesetzten Dachrinnenelemen­ ten,
  • - wobei das einzelne, oberseitig das Rinnenprofil (2) beinhaltende Dachrinnenelement als Formteil ausge­ staltet ist und global eine quader- bzw. kastenför­ mige Grundgestalt aufweist,
  • - wobei das Rinnenprofil (2) des Dachrinnenelementes mit wenigstens einem, ein kontinuierliches Gefälle aufweisenden Abschnitt versehen ist und
  • - wobei die Dachrinnenelemente eines Rinnenzuges nach Maßgabe der Einstellung eines auf wenigstens einen Ablauf hin gerichteten kontinuierlichen Gefälles zusammengesetzt sind oder das einzelne Dachrinnen­ element mit einem, ein kontinuierliches Gefälle bis zu einem Ablauf hin aufweisenden Abschnitt versehen ist,
    dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Dachrinnenelemente stirnseitig miteinan­ der verklebt sind,
  • - daß der Rinnenzug mit mehreren, mit Abstand vonein­ ander angeordneten vertikalen Abläufen versehen ist,
  • - daß wenigstens ein Dachrinnenelement ein Rinnenpro­ fil (2) aufweist, dessen Sohlenbereich an einem stirnseitigen Ende unmittelbar in der Oberseite (2) des Dachrinnenelements beginnt und in Richtung auf das andere stirnseitige Ende hin kontinuierlich abfällt oder daß wenigstens ein Dachrinnenelement ein Rinnenprofil aufweist, dessen Sohlenbereich (3) ausgehend von einer Trenn­ ebene zwischen den stirnseitigen Enden beidseitig in Richtung auf diese Enden hin kontinuierlich abfällt.
2. Dachrinnenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Dachrinnenelement wenigstens teil­ weise aus einem organischen oder einem anorganischen Schaumwerkstoff besteht.
3. Dachrinnenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Dachrinnenelement wenigstens teil­ weise aus einem geschäumten oder ungeschäumtem Geo­ polymerwerkstoff besteht.
4. Dachrinnenanordnung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (8) sowie die Seitenflächen (6, 7) des Dachrinnenelementes mit Beschichtungen (8, 9, 10) aus ungeschäumtem Geopolymer­ werkstoff versehen sind.
5. Dachrinnenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zumindest die Unterseite (8) sowie die Seitenflächen (6, 7) des Dachrinnenelementes mit Beschichtungen aus einem anorganischen Werkstoff versehen sind.
6. Dachrinnenanordnung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche des Rinnenprofils (2) mit einer Beschich­ tung (5) überzogen ist.
7. Dachrinnenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennebene eine Mittelebene (25) ist, die sich senkrecht zur Längs­ achse des Dachrinnenelements erstreckt.
8. Dachrinnenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnseiten sich senkrecht zur Längsachse der Dach­ rinnenelemente erstrecken.
9. Dachrinnenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnseiten sich unter einem Winkel zur Längsachse der Dachrinnenelemente erstrecken.
10. Dachrinnenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Längsachsen zweier einander benachbarter Dachrinnenelemente unter einem Winkel zueinander verlaufen,
  • - daß die aneinanderliegenden Stirnseiten der beiden Dachrinnenelemente eine Trennebene bilden und
  • - daß die Dachrinnenelemente ein Rinnenprofil aufweisen, dessen Sohlenbereich ausgehend von der Trennebene kontinuierlich bis zu den, der Trennebe­ ne abgekehrten Stirnseiten hin abfällt.
11. Dachrinnenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Sohlenprofil in der Trennebene unmittelbar in der Oberseite des Dachrinnenelements beginnt.
12. Dachrinnenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefälle im Rahmen eines Gefälleabschnitts ausgehend von dessen höchstem, in der Oberfläche des Rinnenzu­ ges gelegenen Punkt bis zum tiefsten, im Bereich des Ablaufs gelegenen Punkt gleichförmig bemessen ist.
13. Dachrinnenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gefälle im Rahmen eines Gefälleabschnitts ausgehend von dessen höchstem, in der Oberfläche des Rinnenzu­ ges gelegenen Punkt bis zum tiefsten, im Bereich des Ablaufs gelegenen Punkt ungleichförmig bemessen ist, und zwar dahingehend, daß dieses Gefälle ausgehend von dem genannten höchsten Punkt abnimmt.
14. Dachrinnenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet,
  • - daß die Abläufe mit wenigstens einer, sich horizon­ tal unterhalb des Rinnenzuges erstreckenden Sammel­ leitung in Verbindung stehen, wobei der Sammellei­ tung wenigstens ein Fallrohr zugeordnet ist,
  • - daß die Abläufe querschnittsmäßig dahingehend bemessen sind, daß sich bei Vollfüllung des Fall­ rohres bei allen Abläufen eine im wesentlichen gleiche Entwässerungsleistung ergibt und
  • - daß der Querschnitt eines Fallrohres gegenüber dem Innendurchmesser der Sammelleitung dahingehend reduziert bemessen ist, daß sich eine Vollfüllung des Fallrohres bereits bei einem ausschließlich durch die statische Druckdifferenz zwischen dem Ablauf und der Sammelleitung förderbaren Durchfluß ergibt.
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