DE4331166C2 - Aufspannkörper einer Spannpalette - Google Patents
Aufspannkörper einer SpannpaletteInfo
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Description
Die Erfindung geht von der im Oberbegriff des Patentanspruches definierten Art von Werkstück
einspannvorrichtungen aus, die im wesentlichen aus Aufspannkörpern bestehen, die auf jeder
der Spannpaletten fest verankert, in Bearbeitungszentren und in flexiblen Fertigungssystemen
zur Anwendung kommen.
Dabei sind alle bekannten Ausbildungen der Aufspannkörper auf eine Mehrfachanordnung von
Werkstück-Spannmitteln und von, in der Regel gleichen, Werkstücken für eine durchgängig spa
nende Fertigung orientiert.
Bekannt sind Ausbildungen, wobei der Aufspannkörper als eine senkrechte, freistehende Platte
mit beidseitig angeordneten Aufspannflächen ausgeführt und in Mitte der Spannpalette angeord
net ist. Das Dickenmaß der Platte und die Mittel zur Verankerung der Platte auf der Spannpalette
sind so dimensioniert, daß auch große waagerecht gerichtete Bearbeitungskräfte sicher aufge
nommen werden können. Dadurch reduziert sich aber der für die Werkstück-Spannmittel und die
Werkstücke zur Verfügung stehende Anteil des Arbeitsraumes über der Spannpalette auf 70 bis
80%. Ein derartiges Ausbildungsbeispiel beinhaltet das DE 34 10 359 C2.
Auch eine Ausbildung des Aufspannkörpers als senkrecht angeordneten Vierkant-Hohlkörper,
mit vier oder fünf Aufspannflächen an dessen Umfang, findet vielfach Anwendung. Da der Hohlraum
im Aufspannkörper in der Regel als Arbeitsraum für Werkstück-Spannmittel und die Werkstücke
ungeeignet ist, reduziert sich bei Anwendung von Vierkant-Hohlkörpern der Anteil des Arbeitsraumes
über der Spannpalette auf 40 bis 60%.
Beispiele für die Ausbildung der Aufspannkörper als Vierkant-Hohlkörper sind Gegenstand der
WO 91/12925 A1 und der DE 87 13 569 U1.
Der im Anspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, den Anteil des für Werk
stück-Spannmittel und Werkstücke zur Verfügung stehenden Arbeitsraumes über den Spannpa
letten auf 80 bis 90% zu erhöhen.
Der vergrößerte Arbeitsraum soll ermöglichen, daß eine erhöhte
Anzahl der mehrfach angeordneten Werkstück-Spannmittel und Werkstücke am Aufspannkörper
Platz findet. Dabei sind die Einzelelemente am Aufspannkörper biegesteif und verformungsfrei aus
zuführen und fest auf der Spannpalette zu verankern.
Diese Probleme werden durch die im Anspruch 1 ausgeführten Merkmale gelöst.
Der Aufspannkörper auf der Spannpalette besteht aus senkrechten, dünnwandigen, biege
steifen Platten, die in sich überlappender Doppel-L, L- oder kreuzförmiger Verbindung verankert
sind oder aus parallelen bzw. pyramidenförmig angeordneten Säulen mit abnehmbaren, steckkasset
tenartig ausgebildeten Auflageplatten für die jeweiligen Werkstück-Spannmittel.
Die Werkstück-Spannmittel und die Werkstücke sind, je nach Dimensionierung und Ausbildung, in
optimierter Anzahl, mehretagig an bzw. zwischen den Platten oder Säulen des Aufspannkörpers
anordenbar.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen deshalb darin, daß durch zweckmäßigere
Ausbildungsformen und geringe Eigendimensionierung des Aufspannkörpers der Anteil des für
Werkstück-Spannmittel und Werkstücke zur Verfügung stehenden Arbeitsraumes über der Spann
palette auf 80 bis 90% erhöhbar ist. Die Einzelelemente des Aufspannkörpers sind so biegesteif
und verformungsfrei ausgebildet, daß ausreichend große Bearbeitungskräfte aufgenommen werden
können.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in den Ansprüchen 2 bis 4 angegeben.
Die Weiterbildungen ermöglichen eine flexiblere Anordnung der Werkstück-Spannmittel und Werk
stücke am Aufspannkörper, wobei abhängig von ihrer Form die gespannten Werkstücke für eine
3-, 4- oder 5-Seitenbearbeitung freigegeben sind.
Drei Ausführungsbeispiele der Erfindungen sind in den Zeichnungen vereinfacht dargestellt und
werden im folgenden näher erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 eine Vorderansicht nach Fig. 2
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Spannpalette mit Aufspannkörper in Doppel-L-Form
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Spannpalette mit Aufspannkörper, in Kreuzform ausgebildet
Fig. 4 eine Vorderansicht einer Spannpalette mit einem Aufspannkörper als Säulen-Gestell
ausgebildet
Fig. 5 eine Draufsicht nach Fig. 4
Der Aufspannkörper 1 bildet gemeinsam mit der Spannpalette 4 eine Werkstückeinspannvor
richtung mit einer Mehrfachanordnung von Werkstück-Spannmitteln 3, die auf Bearbeitungszentren
und flexiblen Fertigungszentren für die durchgängige spanende Fertigung in der Regel gleicher
Werkstücke 11 zur Anwendung kommt.
Nach Fig. 1 und in Fig. 2 ist eine Werkstückeinspannvorrichtung so ausgebildet, daß auf der
Spannpalette 4 ein Aufspannkörper 1 verankert ist, der als ein turmartiges Gestell, aus drei senk
rechten, dünnwandigen, biegesteifen, in sich überlappender Doppel-L-Verbindung zueinander ste
henden Platten 2 bestehend, ausgebildet ist. An den Platten 2 sind sechzehn Werkstück-Spann
mittel 3 angeordnet, um die gleiche Anzahl von Werkstücken zu spannen, wobei der Arbeitsraum
10 zum großen Teil genutzt wird.
Nach Fig. 3 ist eine derartige Werkstückeinspannvorrichtung mit einem Aufspannkörper 1 ausge
stattet, der als turmartiges Gestell, aus vier senkrechten, dünnwandigen, biegesteifen, in sich über
lappender kreuzförmiger Verbindung zueinander stehenden Platten 2 bestehend, ausgebildet ist.
An den Platten 2 sind vierundzwanzig Werkstück-Spannmittel 3 angeordnet, um die gleiche Anzahl
von Werkstücken zu spannen. Auch hierbei wird der Arbeitsraum 10 optimal ausgenutzt.
Nach Fig. 4 und in Fig. 5 ist eine Werkstückeinspannvorrichtung mit einem Aufspannkörper 1
ausgestattet, der als turmartiges Gestell aus senkrecht, parallell zueinander angeordneten
acht Säulen 5 besteht, mit denen je vier in zwei Etagen übereinander angeordnete, abnehmbare,
steckkassettenartig ausgebildete Auflageplatten 6 abgestützt, justiert und durch eine senkrecht
gerichtete wirkende Klemmvorrichtung 7 über eine Spannsäule 8 auf der Spannpalette 4 veran
kert ist.
Die Säulen 5 sind als zylindrische Vollsäulen ausgebildet.
Die Klemmvorrichtung 7 ist als eine Platte mit acht klemmstellen ausgebildet. Jede der Auflage
platten 6 ist als Träger- und Justierelement für das jeweilige Werkstück-Spannmittel 3 und ein
Werkstück 11 ausgebildet und wird durch zwei zusätzliche Säulen 5 in ihrer Waaagerecht-Stel
lung gestützt und gesichert.
Claims (4)
1. Aufspannkörper einer Spannpalette mit mehrseitig senkrecht und waagerecht angeordneten
Halterungen, Spann- und Justierflächen für eine Mehrfachanordnung von Werkstück-Spann
mitteln und Werkstücken anwendbar auf Bearbeitungszentren und auf flexiblen Fertigungs
systemen,
dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Spannplatte (4) senkrechte, dünnwandige, biegesteife Platten (2) verankerbar sind,
welche in sich überlappender Doppel -L-, L- oder kreuzförmigen Verbindung zueinander anorden
bar sind, oder daß parallel oder pyramidenförmig zueinander Säulen (5) anordenbar sind, mit übereinander angeordneten,
steckkassettenartig ausgebildete Auflageplatten (6) für Werkstück-Spannmittel (3)
und mit einer senkrecht gerichtet wirkenden Klemmvorrichtung (7), die fest mit der Spann
palette (4) verbunden ist,
2. Aufspannkörper einer Spannpalette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Säulen (5) wahlweise als zylindrische, drei- oder mehreckige Voll- oder Hohlsäulen aus
gebildet sind.
3. Aufspannkörper einer Spannpalette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmvorrichtung (7) als eine die Aufspannkörper übergreifende Platte mit mehreren
Klemmstellen ausgebildet ist und über eine Traverse und minde
stens eine Spannsäule (8) auf der Spannpalette (4) verankert ist.
4. Aufspannkörper einer Spannpalette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an den Platten (2) und an den Auflageplatten (6) die Werkstück-Spannmittel (3) und
die Werkstücke (11) beidseitig anordenbar sind.
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