DE4332016A1 - Werkzeug zum Abziehen einer insbesondere weichelastischen Fahrradlenker-Ummantelung - Google Patents

Werkzeug zum Abziehen einer insbesondere weichelastischen Fahrradlenker-Ummantelung

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Raffaele Carbone
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    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62KCYCLES; CYCLE FRAMES; CYCLE STEERING DEVICES; RIDER-OPERATED TERMINAL CONTROLS SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES; CYCLE AXLE SUSPENSIONS; CYCLE SIDECARS, FORECARS, OR THE LIKE
    • B62K21/00Steering devices
    • B62K21/26Handlebar grips
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25BTOOLS OR BENCH DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, FOR FASTENING, CONNECTING, DISENGAGING, OR HOLDING
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    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Werkzeug zum Abziehen einer insbesondere weichelastischen Fahrradlenker- Ummantelung.
Der Ausgangspunkt beziehungsweise Hintergrund der vorlie­ genden Erfindung ist da zu sehen, wo es darum geht, die Griffe beziehungsweise Ummantelungen von Fahrradlenkern zu lösen und anschließend neue Griffe beziehungsweise Um­ mantelungen aufzuziehen. Die heute gebräuchlichen Griffe und Ummantelungen bestehen meist aus weichelastischem Material und können, nachdem sie meist auch noch relativ lang sind, nur mit viel viel Mühe und Geduld montiert und demontiert werden. Meist geht dabei die Ummantelung sogar kaputt, wenn sie nicht wie beim Abziehen - mangels Geduld - gleich aufgeschnitten und weggeworfen werden.
Das bisherige Handling ist mithin einerseits sehr mühsam und führt darüberhinaus oft dazu, daß unter Umständen teure Accessoires ohne Not zerstört werden.
Die der vorliegende Erfindung zugrunde liegende Problem­ stellung ist darin zu sehen, ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen, das mit einfachen Mittel ein einfaches und zerstö­ rungsfreies Montieren und Demontieren von Fahrradgriffen und Fahrradlenker-Ummantelungen ermöglicht.
Die Lösung dieser Aufgabenstellung besteht mit etwas ande­ ren als im Patentanspruch gebrauchten Worten darin, daß auf die Mündung einer (an sich handelsüblich erhältlichen) Aus­ blas- oder Druckluftpistole eine Blasspitze aufgesetzt wird, die eine endseitig, d. h. stirnseitig am Fahrradlen­ ker, in die Ummantelung einführbare hohle Blasnadel auf­ weist. So kann beim Öffnen des in der Druckluftpistole integrierten Druckluftventils der aus gebogenem Rohr beste­ hende Fahrradlenker mit Druckluft beaufschlagt werden, mit der Folge, daß sich zwischen dem Außendurchmesser des Fahrradlenkers und dem Griff beziehungsweise der Ummante­ lung eine Luftschicht aufbaut; der Griff beziehungsweise die Ummantelung können dann relativ problemlos abgezogen werden. Bei der Montage kann das erfindungsgemäße Werkzeug gleichermaßen verwandt werden, wenn der Griff beziehungs­ weise die Ummantelung partiell über das Ende des Fahrrad­ lenkers geschoben sind.
Der Kern des vorliegenden Erfindungsgedankens besteht letztlich darin, den Griff beziehungsweise die Ummantelung mittels Druckluft so aufzuweiten, daß sie relativ einfach auf den beziehungsweise vom Fahrradlenker auf- beziehungs­ weise abgezogen werden können.
Weitere Ausgestaltungen des genannten Werkzeugs sind Gegenstand der Unteransprüche. Dabei sind bezüglich der erforderlichen Dichtheit der Anschlagfläche der Blasspitze relativ zum Fahrradlenker zwei Varianten von besonderer Bedeutung. Je nachdem ob der Fahrradlenker beidseitig mittels je einer Ummantelung dicht verschlossen ist oder nicht, wird die Blasspitze stirnseitig aufgesetzt und die Blasnadel sticht nach Art einer Injektionsspritze durch die stirnseitige Kappe der Ummantelung oder die Blasspitze wird mittels eines konischen Stopfens partiell in den Fahrrad­ lenker eingeführt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 eine Schemadarstellung einer Druckluftpistole;
Fig. 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer auf die Mündung der Druckluftpistole nach Fig. 1 aufsetzbaren Blasspitze;
Fig. 3 eine besondere Verwendung der mit einer Blasspitze nach Fig. 2 bestückten Druckluftpistole;
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel einer auf die Mündung der Druckluftpistole nach Fig. 1 aufsetzbaren Blasspitze.
Fig. 1 eine an sich bekannte handelsübliche Ausblas- bezie­ hungsweise Druckluftpistole 1, bei der die normale Blas­ spitze fehlt. Diese Blasspitze ist üblicherweise in das mündungsseitige Gewinde 2 der Druckluftpistole 1 einge­ schraubt.
Die Druckluftpistole 1 weist einen hohlen Anschlußstutzen 3 für einen - nicht gezeichneten - Druckluftschlauch (ver­ gleiche Pfeil X) auf. Vom Anschlußstutzen 3 führt eine ge­ strichelt angedeutete Druckluftleitung 4 zur Mündung mit dem genannten Gewinde 2. Im Verlauf der Druckluftführung 4 liegt ein Ventil 5, das über einen Bolzen 6 geöffnet und mit Federdruck wieder geschlossen wird. Der Bolzen 6 wird über einen Hebel 7 betätigt (vergleiche Pfeil X), der dreh­ beweglich (vergleiche Bezugszeichen 8) an der Druckluft­ pistole 1 angelenkt ist.
Die Druckluftpistole 1 gemäß Fig. 1 ist Stand der Technik und es soll insoweit darauf hingewiesen werden, daß eine Zielrichtung der vorliegenden Erfindung auch darin zu sehen ist, ein Werkzeug vorzuschlagen, das im Prinzip mit einem vorhandenen Werkzeug, nämlich der Druckluftpistole 1, in einfacher Weise kombiniert werden kann.
Anhand der Fig. 2, 3 und Fig. 4 wird je ein Ausführungsbei­ spiel der in das Gewinde 2 der Druckluftpistole 1 ein­ schraubbaren (vergleiche Pfeil Z) Blasspitze 10, 20 er­ läutert.
Die Blasspitze 10 nach Fig. 2 besteht aus einem Drehteil 11, das einerseits einen dem Gewinde 2 entsprechenden Gewindebolzen 12 aufweist, und das andererseits eine spitz auslaufende Blasnadel 13 enthält, die einerseits als Hohl­ nadel ausgebildet ist und andererseits als Einzelteil ge­ fertigt und in eine entsprechende Bohrung im Drehteil 11 eingesetzt ist. Am Übergang zwischen dem Gewindebolzen 12 und dem übrigen (axial anschließenden) Drehteil ist eine Ringscheibe 14 vorgesehen, deren Außenkontur gerändelt oder als Sechskant ausgebildet ist. Von der Seite der Blasnadel 13 her ist auf diese und das Drehteil 11 ein konischer weichelastischer Stopfen 15, insbesondere ein Gummistopfen, aufgesetzt, der an der Ringscheibe 14 anschlägt. Die Koni­ zität des Stopfens 15 ist so gewählt, daß zur Blasnadel 13 hin der kleinere Durchmesser liegt; die Durchmesser des Stopfens 15 sind dem Durchmesser des Fahrradlenkers ent­ sprechend gewählt.
Die Blasspitze 10 nach Fig. 3 entspricht der nach Fig. 2.
Die Blasspitze 20 nach Fig. 4 besteht aus einem axialsymme­ trischen Formteil 21, das analog zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 einen dem Gewinde 2 der Druckluftpistole 1 entsprechenden Gewindebolzen 22 enthält und das an die zweite Stirnseite einen durchmessermäßig auf den Durch­ messer des Fahrradlenkers abgestimmte Ringnut 23 aufweist, in die ein weichelastischer Dichtring 24 eingelegt ist. Dem Formteil 21 ist gleichermaßen eine Blasnadel 25 zugeordnet und zwar auf der der Ringnut 23 entsprechenden Stirnseite. Ähnlich wie bei Fig. 2 schließt auch hier am Fußpunkt des Gewindebolzens 22 eine Ringscheibe 26 an, die gerändelt oder - wie gezeichnet - mit einem Sechskant versehen ist; sie kann auch mit zwei sich gegenüberliegenden Flächen zum Aufstecken eines Gabelschlüssels versehen sein.
Die im Drehteil 11 nach Fig. 2, 3 beziehungsweise im Form­ teil 21 nach Fig. 4 angesetzten Blasnadeln 13 beziehungs­ weise 25 sind - wie bereits erwähnt - innen hohl und weisen im zylindrischen Bereich je mindestens ein Blasloch 13′, 25′ auf, über das seitlich (radial) Druckluft (vergleiche L) austritt. Selbstverständlich weisen die Gewindebolzen 12 beziehungsweise 22 und das Drehteil 11 beziehungsweise das Formteil 21 eine axiale Durchgangsbohrung auf, über die die durch die Druckluftführung 4 der Druckluftpistole 1 strö­ mende Druckluft zur Blasnadel 13 beziehungsweise 25 strömt und durch die Blaslöcher 13′ beziehungsweise 25′ radial ausströmt.
Die Verwendung beziehungsweise Funktion des erfindungs­ gemäßen Werkzeugs ist wie folgt: Wie in Fig. 2, 3 bezie­ hungsweise Fig. 4 dargestellt, weist der rohrförmige Fahr­ radlenker 30 eine Ummantelung 31 auf, die - vergleiche Fig. 2 - stirnseitig den Fahrradlenker 30 verschließt; gemäß der Darstellung nach Fig. 3 ist die Stirnseite des Fahrrad­ lenkers 30 offen (weil beispielsweise bereits ein Griff 31 abgezogen ist); gemäß der Darstellung nach Fig. 4 ist die Stirnseite des Fahrradlenkers 30 undicht (weil zum Beispiel die Stirnseite des Griffs 31 zerstört ist).
Der Fig. 2 liegt die Situation zugrunde, daß auf beide Enden des Fahrradlenkers 30 eine Ummantelung 31 aufgezogen ist. Die mit einer Blasspitze 10 entsprechend Fig. 2, 3 ausgestattete Druckluftpistole 1 wird an eine Stirnseite des Fahrradlenkers 30 angesetzt - die Blasnadel 25 wird durchgestochen. Wird nun über die Betätigung des Hebels 7 Druckluft ins Innere des Fahrradlenkers 30 eingeblasen, so weitet sich die Ummantelung am zweiten Ende des Fahrrad­ lenkers 30 so weit auf, daß sie relativ leicht abgezogen werden kann.
Um nun anschließend die zweite Ummantelung abziehen zu können, wird auf das offene Ende des Fahrradlenkers 30 die mit einer Blasspitze 10 entsprechend Fig. 2 versehene Druckluftpistole aufgesetzt, d. h. der weichelastische Stopfen 15 wird partiell in das Ende des Fahrradlenkers 30 eingeführt. Durch Betätigen des Hebels 7 wird nun die Ummantelung am diametralen Fahrradlenkerende aufgeweitet und abgezogen (vergleiche Fig. 3).
In Fig. 4 ist die Situation so, daß zum Beispiel die Stirn­ seite des Griffs 31 zerstört, d. h. nicht dicht ist. Die Blasspitze 20 wird über den Dichtring 24 gegen die Stirnseite des Fahrradlenkers 20 gepreßt, wodurch dessen Innenraum nunmehr abgedichtet ist. Wird nun der Hebel 7 betätigt, so kann gleichermaßen wie nach Fig. 2 und Fig. 3 der am anderen Ende des Fahrradlenkers 30 aufgezogene Griff 31 abgezogen werden.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß beim Mon­ tieren, d. h. Aufziehen der Ummantelungen 31 mit dem erfin­ dungsgemäßen Werkzeug gleichermaßen gearbeitet werden kann. Beim Aufziehen der Ummantelungen wird zunächst die mit einer Blasspitze 10 nach Fig. 2 ausgerüstete Druckluft­ pistole benutzt; beim Aufziehen der zweiten Ummantelung wird dann die mit einer Blasspitze 20 nach Fig. 3 ausge­ rüstete Druckluftpistole verwendet.

Claims (8)

1. Werkzeug zum Abziehen einer insbesondere weich­ elastischen Fahrradlenker-Ummantelung, gekennzeichnet durch die Kombination einer an einen Druckluftschlauch (X) anschließbaren Druckluftpistole (1) und einer auf die Mündung der Druckluftpistole (1) aufsetzbaren Blas­ spitze (10, 20) mit einer endseitig in den Fahrrad­ lenker (30) einführbaren hohlen Blasnadel (13, 25).
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasnadel (13, 25) eine konische Spitze und im anschließenden zylindrischen Teil seitliche Blaslöcher (13′, 25′) aufweist.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufsetzen der Blasspitze (10) auf die Stirn­ seite der Ummantelungen (31) beziehungsweise zum partiellen Einführen der Blasspitze (10) in den Fahr­ radlenker (30) auf den zylindrischen Teil der Blasnadel (13) ein zur konischen Spitze hin sich verjüngender, auf den Innen­ durchmesser des Fahrradlenkers (30) abgestimmter konischer Stopfen (15) aus weichelastischem Material, insbesondere aus Gummi, aufgesteckt ist (Fig. 2/3).
4. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum stirnseitigen Aufsetzen der Blasspitze (20) an den Fahrradlenker (30) auf den zylindrischen Teil der Blasnadel (25) ein ins­ besondere zylindrisches Formteil (21) mit einem dem Durchmesser des Fahrradlenkers (30) entsprechenden Ringraum (23) zur Aufnahme eines insbesondere weich­ elastischen Dichtrings (24) aufgesteckt ist (Fig. 4).
5. Werkzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasspitze (10, 20) einen Gewindebolzen (12, 22) aufweist, über den sie mit der Druckluftpistole verbindbar ist, und daß der Gewindebolzen (12, 22) am axial betrachtet inneren Ende eine als Anlage für den Stopfen (15) be­ ziehungsweise das Formteil (21) dienende Ringscheibe (14, 26) aufweist.
6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Ringscheibe (14, 26) größer ist als der anschlagende Durchmesser des Stopfens (15) be­ ziehungsweise des Formteils (21).
7. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur der Ringscheibe (14, 26) mit einem Sechskant oder einer Flächenpaarung versehen ist.
8. Werkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenkontur der Ringscheibe (14, 26) gerändelt ist.
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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1011228B (de) * 1954-05-14 1957-06-27 Siemens Ag Anordnung an einer mittels eines Druckmittels zusammenzufuegenden oder zu loesenden Pressverbindung eines inneren Teiles mit einem aeusseren Teil
US4677872A (en) * 1984-07-31 1987-07-07 Kawasaki Jukogyo Kabushiki Kaisha Method of fitting grip over handlebar and grip used in carrying the method into practice
DE8810120U1 (de) * 1988-08-09 1988-09-22 Rodac Pneumatic Tools GmbH, 4330 Mülheim Druckluftwerkzeug, insbesondere Druckluftschrauber

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Non-Patent Citations (1)

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Title
N.N.: Abziehen der Griffgummis mit Hilfe von Preß-luft. In: RadMarkt, Nr.5, 1992, S.73 *

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