DE4332871C2 - Hebebühne mit zwei Hydraulikstempeln - Google Patents

Hebebühne mit zwei Hydraulikstempeln

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hebebühne mit zwei Hy­ draulikstempel und einer Zwangssynchronisiereinrichtung für die Stempel, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine derartige Doppelstempel-Hydraulikhebebühne ist bzw. aus der US 27 50 004 bekannt. Die Zwangssynchronisiereinrichtung stellt sicher, daß die beiden Hydraulikstempel sich synchron heben und senken. Damit ist ins­ besondere vermieden, daß bei einer einseitigen nur auf einen Stempel aufgebrachten Last eine Hubdifferenz auftritt. Die Zwangssynchronisiereinrichtung dient auch der Sicherheit der im Bereich der Hebebühne arbeitenden Personen.
Die gattungsbildende US-PS 27 50 004 verwendet mehrere Zahnstangen und Kettenglieder, wodurch der Konstruktionsaufwand und die Verschleißanfälligkeit erheblich erhöht sind.
Ferner ist aus der DE-PS 32 08 531 C2 eine Anordnung für Überflursäulen be­ kannt, welche sich lediglich auf eine Sicherheitseinrichtung für eine Hebebühne bezieht. Die Sicherheitseinrichtung selbst hat keine kraftaufnehmende Synchronisa­ tionsfunktion. Auch diese Anordnung ist daher nachteilig.
Im Stand der Technik ist die Zwangssynchronisierung bzw. durch Anordnung von Zahnstangen gelöst, die zum Eingriff durch ein stationär gelagertes Ritzel bestimmt sind. Diese Zwangssynchro­ nisierung ist nachteilig, da die eingesetzten Ritzel einem hohen Verschleiß unterliegen. Andererseits ist auch bekannt, die Zwangssynchronisiereinrichtung durch mit den Stempeln verbundene Stangen auszubilden, die durch eine verschweißte Querstange gekoppelt sind. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß sie einen festen unveränderlichen Abstand zwischen den beiden Stangen voraussetzt und daher unflexibel ist. Ferner verursachen auf die Führungen der Stangen ausgeübte Seiten- und Scherkräfte einen hohen Verschleiß der Führungen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Angabe einer Hebebühne mit zwei Hydraulikstempeln, die eine sicherheitstech­ nisch befriedigende und kostengünstig erhältliche Zwangssynchro­ nisierungeinrichtung aufweist.
Diese Aufgabe wird durch eine Hebebühne gemäß Anspruch 1 gelöst.
Die Gegenzugseinrichtung verbindet die beiden Stempel bzw. Hydraulikzylinder derart, daß jede Hebung bzw. Senkung des einen Stempels zu einer entsprechenden Hebung bzw. Senkung des einen Stempels zu einer entsprechenden Hebung bzw. Senkung des anderen Stempels aufgrund der mit den Stempeln verbundenen Verbindungsmittel führt. Ein in einer Richtung am einen Stempel angreifendes Verbindungsmittel ist so geführt, daß es beim anderen Stempel in dazu entgegengesetzter Richtung angreift, so daß eine vollständig stetige synchrone Hubbewegung und Senkbewegung der beiden Stempel sichergestellt ist. Eine direkt mit den Zylindern verbundene bzw. daran befestigte Gegenzugeinrichtung empfiehlt sich bei Doppelstempel-Hebebühnen für Hochdruckanwendungen, bei denen die Stempel durch ausfahrende Hydraulikzylinder gebildet sind, während die darin geführten Kolben bodenseitig bzw. in Bodennähe verankert sind. Die Verbindungsmittel sind unmittelbar an einer Befestigungsstelle im unteren Bereich bzw. im Bereich der Füße der Stempel bzw. Hydraulikzylinder befestigt.
Es ist bevorzugt, daß jedes Verbindungsmittel auf zwei Umlenk­ rollen im Bereich eines Stempels und auf einer Umlenkrolle im Bereich des anderen Stempels geführt ist. Durch die beiden im Bereich eines Stempels angeordneten Umlenkrollen besteht die Möglichkeit, jedes Verbindungsmittel an einer dem Querleitungs­ bereich der Verbindungsmittel abgewandten Stelle an dem Stempel zu befestigen, so daß zwei Umlenkrollen notwen­ dig sind, um das Verbindungsmittel von dort in den Querleitungs­ bereich der Verbindungsmittel zu führen.
Bevorzugt sind die beiden im Bereich eines Stempels gelegenen Umlenkrollen oberhalb und unterhalb von Befe­ stigungspunkten der Verbindungsmittel angeordnet. Die Befesti­ gungspunkte der Verbindungsmittel an dem Stempel bewegen sich somit auf ihrer Bahn zwischen den beiden Umlenkrol­ len. Die Umlenkrollen definieren die äußersten gegenüberliegen­ den Endpunkte der Bahn. Auf diese Weise ist eine platzsparende Minimalanordnung geschaffen.
Es ist ferner bevorzugt, daß die im Bereich einer Stange bzw. eines Stempels gelegene eine Umlenkrolle unterhalb oder oberhalb des an dieser Stange gebildeten Befestigungspunkts des auf ihr geführten Verbindungsmittels angeordnet ist. Je nach Anordnung des Querleitungsbereichs der Verbindungsmittel im oberen oder unteren Bereich liegt auch die eine Umlenkrolle im oberen oder unteren Bereich der Zwangssynchronisiereinrichtung. Dabei bildet die Umlenkrolle besonders bevorzugt den untersten Punkt der Bahn des Befestigungspunktes, so daß wiederum eine platzsparende Minimalanordnung geschaffen ist.
Ferner ist bevorzugt, daß die Verbindungsmittel jeweils durch zwei obenliegende Umlenkrollen derart geführt sind, daß sie sich oberhalb der Bahn der Befestigungspunkte an den Stem­ peln und quer zwischen den Umlenkrollen erstrecken. Darin kommt zum Ausdruck, daß der Querleitungsbereich der Verbindungsmittel zwischen den beiden Stempeln im oberen Bereich der Synchronisier­ einrichtung angeordnet ist, so daß auch jeweils zwei obenlie­ gende Umlenkrollen zur Führung der Verbindungsmittel in diesem Bereich erforderlich sind. Die Verbindungsmittel sind genauge­ nommen in diesem Querleitungsbereich parallel oder Überkreuz geführt. Die obenliegende Anordnung des Querführungsbereichs der Verbindungsmittel hat den Vorteil, daß eine Querverbindung der für die Anordnung der Synchronisiereinrichtung notwendigen Gru­ ben entfällt, so daß zwei voneinander getrennte separate Gruben auszuheben sind. Die beiden unteren Umlenkrollen können durch nach unten fortgesetzte Halteteile gelagert werden, so daß der Rahmen der Hebebühne bzw. der Synchronisiereinrichtung im oberen Bereich durch Vertiefung des Bodens aufgenommen wird.
Weiterhin ist bevorzugt, daß die Umlenkrollen mit einem Rahmen verbunden sind, der ebenfalls eine Führung für die Zylinder auf­ weist. Mit dieser Maßnahme sind die Zylinder, die Umlenkrollen und der Rahmen aneinander lagefixiert.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vor­ liegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschrei­ bung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles der Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Hebebühne für eine Hochdruck-Doppelstem­ pelhebebühne.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht der Ausführungsform von Fig. 1.
Fig. 1 zeigt eine Vorderansicht einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Form einer Hochdruck-Doppelstempelhebebühne, bei der die Stempel 2, 2′ als nach oben ausfahrende Hydraulikzylinder ausgebildet sind, deren innen geführte Kolben bodenseitig verankert sind. Die Umlenkrollen 12′, 14′ sowie 12, 14 sind obenliegend ausgebildet, so daß ein Querführungsbereich der Verbindungsmittel bsp. Seile 6, 8 im oberen Bereich des Rahmens 1 gebildet ist. Die Seile 6, 8 sind derart an mit den Stempeln 2, 2′ verbundenen Befestigungsplatten 5, 5′ befestigt, daß sie im Querführungs­ bereich einander parallel geführt sind. Zu diesem Zweck ist das Seil 8 bei Blick auf die Fig. 1 im hinteren Bereich der Befesti­ gungsplatte 5′ befestigt und ist demzufolge auch im hinteren Bereich der Befestigungsplatte 5 des Stempels 2 befestigt. Hin­ gegen ist das Seil 6 im vorderen Bereich der Befestigungsplatte 5′ befestigt und endet somit auch in einem vorderen Bereich der Befestigungsplatte 5 des Stempels 2. Die parallele Querführung der Seile 6 und 8 geht insbesondere hervor aus der Fig. 2. Da durch kann eine Überkreuzführung der Seile vermieden werden. Die Rollen 10′, 12′ und 14 sind somit in einer Ebene hinter den Stempeln 2, 2′ angeordnet, während die Rollen 10, 12, 14′ in einer Ebene vor den Stempeln 2, 2′ angeordnet sind.

Claims (5)

1. Hebebühne mit zwei Hydraulikstempeln (2, 2′) und einer Zwangssyn­ chronisiereinrichtung für die Stempel, wobei die Stempel durch eine Gegenzugeinrichtung miteinander verbunden sind, welche zwei auf Umlenkrollen (10, 10′, 12, 12′, 14, 14′) gegenläufig geführte flexible Verbindungsmittel (6, 8) aufweist, wobei die flexiblen Verbindungs­ mittel (6, 8) mit den Stempeln (2, 2′) derart verbunden sind, daß sie jeweils einen Stempel in entgegengesetzten Richtungen auf Zug be­ anspruchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stempel (2, 2′) als nach oben aus­ fahrende Hydraulikzylinder mit bodenseitig verankerten Kolben ausge­ bildet sind, und die flexiblen Verbindungsmittel (6, 8) im Bereich der Füße der Hydraulikzylinder befestigt sind.
2. Hebebühne nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet daß jedes Verbindungsmittel (6, 8) auf zwei Umlenkrollen (10, 12, 10′, 12′) im Bereich eines Stempels und auf einer Umlenkrolle (14; 14′) im Bereich des anderen Stempels ge­ führt ist.
3. Hebebühne nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden im Bereich eines Stempels gelegenen Umlenkrollen (10, 12; 10′, 12′) oberhalb und unterhalb von Befesti­ gungspunkten der Verbindungsmittel an dem entsprechenden Hydraulikzylinder ange­ ordnet sind.
4. Hebebühne nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsmittel jeweils durch zwei obenliegende Umlenkrollen (12, 14′; 14, 12′) derart geführt sind, daß sie sich oberhalb der Bahn der Befestigungspunkte an den Hydraulikzylindern und quer zwischen den Umlenkrollen erstrecken.
5. Hebebühne nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrollen (10, 10′, 12, 12′, 14, 14′) mit einem Rahmen (1) verbunden sind, der eine Führung für die Hydraulikzylinder aufweist.
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