DE4333855C2 - Kraftwagensitz mit einem Polsterabschnitt - Google Patents

Kraftwagensitz mit einem Polsterabschnitt

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    • B60N2/3086—Disappearing in a recess of the cushion
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Description

Die Erfindung betrifft einen Kraftwagensitz mit einem Polsterab­ schnitt, der zur Schaffung eines Kindersitzes in eine gegenüber dem Sitzkissen erhöhte Position überführbar ist und mit einer durch einen Klappvorgang von Bestandteilen einer Kopfstütze her­ beiführbaren Seitenabstützung für das Kind.
Ein so geschaffener Kindersitz, bei dem sich die Kopfstütze über seitlich an ihr angeordnete Schwenkarme an der Lehne abstützt und die Schwenkarme zur Herbeiführung einer Seitenabstützung für das Kind abgeklappt werden, ist durch die JP 62-134 340 (A) be­ kannt. Bei dem Abklappvorgang der Schwenkarme wird die Kopf­ stütze mitverschwenkt und bildet dann ein Aufprallpolster für das Kind. Ein derartiger Aufbau erfordert eine tiefgreifende Um­ gestaltung einer Rückenlehne, da die Schwenkarme je einen Be­ standteil der Rückenlehne bilden. Komforteinbußen bei in Wirk­ stellung sich befindender Kopfstütze sind dabei nicht aus zu­ schließen.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Lösung aufzuzeigen, die es gestattet, gleichermaßen bei einem Vorder- oder einem Rücksitz eine den Sitzkomfort nicht mindernde, vom Aufbau her einfache Seitenabstützmöglichkeit für ein Kind herbei zuführen, ohne daß Schwierigkeiten beim Bewegungsablauf und Einschränkungen bezüg­ lich der Zugänglichkeit auftreten.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruches 1 ge­ löst, wobei es in diesem Zusammenhang durch das DE 88 10 569 U1 zwar bereits bekannt ist, einer Kopfstütze schwenkbare Seiten­ teile zuzuordnen, die im Bedarfsfall zur Herbeiführung einer Abstützwirkung in eine der Kopfstütze vorgelagerte Position bringbar sind, jedoch sind die Seitenteile in ihrer vorgelager­ ten Stellung etwa rechtwinklig zur Erstreckungsrichtung der zu­ geordneten Rückenlehne ausgerichtet, so daß es wohl zu einer Kopfstützung einer erwachsenen Person, jedoch nicht zur Seiten­ abstützung eines Kindes kommt, selbst wenn dieses erhöht sitzen sollte.
Eine besonders weit nach unten reichende Abstützwirkung wird er­ reicht, wenn jede Wange über eine schwenkbare Lasche am Grund­ körper der Kopfstütze abgestützt ist.
Eine bezüglich Sicherheitsaspekten günstige Ausgestaltung ist dann gegeben, wenn der Schwenkvorgang der Wangen selbsttätig beim überführen des Polsterabschnittes in die Kindersitz-Ge­ brauchsstellung erfolgt. Dabei läßt sich sowohl die Abklapp- als auch die Hochklappbewegung automatisieren, wenn der Schwenkvor­ gang mittels Hilfskraft durchgeführt wird.
Ist der Kraftwagensitz mit einer in eine Ablageposition ver­ schwenkbaren Kopfstütze ausgestattet, so wird in weiterer Ausge­ staltung der Erfindung bei in Ablageposition sich befindender Kopfstütze diese beim Überführen des Polsterabschnittes in die Kindersitz-Gebrauchsstellung zunächst selbsttätig aufgerichtet und dann erst werden deren Wangen verschwenkt.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an­ hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Fondsitzanordnung in Normal- und Kindersitzgebrauchsstellung und
Fig. 2 eine Kopfstütze, deren außenseitige Wangen unter Zwi­ schenschaltung einer schwenkbaren Lasche angelenkt sind.
Der in Fig. 1 dargestellte fondseitige Kraftwagensitz 1, weist ein Sitzkissen 2 mit einem vorderen, tragfähigen Polsterab­ schnitt 3, eine Rückenlehne 4 und ein lehnenseitiges Ausrü­ stungsteil 5 in Form einer Kopfstütze 6 auf. Mittels einer He­ belanordnung, von der nur zwei Hebel 7 und 8 angedeutet sind, ist der vordere Polsterabschnitt 3 von der eine Sitzfläche mit dem übrigen Sitzkissen 2 bildenden unteren, in strichpunktierten Linien dargestellten Lage, die die Sitzbenutzung durch einen er­ wachsenen Fahrgast gestattet, in eine obere, einen Abstand zum Sitzkissen 2 aufweisende und gesicherte Lage überführbar, in der der Polsterabschnitt 3 die Sitzfläche eines Kindersitzes bildet. Der so geschaffene Sitzplatz ist von einem angedeuteten Kind 9 eingenommen, dessen Füße 10 in den durch den hochgeschwenkten Polsterabschnitt 3 nun freigewordenen Raum eintauchen und dessen Kopf 11 sich an der Kopfstütze 6 abstützt.
Die Kopfstütze 6 ist mit außenseitigen Wangen 12 versehen, von denen nur eine ersichtlich ist. Um eine Schwenkachse 13 sind die beiden Wangen 12 relativ zur ortsfest verbleibenden Kopfstütze 6 über die Waagerechte hinaus nach unten schwenkbar. Beim Ausfüh­ rungsbeispiel nach Fig. 2 ist jede Wange 12 nicht direkt am Grundkörper der Kopfstütze 6, sondern dort unter Zwischenschal­ tung einer Lasche 14 gelagert. Diese Ausbildung bietet den Vor­ teil, daß die abgeschwenkten Wangen 12 noch weiter nach unten ragen, so daß eine gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 noch bessere Seitenabstützung im Schulterbereich des Kindes 9 erfolgt.
In Fig. 1 ist angedeutet, daß in der Rückenlehne 4 eine erste, hilfskraftbetätigte Stelleinrichtung 15 und innerhalb der Kopf­ stütze 6 eine zweite, hilfskraftbetätigte Stelleinrichtung 16 angeordnet ist, wobei die Stelleinrichtung 15 beim Vorliegen ei­ nes über eine Leitung 17 von einer Schalteinrichtung 18 aus ge­ gebenen Befehles die Kopfstütze 6 entweder von ihrer in ausge­ zogenen Linien dargestellte Gebrauchsstellung an der Heckscheibe 19 vorbei in eine Ablagemulde 20 oder umgekehrt überführt. Die Aufstellbewegung der Kopfstütze 6 erfolgt dabei selbsttätig, wenn der Polsterabschnitt 3 seine Kindersitz-Gebrauchsstellung erreicht, indem der Hebel 7 an einem ersten Endschalter 21 an­ läuft. Der damit verbundene Schaltbefehl wird über eine Leitung 22 an die Schalteinrichtung 18 weitergegeben. Wird der Polster­ abschnitt 3 in seine untere Position überführt, so kommt der He­ bel 7 an einem zweiten Endschalter 23 zur Anlage, wobei über eine zugeordnete Leitung 24 der Schalteinrichtung 18 ein Steuer­ befehl mitgeteilt wird. Über die Leitung 17 wird die Stellein­ richtung 15 dann so angesteuert, daß die Kopfstütze 6 in ihre Außergebrauchslage überführt wird. Die Schwenkbewegung der Kopf­ stütze 6 ist auch willkürlich über einen Schalter 25 herbeiführ­ bar, wenn der Polsterabschnitt 3 abgesenkt ist, so daß sicherge­ stellt ist, daß eine erwachsene Person die ihr zugeordnete Kopf­ stütze 6 aufstellen kann und diese auch wieder abgesenkt werden kann.
Über eine einen Bestandteil der Schalteinrichtung 18 darstel­ lende Folgesteuerung wird erreicht, daß bei hochgeschwenktem Polsterabschnitt 3 und bei sich in Gebrauchsstellung befinden­ der Kopfstütze 6 mittels der Stelleinrichtung 16 die beiden außenliegenden Wangen 12 zur Schaffung einer Seitenabstützung für das Kind 9 nach unten geschwenkt werden, so daß die Herbei­ führung dieser Sicherungswirkung automatisch eintritt. Weiterhin ist der Befehlsablauf so gestaltet, daß beim Zurückschwenken des Polsterabschnittes 3 in seine untere Gebrauchslage zunächst die Wangen 12 in ihre mit der Kopfstütze 6 deckungsgleiche Lage ge­ bracht werden und erst abschließend das Überführen der Kopf­ stütze 6 in ihre Außergebrauchsstellung erfolgt.
Die beschriebene Anordnung kann auch bei einem Vordersitz zur Anwendung gelangen, wobei jedoch eine Verschwenkmöglichkeit der gesamten Kopfstütze 6 in eine hintere Außergebrauchsstellung mittels einer Stelleinrichtung entfällt.

Claims (5)

1. Kraftwagensitz mit einem Polsterabschnitt, der zur Schaffung eines Kindersitzes in eine gegenüber dem Sitzkissen erhöhte Position überführbar ist und mit einer durch einen Klappvorgang von Bestandteilen einer Kopfstütze herbeiführbaren Seitenab­ stützung für das Kind, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfstütze (6) beidseitig je eine außenseitige Wange (12) aufweist, die ausgehend von einer Ausgangsstellung, in der die Wangen (12) deckungsgleich mit der Kopfstütze (6) sind, um eine Schwenkachse (13) über die Waagerechte hinaus und unabhän­ gig von der Stellung der Kopfstütze (6) in eine nach unten wei­ sende Stützstellung verschwenkbar sind.
2. Kraftwagensitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Wange (12) über eine schwenkbare Lasche (14) am Grund­ körper der Kopfstütze (6) abgestützt ist.
3. Kraftwagensitz nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkvorgang der Wangen (12) selbsttätig beim überfüh­ ren des Polsterabschnittes (3) in die Kindersitz-Gebrauchsstel­ lung erfolgt.
4. Kraftwagensitz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkvorgang mittels Hilfskraft durchgeführt wird.
5. Kraftwagensitz nach den Ansprüchen 3 und 4 mit in eine Ablageposition verschwenkbarer Kopfstütze, dadurch gekennzeichnet, daß bei in Ablageposition sich befindender Kopfstütze (6) diese beim Überführen des Polsterabschnittes (3) in die Kindersitz-Ge­ brauchsstellung zunächst selbsttätig aufgerichtet wird und dann erst deren Wangen (12) verschwenkt werden.
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