DE4334324C2 - Rückhaltevorrichtung für ein Kind - Google Patents

Rückhaltevorrichtung für ein Kind

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R22/00Safety belts or body harnesses in vehicles
    • B60R22/12Construction of belts or harnesses
    • B60R22/14Construction of belts or harnesses incorporating enlarged restraint areas, e.g. vests, nets, crash pads, optionally for children

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  • Textile Engineering (AREA)
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  • Seats For Vehicles (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Rückhaltevorrich­ tung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Eine gattungsgemäße Rückhalteeinrichtung ist aus der DE-AS 25 51 843 bekannt. Durch ein separat am Fahrzeug zu befestigendes Gurtband wird dort bei einer aufprall­ bedingten Zugbelastung der obere Abschnitt des Fangkör­ pers der Rückhaltevorrichtung auf den Oberkörper des Kindes zubewegt. Um die Bewegung des Fangkörpers zu steuern, ist auf jeder Seite der Rückhalteeinrichtung ein Hebelgetriebe vorgesehen.
Eine aus der DE-OS 26 35 094 bekannte Rückhalteeinrich­ tung läßt sich mit einem ohnehin im Fahrzeug vorhande­ nen Sicherheitsgurt befestigten. Bei einem Frontauf­ prall wird jedoch der Fangkörper der Rückhalteeinrich­ tung nicht zum Kind hinbewegt.
Schließlich sind aus der OS-PS 39 57 303 energieabsor­ bierende Bauteile in Verbindung mit einer Rückhalteein­ richtung mit einem Fangkörper bekannt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit einfachen Mitteln eine Rückhalteeinrichtung für ein Kind zu schaffen, bei der im Falle eines Frontaufpralls der Oberkörper des Kindes weniger stark abgewinkelt wird.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Der neue Fangkörper ist einstückig und deshalb kosten­ günstig herstellbar. Vom baulichen Aufwand unterschei­ det er sich dadurch nicht von bereits seit langer Zeit eingesetzten Fangkörpern. Die gewünschte Funktion, näm­ lich die Bewegung des oberen Fangkörperabschnitts auf den Oberkörper des Kindes bei einem Frontaufprall, wird im Gegensatz zu den vorbekannten Lösungen ohne aufwen­ dige Hebel, Gelenke und Aufnahmen für ein Gurtband er­ reicht. Vielmehr ist nur ein einfach herzustellendes Gleitstück notwendig.
Der obere und der untere Abschnitt des Fangkörpers können genauso wie das Gleitstück in weiten Grenzen variiert und angepaßt werden. Durch die gewählte Kon­ struktion und Bemessung lassen sich das Ansprechver­ halten und der Winkel festlegen, den die beiden Ab­ schnitte des Fangkörpers nach der Verschiebung des Gleitstückes einnehmen.
Über das Gleitstück wird bei einem Frontaufprall der Fangkörper V-förmig aufgeweitet. Der Oberkörper des Kindes kann dann relativ zu seinen Oberschenkeln nur noch eine Winkellage einnehmen, welche dem Winkel zwischen den beiden Abschnitten des Fangkörpers entspricht.
Durch die neue Lösung kommt das Kind bei einem Front­ aufprall auch früher mit dem oberen Abschnitt des Fang­ körpers in Berührung. Falls erwünscht, kann der Fang­ körper so ausgestaltet sein, daß er einen Teil der Auf­ schlagenergie umwandelt und die Belastung für das Kind dadurch weiter reduziert.
Wenn kein Gurtstraffer eingesetzt wird, wird beim Frontaufprall das Kind um den Verschiebeweg des Gleit­ stückes nach vorne verlagert. Durch geeignete Maßnahmen kann dabei sichergestellt werden, daß auch dieser Weg energieumwandelnd genutzt und dadurch die Belastung für das Kind reduziert wird. Eine derartige Energieumwand­ lung kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß beim Aufspreizen des Fangkörpers ein darin angeordnetes De­ formationselement verformt wird.
In weiterer Ausgestaltung kann das angesprochene Defor­ mationselement oder ein zusätzliches energieabsorbie­ rendes Bauteil dafür Sorge tragen, daß bei voll aufge­ weitetem Fangkörper dieser durch den Oberkörper des Kindes zumindest um einen bestimmten Betrag energieum­ wandelnd zurückverformt wird.
Durch die neue Rückhalteeinrichtung wird demnach nicht nur einem zu starken Abknicken des Körpers bei einem Frontaufprall entgegengewirkt, sondern darüber hinaus sowohl während der ersten Bewegungsphase (Kind schiebt Fangkörper nach vorne) als auch bei der zweiten Bewe­ gungsphase (Oberkörper des Kindes drückt auf den oberen Abschnitt des Fangkörpers) ein Weg geschaffen, welcher energieumwandelnd genutzt werden kann, um die Belastung des Kindes weiter zu reduzieren. In welchem Umfang und durch welche Mittel diese Möglichkeiten umgesetzt wer­ den, hängen von den jeweiligen Vorgaben und der jewei­ ligen Konstruktion ab. Die Bemessung und die Wahl ge­ eigneter Materialien oder Deformationselemente bereitet dem auf diesem Gebiet tätigen Fachmann keine Schwierig­ keiten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeich­ nung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrie­ ben. Es zeigen
Fig. 1 in schematischer Darstellung die Seitenansicht einer Rückhalteeinrichtung für ein Kind in der Ausgangslage und
Fig. 2 die Rückhalteeinrichtung aus Fig. 1 nach einer aufprallbedingten Belastung.
Eine in den Figuren dargestellte Rückhalteeinrichtung 3 für ein Kind ist durch ein Gurtband 5 an einem in der Zeichnung nicht dargestellten Fahrzeugsitz befestigbar.
Die Rückhalteeinrichtung umfaßt einen Fangkörper 7, der sich aus einem oberen Abschnitt 9 und einem unteren Ab­ schnitt 11 zusammensetzt. Die beiden Abschnitte 9 und 11 sind auf der dem Kind zugewandten Seite miteinander verbunden.
Zwischen dem oberen Abschnitt 9 und dem unteren Ab­ schnitt 11 des Fangkörpers 7 ist auf der dem Kind abge­ wandten Seite ein Gleitstück 13 angeordnet. Das Gleit­ stück 13 ist so ausgeführt, daß das Gurtband 5 sicher an ihm gehalten ist und insbesondere nicht zwischen das Gleitstück 13 und einem der Abschnitte 9 bzw. 11 des Fangkörpers 7 rutschen kann.
Der Fangkörper 7 ist so ausgebildet, daß das Gleitstück 13 und darüber das Gurtband 5 bei der Gebrauchsbenut­ zung der Rückhalteeinrichtung 3 in der vorgegebenen Position verbleiben.
Die Situation nach einem erfolgten Aufprall des Kindes auf die Rückhalteeinrichtung 3 zeigt Fig. 2. Wie daraus zu erkennen ist, wurde durch die bei einem Aufprall sehr hohen Gewichtskräfte der Fangkörper 7 relativ zum Gleitstück 13 nach vorne bewegt. Dabei erfolgte eine V- förmige Aufweitung des Fangkörpers 7. Gleichzeitig wur­ de ein Teil der Energie in Verformungsarbeit umgesetzt. Um diesen Effekt zu unterstützen, ist in dem Fangkörper 7 ein Deformationsteil 15 eingearbeitet.
Durch das V-förmige Aufspreizen des Fangkörpers 7 kann der Körper des Kindes weniger stark abgewinkelt werden. Schließlich kann der aufgeweitete Fangkörper 7 in die­ ser Position ggf. nochmals als Deformationsteil wirken, nämlich dann, wenn der Oberkörper des Kindes den aufge­ weiteten Fangkörper 7 um einen bestimmten Betrag wieder zurückverformt.

Claims (2)

1. Rückhalteeinrichtung für ein auf einem Fahrzeugsitz untergebrachtes Kind, mit einem auf die Beine des Kin­ des aufsetzbaren und durch ein Gurtband an dem Fahr­ zeugsitz befestigbaren, in einen oberen und einen unte­ ren Abschnitt gegliederten Fangkörper, mit einer auf der dem Kind abgewandten Seite an dem Fangkörper ausge­ bildeten Aussparung zur Aufnahme des Gurtbandes, und mit einer Einrichtung, durch die über das Gurtband bei einer aufprallbedingten Zugbelastung der obere Ab­ schnitt des Fangkörpers auf den Oberkörper des Kindes zubewegt wird und es abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß
  • a) der obere Abschnitt (9) mit dem unteren Abschnitt (11) auf der dem Kind zugewandten Seite zur Bildung eines einstückigen Fangkörpers (7) verbunden ist,
  • b) welcher sich zu einer vom Kind nach vorne abge­ wandten Seite V-förmig aufweitet und die Aussparung bildet,
  • c) in der ein auf das Kind zu verschiebbares Gleit­ stück (13) angeordnet ist,
  • d) das mit einer nach vorne gerichteten Aufnahme für das Gurtband (5) des im Fahrzeug vorhandenen Sicherheitsgurtes versehen ist.
2. Rückhalteeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge­ kennzeichnet, daß zwischen oder in den beiden Ab­ schnitten (9, 11) des Fangkörpers (7) ein energieab­ sorbierendes Bauteil (15) angeordnet ist.
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