DE4335904C2 - Passive Schutzeinrichtung an Straßen - Google Patents
Passive Schutzeinrichtung an StraßenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine passive Schutzeinrichtung an
Straßen in Form von neben den Fahrbahnen angeordneten
Gleitwänden.
Schutzeinrichtungen dieser Art werden überwiegend aus
Beton hergestellt. Nur für den vorübergehenden Einsatz
(z. B. im Bereich von Baustellen) finden in Sonderfällen
mobile Stahlgleitschwellen Verwendung. Derartige Schutz
einrichtungen können auf einem zwei Fahrbahnen trennenden
Mittelstreifen oder an den Fahrbahnrändern angeordnet
werden.
Betongleitwände werden dort eingesetzt, wo an die auf den
menschlichen Körper abgestimmte Bremsverzögerung (ASI-
Wert) keine besonderen Anforderungen gestellt werden. In
diesen Fällen wird von der Praxis bewußt in Kauf genom
men, daß Verkehrsteilnehmer bei einem Aufprall ihres
Fahrzeugs auf eine Betongleitwand unter Umständen sogar
schwere Verletzungen erleiden können. Demgegenüber wird
es von der Fachwelt aber als Vorteil angesehen, daß bei
Fahrzeugkontakten mit einer kleinen Aufprallwucht Beton
gleitwände eine vergleichsweise geringe Reparaturanfäl
ligkeit aufweisen mit der Folge, daß dann auch weniger
Baustellen zur Reparatur von Betongleitwänden installiert
werden müssen. Dadurch wird der fließende Verkehr in
einem geringeren Maße beeinträchtigt und die an solchen
Baustellen beschäftigten Arbeiter werden durch den
fließenden Verkehr weniger gefährdet.
Die Form der bislang in der Praxis eingesetzten Beton
gleitwände ("Richtlinien für passive Schutzeinrichtungen
an Straßen RPS" in der Ausgabe 1989, berichtigter Nach
druck Oktober 1989, Seite 11) wurde in den Vereinigten
Staaten von Nordamerika (USA) durch Tests ermittelt.
Hierbei sollen die auf die Betongleitwände prallenden
Fahrzeuge durch seitliches Hochfahren an den geneigten
Gleitflächen umgelenkt werden. Diese Vorstellungen der
US-amerikanischen Fachwelt haben sich bei den in den USA
überwiegend am Verkehr teilnehmenden schweren Personen
kraftwagen bestätigt. Auch spielt hierbei die in den USA
vorgeschriebene Maximalgeschwindigkeit eine wesentliche
Rolle.
Hingegen wirken sich Betongleitwände bei den in Europa
überwiegend gefahrenen leichteren Personenkraftwagen sehr
negativ aus. Anfahrversuche haben gezeigt, daß Fahrzeuge
schon bei Geschwindigkeiten um die 80 km/h zum Überschla
gen neigen. Ferner hat sich herausgestellt, daß durch die
hohe Oberflächenrauhigkeit von Beton ein schlechter Rei
bungskoeffizient Stahl (Auto) - Beton (Gleitwand) vorhan
den ist. Die Fahrzeuge können nicht im gewünschten Maße
an den Gleitwänden entlang gleiten.
Weiterhin ist es bei Betongleitwänden von Nachteil, daß
die Reparatur derartiger Gleitwände mit einem hohen Auf
wand verbunden ist. Die Verlagerung der einzelnen Schüsse
der Betongleitwände verlangt schweres Gerät, was zwangs
läufig zu erheblichen Störungen des fließenden Verkehrs
führt, da entsprechende Absperrungen notwendig sind. Auch
ist die Errichtung von Betongleitwänden sehr aufwendig,
da zunächst umfangreiche Erdarbeiten erforderlich sind,
um Fundamente für die Betongleitwände bereitzustellen,
auf denen sie dann fixiert werden können. Dabei ist es
aber schwierig, sich dem jeweiligen Geländeverlauf anzu
passen.
Desweiteren handelt es sich bei den Betongleitwänden um
vergleichsweise einfache Massenprodukte, bei denen Risse
in der Oberfläche nicht zu vermeiden sind. Folglich füh
ren Temperaturschwankungen mit Wasser, Hitze und Kälte zu
Zerstörungen der Betongleitwände, wodurch ihre Lebens
dauer erheblich eingeschränkt wird. Kontrollprüfungen
sind mit einem wirtschaftlich noch vertretbaren Aufwand
kaum möglich. Haarrisse, die ebenfalls zu Zerstörungen
der Gleitwände führen, sind nur schwer auszumachen.
Schließlich besteht ein wesentlicher Mangel der Beton
gleitwände darin, daß sie nach dem Verlust ihrer Funk
tionsfähigkeit nur mit einem hohen Aufwand entsorgt wer
den können.
Die DE-OS 39 29 819 offenbart eine Schutzplankeneinrich
tung, bestehend aus lösbar zusammensetzbaren, mit auf den
Boden, einem Fundament oder dergleichen aufsetzbaren Pfo
sten versehenen Einzelteilen, welche jeweils aus einer im
Querschnitt annähernd hut- oder glockenförmig ausgebilde
ten Gleitschwelle aus Stahlteilen hergestellt sind. Hier
bei bestehen die Pfosten aus schottwandartig ausgebilde
ten Platten mit einer sich zu ihrem Oberrand hin verjün
genden Breite und senkrecht dazu verlaufenden Stegen,
welche sich über die gesamte Höhe der Schutzeinrichtung
erstrecken und die Seitenwände der Schutzeinrichtung tra
gen.
Um die Kippsicherheit einer solchen Schutzeinrichtung
auch bei durch schwere Lastkraftwagen hervorgerufenen An
fahrvorgängen zu gewährleisten, müssen die Pfosten mit
vergleichsweise großen Bodenplatten unterbaut sein. Das
gleiche gilt, wenn die Schutzeinrichtung für eine dauer
haft feste Installation vorgesehen würde.
Die bekannte Schutzeinrichtung ist vornehmlich für den
Einsatz im Baustellenbereich vorgesehen. Die die Pfosten
tragenden Bodenplatten können zwar mit Schrauben lösbar
mit dem Erdboden bzw. einem Fundament verbunden werden.
Diese Verbindung dient aber allenfalls dazu, ein Verrut
schen der Schutzplankeneinrichtung zu verhindern. Einen
Fahrzeugaufprall würde diese Art der Festlegung nicht
überstehen.
Als Ersatz von Betongleitwänden käme diese Schutzeinrich
tung nicht in Frage. Sie müßte dann unverhältnismäßig
breit und schwer ausgeführt werden. Dies hätte gegenüber
den Betongleitwänden keinerlei Vorteile.
Ferner ist ein Anpassen der Schutzeinrichtung an die je
weilige Geländeform nicht möglich, da diese in fest vor
gegebenen Größen konfektioniert und vormontiert wird.
Eine Anpassung an das Gelände ist auch nicht gewollt, da
der bestimmungsgemäße Gebrauch der Schutzeinrichtung nur
einen vorübergehenden Einsatz auf Brücken oder Baustellen
im Bereich von Straßen vorsieht.
Die DE-AS 24 48 976 offenbart eine Einrichtung zum Ver
binden der Enden benachbarter, Befestigungsbohrungen auf
weisender Schrägleitplanken mit einem vertikalen Profil
pfosten.
Dazu wird auf einen Profilpfosten ein Auflagerblock mit
einem im wesentlichen entsprechend den Schrägleitplanken
verlaufenden Auflagerdach geschoben, wobei das Auflager
dach mit den Befestigungsbohrungen der Schrägleitplanken
fluchtende Befestigungsöffnungen für eintreibbare Spreiz
befestigungselemente aufweist.
Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine passive Schutzeinrichtung an
Straßen zu schaffen, die einfach herzustellen, problemlos
zu installieren, zu warten und zu reparieren ist und die
den durch leichtere Kraftfahrzeuge bedingten Anforderun
gen sicher genügt.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in
den Merkmalen des Anspruchs 1.
Die Erfindung schafft eine passive Schutzeinrichtung in
Form einer Gleitwand, die sowohl für ihre Herstellung als
auch für ihre Montage an den Fahrbahnrändern einen we
sentlich geringeren Aufwand erfordert, als dies bei Be
tongleitwänden der Fall ist. Der Gesamtaufbau ist dennoch
so stabil gehalten, daß bei leichten bis mittelschweren
Anfahrten keine Beschädigungen und damit auch keine Ver
formungen der Gleitwand erfolgen. Reparaturen gelangen
daher in Fortfall. Selbst nach der neuen CEN-Norm ist bei
mittelschwerem Unfall bis 38 t keine relevante Beschädi
gung der Gleitwand und ihrer Einzelteile zu erwarten.
Aufgrund ihres Aufbaus aus in Reihe im Abstand hinterein
ander angeordneten Pfosten und mit diesen lösbar verbun
denen Stahlblechplatten hat die erfindungsgemäße Gleit
wand dennoch ein gewisses elastisches Nachgiebigkeitsver
halten, was den ASI-Wert gegenüber Betongleitwänden ver
bessert und damit die Schwere von Verletzungen verrin
gert.
Ferner kann die Gleitwand in relativ einfacher Weise den
jeweiligen Gelände formen seitlich der Fahrbahn angepaßt
werden. Dazu ist es lediglich erforderlich, die Pfosten
entsprechend tief im Boden zu verankern, um einen optisch
einwandfreien Verlauf der schußweise aneinandergesetzten
Stahlblechplatten zu gewährleisten, ohne daß aber die
angestrebte Schutzfunktion der Gleitwand beeinträchtigt
wird.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung wird darin gesehen,
daß durch Feuerverzinkung und/oder Beschichtung der Pfo
sten sowie der Stahlblechplatten die Gleitwand eine hohe
Lebenserwartung besitzt, ohne daß sie ihre Funktionsfä
higkeit verliert. Werden durch einen Fahrzeugaufprall
Teile der Gleitwand beschädigt, so ist dieser Sachverhalt
nicht nur sofort feststellbar, sondern es können auch die
beschädigten Teile problemlos ausgetauscht werden. Dazu
muß in der Regel keine Baustelle mit Fahrbahnverengung
und negativer Verkehrsbeeinflussung eingerichtet werden.
Besonders vorteilhaft ist es, daß nunmehr die von den
Stahlblechplatten gebildeten Gleitflächen im Zusammenwir
ken mit dem Stahl des Autos einen nahezu idealen Rei
bungskoeffizienten aufweisen, der ein gutes Vorbeigleiten
eines Kraftfahrzeugs an der Gleitwand sicherstellt.
Beschädigte Teile der Gleitwand, die ersetzt werden müs
sen, stellen kein Entsorgungsproblem mehr dar. Da sie aus
Stahl bestehen, können diese Teile ohne weiteres einge
schmolzen werden.
Durch das Abkanten haben die Stahlblechplatten eine hohe
Steifigkeit gegen Verwindung sowie Verbiegung und können
somit auch höheren Beanspruchungen ohne weiters widerste
hen. Hierdurch wird die Reparaturanfälligkeit deutlich
gesenkt.
Die Versteifungsstege verbessern den Kontakt der Stahl
blechplatten mit den Pfosten. Außerdem werden hiermit die
Pfosten derart statisch steifer, daß auch bei schweren
Anfahrten keine Verformungen der Pfosten zu erwarten
sind.
Die Kontur der Längsseiten der Versteifungsstege ist so
ausgebildet, daß sie dem Verlauf der Innenflächen der
Mittelstreifen und der unteren Längsstreifen der Stahl
blechplatten entspricht.
Dadurch, daß sich die Versteifungsstege in den Boden hin
ein erstrecken, bewirken sie eine Verdrehungssicherung
der Pfosten im Boden verbunden mit einer verbesserten
Verankerung. Die Keilform der Versteifungsstege erleich
tert das Eintreiben der Pfosten in den Boden.
Zur lösbaren Verbindung der Stahlblechplatten mit den
Pfosten sind an den Versteifungsstegen horizontale An
schraublaschen mit Langlöchern befestigt. Die Langlöcher
erstrecken sich bevorzugt horizontal und erlauben somit
eine einfache Korrektur der räumlichen Lage der Stahl
blechplatten. Dazu können in den Stahlblechplatten verti
kale Langlöcher vorgesehen sein.
Die Neigung der Mittelstreifen der Stahlblechplatten in
einer Größenordnung von 5° bis 10° (Anspruch 2) ist mit
dem durch interne Anfahrversuche nachgewiesenen Vorteil
verbunden, daß auch leichtere Fahrzeuge bei Aufprallge
schwindigkeiten von 80 km/h und mehr beim Kontakt mit der
Gleitwand nicht zum Überschlagen neigen. Im Gegensatz zu
den Betongleitwänden werden auch solche Fahrzeuge durch
seitliches Hochfahren an den Stahlblechplatten einwand
frei in Längsrichtung der Gleitwand umgelenkt und über
fahren nicht die Gleitwand. Auch werden sie nicht unkon
trolliert in die Fahrbahn zurückgeworfen.
Nach der Erfindung ist es ferner von Vorteil, wenn gemäß
Anspruch 3 die Stahlblechplatten vorsprungslos stumpf an
einandergesetzt sind. Die Verbindung zwischen zwei auf
einanderfolgenden Stahlblechplatten erfolgt durch innen
liegende Stoßbleche, die an die Innenkontur der Stahl
blechplatten angepaßt und mit den Stahlblechplatten ver
schraubbar sind.
Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten und den dadurch
bedingten Anforderungen kann die erfindungsgemäße Gleit
wand nur aus einer Pfostenreihe mit auf einer Seite ange
ordneten Stahlblechplatten bestehen. Eine solche Ausfüh
rungsform gelangt dann an einspurigen Fahrbahnen oder an
den Fahrbahnrändern zur Anwendung.
Verlaufen zwei Fahrbahnen mit einem nur geringen Abstand
nebeneinander, so kann es gemäß Anspruch 4 sinnvoll sein,
daß auf beiden Seiten einer Pfostenreihe Stahlblechplat
ten vorgesehen sind.
Ist der Mittelstreifen zwischen zwei Fahrbahnen großzügi
ger bemessen, so ist es von Vorteil, wenn die Merkmale
des Anspruchs 5 angewendet werden. In diesem Fall werden
zwei im Abstand nebeneinander verlaufende Pfostenreihen
vorgesehen und diese Pfostenreihen auf den den Fahrbahnen
zugewandten Seiten mit Stahlblechplatten ausgerüstet. Der
Bereich zwischen den Pfostenreihen wird dann mit Erdboden
verfüllt, der entsprechend bepflanzbar ist. Eine solche
Erdbefüllung entspricht nicht nur den hohen Anforderungen
an eine passive Schutzeinrichtung in Form einer Gleit
wand, sondern schafft zusätzlich einen vorzüglichen
Blendschutz, der überdies umweltfreundlich und der Land
schaft anpaßbar ist.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnun
gen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 in der Perspektive, teilweise im Schnitt,
einen Ausschnitt einer passiven Schutzein
richtung an Straßen in Form einer Gleitwand;
Fig. 2 eine Frontalansicht auf die Gleitwand der
Fig. 1;
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung einen vertikalen
Querschnitt durch die Gleitwand der Fig. 2
entlang der Linie III-II;
Fig. 4 ebenfalls in vergrößerter Darstellung einen
vertikalen Querschnitt durch die Gleitwand
der Fig. 2 entlang der Linie III-III gemäß
einer weiteren Ausführungsform und
Fig. 5 nochmals in vergrößerter Darstellung einen
vertikalen Querschnitt durch die Darstellung
der Fig. 2 entlang der Linie III-III gemäß
einer dritten Ausführungsform.
Aus den Fig. 1 bis 3 ist ein Längenabschnitt einer
Gleitwand 1 als passive Schutzeinrichtung an Straßen er
kennbar. Die Gleitwand 1 weist mehrere in einer Reihe R
neben einer Fahrbahn in den Boden 2 eingerammte Pfosten 3
mit einem I-förmigen Querschnitt auf. Der im Boden 2 be
findliche Pfostenabschnitt 4 ist länger als der Pfosten
abschnitt 5 ausgebildet, der sich von der Bodenoberfläche
6 aus nach oben erstreckt. Die Stege 7 der Pfosten 3 ver
laufen quer zur Längsrichtung der Fahrbahn, während die
Flansche 8 parallel zur Fahrbahn angeordnet sind.
Auf den der Fahrbahn zugewandten Seiten sind trapezför
mige Versteifungsstege 9 auf die Flansche 8 geschweißt.
Die Versteifungsstege 9 erstrecken sich quer zu der Fahr
bahn. Die größte Höhe erreichen die Versteifungsstege 9
im Bereich der Bodenoberfläche 6. Die demgegenüber ver
jüngten oberen und unteren Enden 10, 11 der Verstei
fungsstege 9 sind horizontal abgeschnitten. Die unteren
Abschnitte 28 der Versteifungsstege 9 sind zusammen mit
den Pfostenabschnitten 4 in den Boden 2 eingebettet. An
den oberen Enden 10, in den geneigten Längenabschnitten
12 im Bereich der oberen Pfostenabschnitte 5 sowie in den
unteren, sich in der Vertikalen erstreckenden Abschnitten
13 sind horizontale Anschraublaschen 14 mit horizontalen
Langlöchern 15 durch Schweißung festgelegt.
Die Anschraublaschen 14 dienen der lösbaren Befestigung
von Stahlblechplatten 16. Diese Stahlblechplatten 16 set
zen sich aus in der Vertikalen verlaufenden unteren
Längsstreifen 17, geneigten, außenseitig mit Gleitflächen
18 versehenen, unter etwa 5° bis 10° zur Vertikalen ge
neigten Mittelstreifen 19, in der Vertikalen verlaufen
den, an den Flanschen 8 der Pfosten 3 zur Anlage kommen
den oberen Längsstreifen 20 sowie zu diesen oberen Längs
streifen 20 um 90° horizontal abgekanteten und auf den
Pfosten 3 liegenden Randstreifen 21 zusammen. Die unteren
Längsstreifen 17 erstrecken sich zum Teil in den Boden 2
hinein (Fig. 3).
Die Festlegung der Stahlblechplatten 16 an den Anschraub
laschen 14 erfolgt durch Schraubbolzen 22 mit abgerunde
ten Köpfen 23 sowie Muttern 24. Die Köpfe 23 der Schraub
bolzen 22 liegen auf den Außenseiten der Stahlblechplat
ten 16.
Wie die Fig. 1 und 2 zu erkennen geben, stoßen in
Längsrichtung der Gleitwand 1 aufeinanderfolgende Stahl
blechplatten 16 stumpf und vorsprungslos aneinander. Die
Verbindung dieser Stahlblechplatten 16 erfolgt durch
Stoßbleche 25, welche an die Innenkontur der Stahlblech
platten 16 angepaßt sind. Der Verbindung dienen ebenfalls
Schraubbolzen 22 mit abgerundeten Köpfen und Muttern,
welche durch Bohrungen 26 in den Stoßblechen 25 und den
Stahlblechplatten 16 gesteckt werden.
Bei der aus der Fig. 4 erkennbaren Ausführungsform einer
Gleitwand 1′ sind beidseitig der in einer Reihe liegenden
Pfosten 3 Stahlblechplatten 16 vorgesehen. Diese Bauart
gelangt z. B. an Straßen zur Anwendung, wo der Abstand
zwischen zwei Fahrbahnen gering bemessen ist.
Die Ausführungsform einer Gleitwand 1′′ gemäß Fig. 5
sieht zwei im Abstand nebeneinander liegende Pfostenrei
hen R1 und R2 mit Pfosten 3 vor, die auf den einander ab
gewandten Seiten Stahlblechplatten 16 tragen. Der Bereich
zwischen den Pfostenreihen R1, R2 ist mit Erdboden 27 ge
füllt. Eine solche Bauart gelangt an Straßen zur Anwen
dung, wo der Mittelstreifen zwischen zwei Fahrbahnen mit
Gegenverkehr breiter bemessen ist.
Bezugszeichenliste
1 Gleitwand
1′ Gleitwand
1′′ Gleitwand
2 Boden
3 Pfosten
4 Pfostenabschnitte unten
5 Pfostenabschnitte oben
6 Bodenoberfläche
7 Stege v. 3
8 Flansche v. 3
9 Versteifungsstege
10 obere Enden v. 9
11 untere Enden v. 9
12 geneigte Längenabschnitte v. 9 im Bereich v. 5
13 Abschnitte v. 9
14 Anschraublaschen
15 Langlöcher in 14
16 Stahlblechplatten
17 untere Längsstreifen v. 16
18 Gleitflächen an 19
19 Mittelstreifen v. 16
20 obere Längsstreifen v. 16
21 Randstreifen v. 16
22 Schraubbolzen
23 Köpfe v. 22
24 Muttern
25 Stoßbleche
26 Bohrungen in 16 u. 25
27 Erdboden
28 untere Abschnitte v. 9 im Bereich v. 4
R Reihe
R1 Reihe
R2 Reihe
1′ Gleitwand
1′′ Gleitwand
2 Boden
3 Pfosten
4 Pfostenabschnitte unten
5 Pfostenabschnitte oben
6 Bodenoberfläche
7 Stege v. 3
8 Flansche v. 3
9 Versteifungsstege
10 obere Enden v. 9
11 untere Enden v. 9
12 geneigte Längenabschnitte v. 9 im Bereich v. 5
13 Abschnitte v. 9
14 Anschraublaschen
15 Langlöcher in 14
16 Stahlblechplatten
17 untere Längsstreifen v. 16
18 Gleitflächen an 19
19 Mittelstreifen v. 16
20 obere Längsstreifen v. 16
21 Randstreifen v. 16
22 Schraubbolzen
23 Köpfe v. 22
24 Muttern
25 Stoßbleche
26 Bohrungen in 16 u. 25
27 Erdboden
28 untere Abschnitte v. 9 im Bereich v. 4
R Reihe
R1 Reihe
R2 Reihe
Claims (5)
1. Passive Schutzeinrichtung an Straßen in Form von ne
ben den Fahrbahnen angeordneten Gleitwänden (1, 1′,
1′′) mit zu den Fahrbahnen hin abfallenden Gleitflä
chen (18), wobei die Gleitwände (1, 1′, 1′′) aus min
destens einer Reihe (R, R1, R2) im Boden (2) veran
kerter stählerner Pfosten (3) mit einem I- oder
sigmaförmigen Querschnitt und aus seitlich an den
Pfosten (3) lösbar festgelegten, schußweise aneinan
dergesetzten Stahlblechplatten (16) mit den Gleitflä
chen (18) gebildet sind, wobei die Stege (7) der
Pfosten (3) quer zu den Fahrbahnen verlaufen, wobei
die Stahlblechplatten (16) sich über die gesamte Höhe
der oberhalb des Bodens (2) befindlichen Pfostenab
schnitte (5) bis in den Boden (2) hinein erstrecken,
wozu ein sich in der Vertikalen erstreckender un
terer Längsstreifen (17) der Stahlblechplatten (16)
in den Boden (2) faßt, ein sich ebenfalls in der Ver
tikalen erstreckender oberer Längsstreifen (20) der
Stahlblechblatten (16) an den oberen Enden der
Pfosten (3) anliegt und mit einem in die Horizontale
abgeknickten Randstreifen (21) die Pfosten (3) über
greift und die Längsstreifen (17, 20) durch einen ge
neigten Mittelstreifen (19) mit den Gleitflächen (18)
verbunden sind, wobei die Stahlblechplatten (16)
durch von den Flanschen (8) der Pfosten (3) recht
winklig abstehende, sich in den Boden (2) er
streckende Versteifungsstege (9) unterfangen sind,
deren Kontur auf der den Pfosten (3) abgewandten
Längsseite der Innenkontur der Stahlblechplatten (16)
angepaßt ist und sich die im Boden (2) liegenden Ab
schnitte (28) der Versteifungsstege (9) nach unten
hin keilförmig verjüngen, und wobei an den
Versteifungsstegen (9) horizontale Anschraublaschen
(14) mit Langlöchern befestigt sind.
2. Schutzeinrichtung nach Patentanspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Mittelstreifen (19) der Stahlblechplatten (16) einen
Neigungswinkel von 5° bis 10° gegenüber der Vertika
len aufweisen.
3. Schutzeinrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Stahlblechplatten (16) vorsprungslos stumpf aneinan
dergesetzt und durch innenliegende Stoßbleche (25)
miteinander lösbar verbunden sind.
4. Schutzeinrichtung nach einem der Patentansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß auf beiden Seiten einer Pfostenreihe (R) Stahl
blechplatten (16) vorgesehen sind.
5. Schutzeinrichtung nach einem der Patentansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Pfosten (3) von zwei im Abstand nebeneinander
verlaufenden Pfostenreihen (R1, R2) auf den einander
abgewandten Seiten Stahlblechplatten (16) tragen und
zwischen den Pfostenreihen (R1, R2) Erdboden (27)
eingefüllt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934335904 DE4335904C2 (de) | 1993-10-21 | 1993-10-21 | Passive Schutzeinrichtung an Straßen |
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