DE4336069C2 - Rolladenkonstruktion - Google Patents
RolladenkonstruktionInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rolladenkonstruktion für ein Fenster oder eine Tür in ei
nem selbsttragenden Wandelement eines Fertighauses, mit einem zwischen der In
nenwand und der Außenwand des Wandelements eingebrachten Aufnahmebereich
für einen Rolladenpanzer, der gebäudeaußenseitig eine schlitzartige Auslaßöffnung
für den Rolladenpanzer aufweist, und mit zwei seitlichen Führungsschienen für den
Rolladenpanzer im vertikalen Leibungsbereich der das Fenster oder die Tür aufneh
menden Gebäudeöffnung, wobei die beiden Führungsschienen in ihrem Querschnitt
U-förmig ausgebildet sind und zwei Seitenstege, ein diese verbindendes Mittelteil
sowie einen Einlauftrichter für den Rolladenpanzer aufweisen und jeweils an einer
Blende ausgebildet sind, die den vertikalen Leibungsbereich zwischen dem Rahmen
des Fensters oder der Tür abdeckt und die Außenwand des Wandelements umgreift.
Rolladenkonstruktionen der in Rede stehenden Art sind seit Jahren auch für Fertig
häuser bekannt. Da die Wandelemente von Fertighäusern sehr raumsparend und
daher vergleichsweise schmal ausgelegt sind, kann der Rolladenkasten bekannter
Rolladenkonstruktionen in der Regel nur aus der Wandoberfläche hervortretend -
also entweder von der Rauminnenseite oder der Gebäudeaußenseite sichtbar - ein
gebaut werden. Das Hervortreten von Rolladenkästen aus der Gebäudefassade ist
jedoch schon aus ästhetischen Gesichtspunkten unerwünscht. Daneben sind solche
Rolladenkästen auch besonders stark Witterungseinflüssen ausgesetzt. Unter die
sem Aspekt ist es vorzuziehen, die Rolladenkästen nicht aus der Wandoberfläche
hervortreten zu lassen. Sie sind dann aber in der Regel von der Rauminnenseite her
sichtbar, was sich wiederum problematisch auf die Innenraumgestaltung auswirkt.
Aus der DE 29 39 028 C2 ist ein Fertigbau-Wandelement bekannt, das zwei zuein
ander parallele, durch Abstandhalter miteinander verbundene Wandplatten umfaßt.
Die gebäudeinnenseitig angeordnete Wandplatte besitzt unmittelbar im Anschluß an
den Fensterausschnitt einen Ausschnitt, in den ein Rolladenkasten eingesetzt ist.
Der Rolladenkasten ist im wesentlichen im Hohlraum zwischen den beiden Wand
platten des Fertigbau-Wandelements plaziert. Er umfaßt eine Bodenplatte mit
Dämmplatte, eine obere Deckplatte sowie eine drehbare Rolle für den Rolladen. In
der Bodenplatte ist eine Rolladen-Auslaßöffnung vorgesehen.
Wesentlich ist, daß der Ausschnitt für den Rolladenkasten in der gebäudeinnenseiti
gen Wandplatte des Fertigbau-Wandelements durch einen Deckel verschließbar ist.
Das bedeutet, daß bei der bekannten Rolladenkonstruktion ein Zugang zum Rolla
denkasten oder gar zu dem im Rolladenkasten gelagerten Rolladenpanzer lediglich
von der Gebäudeinnenseite her vorgesehen ist. In der Regel wird aber der Rolladen
kasten nach der Montage des Rolladenpanzers mit Lagerung und Teilen des Betäti
gungsmechanismus fest und dauerhaft verschlossen. Der Deckel wird dann in die
Gestaltung der gesamten Wandoberfläche einbezogen. Demzufolge ist ein späteres
wartungs- oder reparaturbedingtes Öffnen des Rolladenkastens mit größerem Auf
wand und einer Beschädigung der Wandoberfläche verbunden. Die bekannte Rolla
denkonstruktion ist also in der Praxis problematisch, da der Rolladenpanzer, seine
Lagerung und der Betätigungsmechanismus nur schwer zugänglich sind und für
Wartungs- und Reparaturarbeiten in der Regel die Wandoberfläche beschädigt wer
den muß.
In der Druckschrift "Prospekt der Firma PRIX-WERK Wiehofsky GmbH, Schondorf
mit dem Druckvermerk 20/2 88" wird ein raumseitig geschlossener Rolladenkasten
(PRIX-MONO) für Putzmauerwerk beschrieben. Es handelt sich hierbei also um ei
nen Rolladenkasten, der in Verbindung mit gemauerten Gebäuden verwendet wird.
Demzufolge ist auch nicht vorgesehen, einen derartigen Rolladenkasten in ein Fer
tigbau-Wandelement mit zwei im wesentlichen selbsttragenden Außenschichten ein
zubauen.
Schließlich ist aus der DE 87 06 330 U1 ein Bodenteil zum wärmedämmenden Ab
schluß des Rolladenkastens bekannt. Weder der Beschreibung noch den Zeichnun
gen läßt sich entnehmen, daß der Boden dieses Rolladenkastens in irgendeiner
Form reversibel befestigbar wäre. Die linke Zeichnung dieser Druckschrift läßt allen
falls erahnen, daß eine Profilschiene an der mit Kunstschaum versehenen Grund
platte des Rolladenkastens festgeschraubt ist. Allerdings ist zumindest eine der dar
gestellten Schrauben im Inneren des Rolladenkastens und also nur äußerst schwer
zugänglich angeordnet. Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, daß diese
Profilschiene zur Wartung der Rolladenkonstruktion regelmäßig entfernt und wieder
montiert wird.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute
Rolladenkonstruktion zur Verfügung zu stellen, die bei verbesserter Wärmeisolation
zugleich auch eine stabile Führung des Rolladenpanzers gewährleistet.
Die erfindungsgemäße Rolladenkonstruktion löst die voranstehende Aufgabe durch
die Merkmale des Patentanspruches 1. Danach ist die eingangs genannte Rolladen
konstruktion derart ausgebildet, daß jede der beiden Blenden als Winkelprofil ausge
bildet ist und rahmenseitig eine vertikal verlaufende, gewinkelte Abstufung von der
Leibung weg aufweist und somit ihr rahmenseitiger Bereich einen größeren Abstand
von der Leibung besitzt als ihr gebäudeaußenseitiger Bereich, daß jede Führungs
schiene mit ihrem Mittelteil leibungsseitig und mit ihrem rahmenseitigen Seitensteg
rahmenseitig an der zugehörigen Abstufung anliegt und dabei durch die Abstufung
justiert ist und daß jede Blende von dem zugehörigen, vertikalen Leibungsbereich
insgesamt beabstandet ist und hierdurch einen zur Wärmeisolation beitragenden,
abgeschlossenen Hohlraum zwischen Blende und Leibung definiert.
An dieser Stelle sei angemerkt, daß diese Rolladenkonstruktion sowohl für Fertig
häuser als auch für in anderer Bauweise erstellte Gebäude geeignet ist.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Rolladen
konstruktion schließt sich das reversibel befestigbare, weitgehend frei zugängliche
Bodenteil unmittelbar an die gebäudeaußenseitig angeordnete Auslaßöffnung und
vorzugsweise gebäudeseitig an. Außerdem vorteilhaft ist es, wenn sich das Bodenteil
auch zumindest über die gesamte Breite der Auslaßöffnung erstreckt. Diese Anord
nung und Dimensionierung des Bodenteils ist unter konstruktiven Gesichtspunkten
besonders einfach aber auch hinsichtlich der Handhabbarkeit vorteilhaft, da die
Auslaßöffnung als Eingriffsmöglichkeit beim Entfernen des Bodenteils und auch beim
Montieren des Bodenteils genutzt werden kann. Zusätzlich ermöglicht die vorge
schlagene Dimensionierung des Bodenteils einen ungehinderten Zugriff auf alle Be
reiche des Rolladenpanzers.
Wie bereits erläutert, ist der Rolladenkasten zwischen der Außenwand und der In
nenwand des Wandelements bzw. deren Verlängerungen angeordnet. Infolgedessen
ist der erfindungsgemäß ausgestaltete Rolladenkasten für Fertighäuser vergleichs
weise schmal, da der zur Verfügung stehende Platz durch die Außen- und Innen
wand des Wandelements begrenzt ist.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Rolladenkonstruktion ist
zumindest einer der beiden die Auslaßöffnung in ihrer Längsrichtung begrenzenden
Randbereiche als Rutschkante für den Rolladenpanzer ausgebildet. Eine Funktion
dieser Rutschkante ist das Umlenken des auf seiner Lagerung in dem Rolladenka
sten aufgerollten Rolladenpanzer beim Herunterlassen bzw. Hochziehen. Insbeson
dere wenn nur wenig Platz im Rolladenkasten zur Verfügung steht, ist auf eine sau
bere Führung des Rolladenpanzers besonderer Wert zu legen, da nur auf diese Wei
se Verkantungen des Rolladenpanzers beim Herunterlassen bzw. Hochziehen ver
mieden werden können. Die Rutschkante verhindert außerdem eine vorzeitige Ab
nutzung des Rolladenkastens im Bereich der besonderen Belastungen ausgesetzten
Auslaßöffnung. In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn sich die
Rutschkante zumindest über die gesamte Länge der Auslaßöffnung erstreckt. Da
durch wird neben einer wirkungsvollen Umlenkung des Rolladenpanzers auch ein
guter Schutz des Rolladenkastens gegen Abnutzungen erreicht.
Besonders vorteilhaft ist es auch, wenn die Rutschkante - genau wie das Bodenteil -
reversibel an dem Rolladenkasten befestigbar und weitgehend frei zugänglich ist.
Zum einen kann die Rutschkante, die ja erhöhter Beanspruchung durch den Rolla
denpanzer ausgesetzt ist, unabhängig vom Rolladenkasten erneuert werden. Zum
anderen wird durch das Entfernen der Rutschkante die Zugriffsöffnung, die durch
Entfernen des Bodenteils entsteht, vergrößert. Im Extremfall können dann nicht nur
Reparaturen der im Inneren des Rolladenkastens befindlichen Teile der Rolladen
konstruktion vorgenommen werden, sondern auch ein kompletter Austausch des
Rolladenpanzers.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten der Realisierung einer Rutschkante, die die
oben genannten Funktionen erfüllt. Besonderes vorteilhaft ist die Ausgestaltung einer
Rutschkante als Schenkel einer Profilschiene, welche den Abschluß der zur Gebäu
deaußenseite orientierten Außenwand der Wand umgreift. An die zum Rauminneren
hin orientierte Innenwand der Wand schließt sich üblicherweise die Fensterkonstruk
tion an, während die zur Gebäudeaußenseite orientierte Außenwand der Wand un
terbrochen ist. Das Eindringen von Feuchtigkeit in diese Außenwand sowie eine Be
schädigung kann nun in vorteilhafter Weise durch einen horizontalen Abschluß in
Form einer Profilschiene verhindert werden. Die Profilschiene dient außerdem als
Befestigungsmittel für die Rutschkante, welche einen Schenkel der die Außenwand
der Wand umgreifenden Profilschiene bildet. In einer weiteren vorteilhaften Variante
weist die Profilschiene drei im wesentlichen parallel zueinander ausgerichtete
Schenkel auf, von denen der sich an die Auslaßöffnung anschließende Schenkel die
Rutschkante bildet, der mittlere Schenkel die Außenwand umgreift und der zur Ge
bäudeaußenseite orientierte Schenkel als Dickenvorgabe für eine Außenputzschicht
dient.
Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Rolladenkonstruktion wird außerdem
durch zwei seitliche Führungsschienen für den Rolladenpanzer unterstützt, die je
weils ausgehend von der Auslaßöffnung des Rolladenkastens in den seitlichen Lei
bungsbereich der Tür bzw. des Fensters integriert sind. Die Führungsschienen wir
ken einer Verkantung des Rolladenpanzers beim Hochziehen und Herunterlassen
entgegen. Die Führungsschienen können entweder integraler Bestandteil des seitli
chen Leibungsbereichs der Tür bzw. des Fensters sein oder in besonders vorteilhaf
ter Weise reversibel an dem seitlichen Leibungsbereich der Tür bzw. des Fensters
befestigbar sein. Dann können sie bspw. zum Auswechseln des Rolladenpanzers
ebenfalls entfernt werden.
Der Leibungsbereich ist als Blende ausgeführt, die einerseits in der Tür- bzw. Fen
sterkonstruktion, d. h. im Rahmenbereich der Tür bzw. des Fensters, festgelegt ist
und andererseits die zur Gebäudeaußenseite orientierte Außenwand des Wandele
ments zumindest einseitig umgreift. Der Leibungsbereich kann zusätzlich gebäude
außenseitig einen sich im wesentlichen über die gesamte Länge der Leibung er
streckenden hakenartigen Außenschenkel aufweisen, der ebenfalls wie der äußere
Schenkel der Profilschiene als Dickenvorgabe für die Putzschicht dient. Der Lei
bungsbereich weist ein Winkelprofil auf und die Führungsschienen sind jeweils in
einem Winkel des Profils angeordnet bzw. befestigbar. Schon die Integration der
Führungsschienen in den seitlichen Leibungsbereich der Tür bzw. des Fensters ver
leiht den Führungsschienen zusätzlichen Halt und erhöht somit die Stabilität der ge
samten Rolladenkonstruktion. Der ein gewinkeltes Profil aufweisende seitliche Lei
bungsbereich der Tür bzw. des Fensters eignet sich besonders als Wiederlager für
die reversibel befestigbaren Führungsschienen.
Im folgenden werden Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Rolladenkonstruktion
beschrieben, die insbesondere für die Verwendung in Verbindung mit Wandelemen
ten eines Fertighauses von Vorteil sind. Solche Wandelemente weisen in der Regel
einen Schichtaufbau auf, der neben den durch Platten gebildeten Außen- und In
nenwänden noch Schichten von Wärmedämmstoffen und ähnlichen Materialien um
faßt. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, daß die Außen- und Innenwände durch
selbsttragende Platten unterschiedlicher Materialien gebildet sind. Bei einem derarti
gen Wandaufbau ist es vorteilhaft, wenn ein Bereich der zur Gebäudeaußenseite ori
entierten Außenwand des Wandelements eine der Seitenwände des Rolladenka
stens bildet. In diesem Falle ist also kein eigenständiger, allseitig geschlossener
Rolladenkasten erforderlich. Der Rolladenkasten wird vielmehr zumindest teilweise
durch ohnehin vorhandene Bestandteile des Wandelements gebildet.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die zur Rauminnenseite orientierte Innenwand
der Wand durch einen Deckel wandbündig verlängerbar, der eine weitere der Sei
tenwände des Rolladenkastens bildet. Dieser Deckel ist zur Installation des Rolla
denpanzers abnehmbar.
Die erfindungsgemäße Rolladenkonstruktion ermöglicht in besonders vorteilhafter
Weise eine Wärmeisolation des Rolladenkastens, durch die ein Luftzug zwischen
Gebäudeaußenseite und Innenraum verhindert werden kann. Dazu wird vorgeschla
gen, den Rolladenkasten zumindest im Bereich der Innen- und Außenwand des
Wandelements bzw. des Deckels mit einer Wärmedämmschicht auszukleiden. Diese
Wärmedämmschicht kann dauerhaft installiert werden, da der Rolladenkasten im
Falle von Reparaturarbeiten immer nur vom Boden her geöffnet wird.
Die zum Rauminneren orientierte Innenwand könnte bspw. durch Gipskartonplatten
oder eine zusammenhängende Gipsschicht gebildet sein, die dann übertapeziert
oder gefliest wird. Die zur Gebäudeaußenseite orientierte Außenwand könnte bspw.
durch Leichtbauplatten gebildet sein, die anschließend mit einer oder mehreren
Putzschichten versehen wird.
Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in
vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die
dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Ansprüche, andererseits auf die nachfolgen
de Erläuterung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu
verweisen, in Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels
der Erfindung anhand der Zeichnung werden auch im allgemeinen bevorzugte Aus
gestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 in schematischer Darstellung, einen Längsschnitt durch eine erfin
dungsgemäße Rolladenkonstruktion und
Fig. 2 in schematischer Darstellung, einen Querschnitt im Bereich der Leibung
der in Fig. 1 dargestellten erfindungsgemäßen Rolladenkonstruktion.
Fig. 1 zeigt eine Rolladenkonstruktion für Türen und Fenster in einem Wandelement
1 mit zwei im wesentlichen selbsttragenden Außen- und Innenwänden 5, 6, wie es in
Fertighäusern verwendet wird. Die Rolladenkonstruktion umfaßt einen hier nicht dar
gestellten Rolladenpanzer mit einer Lagerung 2, welche in dem hier dargestellten
Ausführungsbeispiel als Drehachse angedeutet ist, und mit einem Betätigungsme
chanismus, der hier lediglich beispielhaft in Form einer Gurtscheibe 9 angedeutet ist.
Die Rolladenkonstruktion umfaßt ferner einen Rolladenkasten 3 mit einer schlitzarti
gen Auslaßöffnung 4 im Boden, die gebäudeaußenseitig angeordnet ist.
Erfindungsgemäß ist der Rolladenkasten 3 innerhalb des Wandelements 1, d. h. zwi
schen den Außen- und Innenwänden 5 und 6 bzw. der Verlängerung 7 der Innen
wand 6, angeordnet. Der Boden des Rolladenkastens 3 umfaßt ein reversibel befe
stigbares, weitgehend frei zugängliches Bodenteil 8. Dieses Bodenteil 8 ist von au
ßen zugänglich. Der Rolladenkasten 3 ist demnach von der Gebäudeaußenseite her
öffenbar.
Dieses Bodenteil 8 schließt sich direkt, und zwar gebäudeseitig, an die Auslaßöff
nung 4 an und erstreckt sich über die gesamte Länge der Auslaßöffnung 4.
Der andere, nämlich der zur Gebäudeaußenseite orientierte, die Auslaßöffnung 4
begrenzende Randbereich ist mit einer Rutschkante 10 für den Rolladenpanzer ver
sehen. Die Rutschkante 10 ist ebenfalls frei zugänglich und reversibel an dem Rolla
denkasten 3 befestigbar. Die Rutschkante 10 erstreckt sich ebenso wie das reversi
bel befestigbare Bodenteil 8 über die gesamte Länge der Auslaßöffnung 4.
Bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Rutschkante 10 als ein
Schenkel einer Profilschiene 11 ausgebildet, welche den Abschluß der Außenschicht
5 der Wand 1 umgreift. Die reversible Befestigung der Rutschkante 10 an dem
Rolladenkasten 3 erfolgt also durch Festklemmen der Profilschiene 11 an der Au
ßenwand 5 der Wand 1. Die Profilschiene 11 weist drei im wesentlichen parallel zu
einander ausgerichtete Schenkel 10, 21, 22 auf, von denen der sich an die Auslaß
öffnung 4 anschließende Schenkel die Rutschkante 10 bildet, der mittlere Schenkel
21 die Außenwand 5 umgreift und der zur Gebäudeaußenseite orientierte Schenkel
22 als Dickenvorgabe für eine Außenputzschicht 16 dient.
Ausgehend von der Auslaßöffnung 4 des Rolladenkastens 3 sind zwei seitliche Füh
rungsschienen 12 für den Rolladenkasten im seitlichen Leibungsbereich 13 der Tür
bzw. des Fensters integriert. Aufgrund der gewählten Schnittdarstellung zeigt Fig. 1
lediglich eine der beiden Führungsschienen 12. Die Führungsschienen 12 sind re
versibel am seitlichen Leibungsbereich 13 befestigt, was durch Schrauben im oberen
Bereich der Führungsschienen 12 angedeutet ist.
Auch die reversible Befestigung des Bodenteils 8 kann mit Hilfe von Schrauben er
folgen. Denkbar sind aber auch andere Befestigungsmittel, die ebenfalls eine rever
sible Befestigung ermöglichen.
Das obere Ende der Führungsschienen 11, d. h. das der Auslaßöffnung 4 des Rolla
denkastens 3 zugewandte Ende 14, ist trichterartig ausgebildet, so daß es mit der
Rutschkante 10 zusammenwirkt und als Führung für den Rolladenpanzer dient.
Im folgenden soll nochmals auf die spezielle Ausgestaltung des hier dargestellten
Rolladenkastens eingegangen werden. Der Rolladenkasten 3 ist derart in die Wand 1
integriert, daß er weder von außen noch von innen, d. h. weder von der Rauminnen
seite, noch von der Gebäudeaußenseite, sichtbar ist. Die Integration des Rolladen
kastens 3 geht in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel soweit, daß zwei der
vier Seitenwandungen des Rolladenkastens 3 durch die jeweiligen Außen- und In
nenwände bzw. deren Verlängerungen 5, 6 und 7 gebildet sind. Die zur Gebäudeau
ßenseite orientierte Außenwand 5 ist in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
in Form einer durchgängigen Leichtbauplatte 5 realisiert, welche zunächst mit einer
Außenputzschicht 16 und anschließend mit einer Edelputzschicht 17 versehen ist.
Die zur Rauminnenseite orientierte Innenwand 6 ist als Gipskartonplatte ausgeführt,
welche durch eine gleichartige Gipskartonplatte 7 bis über den Bereich des Rolla
denkastens 3 verlängert ist. Diese Verlängerung dient als Deckel 7 des Rolladenka
stens 3. Der Boden des Rolladenkastens 3 setzt sich aus mehreren Bereichen zu
sammen. Ein Bereich wird durch die sich anschließende Tür- bzw. Fensterkonstruk
tion 20 gebildet. Zwischen der Tür- bzw. Fensterkonstruktion 20 und der Auslaßöff
nung 4 befindet sich das reversibel befestigbare und von der Gebäudeaußenseite
frei zugängliche Bodenteil 8. Auf der anderen Seite der Auslaßöffnung 4 wird der Bo
den des Rolladenkastens 3 durch die Rutschkante 10 gebildet. Diese ist Teil der
Profilleiste 11, welche neben der Leichtbauplatte 5 auch die Grundputzschicht um
greift. Den oberen Abschluß des Rolladenkastens 3 bildet eine Abdeckplatte 19, die
aus Gips gefertigt ist. Sie ist als Verbindungsplatte zwischen zwei Spanplatten 18
des Schichtaufbaus der Wand 1 angeordnet. Schließlich sei noch darauf hingewie
sen, daß in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel der Rolladenkasten 3 von
innen an der der Rauminnenseite zugewandten Seitenwand mit einer Wärmedämm
schicht 15 versehen ist.
Fig. 2 verdeutlicht die Anordnung der Führungsschienen 12 an der Leibung der Tür-
bzw. Fensterkonstruktion 20. In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist der
Leibungsbereich 13 als seitlicher Abschluß der Wand 1 in Form einer Blende mit ei
ner vertikal verlaufenden Stufe also einem gewinkelten Profil versehen, in dem die
Führungsschiene 12 angeordnet und befestigt ist. Die Führungsschiene 12 wird also
zusätzlich durch die spezielle Form des Leibungsbereichs 13 stabilisiert. Die Blende
ist einerseits in der Tür- bzw. Fensterkonstruktion 20 festgelegt und umgreift anderer
seits die zur Gebäudeaußenseite orientierte Außenwand 5 des Wandelements 1 ein
seitig. Zusätzlich weist der Leibungsbereich 13 gebäudeaußenseitig einen sich über
die gesamte Länge des Leibungsbereichs 13 erstreckenden hakenartigen Außen
schenkel 23 auf, der als Dickenvorgabe für die Putzschicht 16 dient.
Zur Installation der in den Figur dargestellten erfindungsgemäßen Rolladenkonstruk
tion sei noch folgendes angemerkt. Der Rolladenpanzer wird vor dem Einsetzen des
mit der Wärmedämmschicht 15 versehenen Deckels 7 von der Rauminnenseite her
eingebaut. Anschließend wird der wandbündige Deckel 7 verspachtelt. Er kann dann
bedenkenlos übertapeziert oder auch gefließt werden, da eine Revisionsmöglichkeit
über das Bodenteil 8 von der Gebäudeaußenseite ausgehend besteht. Da der Rolla
denkasten 3 vom Boden her zugänglich ist kann auch die Außenfassade der Wand
einheitlich gestaltet werden, d. h. die Fassade kann vollständig, auch im Bereich des
Rolladenkastens verputzt werden.
Hinsichtlich weiterer in den Figur nicht gezeigter Merkmale wird auf den allgemeinen
Teil der Beschreibung verwiesen.
Abschließend sei hervorgehoben, daß die erfindungsgemäße Lehre nicht auf das
voranstehend erörterte Ausführungsbeispiel beschränkt ist. Die erfindungsgemäße
Lehre läßt sich nicht nur im Rahmen von Wandelementen für Fertighäuser realisie
ren, sondern auch in Verbindung mit anderen Wandtypen.
Claims (7)
1. Rolladenkonstruktion für ein Fenster oder eine Tür in einem selbsttragenden
Wandelement eines Fertighauses,
- 1. mit einem zwischen der Innenwand (6) und der Außenwand (5) des Wandelements (1) eingebrachten Aufnahmebereich für einen Rolladenpanzer, der gebäudeaußen seitig eine schlitzartige Auslaßöffnung (4) für den Rolladenpanzer aufweist,
- 2. und mit zwei seitlichen Führungsschienen (12) für den Rolladenpanzer im vertikalen Leibungsbereich (13) der das Fenster oder die Tür aufnehmenden Gebäudeöffnung,
- 3. wobei die beiden Führungsschienen (12) in ihrem Querschnitt U-förmig ausgebildet sind und zwei Seitenstege, ein diese verbindendes Mittelteil sowie einen Einlauf trichter für den Rolladenpanzer aufweisen
- 4. und jeweils an einer Blende ausgebildet sind, die den vertikalen Leibungsbereich (13) zwischen dem Rahmen des Fensters oder der Tür abdeckt und die Außenwand (5) des Wandelements (1) umgreift,
- 1. daß jede der beiden Blenden als Winkelprofil ausgebildet ist und rahmenseitig eine vertikal verlaufende, gewinkelte Abstufung von der Leibung weg aufweist und somit ihr rahmenseitiger Bereich einen größeren Abstand von der Leibung besitzt als ihr gebäudeaußenseitiger Bereich,
- 2. daß jede Führungsschiene (12) mit ihrem Mittelteil leibungsseitig und mit ihrem rahmenseitigen Seitensteg rahmenseitig an der zugehörigen Abstufung anliegt und dabei durch die Abstufung justiert ist
- 3. und daß jede Blende von dem zugehörigen, vertikalen Leibungsbereich (13) insge samt beabstandet ist und hierdurch einen zur Wärmeisolation beitragenden, abge schlossenen Hohlraum zwischen Blende und Leibung definiert.
2. Rolladenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Blende gebäudeaußenseitig einen Außenschenkel (23) als Dickenvorgabe für eine
Außenputzschicht (16) aufweist.
3. Rolladenkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
sich das Bodenteil (8) des Aufnahmebereichs unmittelbar an die Auslaßöffnung (4)
anschließt und sich über deren gesamte Breite erstreckt.
4. Rolladenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Aufnahmebereich für den Rolladenpanzer zur Gebäudeinnenseite
hin durch einen abnehmbaren, vorzugsweise aus Gipskarton bestehenden Deckel
(7) begrenzt ist.
5. Rolladenkonstruktion nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß zumindest einer der beiden Randbereiche, welche die Auslaßöffnung
(4) in ihrer Längsrichtung begrenzen, als Rutschkante (10) für den Rolladenpanzer
ausgebildet ist.
6. Rolladenkonstruktion nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rutschkante (10) an einem Innenschenkel einer die Unterseite der Außenwand (5)
des Wandelements (1) umgreifenden Profilschiene (11) ausgebildet ist, wobei die
Profilschiene (11) an ihrem dem Innenschenkel gegenüber liegenden Rand einen
Außenschenkel als Dickenvorgabe für die Außenputzschicht (16) aufweist.
7. Rolladenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Aufnahmebereich für den Rolladenpanzer zumindest teilweise mit
einer Wärmedämmschicht (15) ausgekleidet ist.
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| DE19934336069 DE4336069C2 (de) | 1993-10-22 | 1993-10-22 | Rolladenkonstruktion |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19934336069 DE4336069C2 (de) | 1993-10-22 | 1993-10-22 | Rolladenkonstruktion |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4336069A1 DE4336069A1 (de) | 1995-04-27 |
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Family
ID=6500765
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19934336069 Expired - Fee Related DE4336069C2 (de) | 1993-10-22 | 1993-10-22 | Rolladenkonstruktion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4336069C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19959736C2 (de) * | 1999-12-10 | 2001-06-07 | Dyna Fenster & Tueren Gmbh | Rolladen-Aufsatzkasten |
| DE10022060A1 (de) * | 2000-05-06 | 2001-11-08 | Pax Gmbh I K | Verfahren zum Einbau eines Rolladeneinschubelementes und hierfür geeignete Vorrichtungen |
| DE10361123B4 (de) * | 2002-12-27 | 2014-05-15 | Franz Kraler | Verlorene Schalung zur Aufnahme eines Rollladens oder einer Jalousie |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7424475U (de) * | 1974-10-24 | Juergens Kg | Vordere Abschlußprofilschiene für Rolladenkästen | |
| DE2939028C2 (de) * | 1979-09-26 | 1986-06-19 | Adolf Schneider Betonwerk GmbH & Co KG, 7522 Philippsburg | Fertigbau-Wandelement |
| DE8706330U1 (de) * | 1987-05-02 | 1987-06-11 | Prix-Werk Wiehofsky GmbH, 8913 Schondorf | Bodenteil zum wärmedämmenden Abschluß eines Rolladenkastens |
-
1993
- 1993-10-22 DE DE19934336069 patent/DE4336069C2/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7424475U (de) * | 1974-10-24 | Juergens Kg | Vordere Abschlußprofilschiene für Rolladenkästen | |
| DE2939028C2 (de) * | 1979-09-26 | 1986-06-19 | Adolf Schneider Betonwerk GmbH & Co KG, 7522 Philippsburg | Fertigbau-Wandelement |
| DE8706330U1 (de) * | 1987-05-02 | 1987-06-11 | Prix-Werk Wiehofsky GmbH, 8913 Schondorf | Bodenteil zum wärmedämmenden Abschluß eines Rolladenkastens |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| Prospekt: Fa. PRIX-WERK, Wiehofsky GmbH, Schondorf 20/2.88 "Rolladenkästen und Zubehör * |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19959736C2 (de) * | 1999-12-10 | 2001-06-07 | Dyna Fenster & Tueren Gmbh | Rolladen-Aufsatzkasten |
| DE10022060A1 (de) * | 2000-05-06 | 2001-11-08 | Pax Gmbh I K | Verfahren zum Einbau eines Rolladeneinschubelementes und hierfür geeignete Vorrichtungen |
| DE10361123B4 (de) * | 2002-12-27 | 2014-05-15 | Franz Kraler | Verlorene Schalung zur Aufnahme eines Rollladens oder einer Jalousie |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4336069A1 (de) | 1995-04-27 |
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