DE4336441C2 - Läppmaschine horizontaler Bauart für Kugeln - Google Patents

Läppmaschine horizontaler Bauart für Kugeln

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Description

Die Erfindung betrifft eine Läppmaschine horizontaler Bauart für Kugeln nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Der Bedarf an Kugeln, insbesondere für Kugellager, ist immens. So werden derzeit viele Millionen Kugellager täglich produ­ ziert; die Menge der dafür benötigten Kugeln ist entsprechend hoch.
Für die Herstellung von derartigen Kugeln hat sich in der letzten Zeit die nachfolgend beschriebene Folge von Ferti­ gungsschritten als optimal erwiesen.
Zur Herstellung von Wälzlagerkugeln geht man von einem ent­ sprechend dimensionierten Draht aus, der von einer Rolle abge­ wickelt und mit Hilfe einer Maschine in entsprechend lange zy­ lindrische Stücke zerteilt wird. Anschließend wird das zylin­ drische Drahtstück in ein zweigeteiltes kugelförmiges Gesenk aufgenommen, welches unter hoher Krafteinwirkung so zusammen­ gepreßt wird, daß ein annähernd kugelförmiges Gebilde ent­ steht. Das so erhaltene kugelförmige Gebilde weist jedoch noch grobe Geometriefehler auf.
Diese groben Geometriefehler werden am noch weichen Werkstück bei dem nun folgenden Fertigungsschritt grob eingeebnet; die­ sen Fertigungsschritt nennt man Flashen, Entgraten oder auch Schroten.
Der nächste Fertigungsschritt stellt eine Wärmebehandlung dar. Die zuvor weichen Werkstücke werden gehärtet und anschließend angelassen. Die in diesem Stadium vorliegenden Kugeln sind je­ doch im allgemeinen Fall sowohl in ihrer Maßhaltigkeit als auch in ihrer Oberflächenbeschaffenheit noch nicht ausrei­ chend. Aus diesem Grunde schließen sich noch mehrere Bearbei­ tungsschritte an, wozu beispielsweise das Schleifen und das Feinschleifen gehören.
Alle bisher beschriebenen Bearbeitungsschritte sind bereits bekannt, so daß sich eine weitere Erörterung erübrigt.
Die abschließende Maßhaltigkeit und Oberflächengüte wird durch ein ein- oder mehrstufiges Läppen der Kugeln erzielt. Bei die­ sem Fertigungsschritt wird ein Abrasivmittel lose dem Kühlme­ dium beigegeben, welches man dann korrekterweise als "Läppsuspension" bezeichnet.
Die heute gängigen und bisher bekannten Maschinen zum Läppen von Kugeln lassen sich prinzipiell nach zwei Bauarten diffe­ renzieren, deren wesentliches Unterscheidungsmerkmal die räum­ liche Anordnung der Läppscheiben betrifft. Grundsätzlich las­ sen sich diese Läppscheiben sowohl horizontal als auch verti­ kal anordnen.
Bei einer Läppmaschine horizontaler Bauart sind somit die bei­ den Läppscheiben horizontal angeordnet. Eine der Läppscheiben wird dabei durch einen Motor oder ähnliches gedreht, während die andere Läppscheibe koaxial dazu angeordnet ist und fest­ steht. Die sich gegenüberliegenden Kreisflächen dieser beiden Scheiben sind mit konzentrischen Rillen versehen, die im Quer­ schnitt etwa kreissegmentförmig ausgebildet sind und eine Vielzahl von Kugeln aufnehmen können. Die nicht rotierende Läppscheibe wird mit einer axial gerichteten Kraft beauf­ schlagt, so daß bei Drehung der unteren Läppscheibe die in den Rillen befindlichen Kugeln zu einer fortwährenden kreisförmi­ gen Abwälzbewegung gezwungen werden, währenddessen sich der Läppvorgang vollzieht bzw. währenddessen die Kugeloberflächen bearbeitet werden.
Die Anzahl von Kugeln, die bei einem Läppvorgang bearbeitet werden können, ist naturgemäß gering. Um nun eine weitaus größere Anzahl von Kugeln zu einer Bearbeitungscharge zusam­ menzufassen, werden die bekannten Läppmaschinen üblicherweise mit einem Kugelmagazin ausgestattet. Die Kugeln werden dabei vom Kugelmagazin zur Läppmaschine geführt, dort bearbeitet, wieder in das Kugelmagazin zurückbefördert und nach einer ge­ wissen Zeitspanne wieder erneut bearbeitet.
Ein derartiges Kugelmagazin kann beispielsweise als kreisring­ förmige Wanne ausgebildet sein, die um die Läppscheiben herum angeordnet ist. Dieses Magazin wird langsam entgegen der Dreh­ richtung der Läppscheiben gedreht. Um den fortwährenden Aus­ tausch der sich im Kugelmagazin befindlichen Kugeln mit den zwischen den Läppscheiben befindlichen Kugeln zu ermöglichen, weist die obere Läppscheibe eine segmentförmige Aussparung auf. Die im Kugelmagazin befindlichen Kugeln werden durch die Eigendrehung des Magazins mit Hilfe verschiedener Leit­ mechanismen in die segmentförmige Aussparung der oberen Läpp­ scheibe transportiert. Dort werden sie auf die konzentrischen Rillen der unteren Läppscheibe verteilt. Die Rotationsbewegung der unteren Läppscheibe zwingt die Kugeln zwischen die beiden Läppscheiben, so daß der Läppvorgang stattfinden kann. Nach einem fast vollständigen Umlauf der Kugeln zwischen den beiden Läppscheiben erreichen diese die segmentartige Aussparung der oberen Läppscheibe erneut. Dort werden sie durch speziell geformte Aushebemechanismen oder ähnlichem aus der Rille der unteren Läppscheibe angehoben und wieder in das Kugelmagazin geführt. Dort verbleiben sie bei fortwährend weiterdrehendem Kugelmagazin, bis sie wieder zu den Leitmechanismen gelangen und erneut bearbeitet werden. Dieser Vorgang wird solange fortgesetzt, bis die Kugeln das gewünschte Endmaß erreicht haben.
Die Läppmaschine horizontaler Bauart hat den Vorteil einer re­ lativ gleichmäßigen Abwälzbewegung aller beteiligten Kugeln, da das Eigengewicht der Kugeln diese weder beschleunigt noch bremst. Der Nachteil der Läppmaschine horizontaler Bauart be­ steht jedoch darin, daß auf die Kugeln sowohl bei ihrer Einführung in die Läpprillen als auch bei der Entnahme der Kugel aus diesen Läpprillen durch ein Aushebewerkzeug oder ähnliches eine gewisse Kraft ausgeübt werden muß. Dadurch kommt es immer wieder zu feinsten Beschädigungen der Kugeloberfläche, die sich bei den immer weiter steigenden Qualitätsanforderungen an hochwertige Kugellager nachteilig auswirkt. Besonders Kugeln für geräuscharme Kugellager erfordern die Vermeidung aller möglichen Oberflächenbeschädi­ gungen.
Bei der bekannten Läppmaschine vertikaler Bauart sind die Läppscheiben vertikal angeordnet. Auch in diesem Fall wird eine Läppscheibe motorisch gedreht, während die andere Läpp­ scheibe feststeht und somit nicht rotiert. Die segmentförmige Aussparung befindet sich auch bei dieser Bauart in der nicht rotierenden Läppscheibe. Diese segmentförmige Aussparung ist waagerecht orientiert, um den Kugelaustausch mit einem Kugel­ magazin zu erleichtern. Auch bei dieser Bauart können die im Magazin befindlichen Kugeln durch die Eigendrehung des Magazins gegen Leitmechanismen oder ähnliches sowie mit Hilfe der nachschiebenden Kugeln aus der Magazinrille herausgehoben und in die segmentförmige Aussparung der nicht rotierenden Läpp­ scheibe transportiert werden, wo sie auf die konzentrischen Rillen der rotierenden Läppscheibe verteilt werden. Die Rota­ tionsbewegung der rotierenden Läppscheibe zwingt die Kugeln zwischen die beiden Läppscheiben, so daß der Läppvorgang stattfinden kann. Nachdem die Kugeln nach einem fast vollstän­ digen Umlauf zwischen den beiden Läppscheiben die segmentar­ tige Aussparung der nicht rotierenden Läppscheibe wieder er­ reicht haben, werden sie durch Leitbleche oder ähnliches wie­ der in das Kugelmagazin zurückgeführt. Dort verbleiben sie bei fortwährend weiterdrehendem Kugelmagazin, bis sie wieder auf die Leitmechanismen treffen und wieder zwischen die Läppschei­ ben eingeführt werden. Dieser Vorgang wird solange fortge­ setzt, bis die Kugeln das gewünschte Endmaß erreicht haben.
Die Läppmaschine vertikaler Bauart hat den Vorteil, daß die Kugeln leichter zugeführt und auch wieder entnommen werden können als bei der Läppmaschine horizontaler Bauart, da sowohl bei der Zuführung als auch bei der Entnahme die Schwerkraft der Kugeln ausgenutzt werden kann. Dadurch ist es zwar mög­ lich, die Beschädigungen der Kugel durch Zuführvorrichtungen und Aushebevorrichtungen zu reduzieren. Gleichwohl werden der­ artige Beschädigungen nicht völlig vermieden.
Der wesentliche Nachteil der Läppmaschinen vertikaler Bauart besteht darin, daß während der Bearbeitung die Schwerkraft der Kugeln die kinematisch aufgezwungene Bewegung sowohl bremsen als auch beschleunigen können. Dieser Effekt macht sich beson­ ders dann nachteilig bemerkbar, wenn die zu bearbeitenden Ku­ geln im Durchmesser geringfügig voneinander abweichen. Die ge­ ringfügig kleineren Kugeln kommen nicht mit den Läppscheiben in Kontakt und entziehen sich daher der kinematisch vorgese­ henen Abwälzbewegung. Aus diesem Grunde müssen sie von nach­ folgenden, geringfügig größeren Kugeln geschoben werden. Dies wird besonders dann problematisch, wenn die Kugel nach dem Eintritt in die Läpprillen den unteren Totpunkt der kreisför­ migen Läpprille erreicht haben und anschließend auf dem Weg zum oberen Totpunkt der nachfolgenden Kugel einen Bewegungswi­ derstand entgegensetzen. Dies führt häufig dazu, daß die Ober­ flächen der Kugeln derart geschädigt werden, daß sie als qua­ litativ minderwertig eingestuft werden müssen oder gänzlich unbrauchbar werden. Zudem ist auch bei den Läppmaschinen ver­ tikaler Bauart ein Aushebewerkzeug erforderlich, welches jede einzelne Kugel nach ihrem Umlauf aus den Läpprillen heraus­ hebt, um sie in das Kugelmagazin zu befördern. Auch dabei be­ steht die Gefahr, der Kugel geringste Oberflächenbeschädigun­ gen zuzufügen.
Es ist nun bereits versucht worden, die Vorteile der Läppma­ schinen horizontaler und vertikaler Bauart zu kombinieren. So hat man beispielsweise bei Läppmaschinen horizontaler Bauart die Läppscheiben geringfügig geneigt. Mit anderen Worten, die Drehachse der Läppscheiben ist geringfügig gegenüber der Senk­ rechten geneigt. Eine Läppmaschine dieses Typs ist in der deutschen Patentschrift 834 815 sowie im deutschen Zusatzpa­ tent 964 028 beschrieben.
Eine Läppmaschine des letzteren Typs ist ferner in der inter­ nationalen Anmeldung WO 88/08771 (internationale Anmeldenr. PCT/HU 88/00032) beschrieben.
Bei beiden bekannten Läppmaschinen horizontaler Bauart mit geneigten Läppscheiben befindet sich die segmentartige Aus­ sparung nach wie vor in der oberen Läppscheibe, die feststeht, während die untere Läppscheibe gedreht wird. Die Kugeln werden somit nach wie vor von oben in die Läpprillen zwischen den Läppscheiben eingeführt. Daher sind nach wie vor Leitme­ chanismen und Aushebewerkzeuge erforderlich, welche die Kugeln beschädigen können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine verbes­ serte Läppmaschine horizontaler Bauart mit geneigten Läpp­ scheiben bereitzustellen bei der die Kugeln sowohl beim Ein­ führen zwischen die Läppscheiben als auch beim Abführen nicht beschädigt werden.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Läppmaschine horizontaler Bauart für Kugeln mit einer in etwa kreisförmigen, rotierenden Läppscheibe und einer feststehenden, stirnseitig gegen­ überliegenden und koaxial angeordneten Läppscheibe, wobei beide Läppscheiben auf ihrer stirnseitigen Kreisfläche zur Aufnahme der zu bearbeitenden Kugel mit konzentrischen Rillen versehen sind und die Achse der Läppscheiben gegenüber der Senkrechten geneigt ist, und mit einem Kugelmagazin, aus dem die Kugeln durch eine segmentförmige Aussparung in einer der Läppscheiben in die Rillen geführt werden und in das die Kugel nach dem Austritt aus den Rillen wieder zurückgeführt werden, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die feststehende Läpp­ scheibe unterhalb der rotierenden Läppscheibe angeordnet ist und die segmentförmige Aussparung aufweist, und daß der Aus­ tausch der Kugeln zwischen den Läppscheiben und dem Kugelmaga­ zin von unten durch die segmentförmige Aussparung in der unte­ ren, feststehenden Läppscheibe erfolgt.
Bei der erfindungsgemäßen Läppmaschine sind die Läppscheiben im wesentlichen horizontal angeordnet, so daß das Gewicht der Kugeln die kinematisch aufgezwungene Abwälzbewegung des Läp­ pens nicht stört. Dadurch wird den nachfolgenden Kugeln kein Bewegungswiderstand entgegengesetzt. Zudem wird die Reibung der Kugeln untereinander so reduziert, daß es nicht zu den oberflächenzerstörenden Freßerscheinungen wie bei den Läppma­ schinen vertikaler Bauart kommen kann.
Bei der erfindungsgemäßen Läppmaschine sind die Läppscheiben zwar im wesentlichen horizontal angeordnet. Allerdings sind sie leicht geneigt. Mit anderen Worten, die Drehachse der Läppscheiben (genauer der rotierenden Läppscheibe) bildet mit der Senkrechten einen kleinen Winkel. Die mit der segmentför­ migen Aussparung versehene, nicht rotierende Läppscheibe ist dabei unterhalb der geschlossenen, rotierenden Läppscheibe an­ geordnet. Die Kugeln werden somit von unten durch die segment­ förmige Aussparung zu den Läpprillen geführt; nach Austritt der Kugeln aus den Läpprillen werden die Kugeln nach unten durch die segmentförmige Aussparung herausgeführt. Bei der er­ findungsgemäßen Läppmaschine sind somit keine Werkzeuge zum Einführen der Kugeln in die Läpprillen bzw. zum Ausheben der Kugeln aus den Läpprillen erforderlich. Sämtliche Einführ- und Aushebevorgänge vollziehen sich mit Hilfe der Schwerkraft der Kugeln, so daß die Kugeln keinerlei Zwangskräften ausgesetzt werden, die deren Oberfläche beeinträchtigen könnten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Von den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 die Anordnung der beiden Läppscheiben der erfin­ dungsgemäßen Läppmaschine ohne das Kugelmagazin in einer Ansicht von unten,
Fig. 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der wesentlichen Bestandteile einer erfindungsgemäßen Läppma­ schine einschließlich des Kugelmagazins.
Fig. 4 Eine weitere Ausführungsform eines Kugelmagazins und
Fig. 5 eine schematische Darstellung der wesentlichen Details einer Kugelzuführung.
In der Fig. 1 ist die untere, nicht rotierende Läppscheibe mit dem Bezugszeichen 2 versehen. Diese Läppscheibe 2 besitzt eine segmentförmige Aussparung 4, durch die hindurch die darüber­ liegende, rotierende, obere Läppscheibe 3 teilweise sichtbar ist. Beide Läppscheiben 2, 3 sind auf den zueinander gerichte­ ten Kreisflächen in bekannter Weise mit Rillen 5 zur Aufnahme der zu bearbeite den Kugeln 6 versehen. Die obere Läppscheibe 3 rotiert in der dargestellten Drehrichtung (Pfeil). Die zu bearbeitenden Kugeln 6 werden an der Einlaufkante 8 den Läpprillen 5 zugeführt und verlassen diese dann wieder an der Auslaufkante 9.
Mit Hilfe der in der Fig. 2 gezeigten Seitenansicht und der in der Fig. 3 gezeigten perspektivischen Darstellung läßt sich der Lauf der Kugeln 6 durch die Maschine einschließlich des Kugelmagazins beschreiben. Eine einzelne betrachtete Kugel 6 befindet sich an der Einlaufkante 8 und wird durch die Drehung der oberen Läppscheibe 3 in die Läpprille 5 befördert, wo sie aufgrund der Abwälzkinematik weitertransportiert wird, bis sie die Läpprille 5 an der Auslaufkante 9 wieder verläßt. Ihrer eigenen Schwerkraft folgend fällt sie anschließend in die Rinne 10 des Kugelmagazins 7, wobei sie möglicherweise noch zuvor vom Leitblech 11 in ihrer Fallbewegung korrigiert wird. Da die Kugel 6 die Läpprille 5 nur aufgrund ihrer eigenen Schwerkraft verläßt, kann auf ein spezielles Aushebewerkzeug verzichtet werden. Dadurch wird die Gefahr von feinen Oberflä­ chenbeschädigungen durch ein solches Werkzeug eliminiert. Die Kugel 6 wird nun durch die langsame Eigendrehung des Kugelmagazins 7 weitertransportiert, wobei sie an Höhe gewinnt. Das Kugelmagazin 7 weist einen sich langsam drehenden Boden- und Außenteil 12 und einen feststehenden Innenteil 13 auf, die gemeinsam eine ringförmige Rinne 10 ergeben. In der Nähe des oberen Punktes passieren die im Kugelmagazin 7 befindlichen Kugeln 6 eine Öffnung 14 im still stehenden Innen­ teil 13, so daß sie durch die eigene Schwerkraft aus dem Kugelmagazin 7 nach innen herausfallen. Dabei fallen die Kugeln 6 auf ein Leitblech 15, welches so gerichtet und leicht geneigt ist, daß die Kugeln 6 wieder an die Einlaufkante 8 zurückgeführt werden.
In der Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Ku­ gelmagazin 7 gezeigt. In diesem Fall weist das Kugelmagazin 7 eine einteilige, ringförmige Rinne 10 auf, bei der sowohl der Boden 16 als auch die beiden Seitenwände 17 und 18 glei­ chermaßen umlaufen. In diesem Fall verbleiben die Kugeln für eine Dreivierteldrehung im Kugelmagazin 7, wodurch die Füll­ menge des Magazins noch deutlich erhöht wird. Das Kugel­ leitblech 11 wird konstruktiv so ausgestaltet, daß es in das kreisförmige Kugelmagazin 7 eintaucht, so daß die im Kugelma­ gazin 7 befindlichen Kugeln durch die Eigendrehung des Kugelmagazins 7 auf das Kugelleitblech 11 geschoben werden, von wo aus sie dann unter dem Einfluß ihrer eigenen Schwer­ kraft in die Läpprillen rollen.
Fig. 5 zeigt im besonderen und in schematischer Weise den Übergang der Kugeln vom Leitblech 11 in die Läpprillen der un­ teren Läppscheibe 2. Im unteren Bereich ist dieses Leitblech 11 derart ausgebildet, daß die Kugeln in sich fächerförmig ausbreitenden Laufrillen geleitet werden, so daß sie an der Einlaufkante 8 direkt vor einer Läpprille plaziert werden, ohne daß sie zuvor gegen den Steg zwischen zwei Läpprillen stößt und sich den Weg in eine Läpprille unter Einwirkung von Kräften, die von der oberen, rotierenden Läppscheibe 3 aufge­ zwungen werden, suchen muß. Zu diesem Zweck sind Elemente 19 zur Auffächerung des Kugelflusses auf dem Leitblech 11 ange­ bracht. Bei einer weiteren Ausführungsform ist der untere Teil des Leitbleches räumlich derart ausgestaltet bzw. ausgeformt, daß der ebene, obere Bereich in einen aufgefächerten unteren Bereich übergeht, der abschließend nur noch diskrete Laufrin­ nen aufweist, die nur noch einzelne Kugeln hintereinander auf­ nehmen können, wobei der Fluß der einzelnen hintereinander sich bewegenden Kugeln dann direkt auf eine Läpprille gerich­ tet ist. Dadurch wird sichergestellt, daß die Kugeln von ober­ flächenzerstörenden Einflüssen ferngehalten werden.
Um den systembedingten Vorteil des weitgehenden Ausschlusses der Schwerkraft der Kugeln während des Läppvorganges optimal auszunutzen, wird ein möglichst geringer Neigungswinkel der Läppscheiben 2, 3 gegenüber der Horizontalen bzw. ein mög­ lichst geringer Winkel zwischen der Senkrechten und der Rota­ tionsachse der Läppscheiben angestrebt. Die in den Fig. 1-4 ange­ deutete Neigung der Läppscheiben 2, 3 und des Kugelmagazins 7 ist aus Gründen der darstellerischen Klarheit deutlich über­ trieben. Die Neigungswinkel der Rotationsachsen von Läpp­ scheibe und Magazin müssen im übrigen keinesfalls identisch sein, obgleich dies bevorzugt ist. Eine identische Neigung dieser Rotationsachsen führt nämlich zu Vorteilen bei der Her­ stellung der Läppmaschine.
In den Figuren ist die segmentförmige Aussparung 4 derart dargestellt, daß sie einem Öffnungswinkel der feststehenden Läppscheibe 2 von 90° entspricht. Dieser Zahlenwert ist jedoch nur als Beispiel zu verstehen, wovon je nach konstruktiven Erfordernissen auch deutlich abgewichen werden kann. Prinzipi­ ell sollte der Öffnungswinkel möglichst klein gehalten werden, um einen möglichst langen Läppweg und damit auch einen mög­ lichst wirkungsvollen Läppvorgang zu realisieren.

Claims (6)

1. Läppmaschine horizontaler Bauart für Kugeln mit einer etwa kreisförmigen, rotierenden Läppscheibe (2) und einer feststehenden, stirnseitig gegenüberliegenden und koaxial angeordneten Läppscheibe (3), wobei beide Läppscheiben (2, 3) auf ihrer stirnseitigen Kreisfläche zur Aufnahme der zu bearbeitenden Kugeln (6) mit konzentrischen Rillen (5) versehen sind und die Achse der Läppscheiben (2, 3) gegenüber der Senkrechten geneigt ist, und mit einem Ku­ gelmagazin (7), aus dem die Kugeln (6) durch eine seg­ mentförmige Aussparung (4) in einer der Läppscheiben (2, 3) in die Rillen (5) geführt werden und in das die Ku­ geln (6) nach dem Austritt aus den Rillen (5) wieder zu­ rückgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehende Läppscheibe (2) unterhalb der rotie­ renden Läppscheibe (3) angeordnet ist und die segmentförmige Aussparung (4) aufweist und daß der Austausch der Kugeln (6) zwischen den Läppschei­ ben (2, 3) und dem Kugelmagazin (7) von unten durch die segmentförmige Aussparung (4) erfolgt.
2. Läppmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kugelmagazin (7) derart ausgestaltet ist, daß die aus den Rillen (5) ausgetretenen, in das Kugelmagazin (7) gefallenen Kugeln (6) durch Eigenbewegung des Kugelmaga­ zins (7) an Höhe gewinnen, aus dem Kugelmagazin (7) her­ ausfallen sowie mit Hilfe eines Leitbleches (11) unter Ausnutzung der Schwerkraft den Rillen (5) wieder zuge­ führt werden.
3. Läppmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kugelmagazin (7) eine ringförmige Rinne (10) dar­ stellt, die sich um eine bezüglich der Senkrechten ge­ neigte Rotationsachse dreht.
4. Läppmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Achse der Läppscheiben (2, 3) und der Rotationsachse des Kugelmagazins (7) gleich ist.
5. Läppmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Kugelmagazin (7) und die Läppscheiben (2, 3) gegenläufig drehen.
6. Läppmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Leitblech (11) in einzelne Kugellaufrillen auffächert, die die auf ihr befindlichen Kugeln (6) je­ weils genau in eine Rille (5) führen.
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D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

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