DE4336441C2 - Läppmaschine horizontaler Bauart für Kugeln - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Läppmaschine horizontaler Bauart
für Kugeln nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Der Bedarf an Kugeln, insbesondere für Kugellager, ist immens.
So werden derzeit viele Millionen Kugellager täglich produ
ziert; die Menge der dafür benötigten Kugeln ist entsprechend
hoch.
Für die Herstellung von derartigen Kugeln hat sich in der
letzten Zeit die nachfolgend beschriebene Folge von Ferti
gungsschritten als optimal erwiesen.
Zur Herstellung von Wälzlagerkugeln geht man von einem ent
sprechend dimensionierten Draht aus, der von einer Rolle abge
wickelt und mit Hilfe einer Maschine in entsprechend lange zy
lindrische Stücke zerteilt wird. Anschließend wird das zylin
drische Drahtstück in ein zweigeteiltes kugelförmiges Gesenk
aufgenommen, welches unter hoher Krafteinwirkung so zusammen
gepreßt wird, daß ein annähernd kugelförmiges Gebilde ent
steht. Das so erhaltene kugelförmige Gebilde weist jedoch noch
grobe Geometriefehler auf.
Diese groben Geometriefehler werden am noch weichen Werkstück
bei dem nun folgenden Fertigungsschritt grob eingeebnet; die
sen Fertigungsschritt nennt man Flashen, Entgraten oder auch
Schroten.
Der nächste Fertigungsschritt stellt eine Wärmebehandlung dar.
Die zuvor weichen Werkstücke werden gehärtet und anschließend
angelassen. Die in diesem Stadium vorliegenden Kugeln sind je
doch im allgemeinen Fall sowohl in ihrer Maßhaltigkeit als
auch in ihrer Oberflächenbeschaffenheit noch nicht ausrei
chend. Aus diesem Grunde schließen sich noch mehrere Bearbei
tungsschritte an, wozu beispielsweise das Schleifen und das
Feinschleifen gehören.
Alle bisher beschriebenen Bearbeitungsschritte sind bereits
bekannt, so daß sich eine weitere Erörterung erübrigt.
Die abschließende Maßhaltigkeit und Oberflächengüte wird durch
ein ein- oder mehrstufiges Läppen der Kugeln erzielt. Bei die
sem Fertigungsschritt wird ein Abrasivmittel lose dem Kühlme
dium beigegeben, welches man dann korrekterweise als
"Läppsuspension" bezeichnet.
Die heute gängigen und bisher bekannten Maschinen zum Läppen
von Kugeln lassen sich prinzipiell nach zwei Bauarten diffe
renzieren, deren wesentliches Unterscheidungsmerkmal die räum
liche Anordnung der Läppscheiben betrifft. Grundsätzlich las
sen sich diese Läppscheiben sowohl horizontal als auch verti
kal anordnen.
Bei einer Läppmaschine horizontaler Bauart sind somit die bei
den Läppscheiben horizontal angeordnet. Eine der Läppscheiben
wird dabei durch einen Motor oder ähnliches gedreht, während
die andere Läppscheibe koaxial dazu angeordnet ist und fest
steht. Die sich gegenüberliegenden Kreisflächen dieser beiden
Scheiben sind mit konzentrischen Rillen versehen, die im Quer
schnitt etwa kreissegmentförmig ausgebildet sind und eine
Vielzahl von Kugeln aufnehmen können. Die nicht rotierende
Läppscheibe wird mit einer axial gerichteten Kraft beauf
schlagt, so daß bei Drehung der unteren Läppscheibe die in den
Rillen befindlichen Kugeln zu einer fortwährenden kreisförmi
gen Abwälzbewegung gezwungen werden, währenddessen sich der
Läppvorgang vollzieht bzw. währenddessen die Kugeloberflächen
bearbeitet werden.
Die Anzahl von Kugeln, die bei einem Läppvorgang bearbeitet
werden können, ist naturgemäß gering. Um nun eine weitaus
größere Anzahl von Kugeln zu einer Bearbeitungscharge zusam
menzufassen, werden die bekannten Läppmaschinen üblicherweise
mit einem Kugelmagazin ausgestattet. Die Kugeln werden dabei
vom Kugelmagazin zur Läppmaschine geführt, dort bearbeitet,
wieder in das Kugelmagazin zurückbefördert und nach einer ge
wissen Zeitspanne wieder erneut bearbeitet.
Ein derartiges Kugelmagazin kann beispielsweise als kreisring
förmige Wanne ausgebildet sein, die um die Läppscheiben herum
angeordnet ist. Dieses Magazin wird langsam entgegen der Dreh
richtung der Läppscheiben gedreht. Um den fortwährenden Aus
tausch der sich im Kugelmagazin befindlichen Kugeln mit den
zwischen den Läppscheiben befindlichen Kugeln zu ermöglichen,
weist die obere Läppscheibe eine segmentförmige Aussparung
auf. Die im Kugelmagazin befindlichen Kugeln werden durch die
Eigendrehung des Magazins mit Hilfe verschiedener Leit
mechanismen in die segmentförmige Aussparung der oberen Läpp
scheibe transportiert. Dort werden sie auf die konzentrischen
Rillen der unteren Läppscheibe verteilt. Die Rotationsbewegung
der unteren Läppscheibe zwingt die Kugeln zwischen die beiden
Läppscheiben, so daß der Läppvorgang stattfinden kann. Nach
einem fast vollständigen Umlauf der Kugeln zwischen den beiden
Läppscheiben erreichen diese die segmentartige Aussparung der
oberen Läppscheibe erneut. Dort werden sie durch speziell
geformte Aushebemechanismen oder ähnlichem aus der Rille der
unteren Läppscheibe angehoben und wieder in das Kugelmagazin
geführt. Dort verbleiben sie bei fortwährend weiterdrehendem
Kugelmagazin, bis sie wieder zu den Leitmechanismen gelangen
und erneut bearbeitet werden. Dieser Vorgang wird solange
fortgesetzt, bis die Kugeln das gewünschte Endmaß erreicht
haben.
Die Läppmaschine horizontaler Bauart hat den Vorteil einer re
lativ gleichmäßigen Abwälzbewegung aller beteiligten Kugeln,
da das Eigengewicht der Kugeln diese weder beschleunigt noch
bremst. Der Nachteil der Läppmaschine horizontaler Bauart be
steht jedoch darin, daß auf die Kugeln sowohl bei ihrer
Einführung in die Läpprillen als auch bei der Entnahme der
Kugel aus diesen Läpprillen durch ein Aushebewerkzeug oder
ähnliches eine gewisse Kraft ausgeübt werden muß. Dadurch
kommt es immer wieder zu feinsten Beschädigungen der
Kugeloberfläche, die sich bei den immer weiter steigenden
Qualitätsanforderungen an hochwertige Kugellager nachteilig
auswirkt. Besonders Kugeln für geräuscharme Kugellager
erfordern die Vermeidung aller möglichen Oberflächenbeschädi
gungen.
Bei der bekannten Läppmaschine vertikaler Bauart sind die
Läppscheiben vertikal angeordnet. Auch in diesem Fall wird
eine Läppscheibe motorisch gedreht, während die andere Läpp
scheibe feststeht und somit nicht rotiert. Die segmentförmige
Aussparung befindet sich auch bei dieser Bauart in der nicht
rotierenden Läppscheibe. Diese segmentförmige Aussparung ist
waagerecht orientiert, um den Kugelaustausch mit einem Kugel
magazin zu erleichtern. Auch bei dieser Bauart können die im
Magazin befindlichen Kugeln durch die Eigendrehung des Magazins
gegen Leitmechanismen oder ähnliches sowie mit Hilfe der
nachschiebenden Kugeln aus der Magazinrille herausgehoben und
in die segmentförmige Aussparung der nicht rotierenden Läpp
scheibe transportiert werden, wo sie auf die konzentrischen
Rillen der rotierenden Läppscheibe verteilt werden. Die Rota
tionsbewegung der rotierenden Läppscheibe zwingt die Kugeln
zwischen die beiden Läppscheiben, so daß der Läppvorgang
stattfinden kann. Nachdem die Kugeln nach einem fast vollstän
digen Umlauf zwischen den beiden Läppscheiben die segmentar
tige Aussparung der nicht rotierenden Läppscheibe wieder er
reicht haben, werden sie durch Leitbleche oder ähnliches wie
der in das Kugelmagazin zurückgeführt. Dort verbleiben sie bei
fortwährend weiterdrehendem Kugelmagazin, bis sie wieder auf
die Leitmechanismen treffen und wieder zwischen die Läppschei
ben eingeführt werden. Dieser Vorgang wird solange fortge
setzt, bis die Kugeln das gewünschte Endmaß erreicht haben.
Die Läppmaschine vertikaler Bauart hat den Vorteil, daß die
Kugeln leichter zugeführt und auch wieder entnommen werden
können als bei der Läppmaschine horizontaler Bauart, da sowohl
bei der Zuführung als auch bei der Entnahme die Schwerkraft
der Kugeln ausgenutzt werden kann. Dadurch ist es zwar mög
lich, die Beschädigungen der Kugel durch Zuführvorrichtungen
und Aushebevorrichtungen zu reduzieren. Gleichwohl werden der
artige Beschädigungen nicht völlig vermieden.
Der wesentliche Nachteil der Läppmaschinen vertikaler Bauart
besteht darin, daß während der Bearbeitung die Schwerkraft der
Kugeln die kinematisch aufgezwungene Bewegung sowohl bremsen
als auch beschleunigen können. Dieser Effekt macht sich beson
ders dann nachteilig bemerkbar, wenn die zu bearbeitenden Ku
geln im Durchmesser geringfügig voneinander abweichen. Die ge
ringfügig kleineren Kugeln kommen nicht mit den Läppscheiben
in Kontakt und entziehen sich daher der kinematisch vorgese
henen Abwälzbewegung. Aus diesem Grunde müssen sie von nach
folgenden, geringfügig größeren Kugeln geschoben werden. Dies
wird besonders dann problematisch, wenn die Kugel nach dem
Eintritt in die Läpprillen den unteren Totpunkt der kreisför
migen Läpprille erreicht haben und anschließend auf dem Weg
zum oberen Totpunkt der nachfolgenden Kugel einen Bewegungswi
derstand entgegensetzen. Dies führt häufig dazu, daß die Ober
flächen der Kugeln derart geschädigt werden, daß sie als qua
litativ minderwertig eingestuft werden müssen oder gänzlich
unbrauchbar werden. Zudem ist auch bei den Läppmaschinen ver
tikaler Bauart ein Aushebewerkzeug erforderlich, welches jede
einzelne Kugel nach ihrem Umlauf aus den Läpprillen heraus
hebt, um sie in das Kugelmagazin zu befördern. Auch dabei be
steht die Gefahr, der Kugel geringste Oberflächenbeschädigun
gen zuzufügen.
Es ist nun bereits versucht worden, die Vorteile der Läppma
schinen horizontaler und vertikaler Bauart zu kombinieren. So
hat man beispielsweise bei Läppmaschinen horizontaler Bauart
die Läppscheiben geringfügig geneigt. Mit anderen Worten, die
Drehachse der Läppscheiben ist geringfügig gegenüber der Senk
rechten geneigt. Eine Läppmaschine dieses Typs ist in der
deutschen Patentschrift 834 815 sowie im deutschen Zusatzpa
tent 964 028 beschrieben.
Eine Läppmaschine des letzteren Typs ist ferner in der inter
nationalen Anmeldung WO 88/08771 (internationale Anmeldenr.
PCT/HU 88/00032) beschrieben.
Bei beiden bekannten Läppmaschinen horizontaler Bauart mit
geneigten Läppscheiben befindet sich die segmentartige Aus
sparung nach wie vor in der oberen Läppscheibe, die feststeht,
während die untere Läppscheibe gedreht wird. Die Kugeln werden
somit nach wie vor von oben in die Läpprillen zwischen den
Läppscheiben eingeführt. Daher sind nach wie vor Leitme
chanismen und Aushebewerkzeuge erforderlich, welche die Kugeln
beschädigen können.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine verbes
serte Läppmaschine horizontaler Bauart mit geneigten Läpp
scheiben bereitzustellen bei der die Kugeln sowohl beim Ein
führen zwischen die Läppscheiben als auch beim Abführen nicht
beschädigt werden.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Läppmaschine horizontaler
Bauart für Kugeln mit einer in etwa kreisförmigen, rotierenden
Läppscheibe und einer feststehenden, stirnseitig gegen
überliegenden und koaxial angeordneten Läppscheibe, wobei
beide Läppscheiben auf ihrer stirnseitigen Kreisfläche zur
Aufnahme der zu bearbeitenden Kugel mit konzentrischen Rillen
versehen sind und die Achse der Läppscheiben gegenüber der
Senkrechten geneigt ist, und mit einem Kugelmagazin, aus dem
die Kugeln durch eine segmentförmige Aussparung in einer der
Läppscheiben in die Rillen geführt werden und in das die Kugel
nach dem Austritt aus den Rillen wieder zurückgeführt werden,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß die feststehende Läpp
scheibe unterhalb der rotierenden Läppscheibe angeordnet ist
und die segmentförmige Aussparung aufweist, und daß der Aus
tausch der Kugeln zwischen den Läppscheiben und dem Kugelmaga
zin von unten durch die segmentförmige Aussparung in der unte
ren, feststehenden Läppscheibe erfolgt.
Bei der erfindungsgemäßen Läppmaschine sind die Läppscheiben
im wesentlichen horizontal angeordnet, so daß das Gewicht der
Kugeln die kinematisch aufgezwungene Abwälzbewegung des Läp
pens nicht stört. Dadurch wird den nachfolgenden Kugeln kein
Bewegungswiderstand entgegengesetzt. Zudem wird die Reibung
der Kugeln untereinander so reduziert, daß es nicht zu den
oberflächenzerstörenden Freßerscheinungen wie bei den Läppma
schinen vertikaler Bauart kommen kann.
Bei der erfindungsgemäßen Läppmaschine sind die Läppscheiben
zwar im wesentlichen horizontal angeordnet. Allerdings sind
sie leicht geneigt. Mit anderen Worten, die Drehachse der
Läppscheiben (genauer der rotierenden Läppscheibe) bildet mit
der Senkrechten einen kleinen Winkel. Die mit der segmentför
migen Aussparung versehene, nicht rotierende Läppscheibe ist
dabei unterhalb der geschlossenen, rotierenden Läppscheibe an
geordnet. Die Kugeln werden somit von unten durch die segment
förmige Aussparung zu den Läpprillen geführt; nach Austritt
der Kugeln aus den Läpprillen werden die Kugeln nach unten
durch die segmentförmige Aussparung herausgeführt. Bei der er
findungsgemäßen Läppmaschine sind somit keine Werkzeuge zum
Einführen der Kugeln in die Läpprillen bzw. zum Ausheben der
Kugeln aus den Läpprillen erforderlich. Sämtliche Einführ- und
Aushebevorgänge vollziehen sich mit Hilfe der Schwerkraft der
Kugeln, so daß die Kugeln keinerlei Zwangskräften ausgesetzt
werden, die deren Oberfläche beeinträchtigen könnten.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Von den Zeichnungen zeigen
Fig. 1 die Anordnung der beiden Läppscheiben der erfin
dungsgemäßen Läppmaschine ohne das Kugelmagazin
in einer Ansicht von unten,
Fig. 2 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht der wesentlichen
Bestandteile einer erfindungsgemäßen Läppma
schine einschließlich des Kugelmagazins.
Fig. 4 Eine weitere Ausführungsform eines Kugelmagazins
und
Fig. 5 eine schematische Darstellung der wesentlichen
Details einer Kugelzuführung.
In der Fig. 1 ist die untere, nicht rotierende Läppscheibe mit
dem Bezugszeichen 2 versehen. Diese Läppscheibe 2 besitzt eine
segmentförmige Aussparung 4, durch die hindurch die darüber
liegende, rotierende, obere Läppscheibe 3 teilweise sichtbar
ist. Beide Läppscheiben 2, 3 sind auf den zueinander gerichte
ten Kreisflächen in bekannter Weise mit Rillen 5 zur Aufnahme
der zu bearbeite den Kugeln 6 versehen. Die obere Läppscheibe
3 rotiert in der dargestellten Drehrichtung (Pfeil). Die zu
bearbeitenden Kugeln 6 werden an der Einlaufkante 8 den
Läpprillen 5 zugeführt und verlassen diese dann wieder an der
Auslaufkante 9.
Mit Hilfe der in der Fig. 2 gezeigten Seitenansicht und der in
der Fig. 3 gezeigten perspektivischen Darstellung läßt sich
der Lauf der Kugeln 6 durch die Maschine einschließlich des
Kugelmagazins beschreiben. Eine einzelne betrachtete Kugel 6
befindet sich an der Einlaufkante 8 und wird durch die Drehung
der oberen Läppscheibe 3 in die Läpprille 5 befördert, wo sie
aufgrund der Abwälzkinematik weitertransportiert wird, bis sie
die Läpprille 5 an der Auslaufkante 9 wieder verläßt. Ihrer
eigenen Schwerkraft folgend fällt sie anschließend in die
Rinne 10 des Kugelmagazins 7, wobei sie möglicherweise noch
zuvor vom Leitblech 11 in ihrer Fallbewegung korrigiert wird.
Da die Kugel 6 die Läpprille 5 nur aufgrund ihrer eigenen
Schwerkraft verläßt, kann auf ein spezielles Aushebewerkzeug
verzichtet werden. Dadurch wird die Gefahr von feinen Oberflä
chenbeschädigungen durch ein solches Werkzeug eliminiert. Die
Kugel 6 wird nun durch die langsame Eigendrehung des
Kugelmagazins 7 weitertransportiert, wobei sie an Höhe
gewinnt. Das Kugelmagazin 7 weist einen sich langsam drehenden
Boden- und Außenteil 12 und einen feststehenden Innenteil 13
auf, die gemeinsam eine ringförmige Rinne 10 ergeben. In der
Nähe des oberen Punktes passieren die im Kugelmagazin 7
befindlichen Kugeln 6 eine Öffnung 14 im still stehenden Innen
teil 13, so daß sie durch die eigene Schwerkraft aus dem
Kugelmagazin 7 nach innen herausfallen. Dabei fallen die
Kugeln 6 auf ein Leitblech 15, welches so gerichtet und leicht
geneigt ist, daß die Kugeln 6 wieder an die Einlaufkante 8
zurückgeführt werden.
In der Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Ku
gelmagazin 7 gezeigt. In diesem Fall weist das Kugelmagazin 7
eine einteilige, ringförmige Rinne 10 auf, bei der sowohl der
Boden 16 als auch die beiden Seitenwände 17 und 18 glei
chermaßen umlaufen. In diesem Fall verbleiben die Kugeln für
eine Dreivierteldrehung im Kugelmagazin 7, wodurch die Füll
menge des Magazins noch deutlich erhöht wird. Das Kugel
leitblech 11 wird konstruktiv so ausgestaltet, daß es in das
kreisförmige Kugelmagazin 7 eintaucht, so daß die im Kugelma
gazin 7 befindlichen Kugeln durch die Eigendrehung des
Kugelmagazins 7 auf das Kugelleitblech 11 geschoben werden,
von wo aus sie dann unter dem Einfluß ihrer eigenen Schwer
kraft in die Läpprillen rollen.
Fig. 5 zeigt im besonderen und in schematischer Weise den
Übergang der Kugeln vom Leitblech 11 in die Läpprillen der un
teren Läppscheibe 2. Im unteren Bereich ist dieses Leitblech
11 derart ausgebildet, daß die Kugeln in sich fächerförmig
ausbreitenden Laufrillen geleitet werden, so daß sie an der
Einlaufkante 8 direkt vor einer Läpprille plaziert werden,
ohne daß sie zuvor gegen den Steg zwischen zwei Läpprillen
stößt und sich den Weg in eine Läpprille unter Einwirkung von
Kräften, die von der oberen, rotierenden Läppscheibe 3 aufge
zwungen werden, suchen muß. Zu diesem Zweck sind Elemente 19
zur Auffächerung des Kugelflusses auf dem Leitblech 11 ange
bracht. Bei einer weiteren Ausführungsform ist der untere Teil
des Leitbleches räumlich derart ausgestaltet bzw. ausgeformt,
daß der ebene, obere Bereich in einen aufgefächerten unteren
Bereich übergeht, der abschließend nur noch diskrete Laufrin
nen aufweist, die nur noch einzelne Kugeln hintereinander auf
nehmen können, wobei der Fluß der einzelnen hintereinander
sich bewegenden Kugeln dann direkt auf eine Läpprille gerich
tet ist. Dadurch wird sichergestellt, daß die Kugeln von ober
flächenzerstörenden Einflüssen ferngehalten werden.
Um den systembedingten Vorteil des weitgehenden Ausschlusses
der Schwerkraft der Kugeln während des Läppvorganges optimal
auszunutzen, wird ein möglichst geringer Neigungswinkel der
Läppscheiben 2, 3 gegenüber der Horizontalen bzw. ein mög
lichst geringer Winkel zwischen der Senkrechten und der Rota
tionsachse der Läppscheiben angestrebt. Die in den Fig. 1-4 ange
deutete Neigung der Läppscheiben 2, 3 und des Kugelmagazins 7
ist aus Gründen der darstellerischen Klarheit deutlich über
trieben. Die Neigungswinkel der Rotationsachsen von Läpp
scheibe und Magazin müssen im übrigen keinesfalls identisch
sein, obgleich dies bevorzugt ist. Eine identische Neigung
dieser Rotationsachsen führt nämlich zu Vorteilen bei der Her
stellung der Läppmaschine.
In den Figuren ist die segmentförmige Aussparung 4 derart
dargestellt, daß sie einem Öffnungswinkel der feststehenden
Läppscheibe 2 von 90° entspricht. Dieser Zahlenwert ist jedoch
nur als Beispiel zu verstehen, wovon je nach konstruktiven
Erfordernissen auch deutlich abgewichen werden kann. Prinzipi
ell sollte der Öffnungswinkel möglichst klein gehalten werden,
um einen möglichst langen Läppweg und damit auch einen mög
lichst wirkungsvollen Läppvorgang zu realisieren.
Claims (6)
1. Läppmaschine horizontaler Bauart für Kugeln mit einer
etwa kreisförmigen, rotierenden Läppscheibe (2) und einer
feststehenden, stirnseitig gegenüberliegenden und koaxial
angeordneten Läppscheibe (3), wobei beide Läppscheiben
(2, 3) auf ihrer stirnseitigen Kreisfläche zur Aufnahme
der zu bearbeitenden Kugeln (6) mit konzentrischen Rillen
(5) versehen sind und die Achse der Läppscheiben (2, 3)
gegenüber der Senkrechten geneigt ist, und mit einem Ku
gelmagazin (7), aus dem die Kugeln (6) durch eine seg
mentförmige Aussparung (4) in einer der Läppscheiben
(2, 3) in die Rillen (5) geführt werden und in das die Ku
geln (6) nach dem Austritt aus den Rillen (5) wieder zu
rückgeführt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die feststehende Läppscheibe (2) unterhalb der rotie
renden Läppscheibe (3) angeordnet ist und die
segmentförmige Aussparung (4) aufweist und
daß der Austausch der Kugeln (6) zwischen den Läppschei
ben (2, 3) und dem Kugelmagazin (7) von unten durch die
segmentförmige Aussparung (4) erfolgt.
2. Läppmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kugelmagazin (7) derart ausgestaltet ist, daß die
aus den Rillen (5) ausgetretenen, in das Kugelmagazin (7)
gefallenen Kugeln (6) durch Eigenbewegung des Kugelmaga
zins (7) an Höhe gewinnen, aus dem Kugelmagazin (7) her
ausfallen sowie mit Hilfe eines Leitbleches (11) unter
Ausnutzung der Schwerkraft den Rillen (5) wieder zuge
führt werden.
3. Läppmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Kugelmagazin (7) eine ringförmige Rinne (10) dar
stellt, die sich um eine bezüglich der Senkrechten ge
neigte Rotationsachse dreht.
4. Läppmaschine nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Neigung der Achse der Läppscheiben (2, 3) und der
Rotationsachse des Kugelmagazins (7) gleich ist.
5. Läppmaschine nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Kugelmagazin (7) und die Läppscheiben (2, 3)
gegenläufig drehen.
6. Läppmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich das Leitblech (11) in einzelne Kugellaufrillen
auffächert, die die auf ihr befindlichen Kugeln (6) je
weils genau in eine Rille (5) führen.
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- 1995-04-20 TW TW84103900A patent/TW272156B/zh active
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN102513897A (zh) * | 2011-11-25 | 2012-06-27 | 成都科力铁硬质合金有限公司 | 一种用立式平面磨床磨加工硬质合金球的装置 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4336441A1 (de) | 1995-04-27 |
| TW272156B (de) | 1996-03-11 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: MESSERSCHMIDT, JUERGEN, DIPL.-ING. (UNIV.), 97421 |
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Free format text: PICKELMANN, HERBERT, 91589 AURACH, DE |
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| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: PICKELMANN, HERBERT, 91589 AURACH, DE |
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| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |